DE1211150B - Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und Reinigung von 1, 3-Dichlorbuten-(2) - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und Reinigung von 1, 3-Dichlorbuten-(2)Info
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES VMTWt PATENTAMT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο -19/02
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1211150
K49744IVb/12o
15. Mai 1963
24. Februar 1966
K49744IVb/12o
15. Mai 1963
24. Februar 1966
Die Anlagerung von Chlorwasserstoff an Monovinylacetylen im wäßrig-salzsauren Medium mit
Kupfer(I)-chlorid als Katalysator führt zu 2-Chlorbutadien-(l,3) und verschiedenen Nebenprodukten
wie insbesondere l,3-Dichlorbuten-(2). Letzteres ist als Ausgangsmaterial für 2,3-Dichlorbutadien-(l,3)
—seinerseits Co-Monomeres für 2-Chlorbutadien-(l,3)-Mischpolymerisate
— bekannt.
2-Chlorbutadien-(l,3) und l,3-Dichlorbuten-(2) können in bekannter und einfacher Weise destillativ getrennt
werden. Hingegen beschreibt die deutsche Patentschrift 1114 806 eine über das Maß der üblichen
Destillationstechnik hinausgehende Trennung des 2-Chlorbutadiens-(l,3) von seinem Produktionssumpf.
Dieser Produktionssumpf besteht aus restlichem 2-Chlorbutadien-(l,3) (Kp.7eo = 59,5°C), 1-Chlorbutadien-(l,3)
(Kp.76O = 67°C), Methylvinylketon (Kp.
= 83°C),/J-Chloräthylmethylketon (Kp1760 = 1230C),
eis- und trans-l,3-Dichlorbuten-(2) (Kp.76O = 125 bis
127° C), zahlreichen nach Diels-Alder-Reaktion erhaltenen dimeren 2-Chlorbutadienen, z. B. des Typs
Chlorvinylchlorcyclohexen (S), Vinyldichlorcyclohexen (II), Vinylchlorcyclohexadien (III), Dichlorcyclooctadien
(IV) vom Siedebereich Kp.7eo = 180° bis 2500C, durch Wasseranlagerung an Monovinylacetylen
entstandenesButanol-(l)-an-(3) (Kp.u = 73 ° C) und 3,3'-Diketobutyläther (Kp.10f5 = 123° C).
CH = CH2
CH = CH2
Aus solchen Sümpfen bereitete die Fraktionierung reinen cis-trans-Isomerengemisches von 1,3-Dichlorbuten-(2)
bisher erhebliche Schwierigkeiten, weil auch bei Einsatz eines sorgfältig getrockneten Sumpfes mit
nur geringer Restfeuchtigkeit stets l,3-Dichlorbuten-(2)-Fraktionen mit größeren Anteilen einer zweiten,
Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und
Reinigung von l,3-Dichlorbuten-(2)
Reinigung von l,3-Dichlorbuten-(2)
Anmelder:
Knapsack Aktiengesellschaft, Hürth-Knapsack
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Kurt Sennewald,
Dipl.-Chem. Dr. Wilhelm Vogt,
Knapsack bei Köln;
Dipl.-Chem. Dr. Hans Weiden,
Rodenkirchen bei Köln;
Dipl.-Chem. Dr. Karl Kaiser, Brühl bei Köln;
Peter Komischke, Eiferen bei Köln
Dipl.-Chem. Dr. Kurt Sennewald,
Dipl.-Chem. Dr. Wilhelm Vogt,
Knapsack bei Köln;
Dipl.-Chem. Dr. Hans Weiden,
Rodenkirchen bei Köln;
Dipl.-Chem. Dr. Karl Kaiser, Brühl bei Köln;
Peter Komischke, Eiferen bei Köln
wäßrigen Phase mit 25 bis 30 Gewichtsprozent HCl anfallen und weil die l,3-Dichlorbuten-(2)-Phase bis
zu 5% Verunreinigungen, besonders an Methylvinylketon, enthält, welches naturgemäß in der Dichlorbutenfraktion
nicht mehr auftreten dürfte.
Nach dem Säurefreiwaschen und Trocknen der l,3-Dichlorbuten-(2)-Phase und erneuter Destillation findet man in Abhängigkeit zur Siedezeit im Destillat die 2- bis lOfache Methylvinylketonmenge, verglichen mit der Ausgangskonzentration des Methylvinylketons. Erst mehrmaliges Wiederholen dieser Operationen führt zu reinem cis-trans-l,3-Dichlorbuten-(2)-Isomerengemisch vom Sdp. 125 bis 127° C/760 Torr.
Nach dem Säurefreiwaschen und Trocknen der l,3-Dichlorbuten-(2)-Phase und erneuter Destillation findet man in Abhängigkeit zur Siedezeit im Destillat die 2- bis lOfache Methylvinylketonmenge, verglichen mit der Ausgangskonzentration des Methylvinylketons. Erst mehrmaliges Wiederholen dieser Operationen führt zu reinem cis-trans-l,3-Dichlorbuten-(2)-Isomerengemisch vom Sdp. 125 bis 127° C/760 Torr.
Die Schwierigkeiten gemäß dem Stand der Technik
rühren daher, daß ß-Chloräthylrnethylketon, welches
thermisch instabil ist, beim Destillieren gegenläufig zu seiner Bildung wieder in Chlorwasserstoff und
Methylvinylketon zerfällt. Diese Dehydrochlorierung nimmt mit steigendem Druck und steigender Temperatur
rasch zu. Der entsprechende Chlorwasserstoff bewirkt aber seinerseits die Spaltung von 3,3'-Diketobutyläther
in Butanol-(l)-on-(3) und Methylvinylketon und weiter von Butanol-(l)-on-(3) in Methylvinylketon
und Wasser. Dagegen würden Diketobutyläther und Butanolon im Neutralbereich auch
unter Druck oder im Bereich technisch möglichen Vakuums unzersetzt destillieren. Die genannten chlorwasserstoffkatalysierten
Spaltungen nehmen mit steigender Azidität und Temperatur zu.
609 509/373
3 4
Zusätzlich werfen die Spaltprodukte Wasser und ein niedrigerer Druck von vorzugsweise 70 Torr geChlorwasserstoff in den Kondensationssystemen der wählt, um restliches /9-Chloräthylmethylketon und
Destillationsanlagen schwierige Korrosionsprobleme Butanolon schonend zu behandeln,
auf. Unter den Verfahrensbedingungen der zweiten Diese Verfahrensnachteile sind offensichtlich der 5 Destillationsstufe verbleiben in deren Sumpf 3 bis 6,
Grund für die Tatsache, daß eine Isolierung von 1,3-Di- vorzugsweise 3,5 bis 4,5 Gewichtsteile 1,3-Dichlorchlorbuten-(2)
aus dem 2-Chlorbutadien-(l,3)-Pro- buten-(2), wodurch Sumpftemperaturen von 152 bis
duktionssumpf bisher keinen Eingang in die Fach- 1540C gewährleistet werden. Ein dichlorbutenfreies
literatur gefunden hat. Sumpfprodukt wäre viskos und würde die Sumpf-
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur konti- io ablaufe verstopfen.
neuerlichen Isolierung und Reinigung von 1,3-Di- Erfindungsgemäß werden die nach üblichen De-
chlorbuten-(2), welches dadurch gekennzeichnet ist, stillationsmethoden zusätzlich notwendige Trennung
daß ein 2-Chlorbutadien-(l,3)-Produktionssumpf, wel- eines Wasser-Methylvinylketon-Gemisches vom 1,3-Di-
cher im wesentlichen aus l,3-Dichlorbuten-(2), dinieren chlorbuten-(2) sowie die Entsäuerung und Trocknung
cyclischen 2-Chlorbutadienen-(l,3), Butanol-(l)-on-(3), 15 im zweiten Destillationsschritt eingespart. Die De-
3,3'-Diketobutyläther, 1-Chlorbutadien-(1,3), Methyl- stillationsstufen bestehen zweckmäßig aus mit Sattel-
vinylketon, restlichem 2-Chlorbutadien-(l,3) und körpern gefüllten Kolonnen. Die Kopfprodukte der
/3-Chloräthylmethylketon besteht, einer ersten be- Destillationsstufen werden nach der Kondensation
heizten und bei einem Druck von 200 bis 300 Torr vorteilhaft teilweise als Rücklaufflüssigkeit in die je-
betriebenen Destillationsstufe zugeführt wird, deren 20 weilige Stufe zurückgeleitet.
Sumpftemperatur 105 bis 115° C beträgt und aus Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die Verweicher
über Kopf bei etwa 40 bis 50° C ein Gemisch hinderung der Polymerisation des 2-Chlorbutaaus
restlichem 2-Chlorbutadien-(l,3), 1-Chlorbuta- diens-(l,3), welches zusammen mit 2 bis 40, Vorzugs
dien-(l,3), Methylvinylketon, Wasser, Chlorwasser- weise 5 bis 10 Gewichtsteilen 1-Chlorbutadien-(1,3)
stoff und etwas l,3-Dichlorbuten-(2) abgezogen wird, 25 und 2 bis 50, vorzugsweise 20 bis 25 Gewichtsteilen
während das Sumpfprodukt in eine zweite beheizte Methylvinylketon als Kopfprodukt der ersten Destil-
und bei einem Druck von etwa 60 bis 80 Torr betrie- lationsstufe anfällt, durch Stabilisatoren,
bene Destillationsstufe strömt, aus welcher über Kopf Dem Kopfprodukt der ersten Destillationsstufe
bei etwa 61 bis 650C l,3-Dichlorbuten-(2) mit geringen wird nach der Kondensation die wäßrig-salzsaure
Verunreinigungen an 1- und 2-Chlorbutadien-(l,3) 30 Phase entzogen und dem Kondensat zur Verhinderung
und Methylvinylketon abgezogen wird, während im der Polymerisation eine Lösung aus etwa 1 Gewichtsauf 150 bis 155° C geheizten Sumpf dimere cyclische teil Phenothiazin, 15 Gewichtsteilen N-Nitrosodi-2-Chlorbutadiene-(l,3),
geringe Mengen Butanol-(l)- phenylamin und 84 Gewichtsteilen Kondensat zuon-(3),
3,3'-Diketobutyläther und l,3-Dichlorbuten-(2) dosiert. Die Rücklaufflüssigkeit der ersten Destilverbleiben.
35 lationsstufe soll etwa 0,05 bis 1 Gewichtstausendstel Die gewonnenen Erkenntnisse führten überraschen- N-Nitrosodiphenylamin und etwa 0,01 bis 1 Gewichtsderweise
zu den geschilderten erfindungsgemäßen tausendstel Phenothiazin enthalten. Maßnahmen, die zur Isolierung reinen 1,3-Dichlor- Unter Bezugnahme auf das in der Zeichnung darbutens-(2)
aus einem 2-Chlorbutadien-(l,3)-Produk- gestellte Fließschema wird das erfindungsgemäße
tionssumpf eine kontinuierliche Zweistufendestillation 40 Verfahren in Form eines Beispiels im folgenden näher
vorsehen, bei deren zweiter Stufe die Chlorwasserstoff- erläutert,
abspaltung aus (I) und (II) unter Bildung von (HI),
abspaltung aus (I) und (II) unter Bildung von (HI),
und die chlorwasserstoffkatalysierte Wasserabspaltung Beispiel
aus Butanol-(l)-on-(3) unter Bildung von Methylvinylketon entscheidend zurücktreten. Als Folge davon 45 Die Destillationsanlage besteht im wesentlichen aus
wird die l,3-Dichlorbuten-(2)-Fraktion kaum noch zwei Destillationskolonnen 1 und 2, deren Kondendurch
Methylvinylketon verunreinigt und die Edel- sationssystemen und Vakuumpumpen 24 und 25. Der
Stahlapparaturen korrodieren fast nicht mehr. ungefähr in der Mitte der Kolonne 1 über die Zu-Das
erfindungsgemäße Verfahren wird in zwei leitung 4 einlaufende 2-Chlorbutadien-(l,3)-Produk-Destillationsstufen
durchgeführt; in der ersten Destil- 5° tionssumpf besteht aus 5 bis 15 Gewichtsteilen restlationsstufe
soll eine Sumpftemperatur von 105 bis lichem 2-Chlorbutadien-(l,3), 0,5 bis 5 Gewichtsteilen
1150C, vorzugsweise 108 bis 1100C, eine Kopf- 1-Chlorbutadien-(1,3), 1 bis 5 Gewichtsteilen Methyltemperatur
von 40 bis 50° C, vorzugsweise etwa 450C vinylketon, 50 bis 56 Gewichtsteilen 1,3-Dichlor-
und ein Druck von 200 bis 300 Torr, vorzugsweise buten-(2) und 30 bis 35 Gewichtsteilen dimeren
etwa 250 Torr, in der zweiten Destillationsstufe eine 55 cyclischen 2-Chlorbutadienen-(l,3), 4 bis 7 Teilen
Sumpftemperatur von 150 bis 155° C, vorzugsweise /S-Chloräthyrmethylketon und 1 bis 3 Teilen Butan-152
bis 154°C, eine Kopftemperatur von 61 bis 65°C, ol-(l)-on-(3) und 3,3'-Diketobutyläther. In der ersten
vorzugsweise 62 bis 63 0C, und ein Druck von 60 bis mit Sattelkörpern gefüllten Destillationskolonne 1
80 Torr, vorzugsweise 70 Torr, eingehalten werden. wird bei einem von der Vakuumpumpe 24 aufrecht-Erfindungsgemäß
werden in der ersten Destillations- 60 erhaltenen Druck von 250 Torr, einer durch Heizung 3
stufe durch die. Wahl des höheren Druckes von vor- erzeugten Blasentemperatur von 109°C und einer
zugsweise 250 Torr eine weitreichende Dehydro- Kopftemperatur von 450C ein aus den Niedersiedern
Chlorierung des /S-Chloräthylmethylketons in Methyl- des Produktionssumpfes bestehendes Gemisch über
■vinylketon und Chlorwasserstoff, und damit eine Kopf abdestilliert. Dieses Gemisch (10 bis 20% des
weitgehende Aufspaltung von 3,3'-Diketobutyläther 65 Einlaufes in Kolonne 1) enthält 40 bis 50 Gewichtsin
Butanolon und Methylvinylketon und von Butan- teile restliches 2-Chlorbutadien-(l,3), 5 bis 10 Geolon
in Wasser und Methylvinylketon erreicht. Er- wichtsteile 1-Chlorbutadien-(1,3), 20 bis 25 Gewichtsfindungsgemäß
wird in der zweiten Destillationsstufe teile Methylvinylketon, 0,1 bis 2 Gewichtsteile wäßrige,
25- bis 30gewichtsprozentige Salzsäure, 0 bis 10 Gewichtsteile
l,3-Dichlorbuten-(2) und wenig /3-Chloräthylmethylketon,
und gelangt über die Ableitung 5 mit solebeschicktem Kühler 6 in die Vorlage 7, von
wo ein Teil über Leitung 8 als Rückfluß in Kolonne 1, der Rest über Leitung 9 zur Aufarbeitung des 2-Chlorbutadiens-(l,3)
abgeführt wird. Die Vorlage 7 besitzt als Anschlüsse die Leitung 14 zur Vakuumpumpe 24,
die Leitung 13 zur diskontinuierlichen Ableitung der wäßrigen Phase und die Leitung 11, welche aus dem
Vorratsgefäß 10 mittels Dosierpumpe 12 das Kondensat der Kolonne 1 mit einer Polymerisationsinhibitorlösung
aus 1 Gewichtsteil Phenothiazin, 15 Gewichtsteilen N-Nitrosodiphenylamin und 84 Gewichtsteilen
Rückflußgemisch so stabilisiert, daß in der Rücklaufflüssigkeit 0,3 bis 0,5 Gewichtstausendstel N-Nitrosodiphenylamin
und 0,02 bis 0,03 Gewichtstausendstel Phenothiazin enthalten sind.
Das Sumpfprodukt der Kolonne 1 (80 bis 90% des Einlaufes in Kolonne 1) besteht aus etwa 0 bis 0,2 ao
Gewichtsteilen 2-Chlorbutadien-(l,3) und 1-Chlorbutadien-(l,3),
0 bis 0,3 Gewichtsteilen Methylvinylketon und /S-Chloräthylmethylketon, 55 bis 65 Gewichtsteilen
l,3-Dichlorbuten-(2) und 35 bis 45 Gewichtsteilen dimeren 2-Chlorbutadienen, weniger als
0,1 Gewichtsteilen Butanol-(l)-on-(3) und 3,3'-Diketobutyläther. Das Gemisch strömt über die Bodenableitung
15 etwa in das untere Drittel der zweiten, ebenfalls mit Sattelkörpern gefüllten Destillierkolonne 2
ein, die durch die Vakuumpumpe 25 über Saugleitung 22 unter einem Druck von 70 Torr steht. Als
Kopfprodukt destilliert l,3-Dichlorbuten-(2), verunreinigt mit etwa 0,2 bis 0,4 Gewichtsteilen 1- und
2-Chlorbutadien-(l,3) und Methylvinylketon bei 62 bis 630C über die Kopf leitung 16 mit Kondensator 17
in die Vorlage 18, von wo ein Teil über Leitung 20 als Rückfluß in Kolonne 2 fließt, der Rest über Leitung 19
als Reinprodukt abgezogen wird. Die im 2-Chlorbutadien-(l,3)-Produktionssumpf
enthaltenen hochsiedenden dimeren cyclischen 2-Chlorbutadiene-(l,3), Butanol-(l)-on-(3) und Diketobutyläther (etwa 96 Gewichtsteile)
sind neben 4 Gewichtsteilen 1,3-Dichlorbuten-(2)
im Sumpf der Kolonne 2 enthalten, welcher mittels Heizung 21 bei 153° C ausdestilliert und über
Leitung 23 abgezogen wird.
Claims (4)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und Reinigung von l,3-Dichlorbuten-(2), dadurch
gekennzeichnet, daß ein 2-Chlorbutadien-(l,3)-Produktionssumpf, welcher im wesentlichen
aus l,3-Dichlorbuten-(2), dimeren cyclischen 2 - Chlorbutadienen - (1,3), Butanol - (1) - on - (3),
3,3'-Diketobutyläther, 1-Chlorbutadien-(1,3), Methylvinylketon, restlichem 2-Chlorbutadien-(l,3)
und ^-Chloräthylmethylketon besteht, einer ersten beheizten und bei einem Druck von 200 bis 300 Torr
betriebenen Destillationsstufe zugeführt wird, deren
Sumpf temperatur 105 bis 115° C beträgt und aus welcher über Kopf bei etwa 40 bis 50°C ein
Gemisch aus restlichen 2-Chlorbutadien-(l,3), 1-Chlorbutadien-(1,3),
Methylvinylketon, Wasser, Chlorwasserstoff und etwas l,3-Dichlorbuten-(2) abgezogen wird, deren Sumpftemperatur 105 bis
115 0C beträgt, während das Sumpf produkt in eine zweite, beheizte und bei einem Druck von etwa
60 bis 80 Torr betriebene Destillationsstufe strömt, aus welcher über Kopf bei etwa 61 bis 65° C
l,3-Dichlorbuten-(2)mitgeringen Verunreinigungen an 1- und 2-Chlorbutadien-(l,3) und Methylvinylketon
abgezogen wird, während im auf 150 bis 155° C geheizten Sumpf dimere cyclische 2-Chlorbutadiene-(l,3),
geringe Mengen Butanol-(l)-on-(3), 3,3'-Diketobutyläther und l,3-Dichlorbuten-(2) verbleiben.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfprodukte der Destillationsstufen nach der Kondensation teilweise als Rücklaufflüssigkeit
in die jeweilige Stufe zurückgeleitet werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Kopfprodukt der ersten Destillationsstufe nach der Kondensation die wäßrig-salzsaure Phase entzogen
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kondensat eine Lösung aus
etwa 1 Gewichtsteil Phenothiazin, 15 Gewichtsteilen N-Nitrosodiphenylamin und 84 Gewichtsteilen Kondensat zudosiert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 509/373 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DEK49744A DE1211150B (de) | 1963-05-15 | 1963-05-15 | Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und Reinigung von 1, 3-Dichlorbuten-(2) |
| US365393A US3354055A (en) | 1963-05-15 | 1964-05-06 | Purification of 1, 3-dichloro-butene-(2) by plural stage vacuum distillation |
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| FR974270A FR1393098A (fr) | 1963-05-15 | 1964-05-13 | Procédé pour l'isolement et la purification du 1, 3-dichlorobutène |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEK49744A DE1211150B (de) | 1963-05-15 | 1963-05-15 | Verfahren zur kontinuierlichen Isolierung und Reinigung von 1, 3-Dichlorbuten-(2) |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE1211150B (de) |
| GB (1) | GB1039736A (de) |
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Also Published As
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