DE1210792B - Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CarbonylsulfonylimidenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C233/00—Carboxylic acid amides
- C07C233/01—Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
- C07C233/12—Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by halogen atoms or by nitro or nitroso groups
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C307/00—Amides of sulfuric acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfate groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
- C07C307/02—Monoamides of sulfuric acids or esters thereof, e.g. sulfamic acids
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο-16
Nummer: 1 210 792
Aktenzeichen: B 72285IV b/12 ο
Anmeldetag: 14. Juni 1963
Auslegetag: 17. Februar 1966
Es ist bekannt, daß sich N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid
mit Verbindungen, die ein aktives Wasserstoffatom enthalten, umsetzen läßt und dabei
das N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid in gleicher
Weise wie Isocyanate reagiert. Aus der deutschen Patentschrift 941 847 ist bekannt, daß das N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid
mit Olefinen, deren Doppelbindung endständig ist, unter Bildung eines Gemisches von /3-Lactam-N-sulfochloriden und N-Sulfochloriden
ungesättigter Carbonsäureamide reagiert, ι ο Genaue Angaben, unter welchen Bedingungen die
eine oder die andere Verbindungsklasse entsteht, werden nicht gemacht. Bei dem in der deutschen
Patentschrift 1 010 958 beschriebenen Verfahren werden Kohlenwasserstoffe, die mindestens ein aromati- ι j
sches Ringsystem enthalten, mit N-Carbonyl-sulfaminsäurechloriden
in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren zu Carbonsäureamiden umgesetzt. Carbonylsulfonylimide, wie sie nach dem
hier beschriebenen Verfahren hergestellt werden sollen, lassen sich beim Arbeiten nach dem in der
deutschen Patentschrift 1 010 958 beschriebenen Verfahren nicht herstellen.
Es wurde gefunden, daß man Carbonylsulfonylimide erhält, wenn man N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid
oder -fluorid mit einer Verbindung der allgemeinen Formel /.
R τ r0R
R" -4-
in der R eine Alkylgruppe, R' und R" Wasserstoff-
CH3O
+ OCN- SO2 — Cl
Als Ausgangsstoffe lassen sich Äther verwenden, die sich von Phenolen ableiten, deren Hydroxylgruppe
mit einem Alkylrest mit vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen veräthert ist. Solche Verbindungen
sind z. B. Anisol, Phenetol, Phenyl-butyläther oder Phenyl-hexyläther. Man kann aber auch
die entsprechenden Äther von zweiwertigen Phenolen, wie die Äther des Brenzcatechins, Resorcins oder
Hydrochinons, verwenden. Der Phenylrest des Äthers kann auch einen ankondensierten aromatischen
Ring enthalten, z. B. ct-Naphthyl-propyläther, ß-Naphthyl-methyläther.
Die Phenyläther können außerdem durch Halogenatome, vorzugsweise Chlor- oder Bromatome, Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoff-Verfahren
zur Herstellung von
Carbonylsulfonylimiden
Carbonylsulfonylimiden
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Matthias Seefelder, Ludwigshafen/Rhein --
oder Halogenatome, Alkyl-, Nitro- oder Cyangruppen bedeuten und R' außerdem eine Alkoxygruppe
sein kann, wobei R' und R" auch gemeinsam Glieder eines ankondensierten aromatischen Ringes
sein können, gegebenenfalls in Gegenwart inerter Lösungsmittel, bei Temperaturen zwischen etwa 0
und 1200C, vorzugsweise zwischen etwa 20 und 500C, umsetzt.
Die Carbonylsulfonylimidgruppe tritt in o- oder p-Stellung zu dem — OR-Rest ein.
Die Umsetzung läßt sich z. B. bei der Verwendung von Anisol und N-Carbonylsulfaminsäurechlorid
durch folgendes Reaktionsschema wiedergeben:
CH3O
co ~~NH ~ S°2C1
atomen, Nitro- oder Cyangruppen substituiert sein. Vertreter dieser Art sind z.B. m-Kresyl-äthyläther,
ο - Chlor - phenylmethyläther, Thymyl - methyläther, o-Nitroanisol, ο,ο'-Drnitroanisol, o-Cyananisol und
o-Bromphenetol.
Die Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, z. B. eines Kohlenwasserstoffes,
wie Benzol, Toluol, Xylol, Cyclohexan oder Methylcyclohexan, oder eines Äthers,
wie Dibutyläther, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethyläther, durchgeführt. Die Endprodukte kristallisieren
aus den genannten inerten Lösungsmitteln meistens leicht aus und können daher aus dem
Umsetzungsgemisch leicht abgetrennt werden. Die
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Ausgangsstoffe werden vorzugsweise im Molverhältnis 1 : 1 angewandt. Es kann aber auch ein
Überschuß, z. B. ein 1,1- bis 5facher Überschuß, des einen oder anderen Reaktionsteilnehmers verwendet
werden. Da bei der Umsetzung Wärme frei wird, kann es zweckmäßig sein, diese durch Kühlen
abzuführen.
Die nach dem Verfahren erhältlichen neuen Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte für die
Herstellung von Textilhilfsmitteln und Arzneimitteln.
Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung. Die angegebenen Teile bedeuten Gewichtsteile.
Zu einer Lösung von 17,2 Teilen jö-Naphthyläthyläther
in 17 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäureehlorid,
in 10 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 2 Stunden saugt man die abgeschiedenen
Kristalle ab. Man erhält 30 Teile einer Verbindung der Formel
CO-NH-SO2Cl
C2H5 — O
CO-NH-SO2Cl
CH3O
CO-NH-SO2Cl
OCH3
die bei 131 bis 133 0C schmilzt.
die bei 131 bis 133 0C schmilzt.
IO
Zu einer Lösung von 16 Teilen jS-Naphthylmethyläther
in 16 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14,2 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid,
in 10 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 5 Stunden saugt man die abgeschiedenen Kristalle
ab. Man erhält 27 Teile einer Verbindung der Formel
CO-NH-SO2Cl
OCH3
die bei 130 bis 1330C unter Zersetzung schmilzt.
Beispiel 5
Beispiel 5
Zu einer Lösung von 15,8 Teilen |S-Naphthylmethyläther
in 25 Teilen Benzol werden bei 25 0C langsam 12,5 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurefluorid
zugegeben. Nach einer Stunde wird auf 7O0C erwärmt
und diese Temperatur 4 Stunden gehalten. Man kühlt ab, saugt das ausgeschiedene farblose Produkt ab,
wäscht mit Petroläther nach und trocknet unter vermindertem Druck. Man erhält 18 Teile einer Verbindung
der Formel
OC2H5
die bei 125 bis 127°C schmilzt. .
Zu einer Lösung von 17,2 Teilen a-Naphthyläthyläther
in 17 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14,2 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid,
in 15 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 2 Stunden saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab.
Man erhält 29,5 Teile einer Verbindung der Formel
CONHSO2F
OCH3
40 die bei 170 bis 1710C unter Zersetzung schmilzt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid oder -fluorid mit Verbindungen der allgemeinen FormelR'die gegenüber Luftfeuchtigkeit empfindlich ist und bei 109 bis 111° C schmilzt.Beispiel 3Zu einer Lösung von 14 Teilen Resorcindimethyläther in 20 Teilen Dioxan gibt man unter Rühren bei etwa 20 bis 30°C unter Kühlen von außen 14 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid, in 10 Teilen Dioxan gelöst, langsam zu. Nach 8stündigem Rühren saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab. Man erhält 17 Teile einer Verbindung der Formel45ORin der R eine Alkylgruppe, R' und R" Wasserstoffoder Halogenatome, Alkyl-, Nitro- oder Cyangruppen bedeuten und R' außerdem eine Alkoxygruppe sein kann, wobei R' und R" auch gemeinsam Glieder eines ankondensierten aromatischen Ringes sein können, gegebenenfalls in Gegenwart inerter Lösungsmittel, bei Temperaturen zwischen etwa 0 und 1200C, vorzugsweise zwischen etwa 20 und 5O0C, umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 931225, 941 847, 1010 958;Chemische Berichte, Bd. 96, 1963, S. 56 bis 67; Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Auflage, Bd. VIII, Sauerstoffverbindungen III, 1952, S. 660.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB72285A DE1210792B (de) | 1963-06-14 | 1963-06-14 | Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB72285A DE1210792B (de) | 1963-06-14 | 1963-06-14 | Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1210792B true DE1210792B (de) | 1966-02-17 |
Family
ID=6977381
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB72285A Pending DE1210792B (de) | 1963-06-14 | 1963-06-14 | Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1210792B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931225C (de) * | 1952-06-29 | 1955-08-04 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Stickstoff, Schwefel und Chlor enthaltenden Kondensationsprodukten |
| DE941847C (de) * | 1953-12-19 | 1956-04-19 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung am Stickstoff sulfochlorierter organischer Verbindungen |
| DE1010958B (de) | 1955-09-16 | 1957-06-27 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden |
-
1963
- 1963-06-14 DE DEB72285A patent/DE1210792B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931225C (de) * | 1952-06-29 | 1955-08-04 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Stickstoff, Schwefel und Chlor enthaltenden Kondensationsprodukten |
| DE941847C (de) * | 1953-12-19 | 1956-04-19 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung am Stickstoff sulfochlorierter organischer Verbindungen |
| DE1010958B (de) | 1955-09-16 | 1957-06-27 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden |
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