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DE1210792B - Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden

Info

Publication number
DE1210792B
DE1210792B DEB72285A DEB0072285A DE1210792B DE 1210792 B DE1210792 B DE 1210792B DE B72285 A DEB72285 A DE B72285A DE B0072285 A DEB0072285 A DE B0072285A DE 1210792 B DE1210792 B DE 1210792B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
carbonyl
acid chloride
sulfamic acid
stirring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB72285A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Matthias Seefelder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB72285A priority Critical patent/DE1210792B/de
Publication of DE1210792B publication Critical patent/DE1210792B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/12Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by halogen atoms or by nitro or nitroso groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C307/00Amides of sulfuric acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfate groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C307/02Monoamides of sulfuric acids or esters thereof, e.g. sulfamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο-16
Nummer: 1 210 792
Aktenzeichen: B 72285IV b/12 ο
Anmeldetag: 14. Juni 1963
Auslegetag: 17. Februar 1966
Es ist bekannt, daß sich N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid mit Verbindungen, die ein aktives Wasserstoffatom enthalten, umsetzen läßt und dabei das N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid in gleicher Weise wie Isocyanate reagiert. Aus der deutschen Patentschrift 941 847 ist bekannt, daß das N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid mit Olefinen, deren Doppelbindung endständig ist, unter Bildung eines Gemisches von /3-Lactam-N-sulfochloriden und N-Sulfochloriden ungesättigter Carbonsäureamide reagiert, ι ο Genaue Angaben, unter welchen Bedingungen die eine oder die andere Verbindungsklasse entsteht, werden nicht gemacht. Bei dem in der deutschen Patentschrift 1 010 958 beschriebenen Verfahren werden Kohlenwasserstoffe, die mindestens ein aromati- ι j sches Ringsystem enthalten, mit N-Carbonyl-sulfaminsäurechloriden in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren zu Carbonsäureamiden umgesetzt. Carbonylsulfonylimide, wie sie nach dem hier beschriebenen Verfahren hergestellt werden sollen, lassen sich beim Arbeiten nach dem in der deutschen Patentschrift 1 010 958 beschriebenen Verfahren nicht herstellen.
Es wurde gefunden, daß man Carbonylsulfonylimide erhält, wenn man N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid oder -fluorid mit einer Verbindung der allgemeinen Formel /.
R τ r0R
R" -4-
in der R eine Alkylgruppe, R' und R" Wasserstoff-
CH3O
+ OCN- SO2 — Cl
Als Ausgangsstoffe lassen sich Äther verwenden, die sich von Phenolen ableiten, deren Hydroxylgruppe mit einem Alkylrest mit vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen veräthert ist. Solche Verbindungen sind z. B. Anisol, Phenetol, Phenyl-butyläther oder Phenyl-hexyläther. Man kann aber auch die entsprechenden Äther von zweiwertigen Phenolen, wie die Äther des Brenzcatechins, Resorcins oder Hydrochinons, verwenden. Der Phenylrest des Äthers kann auch einen ankondensierten aromatischen Ring enthalten, z. B. ct-Naphthyl-propyläther, ß-Naphthyl-methyläther. Die Phenyläther können außerdem durch Halogenatome, vorzugsweise Chlor- oder Bromatome, Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoff-Verfahren zur Herstellung von
Carbonylsulfonylimiden
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Matthias Seefelder, Ludwigshafen/Rhein --
oder Halogenatome, Alkyl-, Nitro- oder Cyangruppen bedeuten und R' außerdem eine Alkoxygruppe sein kann, wobei R' und R" auch gemeinsam Glieder eines ankondensierten aromatischen Ringes sein können, gegebenenfalls in Gegenwart inerter Lösungsmittel, bei Temperaturen zwischen etwa 0 und 1200C, vorzugsweise zwischen etwa 20 und 500C, umsetzt.
Die Carbonylsulfonylimidgruppe tritt in o- oder p-Stellung zu dem — OR-Rest ein.
Die Umsetzung läßt sich z. B. bei der Verwendung von Anisol und N-Carbonylsulfaminsäurechlorid durch folgendes Reaktionsschema wiedergeben:
CH3O
co ~~NH ~ S°2C1
atomen, Nitro- oder Cyangruppen substituiert sein. Vertreter dieser Art sind z.B. m-Kresyl-äthyläther, ο - Chlor - phenylmethyläther, Thymyl - methyläther, o-Nitroanisol, ο,ο'-Drnitroanisol, o-Cyananisol und o-Bromphenetol.
Die Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, z. B. eines Kohlenwasserstoffes, wie Benzol, Toluol, Xylol, Cyclohexan oder Methylcyclohexan, oder eines Äthers, wie Dibutyläther, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethyläther, durchgeführt. Die Endprodukte kristallisieren aus den genannten inerten Lösungsmitteln meistens leicht aus und können daher aus dem Umsetzungsgemisch leicht abgetrennt werden. Die
609 508/290
Ausgangsstoffe werden vorzugsweise im Molverhältnis 1 : 1 angewandt. Es kann aber auch ein Überschuß, z. B. ein 1,1- bis 5facher Überschuß, des einen oder anderen Reaktionsteilnehmers verwendet werden. Da bei der Umsetzung Wärme frei wird, kann es zweckmäßig sein, diese durch Kühlen abzuführen.
Die nach dem Verfahren erhältlichen neuen Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Textilhilfsmitteln und Arzneimitteln.
Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung. Die angegebenen Teile bedeuten Gewichtsteile.
Beispiel 1
Zu einer Lösung von 17,2 Teilen jö-Naphthyläthyläther in 17 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäureehlorid, in 10 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 2 Stunden saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab. Man erhält 30 Teile einer Verbindung der Formel
CO-NH-SO2Cl
C2H5 — O
CO-NH-SO2Cl
CH3O
CO-NH-SO2Cl
OCH3
die bei 131 bis 133 0C schmilzt.
IO
Beispiel 4
Zu einer Lösung von 16 Teilen jS-Naphthylmethyläther in 16 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14,2 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid, in 10 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 5 Stunden saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab. Man erhält 27 Teile einer Verbindung der Formel
CO-NH-SO2Cl
OCH3
die bei 130 bis 1330C unter Zersetzung schmilzt.
Beispiel 5
Zu einer Lösung von 15,8 Teilen |S-Naphthylmethyläther in 25 Teilen Benzol werden bei 25 0C langsam 12,5 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurefluorid zugegeben. Nach einer Stunde wird auf 7O0C erwärmt und diese Temperatur 4 Stunden gehalten. Man kühlt ab, saugt das ausgeschiedene farblose Produkt ab, wäscht mit Petroläther nach und trocknet unter vermindertem Druck. Man erhält 18 Teile einer Verbindung der Formel
OC2H5
die bei 125 bis 127°C schmilzt. .
Beispiel 2
Zu einer Lösung von 17,2 Teilen a-Naphthyläthyläther in 17 Teilen Benzol gibt man unter Rühren bei etwa 200C 14,2 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid, in 15 Teilen Benzol gelöst, langsam zu. Nach 2 Stunden saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab. Man erhält 29,5 Teile einer Verbindung der Formel
CONHSO2F
OCH3
40 die bei 170 bis 1710C unter Zersetzung schmilzt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid oder -fluorid mit Verbindungen der allgemeinen Formel
    R'
    die gegenüber Luftfeuchtigkeit empfindlich ist und bei 109 bis 111° C schmilzt.
    Beispiel 3
    Zu einer Lösung von 14 Teilen Resorcindimethyläther in 20 Teilen Dioxan gibt man unter Rühren bei etwa 20 bis 30°C unter Kühlen von außen 14 Teile N-Carbonyl-sulfaminsäurechlorid, in 10 Teilen Dioxan gelöst, langsam zu. Nach 8stündigem Rühren saugt man die abgeschiedenen Kristalle ab. Man erhält 17 Teile einer Verbindung der Formel
    45
    OR
    in der R eine Alkylgruppe, R' und R" Wasserstoffoder Halogenatome, Alkyl-, Nitro- oder Cyangruppen bedeuten und R' außerdem eine Alkoxygruppe sein kann, wobei R' und R" auch gemeinsam Glieder eines ankondensierten aromatischen Ringes sein können, gegebenenfalls in Gegenwart inerter Lösungsmittel, bei Temperaturen zwischen etwa 0 und 1200C, vorzugsweise zwischen etwa 20 und 5O0C, umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 931225, 941 847, 1010 958;
    Chemische Berichte, Bd. 96, 1963, S. 56 bis 67; Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Auflage, Bd. VIII, Sauerstoffverbindungen III, 1952, S. 660.
DEB72285A 1963-06-14 1963-06-14 Verfahren zur Herstellung von Carbonylsulfonylimiden Pending DE1210792B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931225C (de) * 1952-06-29 1955-08-04 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Stickstoff, Schwefel und Chlor enthaltenden Kondensationsprodukten
DE941847C (de) * 1953-12-19 1956-04-19 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung am Stickstoff sulfochlorierter organischer Verbindungen
DE1010958B (de) 1955-09-16 1957-06-27 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden

Patent Citations (3)

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DE1010958B (de) 1955-09-16 1957-06-27 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden

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