DE1210542B - Vorrichtung zum Zerkleinern von mit AEsten bzw. Zweigen versehenen Holzstaemmen - Google Patents
Vorrichtung zum Zerkleinern von mit AEsten bzw. Zweigen versehenen HolzstaemmenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 271
Deutsche Kl.: 38 i - 4
Nummer: 1210 542
Aktenzeichen: L 380651 c/38 i
Anmeldetag: 28. Januar 1961
Auslegetag: 10. Februar 1966
Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern von mit Ästen bzw. Zweigen versehenen
Holzstämmen zwischen zwei gegeneinander umlaufenden parallelen Schneidwalzen.
Eine zur Herstellung von Flachspänen dienende bekannte Maschine bedient sich ebenfalls zweier
Schneidwalzen, die in einer waagerechten Ebene parallel nebeneinander angeordnet sind. Diese Vorrichtung
vermag aber nur auf kurze Stücke zerkleinerte und der Äste entledigte Holzscheite zu verarbeiten,
wie dies auch zur Herstellung von Spänen für die Fertigung von Spanplatten üblich ist. Nach der Art
der Messerausbildung und der Art der Zuführung des Holzes zu den Schneidwalzen kommt die vorbekannte
Maschine zur Verarbeitung von mit Ästen bzw. Zweigen versehenen, oft meterlangen Holzstämmen nicht
in Frage.
Die Erfindung verfolgt das Ziel, diese Zweige oder Baumstämme, die einen Durchmesser bis zu 8 bis
10 cm aufweisen können, auf einfache und vor allem wirtschaftlich tragbare Weise zu Spänen zu zerkleinern,
wobei das zu zerkleinernde Gut selbsttätig zugeführt wird.
Hierzu sieht die Erfindung vor, daß die Schneidwalzen unter Bildung eines seitlichen, etwa horizontalen
Einzugmauls übereinander angeordnet und im Querschnitt sternförmig mit sich über die gesamte
axiale Länge erstreckenden, die Messer bildenden Zacken ausgebildet sind.
Haben die beiden Schneidwalzen das zu zerkleinernde Gut einmal erfaßt, wirken die Zacken der
Schneidwalzen nicht nur als Messer, sondern zugleich als Förderer, die die Stämme oder Zweige etwa in
deren Längsrichtung laufend dem Schneidwerk zuführen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bilden die längs der Schneidwalze verlaufenden Zacken etwa
einen Winkel von 60° zur Tangentialebene, und sie weisen eine in dieser Ebene liegende äußere Stirnfläche
auf. Die radiale Höhe der Zacken kann dabei, wie sich als vorteilhaft herausgestellt hat, etwa ein
Drittel bis die Hälfte des Radius der Schneidwalze betragen. Mit dieser Anordnung werden die besten
Ergebnisse bei der Zerkleinerungsarbeit erzielt.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform sowie an Hand der Zeichnungen. Hierbei zeigt
F i g. 1 die Vorrichtung in Draufsicht, teilweise geschnitten,
F i g. 2 einen Schnitt nach Linie H-II in F i g. 1 und
Vorrichtung zum Zerkleinern von mit Ästen
bzw. Zweigen versehenen Holzstämmen
bzw. Zweigen versehenen Holzstämmen
Anmelder:
Paul Langlade, Le Bourget, Seine;
Jean Ie Guen, Rene Hemidy,
Blancmesnil, Seine-et-Oise (Frankreich)
Jean Ie Guen, Rene Hemidy,
Blancmesnil, Seine-et-Oise (Frankreich)
Vertreter:
Dr. M. Schneider und Dr. A. Eitel,
Patentanwälte, Nürnberg, Königstr. 1
Patentanwälte, Nürnberg, Königstr. 1
Als Erfinder benannt:
Paul Langlade, Le Bourget, Seine (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 18. März 1960 (821759)
F i g. 3 eine perspektivische, vergrößerte Teildarstellung einer Schneidwalze.
Die Vorrichtung weist einen Rahmen, bestehend aus dem Sockel 1 und zwei Seitenwänden 2, auf. In
diesen Seitenteilen 2 sind zwei Wellen 3 und 4 übereinander angeordnet. Sie können beispielsweise in
Kugellagern gelagert sein, deren Abstand voneinander einstellbar ist.
Der Antrieb der Wellen 3 und 4 geht von der Welle 5 unter Zwischenschaltung eines Untersetzungsgetriebes
6 bis 9 aus, welches an beiden Seiten des Rahmens in den mit Öl versehenen Getriebekästen
10 angeordnet ist.
Die auf der Welle S befestigten Ritzel 6 kämmen mit den Rädern 7 und bilden eine erste Untersetzungsstufe.
Die Räder? treiben ihrerseits über eine gemeinsame Welle die Ritzel 8 an, die mit den Zahnrädern
9 im Eingriff stehen, so daß eine zweite Untersetzungsstufe gebildet wird.
Auf die Wellen 3 und 4 sind die Schneidwalzen 11 und 12 von sternförmigem Querschnitt aufgekeilt.
Diese weisen mehrere in Längsrichtung verlaufende Zacken 13 auf, die mit in der Tangentialebene liegenden
Stirnflächen 14 versehen sind.
Die Schneidwalze 11 weist ein bei Rechtsdrehung wirkendes Schneidprofil auf (F i g. 2), während die
Schneidwalze 12 mit einem bei Linksdrehung wirkenden Schneidprofil versehen ist. Die Schneidwalze
11 läuft demgemäß im Uhrzeigersinn, die Schneidwalze 12 hingegen im Gegenuhrzeigersinn um. Die
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Schneidwalzen 11,12 sind unter Verwendung der
Nuten IS auf die Wellen 3 und 4 aufgekeilt und derart
zueinander eingestellt, daß ihre Stirnflächen 14 mit sehr geringem Spiel aufeinanderfolgen und praktisch
eine Fläche bilden. Die Schneidwalzen 11,12 können aus Spezialstahlrohr hergestellt und nach dem
Vergüten und Härten am Außenumfang grob bearbeitet sein. Vorzugsweise sind die Schneidwalzen
durch Aufschweißen von sechs Platten aus weichem Stahl auf einen Körper aus Sechskantstahl hergestellt,
wobei die Platten die Zacken bilden. Danach werden dann die überstehenden Absätze entfernt und die
Zähne gehärtet, worauf der Außenumfang begradigt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet wie folgt: Haben nach Anlassen des Antriebs für die
Welle 5 die Schneidwalzen 11,12 eine Umdrehungsgeschwindigkeit
vom 200 bis 300 pro Minute erreicht, werden die zu zerkleinernden Stämme bzw.
Zweige von links (in F i g. 2) in die Maschine eingeführt, so daß nach dem Durchgang zwischen den
ein seitliches Einzugmaul bildenden Schneidwalzen 11,12 Späne mit einer Länge von einigen Zentimetern
anfallen.
Das Einziehen der Stämme bzw. Zweige erfolgt durch die Einwirkung der umlaufenden Schneidwalzen
11,12 selbsttätig. Es hat sich gezeigt, daß das Schleifen der Schneidwaken unzweckmäßig ist. Sind
diese einmal in der beschriebenen Weise eingestellt, so schleifen sie sich selbst. Nach einigen Arbeitsstunden
bleibt dann die Schlagschneide erhalten.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Zerkleinern von mit Ästen bzw. Zweigen versehenen Holzstämmen
zwischen zwei gegeneinander umlaufenden parallelen Schneidwalzen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidwalzen (11,12) unter Bildung eines seitlichen, etwa horizontalen Einzugmauls
übereinander angeordnet und im Querschnitt sternförmig mit sich über die gesamte
axiale Länge erstreckenden, die Messer bildenden Zacken (13) ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die längs der Schneidwalze (11,
12) verlaufenden Zacken (13) etwa einen Winkel von 60° zur Tangentialebene bilden und eine in
dieser Ebene liegende äußere Stirnfläche (14) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Höhe der
Zacken (13) etwa ein Drittel bis die Hälfte des Radius der Schneidwalze (11,12) beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Patentschrift Nr. 9274 des Amtes für Erfindungsund Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
Patentschrift Nr. 9274 des Amtes für Erfindungsund Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 507/96 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
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Family Applications (1)
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1961
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