DE1210270B - Hydraulisch betaetigte Teilbelagscheibenbremse - Google Patents
Hydraulisch betaetigte TeilbelagscheibenbremseInfo
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Description
- Hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse, bei der die Bremsbelagträger der Bremsbacken nahe ihren beiden Enden mit Spiel auf Bolzen axial verschiebbar geführt sind und sich schwenkbar an ihren Widerlagem abstützen.
- Bei derartigen Bremsen ist ein besonderes Problem darin zu sehen, daß eine ungleichmäßige Abnutzung der Bremsbeläge oder ein ungleichmäßiger Lauf der Bremsscheibe infolge von Verwindungen od. dgl. zu einer Schwächung der Bremswirkung oder gar zu einem Verklemmen der gesamten Bremse führen können. Durch die eingangs angegebene Art der Führung und Abstützung der Belagträger wird bereits eine gewisse Abhilfe infolge der erzielten Bewegungsfreiheit der Belagträger geschaffen. Bei einer bekannten Bremse dieser Art stützen sich jedoch die Belagträger an nockenförmigen Widerlagem ab, wobei die Berührungsfläche oder Berührungslinie zwischen Widerlager und Belagträger gering und nicht in irgendeiner Weise gerichtet ist oder führend wirkt. Der Belagträger ist daher noch nicht in ausreichendem Maß an einer ungleichmäßigen Abnutzung gehindert. Der praktische Betrieb solcher Bremsen hat gezeigt, daß die bekannten Mittel einen einwandfreien Bremsbetrieb auf lange Zeit noch nicht ausreichend gewährleisten. So tritt z. B irn Eintrittsbereich des Bremsbelags unvermeidbar infolge dynamischer Reaktion und wegen mangelnder Steifigkeit der Belagträgerabstützung eine stärkere Abnutzung auf. Die Abstützung der Belagträger und deren Ab- nutzung ist also bei der bekannten Bremse und auch bei ähnlichen bekannten Scheibenbremsen mit ebenfalls nockenartiger Abstützung noch weitgehend unkontrolliert; entsprechendes gilt für die Kraftübertragung zwischen Belagträger und Widerlager.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine besondere und einfache Gestaltung der Abstützung der Belagträger auf ihren Widerlagem die geschilderten Mängel zu beseitigen und dadurch die Anlage der Bremsbeläge an der Bremsscheibe und die Art ihrer Abnutzung soweit wie möglich zu beherrschen, und zwar unter Wahrung der Sicherheit gegen Verklemmen. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß sich die Bremsbelagträger an ihren Widerlagern mittels halbkreisförmiger, sich -über die ganze Länge der Bremsbelagträger erstreckender Sicken abstützen, die senkrecht zu der die Kolben-und die Bremsachse enthaltenden Ebene sowie entlang der die Kolbenachse enthaltenden Tangentialebene verlaufen. Dadurch werden die folgenden vorteilhaften Wirkungen erzielt: Durch die geschaffene langgestreckte Abstützung der Bremsbelagträger wirkt sich der Druck des oder der Bremskolben und die Reaktionskraft der Widerlager auf nahezu die gesamte Länge der Bremsbelagträger aus. Darüber hinaus verleihen die halbkreisförmigen Sicken den Bremsbelagträgern eine große Steifigkeit, so daß auch hierdurch die Klemingefahr wesentlich verringert wird. Die Kraftübertragung zwischen Bremsbelagträger und Widerlager ist infolge der geschaffenen Abstützung kontrolliert und steif. Die Abnutzung des Bremsbelags beim Bremsbetrieb kann sich nur in gleicher Weise in Tangentialrichtung von einer Kante des Belags zur anderen Kante auswirken. Ein Teil des. Belags, der der Abnutzung mehr unterläge als der übrige Teil, würde sich verringern oder läge nicht mehr an der Bremsseheibe an, bis die Abnutzung des übrigen Teils selbsttätig zu einer Nivellierung der gesamten Belagfläche geführt hätte. Insgesamt wird daher eine Beherrschung der Bewegung der Bremsbelagträger beim Bremsbetrieb erzielt.
- In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die Teilbelagscheibenbremse im Längsschnitt mit einer Teilansicht des gebremsten Rades, F i g. 2 eine Seitenansicht von Rad und Bremse in Richtung des Pf eils f in F i g. 1, F i g. 3 einen Querschnitt des Bremsträgers 4.
- Die Erfindung wird an Hand der dargestellten hydraulisch betätigten Mehrscheibenbremse beschrieben. Das zu bremsende Rad besteht aus der Felge 1 und der Nabe 2, die sich um die Achse 3 dreht. Die dargestellte Scheibenbremse besteht aus einem massiven und einen Bügel bildenden ortsfesten Bremsträger 4. Das eine Ende 5 dieses Bügels bildet einen Bremszylinder, das andere Ende des Bügels mit der Gabel 6 dient als Widerlager für den Bremsbelagträger. Der Bremsträger 4 nimmt die Bremskräfte auf. Da er massiv ist, ist er bei verhältnismäßig geringem Gewicht nur wenig verformbar.
- Die dargestellte Bremse -weist zwei Bremsseheiben 7 und 8 auf. Diese Bremsscheiben sind verdrehungssicher, jedoch in Axialrichtung verschiebbar in Längsnuten in der Felge 1 gehalten. Zur Führung dient eine Verzahnung am Umfang der Bremsseheiben, die in die Längsnuten der Felge eingreift.
- Zur Erzeugung der Bremswirkung sind vier Bremsbeläge vorgesehen. Die beiden äußeren Bremsbelagträger 10 und 15 tragen die Bremsbeläge 9 und 14. Zwischen den Bremsscheiben 7 und 8 ist ein mittlerer Bremsbelagträger 12 vorgesehen, der beidseitig die beiden Bremsbeläge 11 und 13 trägt. Die Bremsbelagträger 10, 12 und 15 sind mit Spiel auf Bolzen 16 und 17 axial verschiebbar. Zur hydraulischen Betätigung der Bremse dient ein in der gezeichneten Weise im Zylinder 5 geführter Bremskolben 19.
- Wie die Zeichnungen zeigen, stützen sich die äußeren Bremsbelagtr`äger 10 und 15 an ihren zugehörigen Widerlagern, d. h. einerseits an der Gabel 6 und andererseits am Bremskolben 19, mittels halbkreisförmiger, sich über die ganze Länge der Bremsbelagträger erstreckender Sicken 10' und 15' ab. Diese Sicken 10' und 15' verlaufen jeweils senkrecht zu der die Kolben- und die Bremsachse enthaltenden Ebene sowie entlang der die Kolbenachse enthaltenden Tangentialebene.
Claims (1)
- Patentanspruch: Hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse, bei der die Bremsbelagträger der Bremsbacken nahe ihren beiden Enden mit Spiel auf Bolzen axial verschiebbar geführt sind und sich schwenkbar an ihren Widerlagem abstützen, d a d u r c h gekennzeichnet, daß sich die Bremsbelagträger (10, 15) an ihren Widerlagem (19, 6) mittels halbkreisförnüger, sich über die ganze Länge der Bremsbelagträger erstreckender Sicken (10', 15') abstützen, die senkrecht zu der die Kolben-und die Bremsachse enthaltenden Ebene sowie entläng der die Kolbenachse enthaltenden Tangentialebene verlaufen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 737 702, 738 141, 754 019; französische Patentschrift Nr. 1112 603; britische Patentschriften Nr. 690 559, 714 962, 778 094; USA.-Patentschriften Nr. 2 048 420, 2 358 740, 2 423 881, 2 518 016, 2 531696, 2 655 229.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1210270X | 1957-07-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1210270B true DE1210270B (de) | 1966-02-03 |
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ID=9675053
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DER22384A Pending DE1210270B (de) | 1957-07-09 | 1957-12-21 | Hydraulisch betaetigte Teilbelagscheibenbremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1210270B (de) |
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-
1957
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