DE1026581B - Mehrscheibenbremse - Google Patents
MehrscheibenbremseInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D55/00—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes
- F16D55/02—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members
- F16D55/22—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members by clamping an axially-located rotating disc between movable braking members, e.g. movable brake discs or brake pads
- F16D55/224—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members by clamping an axially-located rotating disc between movable braking members, e.g. movable brake discs or brake pads with a common actuating member for the braking members
- F16D55/2245—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members by clamping an axially-located rotating disc between movable braking members, e.g. movable brake discs or brake pads with a common actuating member for the braking members in which the common actuating member acts on two levers carrying the braking members, e.g. tong-type brakes
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B61H5/00—Applications or arrangements of brakes with substantially radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Mehrscheibenbretnse für Fahrzeuge, schnell laufende Maschinen aller Art,
den Fahrstuhl- und Hebezeugbau sowie alle Verwendungszwecke, bei denen Bewegungen abgebremst werden
müssen.
Es sind eine Reihe von Scheibenbremsen bekanntgeworden, bei denen der Bremsvorgang so abläuft,
daß der Geschwindigkeitsunterschied zwischen einer umlaufenden Scheibe und einem stehenden Bremsklotz
zum Bremsen benutzt wird. Diese bekannten Bremsen arbeiten im allgemeinen mit einer Scheibe
oder mit mehreren auf einer Welle axial verschiebbar, aber drehfest angeordneten Bremsscheiben. Es treten
hierbei l>ei starkem Bremsen bzw. großen Geschwindigkeiten
oder Lasten Schwierigkeiten in bezug auf die Wärmeableitung auf. Da die Bremswirkung außer
von der Relativgeschwindigkeit der Bremselemente auch von der Bremsfläche abhängig ist, sind weitere
Schwierigkeiten entstanden durch die Tendenz, kompakt und raumsparend zu bauen und beispielsweise
bei modernen Leichtbaugliedcrzügen oder Straßenrollern die Raddurchmesser erheblich zu senken.
Hierdurch sind kleinere Flächen der Bremsscheiben bedingt.
Gemäß der Erfindung wird die Bremswirkung bei gleicher Bremsfläche stark vergrößert und die Wärmeableitung
wesentlich verbessert dadurch, daß eine Mehrscheibenbremse zwei gleichsinnige umlaufende
parallele Wellen besitzt, die axial verschiebbare, aber drehfeste Bremsscheiben tragen, welche sich zum Teil
überlappen und bei Betätigung durch eine an sich bekannte Vorrichtung, beispielsweise Bremsbacken, zusammengepreßt
werden. Dabei sind die Bremsbacken t>o angeordnet, daß sie bei Betätigung zwischen sich
die Bremsscheiben zusammenpressen, die mit Bremsbelägen versehen sind. Die Bremsbacken können
gleichfalls Bremsbeläge tragen. Die Mehrscheibenbremse ist vorzugsweise so angeordnet, daß glatte
Flächen und mit Bremsbelag versehene Flächen jeweils zusammenarbeiten. Die Anordnung kann so getroffen
werden, daß die Bremsscheiben jeweils an einer Seite einen Bremsbelag tragen und an der anderen
Seite glatt sind, wie es das Ausführungsbeispiel, das in Fig. 1 dargestellt ist, zeigt. Umgekehrt kann
auch der Weg beschritten werden, daß eine beidseitig mit Bremsbelag versehene Bremsscheibe mit zwei
glatten Scheiben zusammenarbeitet, darauf wieder zwei mit Bremsbelag versehene Scheiben folgen usw.
Wichtig ist, daß immer eine glatte auf eine mit Bremsbelag versehene Fläche folgt. Die Betätigungsvorrichtung
für die Bremsbacken arbeitet so, daß die auftretenden Anpreßdrücke keine freie Kraft auf das
Fahrwerk bzw. Fahrzeug ausüben.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines
Anmelder:
Siegener Eisenbahnbedarf A. G.,
Dreis-Tiefenbach (Kr. Siegen, Westf.)
Dreis-Tiefenbach (Kr. Siegen, Westf.)
Konrad Trümper, Siegen (Westf.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Ausführungsbeispiels mit Hilfe von Zeichnungen näher beschrieben. Die Zeichnungen stellen dar in
Fig. 1 einen Horizontalschnitt durch eine erfindungsgemäße Mehrscheibenbremse,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in
Fig. 1.
Auf einer Welle 1, die beispielsweise die Radachse sein kann, sind Bremsscheiben 2 und 3 drehsicher,
jedoch axial verschiebbar angebracht. Ist nur eine Bremsscheibe auf dieser Welle vorgesehen, braucht
dieselbe nicht axial verschiebbar zu sein. In der Regel werden jedoch zur Vergrößerung der Bremswirkung
mehrere Scheiben angeordnet. Parallel zur Welle 1 läuft eine Welle 17, die über ein Getriebe 18, beispielsweise
durch ein Zahnrad 16, von der Welle 1 angetrieben wird. Die Drehbewegungen der Wellen 1
und 17 sind gleichsinnig. Vorzugsweise ist ihre Drehgeschwindigkeit jedoch etwas unterschiedlich. Die
Welle 17 trägt drehsicher, jedoch axial verschieblich Bremsscheiben 6 und 7. Die Bremsscheiben 2, 3, 6
und 7 sind einseitig mit Bremsbelägen oder Reibflächen 4, 5, 8, 9 versehen. Teile der Bremsscheiben,
2, 3 und 6j 7 laufen ineinander. Außerhalb der äußeren
Bremsscheiben 3 und 6 sind Bremsbacken 13 und 14 angeordnet, von denen vorzugsweise die Backe 14
einen Bremsbelag 15 besitzt. Die Bremsbacken 13, 14 sind über Drehpunkte 19, 20 mit Hilfe von Hebeln 10,
11 mit einer Betätigungsvorrichtung, vorzugsweise einem Servozylinder, so verbunden, daß sie gleichzeitig
und gleichmäßig wirksam werden.
Die Mehrscheibenbremse arbeitet wie folgt: Wird j-j.:, die Vorrichtung 12 betätigt, so werden die Hebel 10, " *' 11 auseinandergeschoben und drücken andererseits 'xl auf der anderen Seite der Drehpunkte 19, 20 die '· Bremsbacken 13. 14 so zusammen, daß keine freien
Die Mehrscheibenbremse arbeitet wie folgt: Wird j-j.:, die Vorrichtung 12 betätigt, so werden die Hebel 10, " *' 11 auseinandergeschoben und drücken andererseits 'xl auf der anderen Seite der Drehpunkte 19, 20 die '· Bremsbacken 13. 14 so zusammen, daß keine freien
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Kräfte auf das Fahrzeug bzw. Fahrwerk ausgeübt werden. Die Bremsscheiben 2, 3 und 6. 7 laufen in
gleichem Drehsinn um, ihre Relativgeschwindigkeit gegeneinander ist also gleich der Summe der Einzelgeschwindigkeiten,
so daß eine erheblich höhere ReIativgeschwindigkeit beim Bremsen zur Erzeugung
einer entsprechend höheren Bremswirkung zur Verfügung steht. Durch die Bremsbacken 13, 14 werden
die drehsicher, jedoch axial verschieblich befestigten Bremsscheiben 2, 3 und 6, 7 zusammengepreßt. Da
jeweils eine Fläche der Bremsscheiben einen Bremsbelag
trägt und die Gegenseite glatt ausgebildet ist, fernerhin die Backe 14 gleichfalls einen Bremsbelag
trägt und einer glatten Fläche der Bremsscheibe 3 gegenüberliegt, arbeiten stets glatte und mit Belag versehene
Flächen zusammen. Während bereits durch die Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit der Bremsscheiben
untereinander die Bremswirkung gesteigert wird, kann sie durch Anwendung mehrerer Bremsscheiben
darüber hinaus auch noch erhöht werden.
Wie eingangs gesagt, ist es zweckmäßig, die Drehgeschwindigkeit der Wellen 1 und 17 nicht völlig
gleich zu wählen, um zu verhindern, daß stets die gleichen Flächenteilchen der beiden auf den verschiedenen
Wellen befestigten Scheiben einander berühren und aneinanderreiben und der Bremsbelag ungleichmäßig
abgenutzt wird. Während bei den bisher bekannten Bremsen die Bremsklötze standen, laufen erfindungsgemäß
alle Scheiben um, bewegen sich also mit großer Geschwindigkeit, so so daß die entstehende
Wärme schnell abgeleitet wird.
Claims (5)
1. Mehrscheibenbremse, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleichsinnig umlaufende parallele
Wellen (1, 17) axial verschiebbare, aber drehfeste Bremsscheiben (2, 3, 6, 7) tragen, die sich zum
Teil überlappen und bei Betätigung durch eine an sich bekannte Vorrichtung, beispielsweise Bremsbacken
(13, 14) zusammengepreßt werden.
2. Mehrscheibenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheiben
{2, 3, 6, 7) einseitig mit Bremsbelägen (4, 5, 8, 9)
versehen und die Rückseiten glatt sind.
3. Mehrscheibenbremse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine der Bremsbacken
(13, 14) mit einem Bremsbelag (15) versehen ist.
4. Mehrscheibenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede zweite Bremsscheibe
beidseitig mit Bremsbelägen versehen ist und die dazwischen angeordneten Bremsscheiben
glatt ausgebildet sind.
5. Mehrscheibenbremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Bremsbacken mit
Bremsbelägen versehen sind, wenn die außenliegenden Scheiben glatt ausgebildet sind und umgekehrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 910/227 3.58
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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1956
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Also Published As
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