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Anhängerkupplung Die Erfindung betrifft eine Anhängerkupplung mit
einem um eine waagerechte Achse im Kupplungsgehäuse schwenkbar gelagerten Kupplungshaken,
der in der Kupplungsstellung durch einen einarmigen, oberhalb der Kupplung bedienbaren
und unter Federdruck stehenden Hauptverriegelungshebel und durch eine zusätzliche
federbelastete Sperrklinke gehalten wird. Derartige Anhängerkupplungen sind bekannt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vereinfachung dieser
bekannten Ausführungen zu erzielen und die Sicherung zu verbessern.
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Die Erfindung besteht darin, daß die beiden Sicherungsglieder an einem
gemeinsamen, bezüglich zweier Freiheitsgrade beweglichen Bedienungsgriff derart
angelenkt sind, daß der Bedienungsgriff erst nach einer das eine Sicherungsglied
lösenden Bewegung im Sinne der Freigabe des anderen Sicherungsgliedes bewegt werden
kann.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Bedienungsgriff
zur Steuerung des einen Sicherungsgliedes axial verschiebbar und zur Steuerung des
anderen Sicherungsgliedes verschwenkbar gelagert.
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In der Zeichnune ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anhängerkupplung
schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht der geschlossenen
Kupplung, teilweise im Schnitt und F i g. 2 einen Schritt in Richtung des Hauptverriegelungshebels
durch den oberen Teil der Kupplung nach F i g. 1.
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Gemäß F i g. 1 ist das Gehäuse 1 nach oben völlig geschlossen und
weist an den Seitenwänden je eine Ausnehmung 1 a auf, in welchen der Bolzen
5 b des Hauptsicherungshebels 5 sich bei Betätigung des Bedienungsgriffes
5 c bewegen kann. Um zu verhindern, daß durch die Ausnehmungen la Schmutz in das
Gehäuse kommt, trägt der Bolzen S b an beiden Enden Abdeckplatten, die ihre Führung
an in den Seitenwänden des Gehäuses sitzenden Stiften haben. Im Inliern des Gehäuses
1 befindet sich der um den Drehzapfen 6 bewegliche Kupplungshaken 2, der an seinem
vorderen Ende die Nase 2b aufweist. Das Blattfederpahet 8, das gegen den Bolzen
5 b einen ständigen Druck ausübt, ist an der inneren Wandung des Geh*":useoberteiles
befestigt.
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Der Hauptsicherungshebel 5 hat seinen Drehbolzen 5 a im unteren
Vorderteil des Gehäuses. Er verläuft in zwei parallelen einarmigen Hebeln außerhalb
der Gehäusewand, die oberhalb des Kupplungsgehäuses 1 durch den Bedienungsgriff
5c verbunden sind. Für die Aufnahme der Nase 2. b des Kupplungshakens 2 dient der
freie Raum zwischen dem Drehbolzen 5a und dem Bolzen 5 b. Eine seitliche
Ausnehmung 5 e
in der Gehäusewand und dem einen Hebel des Hauptsicherungshebels
5 läßt den Sperrbolzen 3 f (F i g. 2) des weiter unten näher beschriebenen Zusatzsicherungshebels
3 hindurchtreten.
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Der Kupplungshaken 2 weist an einer Seite eine Schräge 2c auf (F i
g. 2), auf welcher der Sperrbolzen 3 f des Zusatzsicherungshebels 3 bei der Schließbewegung
des Kupplungshakens 2 unter Zusammendrücken der Druckfeder 3 h (F i g. 2) aufläuft,
um bei der Schließstellung in das Lagerloch 2 d des Kupplungshakens 2 einzurasten.
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Der Zusatzsicherungshebel 3 besteht aus einem zweiarmigen Hebel, dessen
oberer Hebelarm 3d mit dem Bedienungsgriff 5 c in Verbindung steht, während der
untere Hebelarm 3 c einen Sperrbolzen 3 f aufweist.
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Gemäß F i g. 1 und 2 wird der Zusatzsicherungshebel 3 durch ein seitliches
Verschieben des Bedienungsgriffes 5 c ausgelöst, indem dessen oberer Arm 3 d an
den Hauptsicherungshebel 5 herangezogen wird, wodurch infolge der Drehung des Zusatzsicherungshebels
3 um seinen Drehpunkt 3 i der untere Hebelarm 3 c den Sperrbolzen 3 f aus dem Lagerloch
2 d im Kupplungshaken 2 herauszieht. Der Sperrbolzen 3 f ist ein allgemein bekanntes
Bauelement, bei dem in einer Hülse 3 g der Bolzen 3 f mit der Feder 3 h lagert und
außen in einer Griffscheibe 3 k
endet, hinter welche das gegabelte Ende des
unteren Hebelarmes 3 c des Zusatzsicherungshebels 3 greift. Das Ende des oberen
Hebelarmes 3 d ist mit dem Bedienungsgriff 5 c durch einen Bolzen
5 d gelenkig verbunden.
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Das Einkuppeln geschieht folgendermaßen: Die Zugöse der Anhängerdeichsel
verschwenkt beim Einstoßen den geöffneten Kupplungshaken 2. Dabei läuft der Sperrbolzen
3 f (F i g. 2) auf der Schräge 2 c des Kupplungshakens 2 auf, bis er in das Lagerloch
2 d
des Kupplungshakens 2 einrastet. Während der Auflaufbewegung
des Sperrbolzens 3 f wird die Feder 3 h zusammengedrückt. Gleichzeitig stößt die
Nase 2 b des Kupplungshakens 2 gegen den Bolzen 5 b und drückt den Hauptsicherungshebel
5 in Fahrtrichtung so weit nach vorn, bis die Nase 2 b unter den Bolzen
5 b tritt. Der Bolzen 5 b hat sich hierbei in der öffnung 1 a nach
vorn bewegt. Dann schnellt der Hauptsicherungshebel s durch den Druck des Blattfederpaketes
8 zurück, und die Kupplungsnase 2 b liegt in der nunmehr erreichten Einkupplungsstellung
zwischen den beiden Bolzen 5 a und 5 b und hält so den Kupplungshaken
2 in der geschlossenen Stellung fest. Während des Zurückschnellens des Hauptsicherungshebels
5 schnappt der Sperrbolzen 3 f in das Lagerloch 2 d des Kupplungshakens 2 ein. Damit
ist auch der Zusatzsicherungshebel in Wirkung getreten.
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Das Auskuppeln verläuft folgendermaßen: Bei der Ausführungsform nach
F i g. 1 und 2 wird der Bedienungsgriff 5 c am Hauptsicherungshebel 5 von einer
Hand umfaßt und zur Seite gezogen. Durch diese Bewegung wird der Zusatzsicherungshebel
3 gelöst. Wird jetzt der Bedienungsgriff 5c in Fahrtrichtung nach vorn gelegt, so
gleitet die Nase 2 b des Kupplungshakens 2 aus der Öffnung zwischen den Bolzen
5 a und 5 b heraus, und der Kupplungshaken 2 dreht sich in die Öffnungslage
unter Freigabe der Anhängeröse. Beim Loslassen des Bedienungsgriffes 5c schnellt
der Hauptsicherungshebel 5 durch den Druck des Blattfederpaketes 8 nach hinten.
Da der Kupplungshaken 2 in der Offenstellung steht, trifft der Sperrbolzen 3 f wieder
auf die Abschrägung 2 c des Kupplungshakens 2, und beide Sicherungsglieder 5, 3
befinden sich in der Lage, die ein neues Einkuppeln gestattet.
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Will man bei dicht zusammenstehenden Fahrzeugen, die eine Öffnungsdrehung
des Kupplungshakens 2 nicht zulassen, die Sicherungsglieder 5, 3 offenhalten, dann
ist der Bedienungsgriff 5 c noch ein Stück weiter nach vorn zu legen, wobei sich
der Sperrbolzen 3 f vor die Nase 2 b des Kupplungshakens 2 legt und das Zurückschnellen
des Hauptsicherungshebels 5 verhindert. Erst wenn das Zugfahrzeug anfährt, wird
der Kupplungshaken 2 durch die Anhängerzugöse in Offenstellung gezogen und beide
Sicherungsglieder 5, 3 kommen wieder in die Einkuppelstellung.