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DE1208082B - Gesinterter Reibwerkstoff auf Eisenbasis - Google Patents

Gesinterter Reibwerkstoff auf Eisenbasis

Info

Publication number
DE1208082B
DE1208082B DEJ26180A DEJ0026180A DE1208082B DE 1208082 B DE1208082 B DE 1208082B DE J26180 A DEJ26180 A DE J26180A DE J0026180 A DEJ0026180 A DE J0026180A DE 1208082 B DE1208082 B DE 1208082B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
friction
percent
weight
iron
friction material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ26180A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Schloemer
Guenter Gerloff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Federal Mogul Bremsbelag GmbH
Original Assignee
Jurid Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jurid Werke GmbH filed Critical Jurid Werke GmbH
Priority to DEJ26180A priority Critical patent/DE1208082B/de
Priority to US470178A priority patent/US3306715A/en
Publication of DE1208082B publication Critical patent/DE1208082B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C33/00Making ferrous alloys
    • C22C33/02Making ferrous alloys by powder metallurgy
    • C22C33/0207Using a mixture of prealloyed powders or a master alloy
    • C22C33/0228Using a mixture of prealloyed powders or a master alloy comprising other non-metallic compounds or more than 5% of graphite
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/027Compositions based on metals or inorganic oxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C 22c
Deutsche Kl.: 40 b-39/54
Nummer: 1208 082
Aktenzeichen: J 26180 VI a/40 b
Anmeldetag: 9. Juli 1964
Auslegetag: 30. Dezember 1965
Die vorliegende Erfindung betrifft einen gesinterten Reibwerkstoff auf Eisenbasis, der auch bei extrem hohen Wärmebeanspruchungen, hohen Gleitgeschwindigkeiten und bei hohen Flächenpressungen eine konstant bleibende Reibungszahl aufweist und gegenüber bekannten Reibwerkstoffen wesentlich einfacher und ohne besondere Hochtemperaturöfen herstellbar ist.
In den bekannten Reibwerkstoffen auf Metallbasis verwendet man üblicherweise gesinterte Bleibronzen mit Zusätzen an Trocken-Schmiermitteln und sogenannten Reibstützern. Als Trockenschmiermittel eignen sich insbesondere Graphit und Molybdändisulfid, wohingegen zur Erhöhung der Reibungszahl keramische und mineralische Zusatzstoffe besonders geeignet sind. Die genauen Zusammensetzungen der Reibwerkstoff weichen sehr stark ab und werden weitgehend durch den späteren Anwendungszweck bestimmt.
Schon seit längerer Zeit sind Versuche bekanntgeworden, gesinterte Reibwerkstoffe auf Eisenbasis herzustellen. Der Anreiz zu diesen Entwicklungen ist einmal in dem relativ niedrigen Preis der verwendeten Eisenpulver, zum anderen aber auch in den reibphysikalischen Vorteilen solcher Werkstoffe zu suchen. Ganz allgemein zeigen Eisenreibwerkstoffe ein wesentlich geringeres Wärmefading, d. h. Abfall der Reibungszahl bei steigender Temperatur als Reibwerkstoffe auf Bronze- bzw. Kupferbasis.
In der Vergangenheit hat es nicht an Versuchen gefehlt, das Kupfer bzw. die Kupfer-Zinn-Basis durch Eisen zu ersetzen. Neben den rein finanziellen Betrachtungen stehen aber doch die technischen Belange im Vordergrund. Eisen besitzt auf Grund seines um rund 5000C höheren Schmelzpunktes, als vergleichsweise Kupfer, eine höhere Wärmebeständigkeit im ganzen gesehen und in Anwendung auf die reibphysikalische Bewertung des Werkstoffes. Das Wärmefading eines gesinterten Eisen-Reibwerkstoffes ist danach sehr gering. Um so erstaunlicher dürfte darum die Tatsache sein, daß gesinterte Eisen-Reibwerkstoffe in der industriellen Praxis nur wenig zu finden sind.
Als Ursache dafür, daß sich die Eisen-Reibwerkstoffe noch nicht in stärkerem Maße einführen ließen, sind zwei Gründe anzuführen:
Erstens die starke Neigung von solchen Reibwerkstoffen zum »Fressen« und
zweitens die schwierige Verarbeitung bzw. Herstellung.
Dem Fachmann ist das Verhalten einer Reibpaarung »Eisen auf Eisen« (Stahl auf Stahl) bekannt,
Gesinterter Reibwerkstoff auf Eisenbasis
Anmelder:
Jurid Werke G. m. b. H., Reinbek
Als Erfinder benannt:
Josef Schlömer, Kuchen/Fils; Günter Gerloff, Reinbek
wobei diese Teile ohne ein festes oder flüssiges Schmiermittel sofort »fressen« und sich gegenseitig zerstören. In einem gesinterten Reibwerkstoff auf Eisenbasis muß darum sehr viel trockenes Schmiermittel vorhanden sein, um diese Erscheinung mit Sicherheit zu unterbinden. In der Regel sind dazu
ao Graphitzuschläge, wie Graphitpulver, in der Menge von etwa 20 Gewichtsprozent bzw. 50 bis 60 Volumprozent notwendig. Bei so hohen Anteilen an nichtmetallischen Komponenten in der Reibbelagmischung sinkt die Festigkeit des gesinterten Belages sehr stark ab, so daß Zerreißfestigkeiten von 1,0 kg/mm2 und weniger durchaus zu erwarten sind. Der bei der Reibung auftretende Verschleiß des Belages übersteigt infolgedessen die technisch vertretbare Menge. Auf der anderen Seite verkleinert sich auch die Reibungszahl durch die hohen Zuschläge an Graphit so stark, daß für einen derartigen Werkstoff kein . Interesse in der Technik besteht. Nicht zuletzt ist auch die Verarbeitung solcher Werkstoffe schwierig und unwirtschaftlich. Durch Zugabe an größeren Mengen an sogenannten Reibstützern kann die Reibungszahl wieder auf ein brauchbares Niveau angehoben werden. Diese reibwerterhöhenden Zuschläge sind keramische und/oder mineralische Stoffe, die sich beim Sintern in der metallischen Grundmasse völlig indifferent verhalten und zu der inneren Festigkeit nicht beitragen; vielmehr wird die Anzahl der metallischen Brücken zwischen den einzelnen Metallkörpern bzw. Pulverteilchen, statistisch gesehen, vermindert. Die Reibstützer wirken damit in Richtung eines noch höheren Verschleißes, als er durch die großen Graphitzuschläge ohnehin schon gegeben ist.
Man hat nun versucht, durch legierungstechnische
Maßnahmen die notwendige innere Festigkeit zu steigern. Dazu gehören das Einmischen von feinem Kupferpulver bis zu 20 Gewichtsprozent zu der Reibmischung oder das Tränken des fertiggesinterten Belages in einer Kupferschmelze, wie Bronze oder
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anderen weichen Metallen bzw. solchen mit niedrigem durch Tränken des vorgesinterten Eisenskeletts erheb-
Schmelzpunkt. Die Resultate waren wenig befriedi- liehe Festigkeitssteigerungen erzielt werden. Ent-
gend. sprechende Reibwerkstoffe sind bekanntgeworden,
Ein anderer Weg zur Erhöhung der Festigkeit wenngleich eine breitere Anwendung dieser Werkbesteht darin, den Reibwerkstoff porös zu sintern 5 stoffe bis heute noch ausgeblieben ist. Der Verschleiß und anschließend mit einer Harzlösung zu tränken solcher Reibwerkstoffe liegt zu hoch, und die Rei- und auszuhärten, oder ein grobes Granulat aus dem bungszahl ist bei den verschiedensten Prüfbedin-Sintereisenreibwerkstoff herzustellen und dieses mit gungen zu wenig konstant. Zum Teil konnten eine Harz einzubinden. Um eine ausreichende Festigkeit sehr starke Gegenauftragung und auch Gegenangriff zu erzielen, sind Harzmengen von etwa 20 Gewichts- io festgestellt werden. Ferner war das Wärmefading prozent notwendig. Wegen des geringen spezifischen sehr groß. Eine Behebung der Nachteile durch Zugabe Gewichtes von synthetischen Harzen, etwa 1,2 g/cm3, von größeren Anteilen an Schmiermitteln und Reibliegt der Volumenanteil entsprechend zwei- bis dreimal stützern führt zwar zu einem günstigeren Reibverso hoch. Außerdem gehen die für einen Sintereisen- halten, ist aber für die Praxis nicht ausreichend, reibwerkstoff charakteristischen Eigenschaften durch 15 Die üblichen keramischen oder mineralischen so hohe organische Bindemittelzuschläge verloren. Reibstützer entfalten ihre volle Wirksamkeit erst bei
Durch den Einsatz von Molybdändisulfid an Stelle relativ hohen Anteilen in der Reibstoffmischung,
von Graphit versprach man sich ebenfalls eine Ver- Darum wurde schon vorgeschlagen, Siliziumkarbid
besserung. Da MoS2 einen hochwirksamen Trocken- als Reibstützer einzusetzen. Aus der sehr hohen
Schmierstoff darstellt, ist theoretisch betrachtet auch 20 Härte von Karbiden schlechthin resultiert eine sehr
mit wesentlich kleineren Zuschlagen der gleiche starke Erhöhung der Reibungszahl von etwa 5 bis
Schmiereffekt zu erzielen wie mit Graphit. In der 15% bei nur geringen Zuschlagen. Allerdings wird
Praxis hat sich diese Hypothese nicht bestätigen der hohe Verschleiß vom Reibwerkstoff auf das
lassen, vielmehr liegt der Reibungsverschleiß höher Gegenmaterial verlagert, was in den meisten Fällen
als bei einem vergleichbaren Reibwerkstoff auf Eisen- 25 nicht tragbar ist.
basis mit Graphit. Zum Teil ist diese Erscheinung Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin,
auf den Zerfall von MoS2 beim Sintern zurück- die reibphysikalischen Eigenschaften von Reibwerk-
zuführen. stoffen auf Eisenbasis, insbesondere die Reibungszahl
Es ist weiter ein Verfahren bekannt, daß über die und die Verschleißfestigkeit zu erhöhen, sowie das
Bildung von FeS oder Fe2OS2 im Sintereisenreib- 30 Wärmefading zu vermeiden.
werkstoff ein zusätzliches Schmiermittel schafft. Die Einen solchen durch die folgende Zusammengeringe Wärmebeständigkeit von Schwefelverbindun- setzung gekennzeichneten Reibstoff liefert die Erfingen und die damit im Zusammenhang stehende starke dung:
Abhängigkeit der Reibungszahl von der Temperatur
können in der Praxis nicht akzeptiert werden. 35 4O bis 60 Gewichtsprozent Eisen,
Die Festigkeit eines Mischwerkstoffes aus Metall- 25 bis 35 Gewichtsprozent Kupfer und/oder Kupferpulvern einerseits und Nichtmetallpulvern anderer- legierungen,
seits ist primär von den Korngrößen der verwendeten χ bis 5 Gewichtsprozent Metallphosphide und/
Pulver abhängig. In gleicher Weise wird auch das oder Sulfide
Reibverhalten des Reibwerkstoffes durch die Korn- 40 3 bis 10 Gewichtsprozent Aluminiumsilikate,
größenverteilung der Ausgangspulver festgelegt. _,. ,_, ., *, ^ „ j, * a * ,. 1
Üblicherweise finden Pulver mh einer Korngröße 1 bls 5 Gewichtsprozent Metall- und/oder Metal-
von 0,3 bis herab zu 0,010 mm Verwendung. Je loidkarbide,
feiner der eingesetzte Graphit ist, um so feiner muß 5 bis 10 Gewichtsprozent Trockenschmiermittel,
auch das Eisenpulver sein, um die notwendige Festig- 45 2 bis 6 Gewichtsprozent Lötmetalle und/oder Le-
keit zu erzielen. gierungen mit einem Schmelzpunkt zwi-
Die Reibungszahl solcher Reibwerkstoffe liegt bei sehen 100 und 5000C. etwa 0,2 bis 0,3, und der Verschleiß ist vergleichbar
mit den von Werkstoffen auf Kupferbasis. Die Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft dieses Reibmetallischen Reibwerkstoffe müssen auf einem Stütz- 50 Werkstoffes besteht darin, daß die Sinterung im blech, genannt »Träger«, auf gesintert werden. Übliche Temperaturbereich von 700 bis 9000C vorgenommen Drucksinterofen, wie sie für die Produktion der wird.
bekannten Reibwerkstoffe benötigt werden, sind In den Diagrammen ist die Reibungszahl in Ab-
bisher nur im Temperaturbereich bis zu 9000C hängigkeit von den verschiedenen Prüf bedingungen,
anwendbar. Bei höheren Temperaturen ergeben sich 55 wie Flächenpressung, Gleitgeschwindigkeit und Tem-
große technische Schwierigkeiten für den Ofenbau peratur, aufgetragen. In dem Diagramm, Werkstoff 1
und damit entsprechend hohe Investitionskosten. sind die reibphysikalischen Daten eines entsprechen-
Das Hinzufügen von niedrigschmelzenden Metallen den Reibwerkstoffes mit der folgenden Analyse
oder Metallverbindungen zur Grundmischung ermög- wiedergegeben:
licht ein Sintern mit flüssiger Phase bei Temperaturen, 60
wo diese flüssige Phase auftritt. Damit kann nun 50 Gewichtsprozent Eisen,
die Sintertemperatur in gewissen Grenzen reguliert 30 Gewichtsprozent Kupfer,
werden. Jedoch müssen bei einer solchen Verfahrens- 2 Gewichtsprozent Kupferphosphid,
weise die reibphysikalischen Erfordernisse mit beritek- 5 Gewichtsprozent Aluminiumsilikat,
sichtigt werden. So konnten bei Sintereisenwerkstoffen 65 „ _, . , ^ ,.«··.·· ι t_-j
durch Kombination mit 5 bis 20 Gewichtsprozent 3 Gewichtsprozent Sihzmmkarbid,
Kupfer oder Bronze durch Hinzufügung von ent- 7 Gewichtsprozent Graphit,
sprechenden Pulvern zur Ausgangsmischung oder 3 Gewichtsprozent Zinn.
Die Belagprobe aus diesem Reibwerkstoff wurde bei 8500C gesintert und anschließend auf einem sogenannten Teilbelag-Prüfstand reibphysikalisch untersucht.
Der Prüfstand ist so aufgebaut, daß zwei Proben auf die Peripherie einer umlaufenden Scheibe von etwa 400 mm Durchmesser aufgepreßt werden. Die Prüfung geschieht in Form von sogenannten Stoppbremsungen; d. h., die Scheibe wird auf die festgelegte Drehzahl mittels eines elektromotorischen Antriebes gebracht, und danach werden die beiderseits neben der Scheibe angeordneten Belagproben hydraulisch an die Scheibe gedrückt. Die hydraulische Anordnung wird als sogenannte Zange bezeichnet und ist auf einem Hebel befestigt, der sich auf einer Druckmeßdose abstützt. Die ganze Anordnung gestattet nun die genaue Bestimmung des Bremsmomentes und damit des Reibwertes. Das Gegenmaterial in der Reibpaarung ist in allen Fällen ein phosphor- und schwefelarmer Stahl mit 0,6 °/0 C, 0,25% Si, 0,65 »Α, Mn, max. je 0,035% P und S, VDEh-Bezeichnung des Stahles: CK 60. Das Reibverhalten eines vergleichbaren metallischen Reibwerkstoffes auf Bronzebasis mit der Zusammensetzung 69% Cu, 8% Pb, 5% Sn, 8,5% Graphit, 4% SiO2, 5,5% MoS2 kann aus Diagramm/Werkstoff 2 ersehen werden. Bei fast übereinstimmender Reibcharakteristik und gleichem Verschleiß liegt jedoch der Rohstoffpreis für den Eisenreibwerkstoff nach Diagramm/Werkstoff 1 um 50% niedriger als der des Bronzewerkstoffes.
Aus Diagramm/Werkstoff 3 geht das Reibverhalten eines bekannten Sintereisenreibwerkstoffes hervor. Dieser Reibwerkstoff besteht im wesentlichen aus gesintertem Eisenpulver mit sehr hohen Graphitzuschlagen von rund 20 Gewichtsprozent. Der für die Beurteilung eines Reibwerkstoffes sehr wichtige meßbare Verschleiß ist bedeutend größer als derjenige der in der Erfindung beanspruchten Werkstoffe, wobei unter meßbarem Verschleiß die Abnähme der Dicke der Reibbelagschicht in der Zeiteinheit zu verstehen ist. Die Herstellung eines Reibwerkstoffes entsprechend· Werkstoff 3 ist sehr aufwendig und bedingt Sintertemperaturen von HOO bis 11500C, die nach dem weiter oben Gesagten ganz spezielle und sehr aufwendige Sintereinrichtungen erfordert.
Das Reibverhalten eines weiteren bekannten Sintereisenreibwerkstoffes ist in Diagramm/Werkstoff 4 wiedergegeben. Dieser Reibwerkstoff mit folgender Zusammensetzung: 50 Gewichtsprozent Fe, 15% Cu, 14% Fe2O3, 6% BaSO4, 3% SiO2, 3% Asbest und 9% Graphit zeigt eine sehr starke Abhängigkeit von Gleitgeschwindigkeit und Temperatur, d. h. Wärmefading. Der außerordentlich große Verschleiß schließt die Verwendung eines derartigen Werkstoffes ohnehin aus.
Die besonderen Vorteile des beanspruchten Werkstoffes liegen in der wohlabgewogenen Zusammensetzung, die bei sehr gutem Reibverhalten und geringem Verschleiß eine gute Verarbeitbarkeit und Herstellbarkeit mit niedrigem Preis verbindet.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Gesinterter Reibwerkstoff auf Eisenbasis, bestehend aus:
40 bis 60 Gewichtsprozent Eisen,
25 bis 35 Gewichtsprozent Kupfer und/oder Kupferlegierungen,
1 bis 5 Gewichtsprozent Metallphosphide und/
oder Sulfide,
3 bis 10 Gewichtsprozent Aluminiumsilikate,
1 bis 5 Gewichtsprozent Metall- und/oder Me
talloidkarbide,
5 bis 10 Gewichtsprozent Trockenschmiermittel,
2 bis 6 Gewichtsprozent Lötmetalle und/oder
Legierungen mit einem Schmelzpunkt zwischen 100 und 500° C.
2. Verfahren zur Herstellung des Reibwerkstoffes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sinterung im Temperaturbereich von 700 bis 900° C vorgenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 760/289 12.65 ® Bundesdruckerei Berlin
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