-
Anordnung zur Einstellung der Weckzeit für Weckuhren Die Erfindung
betrifft eine Anordnung zur Einstellung der Weckzeit für Weckuhren, bei der ein
Rad mit einem durch zwei schräge Flächen begrenzten Einschnitt versehen ist, in
welchen zur Weckzeit ein beispielsweise als Stift oder Lappen ausgebildetes, vorzugsweise
am Stundenrad befestigtes Einfallglied einfällt und die Auslösung des Wecksignals
einleitet, und bei der beim Weiterlauf der Uhr das Einfallglied über eine schräge
Fläche aus dem Einschnitt herausgehoben wird.
-
Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß auch bei Verstellung des Weckzeigers
im Uhrzeigersinn keine Beschädigung des Werkes eintreten kann. Außerdem ist es möglich,
kleine Änderungen der Weckzeit durch einfaches Verdrehen des Weckzeigers in beiden
Richtungen einzustellen, während bei den sonst üblichen Anordnungen hierzu, beispielsweise
wenn die Uhr 20 Minuten später, als gerade eingestellt, wecken sollte, der Weckzeiger
um den ganzen Bereich des Zifferblattes, also um annähernd 12 Stunden verstellt
werden mußte.
-
Die üblichen Einrichtungen zur .Einstellung der Weckzeit bei Weckuhren
bestehen aus einem als Lappen oder Stift ausgebildeten Einfallglied, welches zum
Weckzeitpunkt über eine senkrechte Einfallkante in einen Einschnitt einer Buchse
einfällt. Einer der Teile ist mit dem Stundenrad, der andere mit dem Weckerzeiger
verbunden. Das Einfallglied leitet bei seinem Einfall die Auslösung des Wecksignals
ein. Bei einem Weiterlauf der Uhr oder bei einer Drehung der Buchse entgegen der
Uhrzeigerbewegung wird das Einfallglied über eine schräge Begrenzungsfläche des
Einschnittes der Buchse wieder in seine unwirksame Lage angehoben. Diese Begrenzung
des Einschnittes mit einer senkrechten Kante bzw. Fläche zum zeitgenauen Auslösen
des Weckrufes und einer schrägen Fläche zum allmählichen Herausheben des Einfallgliedes
hat zur Folge, daß der Weckerzeiger zur Einstellung des Weckzeitpunktes nur entgegengesetzt
zum Drehsinn des Uhrzeigers verstellt werden kann, da bei einer Verstellung im Drehsinn
das Einfallglied gegen die senkrechte Einfallfläche des Einschnittes stoßen würde
und bei starkem Kraftaufwand Beschädigungen des gesamten Zeigerwerkes eintreten
könnten.
-
Es sind daher auch schon Lösungen bekannt, die eine Verstellung des
Weckzeigers in beiden Drehrichtungen ermöglichen. So ist es bekannt, den Einschnitt
der Buchse an beiden Enden mit einer schrägen Ausrückkurvenfläche zu versehen, diese
Buchse jedoch nicht starr, sondern über einen Mitnehmer mit ihrem Antrieb zu kuppeln,
welcher eine Relativbewegung der Buchse gegenüber dem Antrieb ermöglicht. Trifft
im Auslösezeitpunkt das Steuerglied auf die eine schräge Kurvenfläche, dann soll
infolge Kräftezerlegung die Buchse gegenüber ihrem Mitnehmer gedreht und dadurch
ein schneller Einfall des Steuergliedes ermöglicht werden. Diese Anordnung erfordert
Präzision und Sauberkeit, da nur geringe Kraft für die Relativverdrehung der Buchse
zur Verfügung steht.
-
Bei einer anderen Lösung ist das Einfallglied um einen Zapfen schwenkbar
angeordnet. Dieser Lösung kann jedoch, abgesehen von ihrem ebenfalls eine hohe Präzision
erfordernden Aufbau, nicht die erforderliche Betriebssicherheit zuerkannt werden.
-
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden und eine Verstellung
des Weckzeigers in beiden Richtungen mit einfachen Mitteln zu ermöglichen. Dies
erreicht die Erfindung bei einer eingangs erwähnten Anordnung dadurch, daß ein Führungsstück
derart ausgebildet und federnd angeordnet ist, daß die eine schräge Fläche für das
Einfallglied beim normalen Lauf der Uhr unwirksam gemacht und eine steile Einfallkante
für das Einfallglied durch dieses gebildet wird. Es werden also in bekannter Weise
zwei schräge Flächen im Einschnitt zum Herausheben des Einfallgliedes vorgesehen,
so daß der Weckerzeiger in beiden Richtungen verstellt werden kann, durch ein federnd
angeordnetes Führungsstück wird aber die eine schräge Fläche normalerweise unwirksam
gehalten und eine senkrechte
Einfallkante für eine zeitgenaue Auslösung
des Wecksignals gebildet.
-
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß das Führungsstück an einer Scheibe befestigt ist und diese Scheibe in dem den
Einschnitt tragenden Rad in einer vorzugsweise konzentrisch zu dessen Achse liegenden
Ausnehmung beweglich gelagert ist. Weiterer Erfindung gemäß ist eine Feder derart
ausgebildet und angeordnet, daß diese das Führungsstück in seiner die eine schräge
Fläche des Einschnittes für das Einfallglied unwirksam machenden Lage federnd hält
und gleichzeitig die das Führungsstück tragende Scheibe in ihrer Einbaulage sichert.
-
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den Ansprüchen und der Beschreibung
zu entnehmen. Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 ein Zeigerwerk einer Weckuhr mit der erfindungsgemäßen
Anordnung, F i g. 2 das Weckzeigerrad mit der erfindungsgemäßen Anordnung in der
Seitenansicht.
-
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, besitzt das dargestellte Zeigerwerk
einer Weckuhr ein mit einem Stundenrohr 1 verbundenes Stundenrad
2, an dem durch Stanzen ein als abgewinkelter Lappen ausgebildetes Einfallglied
3 angebracht ist. Auf das Stundenrohr ist der Stundenzeiger 4 aufgesetzt.
-
Über das Stundenrohr 1 ist ein weiteres Rohr 5 lose geschoben, welches
das Weckzeigerrad 6 und den Weckzeiger 7 trägt. Das Weckzeigerrad kann zwecks Einstellung
der gewünschten Weckzeit über einen Trieb 8 gedreht werden. Das Stundenrad 2 wird
durch eine nicht dargestellte Blattfeder mit dem Einfallglied 3 gegen das Weckzeigerrad
gedrückt.
-
Das Weckzeigerrad 6 besitzt eine ringförmige Lauffläche 9 für das
Einstellglied 3, welche durch einen Einschnitt 10 unterbrochen ist. Der Übergang
von dem Grund des Einschnittes 10 zu der Lauffläche 9 wird durch zwei schräge Flächen
11 und 12 gebildet.
-
Das Weckzeigerrad ist in seinem mittleren Teil mit einer Ausdrehung
13 versehen, in welche eine Scheibe 14 eingelegt ist. Die Ausdrehung
13 ist an ihrer Seitenwandung mit einer Nut versehen, in die eine nach Art
eines Sprengringes ausgebildete kreisförmige Drahtfeder 15 eingelegt wird. Die Feder
15 steht annähernd zur Hälfte aus der Nut hervor und hält somit die Scheibe in ihrer
Einbaulage. An der Scheibe 14 ist ein nockenartiges Führungsstück 16 befestigt,
dessen obere Fläche in eingebautem Zustand nur um ein geringes Maß unterhalb der
ringförmigen Lauffläche 9 des Weckzeigerrades liegt. Die Enden der Feder 15 sind
abgewinkelt, und das eine Ende 19 greift hinter einen Ansatz 17 des Weckzeigerrades,
während das andere Ende 18 in einer Bohrung des Führungsstükes 16 liegt. Die Feder
15 ist so vorgespannt, daß sie die Scheibe 14 mit dem Führungsstück 16, wenn diese
in Pfeilrichtung gedreht wird, wieder in die dargestellte Ausgangslage bringt. Am
Boden der Ausdrehung 13 ist ein Stift 20 eingelassen, der zwecks Begrenzung der
Bewegung der Scheibe in ein Langloch 21 der Scheibe eingreift.
-
Beim Lauf der Weckuhr gleitet das Einfallglied 3 auf der Lauffläche
9 des Weckzeigerrades in der Zeichnung entgegen dem Uhrzeigersinn entlang, bis es
kurz vor der schrägen Fläche 11 angelangt ist. Im weiteren Verlauf gleitet das Einfallglied
nicht die schräge Fläche 11 in den Einschnitt hinab, sondern läuft auf dem Führungsstück
16 entlang, bis es von dessen Kante 21 in den Einschnitt hineinfällt. Es erfolgt
also ein senkrechtes Abfallen von einer scharfen Kante und damit eine zeitgenaue
Auslösung des Weckrufes. Beim weiteren Lauf der Weckuhr wird das Einfallglied über
die schräge Fläche 12 aus dem Einschnitt 10 herausgehoben.
-
Die gleiche Bewegung führt das Einfallglied aus, wenn zwecks neuer
Weckzeiteinstellung das Weckerzeigerrad 6 über den Trieb 8 in der einen Richtung
verdreht wird. Wird das Weckzeigerrad in der entgegengesetzten Richtung bei der
Weckzeiteinstellung gedreht, so läuft das Einfallglied 3 über die schräge Fläche
über den Einschnitt 10 hinein, stößt im weiteren Verlauf gegen das Führungsstück
16, welches federnd in Pfeilrichtung ausweicht, und das Einfallglied gelangt
über die schräge Fläche 11 aus dem Einschnitt 10 heraus. Gelangt das Einfallglied
nach dem Verlassen der schrägen Fläche 11 wieder auf die Lauffläche 9, so
wird durch die Kraft der Feder 15 die Scheibe 14 mit dem Führungsstück
16 sofort wieder in die Ausgangslage verstellt. Es ist also eine Verstellung
des Weckzeigers in beiden Richtungen durchführbar.