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"Vorrichtung zur Schnellkorrektur von Datum- und Wochentagsanzeigen
bei Armbanduhren" Die BrSindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schnellkorrektur
von Datum- und Wochentagsanzeigen bei Armbanduhren.
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Zur Korrektur der Datumscheibeneinstellung bei Armbanduhren mit Datumanzeige
verwendet man meist gefederte Knebel, welche von außen durch einen Drücker betätigt
werden können. Bei wasserdichten Uhren sind Drücker aber wegen der Abdichtungsschwierigkeiten
unerwünscht. Bine Korrektur über das Zeigerwerk ist zwar an sich auch möglich, aber
umständlich, da man das Datum erst durch 24 Drehungen des Minutenzeigers um 3600
um nur einen Wag verändern kann.
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Zur Schnellkorrektur sind daher auch Binrichtungen bekannt, bei welchen
man durch Rückwärts- und Vorwärtsdrehen des Minutenzeigers mittels der Aufzugwelle
um jeweils nur 4 - 6
Stunden die Datumscheibe um einen Tag verstellen
kann.
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Schließlich sind für wasserdichte U;lrerli auch schnellkorrektor-Einrichtungen
bekannt, die durch Ziehen oder Einwärtsdrücken der Aufzugwelle betätigt werden.
Sie haben den Nachteil, daß man der schrittweisen Schaltung meist nachhelfen muß,
weil die Rückliolfeder, die die Schaltung an sich besorçren soll, oft zu schwach
ist um die Dichtungsreibung zu überwinden.
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Bei den Korrektere inrichtunen, welche durch Einwärtsdrücken der Aufzugwelle
betätigt werden, besteht außerdem die Gefahr, daß im Falle von Schmutzansammlung
unter der Aufzugskrone der Weg der Welle für die Fortschaltung nicht mehr ausreicht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verdrehen der axial
in eine dritte Position - neben der Aufzugs- und Zeigerstellposition - geschobenen
Aufzugwelle sovJohl den Datum- wie auch den Wochentagsanzeiger willkürlich zu verstellen.
Hierbei liegt die dritte Position vorzugsweise zwischen der Aufzugs- und Zeigerstellposition.
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Diese Aufgabe wird bei der Vorrichtung der Erfindung dadurch gelöst,
daß beim Drehen der in die dritte Position
geschobenen Aufzugwelle
in einer Richtung der Datumzeiger, beim Drehen in der entgegengesetzten Richtung
der-Wöchenlagszeiger verstellt wird, also korrigierbar ist.
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Blerzu kuppelt zweclçmäßig in der dritten Position der Aufzugwelle
das mit seinem Zapfen auf dem Lagerzapfen der Aufzugwelle stehende Zeigerstellrad
mit einem Wechslerrad, dessen Lagerzapfen in Langlöchern verschieblich ist und dadurch
einen ilirn aufmontierten Fortschaltstern äe nach der Drehrichtlmg der Aufzugwelle
mit der Verzahnung des Datumringes oder - über einen Exzenter - mit dem Tagesschalthebel
in Eingriff bringt.
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In-der Zeigerstellposition gleitet der Zapfen des Zeigerstellrades
vom konischen Ende der Aufzugwelle ab und kuppelt dabei das Zeigerstellrad mit dem
Wechselrad.
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Die Zeichnung zeigt beispielsweise schematisch und teilweise im Schnitt
eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung der Erfindung und zwar zeigt:
Fig-. 1 zwei Schnitte durch den Schaltmechanismus, Fig. 2 eine Draufsicht auf die
vollständige Vorrichtung und Fig. 3 Schnitte durch das Zeigerstellrad.
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In dieser Zeichnung wurde bei einer bekannten Armbanduhr mit Gegengesperr-Aufzug
und einer Zeigerstelleinrichtung über die Aufzugwelle 1 und einem Aufzugtrieb 1c
das Zeigerstellrad 2 mit einem Zapfen 2b versehen und in seiner IIöhe mittels einer
Feder 3 verstellbar gelagert.
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Beim Herausziehen der Aufzugtelle 1 von Position A nach B wird das
Aufzugtrieb lc durch den Zeigerstellhebel ib und den Winkelhebel la mit dem Zeigerstellrad
2 in Eingriff gebracht, somit kann die Drehbewegung der Aufzugwelle auf das Zeigerstellrad
2 übertragen werden.
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In der Aufzugwellen-Position B steht das Zeigerstellrad 2 mit seinem
Zapfen 2b auf der Aufzugwelle 1 und befindet sich im Eingriff mit dem Wechslerrad
5.
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Auf dem Wechslerrad 5 ist der Fortschaltstern 7 fest aufgezogen. Das
WecEslerrad 5 ist mit seinem Lagerzapfen 5b in einem Langloch 6a der Winkelhebelfeder
6 beweglich gelagert.
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Wird nun die Aufzugwelle 1 in Richtung Datum-Korrektur gedreht, so
wird die Drehbewegung über das Aufzugtrieb 1c weiter auf das Zeigerstellrad 2 und
das Wechslerrad 5 übertragen.
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Das Wechslerrad 5 wird durch die Drehbewegung zunächst bis
zum
Ende des Lahgloches 6a mitgenommen und dabei mit der Innenverzahnung des Datumringes
8 in Eingriff gebracht, erst dann wird die Drehbewegung an das Wechslerrad 5 weitergegeben.
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Das Wechslerrad 5 wiederum gibt die Kraft (Bewegung) über den Fortschaltstern
7 an den Datumring 8 weiter und wird beim Durchgang eines Zahnes des Schaltsternes
7 um jeweils einen Zahn, bzw. einen Datumstag weitergeschaltet.
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Dieser Vorgang wiederholt sich solange, wie Bortschaltsternzähne durch
Drehen der Aufzugwelle 1 am Datumring 8 durchgeführt werden.
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Erfolgt eine Drehrichtungsänderung der Aufzugwelle l,-so kehrt sich
das Spiel um, wobei das Wechslerrad 5 mit Fortschaltstern 7 in dem Langloch 6a der
Winkelhebelfeder 6 nach der anderen Seite gleitet und in das Exzenterrad 9 eingreift.
Die Drehbewegung wird dadurch an den Exzenter 10, welcher fest verbunden ist mit
dem Exzenterrad 9, weitergegeben.
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Die Ansatzschraube 11 bildet dabei die tagerung für das Exenterrad
9 mit dem Exzenter 10 und zugleich die Festhalteabdeckung für die Winkelhebelfeder
6.
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Auf dem Exzenter 10 liegt die Nase des Tagesschalthebels 12 auf, welcher
wiederum durch die Feder 12a gegen den Exzenter 10 gelehnt wird. Die Feder 12a ist
an den Tages schalthebel 12 angenietet und um die Schraube 13 drehbar gelagert.
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Bei der Drehbewegung des Exzenters 10 gleitet der Tagesschalthebel
12 über den höchsten Punkt und wird dadurch um einige Grade bewegt und gegen den
Zahn des Tagessternes 14 gedrückt, der daran abgleitet und um etwas mehr als 1/2
Teilung weitergedreht wird. Gleitet der Tagesschalthebel 12 nach Uberschreiten des
höchsten Punktes am Exzenter wieder ab, so wird er durch die Feder 12a wieder in
seine Grundstellung gebracht, wobei der Tagesstern 14 die restliche halbe Teilung
vollführt.
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Um die Ansatz schraube 13 ist der Tagesschalthebel drehbar gelagert.
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Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, als über die Aufzugwelle die
Drehbewegung des Exzenters fortgesetzt wird.
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Damit ergibt sich, daß bei der Drehung der Aufzugwelle in die eine
Richtung der Datuiring 8 und bei Drehrichtungsänderung die Tagesscheibe 15 jeweils
schrittweise fortbewegt
werden können. Hierbei kann die Anzahl der
Schrittschaltungen pro Umdrehung der Aufzugwelle für Datumring 8 und Tagesscheibe
15 beliebig gewählt werden, aufgrund der Anzahl der Zinne des Fortschaltsternes
7 und des Exzenters 10.
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Der Tagesschalthebel 12 übernimmt außer der Fortschaltung über den
Exzenter 10 - beim normalen Fortschalten der Datum-und Tagesschalteinrichtung über
die Feder 12a die Positionierung in Form einer Federklinke, nach einer Vorwärts-
und Rückwärtsbewegung des Tagessternes.
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Die U-chselraddatuinplatte 16 überdeckt sowohl das Wechselrad 4 als
auch das Wechslerrad 5 mit Fortschaltstern 7 nach oben.
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Wird die Aufzugwelle 1 in die Rastposition C gezogen, so gleitet der
Zapfen 2b des Zeigerstellrades 2 über den Endkonus ld der Aufzugwelle 1 nach unten,
wodurch das Zeigerstellerad 2 mit dem Wechselrad 4 in Eingriff gebracht wird.
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Nun kann wie blsher üblich- über die Aufzugwelle 1, dem Aufzugtrieb
Ic, dem Zeigerstellrad 2 und dem Wechselrad 4 die Zeigerwelle gedreht uni damit
die Zeiger verstellt werden.
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Wird die Aufzugwelle 1 über Position B nach A zurückgeführt,
so
wird durch den hndkonus Id der Aufzugwelle 1 das Zeigerstellerad 2 angehoben, geht
beim Wechselrad 4 aus dem Eingriff und beim Wechslerrad 5 wieder iL Eingriff. Diese
Ruhelage behält das Zeigerstellrad in Position A bei, d.h. es ist mit dem Zeigerwerk
nicht mehr in Eingriff, wie es in bisherigen Ronstruktionen üblich war.
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In der beschriebenen Ausführung ist die Position B als Datum-und Tagesschaltkorrektor-Position
vorgesehen und Position C als Zeigerstell-Position.
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Die Anordnung läßt sich ebenso umkehren, so daß Position B zur Zeigerstell-Position
und Position C zur Korrektor-Position wird.
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Bei der beschriebenen Anordnung ist das Zeigerstellrad 2 in Position
B sehr nieder im Eingriff mit dem Aufzugtrieb Ic und in der Position C sehr hoch.
Diese Anordnung könnte zu Bingriffsschwierigkeiten führen. Es ist deshalb eine weitere
Ausführung beim Zeigerstellrad 2 vorgesehen, bei welcher, wie in Fig. 3 dargestellt,
das Zeigerstellrad aus den Teilen 2' und 2a' besteht.
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Das untere Teil des Zeigerstellrades 2' greift mit 2 Fingern
in
zwei dafür vorgesehene Löcher des oberen Teiles 2a' ein, so daß es sich als Kupplung
ausbildet und bei einer Höhenverstellung des Teiles 2a' das untere Teil 2' nicht
mitnimmt. Der Eingriff des Teiles,2! zum Aufzugtrieb 1c bleibt unverändert.
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Die Wnnkelhebelteder 6 begrenzt dabei den Teil 2' des Zeigerstellrades
nach oben.
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Eine Werkerhöhung ist durch die Anordnung nicht erforderlich.
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Die Anordnung hat außerdem den Vorteil, daß sie bei der Verwendung
an Automatic-Uhren nicht im Bereich des Rotors liegt und damit die Höhe der Masse
desselben nicht verringert wird.