DE1206085B - Schutzrohrankerkontakt mit reibenden Kontaktberuehrungsflaechen - Google Patents
Schutzrohrankerkontakt mit reibenden KontaktberuehrungsflaechenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/28—Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
- H01H51/287—Details of the shape of the contact springs
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4WWW>
PATENTAMT Int. α.:
HOIh
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21g-4/01
Nummer: 1206 085
Aktenzeichen: St 19222 VIII c/21 g
Anmeldetag: 12. Mai 1962
Auslegetag: 2. Dezember 1965
Die Erfindung betrifft einen Schutzrohrankerkontakt mit aus Runddraht geprägten oder aus Profilmaterial
hergestellten flachen Kontaktzungen, die innerhalb eines Schutzrohres so angeordnet sind, daß
ihre Bewegung bei einer Kontaktgabe im rechten Winkel zu ihrer Längsachse erfolgt.
Solche Kontakte sind an und für sich seit langem bekannt. Jedoch behindert die Gratbildung zwischen
den kontaktgebenden Zungen bei einer großen Schalthäufigkeit eine höhere Lebensdauer der Kontakte, da
dadurch der Kontaktübergangswiderstand steigt. Die Ausbildung der bisher bekannten Schutzrohrankerkontakte
läßt aber eine Reib-Kontaktanordnung an der Kontaktstelle, die in an und für sich bekannter
Weise den entstehenden Grat an der Kontaktstelle durch Reibung immer wieder entfernt, nicht zu.
Es sind weiterhin Schutzrohrankerkontakte bekannt, die aus einem Flachmaterial ausgestanzt werden
und z. B. in einem flachen Glasrohr eingeschmolzen sind. Bei der Kontaktgabe berühren sich die beiden
Kontakthälften innerhalb des Schutzrohres stirnseitig. Nach Angaben der Herstellerfirma soll durch
diese stirnseitige Berührung eine Reibkontaktgabe entstehen, die den bei der Kontaktgabe entstehenden
Grat zwischen den Kontaktflächen immer wieder entfernt. Ganz abgesehen davon, daß die Reibwirkung
dieser bekannten Kontaktanordnung angezweifelt werden muß, da Versuche bestätigt haben, daß die
Lebensdauererwartung für diesen Kontakt nicht höher liegt als bei dem vorher erwähnten Schutzrohrankerkontakt
mit Kontaktzungen, stellt diese bekannte Schutzrohrkontaktausführung eine größere
magnetische Masse dar, die zeitlich gesehen Verzögerung beim Ansprechen bringt und, durch die größere
Masse bedingt, zum Nachschwingen bzw. Prellungen oder gar zur Fehlkontaktgabe neigt.
Es ist weiterhin bei Zerhackern und Wechselrichtern bekannt, die Kontaktträger zur tangentialen Anpassung
an die Schwingbewegung des Ankers schräg zu stellen. Der Anker des Zerhackers schwingt, je
nach Gewicht, mit einer Frequenz von etwa 80 bis 120 Hz. Obwohl im justierten Zustand die an der
Ankerfeder befestigten vier Kontakte und ihre vier Gegenkontakte in Ruhestellung einen parallelen Luftspalt
aufweisen, findet im Betrieb des Zerhackers eine Reibkontaktgabe statt, da die Masse des Ankers beim
Auftreffen der Kontakte auf die Gegenkontakte deren Federn von der Gegenlage in beiden Schwingrichtungen
des Ankers abheben. Bei diesen Federn oder Kontakten ist zur Erzielung einer Reibkontaktgabe
eine Verdrehung des Kontaktträgers nicht möglich, da der Kontaktträger aus Federstahl besteht, und aus
Schutzrohrankerkontakt mit reibenden
Kontaktberührungsflächen
Kontaktberührungsflächen
Anmelder:
Standard Elektrik Lorenz Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Als Erfinder benannt:
Helmut Büttel, Korntal
Helmut Büttel, Korntal
dem bereits oben angeführten Grund (Schwingung des Ankers) nicht nötig. Ähnlich verhält es sich mit
dem Treibkontakt, der meistens als Silberkontakt ausgeführt ist. Da die Gegenkontaktfeder zum Treibkontakt
selbst fest sein muß und beim Aufprall des Treibkontaktes nicht mitfedern darf, wird durch die
Schrägstellung ein Verlegen des Gegenkontaktes in die halbkreisförmige Schwingbahn des an der Ankerfeder
befestigten Treibkontaktes erreicht.
Die Erfindung hat die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Ausführungen zu vermeiden und einen
Schutzrohrkontakt mit reibenden Kontaktflächen zu schaffen. Dies wird bei einem Schutzrohrkontakt mit
flachen Kontaktzungen der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß beide Kontaktzungen
des Schuztrohrankerkontaktes oder auch nur eine Kontaktzunge zwischen der Kontaktstelle
und den entsprechenden Einschmelzstellen in ihrer Längsachse um einen bestimmten Winkel verwunden
sind, so daß die von der Längsachse und den Kontaktberührungsflächen bestimmte Ebene mit der senkrecht
zur Längsachse gerichteten Bewegungsrichtung einen Winkel bildet, der kleiner bzw. größer als
90° ist.
Die Erfindung weist die Vorteile auf, daß der Kontaktübergangswiderstand
zwischen den Kontaktstellen der beiden Kontaktzungen über eine wesentlich größere
Schaltfolge hin gleichbleibt und sich dadurch die Lebensdauererwartungen wesentlich erhöhen. Außerdem
läßt sich die Anordnung nach der Erfindung leicht herstellen und bedingt keine Umstellung der
bisherigen Fertigung, so daß bei besserer Güte der Kontakte Mehrkosten für die Herstellung der Kontakte
nicht zu erwarten sind.
Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt
509 740/338
F i g. 1 einen Schutzrohrankerkontakt mit Kontaktzungen der bisherigen Fertigung in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Kontaktzungen an der Kontaktstelle bei einem Schutzrohrankerkontakt
nach Fig. 1,
F i g. 3 einen Schutzrohrankerkontakt mit in einem bestimmten Winkel verdrehten Kontaktzungen nach
der Erfindung in perspektivischer Darstellung,
F i g. 4 einen Schnitt durch die Kontaktzungen an der Kontaktstelle bei einem Schutzrohrankerkontakt
nach Fig. 3, bei dem nur eine Kontaktzunge die Verdrehung aufweist, und
F i g. 5 einen Schnitt durch die Kontaktzungen an der Kontaktstelle bei einem Schutzrohrankerkontakt
nach F i g. 3, bei dem beide Kontaktzungen eine Verdrehung in einem bestimmten Winkel aufweisen.
Fig. 1 zeigt einen bekannten Schutzrohrankerkontakt in perspektivischer Darstellung, bei dem sich
die beiden Kontaktzungen 1 und 2, die an den Stellen
3 und 4 in das Schutzrohr 5, z. B. einem Glasrohr, eingeschmolzen sind, beim Schalten senkrecht gegeneinander
bewegen. Wenn sich bei dieser Anordnung nun während der Kontaktbetätigung die an und für
sich bekannten Materialwanderungen einstellen, d. h. sich kleine Nadeln zwischen den Kontaktstellen bilden,
vergrößert sich der Übergangswiderstand an der Kontaktstelle. Auch bei dieser Ausführung brechen
in manchen Fällen während der Betätigung diese als Nadeln bezeichneten Materialwanderungen wieder
ab, wodurch der Kontaktübergangswiderstand wieder etwas kleiner wird. Dieser Vorgang wiederholt sich
so lange, bis der Kontaktübergangswiderstand die zulässige Höchstgrenze erreicht hat und der Schutzrohrankerkontakt
damit unbrauchbar wird. Die bei der Betätigung des Kontaktes abgebrochenen Materialteilchen
wandern beim Schalten aus der Kontaktzone heraus in Richtung auf die Einschmelzstelle zu und
bleiben infolge ihrer Remanenz an der Kontaktzunge hängen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Kontaktzungen 1 und 2 an der Kontaktstelle, aus dem die
senkrechte Bewegung der Kontaktzungen 1 und 2 bei Betätigung hervorgeht bzw. durch Pfeile angedeutet
ist.
In Fig. 3 ist ein Kontakt dargestellt, dessen Kontaktzungen 6 und 7 zwischen der Kontaktstelle und
den jeweiligen Einschmelzstellen 3 und 4 in das Glasrohr 5 um einen bestimmten Winkel verdreht sind.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Kontaktzungen an der Kontaktstelle bei einem Kontakt nach
Fi g. 3, bei dem nur eine Kontaktzunge, und zwar die Kontaktzunge 7, in einem bestimmten Winkel α verdreht
ist, während die andere Kontaktzunge 2 die bisher bekannte Form aufweist.
In Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Kontaktzungen 6 und 7 an der Kontaktstelle eines Kontaktes nach
Fig. 3 dargestellt. Beide Kontaktzungen 6 und 7 sind in einem bestimmten Winkel <x gegeneinander
verdreht, so daß diese sich beim Schalten nicht mehr senkrecht gegeneinander bewegen, sondern dabei
noch eine seitliche Komponente auftritt. Durch die im Moment der Kotaktgabe seitlich wirkende Kraft
können Anfänge von Spitzen oder Nadeln abgetragen werden. Dadurch wird eine Selbstreinigung der Kontaktfläche
erreicht und die Lebensdauer dieser Schutzrohrankerkontaktausführung erhöht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schutzrohrankerkontakt mit aus Runddraht geprägten oder aus Profilmaterial hergestellten flachen Kontaktzungen, die innerhalb eines Schutzrohres so angeordnet sind, daß ihre Bewegung bei einer Kontaktgabe im rechten Winkel zu ihrer Längsachse erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kontaktzungen (6 und 7) des Schutzrohrankerkontaktes oder auch nur eine Kontaktzunge (7) zwischen der Kontaktstelle und den entsprechenden Einschmelzstellen (3 und 4) in ihrer Längsachse um einen bestimmten Winkel (α) verwunden sind, so daß die von der Längsachse und den Kontaktberührungsflächen bestimmte Ebene mit der senkrecht zur Längsachse gerichteten Bewegungsrichtung einen Winkel bildet, der kleiner bzw. größer als 90° ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 215 509.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 740/338 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
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| DE1962ST019222 DE1206085C2 (de) | 1962-05-12 | 1962-05-12 | Schutzrohrankerkontakt mit reibenden Kontaktberuehrungsflaechen |
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Publications (2)
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|---|---|
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| GB (1) | GB1025406A (de) |
| NL (2) | NL140358B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3462718A (en) * | 1966-01-11 | 1969-08-19 | Kenzo Takei | Reed relay having contacts constructed to prevent chattering |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH215509A (de) * | 1938-10-05 | 1941-06-30 | Telefunken Gmbh | Pendel-Stromzerhacker. |
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1962
- 1962-05-12 DE DE1962ST019222 patent/DE1206085C2/de not_active Expired
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1963
- 1963-04-19 NL NL291759A patent/NL140358B/xx unknown
- 1963-05-09 CH CH582063A patent/CH407284A/de unknown
- 1963-05-10 GB GB1857363A patent/GB1025406A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH215509A (de) * | 1938-10-05 | 1941-06-30 | Telefunken Gmbh | Pendel-Stromzerhacker. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3462718A (en) * | 1966-01-11 | 1969-08-19 | Kenzo Takei | Reed relay having contacts constructed to prevent chattering |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1206085C2 (de) | 1973-04-19 |
| NL140358B (nl) | 1973-11-15 |
| BE632007A (de) | |
| GB1025406A (en) | 1966-04-06 |
| CH407284A (de) | 1966-02-15 |
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