DE1205780B - Aufhaengeeinrichtung mit motorisch angetriebener Schraubspindelwinde, insbesondere fuer Waermedehnungen unterworfene Rohrleitungen - Google Patents
Aufhaengeeinrichtung mit motorisch angetriebener Schraubspindelwinde, insbesondere fuer Waermedehnungen unterworfene RohrleitungenInfo
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Description
- Aufhängeeinrichtung mit motorisch angetriebener Schraubspindelwinde, insbesondere für Wärmedehnungen unterworfene Rohrleitungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufhängeeinrichtung, insbesondere für Wärmedehnungen unterworfene Rohrleitungen, deren Stützkraft bei Vertikalbewegungen der Last auf einen Festwert durch ein federndes Lastmeßglied geregelt wird, das einen Wendeschalter für den Antriebsmotor einer Schraubspindelwinde zum Verstellen der senkrechten Länge der Aufhängeeinrichtung steuert.
- Bei bekannten Aufhängeeinrichtungen dieser Art ist die Schraubspindelwinde lotrecht angeordnet, und die Übertragung der Stützkraft von der Last auf die Schraubspindelwinde erfolgt durch ein lotrechtes Aufhängeglied, das die Last mit dem auf und ab beweglichen Teil der Winde, z. B. der Schraubspindel, verbindet und das Lastmeßglied enthält. Infolgedessen nimmt die Aufhängeeinrichtung oberhalb der aufgehängten Rohrleitung sehr viel Platz in Anspruch. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Bauhöhe der Aufhängeeinrichtung erheblich zu verringern, damit die Rohrleitung beispielsweise an der Decke eines Raumes in geringem Abstand von ihr aufgehängt werden kann.
- Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch die Vereinigung der folgenden Merkmale gelöst: a) die Windenschraubspindel verläuft etwa waagerecht, b) die Übertragung der Stützkraft von der Last auf die Schraubspindelwinde erfolgt über einen Winkelhebel, c) die Schraubspindelwinde und der ortsfeste Schwenkzapfen des Winkelhebels liegen übereinander, d) das federnde Lastmeßglied ist zwischen der Last und dem Winkelhebel angeordnet.
- Für einzelne dieser Merkmale für sich allein oder für Teilkombinationen dieser Merkmale wird kein Schutz in Anspruch genommen.
- Vorzugsweise ist der Winkelhebel so ausgebildet, daß seine wirksamen Hebelarme einen rechten Winkel einschließen. Das bietet den Vorteil, daß nicht nur die Stützkraft, sondern auch die von der Winde auf den Winkelhebel ausgeübte Kraft konstant bleibt.
- An sich ist es bekannt, einen rechtwinkligen Winkelhebel bei einer Aufhängeeinrichtung für Wärmedehnungen unterworfene Rohrleitungen zu verwenden. Bei dieser bekannten Einrichtung wirkt auf den Winkelhebel keine Winde, sondern eine Feder.
- Der Antrieb und der angetriebene Teil der Schraubspindelwinde sind vorzugsweise an dem den Winkelhebel tragenden Gestell angeordnet; sie können jedoch auch an dem Winkelhebel selbst angeordnet sein, was indessen biegsame Zuleitungskabel für den Windenmotor erforderlich macht.
- Die Mutter der Schraubenspindelwinde kann entweder an dem den Winkelhebel tragenden Gestell geradlinig verschiebbar geführt sein und an einer am Winkelhebel gelagerten Rolle unter Druck anliegen oder am Winkelhebel schwenkbar gelagert sein. Die erste Möglichkeit bietet den Vorteil, daß die Winde am Gestell starr gelagert werden kann, während die zweite Möglichkeit den Vorteil hat, daß die Geradführung für die Spindelmutter durch die weniger aufwendige schwenkbare Lagerung der Mutter ersetzt ist.
- Die Erfindung sei nunmehr an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigt F i g. 1 eine Ausführungsform der Erfindung, bei der an dem Gestell die Winde starr gelagert und die Mutter der Schraubspindel in einer Geradführung verschiebbar ist, F i g. 2 die Seitenansicht in Richtung der Pfeile 2, F i g. 3 die Seitenansicht in Richtung der Pfeile 3, F i g. 4 den Schnitt nach der Linie 4-4 der F i g. 1, F i g. 5 ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Mutter der Schraubspindelwinde am Winkelhebel schwenkbar gelagert ist, F i g. 6 die Seitenansicht in Richtung der Pfeile 6 der Fig. 5, F i g. 7 die Seitenansicht in Richtung der Pfeile 7 der Fi g. 5, F! g. 6 a eine schaubildliche Darstellung der Spindelmutter, F i g. 8 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welcher der Antrieb und der angetriebene Teil der Schraubspindelwinde an dem Winkelhebel angeordnet ist und dieser einen stumpfen Winkel bildet, wobei F i g. 8 den in Richtung der Pfeile 8 der F i g. 9 betrachteten Aufriß darstellt, und F i g. 9 den Grundriß dieser Ausführungsform in Richtung der Pfeile 9 der F i g. 8.
- Bei der Ausführungsform nach den F ig. 1 bis 4 ist eine waagerechte Rohrleitung 77, die Wärmedehnungen unterworfen ist, an einem festen Gestell 10, 12, 14 und 20 aufgehängt, das aus verschweißten Blechplatten besteht. Infolge von Wärmedehnungen bewegt sich die aufgehängte Last 77 auf und ab. Die auf die angeschweißte Öse 76 durch das lotrechte Aufhängeglied 72, 74 ausgeübte Stützkraft soll trotz dieser Aufundabbewegungen auf einen Festwert geregelt werden. Zu diesem Zweck ist die folgende Auffiängeeinrichtung vorgesehen: An dem Gestell sind der angetriebene Teil einer Schraubspindelwinde mit etwa waagerecht verlaufender Schraubspindel 36 und ihr Antrieb befestigt. Die übertragung der Stützkraft von der Last 77 auf diese Schraubspindelwinde erfolgt über einen Winkelhebel, der auf einem die lotrechten Gestellwände 14 verbindenden waagerechten Gelenkzapfen 61 schwenkbar gelagert ist und aus zwei durch eine Abstandsbuchse 59 verbundenen, etwa dreieckigen Platten 58 besteht. Die Schraubspindelwinde und der ortsfeste Schwenkzapfen 61 des Winkelhebels liegen übereinander, und zwar beim dargestellten Ausführungsbeispiel in der Weise, daß sich die Spindelmutter 46, 47, 48, 51 über dem Schwenkzapfen 61 befindet.
- Das die Last tragende Aufhängeglied 70, 72, 74 greift am linken Ende des Winkelhebels mittels eines die Platten 58 verbindenden Zapfens 60 an, und zwar unter Zwischenschaltung von Abstandsbuchsen 73. In das Aufhängeglied ist ein federndes Lastmeßglied 78 eingeschaltet, das elektrische Kontakte enthält, die durch elektrische Leitungen 80 mit einem an der Platte 12 befestigten, die Winde antreibenden elektrischen Wendemotor 26, 27 verbunden ist. Der Läufer dieses Motors ist durch einen Riementrieb 28 bis 30 mit der Eingangswelle 31 eines Getriebes 22 gekuppelt, das bei 24 an der lotrechten Gestellwand 20 angeflanscht ist und dessen Ausgangswelle 32 die Windenschraubspindel 34, 36, 44 antreibt. Mittels eines Spurlagers 38, 40 ist diese Spindel unverschiebbar, aber drehbar am Gestell gelagert. Ihre Mutter 46, 47, 48, 51 ist am Gestell 10 bis 14 auf waagerechten Laufschienen 68 mit Hilfe von Fahrgestellen 65, 67 geradlinig verschiebbar geführt, und eine am oberen Ende des Winkelhebels 58 auf einem Lagerzapfen 54 drehbare Rolle 53 liegt unter dem von der Last ausgeübten Druck an einer Stimplatte 52 der Mutter an.
- Das Traggestell ist beispielsweise an der Decke einer Fabrikhalle durch Befestigungsmittel 15 bis 18 angebracht.
- Der Sicherung der Winde an der Wand 20 des Gestells dient ein an dieser befestigter Ring 42, F i g. 4, und die Wand 20 hat ein Loch 33, durch das die Welle 32 hindurchgeht.
- überschreitet die von der Winde durch das Aufhängeglied 70, 72, 74 auf die Rohrleitung 76, 77 übertragene Stützkraft den Sollwertbereich, dann schließen sich im Lastmeßglied 78 Kontakte, die den Wendemotor 26 in einer solchen Richtung und so lange in Gang setzen, bis die sich auf den Laufschienen 68 verschiebende Spindelmutter 46 bis 51 mittels des Winkelhebels58 das Aufhängeglied70 bis 74 um ein Maß gehoben oder gesenkt hat, durch das die Stützkraft wieder bis auf den Sollwert geändert wird. Daher wird bei Vertikalbewegungen der Last 76, 77 die Stützkraft auf einen Festwert geregelt. Diesem Zweck dient das Lastmeßglied 78, das die Kontakte eines Wendeschalters enthält, der den Antriebsmotor 26 der Schraubspindelwinde zum Verstellen der senkrechten Länge der Auffiängeeinrichtung steuert, wobei diese Länge der Abstand der Öse 76 von der Gestellplatte 12 ist. Dieser Abstand stellt die Bauhöhe der Aufhängeeinrichtung dar. Diese- ist deshalb sehr gering, weil die Windenschraubspindel etwa waagerecht verläuft, die übertragung der Stützkraft von der Last 77 auf die Schraubspindelwinde über den Winkelhebel 58 erfolgt, weil ferner die Schraubspindelwinde und der ortsfeste Schwenkzapfen 61 des Winkelhebels übereinanderliegen und weil schließlich das federnde Lastmeßglied 78 zwischen der Last 77 und dem Winkelhebel 58 anaeordnet ist.
- Die in F i g. 5 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen der F i g. 1 dadurch, daß die Mutter 98 der Schraubspindelwinde 102 am Winkelhebel 92 schwenkbar gelagert ist. Infolgedessen fällt die aufwendige Geradführung der Mutter fort, die bei dem Ausführungsbeispiel der F i g. 1 die Laufschienen 68 und die Fahrgestelle 64, 67 erfordert. Freilich kann beim Ausführungsbeispiel der F i g. 5 der angetriebene Teil der Schraubspindelwinde an dem Gestell nicht starr angeordnet sein. Vielmehr ist er mittels eines Schwenkzapfens 112 schwenkbar an dem Gestell 79, 81, 88 angeordnet. Das gilt auch für den Antrieb der Winde. Denn der Windenmotor 114 sitzt an einem Winkeleisen 108, das mittels eines angeschweißten Ringes 106 das Spurlager 104 für die Windenspindel 100 aufnimmt. An dem Winkeleisen 108, das durch Platten 110 auf dem Zapfen 112 gelagert ist, ist das Getriebegehäuse 113 angeflanscht. Die Eingangswelle 121 dieses Getriebes, dessen Ausgangswelle mit der Spindel 100 gekuppelt ist, wird von der Welle 119 des Wendemotors 114 über ein Riemengetriebe 118 bis 122 angetrieben. Das durch Befestigungsmittel 84, 86 an einem Gebäudeträger befestigte Traggestell hat zwei parallele Wände 88, die durch den waagerechten Gelenkzapfen 112 für die Winde und durch einen zweiten waagerechten Gelenkzapfen 90 für den Winkelhebel 92 verbunden sind. Die Windenmutter 98 hat gemäß F i g. 6 a außer ihrer die Spindel 100 aufnehmenden Gewindebohrung 99 zwei gleichachsige Querzapfen 97 mit Bohrungen 96, in die Schraubenbolzen 95 eingreifen, die durch Bohrungen 94 der parallelen Blechplatten 92 hindurchgehen und dort durch Schrauben 95 gesichert sind (vgl. F i g. 6). Zwischen diesen Blechplatten verläuft auch der Zapfen 126, der das federnde Aufhängeglied 127 bis 129 mit dem eingeschalteten Lastmeßglied 134 aufnimmt, dessen Wendeschalter durch elektrische Leitungen 136 mit dem Wendemotor 114 verbunden ist. Die Rohrleitung 132 hat eine Öse 130.
- Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 bis 4 ist der Winkelhebel rechtwinklig ausgebildet. Dementsprechend steht die Strecke 60-61 in F i g. 1 lotrecht auf der Strecke 54-61. Das bietet den Vorteil, daß nicht nur die im federnden Aufhängeglied wirksame Stützkraft, sondern auch die auf die Schraubspindel wirkende axiale Kraft konstant bleibt.
- Es bedeutet jedoch keinen wesentlichen Nachteil, wenn diese Kraft schwankt. Aus diesem Grunde kann der Winkel auch kleiner als 90', wie gemäß F i g. 5, oder größer sein. Bei der in den F i g. 8 und 9 gezeigten Ausführungsform stellt er einen stumpfen Winkel dar. Ferner unterscheidet sich diese Ausführungsform von den zuvor beschriebenen dadurch, daß der Antrieb und der angetriebene Teil 180 bis 188 der Schraubspindelwinde mit dem Winkelhebel 150 mittels waagerechter gleichachsiger Schwenkzapfen 176 verbunden ist, während die Schraubspindelmutter 192, die hinsichtlich ihrer Gestalt der in F i g. 6 a gezeigten Mutter entspricht, zwischen den Gestellwänden 146 schwenkbar gelagert ist.
- Die Rohrleitung 167 mit der angeschweißten öse 166 ist wie bei den anderen Ausführungsformen durch ein lotrechtes Aufhängeglied 158 bis 164 mittels Zapfens 152 an dem unteren Arm des Winkelhebels 150 gelenkig befestigt, der in Lagerbohrungen 147 der Wände 146 des Gestells 138, 140 mittels Zapfens 148 schwenkbar gelagert ist. Der im federnden Lastmeßglied 162 befindliche Wendeschalter ist durch Adern 168 eines biegsamen Kabels mit dem Wendemotor 170 verbunden, der an einem mit den Zapfen 176 versehenen Halter 172, 178 für das Getriebegehäuse 181 befestigt ist. Die Zapfen 196 der Spindelmutter, deren Innengewinde194 auf das Spindelgewinde 177 aufgeschraubt ist, sind zwischen den beiden Wänden 146 des Gestells durch Schraubenbolzen 198 gehalten. An ihrem Ende trägt die Schraubspindel 180 einen Anschlag 200. Die Zapfen 176 des Halters 172, 178 der Winde gehen durch Löcher 174 zweier paralleler, den Winkelhebel 150 bildenden Platten hindurch, die durch eine den Gelenkzapfen 148 umgebende Buchse 149 starr verbunden sind.
Claims (2)
- Patentanspräche: 1. Auffiängeeinrichtung, insbesondere für Wärmedehnungen unterworfene Rohrleitungen, deren Stützkraft bei Vertikalbewegungen der Last auf einen Festwert durch ein federndes Lastmeßglied geregelt wird, das einen Wendeschalter für den Antriebsmotor einer Schraubspindelwinde zum Verstellen der senkrechten Länge der Aufhängeeinrichtung steuert, gekennzeichnet d u r c h die Vereinigung der folgenden für sich oder in Teilkombinationen nicht beanspruchten Merkmale: a) die Windenschraubspindel (36 bzw. 102 bzw. 180) verläuft etwa waagerecht, b) die übertragung der Stützkraft von der Last auf die Schraubspindelwinde erfolgt über einen Winkelhebel (58 bzw. 92 bzw. 150), c) die Schraubspindelwinde und der ortsfeste Schwenkzapfen (61 bzw. 90 bzw. 148) des Winkelhebels liegen übereinander, d) das federnde Lastmeßglied (78 bzw. 134 bzw. 162) ist zwischen der Last und dem Winkelhebel angeordnet.
- 2. Aufhängeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksamen Hebelarme des Winkelhebels (58, 92) in an sich bekannter Weise einen rechten Winkel einschließen (F i g. 1 bis 4). 3. Aufhängeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb und der angetriebene Teil (22 bis 44; 100 bis 110) der Schraubspindelwinde an dem den Winkelhebel tragenden Gestell (10 bis 14; 80, 88) angeordnet sind (F i g. 1 bis 7). 4. Aufhängeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb und der angetriebene Teil (180 bis 188) der Schraubspindelwinde an dem Winkelhebel (150) angeordnet sind (F i g. 8 und 9). 5. Aufhängeeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (47) der Schraubspindelwinde an dem den Winkelhebel (58) tragenden Gestell (10 bis 14) geradlinig verschiebbar geführt ist und an einer am Winkelhebel (58) gelagerten Rolle (53) unter Druck anliegt (F i g. 1 bis 4). 6. Aufhängeeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (98) der Schraubspindelwinde am Winkelhebel (92) schwenkbar gelagert ist (F i g. 5 bis 7). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 863 734, 951685; österreichische Patentschriften Nr. 69 175, 185 179; USA.-Patentschriften Nr. 1816 164, 2 618 449; französische Patentschrift Nr. 1119 883.
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