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Anordnung zur Steuerung des Zündkreises elektrischer Entladungsgefäße
mit Hilfe einer Schaltdiode Zusatz zur Anmeldung: W 22627 VIII c/21 g -Auslegeschrift
1161645 Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Stenening des Zündkreises
elektrischer Ent-Wungsgefäße, bei der zur Lieferung des Zünds rome5 ein Speicher
elektrischer Energie dient und die Zündung durch einen im Zündkreis liegenden elek@xonischen
Schalter gesteuert wird.
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Be4apnt ist es zum Beispiel, die in einem Kondensatpr gespeicherte
Energie über ein Thyratron aitf die Zündstrecke einer elektrischen -EntladevorriC'htung,
z. B. eines Ignitrons, zu schalten.
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In der Vergangenheit sind Kapazitäts-Thyratron-Zündschaltungen für
die Erregung der elektrischen @ntladevorrichtungen, wie z. B. Ignitrongleichrichter,
benptzt worden.
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J Stromkreise dieser Art waren primär erwünscht, weil diese Art von
Schaltungen leicht zu berechnen sind, um vorauszusagende Schaltungseigenschaften
zu erreichen. Diese Schaltungen waren auch er-Vvünscht wegen des weiten Bereiches
der Phasensteuerung und der hohen Ansprechgeschwindigkeit, infolge der geringen
Zeitkonstante, welche ihr zu eigen ist. Schwierigkeiten, welche der Anwendung dieser
Schaltung entgegenstehen, sind die hohen anfänglichen Kosten, da jeweils pin. besonderer
Zündkreis für jeden Zünder erforderlich ist, und daß die L5ppensdauer der Thyratronröhren
begrenzt ist, was höhe tluterfaltungskosten ergibt.
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Fiese Schwierigkeiten waren zum großen Teil überwunden durch Zündschaltungen
mit nicht-, Prosseln, welche den Vorteil haben, daß sie zwei diametral gegenüberliegende
Zünder mit einer Schaltung zu zünden vermögen, so daß auf diese Weise di;e ersten
Kosten herabgesetzt werden, und den weiteren Vorteil, ein statisches Netzwerk mit
äüsgez9ichneten Lebensdauereigunschaften zu sein, weiche einer Transformatorausrüstung
eigen sind. Sp1Iwierigkeiten stehen jedoch der Anwendung dieser Schaltung entgegen
hinsichtlich ihres Entwurfes mit vöräuszusägenden Eigenschaften, hinsichtlich der
Beg@enzungep des verfügbaren Phasensteuerbereiches und gier höheren Zeitkonstanten,
verbunden mit einer resÜltierenden geringen Änderungsgeschwindigkeit in der Phasensteuerung.
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ES ist Ziel der vorliegenden Erfindung, eine ver-Pes5erte Zündschaltung
für elektrische EntladungsgeJäße zu schaffen.
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Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine verllesserte ,Zündschaltung
für elektrische Entladungsgdäße vorzusehen, welche die Nachteile der kurzen @epensdauer
beseitigt, während sie die Vorzüge eures weiten Phasensteuerbereiches und einer
hohen 4nsprechgeschwindigkeit beibehält. Die erfindungsgemäße Anordnung zur Steuerung
des Zündkreises elektrischer Entladungsgefäße, bei der zur Lieferung des Zündstromes
ein Speicher elektrischer Energie dient und die Zündung durch einen im Zündkreis
liegenden elektronischen Schalter gesteuert wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß
als elektronischer Schalter eine Schaltdiode nach Patentanmeldung W 22627 VIII c
/ 21 g (deutsche Auslegeschrift 1161645) vorgesehen ist, die in den Zündkreis so
eingeschaltet ist, daß, sobald ihre Sperrspannung überschritten ist, der Energiespeicher
sich über die Schaltdiode in Sperrichtung entlädt.
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Die F i g. 1 zeigt ein beispielsweises Schaltungsschema einer erfindungsgemäßen
Zündschaltung für elektrische Entladungsgefäße; F i g. 2 ist eine graphische Darstellung
der Kurvenform von an ausgewählten Punkten der Anordnung nach F i g. 1 vorhandenen
Spannungen; F i. g. 3 ist ebenfalls eine graphische Darstellung der Kurvenformen
von an ausgewählten Punkten in einer Schaltung nach F i g. 1 sich ergebenden Spannungen;
F
i g. 4 ist eine graphische Darstellung der Kennlinie einer Schaltdiode, wie sie
in dem Gerät nach F i g. 1 benutzt wird; F i g. 5 a ist eine schematische Darstellung
einer zweiten beispielsweisen Ausführung der Erfindung; F i g. 5 ist eine graphische
Darstellung der Kurvenformen von Spannungen, welche an ausgewählten Punkten eines
in F i g. 5 a veranschaulichten Gerätes auftreten; F i g. 6 ist eine schematische
Darstellung eines dritten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles; F i g. 7 ist
eine graphische Darstellung der Kurvenform von Spannungen, welche an ausgewählten
Punkten einer Schaltung nach F i g. 6 vorhanden sind; F i g. 8 ist eine schematische
Darstellung eines vierten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles; F i g. 8 a ist
eine schematische Darstellung einer wahlweise benutzbaren Anordnung für einen Teil
des in F i g. 8 veranschaulichten Gerätes; F i g. 8 b ist eine schematische Darstellung
einer anderen wahlweise in dem Gerät nach F i g. 8 benutzbaren Anordnung.
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In F i g. 1 ist eine Zündschaltung für ein elektrisches Entladungsgefäß
veranschaulicht. Allgemein umfaßt die in F i g. 1 veranschaulichte Anordnung einen
Ignitrongleichrichter 10, einen Energiespeicherungskreis 30, eine Schaltdiode 40
mit negativem Widerstandskennlinienteil nach dem Hauptpatent und einen Auslösekreis
80 für die erwähnte Schaltdiode 40.
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Das Aufkommen einer Schaltdiode, welche die Eigenschaft hat, daß sie
beim überschreiten eines bestimmten Sperrstromes bzw. einer bestimmten Sperrspannung
in Sperrichtung hochleitfähig wird und anschließend einen beträchtlichen Sperrstrom
bei niedriger Spannung führt, hat zu vielen neuen elektronischen Anwendungen geführt.
Das oben beschriebene Phänomen ist weder ein Zenerdurchbruch noch ein Lawinendurchbruch.
Die dieser Schaltdiode eigene einzigartige Durchbruchkennlinie kann unbeschränkt
wiederholt werden. Dieser Durchbruch ist als ein »hyperkonduktiver Durchbruch« bezeichnet
worden, und eine Diode, welche solche Eigenschaften hat, soll daher im folgenden
als halbleitende Schaltdiode oder als hyperkonduktive Diode bezeichnet werden.
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Eine solche Schaltdiode ist Gegenstand der Patentanmeldung W 22627
VIII c/21 g (deutsche Auslegeschrift 1161645). Hinsichtlich der näheren Erläuterung
der Konstruktion, der Eigenschaften und der Arbeitsweise einer solchen Schaltdiode
wird daher auf die Patentanmeldung W 22627 VIII c/21 g (deutsche Auslegeschrift
1161645) Bezug genommen.
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Solch eine Schaltdiode mit einer steuerbaren Durchbruchcharakteristik
in Sperrichtung enthält eine erste Zone, die aus Halbleitermaterial besteht, das
mit einer Verunreinigung dotiert ist, um einen ersten Typ von Halbleitfähigkeit,
d. h. entweder den n- oder den p-Typ, darzustellen. Auf dieser ersten Zone befindet
sich eine äußere Zone, die aus einem Halbleitermaterial besteht, welches mit der
entgegengesetzten Type der Halbleitfähigkeit dotiert ist. Diese äußere Zone kann
durch Legieren einer Pille, welche ein Dotierungsmaterial erhält, mit einer Platte
aus Halbleitermaterial, welche die erste Zone bildet, hergestellt werden. Zwischen
den beiden Zonen ist ein pn-Übergang vorhanden. Um die Einschaltung der Diode in
einen elektrischen Stromkreis zu erleichtern, kann eine Schicht aus Silber oder
einem anderen elektrisch gut leitenden Metall auf die obere Oberfläche der äußeren
Zone aufgeschmolzen, aufgelötet oder auflegiert sein. Ein Zuleitungskupferdraht
kann dann leicht an dieser Lage angelötet werden.
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Eine zweite äußere Zone von entgegengesetzter elektrischer Leitfähigkeit
ist auf der anderen Oberflächenseite der ersten Zone vorgesehen. Zwischen diesen
beiden Zonen befindet sich ein zweiter pn-Übergang.
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Anschließend an die letztgenannte äußere Zone ist eine Metallmasse
vorhanden, welche eine Ladungsträgerquelle ist, die eine entscheidende Rolle in
der Wirkungsweise der Diode spielt. Diese Metallmasse kann neutral sein, oder sie
kann dieselben Dotierungseigenschaften wie die zweite äußere Zone haben. Die Metallmasse
kann auf die zweite äußere Zone durch Löten, Legieren, Aufschmelzen oder in einer
ähnlichen Weise aufgebracht werden.
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Das Schaltzeichen für eine solche Schaltdiode ist in F i g. 1 mit
40 bezeichnet. Die Kennlinie in F i g. 4 zeigt, wie die Schaltdiode auf das
Anlegen verschiedener Spannungen anspricht. Wird der obere rechte Teil oder der
Vorwärtsquadrant betrachtet, so ergibt sich, wenn in Durchlaßrichtung eine Spannung
von der Größenordnung 1 Volt angelegt wurde, eine Stromstärke von etwa 3 Ampere.
Wenn die Spannung umgekehrt wurde, stieg sie in der Sperrichtung bis auf annähernd
55 Volt, wobei nur ein Strom von einem kleinen Bruchteil eines Ampere floß. Dann
wurde die Diode plötzlich hochleitfähig, und die Spannung fiel bis auf etwa 1 Volt
ab, wie es im linken unteren Quadranten gezeigt ist. Die Diode wird dabei ein Leiter
mit niedrigem ohmschem Widerstand, und die Stromstärke steigt rasch bis zu mehreren
Ampere an.
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Wie aus der Kennlinie im Sperrbereich ersichtlich, fällt die Spannung
nach dem Durchbruch auf einer nahezu geraden Linie bis auf etwa 1 Volt ab, und es
wird somit bei der Aufrechterhaltung des Hyperleitfähigkeitszustandes der Diode
nur sehr wenig Leistung verbraucht. Die Diode kann wieder in ihren Zustand hohen
Widerstandes zurückgeführt werden durch die Herabsetzung der Stromstärke unter einen
Minimalschwellenwert, während sich die Spannung unterhalb des Durchbruchwertes befindet.
Folglich kann die Kurve, wenn erwünscht, wiederholt durchlaufen werden durch eine
geeignete Steuerung der Größe des Sperrstromes und der Sperrspannung.
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Gemäß F i g. 1 umfaßt die Energiespeicherschaltung 30 einen Transformator
20, welcher eine Primärwicklung 21 hat, die über einen Gleichrichter 23 an eine
Kapazität 31 angeschlossen ist. Die Kapazität 31 ist an die Zünder-Kathode-Steuerstrecke
11-12 des Ignitrons 10 über die Reihenschaltung aus der Induktivität 32, einem Gleichrichter
33 und der Schaltdiode 40 angeschlossen.
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Der Auslösekreis 80 enthält einen Transformator 60, der eine
Sekundärwicklung 61 besitzt, welche an die Schaltdiode 40 über die Reihenschaltung
aus dem Gleichrichter 62, einer Ausgangswicklung 52 des magnetischen
Verstärkers 50 und einem Strombegrenzungswiderstand 63 angeschlossen ist. Der Magnetverstärker50
enthält einen sättigungsfähigen Kern51, auf welchem induktiv verkettet die Ausgangswicklung
52 und eine Steuerwicklung 53 angeordnet sind. Die
Steuerwicklung
53 ist über ein Potentiometer 70 an eine Gleichstromvorspannungsquelle,
die nicht gezeigt ist, angeschlossen, und die an die Klemmen 71 und 72 angeschlossen
wird.
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Die Arbeitsweise des in F i g. 1 veranschaulichten Gerätes ist die
folgende: Nach F i g. 2 lädt die Spannung Ei an der Primärwicklung 21 des Transformators
20 die Kapazität 31 über den Gleichrichter 23 auf. Wenn die Spannung E2 an der Kapazität
31 gleich der ladenden Spannung Ei ist, so hört der Ladestrom Il auf zu fließen,
und die Kapazität 31 ist voll aufgeladen. Die Zündschaltung ist so ausgelegt, daß
die Spannung E2 an der Kapazität 31 wesentlich geringer als die Durchbruchspannung
der Schaltdiode 40 ist. Die Kapazität 30 wird daher durch den Gleichrichter
23 und die Schaltdiode 40
gegen eine Entladung blockiert und behält ihre Ladung,
bis diese Zustände abgewandelt werden. In dem Auslösekreis 80 wird eine Spannungsquelle
E3, welche von der Sekundärwicklung 61 des Transformators 60 geliefert wird, an
die Schaltdiode 40 über den Gleichrichter 62, die Ausgangswicklung 52 des Magnetverstärkers
50 und die Strombegrenzungsimpedanz 63 angelegt. Die Steuerwicklung 53 des Magnetverstärkers
50 ist an eine Gleichstromvorspannungsquelle angelegt, welche an die Klemmen
71 und 72 angeschlossen werden soll und zugleich einer Anzahl von anderen Ignitronzündschaltungen,
welche jedoch nicht dargestellt sind, gemeinsam sein kann. In F i g. 3 ist zu sehen,
daß die Spannung ES anfänglich durch die Ausgangswicklung 52 des Magnetverstärkers
50 übernommen wird, wie es in F i g. 3 durch die Spannung E4 dargestellt ist, bis
der Magnetverstärker gesättigt wird. Der Zeitzyklus, in welchem die Sättigung auftritt,
kann durch die Gleichstromvormagnetisierung gesteuert werden und nach Wunsch entweder
durch Handbedienung oder elektrische Mittel verändert werden, wie sie z. B. in der
Magnetverstärkertechnik bekannt sind. Für die Zwecke der Veranschaulichung ist das
Potentiometer 70 benutzt.
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Wenn der Magnetverstärker 50 in die Sättigung kommt, so erscheint
die Spannungsquelle ES an der Impedanz 63 als Spannung E5 und an der Schaltdiode
40 als Spannung E6. Anfänglich ist der Widerstand der Schaltdiode 40 sehr
hoch, so daß der Spannungsabfall an der Diode den größten Teil dieser Spannung ausmacht.
Die Größe der Anfangsspannung E, ist derart, daß sie um einen genügenden Betrag
größer ist als die kritische Spannung der Schaltdiode 40, um auf diese Weise einen
Durchbruch der Schaltdiode 40 zu sichern. Wenn der Durchbruch der Diode 40 einmal
erfolgt ist, so ist der Widerstand der Schaltdiode sehr niedrig geworden, und der
Hauptanteil der Stromquellenspannung ES erscheint nunmehr an der Impedanz 63 als
die Spannung E5, und die Impedanz 63 begrenzt den Stromfluß.
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Bei dem nunmehr reduzierten Widerstand der Schaltdiode 40 kann sich
die Kapazität 31 über den Zünder 11 des Ignitrons 10 entladen und auf diese Weise
eine Zündung des Ignitrons 10 herbeiführen.
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Es kann eine Anzahl von verschiedenen Auslösemitteln benutzt werden,
um die Schaltdiode 40 zu steuern. Solche Vorrichtungen, wie Impulsgeneratoren
mit rechteckiger Kurvenform, Spitzentransformatoren oder Sinuskurventransformatoren,
können einen Impuls oder eine Auslösespannung an die Schaltdiode 40 liefern und
auf diese Weise einen Durchbruch der Diode herbeiführen. Es können entweder mechanische
oder elektrische Mittel vorgesehen werden, um die zeitabhängige Auslösung der Diode
in dem Arbeitszyklus zu verändern.
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In F i g. 5 a ist ein zweites Ausführungsbeispiel gezeigt, welches
eine Energiespeicherschaltung 130, eine Schaltdiode 140, eine Auslöseschaltung 180
und ein elektrisches Entladungsgefäß 150 enthält, welches hier als ein Ignitrongleichrichter
veranschaulicht ist.
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Die Energiespeicherschaltung 130 enthält einen Transformator
120, welcher eine Sekundärwicklung 122 hat, die in Reihe mit einem Gleichrichter
123 und einer Kapazität oder einem anderen Energiespeicher 131 geschaltet ist. Eine
Energiequelle, welche nicht dargestellt ist, soll an die Primärwicklung 121 des
Transformators 120 angeschlossen werden. Die Kapazität 131 ist an die Zünder-Kathoden-Strecke
151-l52 des Ignitrons 150 über eine Reaktanz 132 und die Emitter-Kollektor-Strecke
141-142 der Schaltdiode 140 angeschlossen.
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Der Auslösekreis 180 enthält einen Rechteckwellengenerator
160 und einen Transformator 170,
welcher eine Primärwicklung 171 und
Sekundärwicklungen 172 und 173 besitzt. Der Generator speist die Primärwicklung
171 des Transformators 170. Die Sekundärwicklung 172 ist an die Elektroden 141 und
142 der Schaltdiode 140 über den in Reihe geschalteten Gleichrichter 174
und eine Strombegrenzungsimpedanz 181 angeschlossen. Die zweite Sekundärwicklung
173 des Transformators 170 kann in ähnlicher Weise angeschlossen werden,
um einen Zündstromkreis für ein anderes Ignitron auszulösen.
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In F i g. 5 ist die Ausgangsspannung E7 an dem Rechteckwellengenerator
160 veranschaulicht, wie sie an der Primärwicklung 171 des Transformators 170 erscheint.
Wegen der Gleichrichterwirkung der Gleichrichter 174 und 175 erscheinen die Spannungen
E$ und E9 an den Sekundärwicklungen 172 und 173, , wie in F i g. 5
veranschaulicht. Die Energiespeicherschaltung 130 arbeitet in einer ähnlichen Weise
wie die Energiespeicherschaltung, die in F i g. 1 veranschaulicht ist, und lädt
die Kapazität 131 bis auf die erwünschte Höhe auf. In dem in F i g. 5 a veranschaulichten
Gerät wird durch die Ausgangsspannung ES der Sekundärwicklung 172 bei aufeinanderfolgenden
Wechselspannungshalbwellen die Schaltdiode 140 bis in ihren Zustand hoher Leitfähigkeit
und Sperrichtung gesteuert. Wenn der Durchbruch der Schaltdiode auftritt, entlädt
sich die Kapazität 131 über die Drossel 132 und die Schaltdiode 140 zum Zünder
151 des Ignitrons 150 und führt auf diese Weise eine Zündung des Ignitrons
150 herbei.
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Die Sekundärwicklung 173 des Transformators 180 kann so angeschlossen
werden, daß sie eine andere Schaltdiode in dem Zündstromkreis einer anderen Entladeröhre
auslöst, wobei eine solche Auslösung jedoch in einer diametral entgegengesetzten
Phase vor sich geht.
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In F i g. 6 ist ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht,
welches allgemein betrachtet eine Energiespeicherschaltung 230, eine Schaltdiode
240, ein Paar von Ignitrons 250 und 260
sowie eine Auslöseschaltung
280 enthält.
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Eine Sekundärwicklung 222 des Transformators 220 ist
an eine Kapazität 231 über eine Drossel 232
angeschlossen. Eine Energiequelle,
welche nicht gezeigt
ist, soll an der Primärwicklung 221 des Transformators
220 liegen. Die Kapazität 231 ist in Reihe mit der linearen Drossel 233, einem Gleichrichter
236,' einem Zünder 251- und einer Kathode 252 des Ignitrons 250, der Schaltdiode
240 und einem Gleichrichter 238 geschaltet. Die Kapazität 231 ist außerdem mit einem
Gleichrichter 239, einem Zünder 261 und einer Kathode 262 des zweiten Ignitrons
260,
der Schaltdiode 240, dem und der Drossel 233 in Reihe geschaltet.
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Der Auslösekreis 280 enthält einen Vollwellengleichrichter 270 mit
Mittelanzapfüng, dessen Ausgang über eine Ausgangswicklung 293 eines Magnetverstärkers
290 und eine Strombegrenzungsimppdanz 295 an die Schaltdiode 240 angeschlossen ist.
-Der magnetische Verstärker 290 enthält einen sättigungsfähigen Kern 291, auf welchem
induktiv angekoppelt eine Steuerwicklung 292 und die Ausgangswicklung 293 angeordnet
sind. Eine Vorspännungsguelle, welche nicht besonders gezeigt ist, ist an die -Steuerwicklung
292 angeschlossen.
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Beim Betrieb lädt die Speisespannung, welche an die Primärwicklung
221 angeschlossen ist, die Kapazität 231 über den Transformator _220 und
die Drossel 232 auf. Die Ladespannung .der -Kapazität 231 liegt kontinuierlich an
der linearen Drossel 233, welche einen Eisenkern oder Luftkern haben =kann, dem
Gleichrichter 236, dem Zünder 251 und der Kathode 252 des Ignitrons 250, der Schaltdiode
240 und dem Gleichrichter 238. Der Wert der Spannung an der Kapazität 231 überschreitet
nicht denjenigen der kritischen Durchbruchspannung der Schaltdiode 240. Der
Auslösekreis arbeitet in derselben Weise wie der in F i g. 1 veranschaulichte Auslösekreis,
um eine Durchbruchspannung an die Schaltdiode 240
anzulegen.
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In F i g. 7 sind die entsprechenden -Kurvenformen veranschaulicht.
Die Spannung El. ist die Ausgangsspannung des in Mittelpunktschaltung arbeitenden
Vollwellengleichrichters 270. Die Spannung Eil ist der Spannungsabfall an
der Ausgangswicklung 293 des Magnetverstärkers 290, welcher durch die Größe
der Vorspannung verändert werden kann, welche an die Steuerwicklung 292 angelegt
wird. Die -Spannung Eia ist die Spannung, welche erforderlich ist, um den Durchbruch
der Schaltdiode 240 herbeizuführen, während die Spannung El. den Spannungsabfall
an der Strombegrenzungsimpedanz 295 während und nach dem Zusammenbruch der Schaltdiode
240 darstellt. Wenn Vollwellengleichspannung-für die Auslösung benutzt wird,
führt der Magnetverstärker 290 die Spannung an der Schaltdiode 240 auf Null zurück
und-läßt auf diese Weise zu, däß _die-Schaltdiode 240 zurückverstellt wird.
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Der Auslösekreis 280 löst die Schaltdiode 240 zur erwünschten Zeit
während der Periode aus und verursacht, daß durch den spontanen Abfall des Widerstandes
der Schaltdiode 240 die Kapazität 231 sich über die Drossel 233, den Gleichrichter
236, den Zünder 251, die Kathode 252, die Schaltdiode 240 i und den Teichrichter
238 entladen kann. -In - der nachfolgenden Halbwelle ergibt sich in ähnlicher Weise
ein Entladungsweg über den -Gleichrichter 239, den Zünder 261 und die Kathode 262
des Ignitrons 260, die Schaltdiode 240, den Gleichrichter 237 und die Drossel 233.
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In F i g. 8 ist ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Es enthält, allgemein betrachtet, einen Energiespeicherungskxeis 339, Schaltdioden
340 und 342, einen Auslösekxeis ä80 und Ignitrons 360 und 370. Der F-nergiespeicherungskreis
330 ist identisch mit dem in F i g. 6 veranschaulichten und arbeitet auch in derselben
Weise. Die Kapazität 331 .des Energiespeicherungskreises 330 ist mit einer Drossel
333, :eäner Anschlußklemme 382, einer Parallelschaltung aus einer Schaltdiode 340
-und einem Gleichrichter 341, einer Parallelschalturig aus der Schaltdiode 342 und
einem Gleichrichter 343, deiner Klemme 383 und einer Primärwicklung 351 eines Transformators
35Q in A,eilie geschaltet. Eine Auslöseschaltungsanordnung 3$0 ist an die Klemmen
382 und 383 über -die .Strombegrenzungsimpedanz 3,81 angeschlossen.
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Der Transformator 350 hat eine Sekundärwicklung 352, welche in Reihe
mit einem Gleichrichter 354, dem Zünder 361 und der Kathode 362 des
Ignitrons 360 geschaltet ist. Die andere Sekundärwicklung 353 des Transformators
350 -ist mit einem Gleichrichter 355 und der Zünder-Kathode-Strecke 371-372 des
-Ignitrons 370 -in Reihe geschaltet.
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Der Auslösekreis 380 kann nach einer der verschiedenen im -vorstehenden
beschriebenen Methoden arbeiten, um den Durchbruch der Schaltdioden 340 und 342
in Sperrichtung herbeizuführen. Die Spannung _an der Kapazität 331 hat in
der einen Halbwelle einen Entladungsweg über die Drossel 333, die Schaltdiode 340
in Rückwärtsrichtung, -den Gleichrichter 343 und die Primärwicklung 351 des Transformators
350. -In der nächsten Halbwelle wird sich die Kapazität 331 über die Primärwicklung
351 des Transformators 350, die Schaltdiode 342 in Sperrichtung, den Gleichrichter
341 und die Drossel 333 entladen. Die Zeitdauer in jeder Halbwelle, während
welcher die Schaltdioden 340 und 342 in ihrer -Sperrichtung -leitend sind, ist natürlich
abhängig von dem Zeitpunkt, zu .welchem der Auslösekreis 380 den Durchbruch -der
jeweiligen Schaltdiode herbeiführt. In jeder Halbwelle wird die Entladung über die
Primärwicklung 351 eine Spannung in der Sekundärwicklung 352 induzieren, welche
einen Stromfluß über den Gleichrichter 354 zum Zünder 361 herbeiführt und das Ignitron
360 zündet. Während dieser Halbperiode wird der Gleichrichter 355 eine -Zündung
des Ignitrons 370 sperren. In der nächsten Halbwelle wird die Entladung über die
Primärwicklung 351 eine Spannung entgegengesetzter Polarität -in der Sekundärwicklung
353 induzieren und auf diese Weise einen Stromfiuß über den Gleichrichter 355 zum
Zünder 371 hervorrufen, so daß das Ignitron 370 zündet. Während dieser Halbwelle
wird der -Gleichrichter 354 die Zündung des Ignitrons 360 sperren.
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` Die Anwendung .der üblichen Gleichrichter 341 und 343 wird -nur
abhängig von den Größen notwendig sein, welche der Vorwärtsspannungsabfall :in Flußrichtung
-der Schaltdioden 340 und 342 mit sich bringt. Das bedeutet, wenn
dieser Vorwärtsspannungsabfall der Schaltdioden 340 und 342. sehr klein ist, --können
die -Schaltdioden 340 und 342 auch direkt in Gegenschaltung zueinander angeordnet
werden, wie es in F i g. -8 a veranschaulicht ist, was auch einen zufriedenstellenden
Betrieb zuläßt. Wenn .der Vorwärtsspannungsabfall der Schaltdioden 342 und 343 sehr
hoch ist, so kann auch die -in F i g. 8 b veranschaulichte antiparallele Anordnung
angewendet werden.
Wenn in den beschriebenen und veranschaulichten
Ausführungsbeispielen die Spannungs- und Stromeigenschaften der benutzten Ignitrons
nicht zu vereinbaren sind mit den Nennwerten, welche für die Schaltdioden erreicht
werden können, so können Zünderkopplungstransformatoren, wie in F i g. 8 gezeigt,
angewendet werden. Solche Zünderkopplungstransformatoren können auch bei jeder der
anderen Schaltungen, wie sie in den F i g. 1, 5 a und 6 veranschaulicht sind, benutzt
werden, um die notwendige Strom- oder erforderliche Spannungstransformation zu sichern.
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Die Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele der Erfindung
hat die angeführten Vorteile erkennen lassen, welche durch die Erfindung erreicht
werden können. Zusätzlich wird in den F i g. 6 und 8 darauf hingewiesen, daß bei
den Schaltdioden eine lineare Drossel 333 an Stelle der kostspieligeren Phasenschieberdrosseln
oder des Drosselnetzwerkes zur Steuerung der Phasenverschiebung benutzt werden kann,
was eine bedeutende Herabsetzung der Zeitkonstante des Zündkreises ergibt.