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DE1203923B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hohler Glaskoerper - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hohler Glaskoerper

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Publication number
DE1203923B
DE1203923B DEO7642A DEO0007642A DE1203923B DE 1203923 B DE1203923 B DE 1203923B DE O7642 A DEO7642 A DE O7642A DE O0007642 A DEO0007642 A DE O0007642A DE 1203923 B DE1203923 B DE 1203923B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
batch
glass
ram
shape
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO7642A
Other languages
English (en)
Inventor
James Craig Coleman
Ray Winfield Mayhew
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OI Glass Inc
Original Assignee
Owens Illinois Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Owens Illinois Inc filed Critical Owens Illinois Inc
Publication of DE1203923B publication Critical patent/DE1203923B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/04Other methods of shaping glass by centrifuging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hohler Glaskörper Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung hohler Glaskörper, wie beispielsweise Kathodenstrahlröhrenhüllen, aus einer Charge geschmolzenen Glases, das in einer drehbaren Form durch Preßstempel verformt und in der Form geschleudert wird.
  • Es sind Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Kathodenstrahlröhrenhüllen bekannt, bei denen die Form und der Preßstempel mit unterschiedlichen Drehzahlen während des Schleudern umlaufen können, was natürlich voraussetzt, daß die Innenform des Gegenstandes im Querschnitt rund sein muß.
  • Die Erfindung ist nicht auf derartige Glaskörper mit rundem Querschnitt gerichtet, sondern auf solche, die im wesentlichen sich pyramidenstumpfförmig erweiternde Wände aufweisen.
  • Der vorzugsweise mit der Erfindung zu erzeugende Gegenstand ist eine sehr weitwinklige, im Querschnitt rechteckige Kathodenstrahlröhre mit geringer Tiefe, so daß der Ablenkungswinkel des Elektronenstrahles sehr groß ist, wobei kritische Raumverhältnisse im Inneren der kleinen Scheitelzone der Röhre auftreten, wo der zylindrische Halstubus sich an den weitwinkligen Teil anschließt. Obwohl die äußere Fläche der Scheitelzone zwischen dem Halstubus und der auseinanderstrebenden Wandung der Röhre im Querschnitt kreisförmig ist, muß die innere Fläche, wie dies noch ersichtlich werden wird, eine nicht kreisförmige Querschnittsform mit Ausnehmungen aufweisen. Es ist nicht nur erforderlich, daß die Innenform der Röhre und die Dicke der Röhrenwandungen in dieser Scheitelzone genau geformt sein müssen, sondern es muß auch die Ausrichtung dieser Ausnehmungen im Scheitel der Röhre mit den rechtwinkligen Ecken der Röhre außerordentlich genau sein. Die Herstellungstoleranzen in dieser Jochzone müssen in sehr engen Grenzen gehalten werden, um eine genügende Freiheit für den Elektronenstrahl zu schaffen, der in ein weitwinkliges Muster vom Inneren des zylindrischen Halstubus abgelenkt werden muß.
  • Es ist zur Herstellung derartiger hohler Glaskörper mit nicht kreisförmigem Querschnitt auch bekannt, einen an dem geschmolzenen Glas angreifenden Preßstempel zu verwenden, der sich mit der Form synchron dreht, wobei sich jedoch herausgestellt hat, daß bei der Herstellung von Kathodenstrahlröhren die mit diesen bekannten Vorrichtungen erzielbare Genauigkeit unzureichend ist, was auf den erforderlichen Antrieb für die Form und den Preßstempel zurückzuführen ist. Beim Herstellen von Kathodenstrahlröhren muß die Beschleunigung der Schleudergußform, nachdem das geschmolzene Glas und der Preßstempel an der geschmolzenen Glascharge anliegend in die Form eingebracht sind, sehr groß sein, damit das Glas an den Seiten der Form hochfließt und nicht vorzeitig fest wird. Die bei der hohen Beschleunigung auftretenden sehr großen Trägheitskräfte bewirken während der Beschleunigungsperiode unvermeidlich eine geringe Relativbewegung zwischen dem Preßstempel und der Form, es sei denn, es werden sehr komplizierte Vorkehrungen getroffen, um die Geschwindigkeiten des Preßstempels und der Form ständig genau zu synchronisieren. Das bei Zahnradgetrieben normalerweise auftretende Zahnspiel verursacht eine geringe Relativbewegung zwischen dem Preßstempel und der Form, wenn letztere beschleunigt wird. Diese geringfügige Relativbewegung genügt bereits, daß unannehmbare Abweichungen von den engen Herstellungstoleranzen in der kritischen Scheitelzone der weitwinkligen Kathodenstrahlröhre auftreten.
  • Einige der Herstellerfirmen von Kathodenstrahlröhren haben es nicht gescheut, sehr teuere und in der Konstruktion komplizierte Schleudergußformen zu schaffen, bei denen die unabhängigen Antriebsvorrichtungen für den Preßstempel und die Schleudergußform genau synchronisiert sind. Es wurde jedoch festgestellt, daß mit einer Ausrüstung, die wesentlich einfacher im Aufbau ist, viel befriedigendere Resultate erzielbar sind.
  • Dies wird mit dem Verfahren gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß bei Stillstand der Form der Scheitelabschnitt des Glaskörpers durch Einführen des Preßstempels in die geschmolzene Glascharge in die endgültige Gestalt gepreßt wird und der so gepreßte Scheitelabschnitt so weit abgekühlt wird, daß eine Verformung dieses Teiles während des nachfolgenden Schleuderns vermieden wird, worauf der Stempel aus der Form zurückgezogen und der noch nicht verfestigte Chargenteil durch Schleudern geformt wird.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung zeichnet sich durch einen Preßkolben aus, der eine nicht zylindrische Kühlfläche aufweist und der bei Stillstand der Form mit dem geschmolzenen Glas in Berührung gebracht und nach Verformung und Kühlung des Scheitelabschnittes des Glaskörpers vor dem Schleudern der noch nicht verfestigten Glascharge aus der Form entfernt werden kann.
  • In zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß eine an der Außenseite der Form angreifende Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, die in der Verriegelungsstellung die Form gegenüber dem Preßstempel ausrichtet und daß die Verriegelungsvorrichtung gleichzeitig mit der Entfernung des Preßstempels aus der Form entriegelbar ist.
  • Gemäß der Erfindung wird der Preßstempel nur dazu benutzt, den Scheitelabschnitt fertig zu formen und ihn dann vor dem Schleudern der Form mit dem verbleibenden, nicht erstarrten Teil der Glascharge aus der Form herauszuziehen. Da nur die Scheitelzone der wettwinkligen Kathodenstrahlröhre mit derart hohen Herstellungstoleranzen gefertigt werden muß, ist es gelungen, durch Preßformen der endgültigen Form und Abschrecken dieser Zone und darauffolgendes Zurückziehen des Stempels vor dem Schleudern des verbleibenden weniger kritischen Abschnittes der Röhre diese wesentlich billiger herzustellen, wobei der Ausschuß erheblich reduziert wird.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt. F i g. 1 ist eine Draufsicht auf einen im wesentlichen rechtwinkligen Trichterkörper einer Kathodenstrahlröhrenhülle mit nicht kreisförmigen Innenflächen an ihrem kleinen Ende, die gemäß der Erfindung geformt sind; F i g. 2 ist ein Teilschnitt durch eine umlaufende Form und eines mit ihr zusammenwirkenden Preßformgerätes zur Bildung eines Trichterkörpers, wobei die Form in ihrer Anordnung zu Beginn der Beschickung gezeigt ist; F i g. 3 ist ein senkrechter Teilschnitt und zeigt das Preßformgerät in seiner Zusammenwirkung mit der umlaufenden Form in stillstehender Lage während des Preßvorganges; F i g. 3 A ist eine Ansicht ähnlich der F i g. 3 und zeigt das Preßgerät teilweise aus seiner Formstellung zurückgezogen; F i g. 4 ist eine Ansicht ähnlich der F i g. 3 und zeigt die Form und den geformten Gegenstand nach dem Umlauf mit völlig zurückgezogenem Preßgerät; F i g. 5 ist eine schaubildliche Darstellung einer Kathodenstrahlröhre, welche im Bereich des kleinen Endes eine nicht kreisförmige Form besitzt; F i g. 6 ist eine Seitenansicht einer solchen Röhre; F i g. 7 ist ein waagerechter Schnitt des Jochabschnittes der Röhre nach der Linie 7-7 der F i g. 6; F i g. 8 ist eine Ansicht ähnlich der F i g. 7 und zeigt eine Abwandlung des Jochbereiches der Röhre.
  • Wie es in der F i g. 2 gezeigt ist, ist eine mit einem Hohlkörper 11 und einem kurzen rohrförmigen Stößel oder einer Verlängerung 12 versehene Form 10 auf einer senkrechten drehbaren Welle 13 zum Umlauf mit derselben um ihre senkrechte Achse angeordnet. Die Welle 13 ist in Lagern gelagert und mit einer auf ihr angeordneten Riemenscheibe 14 versehen, die von einem Motor 15 und einem endlosen Riemen 16 oder einer anderen Kraftquelle angetrieben werden kann.
  • Das untere Ende der Form ist durch ein Ausstoßventil 18, welches zur Ausübung einer Tätigkeit in senkrechter Richtung innerhalb der Verlängerung 12 angeordnet ist, geschlossen.
  • Im Bereiche der Form 10 ist zur Bewegung in den Formhohlraum hinein und aus ihm heraus ein Preßwerkzeug 20 angeordnet. Das Werkzeug 20 ist auf einer starren Welle 21 angeordnet, die in einem Schwingarm 22 gelagert ist. Der Schwingarm 22 ist so angeordnet, daß er sowohl eine Seitwärtsbewegung in waagerechter Richtung als auch eine Hin-und Herbewegung in senkrechter Richtung in den Formhohlraum hinein und aus ihm heraus ausüben kann, um das Werkzeug 20 in eine Preßstellung hinein und aus ihr herauszubewegen. Der Arm 22 wird durch ein Gelenk an einer hin- und hergehenden Kolbenstange 23 betätigt, die entweder mechanisch oder pneumatisch beeinflußt werden kann. Die Abwärtsbewegung des Armes 22 kann durch einen nicht gezeigten einstellbaren Anschlag, welcher auf einer Zapfenwelle aufgeschraubt sein kann, begrenzt werden. Der Kolben 25 wird innerhalb des Zylinders 24 hin- und herbewegt, so daß er durch das in den Zylinder 24 eingeführte pneumatische Strömungsmittel seine vorgeschriebenen oberen und unteren Lagen einnimmt, wobei pneumatische Strömungsmittel durch Einlaß- und Auslaßleitungen 26 und 27 ein- und abgeführt und die Kolbenstange 23 dadurch senkrecht bewegt wird.
  • Die seitliche Verschiebung des Armes 22 von der Form 10 fort gestattet die Einführung einer Charge geschmolzenen Glases in die Form. Wie es in der F i g. 2 gezeigt ist, ist eine Charge 40 geschmolzenen Glases in die Form 10 eingelegt worden, wobei das Preßwerkzeug 20 in gebrochenen Linien in ausgezogener Stellung unmittelbar darüber zur Einleitung des Preßvorganges dargestellt ist.
  • Das Preßwerkzeug 20 weist einen kurzen zylindrischen Abschnitt 20a auf, der aus einem Stück mit einem allgemein kegelstumpfförmigen Abschnitt 20b gebildet ist und in diesen übergeht, wobei der Abschnitt 20 b im allgemeinen die Form des Trichterscheitels hat. Die kegelstumpfförmige Oberfläche 20 b weist eine Reihe radial vorspringender Erhöhungen oder Ansätze 20c auf, die die mittleren oberen Flächen der Glascharge während des Pressens mit nach oben gewendetem auf dem Umfang verteiltem rechteckigem Muster radialer Nuten oder Ausnehmungen formen. Das Werkzeug 20 hat im wesentlichen eine genaue zylindrische Oberfläche 20d oberhalb der kegelstumpfförmigen Oberfläche 20b, die eine Verteilerfunktion auf einen oberen Teil der Glascharge ausübt. Das Werkzeug 20 wird für den Preßvorgang in Verbindung mit der Form beständig in einer bestimmten Lage auf der Welle 21 gehalten. Das große offene Ende des Formkörpers 11 hat allgemein rechtwinklige Form mit einem vorstehenden Rand 11 a, der von einem zylindrischen Ring 17 umgeben ist. Der vorstehende Rand 11a des Formkörpers und der Haltering 17 dienen zum Zurückhalten des oberen Abschnittes des Glases während des Schleuderns zur Bildung eines zusammenhängenden Abfallrandes und zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Abgabe der Charge aus der Form während des Schleuderns.
  • Der obere Teil der Formverlängerung 12 ist mit einer im Außenbereich gebildeten Ausnehmung 12 a versehen, um die Zusammenwirkung mit einer Feststellvorrichtung 30 zu ermöglichen, um die Form in eine genau ausgerichtete Preßstellung mit dem Preßwerkzeug 20 zu biegen. Die Feststellvorrichtung 30 besteht aus einem Luftmotor 31 mit einem Führungsansatz 32, der zur genauen axialen Ausrichtung zwischen Form und Preßwerkzeug in die Ausnehmung 11 b hinein vorsteht. Damit ist eine zwangläufige Winkelausrichtung zwischen der Form 10 und dem Preßwerkzeug 20 erreicht. Wo das große offene Ende der Form 11 eine rechteckige Form symmetrisch zu ihrer senkrechten Achse aufweist, kann der untere Bereich der Form zwei Ausnehmungen 12a haben, die einander gegenüberliegend angeordnet sind, um die Form in die eine oder andere von zwei Stellungen zu führen.
  • Gemäß dem Verfahren wird eine Charge 40 geschmolzenen Glases in eine hohle Form 10 eingelegt, während die Form stillsteht oder mit sehr geringer Drehzahl (F i g. 2) umläuft. Um der Charge ein ruhiges Absetzen in dem Scheitel der Form zu gestatten und die Form 10 und das Preßwerkzeug 20 richtig miteinander auszurichten, ist eine kurze Zeitspanne vorgesehen. Wahlweise kann die Form vor der Beschickung und vor der richtigen senkrechten Ausrichtung des Preßwerkzeuges in ihre richtige Lage geführt werden.
  • Die vorgeschriebene Ausrichtung besteht darin, daß die beiden Diagonalen an dem großen rechtwinkligen Ende der Form koradial mit den radial verlaufenden Vorsprüngen 20c auf der kegelstumpfförmigen Oberfläche des Preßwerkzeugs sind. Wenn sich die Form und das Preßwerkzeug sowohl axial als auch mit Bezug auf den Winkel in der richtigen Ausrichtung befinden, dann wird das Werkzeug durch den Kolben 25 in dem Zylinder 24 nach unten bewegt, um durch Formpressen, wie es in der F i g. 3 gezeigt, einen örtlich begrenzten mittleren Bereich der Glascharge 40 in eine nicht kreisförmige Form zu verformen. Der zylindrische Abschnitt 20a des Preßwerkzeuges dringt in den unteren Bereich des Scheitels sowie in den zylindrischen Abschnitt des Formkörpers 11 und in die senkrecht mit ihm ausgerichtete Formverlängerung 12 ein. Die Formoberflächen können in diesem Bereich entweder einen zylindrischen oder rechteckigen waagerechten Querschnitt aufweisen, die in den Zeichnungen wie die vorhergehenden angedeutet sind. Das Preßwerkzeug 20 weist eine genau geformte obere Zone 20d auf, die als im wesentlichen genau zylindrisch dargestellt ist, um den ungepreßten oberen Teil 40a der Glascharge, welcher für eine kurze Zeit zum anschließenden Schleudern flüssig und bearbeitbar bleibt, genau zu verteilen.
  • Unmittelbar im Anschluß an die Bildung des mittleren örtlich begrenzten Abschnittes 40b der Glascharge in dem Scheitelbereich der Form wird das Preßwerkzeug 20 im wesentlichen aus der Berührung mit dem Glas zurückgezogen, und zwar durch die Betätigung des Luftmotors und die Aufwärtsbewegung der Kolbenstange 23. Der Glasabschnitt 40 b, welcher dünn gepreßt worden ist, wird durch die kombinierte Wirkung des Werkzeugs und der Form gekühlt oder abgeschreckt, um eine anfängliche Setzbedingung zu schaffen, während der verbleibende obere Teil 40 a der Charge, welcher die größere Masse darstellt, noch eine geringere Viskosität hat. Nach einem teilweisen Zurückziehen des Werkzeuges 20, wie es in der F i g. 3 A gezeigt ist, wird der Feststellansatz 32 aus seiner Berührung mit der Formausnehmung 12a zurückgezogen, und die Form wird sofort schnell um ihre senkrechte Achse gedreht, um durch die Wirkung der Zentrifugalkraft das verbleibende Glas 40 a über die Seiten der Form zu verteilen. Die Form wird während einer ausreichenden Zeitspanne mit ausreichender Winkelgeschwindigkeit gedreht, um das verbleibende Glas über die nach außen geweiteten Seitenwände der Form zu verteilen und zu formen. Je nach der Eigenart des entsprechenden heiß erweichten zu verformenden Materials kann das Zurückziehen des Werkzeuges 20 nach oben nach dem Pressen auch so gesteuert werden, daß ein Teil der oberen Glascharge 40a mit der oberen zylindrischen Oberfläche 20d des Werkzeuges 20 während der Beschleunigungszeit der Form wenigstens teilweise in Berührung bleibt, um die Charge daran zu hindern, sich nach innen in dem gepreßten Bereich zu setzen. Die Werkzeugoberfläche 20d kann auch solche Außenlinien aufweisen, daß sie eine nicht zylindrische Form zur Verteilung der oberen Charge, die in eine rechteckige Form geformt werden soll, bilden und die Charge nur durch Zentrifugalkräfte verteilt.
  • Nach dem Formen der vollkommen nach außen geweiteten Seitenwände 40 c des Gegenstandes durch Schleudern wird die Umlaufgeschwindigkeit der Form vermindert, die Form angehalten und der geformte Gegenstand gekühlt und in der endgültigen Form gehärtet. Wie es in der F i g. 4 gezeigt ist, ist das Glas über die vollkommene Seitenwandoberfläche des Formkörpers 11 und über seinen vorstehenden Rand 1l a hinweg nach oben bewegt worden, wobei das darüber befindliche Glas einen zusammenhängenden Abfallrand des fertigen Gegenstandes aufweist, der im Anschluß daran entfernt werden kann. Während des Schleuderns bleibt der durch Preßformen hergestellte nicht kreisförmige Scheitelbereich des geformten Gegenstandes unberührt, da er durch die Verdünnungswirkung der Form und des Werkzeugs in sölchem Maße abgekühlt ist, daß die Zentrifugalkraft die nicht kreisförmige Ausbildung des Glases in diesem Bereich beim Schleudern nicht nachteilig berührt. Durch dieses vorherige Pressen des Jochbereiches des Röhrentrichters in eine nicht kreisförmige Form wird die erforderliche Steuerung des Lichtstrahlspaltes in dem fertigen Gegenstand erreicht.
  • Das aus dem Preßvorgang stammende überflüssige Glas wird entweder in die Formverlängerung 12 nach unten gedrückt, um den rohrförmigen oder knopfförmigen (»nubbin«) Abschnitt des Gegenstandes zu bilden, oder wird von der kegelstumpfförmigen Oberfläche des Werkzeuges nach oben gedrückt. Der untere kurze rohrförmige Abschnitt des Gegenstandes kann im Anschluß daran von ihm entfernt und eine größere Länge eines rohrförmigen Halses in nachfolgenden Arbeitsgängen daran befestigt werden. Wie es in den F i g. 1 und 5 gezeigt ist, hat der frisch gebildete rechteckige Trichterkörper 40' eine rechteckige Musterung radialer Nuten 40 b, die in derselben Richtung gebildet sind wie die Diagonalen seines großen rechteckigen offenen Endes.
  • Im Anschluß an die Bildung des Trichters 40' kann dessen großes offenes Ende innen eingeschnitten werden, während der Gegenstand noch in der Form gehalten wird und die Form sich langsam dreht. Nach diesem Einschneidvorgang wird das im Boden der Form befindliche Auswerfventil18 nach oben bewegt, um den geformten Gegenstand von den Seitenwänden der Form zu entfernen. Der Trichter wird dann in einer bequemen Lage gehalten, um aus der Form entfernt zu werden. Nach der Entfernung des Trichters aus der Form kann der Abfallrandteil 40d des Trichters, der oberhalb des vorstehenden Randes 11a gebildet ist, in jeder beliebigen Weise, wie beispielsweise durch ringförmiges Abbrechen, durch unterschiedliche Kühlung des Glases oberhalb und unterhalb der Markierungslinie entfernt werden.
  • In der F i g. 5 ist eine vollkommene sogenannte rechteckige Röhre gezeigt, wobei der Körperteil aus einem Trichter 40' besteht, der gemäß dem vorhergehenden Verfahren geformt wurde. Das große offene Ende des Trichters weist eine rechteckige Vorderplatte 41 auf, die an seinem rechteckigen, großen, offenen Ende eingeschmolzen ist, sowie einen rohrförmigen Halsteil 42, der an seinem kleineren Ende eingeschmolzen ist. Die F i g. 6 zeigt eine vollkommene Röhre mit großem Winkel, bei welcher der Trichter 40' nach dem obigen Verfahren hergestellt ist. Der Scheitelbereich des Trichterkörpers im Bereiche des rohrförmigen Halsteiles 42 hat einen Querschnitt, der an seinen Außenoberflächen zylindrisch ist und auf seinen Innenoberflächen ein rechteckiges Muster radialer Ausnehmungen 40 b aufweist, wie es in der F i g. 7 gezeigt ist. Diese Form des Jochbereiches gestattet eine Ablenkung des Elektronenstrahls in einem im wesentlichen rechtwinkligen Abtastmuster zur Bombardierung des rechtwinkligen Röhrenschirmes. Somit ist der abgelenkte Strahl bei der Abtastung in einem rechtwinkligen Muster mit dem richtigen Spalt versehen, um eine Verminderung der Gesamtlänge des Kolbens zu ermöglichen. Auch kann das umgebende Ablenkjoch näher an den Ablenkungspunkt des Strahles herangerückt werden. Es kann ein bekanntes elektrisches Jochelement mit einer kreisförmigen Öffnung verwendet werden, um diesen Bereich der Hülle zu umgeben, damit die Kraft der Strahlablenkung besser ausgenutzt wird. Das Verhältnis zwischen Tiefe und Breite der Ausnehmungen 40 b ist in keiner Weise kritisch, soweit die Röhrenstärke betroffen ist und solange die Glasstärke genügend groß gehalten wird, um bei richtiger Steuerung der Strahlablenkung eine übermäßige Beanspruchung auf einen elektrischen Durchbruch zu vermeiden.' Eine abgewandelte Form des Jochbereiches nach der F i g. 8 kann dadurch gebildet werden, daß der Scheitelbereich der Form eine abgewandelte rechtwinklige Form aufweist, die geometrisch ähnlich oder annähernd ähnlich der durch die Form des Strahlenweges in diesem Bereich vorgeschriebenen Form ist und dieselbe Ausrichtung hat wie das große offene Ende des Trichters. Die Eckbereiche 40e des rechteckig geformten kleinen Endes sind glatt abgerundet, damit die Hülle den Kräften des atmosphärischen Druckes widersteht und eine Entwicklung von Spannungen an diesem Teil verhindert wird. Das Preßwerkzeug 20 hat dann an Stelle der radialen Vorsprünge eine abgewandelte Form, die geometrisch dem Scheitelbereich der Form ähnlich ist. Die Formverlängerung 12 hat äuch eine ähnliche rechteckige Querschnittsform. Die Zusammenwirkung dieser Teile erzeugt beim Pressen einen Jochbereich, der eine im wesentlichen gleiche Wandstärke und eine genaue rechteckige Form aufweist, die zur Aufnahme der Hülle der Elektronenstrahlwege ein Optimum darstellt. Wenn die Außenflächen des Jochbereiches des Trichters eine rechteckige Form haben, kommt in Verbindung mit ihnen ein elektrisches Jochelement mit einer rechteckigen Öffnung zur Anwendung.
  • Die Beschreibung erläutert eine Röhrenform und ein Verfahren zur Herstellung ihres primären Körperabschnittes durch ein einmaliges Verfahren zur Formung thermoplastischer Materialien, wie Glas mit einem Halsbereich von rechteckigem oder nicht kreisförmigem Querschnitt, dessen Herstellung als zusammenhängender Gegenstand vor der Erfindung nicht nur als schwierig, sondern bei großen im Schleuderguß hergestellten Werkstücken als unmöglich angesehen wurde. Dies trifft insbesondere auf das Formen von Flächen solcher Gegenstände zu, bei denen das Schwerkraftmoment, wie beispielsweise an dem kleinen Ende eines hohlen Trichters, im Bereiche seiner Umdrehungsachse verhältnismäßig gering ist.
  • Die in Frage stehende Hülle, die wenigstens an den Innenflächen des Jochbereiches eine nicht kreisförmige Umrißlinie aufweist, erzeugt keine Aufhäufung statischer Ladungen in den Ecken des Halses, wenn das umgebende elektromagnetische Feld errichtet wird. Ferner führt die Form nicht zu einem Verlust elektrischer Energie oder nichtlinearen Verformungen des Elektronenstrahles.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung hohler Glaskörper, wie beispielsweise Kathodenstrahlröhrenhüllen, aus einer Charge geschmolzenen Glases, das in einer drehbaren Form durch einen Preßstempel verformt und in der Form geschleudert wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Stillstand der Form der Scheitelabschnitt des Glaskörpers durch Einführen des Preßstempels in die geschmolzene Glascharge in die endgültige Gestalt gepreßt wird und der so gepreßte Scheitelabschnitt so weit abgekühlt wird, daß eine Verformung dieses Teiles während des nachfolgenden Schleuderns vermieden wird, worauf der Stempel aus der Form zurückgezogen und der noch nicht verfestigte Chargenteil durch Schleudern geformt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Preßkolben (20), der eine nicht zylindrische Kühlfläche aufweist, und der bei Stillstand der Form (1) mit dem geschmolzenen Glas in Berührung gebracht und nach Verformung und Kühlung des Scheitelabschnittes des Glaskörpers vor dem Schleudern der noch nicht verfestigten Glascharge aus der Form entfernt werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der Außenseite der Form angreifende Verriegelungsvorrichtung (30) vorgesehen ist, die in der Verriegelungsstellung die Form (10) gegenüber dem Preßstempel (20) ausrichtet, und daß die Verriegelungsvorrichtung gleichzeitig mit der Entfernung des Preßstempels aus der Form entriegelbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 847 332, 953 555; deutsche Auslegeschrift Nr.1055 766; Patentschrift Nr. 1535 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
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DE1247565B (de) * 1962-08-24 1967-08-17 Owens Jllinois Inc Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung pyramidenstumpffoermiger Hohlglaskoerper

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DE1535C (de) * 1877-11-12 1877-11-13 Ollivier Lissagaray Verfahren zur Fabrikation von assimilirbarem Dünger aus Leder, Lederrückständen etc. durch Behandlung derselben mit Schwefelsäure und schwefelsäuren Salzen bei erhöhter Temperatur
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