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DE1203279B - Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen

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Publication number
DE1203279B
DE1203279B DES77243A DES0077243A DE1203279B DE 1203279 B DE1203279 B DE 1203279B DE S77243 A DES77243 A DE S77243A DE S0077243 A DES0077243 A DE S0077243A DE 1203279 B DE1203279 B DE 1203279B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur dioxide
sulfolane
hydrogenation
sulfolene
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES77243A
Other languages
English (en)
Inventor
John William Goodenbour
George Joseph Carlson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
Original Assignee
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SHELL INT RESEARCH, Shell Internationale Research Maatschappij BV filed Critical SHELL INT RESEARCH
Publication of DE1203279B publication Critical patent/DE1203279B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C315/00Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides
    • C07C315/02Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides by formation of sulfone or sulfoxide groups by oxidation of sulfides, or by formation of sulfone groups by oxidation of sulfoxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen Es ist bekannt, daß Sulfolan und dessen Homologen, insbesondere diejenigen mit niederen Alkylgruppen, wie Mono- und Dimethylsulfolan, sich gut als Lösungsmittel, besonders bei Extraktionen und Extraktivdestillationen, verwenden lassen. Namentlich in der Erdölindustrie gibt es Anwendungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet. Es ist z. B. aus der USA.-Patentschrift 2 451298 bekannt, daß man Sulfolan und dessen Homologen gemäß nachstehender Reaktionsgleichung herstellen kann. Die freien Valenzen können entweder durch Wasserstoffatome oder Alkylgruppen besetzt sein. Man läßt also zunächst Schwefeldio)#id auf ein 1,3-Diolefin einwirken und das als Additionsprodukt angefallene Sulfolen oder dessen Homologe wird anschließend hydriert. Verwendet man Butadien als 1,3-Diolefin, dann erhält man als Additionsprodukt unsubstituiertes Sulfolen, aus dem bei der Hydrierung unsubstituiertes Sulfolan erhalten wird.
  • Aus der USA.-Patentschrift 2 578 565 ist es bekannt, daß man das bei der Reaktion entstehende Sulfolan oder dessen Homologe als Lösungsmittel in der Hydrierstufe verwendet.
  • Bei der Hydrierstufe treten wegen der kurzen Lebensdauer des Katalysators, z. B. Raney-Nickel, in der Praxis Schwierigkeiten auf. Dies kann zum Teil auf die Anwesenheit von Schwefeldioxid und gegebenenfalls von unlöslichen Polysulfonen zurückzuführen sein. Aber auch dann, wenn diese Verunreinigungen so gut wie praktisch möglich abgetrennt worden sind, ergibt sich, daß der Katalysator doch bald vergiftet wird. Die Ursache dafür ist nicht völlig geklärt. Es hat sich zwar herausgestellt, daß die Schwierigkeiten sich praktisch völlig beheben lassen, wenn das Sulfolen oder dessen Homologe durch fraktionierte Kristallisation rigoros gereinigt wird. Diese Methode eignet sich aber natürlich nicht im industriellen Maßstab. Einerseits werden die Endausbeuten erheblich herabgesetzt und andererseits ist die aufzuwendende Arbeit zeitraubend. Man hat deswegen nach anderen Methoden gesucht. In der bereits erwähnten USA.-Patentschrift 2 451298 wurde in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, die Hydrierung in Gegenwart einer geringen Natriumhydroxidmenge durchzuführen. Das gesteckte Ziel wurde auch nicht durch eine der Hydrierung vorangehende Neutralisation mit Lauge und bzw. oder durch Abstreifen mit einem Inertgas erreicht.
  • Es hat sich herausgestellt, daß bei der Hydrierung nicht nur die Lebensdauer des Katalysators nachteilig in Erscheinung tritt, sondern auch ein anderer unerwünschter Effekt, nämli(,h die Bildung von Isopropanylsulfolanyläther oder damit übereinstimmenden Äthern mit einem oder mehreren an die Sulfolanylgruppe gebundenen Alkylsubstituenten auftreten kann, wenn während der Reaktion Isopropanol als Lösungsmittel verwendet wird. Es ist vorteilhaft, beide Verfahrensstufen in Lösung durchzuführen, wobei sich Isopropanol besonders eignet, da bei dessen Anwendung eine nur geringe Bildung von Polysulfonen auftritt, die sich leicht abtrennen lassen. Es hat sich nun herausgestellt, daß die genannten Äther praktisch nicht entstehen, wenn der pH-Wert etwa 8 nicht übersteigt. Als der pH-Wert einer Sulfolenlösung in Isopropanol versehentlich die Zahl 9 überstiegen hatte, aber innerhalb von 30 Minuten auf 7 zurückgebracht wurde, ergab sich, daß die aus der Hydrierung erhaltene Fraktion, einschließlich des Isopropanols, die in dem für den Äther zu erwartenden Bereich siedete, bereits 9,9 Gewichtsprozent dieses Gemisches betrug. Eine Elementaranalyse dieser Fraktion für Kohlenstoff, Wasserstoff und Schwefel ergab folgende Resultate:
    Theoretisch ... C 47,16, H 7,92, S 17,99
    gefunden ..... C 46,9, H 7,8, S 18,3 "/,.
    Hieraus läßt sich berechnen, daß 30 "/, des ursprünglich vorliegenden Sulfolens in den Äther umgesetzt worden waren.
  • Die Erfindung beseitigt diese Nachteile.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen durch Anlagerung von Schwefeldioxid an in einem Lösungsmittel gelöstes 1,3-Diolefin und anschließende katalytische Hydrierung des Reaktionsgemisches nach Ab- trennung nicht umgewandelter Ausgangsstoffe in einer zweiten Stufe ist dadurch gekennzeichnet, daß man das in der ersten Stufe erhaltene Reaktionsgemisch mit einer Wasserstoffperoxid abgebenden Peroxyverbindung oder mit Wasserstoffperoxid oxydiert und vor, während oder nach dieser Oxydation eine Neutralisation bis zu einem pH-Wert zwischen 5 und 8 vornimmt.
  • Besonders bevorzugt werden pH-Werte von etwa 7. Es empfiehlt sich, die Peroxyverbindung in einem mindestens 100/,igen Überschuß zuzugeben, bezogen auf die Menge, die stöchiometrisch gleichwertig ist n-dt der noch vorhandenen Menge Schwefeldioxid. Wahrscheinlich wird der Wasserstoffperoxidüberschuß durch Reaktionen mit Katalysatorgiften, die neben dem Schwefeldioxid vorliegen, verbraucht, da Schwefeldioxid im allgemeinen sehr schnell mit Wasserstoffperoxid umgesetzt wird.
  • Durch Oxydation des noch vorhandenen Schwefeldioxids bildet sich Schwefelsäure, die vor der Hy- drierung zu neutralisieren ist, so daß der pH-Wert den Wert 5 erreicht oder überschreitet.
  • Es ist möglich, die Neutralisation der Peroxidbehandlung vorausgehen oder die beiden zusammenfallen zu lassen. In letzterem Fall kann man für die Behandlung basische Peroxyverbindungen, z. B. Natriumperoxid, verwenden, denen nötigenfalls eine andere basische Verbindung zugegeben sein kann. Vorzugsweise wird jedoch die Behandlung mit einer Peroxyverbindung in saurem Medium durchgeführt und erst hinterher neutralisiert. Dies empfiehlt sich jedenfalls bei Verwendung von Isopropanol als Lösungsmittel, da dieses in basischem Bereich mit Sulfolen und dessen Homologen unter Bildung von Äthern reagiert.
  • Bei der Behandlung mit einer Peroxyverbindung in saurem Medium verwendet man vorzugsweise Wasserstoffperoxid, obwohl man z. B. auch Peressigsäure oder Perschwefelsäure verwenden kann.
  • Es versteht sich, daß besonders in Gegenwart von Isopropanol die Neutralisation aufs sorgfältigste durchzuführen ist. In dieser Hinsicht ist die Neutralisation nach Beendigung der Behandlung mit einer Peroxyverbindung am günstigsten. Grundsätzlich lassen sich dabei diverse Neutralisationsmittel, gegebenenfalls sogar Ionenaustauscher, verwenden. In der Praxis empfiehlt es sich aber, eine wäßrige Lösung einer basischen Verbindung mit puffernden Eigenschaften zu verwenden, z. B. Natriumbiearbonat. Es werden dann hinsichtlich der Genauigkeit der Dosierung weniger hohe Anforderungen gestellt.
  • Zur Erläuterung diene, daß es sich bei der Neutralisation von etwa 23001 Flüssigkeit mit einer 4011:.igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung als nicht zulässig erwies, größere Mengen als 25 ml auf einmal zuzugeben. Als man darauf eine lOgewichtsprozentige wäßrigeNatriumbicarbonatlösungverwendete, konnten Mengen von 3,8 1 zugegeben werden, ohne daß der pH-Wert auch nur über 7,8 anstieg, während in den meisten Fällen die Neutralisation leicht bei einem pH-Wert zwischen 5 und 7 beendigt werden konnte. Ohne Zweifel war die größere Genauigkeit zum Teil auch wohl auf die geringere Konzentration, ausgedrückt in Äquivalenten, zurückzuführen, aber dadurch allein läßt sich höchstens eine günstigere Wirkung erklären, die zum Ausdruck käme in der Möglichkeit, fünfmal größere Mengen zuzugeben.
  • Als Sulfolenlösungen in Isopropanol nach Behandlung mit Wasserstoffperoxid mit Hilfe einer 10 0 ',igen wäßrigen Natriumbiearbonatlösung neutralisiert wurden, ergab sich jedesmal bei einer Analyse nach der Hydrierung, daß sich nur geringe Isopropylsulfolanyläthermengen gebildet hatten. Sogar in einem Fall, in dem der pH-Wert sich auf 7,8 erhöht hatte, was bei dieser Versuchsreihe der Maximalwert war, betrug die Menge des genannten Äthers in dem Hydrierungsgemisch nicht mehr als 0,4 Gewichtsprozent.
  • Wenn die beiden Stufen des Reaktionsverfahrens in Lösung verlaufen und besonders wenn dabei das Lösungsmittel dasselbe ist, z. B. Isopropanol, wird auch die erfindungsgemäße Behandlung vorzugsweise in Lösung durchgeführt.
  • Aus einer in der ersten Stufe entstandenen Lösung von Sulfolen oder einem Homologen desselben läßt sich nicht in Reaktion getretenes Schwefeldioxid und Butadien z. B. durch Sieden unter Atmosphärendruck bei etwa 60'C oder aber durch Sieden bei vermindertem Druck abtrennen. Erfolgt die Hydrierung jedoch nicht unmittelbar nach der Reinigung, bildet sich durch Zersetzung des Sulfolens oder dessen Homolo-en erneut Schwefeldioxid. Diese Erscheinung wirdnochdadurchgefördert,daßmanbeiderLagerung der Lösungen, insbesondere der Lösungen in Isopropanol, die Temperatur im allgemeinen nicht zuviel sinken lassen wird, da die Löslichkeit von Sulfolen und von dessen Homologen beschränkt ist. Bei 40'C ist die Reaktionskonstante für die Zersetzung 1,9 - 10-' je Minute, woraus hervorgeht, daß eine 30gewichtsprozentige Sulfolenlösung, nachdem sie 1 Woche bei der genannten Temperatur gelagert hat, etwa 500 mg Schwefeldioxid je Kilogramm enthalten wird. Dieser Effekt besteht auch bei Anwendung der erfindungsgemäßen Behandlung, weshalb es sich auch in diesem Fall empfiehlt, die Hydrierung nicht länger als 12 Stunden nach dieser Behandlung vorzunehmen und vorzugsweise innerhalb von 6 Stunden. Bei einer Reaktionstemperatur von etwa 30'C und mit Raney-Nickel als Katalysator lassen sich dann Umsätze von etwa 97 0,', erzielen. Die Herstellung von Sulfolan und von dessen Homologen gemäß der Erfindung kann chargenweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.
  • Beispiel 1 Bei 95'C wurde einer Butadienlösung in Isopropanol Schwefeldioxid in einem Molverhältnis von Schwefeldioxid zu Butadien von etwa 1 : 1 zugegeben. Ungefähr 60 bis 65 0, , des Butadiens wurden in Sulfolen umgesetzt. Abgesehen von diesem nicht umgesetzten Butadien setzte sich die angefallene Lösung wie folgt zusammen:
    Gewichts-
    prozent
    Isopropanol ....................... 66,5
    Schwefeldioxid .................... 3,0
    Polysulfone ....................... 0,5
    Sulfolen .......................... 30,0
    Die nicht umgesetzten Ausgangsstoffe wurden zum größten Teil dadurch abgetrennt, daß man die Lösung unter Rückflußkühlung unter einem Druck von 50 mm Hg sieden ließ, wodurch schließlich nur Spuren von Schwefeldioxid (10 bis 100 ing kg) übrigblieben.
  • Die Gesamtmenge der Lösung wurde in zwei Teile getrennt; ein Teil wurde nicht, der andere Teil erfindungsgemäß mit einer Peroxidverbindung behandelt. Das Sulfolen im ersten Teil wurde durch Kristallisieren und Dekantieren gereinigt, worauf der zurückgebliebene Kristallkuchen aus Sulfolen erneut in Isopropanol gelöst wurde. Die so erhaltene Lösung enthielt nur noch etwa 1 mg Schwefeldioxid je Kilogramm. Nachdem die Lösung zur Abtrennung von Polysulfonen bei 50'C filtriert worden war, wurde sie 2 Wochen bei 40 bis 50'C gelagert, da keine Gelegenheit zur Hydrierung bestand. Es stellte sich heraus, daß sich dabei die Schwefeldioxidkonzentration wieder auf etwa 0,2 Gewichtsprozent erhöht hatte. Die Lösung wurde in sechs Teile geteilt, die nacheinander hydriert wurden. Zur Abtrennung von Schwefeldioxid wurde jeder Anteil im Reaktionsgefäß vor der Hydrierung einige Stunden bei 30'C unter vermindertem Druck und unter Rückflußkühlung erhitzt. Beim ersten Teil wurde erst nach dieser Erhitzung Raney-Nickel ins Gefäß eingeführt, während die weiteren Anteile in Gegenwart des Katalysators, der beim vorhergehenden Anteil verwendet worden war und nach dem Dekantieren des Reaktionsgemisches im Gefäß zurückgeblieben war, erhitzt wurden. Nach der Vorbehandlung wurde dann jedesmal noch eine Extramenge frischen Raney-Nickels zugegeben.
  • Der zweite Teil der Lösung wurde erfindungsgemäß behandelt. Es wurde ein etwa 100/,iger Überschuß einer 30gewichtsprozentigen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung, bezogen auf die Menge, die erforderlich wäre, um das noch anwesende Schwefeldioxid zu oxydieren, zugegeben. Darauf wurde der PH-Wert, der inzwischen auf etwa 2 herabgesunken war, durch vorsichtige Zugabe einer 40gewichtsprozentigen wäßrigen Natriumhydroxidlösung auf 7 gebracht. Die auf diese Weise behandelte Lösung wurde wieder in sechs Teile geteilt, die nacheinander und sobald wie möglich, also ohne längere Lagerungszeit, einer Hy- drierung unterworfen wurden.
  • Die Resultate der beiden Versuchsreihen sind in nachstehender Tabelle zusammengestellt. Die Anzahl Kilogramm Sulfolan, erhalten je Kilogramm zugegebenen frischen Katalysators, wird darin angegeben, da diese als ein Kriterium für die Lebensdauer des Katalysators gelten kann.
    Zugegebene AngefaHene kg Sulfolan
    Raney-Nickel- Sulfolanmenge je kg
    menge(kg) (kg) Raney-Nickel
    je insge- je insge- je insge-
    samt samt samt
    625 6,25 110 110 17,5 17,5
    Erste 6:25 12,5 200 310 32,0 25,0
    Ver- 8,75 18,75 210 520 24,0 28,0
    suchs- 5,0 23,75 190 710 38,0 30,0
    reihe 5 , 0 28,75 200 910 40,0 31,5
    10,0 38,75 155 1065 15,5 27,5
    6,251 6,25 295 295 47,0 47,0
    Zweite 0 6,25 310 605 - 97,0
    Ver- 0 6,25 1 785 - 125,0
    suchs- 0 6,25 2-,5 997,5 - 160,0
    reihe 6,25 12,5 277,5 1275 - 102,0
    0 12,5 292,5 1567,5 - # 125,0
    Diese Tabelle zeigt deutlich den günstigen Einfluß, den die erfindungsgemäße Behandlung hinsichtlich der Lebensdauer des Katalysators hat.
  • Beispiel 2 Auf dieselbe Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Sulfolenlösung in Isopropanol bereitet, die weiter in derselben Weise wie die sechs Portionen der zweiten Versuchsreihe im Beispiel 1 behandelt und hydriert wurde. Die einzelnen Portionen waren nun jedoch größer, und deshalb wurden auch größere Katalysatormengen ins Reaktionsgefäß gebracht. Die Vorratslösung hatte nach der Filtration folgende Zusammensetzung: 3619,5 kg Isopropylalkohol, 2,5 kg Schwefeldioxid, 1341,0 kg Sulfolen.
  • Sie wurde zuerst in zwei Portionen geteilt, welche 48,1 bzw. 51,9 0 '; , des Sulfolens enthielten. Der ersten dieser beiden Portionen wurde 0,9 kg H,0, und dann 2,5 kg NaOH, der zweiten 0,6 kg H.0, und dann 1 kg NaOH zugesetzt. Insgesamt kamen dabei 5 kg H,0, (30 Gewichtsprozent) und 7,5 kg Natronlauge zur Anwendung, so daß insgesamt 7,5 kg Wasser zugegeben waren. Die beiden Portionen enthielten dann insgesamt 3619,5 kg Isopropylalkohol, 1341,0 kg Sulfolen, 7,0 kg Wasser, 8,0 kg Natriumsulfat.
  • Es wurden bei den sechs Hydrierungsportionen insgesamt 27,5 kg Wasserstoff zugesetzt, davon 6 kg wieder abgeblasen. Die Portionen enthielten nach der Hydrierung insgesamt: 3612,5 kg Isopropylalkohol, 58,0 kg Sulfolen, 10,0 kg Wasser, 11,0 kg Natriumsulfat, 1305,5 kg Sulfolan. Die Gewichtsmengen der gesonderten Portionen waren wie folgt:
    Portion Gewicht
    (kg)
    1 861,5
    2 763,0
    3 765,0
    4 948,5
    5 701,5
    6 936,0
    Der Gehalt an Sulfolen war wegen seiner Instabilität einigermaßen unterschiedlich, und zwar:
    Portion Sulfolengehalt
    (Gewichtsprozent)
    1 23,7
    2 24,1
    3 24,2
    4 29,4
    5 28,3
    6 27,6
    Die erhaltenen Resultate sind in nachstehender Tabelle zusammengestellt.
    Zugegebene angefallene Sulfolanmenge kg Sulfolan je kg Rancy-Nickel
    Raney-Nickelmenge (kg)
    (kg) Gesamtzahl Gesamtzahl
    je Portion insgesamt der drei letzten je Portion insgesamt der drei letzten
    je Portion 1 insgesamt Portionen Portionen
    12,5 12,5 205 205 16,5 16,5
    - 12,5 182,5 387,5 - - 31,0 -
    12,5 1 25 185 572,5 185 - 23,0 15,0
    - 280 802,5 465 - 34,0 37,0
    200 1052,5 665 - 42,0 53,0
    257,5 1310 922,5 - 52,5 78,0

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen durch Anlagerung von Schwefeldioxid an in einem Lösungsmittel gelöstes 1,3-Diolefin in einer ersten Stufe und anschließende katalytische Hydrierung des Reaktionsgemisches nach Abtrennung nicht umgewandelter Ausgangsstoffe in einer zweiten Stufe, d a d u r c h g e - kennzeichnet, daß man das in der ersten Stufe erhaltene Reaktionsgemisch mit einer Wasserstoffperoxid abgebenden Peroxyverbindung oder mit Wasserstoffperoxid oxydiert und vor, während oder nach dieser Oxydation eine Neutralisation bis zu einem pH-Wert zwischen 5 und 8 vornimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Peroxyverbindung, in einem Überschuß von etwa 100/" bezogen auf das noch anwesende Schwefeldioxid, verwendet. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Behandlung mit einer Peroxyverbindung ein Neutralisationsmittel mit puffernden Eigenschaften verwendet. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Isopropanol verwendet. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Peroxydation in saurem Bereich vornimmt. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung innerhalb von 12 Stunden nach der Oxydation mit der Peroxyverbindung durchführt. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als 1,3-Diolefin Butadien verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 570 565,
DES77243A 1960-12-23 1961-12-21 Verfahren zur Herstellung von Sulfolan oder dessen Homologen Pending DE1203279B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2570565A (en) * 1946-08-02 1951-10-09 Merla Tool Corp Anchoring device for well packers

Patent Citations (1)

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US2570565A (en) * 1946-08-02 1951-10-09 Merla Tool Corp Anchoring device for well packers

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