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Wagenbremsvorrichtung für Schreibmaschinen Bei Schreibmaschinen mit
Tabulator treten beim Auftreffen des Wagens auf die einstellbaren Tabulatoranschläge
nicht unerhebliche Stöße auf. Ebenso werden durch das Auftreffen des in die Ausgangsstellung
zurücklaufenden Wagens auf den einstellbaren Randanschlag nicht unerhebliche Stöße
verursacht.
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Es ist bereits bekannt, mittels pneumatischer Bremsvorrichtungen den
Anschlag des Wagens bei seinem Rücklauf und das dadurch hervorgerufene Geräusch
zu mindern. Da Tabulatoranschlag und Anfangsrandstelleranschlag bei entgegengesetzten
Bewegungen des Wagens wirksam werden, läßt sich eine für den Anfangsrandsteller
vorgesehene Bremsvorrichtung nicht ohne weiteres auch für den Tabulatoranschlag
verwenden.
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Die Erfindung bezweckt, den zusätzlichen Aufwand einer Bremsvorrichtung
für den Tabulatoranschlag zu vermeiden. Dies wird dadurch erreicht, daß bei einer
Wagenbremsvorrichtun an Schreibmaschinen mit C 9
einer Randstelleinrichtung,
bestehend aus einem in der Maschine fest eingebauten Hebeltrieb mit Auslöschhebel
und Bremsluftzylinder, ein auf den Hebeltrieb wirkender weiterer Hebeltrieb für
das Abbremsen des Wagens beim Auftreffen eines gesetzten Reiters einer Tabuliereinrichtung
auf eine dem Reiteranschlag vorgeschaltete Auslösestange vorgesehen ist. Die Einrichtung
nach der Erfindung kann in einfacher Weise an vorhandene Schreibmaschinen angebaut
werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine Aufsicht auf eine Wagenbremsvorrichtung in Ruhelage,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Wagenbremsvorrichtung.
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Die Zeichnung zeigt nur diejenigen Teile einer Schreibmaschine, welche
mit der Vorrichtung nach der Erfindung zusammenwirken und zum Verständnis der Erfindung
erforderlich sind.
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Die Kolbenstange 11 eines Bremsluftzylinders 10
ist über
eine Verbindungsstange 12 mit dem Arm 13
eines dreiarmigen Hebels verbunden,
welcher auf einer ortsfesten Achse 14 drehbar angeordnet ist. Ein anderer Arm
15 des dreiarmigen Hebels trägt an seinem freien Ende eine abgewickelte Fläche
16, gegen welche für gewöhnlich das abgerundete Ende 17 eines auf
einer ortsfesten Achse 18 drehbar gelagerten doppelarmigen Auslösehebels
19 anliegt. Das freie Ende 20 des anderen Armes dieses Auslösehebels
19
liegt in der Bewegungsbahn des üblichen Randanschlages 21, der verstellbar
auf der Wagenzahnstange 22 in bekannter Weise angeordnet ist. Eine Feder
17' sichert die Berührung des Armes 17 des Auslösehebels
19 mit dem Arm 15 des dreiarmigen Hebels. Bei der Rücklaufbewegung
des Wagens bewegt sich der Anfangsrandsteller 21 nach links (F i g. 2) und
trifft auf das obere Ende 20 des Auslösehebels 19. Der Auslösehebel
19 wird hierdurch entgegen der Uhrzeigerbewegung geschwenkt, wodurch der
dreiarmige Hebel in Richtung der Uhrzeigerbewegung gedreht wird und sein Arm
13 über die Verbindungsstange 12 die Kolbenstange 11 nach unten drückt.
Diese Bewegung stößt auf den Widerstand, den der Bremsluftzylinder ausübt, so daß
die Bewegung des Wagens abgestoppt wird, bevor der Anfangsrandsteller 21 auf den
Randstelleranschlag 23
auftrifft, welcher üblicherweise auf einer Stange 24
in praktisch fester Stellung in der Maschine angeordnet ist. Der Anschlag
23 liegt in einer dem Auslösehebel 19 parallelen Ebene, so daß der
Auslösehebel 19 nicht selbst an den Anschlag 23 anstößt.
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An dem Arm 25 des auf der Achse 14 drehbar angeordneten dreiarmigen
Hebels ist eine Zugstange 26
angelenkt, welche an ihrem anderen Ende einen
in einen Schlitz 28 eines Armes 29 eingreifenden Zapfen
27 trägt. Der Arm 29 ist fest mit einer ortsfest gelagerten drehbaren
Welle 30 verbunden, welche ebenfalls fest einen weiteren Arm 31 trägt,
an dessen freiem Ende eine Auslösestange 32 angelenkt ist. Das freie Ende
der Stange 32 ist gegabelt; ein oberer Arm 33 trägt einen Haken 34,
der in die Bewegungsbahn der Reiter 42 einer Tabuliereinrichtung ragt; der untere
Arm hat einen nach abwärts gerichteten Ansatz 35, an welchem eine Feder
36 angreift, die an einer von der üblichen Reiteranschlagstange
38
waagerecht vorspringenden Platte 37 befestigt -ist.
Dieser untere Arm hat einen abgerundeten Ansatz 40, welcher von unten an der waa-erecht
vorspringenden Platte 37 anliegt und an dieser entlang-,leiten kann, während
er durch die Feder 36 mit ihr in Berührung gehalten wird.
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Die Reiter 42 sind in bekannter Weise an einer Reiterschiene 41 am
Wagen gelagert. Bei der Einstellbewegung des Wagens bewegt sich der eingestellte
Reiter 42 nach rechts und trifft zunächst auf den Haken 34. Dadurch wird der Haken
34 und die ihn tragende Stange 32 nach rechts mitgenommen und eine Drehbewegung
der Welle 30 und ihres Armes 29
in Richtuna der Uhrzeigerbewegung verursacht.
Die Zu-stange 26 überträgt diese Bewe & C, -- gung des
Armes 29
auf den Arm 25 des dreiarmi-en Hebels und verursacht dessen
Drehun- um die Achse 14 in Richtunc, der Uhrzeigerbewegung und damit eine Bewegung
der Kolbenstange 11 in den Bremsluftzylinder 10, welcher dieser Bewegung
entgegenwirkt.
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Wenn die Auslösestange 32 nach rechts gezogen wird, dringt
sie in den Schlitz 39 der Platte 37 ein und setzt ihre Bewegung so
lange fort, bis der Reiter 42 auf die Reiteranschlagstange 38 trifft.
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Zuvor ist aber die Wagenbewegung durch den Bremsluftzylinder
10 über die Verbindungsstange 12, den drehbaren dreiarmigen Hebel
13, 15, 25, die Verbindungsstange 26, deren Zapfen 27, die
drehbaren Arme 29, 31 und die Auslösestange 32 mit Haken 34 abgebremst
worden.
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In der Ruhestellung liegt der Zapfen 27 am rechten Ende des
Schlitzes 28 an, so daß eine Bewegung der Verbindungsstange 26 nach
links keinen Einfluß auf den Hebelarm 29 ausübt. Dadurch können beide Bremsvorrichtungen
unabhängig voneinander wirksam werden, und derselbe Bremsluftzylinder vermag sowohl
die Waaenrücklaufbewe-un- vor dem Auftreffen auf den Randstelleranschlag als auch
die Bewe-uno, des Wauens untei- dem Einfluß der Tabulier-C el C
einrichtung
wirksam abzubremsen, bevor der Wagen jeweils an dem betreffenden Anschlag zum Stillstand
kommt.