DE1202475B - Verfahren zur Herstellung einer biegsamen Mehrschichtenschlauchleitung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer biegsamen MehrschichtenschlauchleitungInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer biegsamen Mehrschichtenschlauchleitung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer biegsamen Mehrschichtenschlauchleitung.
- Es sind bereits biegsame Schlauchleitungen bekannt, die für unter hohem Druck stehende Flüssigkeiten bestimmt sind. Sie bestehen im allgemeinen aus einem inneren wasserdichten, gegen physikalische sowie chemische Beanspruchungen der Flüssigkeit widerstandsfähigen Seelenrohr, auf das eine oder mehrere geflochtene, gewebte oder spiralförmige Umhüllungen zur Verstärkung aufgebracht sind, wobei bei Verwendung von mehreren Schichten diese voneinander getrennt oder auch nicht getrennt durch Zwischenschichten aus einem entsprechenden Material angeordnet sein können. Das Innenrohr mit der als Verstärkung dienenden Umhüllung wird dann mit einer äußeren Schutzschicht umgeben, die den von außen kommenden mechanischen und chemischen Beanspruchungen widersteht.
- Es ist bekannt, derartige Schlauchleitungen aus den verschiedensten synthetischen Plastikmaterialien herzustellen. Die als Verstärkung dienende Umhüllung wird auf ein stranggepreßtes Innenrohr aufgebracht und anschließend durch einen anderen Mantel im Strangpreßverfahren umgeben. Es ist auch bekannt, die Umhüllung während des Strangpressens des Innenrohres gleichzeitig zuzuführen, derart, daß sie sich in der Wandstärke des Innenrohres einbettet.
- Man hat es als vorteilhaft für zahlreiche Verwendungszwecke angesehen, das biegsame Innenrohr aus einem Polyamid herzustellen, auf das im Wege der Flechtung eine Verstärkung aus Polyesterfasern aufgebracht wird. Das Innenrohr mit der Verstärkung wird mit einem weiteren Mantelüberzug aus Polyamid versehen, das geeignet ist, den Einwirkungen von ultravioletter Strahlung und Sauerstoff zu widerstehen. Man hat als Mantelüberzug auch schon einen solchen aus Polyurethan vorgeschlagen.
- Diese bekannten Rohrleitungen besitzen einen erheblichen Widerstand gegen hohe Drücke. Bei starken in dem Rohr auftretenden Druckimpulsen hat sich gezeigt, daß diese bekannten Schläuche an den Einbindungen undicht werden oder sogar zu Bruch führen. Dieses Undichtwerden ist auf das Ausreißen und Aufspleißen der Oeflechtszwischenlage zurückzuführen.
- Es ist bei Mehrschichtenschläuchen, die aus einer Kautschukseele, einem auf diese aufgebrachten Textilmaterial und einem Mantel aus Kunststoff bestehen, bereits vorgeschlagen worden, auf die mit dem Faserstoff umkleidete Kautschukseele, ein Klebemittel aufzubringen, durch das die Kautschukseele, der Faser- stoff und der Kunststoffmantel fest miteinander verklebt werden. Dieses bekannte Herstellungsverfahren hat den Nachteil, daß zufolge der festen Verklebung aller Schichten miteinander die Schlauchleitung nicht mehr biegsam genug ist, um, - wie vielfach gefordert wird, in Bogenform verlegt werden zu können. Außerdem kann die nach diesem bekannten Verfahren hergestellte Schlauchleitung den Schwingungen nicht folgen,'die in den unter hohem Druck stehenden Leitungen bei Impulsschwankungen des Druckes auftreten. Dieser Nachteil der mangelnden Biegsamkeit ist in erhöhtem Maße gegeben, wenn nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Seelenrohr aus Kunststoff, und zwar aus Polyamid, verwendet wird.
- Das vorliegende Verfahren hat sich die Aufgabe gestellt, diese den bekannten Herstellungsverfahren anhaftenden Nachteile zu vermeiden und eine Schlauchleitung zu schaffen, die bei Aufrechterhaltung ihrer Biegsamkeit und Elastizität gegen Undichtwerden geschützt ist. Das erfindungsgemäße Verfahren geht aus von einem solchen zur Herstellung einer biegsamen Mehrschichtenschlauchleitung, die aus einem Seelenrohr aus Kunststoff, vorzugsweise Polyamid, aus mindestens einer Bewehrungsschicht aus einem Geflecht aus Polyesterfasern und aus einem Rohrmantel aus Polyurethan besteht, und ist dadurch gekennzeichnet, daß lediglich die Bewehrungsschicht und das Mantelrohr durch ein Klebemittel miteinander verbunden werden.
- Der Erfinder hat erkannt, daß sich das nachteilige Undichtwerden bei einem derartigen Mehrschichtenschlauch vermeiden läßt, wenn das Mantelrohr aus Polyurethan durch ein geeignetes Klebemittel fest mit der Flechtzwischenlage verbunden wird, ohne daß eine gleichzeitige Verklebung der Flechtzwischenlage mit dem Innenrohr stattfindet. Durch diese Klebe verbindung zwischen dem Mantelrohr und der Flechteinlage wird das Aufspleißen und Aufreißen der Geflechtzwischenlage verhindert unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Biegsamkeit, die dann beeinträchtigt werden würde, wenn eine gleichzeitige Verklebung der Geflechtzwischenlage mit dem Innenrohr erfolgen würde. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schlauchleitung unterscheidet sich insofern vorteilhaft von den bekannten Schlauchleitungen, als sie die erforderliche Biegsamkeit und Elastizität aufweist, so daß sie den im Betrieb auftretenden weiteren Beanspruchungen folgen kann.
- Gleichzeitig besitzt die nach dem erfindungsgemäßen ausreichenden Widerstand gegen große und plötzlich auftretende Druckschwankungen im Inneren des Rohres, ohne daß ein Undichtwerden der Schlauchleitungen, insbesondere an den Stellen der Einbindungen, auftreten kann.
- Es kann auch ein Innenrohr aus einem Polyäthylen oder einem flourgesättigten Harz verwendet werden, wobei die Wahl des Materials von den jeweiligen Verwendungszwecken abhängt. Die als Verstärkung dienenden Umfiechtungen können aus Fasern aus Arylharz u. dgl. bestehen; als Klebemittel wird ein solches verwendet, das eine feste Verbindung des Außenmantels mit der oder den Verstärkungsschichten bewirkt. Als besonders vorteilhaft hat sich als Klebemittel ein Polysocyanat des Triphenylmethans erwiesen.
- Die Erfindung kennzeichnet sich weiter dadurch, daß das Klebemittel vor Aufbringen des Mantelrohres durch Aufstreichen oder durch ein Tauchbad auf die Bewehrungsschicht aufgebracht wird.
- Um eine Verklebung der Geflechtzwischenlage mit dem inneren Rohr mit Sicherheit zu verhindern, ist die Erfindung weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß auf das Seelenrohr vor Aufbringen der Bewehrung schicht eine Klebverbindung zwischen Seelenrohr und Bewehrungsschicht verhindernder Stoff, vorzugsweise ein Silikon aufgebracht wird.
- Um beispielsweise eine Schlauchleitung nach der vorliegenden Erfindung herzustellen, wird ein Rohr aus Polyamid 11 warm stranggepreßt; nach der Abkühlung wird auf die Oberfläche dieses Rohres eine Umflechtung aus gedrehten Fäden eines Terephthalats des Äthylenglykols aufgebracht. Auf diese Verstärkungsschicht bringt man beispielsweise im Wege des Tauchens eine Schicht einer Lösung eines Polyisocyanats des Triphenylmethans in einem Lösungsmittel, beispielsweise Trichloräthylen, mit einer Konzentration von 20 bis 50 Volumprozent auf. Nach der Trocknung wird im Wege des Strangpressens eine Außenhülle aus Polyurethan aufgebracht. Es muß Vorsorge getroffen werden, zu verhindern, daß der Klebstoff nicht die Flechtschichten durchdringt und diese nicht mit dem Innenrohr verklebt. Man wird daher die Verweilzeit des Rohres in dem Tauchbad entsprechend einstellen. Wenn sich diese Maßnahme als unzureichend erweist, wird man zweckmäßigerweise das Innenrohr vor Aufbringung der Umflechtung mit einer leichten Schicht eines Stoffes bestreicken, der eine Verklebung verhindert. Ein solcher Stoff ist beispielsweise Silikon.
- Die auf diese Weise hergestellte Rohrleitung, die mit bekannten festen oder demontierbaren Kupplungen versehen sein kann, besitzt eine ausgezeichnete Druckfestigkeit sogar gegen plötzlich harte Druckstöße und widersteht in befriedigender Weise den beim üblichen Betrieb anfallenden Temperaturen von 100 bis 1100 C.
Claims (4)
- Biegeversuche haben gezeigt, daß die Minderung der Biegsamkeit gegenüber einer gleichen Leitung, bei der keine Verklebung der Außenhülle mit der Verstärkung vorgenommen worden ist, unterhalb 5 0/o liegt Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer biegsamen Mehrschichtenschlauchleitung, bestehend aus einem Seelenrohr aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyamid, aus mindestens einer Bewehrungsschicht aus einem Geflecht aus Polyesterfasern und aus einem Rohrmantel aus Polyurethan, bei dem zur Verbindung der Schichten Klebemittel verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich die Bewehrungsschicht und das Mantelrohr durch ein Klebemittel miteinander verbunden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel vor Aufbringen des Mantelrohres durch Aufstreichen oder durch Tauchbad auf die Bewehrungsschicht aufgebracht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Seelenrohr vor Aufbringen der Bewehrungsschicht eine Klebeverbindung zwischen Seelenrohr und Bewehrungsschicht verhindernder Stoff, vorzugsweise ein Silikon, aufgebracht wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Klebemittel ein Polyisocyanat des Triphenylmethans verwendet wird.In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 208 064.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
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Citations (1)
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| AT208064B (de) * | 1956-06-28 | 1960-03-25 | Semperit Ag | Verfahren zur Herstellung von Schläuchen |
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1963
- 1963-07-02 DE DED41894A patent/DE1202475B/de active Pending
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