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DE1201925B - Verfahren zur Erzeugung von Phosphor P - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Phosphor P

Info

Publication number
DE1201925B
DE1201925B DEE27248A DEE0027248A DE1201925B DE 1201925 B DE1201925 B DE 1201925B DE E27248 A DEE27248 A DE E27248A DE E0027248 A DEE0027248 A DE E0027248A DE 1201925 B DE1201925 B DE 1201925B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
reaction
neutrons
protons
mev
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE27248A
Other languages
English (en)
Inventor
Serge Godar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
European Atomic Energy Community Euratom
Original Assignee
European Atomic Energy Community Euratom
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by European Atomic Energy Community Euratom filed Critical European Atomic Energy Community Euratom
Publication of DE1201925B publication Critical patent/DE1201925B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/003Phosphorus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/01Treating phosphate ores or other raw phosphate materials to obtain phosphorus or phosphorus compounds
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G1/00Arrangements for converting chemical elements by electromagnetic radiation, corpuscular radiation or particle bombardment, e.g. producing radioactive isotopes
    • G21G1/04Arrangements for converting chemical elements by electromagnetic radiation, corpuscular radiation or particle bombardment, e.g. producing radioactive isotopes outside nuclear reactors or particle accelerators
    • G21G1/10Arrangements for converting chemical elements by electromagnetic radiation, corpuscular radiation or particle bombardment, e.g. producing radioactive isotopes outside nuclear reactors or particle accelerators by bombardment with electrically charged particles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
G21g
Deutsche Kl.: 21g-21/11
Nummer: 1201925
Aktenzeichen: E 27248 VIII c/21 g
Anmeldetag: 19. Juni 1964
Auslegetag: 30. September 1965
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zui Erzeugung von HF durch Beschüß des Isotops HS des Schwefels mit Neutronen, der zur Reaktion S33(n,p)P33 führt.
Das Isotop HF des Phosphors hat eine Halbwertzeit von 25 Tagen und wandelt sich unter Emission von Betastrahlung von250keV in Schwefel HS um. Es hat gegenüber dem Isotop ?§P den Vorzug einer längeren Halbwertzeit, was insbesondere die Durchführung länger dauernder Versuche ermöglicht und auch die Möglichkeiten der Lagerung verbessert. Da weiterhin seine Betastrahlung weniger energiereich ist, führt das bei gleicher Aktivität zu einer geringeren Strahlungsdosis. P33 hat im übrigen gegenüber P 32 den Vorteil, daß er ein besseres radiographisches Auflösungsvermögen aufweist.
Die Anwendung dieses Isotops führt zu vielen interessanten Möglichkeiten, wie etwa der Markierung ein und desselben Moleküls an verschiedenen Stellen mit P 32 und P 33 oder auch der Markierung zweier verschiedener Moleküle mit dem einen oder anderen dieser Isotope.
Eine der Reaktionen, die es ermöglichen, das Isotop P 33 zu erhalten, ist s3S(n,p)33P. Diese Reaktion kann mit thermischen Neutronen herbeigeführt werden. Es ist jedoch auf Grund der parasitären Reaktion 32S(n,p)32P unmöglich, P 33 frei von P 32 zu erhalten, wenn man den Schwefel in einem Reaktor bestrahlt. So konnte man, wenn man in einem Reaktor 1 kg Schwefel 1 Monat lang unter einem Neutronenfluß von 7,5 · 1011 n/cm2 bestrahlte, nur eine Ausbeute von 12 Mikrocurie P 33 mit einer Reinheit von 27% erhalten. Man hat auch versucht, den Unterschied auszunutzen, der zwischen den Halbwertzeiten der Phosphorisotopen P 32 und P 33 besteht, indem man die Bestrahlung so lange fortsetzte, bis die Bildung von P 33 ein Maximum erreichte, und das Produkt dann lagerte, bis der größte Teil der Aktivität von P 32 abgesunken war. Es liegt aber auf der Hand, daß dieses Verfahren unrentabel ist. Auch der Versuch der Trennung einer Mischung aus P 32 und P 33 mit Hilfe eines elektromagnetischen Isotopentrenners hat nur P 33 geliefert, der noch immer 44% P 32 enthielt.
Die Anreicherung des natürlich vorkommenden Schwefels, der 0,75% S 33 enthält, auf 25,1% ist ein kostspieliges Verfahren, das trotzdem durch Bestrahlung nur ein Produkt liefert, das immer noch eine große Menge P 32 enthält.
Bei dem eingangs genannten Verfahren zur Erzeugung von P 33 soll daher die gleichzeitige Bildung einer großen Menge P 32 verhindert werden. Dies Verfahren zur Erzeugung von Phosphor 33P
Anmelder:
Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM)
Brüssel
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Müller-Börner
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, Patentanwälte,
Berlin 33, Podbielskiallee 68
Als Erfinder benannt:
Serge Godar, Brüssel
Beanspruchte Priorität:
Belgien vom 19. Juni 1963 (507585)
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers Protonen erzeugt werden, die in der Reaktion Li7(p,n)Be7 zur Erzeugung von Neutronen verwendet werden, worauf diese Neutronen mit dem Schwefel 33S zur Reaktion gebracht werden. Dabei müssen die folgenden Bedingungen eingehalten werden:
1. Das Ausgangsmaterial soll eine möglichst große Menge S 33 enthalten.
2. Die Reaktionswahrscheinlichkeit (Sigma-Einfang) soll so groß wie möglich sein (Neutronenenergie zwischen etwa 5 · 105 eV und 1,3 MeV).
3. Zur Verhütung der Reaktion 32S(n,p)32P muß die Neutronenenergie auf maximal 1 bis 1,5 MeV beschränkt werden.
4. Verwendung eines monokinetischen Neutronenflusses, um jedem Neutron eine maximale Reaktionsmöglichkeit zu geben.
5. Hohe Intensität des Neutronenflusses.
6. Kurze Bestrahlungsdauer.
Da die Anreicherung des natürlichen Schwefels als zu teuer angesehen werden muß, verwendet das Verfahren nach der Erfindung als Ausgangsmaterial natürlichen Schwefel, schließt aber auch die Verwendung angereicherten Schwefels nicht aus.
Man hat festgestellt, daß, bezogen auf andere Faktoren, die Reaktionsbedingungen dann optimal
509 689/324
i 201
sind, wenn man einen Beschleuniger benutzt, der Neutronen durch die Reaktion 7Li(p,n)7Be erzeugt. Die Energie der in diesem Gerät erzeugten Neutronen liegt zwischen 29,4 keV (Protonen von 1,88 MeV) und 1,305 MeV (Protonen von 3 MeV). Nach dem Verfahren der Erfindung kann man Protonen verschiedener Energie benutzen, es ist aber vorzuziehen, solche mit einer Energie von etwa 2,7 MeV zu verwenden. In diesem Falle haben die durch die Reaktion 7Li(p,n)7Be erzeugten Neutronen eine Energie von etwa 995 keV. Bei Protonenenergien nahe 2,7 MeV kann man pro Mikroampere Stromstärke 1,5 · 109 Neutronen pro Sekunde erhalten. Die neuesten Beschleuniger erzeugen eine Bündelintensität zwischen 50 und 500 Mikroampere, was einer Neutronenproduktion von 7,5 · 1010 bis 7,5 · 10u n/sec entspricht. Es gibt sogar schon Beschleuniger, die eine Stromstärke von 1,4 Milliampere erzeugen können, was einem Neutronenfluß von 2 · 1012 n/sec entspricht. Es ist im übrigen nicht ausgeschlossen, daß diese Stromstärke in naher Zukunft noch überschritten wird.
Benutzt man einen Teilchenbeschleuniger als Neutronenquelle, so kann die Bestrahlungsdauer für die Reaktion 33S(n,p)33P auf etwa 1 Tag herabgesetzt werden, wenn man mit den heute zur Verfügung stehenden Geräten auch längere Bestrahlungszeiten möglich machen kann.
Man hat berechnet, daß man 1,5 · 10~7 Curie P 33 pro Gramm Schwefel und pro Tag erhalten kann oder 150 Mikrocurie P 33 pro Kilogramm Schwefel und pro Tag.
Die Vorteile, die das Verfahren nach der Erfindung aufweist, sind die folgenden:
1. Man erhält P 33 frei von P 32. 35 S.
2. Als Ausgangsmaterial wird natürlicher Schwefel oder gegebenenfalls auch angereicherter Schwefel verwendet.
3. Es ist keine Wartezeit erforderlich, in der die Aktivität von Nebenprodukten abnehmen müßte.
4. Nach der Bestrahlung ist eine elektromagnetische Trennung der Isotopen überflüssig.
5. Der Schwefel befindet sich während der Bestrahlung auf gewöhnlicher Temperatur, so daß fast alle Verfahren zur Trennung von Phosphor und Schwefel zur Anwendung kommen können, die an sich bekannt sind.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von f|P durch Beschüß des Isotops f|S des Schwefels mit Neutronen, der zur Reaktion 33SOi1P)33P führt, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers Protonen erzeugt werden, die in der Reaktion 7Li(p,n)7Be zur Erzeugung von Neutronen verwendet werden, worauf diese Neutronen mit dem Schwefel 33S zur Reaktion gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Protonen verwendet werden, die eine Energie von nahezu 2,7 MeV haben.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß natürlicher Schwefel verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 765 489;
J. Inorg. Nucl. Chem., 1959, Vol. 11, S. 86;
Journal of Applied Physics, September 1953,
1076.
509 689/324 9.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEE27248A 1963-06-19 1964-06-19 Verfahren zur Erzeugung von Phosphor P Pending DE1201925B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE507585 1963-06-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1201925B true DE1201925B (de) 1965-09-30

Family

ID=3844806

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE27248A Pending DE1201925B (de) 1963-06-19 1964-06-19 Verfahren zur Erzeugung von Phosphor P

Country Status (6)

Country Link
BE (1) BE633780A (de)
DE (1) DE1201925B (de)
FR (1) FR1397673A (de)
GB (1) GB1057154A (de)
LU (1) LU46214A1 (de)
NL (1) NL6406760A (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB765489A (en) * 1954-09-25 1957-01-09 Atomic Energy Authority Uk Improvements in or relating to production of radioactive phosphorus

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB765489A (en) * 1954-09-25 1957-01-09 Atomic Energy Authority Uk Improvements in or relating to production of radioactive phosphorus

Also Published As

Publication number Publication date
LU46214A1 (de) 1964-08-01
BE633780A (de)
FR1397673A (fr) 1965-04-30
GB1057154A (en) 1967-02-01
NL6406760A (de) 1964-12-21

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