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DE1201764B - Messtasche mit einstellbarer Fuellraumgroesse fuer Schacht-Gefaessfoerderanlagen - Google Patents

Messtasche mit einstellbarer Fuellraumgroesse fuer Schacht-Gefaessfoerderanlagen

Info

Publication number
DE1201764B
DE1201764B DES55317A DES0055317A DE1201764B DE 1201764 B DE1201764 B DE 1201764B DE S55317 A DES55317 A DE S55317A DE S0055317 A DES0055317 A DE S0055317A DE 1201764 B DE1201764 B DE 1201764B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring pocket
measuring
pocket
partition
filling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES55317A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Beckmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SKIP CIE GmbH
Original Assignee
SKIP CIE GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SKIP CIE GmbH filed Critical SKIP CIE GmbH
Priority to DES55317A priority Critical patent/DE1201764B/de
Publication of DE1201764B publication Critical patent/DE1201764B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G47/00Article or material-handling devices associated with conveyors; Methods employing such devices
    • B65G47/02Devices for feeding articles or materials to conveyors
    • B65G47/16Devices for feeding articles or materials to conveyors for feeding materials in bulk
    • B65G47/18Arrangements or applications of hoppers or chutes
    • B65G47/19Arrangements or applications of hoppers or chutes having means for controlling material flow, e.g. to prevent overloading

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

  • Meßtasche mit einstellbarer Füllraumgröße für Schacht-Gefäßförderanlagen Bei Schacht-Gefäßförderungen ist oft darauf Rücksicht zu nehmen, daß Fördergut verschiedenen Schüttgewichts auftritt. Ein solcher Fall ist z. B. bei einem Kohlenschacht gegeben, wenn er die Förderung mehrerer Reviere aufzunehmen hat, in denen Flöze mit wesentlich unterschiedlichem Bergegehalt abgebaut werden, oder wenn Kohlen und Berge getrennt zu fördern sind. Entsprechendes gilt für einen Erzschacht, bei dem abwechselnd Reich- oder Armerz anfällt oder bei dem Erz und Berge getrennt gefördert werden. Es muß daher im allgemeinen das Fördergutvolumen, das für den einzelnen Förderzug in den Skip oder das sonstige Fördergefäß aufgegeben wird, einstellbar sein, damit die Nutzlast des jeweiligen Förderzuges die obere Grenze, für die die Anlage, insbesondere die Fördermaschine und das Förderseil, ausgelegt ist, nicht überschreitet. Das Fördergut mit dem geringeren Schüttgewicht bestimmt das räumliche Fassungsvermögen des Fördergefäßes und der zugehörigen Füll- und Meßtasche (im folgenden kurz als »Meßtasche« bezeichnet) und der Entladetasche.
  • Es sind bereits verschiedene Anordnungen bekannt, die gestatten, die Füllanlage einem wechselnden Schüttgewicht des Füllgutes anzupassen. Wird das Fördergut stetig zugeführt, z.B. durch ein Förderband, so wird nach einem der bekannten Vorschläge die Meßtasche oder ein vorgeschalteter Behälter auf eine Wiegeeinrichtung aufgesetzt, die bei Erreichen der Nutzlast der Förderung den Antrieb des Förderbandes abschaltet. Statt dessen kann man in der Meßtasche gegeneinander in der Höhe versetzte Taster anbringen, von denen derjenige eingeschaltet wird, der dem Schüttgewicht des jeweiligen Fördergutes entspricht. Ist das durch seine Lage in der Meßtasche bestimmte Volumen erreicht, so unterbricht der eingeschaltete Taster über einen Servomotor od. dgl. die weitere Zufuhr des Fördergutes.
  • In der Regel genügt es, nur zwischen zwei Schüttgewichten zu unterscheiden, die gegebenenfalls den Mittelwert der in Betracht kommenden beiden Schüttgewichtsbereiche darstellen. Alsdann benötigt man nur zwei Taster.
  • Beide Ausführungen setzen voraus, daß das Fördergut stetig zugeführt wird, sie können nicht angewandt werden, wenn das Fördergut schlagartig in die Meßtasche strömt, wie es bei der Beschickung aus einem Bunker der Fall ist. Für Fälle dieser Art ist eine Ausführung bekanntgeworden, bei der zur Anpassung des Meßtaschenvolumens an das in Betracht kommende Schüttgewicht eine der Meßtaschenwände einstellbar eingerichtet ist. Insbesondere wird hierzu die Kopfdecke der schräg verlagerten Meßtasche benutzt (deutsche Patentschrift 819 066).
  • Diese Einrichtung ist im allgemeinen auf schräge rutschenförmige Meßtaschen beschränkt. Sie wird verhältnismäßig kostspielig, wenn es sich um Meßtaschen für große Nutzlasten handelt. Es kommt hinzu, daß bei der vorgenannten Meßtasche von der äußeren Querschnittshöhe, die wegen der unter Tage gegebenen Raumverhältnisse nicht beliebig vergrößert werden kann, ein verhältnismäßig hoher Anteil für die Unterbringung der beweglichen Kopfdecke und des zugehörigen Lenkermechanismus innerhalb der Meßtasche verlorengeht. Schließlich ist zu berücksichtigen, daß der lichte Meßtaschenquerschnitt bei erheblichem Unterschied der Schüttgewichte für das Fördern von Fördergut mit dem höchsten Schüttgewicht eine Einengung erfahren müßte, die bei großer Stückigkeit des Fördergutes nicht mehr zulässig wäre. Diese Einschränkung gilt allgemein für einstellbare Meßtaschenwände.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßtasche mit einstellbarer Füllraumgröße für Schacht-Gefäßförderanlagen, der das Fördergut aus einem unten abschließbaren Bunker zugeleitet wird und die an ihrem unteren Ende eine Verschlußklappe aufweist. Eine solche Meßtasche mit veränderlichem Füllraum, die im Vergleich zu der bekannten Meßtasche vielseitiger verwendbar, für große Nutzlasten billiger, den Verhältnissen unter Tage besser angepaßt und für die Aufnahme von grobstückigem Gut geeignet ist, wird erfindungsgemäß durch mindestens eine die Länge der Meßtasche unterteilende, aus dem freien Querschnitt der Meßtasche herausbewegbare Zwischenwand zum Einstellen der Füllraumgröße geschaffen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in den F i g. 1 bis 3 in Seitenansicht bzw. im Schnitt je ein Ausführungsbeispiel.
  • Bei der Ausführung nach F i g. 1 besteht die rutschförmige, im Querschnitt rechteckige Meßtasche 1 aus zwei ineinander übergehenden Teilen 1 a und 1 b.
  • Dem Auslauf des Teils 1 a ist ein Verschluß in Gestalt einer Schwenkklappe 2 zugeordnet, sie wird über ein Kniehebelgestänge 3 mit Hilfe eines Kolbenantriebes 4 betätigt. Der Zylinder dieses Kolbenantriebes 4 ist mit waagerecht liegenden Zapfen an einem Aufbau 5 des Meßtaschenteils 1 b schwenkbar gelagert. Die Kolbenstange 6 greift an einem Hebel 7 an, der mit dem Kniehebelgestänge 3 verbunden ist.
  • Ein entsprechender Verschluß ist am Auslauf des unteren Teils 1 b der Meßtasche vorgesehen. Er besteht aus der Verschlußklappe 8, dem Kniehebelgestänge 9 und dem Kolbenantrieb 10. Dieser ist mit waagerechten Zapfen an einem Aufbau 11 der an die Meßtasche anschließenden Überleitrutsche 12 schwenbar gelagert und greift über die Kolbenstange 13 und den Hebel 14 am Kniehebelgestänge 9 an.
  • An der Überleitrutsche 12 ist in bekannter Weise ein Spaltdichter 15 schwenkbar gelagert. Er wird nach dem Einfahren des Skips 23 in die Füllstellung über den schwenkbar gelagerten Kolbenantrieb 16 in die aus F i g. 1 ersichtliche Wirkstellung ausgeschwenkt, in der er den Spalt zwischen der Überleitrutsche 12 und der Einfüllöffnung des Skips 23 überbrückt.
  • Der Kolbenantrieb 16 kann ebenso wie die Kolbenantriebe 4 und 10 üblicherweise mit Druckluft oder auch mit Drucköl betrieben werden.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Meßtasche 1 mit dem Fördergut aus einem Bunker 17 beschickt wird, dessen Auslaufrutsche 18 durch einen Sektorschieber 19 abgeschlossen ist.
  • Dieser wird durch einen schwingend aufgehängten Kolbenantrieb 20 betätigt, dessen Kolbenstange 21 an dem bei 22 schwenkbar gelagerten Sektorschieber 19 angreift.
  • Der Verschluß 2 des oberen Meßtaschenteils 1a stellt - bezogen auf die Gesamtmeßtasche - den obengenannten Zwischenverschluß dar. Er gestattet es, den Füllraum der Meßtasche zu unterteilen, derart, daß nur der durch den oberen Meßtaschenteil gegebene Füllraum oder der durch die gesamte Meßtasche bereitgestellte Füllraum benutzt wird.
  • Hiernach hat die beschriebene Einrichtung die folgende Wirkungsweise: Ist Fördergut gegeben, das das kleinere der beiden vorgegebenen Schüttgewichte aufweist, so wird für die Dauer der Förderung dieses Gutes der Verschluß 2 geöffnet. Er bildet in der Offenstellung, wie man aus F i g. 1 ersehen kann, eine Fortsetzung der oberen Decke des Meßtaschenteils la oder - anders gesagt - er überbrückt die oberen Decken zwischen den beiden Meßtaschenteilen 1 a und 1 b. Es steht nunmehr der volle Füllraum der gesamten Meßtasche 1 zur Verfügung. Sie wird in der bekannten Weise jeweils während des Treibens durch Öffnen des Sektorschiebers 19 aus dem Bunker 17 gefüllt. Anschließend wird der Sektorschieber 19 geschlossen. Ist der zugehörige, am Förderseil 24 hängende Skip 23 in die Füllstellung vorgefahren, so wird der Spaltdichter 15 in die Wirkstellung ausgeschwenkt und anschließend der Verschluß 8 geöffnet, worauf sich die Meßtasche 1 in den Skip entleert.
  • Ist Fördergut mit dem höheren Schüttgewicht gegeben, so wird der Verschluß 8 für die Dauer der Förderung dieses Gutes in die Offenstellung gebracht, in der er eine glatte Fortsetzung der oberen Decke des Meßtaschenteils 1 b bis zur Überleitrutsche 12 hin bildet. Es übernimmt alsdann der Verschluß 2 die Aufgabe des Auslaufverschlusses der nunmehr auf den oberen Teil 1 a beschränkten Meßtasche. Es wird also jeweils während des Treibens nur der Meßtaschenteil la aus dem Bunker 17 durch Öffnen des Sektorschiebers 19 gefüllt und nach dem Vorsetzen des Skips 23 in die Füllstellung - inzwischen ist der Sektorschieber 19 wieder geschlossen - durch Offnen des Verschlusses 2 in den Skip 23 entladen. Hierbei bildet der untere Meßtaschenteil ib - der Wirkungsweise nach - gleichsam eine Verlängerung der Überleitrutsche 12.
  • Bei der vorerwähnten Benutzungsweise hat das im oberen Teil la angesammelte Fördergut einen längeren Rutschweg zum Skip 23 hin, es beschleunigt sich hierbei und stürzt mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit in den Skip 23, was zu einem unerwünschten Zerschlagen des Fördergutes, z. B. Kohle, führt und für den Skip eine stärkere Beanspruchung als sonst bedeutet. Man kann dem dadurch begegnen, daß man den Verschluß 8 jeweils mitbenutzt. Alsdann wird während des Treibens die jeweilige Füllmenge in dem Meßtaschenteil la angesammelt und durch dessen Volumen abgemessen, anschließend wird der Sektorschieber 19 geschlossen und darauf der Verschluß 2 geöffnet. Es fließt alsdann die im oberen Teil la abgemessene Fördergutmenge in den unteren Teil 1 b, dessen Verschluß 8 geschlossen ist.
  • Hier verbleibt die abgemessene Fördergutmenge, bis der Skip 23 in die Füllstellung einfährt und der Verschluß 8 geöffnet wird, z. B. selbsttätig in Abhängigkeit von dem Einfahren des Skips 23. Es sind hierfür z. B., wie an sich bekannt oder bereits vorgeschlagen, Steuerungen mit einem Zeitrelais verwendbar, das für den Verschluß 8 nach einer einstellbaren Zeitspanne, die zum sicheren Entleeren der Meßtasche la bzw. 1 ausreicht, das Schließkommando gibt. Auch die weiteren Vorgänge können selbsttätig durchgeführt werden, indem z. B. in Abhängigkeit von dem Schließkommando bzw. dem tatsächlichen Schließen des Verschlusses 8 das Abfahrtsignal für den Skip 23 ausgelöst und das Öffnungskommando für den Sektorschieber 19 gegeben wird, nachdem inzwischen der Verschluß 2 in die Schließlage geführt ist.
  • Die letztgenannte Ausführung bzw. Benutzungsweise hat noch den Vorteil, daß der Verschluß 8 bei jedem Füllvorgang in der gleichen Weise benutzt wird, so daß die selbsttätige Steuerung insoweit unverändert bleiben kann. Alsdann ist beim Übergang von Fördergut des einen Schüttgewichtes zu dem des anderen Schüttgewichtes lediglich der Verschluß 2 bzw. dessen Steuerung umzustellen.
  • Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der nach F i g. 1 nur dadurch, daß der hier mit 2 a bezeichnete Zwischenverschluß entsprechend dem Sektorschieber 19 des vorgeschalteten Bunkers 17 als unterschnittiger Sektorschieber ausgebildet ist.
  • Er ist bei 2 b schwenkbar gelagert und wird über einen schwenkbar aufgehängten Kolbenantrieb 4 a betätigt, dessen Kolbenstange 6 a an dem Sektorschieber 2 a angreift.
  • Für die Wirkungs- und Bedienungsweise gilt im wesentlichen das gleiche wie zu der Ausführung nach Fig. 1. Ein Unterschied besteht insofern, als für Fördergut mit dem höheren Schüttgewicht bei der Ausführung nach F i g. 1 der Teil la der Meßtasche benutzt wird, während bei der Ausführung nach Fig. 2 hierfür der untere Teil ob der Meßtasche Verwendung findet. Hierbei wird, wie in F i g. 2 gezeigt, für die Dauer der Förderung des Gutes mit dem höheren Schüttgewicht der Sektorschieber 19 ständig geöffnet gehalten und der obere Meßtaschenteil la als Verlängerung der Auslaufrutsche des Bunkers 17 benutzt. Der Sektorschieber 2 a nimmt die Abmessung der während des Treibens im unteren Meßtaschenteil 1 b bereitzustellenden Fördergutmenge vor.
  • Es ist ersichtlich. daß man statt des einen Zwischenverschlusses 2 bzw. 2 a auch deren mehrere vorsehen kann, falls Fördergut mit drei oder mehr wesentlich verschiedenen Schüttgewichten oder Schüttgewichtsmittelwerten in Betracht kommt. Im allgemeinen genügt aber ein einziger Zwischenverschluß, also die Berücksichtigung von zwei wesentlich verschiedenen Schüttgewichten.
  • Es ist auch möglich, die Lage des Zwischenverschlusses in der Fließrichtung verstellbar einzurichten. Dies läßt sich besonders einfach durchführen, wenn man den Schild eines in der Meßtasche vorgesehenen Füllgutabsenkers für die Zwecke der Erfindung mitbenutzt. Solche Füllgutabsenker, auch als »Schonvorrichtung« bezeichnet, werden insbesondere bei Meßtaschen für Kohlenförderung verwendet, damit die in die Meßtasche einfließende Kohle nur allmählich an den Auslaufverschluß der Meßtasche herangeführt und so gegen ein Zerschlagen geschützt wird, im Gegensatz zu einer Meßtasche ohne Füllgutabsenker, bei der das Füllgut schlagartig in die Meßtasche stürzt. Durch einen Füllgutabsenker wird zugleich auch die Meßtasche geschont.
  • Bei der Ausführung nach F i g. 3 ist die Meßtasche 42 eingangsseitig an den Bunker 43 angeschlossen, und zwar über die Auslaufrutsche 44 und den zugehörigen, bei 45 schwenkbar gelagerten Sektorschieber 46. Dieser wird durch den schwingend aufgehängten Kolbenantrieb 47, dessen Kolbenstange 48 unmittelbar am Sektorschieber 46 angreift, geöffnet und geschlossen. Ausgangsseitig ist die Meßtasche 42 so wie bei den Ausführungen nach F i g. 1 und 2 über einen Auslaufverschluß 8 an die Überleitrutsche 12 mit dem Spaltdichter 15 angeschlossen. Zur Betätigung dieser Teile dienen die gleichen Vorrichtungen wie bei den oben beschriebenen Ausführungen, sie sind dementsprechend mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Wie schon gesagt, ist die Meßtasche 42 mit einem Füllgutabsenker versehen. Der Schild 49 des Absenkers ist in der Querrichtung auf jeder Seite mit zwei Rollen an je einer rinnenförmigen Schienenführung 50 geführt. Auf dem größeren Teil der Meßtasche beginnend in der Nähe des Einlaufs, verläuft die Schienenführung 50 parallel zum Boden der rutschförmigen Meßtasche. Der Schild 49 erstreckt sich in der Querrichtung nahezu über die ganze Breite der Meßtasche 42 und reicht in seiner Tiefe fast bis zum Boden.
  • Wie bekannt, steht der Schild 49 bei Beginn des Füllvorganges der Meßtasche 42 in seiner oberen Endlage und bewegt sich allmählich zum Meßtaschenauslauf hin. Hier weichen die Decke der Meßtasche 42 und die Schienenführung 50 nach oben aus, derart, daß in der unteren Endstellung der Schild 49 den Auslaufverschluß 8 vollkommen freigibt, wie das in F i g. 3 gestrichelt dargestellt ist.
  • Die Bewegung des Absenkerschildes 49 wird in bekannter Weise über einen an ihm angreifenden end- losen Ketten- oder Seilzug 51 mit den Umlenkrollen 52 und 53 geregelt. Hierzu kann eine der Rollen 52 und 53 mit einem Antrieb versehen sein, der die Abwärtsbewegung des Absenkerschildes 49 regelt bzw. durchführt und der zugleich nach dem Entleeren der Tasche 42 den Absenkerschild 49 in die obere Endlage zurückführt und damit die Meßtasche 42 für die Aufnahme der nächsten Füllung bereit macht.
  • Bei den bisherigen Ausführungen der Meßtaschen mit Füllgutabsenkern bewegt sich der Absenkerschild jeweils kontinuierlich zwischen den beiden Endstellungen, von Ausnahmefällen abgesehen, die aber andere Zwecke als hier verfolgen.
  • Gemäß der Erfindung wird bei der Ausführung nach Fig.3 der Absenkerschild 49 als Zwischenverschluß mitbenutzt, und zwar dadurch, daß ihm eine definierte oder willkürlich einstellbare Zwischenstellung gegeben wird für die Zeit, in der Fördergut des größeren Schüttgewichtes gefördert wird.
  • Die Wirkungs- bzw. Benutzungsweise ist folgende: Ist Schüttgut des größeren Schüttgewichtes zu fördern, so nimmt zu Beginn des Füllvorganges der Meßtasche 42 der Absenkerschild 49 die obere Endlage ein und bewegt sich nach Öffnen des Sektorschiebers 46 allmählich in die vorgegebene Mittellage (vgl. Fig.3), bei der der Raum zwischen dem Absenkerschild 49 bis zum Sektorschieber 46 hin gerade die zulässige Nutzlast der Förderanlage aufnimmt. Nachdem der Sektorschieber 46 geschlossen ist, wird der Absenkerschild 49 in die untere Endlage geführt. Es steht nunmehr die zulässige Nutzlast vor dem Auslaufverschluß 8 zum Umladen in den Skip bereit. Das weitere erfolgt, wie oben zu den übrigen Ausführungen angegeben.
  • Ist Fördergut des kleineren Schüttgewichtes zu fördern, so wird der gesamte Füllraum der Meßtasche 42 verwendet. Der Absenkerschild 49 nimmt zum Füllen der Meßtasche 42 wieder die obere Endlage ein, es wird dann der Sektorschieber 46 geöffnet und gleichzeitig der Antrieb des Absenkers 49 eingeschaltet, und zwar für den vollen Hub des Absenkers. Es wird also der Absenker 49 aus der oberen Endlage kontinuierlich in die untere Endlage geführt, womit die Meßtasche 42 ganz gefüllt ist. Anschließend wird der Sektorschieber 46 geschlossen.
  • Das Füllgut steht nunmehr zum Umladen in den Skip bereit. Hat der Skip vorgesetzt, so wird, wie oben beschrieben, der Verschluß 8 geöffnet und nach dem Entleeren der Meßtasche 42 wieder geschlossen.
  • Die Vorgänge können selbsttätig durchgeführt werden. Das gilt auch für die Betätigung des Absenkers 49. Es wird dem zugehörigen Antrieb alsdann eine umschaltbare Steuervorrichtung mit zwei Betriebsstellungen zugeordnet. Bei der einen Betriebsstellung dieser Steuervorrichtung wird der Absenkerschild 49 jeweils zwischen den beiden Endlagen - ohne Zwischenstellung - bewegt, während der Absenkerschild 49 bei der zweiten Betriebsstellung der Steuervorrichtung zwischen diesen beiden Endlagen eine Zwischenstellung einnimmt und in dieser verharrt, bis der Sektorschieber 46 geöffnet, das Füllgut eingeflossen und der Sektorschieber 46 wieder geschlossen ist. Durch das Schließen des Sektorschiebers 46 kann an die vorgenannte Steuervorrichtung das Kommando zum weiteren Absenken des Absenkerschildes 49 gegeben werden. Es bietet keine Schwierigkeiten, die Steuervorrichtung so einzurichten, daß sie hinsichtlich der Lage der Zwischenstellung des Absenkerschildes 49 kontinuierlich oder in Schritten verstellbar ist, mit der Folge, daß man sich jedem Schüttgewicht des Fördergutes anpassen kann. Im allgemeinen wird es ebenso wie bei den Ausführungen nach Fig.1 und 2 genügen, nur eine einzige Zwischenstellung bestimmter Lage vorzusehen, sich also nur auf zwei wesentlich verschiedene Schüttgewichte einzustellen.
  • In der obigen Beschreibung ist jeweils nur eine einzige Meßtasche erwähnt. Sind, wie es häufig der Fall ist, mehrere Meßtaschen, insbesondere zwei Meßtaschen vorgesehen, so können sämtliche Meßtaschen in der gleichen Weise ausgebildet werden, wie das oben beschrieben ist.
  • Bei der neuen Meßtasche können all jene - Steuerungen und gegenseitigen Verriegelungen z. B. zwischen Einlauf- und Auslaufverschluß (hier gegebenenfalls mit Einbeziehung des Zwischenverschlusses) angebracht werden, wie man sie auch sonst verwendet oder schon vorgeschlagen hat.
  • Es ist oben der hauptsächlich in Betracht kommende Fall unterstellt, daß mit den Anlagen, für die die Meßtasche gemäß der Erfindung in Betracht kommt, Fördergut verschiedenen Schüttgewichtes zu fördern sei. Die Meßtasche kann aber auch dann vorgesehen werden, wenn nicht an das Fördern von Gut verschiedenen Schüttgewichtes gedacht ist, sondern ein stufenweiser Ausbau einer Gefäßförderanlage beabsichtigt ist und hierbei anfänglich nur ein Teil der nach dem vollen Ausbau gegebenen Nutzlast gefördert werden darf. Verwendet man hierbei Meßtaschen gemäß der Erfindung, so hat dies den Vorteil, daß sich auch die kleinere Nutzlast, die zunächst nur zulässig ist, durch die Meßtasche abmessen läßt und daß späterhin, wenn nach dem vollen Ausbau der Anlage zur vollen Nutzlast übergegangen wird, kein Umbau der Meßtaschen notwendig ist. Ein solcher Umbau wäre regelmäßig sehr viel teurer als die gemäß der Erfindung vorzusehenden Zwischenver- schlüsse usw. und würde außerdem eine unzulässige oder unerwünschte Betriebsunterbrechung zur Folge haben.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Meßtasche mit einstellbarer Füllraumgröße für Schacht-Gefäßförderanlagen, der das Fördergut aus einem unten abschließbaren Bunker zugeleitet wird und die an ihrem unteren Ende eine Verschlußkappe aufweist, gekennzeichnet d u r c h mindestens eine die Länge der Meßtasche (1, 42) unterteilende, aus dem freien Querschnitt der Meßtasche herausbewegbare Zwischenwand (2, 2 a, 49) zum Einstellen der Füllraumgröße.
  2. 2. Meßtasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand als Klappverschluß (2) mit Kniehebelbetätigungsgestänge (3) ausgebildet ist.
  3. 3. Meßtasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand als Sektorschieber (2a) mit Kolbenantrieb (4a) ausgebildet ist.
  4. 4. Meßtasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand von einem in der Meßtasche (42) verschiebbaren Gutabsenker (49) gebildet ist, der beim Absenken nach Erreichen der gewünschten Füllraumgröße feststellbar ist.
  5. 5. Meßtasche nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen der Zwischenwand (2, 2 a, 49) von dem Fördergefäß (23) beim Einfahren in die Füllstellung und von einem den Leerzustand der Meßtasche (1, 42) feststellenden Gerät selbsttätig steuerbar sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 633 374, 650 028, 675 672, 819 066, 882978; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 732882.
DES55317A 1957-09-27 1957-09-27 Messtasche mit einstellbarer Fuellraumgroesse fuer Schacht-Gefaessfoerderanlagen Pending DE1201764B (de)

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