-
Elektromagnetisches Signalhorn für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft
ein elektromagnetisches Signalhorn für Kraftfahrzeuge, das aus einem Gehäuse, einem
an dessen Rand befestigten Deckel und einer zwischen dem Gehäuserand und dem Deckel
festgeklemmten Membran besteht, die durch einen Elektromagneten anregbar ist, welchem
eine Ankeraufschlagplatte zugeordnet ist, und das mittels eines aus einem oder mehreren
federnden Metallbändern bestehenden elastischen Halters an einem fahrzeugfesten
Teil befestigt ist.
-
Es sind bereits elastische Halter zur Befestigung von Signalhörnern
an Kraftfahrzeugen bekannt, wobei diese Halter die bei Kraftfahrzeugen ständig auftretenden
Erschütterungen nicht oder zumindest nicht in voller Stärke auf das elektromagnetische
Signalhorn übertragen. Diese elastischen Halter bewirken ferner, daß sie nicht wie
starre Halter einen Teil der durch den Elektromagneten erzeugten Schwingungsenergie
der Membran und des Gehäuses an die Kraftfahrzeugkarosserie abgeben. Die bekannten
elastischen Halter bestehen im allgemeinen aus zwei oder mehr, vorzugsweise durch
Distanzscheiben auf Abstand voneinander gehaltenen Blattfedern. Sie haben an beiden
Enden Bohrungen zur Aufnahme von Hohlnieten, mit denen die Blattfedern und die Distanzscheiben
verbunden sind, sowie zur Aufnahme der Befestigungsschrauben, die durch diese Bohrungen
gesteckt sind. Derartige Halter, die durch eine oder mehrere Schrauben am Horngehäuse
befestigt sind, sind relativ teuer.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Befestigung des eingangs
erwähnten Signalhorns am Kraftfahrzeug zu vereinfachen und zu verbilligen, ohne
daß hierdurch eine Funktionsverschlechterung eintritt.
-
Es ist bereits zur Befestigung einer Glühlampenfassung, die aus einem
einstückigen keramischen, vorzugsweise becherförmigen Fassungskörper besteht, bekannt,
eine bandförmige Halteschiene zu verwenden. Die bandförmige Halteschiene wird in
eine Nut der Fassung eingelegt und mittels Schrauben an dieser befestigt und sie
dient einzig und allein der Befestigung der Glühlampenfassung. Außerdem stellt sie
ein selbständiges Einzelteil dar und besteht daher mit dem Sockel der Glühlampenfassung
nicht aus einem Stück, was aus herstellungstechnischen Gründen auch nicht durchführbar
ist, da der Sockel aus Keramik und die Halteschiene aus Blech besteht. Die bekannte,
unelastische Halteschiene hat lediglich den Zweck, die ausKeramikbestehende Glühlampenfassung
zuhalten, wobei in der Glühlampenfassung zur Vermeidung eines Verdrehens der Halteschiene
eine zusätzliche Nut eingeformt werden muß. Es ist ferner eine Glühlampenfassung
mit Berührungsschutzkragen zur Befestigung an einer Unterlage bekannt, wobei der
Schutzkragen an seinem zylindrischen Ende zwei diametral gegenüberliegende durchgehende
Löcher aufweist, von denen das eine zur Aufnahme der von innen durchzusteckenden
Befestigungsschraube bestimmt und an der Außenseite des Schutzkragens von einer
ebenen Auflagefläche umgeben ist, während das andere Loch zum Durchstecken eines
Schraubenziehers dient. Die bekannte Glühlampenfassung weist zur Befestigung an
einer Unterlage einen biegbaren Metallsteg auf, der nicht federnd ist. Auch dieser
bekannte Metallsteg ist bandförmig ausgebildet und hat lediglich den einen Zweck,
die Glühlampenfassung mit einer Unterlage zu verbinden. Das Problem derErfindung
wird durch die bekannten Halteschienen für Glühlampenfassungen nicht gelöst.
-
Die Erfindung besteht nun darin, daß die der Erzeugung der Grund-
und Obertöne bzw. der Lautverstärkung dienenden Teile des Signalhorns über ihren
räumlichen Bereich hinaus radial sich erstreckende, bandartige, mit den Teilen aus
einem Stück bestehende Ansätze aufweisen, die allein oder zusammen mit einem weiteren
Ansatz den Halter für das Signalhorn bilden.
-
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird eine Verbilligung des Signalhorns
und eine Verringerung der Materialkosten erreicht. Außerdem wird die Herstellung
des Halters wesentlich vereinfacht. Eine Verminderung der Tonstärke des Signalhorns
tritt durch diese Maßnahme nicht ein. Außer den geringen Materialkosten entstehen
keinerlei Mehrkosten, da es sich sowohl bei der Membran als auch beim Deckel um.
Stanzteile
handelt. Die dadurch erzielte Verbilligung des Signalhorns ist durch die außerordentlich
hohen Stückzahlen sehr bedeutend. Da das erfindungsgemäße elektromagnetische Signalhorn
für alle Kraftfahrzeugtypen verwendet werden kann, ist dieses Signalhorn als Massenartikel
anzusehen.
-
Weitere Erfindungsmerkmale sind in den Unteransprüchen und in der
spezifizierten Beschreibung dargelegt.
-
Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein elektromagnetisches Signalhorn im Schnitt
mit einerAnkeraufschlagplatte aus zwei Bandfedern und einer zwischen diesen angeordnetenWeicheisenplatte,
F i g. 2 einen Schnitt durch ein elektromagnetisches Signalhorn, ähnlich dem nach
F i g. 1, .jedoch mit einer Ankeraufschlagplatte aus einer gefalteten Bandfeder,
F i g. 3 einen Schnitt durch ein schematisch angedeutetes Signalhorn, ähnlich dem
der F i g.1 und 2, mit einer durch mehrere Faltungen einer Bandfeder verstärkten
Ankeraufschlagplatte, F i g. 4 die Draufsicht auf ein teilweise gezeigtes Signalhorn,
bei dem der als Halter dienende Fortsatz an der Membran vorgesehen ist, F i g. 5
einen Schnitt durch das Signalhorn nach Fig.4. F i g. 6 die Befestigungsstelle eines
elektromagnetischen Signalhorns im Schnitt mit einem U-förmig gebogenen,- als Halter
dienenden Fortsatz -der in Seitenansicht, F i g. 7 eine etwas geänderte Ausführungsform
des Halters, ähnlich dem nach F i g. 6, F i g. 8 einen aus Membranfortsatz und zwei
Blattfedern gebildeten Halter und F i g. 9 einen aus Membranfortsatz und Gehäusedeckelfortsatz
gebildeten Halter.
-
Die gezeigten Signalhörner setzen sich zusammen aus einem Gehäuse
1, einer Membran 2, einem Deckel 3, einem Elektromagneten und einem Unter
brechersystem (nicht gezeigt) sowie einem Halter, mit dem das elektromagnetische
Signalhorn am Kraftfahrzeug befestigt ist. Das Gehäuse 1 hat einen Flansch 1', mit
dem die Membran 2 und der Deckel 3 mittels Sehrauben 4 verbunden sind.. An der Membran
2 ist das Schwingsystem, gebildet aus einem Anker 5 mit Tauchkernen 6 und der Befestigungsschraube7,
frei schwebend aufgehängt, ImBoden des Gehäuses 1 ist eine Ankeraufschlagplatte
eingelassen. und die Magnetspule 11 befestigt. DieAukeraufschlagplatte hach Fi g.1
besteht aus zwei Bandfedern 8 und 9, die mit ihrem einen Ende aus dem Gehäuse herausragen
und einer zwischen den Bandfedern angeordneten Weicheisenplatte 10. Zwischen den
freien Enden der beiden Bandfedern 8. ,9 ist eine Distanzscheibe 12 angeordnet,
die mittels eines Hohlnietes oder durch Punktschweißen mit. den Bandfedern
8, 9 verbunden ist. In den freien Bandfederenden sind Löcher ausgestanzt,
die der Bohrung der Distanzscheibe 12 entsprechen und mit dieser fluchtend zur Aufnahme
einer Befestigungsschraube angeordnet sind.
-
Das elektromagnetische Signalhorn nach F i g. 2 entspricht dem von
F i g.1, jedoch besteht die Ankeraufschlagplatte aus einer Bandfeder 13, die, um
einen genügenden Magnetfluß zu erhalten, in der Länge der Ankeraufschlagplatte umgebogen
ist. Falls erforderlich, kann der als Halter dienende Teil der Bandfeder
13, wie strichliert angedeutet, zur Steifheit Ausbiegungen 14 erhalten.
-
Bei einem Signalhorn nach F i g. 3 besteht die Ankeraufschlagplatte-
aus einer dreifach gefalteten. Bandfeder 16. Die beiden freien Enden dieser Bandfeder
16 sind aus dem Gehäuse 1 herausgeführt und mittels einer Distanzscheibe 15 als
Halter des Signalhorns ausgebildet.
-
Die F i g. 4 bis 9 zeigen Ausführungsformen der Erfindung bei den
allgemein üblichen elektromagnetischen Signalhörnern mit fest am Gehäuseboden befestigten--
Elektromagneten 17. Wie aus den F i g . 4 und 5 zu ersehen, dient ein Fortsatz
18 der Membran 2
als Halter. Dieser kann, wie strichliert angedeutet,
durch Ausbiegungen 14 bzw. Ausprägungen noch versteift werden.
-
Bei dem Halter nach F i g. 6 ist der Fortsatz der Membran 2 .=zu einem
U-förmigen. Bügel 19 geformt und das abgebogene Ende des Bügels 19 mit der
Befestigungsschraube 4 am Gehäuse befestigt. Der Halter hat an seinem freien Ende
Durchzüge 20, die verhindern, daß beim Befestigen des Signalhorus am Kraftfahrzeug
der U-förmige Bügel 19 zusammengedrückt wird.
-
F i g. 7 zeigt eine- ähnliche Ausführung, bei der der als Halter ausgebildete
Fortsatz 21 am Deckel 3 des Signalhorns angebracht ist.
-
Die Ausführung- nach F i.g. 8 kommt dem bisher üblichen, im allgemeinen
aus drei Blechen zusammen = gesetzten Halter nahe. Zur Versteifung wurde an jeder
Seite dm-Fortsatzes22 eine durch je eine Distanzscheibe 23 hzw. 24 in Abstand vom
bandförmigen Fortsatz 22 gehaltene Bandfeder 25 und- 26 angeordnet, die mittels
eines Hohlnietes mit dem Fortsatz 22 am freien Halterende verbunden sind, während
am Gehäuseende des Halters die beiden Bandfedern 25 und 26 durch die Schraube
4 mit dem Signalhorn verbunden sind.
-
F i g. 9 zeigt einen Halter; der aus je einem Fortsatz 27 bzw. 28
der Membran 2 und des Deckels 3 gebildet ist und bei dem der Fartsatz 28 des Deckels
3 zurVersteifung des Halters eine bauchförmige Abkröpfung hat. Wie angedeutet, kann
zusätzlich oder statt dessen auch der Fortsatz 27 der Membran 2 bauchförmig abgekröpft
werden.
-
Wie aus allenAusführungsformenklar zu erkennen, wird mitderErfindung
einewesentlieheVereinfachung des Halters und somit eine beachtliche Verbilligung
des elektromagnetischen Signalhorns erreicht.