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DE1200819B - Verfahren zur Herstellung von Estern der Pyrophosphorsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Estern der Pyrophosphorsaeure

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Publication number
DE1200819B
DE1200819B DEA42773A DEA0042773A DE1200819B DE 1200819 B DE1200819 B DE 1200819B DE A42773 A DEA42773 A DE A42773A DE A0042773 A DEA0042773 A DE A0042773A DE 1200819 B DE1200819 B DE 1200819B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
esters
mono
reaction
pyrophosphoric acid
active methylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA42773A
Other languages
English (en)
Inventor
Teruaki Mukaiyama
Tsujiaki Hata
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asahi Chemical Industry Co Ltd filed Critical Asahi Chemical Industry Co Ltd
Publication of DE1200819B publication Critical patent/DE1200819B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H11/00Compounds containing saccharide radicals esterified by inorganic acids; Metal salts thereof
    • C07H11/04Phosphates; Phosphites; Polyphosphates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/098Esters of polyphosphoric acids or anhydrides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. d:
C07f
C07d
Deutsche Kl.: 12 ο - 27
Nummer: 1 200 819
Aktenzeichen: A 42773 IVb/12o
Anmeldetag: 30. März 1963
Auslegetag: 16. September 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Pyrophosphorsäureestern durch Umsetzung eines Trialkyl-, Tri-aralkyl- oder Alkyl-di-aryl-phosphits mit einem Mono- oder Diester der Orthophosphorsäure und dem Mono- oder Dihalogenid einer aktivierte Methylengruppen enthaltenden Verbindung. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man als halogenierte aktive Methylenverbindung eine solche der allgemeinen Formel ACXYCOZ verwendet, in welcher A eine Nitril- oder Carbonamidgruppe, Z eine Äthoxy- oder eine gegebenenfalls cyclohexylsubstituierte Aminogruppe ist und X = H oder Cl bedeutet, wenn Y = Cl ist, sowie X = H oder Br bedeutet, wenn Y = Br ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren schließt nicht nur die Herstellung von Nucleosidpolyphosphaten, wie Adenosindi- oder -triphosphat und Uridindi- oder triphosphat, und Kohlenhydratpolyphosphaten, die von biochemischer und pharmazeutischer Bedeutung sind, sondern auch die Herstellung verschiedener ao Phosphorylierungsmittel, wie Tetraäthylpyrophosphat oder Tetra-(p-nitrophenyl)-pyrophosphat, ein.
Zur Herstellung von Pyrophosphorsäureestern aus Estern der Phosphorsäure sind verschiedene Versuche unter Verwendung von Carbodiimiden, Ketoximsulfonaten, Isocyanaten oder Phosphoresteramiden unternommen worden. Die Übertragung dieser Verfahren in die Technik bereitet jedoch große Schwierigkeiten, da sie kompliziert sind und die Entfernung der Nebenprodukte schwierig ist. Außerdem können nach diesen Verfahren lediglich symmetrische Pyrophosphorsäureester hergestellt werden.
Es ist weiterhin bekannt, daß die nach der Perkow-Reaktion aus Trialkylphosphiten und «-Halogenketonen oder «-Halogenaldehyden gebildeten Phosphorsäure-enolester nicht weiter mit den Trialkylphosphiten reagieren, sondern sich ausschließlich mit nucleophilen Phosphorsäureestern zu Pyrophosphorsäurederivaten umsetzen. Von den nach der Perkow-Reaktion erhaltenen Phosphorsäureenolestern ist jedoch bisher noch keines zur industriellen Herstellung von Pyrophosphorsäureestern verwendet worden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß diese Enolester unter drastischen Bedingungen hergestellt werden und gegenüber nucleophilen Reagenzien reaktionsträge sind (vgl. J. F. A11 e η und O. H. Johnson, J. Amer. Chem. Soc, 77, S. 2871 [1955]). Die Erfinder haben kürzlich festgestellt, daß der aus Triäthylphosphit und Äthyl-a-chloraceton hergestellte Enolester eine geringe Reaktionsfähigkeit gegenüber Mono- oder Diäthylphosphat aufweist und daß in Gegenwart einer katalytischen Menge Borfluorid bei einer Verfahren zur Herstellung von Estern der
Pyrophosphorsäure
Anmelder:
Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha, Osaka
(Japan)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke und Dipl.-Ing. H. Agular,
Patentanwälte, München 27, Pienzenauer Str. 2
Als Erfinder benannt:
Teruaki Mukaiyama, Tokio;
Tsujiaki Hata, Yokosuka-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 31. März 1962 (12129)
Temperatur von 1000C und einer Reaktionsdauer von Stunde Pyrophorsäuretetraäthylester in 55%iger Ausbeute erhalten werden kann, doch ist dieser Enolester zu wenig reaktionsfähig, um zur Herstellung von Estern der Pyrophosphorsäure aus anderen, weniger reaktionsfähigen Phosphorsäurestern dienen zu können.
Die Erfindung betrifft in erster Linie ein wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung der Pyrophosphorsäureester von Naturstoffen, wie Kohlenhydraten, Nucleosiden oder Vitaminen, zu entwickeln, die von biochemischer und pharmazeutischer Bedeutung sind.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung von Pyrophosphaten durch Umsetzung von Phosphorsäureestern
OH
R4O-P-OR8
509 687/485
mit Phosphiten
R2
O
R1O-P-OR3
in Gegenwart von Mono- oder Dihalogenderivaten von aktiven Methylenverbindungen vorgeschlagen, bei dem die Pyrophosphate
R2O
R3O
.OR5
OR*
in quantitativer Ausbeute erhalten werden und das eine allgemeine Anwendbarkeit besitzt.
Die dem Verfahren der Erfindung zugrundeliegende Reaktion läuft wie folgt ab:
R2
O
ACXYCOZ + R1O-P-OR3
.i
ACX = CZ + R4O-P-OR5 i O OH
i
R3O-P-OR2
R1Y + ACHXCOZ
R3O.
R2O
,0 O
OR5
OR4
Hierbei bedeutet R1 einen Alkyl- oder Aralkylrest, R2 und R3 Alkyl-, Aralkyl- oder Arylreste, R4 Wasserstoff oder einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest und R5 einen von jeder beliebigen Phosphorsäureester bildenden organischen Verbindung abgeleiteten Rest.
Bei der Reaktion bilden sich durch Umsetzung der Mono- oder Dihalogenderivate der aktiven Methylenverbindungen mit den Phosphiten zunächst Phosphorsäureenolester, an die dann die nucleophilen Ester der Phosphorsäure unter Bildung von Pyrophosphorsäureestern angreifen.
Als Phosphite werden erfindungsgemäß im allgemeinen Trialkylphosphite mit Methyl-, Äthyl-, n-Propyl, Isopropyl-, η-Butyl- oder Isobutylresten oder Tribenzylphosphit verwendet, da diese Substanzen billig sind. Für manche Zwecke werden Phosphite verwendet, die verschiedene Reste tragen, wie Monoäthyl-bis-(p-nitrophenyl)-phosphit.
Die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel ACXYCOZ, wobei A, X, Y und Z die oben angegebene Bedeutung haben, als Halogenderivate von aktiven Methylenverbindungen ergibt besonders günstige Ergebnisse.
Als Ester der Orthophosphorsäure können erfindungsgemäß Mono- oder Dialkylphosphate mit Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, η-Butyl- oder Isobutylresten; Aralkylphosphate, wie Mono- oder Dibenzylphosphat; Arylphosphate, wie Mono- oder Diphenylphosphat, Mono- oder Bis-(p-nitrophenyl)-phosphat oder Mono- bzw. Di-(p-chlorphenyl)-phosphat; Kohlenhydratphosphate wie die Glucose-, Fructose- oder Ribosephosphate; Nucleosidphosphate, wie 5'-Guanylsäure, 5'-Adenylsäure, 3'-Uridylsäure; oder Phosphate von Sterinen, Terpenalkoholen oder Vitaminen verwendet werden.
Wie aus den obigen Gleichungen und Formeln ersichtlich ist, werden bei Verwendung von organischen Triphosphiten und Phosphorsäureestern mit gleichen Resten (R2 = R3 = R4 = R5) symmetrische Pyrophosphorsäureester erhalten. Im Gegensatz dazu werden bei Verwendung von Phosphiten und Phosphaten mit verschiedenen Resten, R2 R3 R4 R5, ausschließlich unsymmetrische Ester der Pyrophosphorsäure erhalten. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich daher sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Pyrophosphate ohne Schwierigkeit herstellen. Die Herstellung unsymmetrischer Pyrophosphate ist aber besonders wichtig, da die meisten der natürlich vorkommenden Pyrophosphate unsymmetrisch sind.
Die Pyrophosphatbindungen können auch durch Wiederholung der Reaktion noch verlängert werden. Zum Beispiel läßt sich 5'-Adenosintriphosphat aus 5'-Adenosinmonophosphat durch zweimalige Phosphorylierung mit Phosphiten wie Dibenzyl- oder Diphenylphosphit mit anschließender Hydrolyse erhalten.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im allgemeinen 1 Mol der obengenannten Phosphite und 1 Mol der obengenannten Phosphorsäureester in getrennten Gefäßen in einem Lösungsmittel gelöst und zu einer der beiden Lösungen eines oder mehrere der obengenannten Halogenderivate von aktiven Methylenverbindungen in — bezogen auf Halogen — äquivalenter Menge gegeben. Die beiden Lösungen werden dann bei einer geeigneten Temperatur miteinander vermischt und eine geeignete Zeit bei Raumtemperatur auf bewahrt.Nach Abfiltrieren eines weißen Niederschlages, bei dem es sich um die aktiven Methylenverbindungen handelt, wird das Pyrophosphat durch Destillation, Lösungsmittelextraktion oder eine Kombination dieser Verfahren isoliert.
Die aktiven Methylenverbindungen werden beim Abfiltrieren in 90 bis 95%iger Ausbeute wiedergewonnen und können zur erneuten Verwendung für den gleichen Zweck wieder halogeniert werden. Die Reaktionsbedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie die Reaktionsdauer und die Reaktionstemperatur, sind von den Reaktionsteilnehmern abhängig. Bei Verwendung von reaktionsfähigen Verbindungen, wie Methyl-, Äthyl- oder Phenylphosphat, werden 1 bis 2 Stunden Reaktionsdauer bei Raumtemperatur benötigt, während bei weniger reaktionsfähigen Verbindungen, wie den Phosphaten von Kohlenhydraten, Nucleosiden oder Vitaminen, eine Reaktionsdauer von 24 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur geeignet ist.
5 6
Zur Durchführung des Verfahrens kann jedes Beispiel 4
Lösungsmittel verwendet werden, das gegenüber den
bei der Perkow-Reaktion gebildeten Phosphorsäure- 1,26 g Dimethylphosphat wurden mit 1,3 g Dibromenolestern inert ist. Im allgemeinen werden Lösungs- malonamid und 1,66 g Triäthylphosphat 2 Stunden mittel verwendet, die die Reaktionsteilnehmer leicht 5 bei Raumtemperatur in Äther umgesetzt. Die Auflösen, wie Äther, Benzol, Dioxan, N-Dimethylform- arbeitung des Reaktionsgemisches nach dem Verfahren amid oder Tetrahydrofuran. Es ist nicht erforderlich, von Beispiel 1 lieferte 2,3 g (Ausbeute 88 %) Dimethyldiese organischen Lösungsmittel vor der Verwendung diäthylpyrophosphat.
zu trocknen, da Wasser bei der Reaktion nicht stört.
Bisweilen kann die Umsetzung in wäßriger Lösung io Beispiel5
durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Halogenderivate 1,02 g Bis-(p-nitrophenyl)-phosphat wurden mit
der allgemeinen Formel ACXYCOZ von aktiven 3,9 g Dibrommalonamid und Monoäthyl-bis-(p-nitro-
Methylenverbindungen sind dem von Cramer phenyl)-phosphit 5 Stunden bei Raumtemperatur in
(Chem. Ber., 91, S. 704 ff. [1958]) verwendeten Äthyl- 15 Dioxan umgesetzt. Nach Abfiltrieren des weißen
monobrommalonat in folgenden Punkten überlegen. Niederschlages und Entfernen des Dioxane und
1. Die Perkow-Reaktion geht leichter von statten. Äthylbromids im Vakuum wurde rohes Tetra-(p-nitro-„ ^. .... ^, , , „, , .. . , phenyD-pyrophosphat erhalten. Das Produkt kann
2. Die gebildeten Enolester der Phosphorsaure sind ^ weitere Reini zum phosphorylieren von gegenüber den nucleophilen Phosphorsaureestern 2o 2',3'-O-Isopropylidenguanosin verwendet werden, das reaktionsfähiger. nach Abspaitung der isopropylidengruppe Guanosin-
Weiterhin ist das erfindungsgemäße Verfahren 5'-phosphat liefert,
insofern vorteilhaft, als es die Herstellung von
Pyrophosphorsäureestern in einer einzigen Stufe Beispiel 6
gestattet, ohne daß — im Gegensatz zu dem Verfahren 35 Die Umsetzung von 1,54 g Diäthylphosphat mit von Cramer — die als Zwischenprodukte auf- 1,66 g Triäthylphosphit und einer oder einem Gemisch tretenden Enolester isoliert werden müßten. der folgenden Verbindungen: 0,77 g a-Dichlorcyan-
Gegenüber den anderen Kondensations- bzw. acetamid, 2,10 g «-Monojodcyanacetamid, 1,92 g Wasserabspaltungsverfahren zeichnet sich das er- «-Monobromcyanessigsäureäthylester nach dem Verfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß leichter 30 fahren des Beispiels 1 lieferte 1,9 bis 2,3 g (Ausbeute herstellbare Phosphite verwendet werden und daß die 66 bis 88 %) Tetraäthylpyrophosphat.
Wiedergewinnung und erneute Verwendung der
Halogenderivate der aktiven Methylenverbindungen Beispiel 7
wirksamer geschehen kann.
Zusätzlich zu diesen Vorteilen ist das erfindungs- 35 Zu 2,45 g N-Cyclohexyl-a-monobromcyanacetamid gemäße Verfahren auch auf die Herstellung unsym- _ jn 20 ecm Tetrahydrofuran dispergiert — wurde metrischer Pyrophosphate anwendbar, wie sie bei bei Raumtemperatur tropfenweise ein Gemisch von Naturstoffen meistens vorliegen. 1,24 g Triäthylphosphit und 1,54 g Diäthylphosphat
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der gegeben. Nach Stehenlassen über Nacht wurde das
Erfindung. 40 Reaktionsgemisch eingeengt. Nach Zugabe von Äther,
B e i s η i e 1 1 Filtrieren und Eindampfen wurden bei der Vakuum-
P destillation 2,64 g (Ausbeute 91%) Tetraäthylpyro-
Zu 1,54 g Diäthylphosphat und 1,63 g α-Mono- phosphat erhalten,
bromcyanacetamid in 150 ecm Äther wurde bei
— 500C tropfenweise eine Lösung von 1,24g Tri- 45 Beispiel 8
methylphosphit in 15 ecm Äther gegeben. Nach
2stündigem Stehen bei Raumtemperatur wurden der Zu einer Lösung von 0,35 g 5'-Adenosinmono-
weiße Niederschlag^ abfiltriert und aus dem Filtrat phosphat, 0,66 g Tribenzylphosphit und 0,37 g n-Butylder Äther und das Äthylbromid im Vakuum entfernt. amin in 25 ecm N-Dimethylformamid wurde tropfen-Bei der Destillation des Rückstands wurden 2,4 g 50 weise eine Lösung von 0,25 g «-Monobromcyan-(Ausbeute 92%) Dimethyldiäthylpyrophosphat er- acetamid in 10 ecm N-Dimethylformamid gegeben, halten. (Siedepunkt 100 bis 106°C/0,004 mm Hg.) Das Reaktionsgemisch wurde 6 Stunden gerührt und
sodann weitere 24 Stunden bei Raumtemperatur
Beispiel 2 stehengelassen. Nach Zugabe von 0,25 g Natrium-
55 jodid wurde das Reaktionsgemisch weitere 2 Stunden
Aus 1,54 g Diäthylphosphat, 1,22 g «-Dibrom- gerührt.
cyanacetamid und 1,66 g Triäthylphosphit wurden Zu dieser Lösung wurden bei 40°C 100 ecm
nach dem Verfahren nach Beispiel 1 2,7 g Tetraäthyl- trockenes Aceton gegeben. Sodann wurde der Niederpyrophosphat erhalten. Ausbeute 94 %> Siedepunkt schlag abzentrifugiert, mit Aceton gewaschen und über 135 bis 136°C/lmmHg. 60 Phosphorpentoxyd getrocknet, wobei 0,4 g trockene
Festsubstanz erhalten wurden. 15malige Extraktion
Beispiel 3 dieser Festsubstanz mit je 15 ecm Isopropylalkohol
lieferte nach Entfernung des Lösungsmittels 0,30 g
Aus 1,54 g Diäthylphosphat, 1,2 g a-Monochlor- (Ausbeute60,7%)Monobenzyl-5'-adenosindiphosphat. cyanacetamid und 2,5 g Tri-n-butylphosphit wurden 65 C17H20N5O10P2Na · 2 H2O.
nach dem Verfahren des Beispiels 1 3,3 g Diäthyl- ,
di-(n-butyl)-pyrophosphat erhalten. Ausbeute 96%, Berechnet... JN 12,1/ /0;
Siedepunkt 114 bis 118°C/0,02 mm Hg. gefunden ... N 12,76%.
Aus diesem Monobenzyl-S'-adenosindiphosphat konnte durch Wiederholung der Reaktion 5'-Adenosintriphosphat hergestellt werden, das biochemisch und pharmazeutisch von Bedeutung ist.

Claims (3)

5 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Pyrophosphorsäureestern durch Umsetzung eines Trialkyl-, Triaralkyl- oder Alkyl-di-aryl-phosphits mit einem Mono- oder Diester der Orthophosphorsäure und dem Mono- oder Dihalogenid einer aktive Methylengruppen enthaltenden organischen Verbindung, dadurchgekennzeichnet, daß man als halogenierte aktive Methylenverbindung eine solche der allgemeinen Formel ACXYCOZ verwendet, in welcher A eine Nitril- oder eine
Carbonamidgruppe, Z eine Äthoxy- oder eine gegebenenfalls cyclohexylsubstituierte Aminogruppe ist und X = H oder Cl bedeutet, wenn Y = Cl ist, sowie X = H oder Br bedeutet, wenn Y = Br ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines gegenüber Phosphorsäure-enolestern inerten Lösungsmittels durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Pyrophosphorylierung von Nucleosiden, Kohlenhydraten oder Vitaminen eine Reaktionsdauer von 20 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur anwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Chemische Berichte, Bd. 91 (1958), S. 704 bis 712.
509 687/485 9.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEA42773A 1962-03-31 1963-03-30 Verfahren zur Herstellung von Estern der Pyrophosphorsaeure Pending DE1200819B (de)

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