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DE1200815B - Verfahren zur Herstellung von 11alpha, 17alpha, 21-Trihydroxy-9beta, 10alpha-pregn-4-on - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11alpha, 17alpha, 21-Trihydroxy-9beta, 10alpha-pregn-4-on

Info

Publication number
DE1200815B
DE1200815B DEN23278A DEN0023278A DE1200815B DE 1200815 B DE1200815 B DE 1200815B DE N23278 A DEN23278 A DE N23278A DE N0023278 A DEN0023278 A DE N0023278A DE 1200815 B DE1200815 B DE 1200815B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pregn
preparation
trihydroxy
11alpha
9beta
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN23278A
Other languages
English (en)
Inventor
Engbert Harmen Reerink
Pieter Westerhof
Hendrik Frederik Loui Schoeler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority to DEN23278A priority Critical patent/DE1200815B/de
Publication of DE1200815B publication Critical patent/DE1200815B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 11a,17a,21-Trihydroxy-9,8, l0a-pregn-4-en-3,20-dion. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 11 a,17a,21-Trihydroxy-9ß,l0a-pregn-4-en-3,20-dion, welches der Formel entspricht. Im Gegensatz zu normalen IOß,9a-Steroiden, bei denen die vier Ringe des Kohlenstoffskeletts etwa in einer Ebene liegen, weist das Steroidskelett der erfindungsgemäß herstellbaren Verbindung einen Knick längs der Verbindungsleitung der Kohlenstoffatome 9 und 8 auf. Auch infolge dieses Umstandes ist die Konfiguration der Methylgruppen und Wasserstoffatome an den Kohlenstoffatomen 10, 9, 8, 13 und 14 nicht überall gleich der bei den normalen Steroiden. Die Konfiguration dieser Gruppen und Wasserstoffatome an den erwähnten Kohlenstoffatomen ist bei der erfindungsgemäß herstellbaren Verbindung 10a, 9ß, 8ß. 13(3. 14a, während sie bei der.normalen Steroiden 10ß. 9a, 8ß, 13ß, 14a ist.
  • Die erfindungsgemäß herstellbare Verbindung hat überraschende pharmakologische Eigenschaften. So hat dieser Stoff keine antientzündliche Wirksamkeit, keinen Einfluß auf die Elektrolytausscheidung des Körpers, wohl aber eine glukokortikoidische Wirksamkeit. Diese Eigenschaften weichen deutlich von denen der entsprechenden Verbindung der normalen Reihe ab, welche keine pharmakologisch wertvolle Eigenschaften aufweist.
  • Die erfindungsgemäß herstellbare Verbindung hat weiterhin keine uterotropische und keine antiuterotropische Wirkung.
  • Sie ist außerdem ein wichtiges Ausgangsprodukt für die Herstellung anderer 9ß.I0a-Steroide. Es kann z. B. durch Oxydation der 11-Hydroxygruppe 17a,21-Dihydroxy-9ii, lOa-pregn-4-en-3,11,20-trion hergestellt werden, oder, durch Methylierung am Kohlenstoffatom 2 kann z. B. durch Reaktion mit Diäthyloxalat und Natriumhydrid und anschließende Umsetzung mit Methyljodid bei Vorhandensein von getrocknetem Kaliumcarbonat 2-Methyl-1 l a,17a,21-trihydroxy-9ß, I Oa-pregn-4-en-3,20-dion erhalten werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man 17a,21 - Dihydroxy-9ß, IOa-pregn-4-en-3,20-dion in an sich bekannter Weise mit einer Kultur eines Mikroorganismus oder den daraus gewonnenen oxydierend wirkenden Enzymen, welche in Verbindungen der normalen Steroidreihe (9a,lOß) eine 11a- oder llß-ständige Hydroxygruppe einzuführen vermögen, unter aeroben Bedingungen bebrütet.
  • Als solche können Mikroorganismen des Geschlechts Moniliaceae genannt werden. Von diesem Geschlecht können insbesondere folgende Sorten genannt werden, z. B.
  • Aspergillns, wie A. niger, A. nidulans; Cunninghamella, wie C. blakesleeana; Absidia, wie A. glauca; Pycnosporium sp. QM 703; Pestalotia, wie P. foedans; Beauveria ; Fusarium, wie F. elegans; Helminthosporium, wie H. sativum; Colletotrichum, wie C. pisi; Rhizopus, wie R. nigricans. Insbesondere wurden beim Zustandekommen der Erfindung günstige Ergebnisse mit Aspergillus ochraceus erzielt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird auf eine Wei: °. durchgeführt, die den bekannten mikrobiologischen Umsetzungen entspricht, z. B. dadurch, daß die Unterlage unter den dazu geeigneten Verhältnissen mit einer Kultur einer obenerwähnten Schimmelart und/oder deren Enzymsysteme in Kontakt gebracht wird. Dazu läßt man z. B. zuerst eine j Kultur der Schimmelart unter aeroben Verhältnissen in einer Nährlösung wachsen, worauf man ein Substrat, das das zu oxygenierende Steroid enthält, das in Lösung oder Suspension zugesetzt werden kann, der oxybiontischen Dissimilationswirkung des entstandenen Myceliums unterwirft. Die Nährlösung besteht im wesentlichen aus einer Kohlenstoff- und einer Stickstoffquelle, z. B. einem Kohlenhydrat, wie Glukose, Maltose oder Stärkemehl, und einer organischen Stickstoffquelle, wie Maisweich- . wasser oder Hefeextrakt, Albuminhydrolysaten, Aminosäuren, oder einer anorganischen Stickstoffquelle, wie Ammoniumsalzen oder Alkalimetallnitraten. Dem Mittel, das das zu oxygenierende Steroid und eine oder mehrere der vorerwähnten Nahrungsquellen enthält, kann gewünschtenfalls auch noch ein Antischaummittel, z. B. Glycerylmonostearat, zugesetzt werden.
  • Die geeignete Gärungstemperatur liegt gewöhnlich zwischen 20 und 28°C, obzwar höhere oder niedrigere Temperaturen, die zwischen 15 und 35°C liegen, im allgemeinen auch brauchbar sind.
  • Der pH-Wert des Mittels kann auf die normale Weise eingestellt werden und wird vorzugsweise auf einen Wert zwischen 6 und 7 gebracht.
  • Die zur Oxydation des Steroids erforderliche Zeit kann sich zwischen weiten Grenzen ändern, aber gewöhnlich ist eine Oxygenierungsperiode von 10 bis 48 Stunden für eine vollständige Umsetzung optimal.
  • Die nach Beendigung des Oxygenierungsvorgangs erhaltene 11-Hydroxysteroidverbindung kann auf eine der üblichen Weisen aus dem Mittel und/oder dem Mycelium, vorzugsweise durch Extraktion mit nicht mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln, wie Diäthyläther, Äthylacetat, Amylacetat, Methylisobutylketon oder anderen Estern und Ketonen, isoliert werden. Insbesondere ist Methylisobutylketon ein geeignetes Extraktionsmittel.
  • Das oxygenierte Steroid kann auch durch chromatographische Verfahren, gegebenenfalls in Kombination mit Extraktion aus dem Gärungsmittel, isoliert und gereinigt werden.
  • Nach der Erfindung kann das 11-Hydroxysteroid auch dadurch erhalten werden, daß man Sporen der betreffenden Mikroorganismen auf Lösungen oder Dispersionen der angegebenen Ausgangssteroide einwirken läßt.
  • Die erhaltene Verbindung kann in normaler Weise zu Tabletten, Pillen, Kapseln und Flüssigkeiten für orale Verabreichung und in flüssiger Form für parenterale Verabreichung verarbeitet werden.
  • Beispiel Eine 120 g eingedicktes Maisweichwasser und 120 g Glukose in 61 destilliertem Wasser enthaltende Nährlösung wurde nach Einstellung mit Hilfe einer wäßrigen 2 n-Natriumhydroxydlösung auf pH 6,5 und nach einer 20 Minuten dauernden Sterilisation bei einer Temperatur von 120° C mit einer auf Hafermalzagar gewachsenen Kultur von Aspergillus ochraceus geimpft. Diese Impfkultur wurde, in zwölf Schüttelkolben von je 21 Inhalt, 36 Stunden bei 26°C auf einer rotierenden Schüttelmaschine (250 Umdr./Min.) geschüttelt, worauf das entstandene Myceliumgemisch in einen rostfreien stählernen Gärungsbehälter von 5001 mit einem Rührwerk und Aerator übergebracht wurde, in dem folgendes, unter den obenerwähnten Verhältnissen sterilisiertes Gärungsmittel vorhanden war: Maisweichwasser (berechnet auf trocknen Stoff) ....................... 1110 g Glukose ........................... 1110 g Leitungswasser . . _ . . . . ... . .......... 2201 pH 6,5 (Natronlaugelösung) Diesem Fermentationsmittel wurde 24 Stunden nach dem Impfen 66 g Retro-comp. S (17a,21-Dihydroxy-9/3,10a-pregn-4-en 3,20-dion) in 22,2 1 Methylcellosolve gelöst, zugesetzt, worauf nochmals 41 Stunden bei 26°C fermentiert wurde (Drehzahl 160/Min., Luftzufuhr: 0,9 m3/m2 Bodenfläche/Min.).
  • Das Filtrat der Kultur (2601) wurde dann fünfmal jeweils mit 651 Methylisobutylketon extrahiert. Der totale Extrakt wurde in Vakuum bis 101 eingedampft und mit aktivierter Kohle behandelt. Darauf wurde die Lösung in Vakuum zu einem teilweise kristallinen Uberrest eingedampft. Dieser Öberrest wurde aus 150 ml Dichloräthan umkristallisiert, woraus sich 39 g kristallines Produkt ergab. Die Mutterlauge wurde zur Trockne eingedampft, und der Uberrest wurde aus 35 ml Dichloräthan kristallisiert, wodurch weitere 12,8 g kristallines Produkt erhalten wurden.
  • Die vereinigten Kristalle (51,8 g) wurden zweimal kristallisiert, jeweils aus etwa 1 1 Dichloräthan. Auf diese Weise wurde 44,16 g Endprodukt erhalten, das als 11 a-Hydroxy-Retro-comp. S plus 1 Mol Dichloräthan identifiziert wurde.
  • Das Kristallösungsmittel konnte durch Trocknen im Vakuum (0,5 mm HZ) bei 80°C (6 Stunden) daraus entfernt werden. Das Produkt hatte folgende physikalische Konstanten Schmelzpunkt 189 bis 194°C (getrocknetes Präparat 191,5 bis 194,3°C). UV-Absorptionsspektrum in Methanol max.
  • 242 m#L, E = 16 600 (sowohl vom getrockneten als auch vom nicht getrockneten Präparat). [a]" = -61,7°C (c = 1, Dioxan) (getrocknetes Präparat -72,3°C).
  • Elementaranalyse: C 59,890%, H 7,390%, Cl 15;620%.
  • Berechnet für C23H340@C12: C 59,870%, H 7,430%, Cl 15,36%.
  • IR = 3310, 1693, 1642, 1611, 1417, 1275, 1238, 1213, 1117, 1077, 1057, 1000, 949, 870. bei .1"« 242 = 476.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellungvon lla,17a,21 Trihydroxy-9f,i0a-pregn-4-en-3,20-dion, dadurch gekennzeichnet, daß man 17a,21-Dihydroxy 9ß,10a-pregn-4-en-3,20-dion in an sich bekannter Weise mit einer Kultur eines Mikroorganismus oder den daraus gewonnenen oxydierend wirkenden Enzymen, welche in Verbindungen der normalen Steroidreihe (9a,103) eine 11a- oder Il(3-ständige Hydroxygruppe einzuführen vermögen, unter aeroben Bedingungen bebrütet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Aspergillus ochraceus als hydroxylierenden Mikroorganismus verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften USA.-Patentschrift Nr. 3 019 370.
DEN23278A 1963-06-05 1963-06-05 Verfahren zur Herstellung von 11alpha, 17alpha, 21-Trihydroxy-9beta, 10alpha-pregn-4-on Pending DE1200815B (de)

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DEN23278A DE1200815B (de) 1963-06-05 1963-06-05 Verfahren zur Herstellung von 11alpha, 17alpha, 21-Trihydroxy-9beta, 10alpha-pregn-4-on

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3019370A (en) * 1960-03-09 1962-01-30 Burroughs Corp Transistor controlled gaseous indicator

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3019370A (en) * 1960-03-09 1962-01-30 Burroughs Corp Transistor controlled gaseous indicator

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