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DE1200513B - Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus linearem Polystyrol - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus linearem Polystyrol

Info

Publication number
DE1200513B
DE1200513B DEM35843A DEM0035843A DE1200513B DE 1200513 B DE1200513 B DE 1200513B DE M35843 A DEM35843 A DE M35843A DE M0035843 A DEM0035843 A DE M0035843A DE 1200513 B DE1200513 B DE 1200513B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polystyrene
temperatures
isotactic
polymers
atactic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM35843A
Other languages
English (en)
Inventor
Giulio Natta
Giovanni Crespi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montecatini Societa Generale per lIndustria Mineraria e Chimica SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montecatini Societa Generale per lIndustria Mineraria e Chimica SpA filed Critical Montecatini Societa Generale per lIndustria Mineraria e Chimica SpA
Publication of DE1200513B publication Critical patent/DE1200513B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus linearem Polystyrol Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von festen, zusammenhängenden Körpern aus Polystyrol, einschließlich geformter Gegenstände und Körper, aus denen geformte Gegenstände auf mechanischem Wege hergestellt werden.
  • In älteren Patentanmeldungen wurden bereits Verfahren zur Polymerisation von Styrol und anderen a-Olefinen zu linearen Hochpolymeren, die unterschiedliche Polymermengen mit isotaktischer Struktur enthalten und daher wenigstens teilweise kristallisierbar sind, vorgeschlagen. In diesen Patentanmeldungen wurden auch bereits Verfahren zum Abtrennen von isotaktischen Polymeren aus rohen Polymerisationsprodukten, durch Abtrennen der Teile mit ataktischer Struktur, vorgeschlagen.
  • Die Eigenschaften der durch Verformen oder Strangpressen von Produkten mit einem hohen Gehalt an isotaktischen Polymeren hergestellten Gegenständen hängen davon ab, ob die Polymeren eine Übergangstemperatur zweiter Ordnung haben, die unterhalb der Raumtemperatur liegt (wie bei Polypropylen oder Polybuten), oderübergangstemperaturen zweiter Ordnung haben, die über Raumtemperatur liegen (wie bei Polystyrol).
  • Im ersten Fall haben die durch Verformen bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt oder durch Strangpressen bei höheren Temperaturen hergestellten Gegenstände gute mechanische Eigenschaften einschließlich einer hohen Rückprallelastizität. Im zweiten Fall sind jedoch die mechanischen Eigenschaften bei Raumtemperatur schlecht und insbesondere die Schlagfestigkeit niedrig. Die durch thermische Behandlung erzielbaren Verbesserungen sind nur gering.
  • Der Hauptgrund hierfür liegt in der Tatsache, daß die isotaktischen und ataktischen Komponenten zwar in geschmolzenem Zustand oder in unterkühltem (glasigem) Zustand völlig mischbar sind, aber im festen Zustand dagegen nicht mischbar sind, da die isotaktischen Komponenten kristallisieren. Langsames Abkühlen der geschmolzenen Masse oder Tempern der glasigen unterkühlten Mischung bewirkt daher die Abtrennung einer kristallinen, nur aus isotaktischen Polymeren bestehenden Phase, während sich das ataktische Polymere in den zwischen den Kristallen des isotaktischen Polymeren liegenden Zonen konzentriert. Da die ataktischen Polymeren bei niedriger Temperatur eine glasige Masse bilden, hat die heterogene Mischung aus kristallinen und glasigen Anteilen eine Sprödigkeit, die in einigen Fällen höher als die des glasigen Polymeren allein ist. Dies ist zweifellos auf die Heterogenität des Produktes und die daraus folgende unregelmäßige Verteilung der Belastung zurückzuführen. Diese Schwierigkeit tritt nicht nur bei rohen Polymeren, sondern auch bei Polymeren mit größeren isotaktischen Anteilen auf.
  • Es ist bisher nicht direkt gelungen, ou-Olefinpolymere, insbesondere Styrolpolymere, herzustellen, die keine ataktischen Bestandteile enthalten oder in denen die ataktischen Bestandteile in so geringen Mengen vorliegen, daß sie keinen ungünstigen Einfluß auf die mechanischen Eigenschaften von daraus hergestellten Gegenständen haben. Die Wirksamkeit der zur Polymerisation von monomerem Styrol verwendeten Katalysatoren ist nicht ausreichend selektiv, um im wesentlichen rein isotaktische Produkte direkt herzustellen, und die bisher angewendeten Verfahren der Lösungsmittelfraktionierung ermöglichen keine genügend vollständige Entfernung der ataktischen Fraktion aus dem rohen Polymerisationsprodukt.
  • Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß lineares, praktisch kein ataktisches Polystyrol enthaltendes Polystyrol aus seiner Mischung mit ataktischem Polystyrol nach dem nachstehend beschriebenen Lösungsmittelextraktionsverfahren hergestellt werden kann und daß feste, zusammenhängende, aus dem linearen Polystyrol hergestellte Körper leicht in den kristallinen Zustand übergeführt werden können, in dem sie bei solchen Temperaturen verarbeitet werden können, bei denen der kristalline Zustand im wesentlichen erhalten bleibt, aber trotzdem Gegenstände mit wesentlich besseren Eigenschaften erhalten werden, als die bisher aus Polystyrol hergestellten Gegenstände haben.
  • Gemäß der Erfindung werden feste zusammenhängende Körper in Form des gewünschten Gegenstandes oder in Form von Vorformlingen oder anderen Materialien, aus denen die gewünschten Gegenstände mechanisch hergestellt werden können, aus linearem Polystyrol hergestellt, das im wesentlichen kein ataktisches Polystyrol enthält und das in kristallinem Zustand vorliegt.
  • Derartige Körper können eine Vikat-Erweichungstemperatur von wenigstens 148"C bei einer Belastung von 5 kg, eine Rockwell-Härte (M-Maßstab) von wenigstens 95, eine Izod-Rückprallelastizität von wenigstens 10 kg/cm2 haben, und sie verformen sich in keiner Weise beim Erhitzen auf Temperaturen zwischen 100 und 1300C.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus linearem Polystyrol, das keine ataktischen Polymeren enthält, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man lineares Polystyrol auf Temperaturen über seinen Schmelzpunkt erhitzt, einen zusammenhängenden Vorformling bildet, diesen bei Temperaturen zwischen 160 und 190"C zur Überführung des Polystyrols in den kristallinen Zustand 1 bis 3 Stunden tempert und anschließend bei Temperaturen zwischen 160 und 225"C mechanisch weiterbearbeitet.
  • Gemäß einem Merkmal der Erfindung wird im wesentlichen isotaktisches Polystyrol aus einer Mischung von isotaktischem Polystyrol mit nicht isotaktischem Polystyrol durch Extraktion bei Temperaturen unter dem Schmelzpunkt des isotaktischen Polystyrols mit einem Lösungsmittel für das nicht isotaktische Polystyrol hergestellt. Geeignete Lösungsmittel sind Ketone, z. B. aliphatische oder cycloaliphatische Ketone, oder gesättigte Kohlenwasserstoffe, und die Extraktion wird bei Temperaturen durchgeführt, die über dem atmosphärischen Siedepunkt von Methyläthylketonen und unter 1800 C liegen.
  • Gegebenenfalls können auch aliphatische oder cycloaliphatische Ester als Lösungsmittel verwendet werden.
  • Die Verwendung von Aceton oder Methyläthylketon bei der Lösungsmittelextraktion von rohen Polymerisationsprodukten von a-Olefinen wurde bereits vorgeschlagen. Sie wurden jedoch nur bei Temperaturen angewendet, die nicht höher als die Siedetemperaturen bei Atmosphärendruck sind. Selbst wenn die so erhaltenen polymeren Styrolfraktionen vorwiegend aus isotaktischen Bestandteilen bestehen, haben sie keine sehr hohe Kristallinität (zwischen 40 und 45 01o), obwohl sie keine völlig ataktischen Moleküle enthalten. Diese Fraktionen bestehen nicht ausschließlich aus isotaktischen Molekülen, sondern enthalten einen Anteil Blockpolymere, d. h. Polymere, deren Moleküle abwechselnd aus Blöcken (sogenannten Kettenteilen) isotaktischer Struktur und aus Blöcken nicht isotaktischer Struktur bestehen.
  • Bei Verwendung von isotaktisches Polystyrol nicht aufquellenden Lösungsmitteln bei Temperaturen über dem atmosphärischen Siedepunkt von Methyläthylketon, z. B. von 100 bis 180"C, ist es dagegen möglich, den größten Teil der Blockpolymerfraktionen zu extrahieren. Im Vergleich zu Produkten, die Blockpolymerfraktionen enthalten, haben die so erhaltenen Produkte eine höhere Kristallinität und höhere Dichte, verbesserte mechanische und thermische Eigenschaften und einen engeren Schmelzbereich.
  • Zur Entfernung von Blockpolymeren und von ataktischem Polystyrol muß bei höheren Temperaturen gearbeitet werden, als wenn nur ataktisches Polystyrol entfernt werden soll. Bei Verwendung von Methyläthylketon zur Entfernung von Blockpolymeren wird bei einem Druck von mehreren Atmosphären gearbeitet, um das Lösungsmittel flüssig zu halten. Das Lösungsmittel muß bei Temperaturen verwendet werden, die ausreichend tief unter dem Schmelzpunkt des isotaktischenPolymeren liegen, dabei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt der Kristalle die selektive Wirksamkeit des Lösungsmittels zu verschwinden neigt und dann die isotaktischen Polymeren gelöst werden. Schwache Lösungsmittel können dagegen bei Temperaturen verwendet werden, die nicht weit vom Schmelzpunkt der Blockpolymerisate liegen.
  • Wenn die so gereinigten Polymeren üblichen Formgebungsverfahren bei Temperaturen über dem Schmelzpunkt und anschließendem schnellem Abkühlen unterworfen werden, haben die Formkörper keine zufriedenstellenden mechanischen Eigenschaften.
  • Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Polymeren eine immer niedrige Kristallisationsgeschwindigkeit haben, die sich bei steigendem Molekulargewicht verringert. Daher enthalten selbst Gegenstände aus rein isotaktischen kristallisierbaren Polymeren in der Praxis erhebliche Mengen amorpher Bestandteile, die die mechanischen Eigenschaften der Produkte ungünstig beeinflussen. Durch Tempern der Gegenstände wird die Kristallinität erhöht, diese Erhöhung ist aber immer von einer Änderung der Dichte begleitet, die Verformungen und Verzerrungen verursachen kann, und außerdem erfordert das Tempern sehr lange Zeit, vor allem bei hohem Molekulargewicht.
  • Diese Schwierigkeit wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß an Stelle von gereinigtem Polymerpulver zur direkten Herstellung der fertigen Gegenstände zuerst ein Körper hergestellt wird, in dem das Polystyrol in kristallinem Zustand vorliegt, und anschließend daraus durch mechanische Verarbeitung, beispielsweise durch Pressen, Ziehen oder Prägen, der gewünschte Gegenstand hergestellt wird.
  • Wenn beispielsweise Polystyrol mit einem Molekulargewicht von 600000, das von dem während des Polymerisationsverfahrens gebildeten nicht kristallisierbaren Polymeren freigemacht ist, nach üblichen Verfahren zu Vorformlingen verformt oder stranggepreßt wird, werden amorphe oder nur leicht kristalline Produkte erhalten. Bei längerem Tempern zwischen 160 und 180"C kristallisiert das Material solcher Vorformlinge. Die so mit Polystyrol in kristallinem Zustand angereicherten, getemperten Vorformlinge eignen sich zur Verwendung bei der Herstellung von Gegenständen nach ähnlichen Verfahren, wie sie üblicherweise zum Pressen von Gegenständen aus Metallfolien angewendet werden, wenn bei Temperaturen über der vollständigen Schmelztemperatur der Kristalle (etwa 230°C), beispielsweise bei Temperaturen zwischen 160 und 225"C, gearbeitet wird.
  • Die so erhaltenen Gegenstände haben eine hohe Härte, sehr guten Oberflächenglanz und eine geringe Sprödigkeit und lassen sich beispielsweise mit Erfolg als Ersatz für Gegenstände aus keramischem Material verwenden, wobei die Vorteile mit Bezug auf die physikalischen Eigenschaften des Produktes offensichtlich sind, einschließlich der Tatsache, daß ihre Dichte geringer ist als die von keramischem Material.
  • In der nachstehenden Tabelle sind einige Werte für die Eigenschaften von von ataktischen Teilen befreitem Polystyrol in kristallinem und amorphem Zustand aufgeführt und mit den Eigenschaften von gewöhnlichem, durch Radikalpolymerisation hergestelltem Polystyrol verglichen.
    Von Von ataktischen Teilen freies Polystyrol Durch Radikal-
    polymerisation
    getempert gelöscht hergestelltes
    (kristallin) (amorph) Polystyrol
    Vicat-Erweichungspunkt (5 kg Belastung), °C ...... 148 bis 150 115 bis 120 90 bis 95
    Rockwell-Härte (M-Skala) ........................ 97 bis 98 87 bis 88 70 bis 80
    Izod-Rückprallelastizität, kg/cm/cma ............. 10 15 11
    Noch bessere Eigenschaften erhält man bei Polymeren, die zur Entfernung oder Verringerung des Gehalts an Blockpolymerisaten gereinigt wurden.
  • Wenn das verwendete Polystyrol zusätzlich zu dem isotaktischen Material wesentliche Mengen an ataktischen Produkten enthält, so sind seine Eigenschaften im allgemeinen minderwertig. So hat beispielsweise Polystyrol mit einem Gehalt von 400/o ataktischen Molekülen nach 2stündigem Tempern bei 160°C zur Kristallisierung seiner isotaktischen Bestandteile folgende Eigenschaften: Vikat-Erweichungspunkt (bei einer Belastung von 5 kg) ......... 120 bis 125°C Rockwell-Härte (M-Maßstab) . . . nicht feststellbar, da die Probe bricht Izod-Rückprallelastizität ........ 5 kg/cm/cm2 Mit Bezug auf die meisten bekannten synthetischen Harzmaterialien hat völlig isotaktisches Polystyrol den Vorteil größerer Härte neben sehr guter dimensionaler Stabilität, selbst bei Siedetemperatur von Wasser und darüber. Daraus hergestellte Gegenstände haben den Vorteil, daß sie mit Dampf bei Temperaturen von 120 bis 130°C und selbst höheren Temperaturen von 150°C sterilisiert werden können und so die Sterilisationszeit erheblich verringert wird.
  • Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen erläutert: Beispiel 1 Pulverförmiges, lineares Polystyrol wird durch erschöpfende Extraktion mit Metyhläthylketon bei normaler Siedetemperatur von seinen ataktischen Bestandteilen befreit. Der Extraktionsrückstand mit einem Molekulargewicht von 6000 wird in einer Presse mit senkrechter Platte bei 260°C und einem Druck von 30/cm2 zu Scheiben mit einem Durchmesser von 100 mm und einer Dicke von etwa 1 mm verformt. Diese Scheiben werden 2 bis 3 Stunden in einem Luftumwälzungsofen bei 160 bis 170°C gehalten. Während des Temperns verformen sich die Scheiben hauptsächlich infolge der durch die Kristallisation des Polymeren verursachte Schrumpfung.
  • Nach dem Tempern werden die Scheiben als Rohlinge zur Herstellung von Formkörpern in Pressen bei einer Temperatur von 190 bis 200°C und bei Drücken unter 10 kg/cm2 verarbeitet. Derart hergestellte 10 cm lange Streifen zeigen beim Eintauchen in siedendes Wasser für etwa 90 Minuten und anschließendem Abkühlen keine dimensionalen Veränderungen oder höchstens Veränderungen von nur wenigen Zehntelmillimetern.
  • Beispiel 2 0,5mm dicke Schichten werden durch Verformen in einer Plattenpresse bei 260°C aus nach dem Verfahren des Beispiels 1 extrahiertem Polystyrol hergestellt. Die Plättchen werden im Ofen bei 160 bis 170°C getempert, um das Polymere zu kristallisieren, und anschließend bei Temperaturen von 180 bis 190°C mit einem Ziehstempel zu Bechern verformt. Bei 1stündigem Tauchen dieser Becher in kochendes Wasser erfolgt keine merkliche Verformung oder Größenveränderung.
  • Beispiel 3 Kristalline Polystyrolfolien werden nach dem Verfahren des Beispiels 1 3 Stunden bei 170°C getempert.
  • Aus diesen Folien werden im Vakuum bei 195 bis 210°C Formkörper, wie Schalen und Becher, hergestellt. Diese Gegenstände haben einen hohen Glanz und eine Oberflächenhärte von mehr als 95°C Rockwell (M-Skala).
  • Diese Gegenstände zeigen nach dem Erhitzen im Ofen für lange Zeit bei Temperaturen von 1000 C und darüber keine merkliche Verformung. Beispielsweise wurde ein so hergestellter Becher etwa 30 Minuten bei 110 bis 115°C in einer wäßrigen Claciumchloridlösung gehalten. Nach dem Abkühlen war keine wesentliche Änderung von Form und Größe festzustellen.
  • Beispiel 4 Polystyrolpulver mit einer Kristallinität von 35 bis 400/o wird durch wiederholte Extraktion mit Methylisopropylketon bei 100°C gereinigt.
  • Der Extraktionsrückstand wird in eine Spritzpresse eingeführt, aus der Formkörper, wie Kacheln, Schalen und Becher, bei Temperaturen von nicht mehr als 310°C hergestellt werden. Nach dem Abkühlen sind diese Gegenstände praktisch amorph.
  • Durch Tempern bei Temperaturen von 160 bis 180°C kristallisieren sie, erleiden aber erhebliche Verformungen und Deformationen. Wenn solche Gegenstände nach dem Tempern und nach vollständiger Kristallisierung in aus mehreren Teilen zusammengefügten Formen bei Temperaturen von 180 bis 200°C erneut verformt werden, erhält man Formkörper mit erheblichem Glanz und einer Härte von mehr als 95°C Rockwell (M-Skala). Diese fertigen Gegenstände zeigen bei wiederholtem Erhitzen auf Siedetemperatur von Wasser keine merkliche dauernde Verformung.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus linearem Polystyrol, das keine ataktischen Polymerenenthält,dadurch gekennzeichn e t, daß man lineares Polystyrol auf Temperaturen über seinen Schmelzpunkt erhitzt, einen zusammenhängenden Vorformling bildet, diesen bei Temperaturen zwischen 160 und 190"C zur Überführung des Polystyrols in den kristallinen Zustand 1 bis 3 Stunden tempert und anschließend bei Temperaturen zwischen 160 und 225"C mechanisch weiterbearbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das lineare Polystyrol im wesentlichen reines isotaktisches Polystyrol ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: »Die makromolekulare Chemie«, Bd. XVI/1955, S. 213 bis 237.
DEM35843A 1956-11-08 1957-11-07 Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus linearem Polystyrol Pending DE1200513B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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