DE1200349B - Fernsehuebertragungssystem - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
H04n
Deutsche Kl.: 21 al - 33/60
Nummer: 1200 349
Aktenzeichen: S 59076 VIII a/21 al
Anmeldetag: 21. Juli 1958
Auslegetag: 9. September 1965
Die Erfindung bezieht sich auf die Verbreitung von Fernsehsendungen und betrifft ein Fernsehübertragungssystem,
bei dem nur eine bestimmte Gruppe von Teilnehmern die Sendungen empfangen kann; hierzu gehört das in den Vereinigten Staaten
als »pay-as-you-see television« bekannte Übertragungssystem mit ratenweiser Gebührenzahlung.
Bei bekannten Übertragungssystemen dieser Art kommt es darauf an, daß der Empfänger jedes einzelnen
Teilnehmers in einer für das betreffende Verbreitungssystem geeigneten Weise abgeändert sein
muß. Es werden dem Empfangsgerät z. B. bestimmte Vorrichtungen hinzugefügt, die bewirken, daß das
Gerät so lange nur unverwertbare Signale empfängt, bis ein Geldstück in einen Münzautomaten eingeworfen
oder eine Karte mit bestimmten physikalischen Eigenschaften in ihn eingeführt wird, welche
der Teilnehmer gegen eine Gebühr erwerben kann.
So sind Fernsehübertragungssysteme für einen Kreis berechtigter Teilnehmer bekannt, bei denen
das Bildsignal drahtlos ausgesendet und der Begleitton über ein Drahttonnetz und im Zuge jeder der
Leitungen zu den berechtigten Teilnehmern liegende Freigabevorrichtungen übertragen wird.
Bei diesen Systemen wirkt es sich als nachteilig aus, daß der Empfänger des Teilnehmers durch den
Einbau zusätzlicher Vorrichtungen für die Gebührenkontrolle verändert werden muß. Einmal bereitet der
Einbau der Zusatzvorrichtungen dem Benutzer beträchtliche Unbequemlichkeiten; z. B. kann der Empfänger
nicht benutzt werden, solange die Vorrichtung mit ihm verbunden ist, und er kann durch diese Vorrichtung
in unerwünschter Weise beeinflußt werden. Zum anderen kann der Benutzer, wenn der Empfänger
aussetzt, nicht erkennen, ob der Fehler nun im eigentlichen Empfangsteil oder in der Zusatzvorrichtung
liegt und weiß infolgedessen nicht, mit welcher Reparaturwerkstatt er sich in Verbindung
setzen muß. Die Benutzung des Empfängers wird dadurch, daß sich der Teilnehmer genötigt fühlt,
unter Umständen mindestens zwei verschiedene Kundendienste in Anspruch nehmen zu müssen, in
unerwünschter Weise erschwert. Gleich, welcher Teil repariert werden muß, der Empfänger kann in dieser
Zeit weder für den Empfang der normalen Fernseh-Sendungen noch der für die Mitglieder des Verbreitungssystems
bestimmten Sendungen benutzt werden.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und schafft eine Übertragungseinrichtung für Fernseh-Sendungen
der geschilderten Art, bei der überhaupt kein Eingriff in einen vorhandenen Fernsehempfän-Femsehübertragungssystem
Anmelder:
Teleglobe Pay-TV System, Inc., New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Schliebs, Patentanwalt,
Darmstadt, Büchnerstr. 14
Als Erfinder benannt:
Solomon Sagall, New York, N.Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22.JuIi 1957 (673 520)--
ger notwendig wird, so daß auch keine Zweifel darüber entstehen können, ob ein Fehler im Empfänger
selbst oder in der Zusatzvorrichtung liegt und ob nun der allgemeine Kundendienst für Fernsehempfangsgeräte
oder der Kundendienst für das Abonnentensystem in Anspruch genommen werden muß.
Obwohl bisher auf das Abonnentensystem Bezug genommen wurde, soll doch betont werden, daß die
Erfindung nicht nur dort von Nutzen ist, wo die Teilnehmer eine Gebühr zahlen, sondern auch bei Fernsehübertragungen
z. B. zu Bildungszwecken, deren Programme nicht mit dem Ziel eines wirtschaftlichen
Nutzens ausgestrahlt werden und bei denen die angeschlossenen Teilnehmer keine Gebühr zahlen.
Die Erfindung setzt ein Fernsehübertragungssystem voraus, bei dem das Bildsignal drahtlos ausgesendet
und der Begleitton über ein Drahttonnetz und im Zuge jeder der Leitungen zu den berechtigten
Teilnehmern liegende Freigabevorrichtungen übertragen wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Sender das Bildsignal unverzerrt und zusätzlich ein weiteres Tonsignal drahtlos aussendet, die beide von
einem gebräuchlichen Fernsehempfänger zu empfangen sind, und daß bei diesem Empfänger ein elektrisch
unabhängig arbeitendes, baulich getrenntes Tonwiedergabegerät aufgestellt ist, das an das Drahttonnetz
angeschlossen ist. Eine Sperrvorrichtung beeinflußt das Wiedergabegerät und unterbindet die
Tonwiedergabe so lange, bis eine weitere, von Hand zu betätigende Freigabevorrichtuhg den Einfluß der
Sperrvorrichtung aufhebt, so daß der über Draht gesendete Begleitton zur Bildsendung hörbar wird.
509 660BU
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Dabei ist der Empfang des von der Sendestation stellen, mit denen, z. B. innerhalb ihres Gehäuses,
zugleich mit dem Bildsignal ausgestrahlten vom eine Baugruppe 15 fest verbunden ist, die unabhängig
Bildinhalt unabhängigen Tonsignals jederzeit ab- von dem herkömmlichen Empfangsteil arbeitet und
schaltbar. nur mit der Leitung 13 verbunden werden muß.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Über- 5 Wenn dieses System einmal eingerichtet ist, können
tragungssystems nach der Erfindung sieht vor, daß Anschluß und Trennung an einem beliebigen Punkt
Sendestation und Tonwiedergabegerät über ein TeIe- der Leitung 13 außerhalb der Wohnung des Teilfonnetz
miteinander verbunden sind. Die Sperr- nehmers, z. B. an dem Vermittlungsschrank 14, vorvorrichtung
wird dann zweckmäßig in dem Telefon- genommen werden,
netz liegen. io Jedermann, der einen üblichen Fernsehempfänger
netz liegen. io Jedermann, der einen üblichen Fernsehempfänger
Das erfindungsgemäße Fernsehübertragungssystem besitzt, kann also die drahtlos übertragenen Bildbietet
gegenüber den bekannten Systemen die we- und Tonsignale empfangen, die nicht zusammensentlichen
technischen Vorteile eines sendeseitig wie gehörig sind. Aber nur eine Gruppe von Abonnenten
auch für die Teilnehmer voUkommneren und dabei kann das über Draht übertragene Tonsignal empdoch
technisch einfacheren und billigeren sowie be- 15 fangen, das zum Bildsignal gehört,
quemeren Fernsehbetriebes mit beschränkter Emp- Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsfangsberechtigung. Die Möglichkeit des Empfanges beispiel der Erfindung werden Bild- und Tonsignal anderer Fernsehsender mit normaler rein drahtloser in der geschilderten Weise von der Sendestation 10 Übertragungsweise von Bild und Ton bleibt den Teil- zum Fernsehempfänger 12 und dem Tonwiedergabenehmern erhalten. Andererseits können sie vor 20 gerät 15 übertragen. Jedoch ist dem Tonempfänger Entsperrung der Freigabevorrichtungen allgemeine 15 eine Sperrvorrichtung derart zugeordnet, daß das Sendemformationen, insbesondere Programmhinweise über die Leitung 13 empfangene Tonsignal zunächst vor Sendebeginn, unmittelbar drahtlos empfangen. nicht wiedergegeben werden kann. In F i g. 2 besteht
quemeren Fernsehbetriebes mit beschränkter Emp- Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsfangsberechtigung. Die Möglichkeit des Empfanges beispiel der Erfindung werden Bild- und Tonsignal anderer Fernsehsender mit normaler rein drahtloser in der geschilderten Weise von der Sendestation 10 Übertragungsweise von Bild und Ton bleibt den Teil- zum Fernsehempfänger 12 und dem Tonwiedergabenehmern erhalten. Andererseits können sie vor 20 gerät 15 übertragen. Jedoch ist dem Tonempfänger Entsperrung der Freigabevorrichtungen allgemeine 15 eine Sperrvorrichtung derart zugeordnet, daß das Sendemformationen, insbesondere Programmhinweise über die Leitung 13 empfangene Tonsignal zunächst vor Sendebeginn, unmittelbar drahtlos empfangen. nicht wiedergegeben werden kann. In F i g. 2 besteht
Im einzelnen werden Aufbau und Wirkungsweise diese Sperre aus einem an sich bekannten Verzerrer
des Fernsehübertragungssystems nach der Erfindung 25 16, der am Sender steht und über die Leitung 13 das
sowie weitere Merkmale und Vorteile aus der nun Tonwiedergabegerät hindert, das Begleittonsignal
folgenden Beschreibung typischer Ausführungs- verständlich wiederzugeben. Eine von Hand zu be-
beispiele hervorgehen, die durch die Zeichnungen tätigende Vorrichtung wirkt derart mit dem Gerät
erläutert werden. In diesen zeigt 15 zusammen, daß der Einfluß der Sperrvorrichtung
Fig. 1 das Blockschaltbild eines Fernsehüber- 30 16 ausgeschaltet wird und das Gerät die Drahtton-
tragungssystems, Sendung wiedergeben kann. In F i g. 2 ist diese Zu-
F i g. 2 das Blockschaltbild einer Ausführungsform satzvorrichtung als ein an die Leitung 13 angeschlos-
der Erfindung und sener Entzerrer 17 dargestellt. Der Teilnehmer kann
Fig. 3 und 4 weitere Gestaltungsmöglichkeiten. z.B. eine Lochkarte, die er bei der Betriebsgesell-
In F i g. 1 ist mit 10 ein Fernsehsender herkömm- 35 schaft für diese Art Fernsehübertragungen gekauft
Iicher Art bezeichnet, der ein Bildsignal 11 aus- hat, in die Vorrichtung 17 einstecken. Die Karte
strahlt, das von einem normalen Empfänger 12 im wird die Vorrichtung so steuern, daß der Einfluß der
Heim des Teilnehmers aufgenommen wird. Obwohl Sperrvorrichtung 16 aufgehoben wird,
nur eine solche Verbindung dargestellt ist, kann die Nach dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungs-Sendung natürlich von beliebig vielen Empfängern im 40 beispiel sendet wieder die Station 10 ein Bildsignal Sendebereich der Station 10 aufgenommen werden. zum Empfänger 12, während das Begleittonsignal
nur eine solche Verbindung dargestellt ist, kann die Nach dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungs-Sendung natürlich von beliebig vielen Empfängern im 40 beispiel sendet wieder die Station 10 ein Bildsignal Sendebereich der Station 10 aufgenommen werden. zum Empfänger 12, während das Begleittonsignal
Neben dem Fernsehsignal strahlt die Station 10 über die Leitung 13 zum Tonwiedergabegerät 15 geauch
ein Tonsignal aus, das in bekannter Weise langt, das in der Nähe des Bildempfängers steht. Hier
ebenfalls von dem Empfänger 12 empfangen und als besteht jedoch die Sperre aus einem normalerweise
Ton wiedergegeben wird, das jedoch nicht das zum 45 geöffneten Schalter 18, der vor dem Tonwiedergabe-Bildsignal
gehörige Begleittonsignal darstellt. Dieses gerät 15 in der Leitung 13 liegt und verhindert, daß
vom Bildinhalt unabhängige Tonsignal dient nur in- das Tonsignal in diesem hörbar gemacht wird. Eine
soweit der Information, als der Teilnehmer, der auf von Hand zu betätigende Vorrichtung 19 dient dazu,
die Fernsehsendung abstimmt, nicht der Meinung den Schalter zu schließen, so daß dann das Gerät 15
sein kann, sein Empfänger sei nicht in Ordnung, 50 das über Draht gesendete Tonsignal synchron mit
weil der Ton fehlt. Das drahtlos übertragene Ton- dem Bildsignal wiedergibt. Diese Vorrichtung 19 ist
signal kann aber auch Mitteilungen enthalten, z. B. ein Münzautomat, der eine Einwurf öffnung für ein
darüber, wie der Teilnehmer Bild und Begleitton Geldstück besitzt und ein Schaltwerk, das von dem
synchron empfangen kann. Geldstück ausgelöst wird und den Schalter 18 für
Das von der Station 10 gelieferte, zum Bild ge- 55 eine bestimmte Zeitdauer geschlossen hält. Der
hörige synchrone Begleittonsignal wird dagegen über Ausdruck »Geldstück« umfaßt hier auch Formlinge
die Leitung 13 eines Telefonnetzes und die Vermitt- oder Ersatzgeld von bestimmter Gestalt, das vom
lung 14 zu einer Tonwiedergabevorrichtung 15 be- Teilnehmer gekauft wird.
kannter Ausführung am Empfangsort übertragen. Selbstverständlich kann, auch wenn in F i g. 1 bis 3
Diese Vorrichtung ist von dem Empfänger 12 elek- 60 jeweils nur ein Empfänger und ein Tonwiedergabe-
trisch unabhängig und baulich getrennt. gerät dargestellt ist, eine beliebige Anzahl von BiId-
Die Leitung 13 des Telefonnetzes ist vollständig empfängern und Tongeräten an das Verteilungssystem
unabhängig von den Leitungen, welche dem Telefon- angeschlossen sein, wie dies Fig. 4 zeigt. Diese Figur
dienst dienen. Wenn die erfindungsgemäße Über- zeigt auch einen ersten Vermittlungsschrank 14, zu
tragungsanlage aufgebaut wird, wird das Tonwieder- 65 dem die Leitung 13 von der Sendestation 10 führt,
gabegerät 15 in der Wohnung aufgestellt, und die mit einer Anzahl Schalter 20, die in den Zuleitungen
Spezialleitung 13 verbindet sie mit der Sendestation. . zu den Tonwiedergabegeräten 15 liegen, die den
Die Industrie kann aber auch Fernsehempfänger her- Fernsehempfängern 12 jeweils zugeordnet sind.
In den Beispielen der Fig. 2 und 3 sind diese Schalter ständig geschlossen, da die zuvor beschriebenen
Sperren und die von Hand zu betätigenden Einschaltvorrichtungen die Tonwiedergabe steuern.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 übernehmen jedoch die Schalter 20 selbst die Aufgabe der Sperren
und sind normalerweise geöffnet. Dafür hat die von Hand zu betätigende Vorrichtung, mit welcher der
Einfluß der Sperre aufgehoben werden kann, die Gestalt eines üblichen Telefonapparates 21, der in der
Wohnung des Teilnehmers steht und über die übliche Telefonleitung 22 mit einem zweiten Vermittlungsschrank
23 verbunden ist, an dem eine Beamtin sitzt, die von jedem Teilnehmer von seinem Apparat 21
aus angerufen werden kann. Wird die Tonwiedergabe für das Fernsehübertragungssystem nach F i g. 4 gewünscht,
so ruft der Teilnehmer einfach die Beamtin am Schrank 23 an und beauftragt sie, sein Tonwiedergabegerät
15 in das Telefonnetz 13 einzuschalten. Auf diesen Auftrag hin schließt die Beamtin den
zugehörigen Schalter 20, sofern es sich um verhältnismäßig kleine Anlagen handelt, bei denen beide Vermittlungsschränke
von einer Beamtin bedient werden können, oder die Beamtin in der Vermittlung 23 verständigt
eine andere Beamtin in der Vermittlung 14, den zugehörigen Schalter zu schließen, oder sie kann
eine Vorrichtung betätigen, die den verlangten Schalter 20 schließt. Gleichzeitig damit wird die Gebühr
auf die Telefonrechnung gesetzt.
Statt die normale Telefonanlage mit Apparat 21 und Leitung 22 zu benutzen, um die Beamtin in der
Vermittlung 23 anzurufen, kann auch in jeder Wohnung ein besonderes Telefon vorgesehen sein, das
dieselbe Leitung benutzt, welche die Vermittlung 14 mit dem Tonwiedergabegerät 15 verbindet. Bei einer
solchen Anlage schließt jeder Schalter 20 für jede Anschlußleitung am Vermittlungsschrank 14, solange
er offen ist (wie in F i g. 4 gezeichnet), einen anderen Schalter, der mit der Leitung verbunden ist und den
besonderen Telefonapparat über diese Leitung in einen Stromkreis einschaltet, über den die Beamtin
in der Vermittlung 14 erreicht werden kann. Ebensogut kann an Stelle eines besonderen Telefonapparates
in der Wohnung des Teilnehmers nur ein Schalter, etwa ein Druckknopfschalter od. dgl., vorgesehen
sein, der, wenn er betätigt wird, den Stromkreis eines Summers, einer Lampe oder einer anderen, in der
Nähe des Vermittlungsschrankes 14 angeordneten Signalvorrichtung schließt, so daß der Teilnehmer
nur diesen Knopf zu drücken braucht, um anzuzeigen, daß er die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen
wünscht. Bei dieser letzteren Anordnung wird also, solange einer der Schalter 20 am Vermittlungsschrank
14 der F i g. 4 offen ist, ein anderer nicht eingezeichneter
Schalter automatisch geschlossen, der die Leitung zum Teilnehmer mit einer Signalvorrichtung
verbindet, und der Stromkreis für die Signalvorrichtung wird geschlossen, sobald eine Schaltvorrichtung
in der Wohnung des Teilnehmers betätigt wird. Mithin wird bei dieser Anordnung dieselbe Leitung zur
Übertragung des Tonsignals und rückwärts zur Signalisierung des Wunsches zur Inanspruchnahme
der Dienstleistung ausgenutzt, und das postalische Telefonnetz 21 bis 23 braucht nicht benutzt zu
werden.
Aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele ergibt sich, daß keinerlei Veränderung an oder Eingriff
in dem herkömmlichen Fernsehempfänger 12 vorgenommen wird, so daß der Teilnehmer, wenn
der Bildempfang schlecht sein sollte, mit Sicherheit weiß, daß das Verteilungssystem nicht schuld daran
ist. Wenn jedoch irgendetwas in dem erfindungsgemäßen Übertragungssystem nicht in Ordnung ist,
so kann sich dieser Fehler nur in der Wiedergabe des
ίο Tones durch das Gerät 15 äußern, und der Teilnehmer
weiß sofort, daß sein Bildempfänger 12 nicht die Ursache ist.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Systems liegt darin, daß das Bildsignal in herkömmlicher
Weise von irgendeiner Sendestation 10 drahtlos zu den herkömmlichen Bildempfängern 12 übertragen
wird, während das Begleittonsignal über Draht übertragen und wiedergegeben wird, nach einem Verfahren,
das sich in der Drahtfunktechnik gut bewährt hat, so daß das erfindungsgemäße Übertragungssystem
keine Prüfarbeiten benötigt und sofort in Betrieb genommen werden kann, ohne daß zeitraubende
Abnahmeprüfungen durch staatliche Stellen notwendig sind. Außerdem eignet sich das neue System, wie
aus der Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele hervorgeht, ohne Schwierigkeit für jede Art
der Steuerung, seien es Verzerrungs- und Entzerrungseinrichtungen nach Fig. 2, Münzautomaten nach
F i g. 3 oder die Telefonvermittlung nach F i g. 4.
Claims (4)
1. Fernsehübertragungssystem für einen Kreis berechtigter Teilnehmer, bei dem das Bildsignal
drahtlos ausgesendet und der Begleitton über ein Drahttonnetz und im Zuge jeder der Leitungen
zu den berechtigten Teilnehmern liegende Freigabevorrichtungen übertragen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sender das Bildsignal unverzerrt und zusätzlich ein weiteres Tonsignal
drahtlos aussendet, die beide von einem gebräuchlichen Fernsehempfänger zu empfangen
sind, und daß bei diesem Empfänger ein elektrisch unabhängig arbeitendes, baulich getrenntes
Tonwiedergabegerät aufgestellt ist, das an das Drahttonnetz angeschlossen ist.
2. Fernsehübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Begleitton unverzerrt
übertragen und durch einen Schalter für den Empfang freigegeben wird.
3. Fernsehübertragungssystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die berechtigten
Teilnehmer über eine Vermittlung an das Drahttonnetz angeschlossen sind, von der sie auf
Anforderung auf den Drahttonsender geschaltet werden.
4. Fernsehübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Begleitton verzerrt
übertragen wird und die Freigabevorrichtung einen Entzerrer enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2510046, 2538 358, 2769 026;
USA.-Patentschriften Nr. 2510046, 2538 358, 2769 026;
»Fernsehen«, 1955, Heft 5, S. 229 bis 235;
»Journal Brit. IRE«, April 1956, S. 205 bis 219.
»Journal Brit. IRE«, April 1956, S. 205 bis 219.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 660/314 8.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US67352057A | 1957-07-22 | 1957-07-22 | |
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Publications (1)
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