DE1299153B - Vorrichtung zum Drehen von dreipunktgekuppelten Schlepperpfluegen - Google Patents
Vorrichtung zum Drehen von dreipunktgekuppelten SchlepperpfluegenInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/36—Ploughs mounted on tractors
- A01B3/40—Alternating ploughs
- A01B3/42—Turn-wrest ploughs
- A01B3/426—Turn-wrest ploughs with a headstock frame made of two or more parts
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dreiviertelkreis beschreibenden Exzenters. Die Kette
Drehen des die Arbeitswerkzeuge tragenden Dreh- 10 ist einerseits an der Schlittenplatte 4 und andererrahmens
von Drehpflügen unter Anwendung der seits an der Wendeklinke 11 befestigt. In die Kette
Falldrehung, wobei im oberen Teil der Koppel ein 10 ist ein Kettenspanner 12 eingebaut, um die Länge
mit dem Oberlenker verbundener, in einem Gehäuse 5 der Kette 10 verändern zu können. Die Wendeklinke
geführter Schlitten über ein Zugglied mit der Dreh- 11 ist an einem Wendenocken 13 befestigt. Zur Arrevorrichtung
in Verbindung steht. tierung des Pfluges dient eine an dem Gehäuse 1
Es ist bereits eine Drehvorrichtung bekannt, bei angeordnete Rastensperre 14. Sie hat die Aufgabe,
der ein Schlitten, an dem der Oberlenker befestigt ist, den Pfluggrindel und damit die Pflugkörper in der
in einer im wesentlichen waagerechten Schlitzführung ίο jeweils eingestellten Arbeitslage zu halten. In der
am oberen Ende der Koppel verschiebbar geführt Koppel 2 befindet sich die Führungssperre 15. Die
ist. Mit dem Schlitten bzw. Bolzen ist weiterhin ein Stirnseite dieser Führungssperre lagert im Sperrzu-Gelenk
verbunden, das mit seinem anderen Ende im stand hinter der Schlittenplatte 4. Die Führungssperre
mittleren Bereich eines Hebels angelenkt ist, der 15 ist auf einem ebenfalls in der Koppel 2 gelagerten
seinerseits an der Koppel gelagert und an seinem 15 Doppelhebel 16 befestigt. Der Doppelhebel steht
anderen Ende mit einer Zugstange verbunden ist, die einerseits mit einer Zugfeder 17 und andererseits mit
mit Abstand seitlich einer vertikalen Ebene durch einem Zugglied 18 in Verbindung. Das andere Ende
die Drehachse des Pfluges an einen Bügel angreift. der Zugfeder 17 ist an dem Gehäuse 1 befestigt, wäh-
Ein Nachteil dieser Vorrichtung ist darin zu sehen, rend das Zugglied 18 an einer Winkelnase 19 gedaß
beim Drehen des Pfluges sich der Pflugrahmen ao lenkig befestigt ist. Die Winkelnase 19 steht mit dem
bzw. die Pflugkörper soweit absenken, bis der Auslösehebel 20 in fester Verbindung. Außerdem ist
Schlitten seine Endstellung erreicht hat. Dadurch mit dem Auslösehebel 20 noch eine Raste 21 verkann
der Höhenverlust des Pflugrahmens bzw. der bunden, die in eine Aussparung der Rastensperre 14
Pflugkörper so groß sein, daß in extrem unebenem eingreift.
Gelände der Pflug beim Wenden am Boden anstößt 25 Die Wirkungsweise ist folgende:
und sich die Rastensperre nicht schließt. Ist der Drehpflug mit der Drehvorrichtung mit
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diesen dem oberen Lenker 5 und den nicht dargestellten
Nachteil zu beseitigen, indem der zur Drehung der unteren Lenkern mit dem Schlepper befestigt, dann
Pflugkörper erforderliche Fallweg verkürzt wird. nimmt die Wendevorrichtung eine Lage nach F i g. 1
Damit soll erreicht werden, daß die Wendung der 30 ein. Dabei ist der Pflugrahmen durch die Rasten-Pflugkörper
auch in extremem Gelände sicher erfolgt. sperre 14 arretiert und kann sich nicht drehen. Der
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß das Schlitten 3 befindet sich innerhalb der Führungsais Kette ausgebildete Zugglied über eine im oberen wangen 7 in der obersten Stellung. Wird nun das
Teil der Koppel gelagerte Kettennuß, die die Form Dreipunktgestänge angehoben, dann bewegt sich die
eines annähernd einen Dreiviertelkreis beschreiben- 35 Koppel 2 in die Lage 2'. Die Führungssperre 15 ist
den Exzenters aufweist, geführt wird. Vorteilhafter- hinter der Schlittenplatte 4 eingerastet und die Schiitweise steht dabei der größte und kleinste Abstand tenstellung kann sich somit nicht ändern. Damit
des Exzenters zu seinem Drehpunkt etwa im Ver- befindet sich der Pflug in Transportstellung. Zur
hältnis 2:1. Arbeit auf dem Feld wird, wenn die Pflugkörper die
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der 40 richtige Stellung haben, das Gehäuse durch das Dreinachfolgenden
Beschreibung erläutert und in Zeich- punktgestänge abgelassen und die Pflugarbeit kann
nungen dargestellt. Es zeigt beginnen. Am Furchenende wird der Pflug ange-
Fig. 1 die Drehvorrichtung mit verriegeltem hoben, bis die Koppel 2 die Stellung 2' (Fig. 1)
Schlitten, erreicht hat. Befindet sich die Koppel in Stellung 2
Fig. 2 die Drehvorrichtung mit entriegeltem 45 oder 2', dann ist der kleinste Radius der Kettennuß 9
Schlitten und mit der Kette 10 im Eingriff.
F i g. 3 einen Längsschnitt durch die Koppel in Wenn nun der Schlepperfahrer an dem Auslöseeiner
größeren Ausführung. hebel 20 zieht, wird zuerst die Führungssperre 15
Entsprechend der beispielsweisen Darstellung zeigt über das Zugglied 18 betätigt und aus der Sperrsteldie
Wendevorrichtung in Fig. 1 eine Lage der Kop- 50 lung der Schlittenplatte 4 herausgeschwenkt. Die
pel, wie sie der Arbeitsstellung im verriegelten Zu- Kette 10 ist gespannt. Unmittelbar danach wird auch
stand entspricht. die Rastensperre 14 freigegeben. Nachdem die
Die Drehvorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1, Rastensperre 14 ausgelöst ist, wird die potentielle
dessen oberer Teil in die Koppel 2 ausläuft. Die Kop- Energie frei und der Pflug macht eine Fallbewegung,
pel 2 hat vorzugsweise einen quadratischen oder 55 Durch diese Fallbewegung wird die potentielle Enerrechteckigen
Querschnitt, so daß der Innenraum der gie in kinetische Energie umgewandelt und dadurch
Koppel einer U-Führung entspricht. In dieser U-Füh- der Pflugrahmen um 180° gedreht,
rung ist verschiebbar ein Schlitten 3 gelagert, der an Während dieses Vorganges dreht sich die Kettenseiner
oben endenden Seite mit einer Schlittenplatte 4 nuß 9 aus der Stellung nach F i g. 1 oder 3 in die
abgeschlossen ist. Der obere Lenker 5 ist innerhalb 60 Stellung nach Fig. 2. Die Schlittenplatte 4 ist jetzt
des Schlittens 3 gelagert und mit diesem durch einen in der unteren Lage im Langloch 8 der Führungs-Bolzen
6 verbunden. Der Bolzen 6 ist so lang, daß er wangen 7. Bei diesem Vorgang wurde, bedingt durch
beidseitig aus den Führungswangen 7 herausragt. Die die exzentrische Kettennuß 9, der Weg, den die Kette
Führungswangen 7 besitzen auf jeder Seite ein Lang- 10 durchlaufen mußte, verlängert, um welchen Weg
loch 8, in denen der Bolzen 6 geführt ist. In der 65 sich die Fallbewegung des Pfluggrindels verkürzt.
Oberseite der Koppel 2 ist ferner eine Kettennuß 9 Dabei ist der Weg des Kettenteils zum oberen Lenker
drehbar gelagert, über die eine Kette 10 führt. Die bis ungefähr zum halben Fallweg des Pfluggrindels
Kettennuß 9 besitzt die Form eines annähernd einen 1:1. Nach diesem zurückgelegten Weg wird dann
der Weg des Kettenteils vergrößert und dabei beschleunigt. Durch die Vergrößerung des Weges wird
der Fallweg verlangsamt und gleichzeitig die Wendekraft verstärkt.
Diese Anordnung gewährleistet, daß der Fallweg auch in extrem schwierigem Gelände kurz genug
und die Drehkraft stark genug ist, um die Pflugkörper, auch wenn noch Erdkluten auf den Scharen oder
Pflugkörpern haften, umzuwenden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Drehen des die Arbeitswerkzeuge tragenden Drehrahmens von Dreh-
pflügen unter Anwendung der Falldrehung, wobei im oberen Teil der Koppel ein mit dem Oberlenker
verbundener, in einem Gehäuse geführter Schlitten über ein Zugglied mit einer Drehvorrichtung
in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das als Kette (10) ausgebildete
Zugglied über eine im oberen Teil der Koppel (2) gelagerte Kettennuß (9), die die Form
eines annähernd einen Dreiviertelkreis beschreibenden Exzenters aufweist, geführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der größte und kleinste Abstand
des Exzenters zu seinem Drehpunkt etwa im Verhältnis 2 :1 steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK63131A DE1299153B (de) | 1967-08-18 | 1967-08-18 | Vorrichtung zum Drehen von dreipunktgekuppelten Schlepperpfluegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK63131A DE1299153B (de) | 1967-08-18 | 1967-08-18 | Vorrichtung zum Drehen von dreipunktgekuppelten Schlepperpfluegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1299153B true DE1299153B (de) | 1969-07-10 |
Family
ID=7230936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK63131A Pending DE1299153B (de) | 1967-08-18 | 1967-08-18 | Vorrichtung zum Drehen von dreipunktgekuppelten Schlepperpfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1299153B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1079873B (de) * | 1957-11-28 | 1960-04-14 | Lemken Kg Pflugfab | Vorrichtung zum Drehen des die Arbeitswerkzeuge tragenden Drehrahmens von Drehpfluegen |
| DE1126178B (de) * | 1960-05-14 | 1962-03-22 | Nassauische Pflugfabrik Wagner | Vorrichtung zum Tragen und selbsttaetigen Wenden eines Schlepper-Anbaugeraetes |
-
1967
- 1967-08-18 DE DEK63131A patent/DE1299153B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1079873B (de) * | 1957-11-28 | 1960-04-14 | Lemken Kg Pflugfab | Vorrichtung zum Drehen des die Arbeitswerkzeuge tragenden Drehrahmens von Drehpfluegen |
| DE1126178B (de) * | 1960-05-14 | 1962-03-22 | Nassauische Pflugfabrik Wagner | Vorrichtung zum Tragen und selbsttaetigen Wenden eines Schlepper-Anbaugeraetes |
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