DE1298022B - Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzuege, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch AEtzen einer Metallfolie - Google Patents
Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzuege, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch AEtzen einer MetallfolieInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzüge, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch Ätzen einer Metallfolie. Auf diese Weise hergestellte Schriftzüge usw. lassen sich mittels ihrer klebenden Beschichtung der Rückseite auf einem beliebigen Untergrund, beispielsweise zur dekorativen Kennzeichnung industrieller Erzeugnisse, befestigen.
- Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Schildern od. dgl. bekanntgeworden, im Rahmen dessen folgende Verfahrensschritte durchgeführt werden müssen: Zunächst wird die zu ätzende Folie auf ihrer Vorderseite mit den herzustellenden Symbolen bedruckt, daraufhin wird sie an den bedruckten Stellen mit einer Ätzschutzschicht versehen. Anschließend wird die gesamte Rückseite der Folie mit einem Reaktivierungskleber überzogen, der in dem gleichen Lösungsmittel wie die Atzschutzschicht löslich sein muß. Danach wird auf den Reaktivierungskleber eine leicht haftende Rückenfolie aufgezogen. Anschließend wird die so behandelte Folie einer Ätzflüssigkeit ausgesetzt, die die nicht mit der Ätzschutzschicht abgedeckten Stellen der Folie abbaut und bis zur Reaktivierungsschicht vordringt, und schließlich wird die Ätzfolie einem Lösungsmittel ausgesetzt, das sowohl die Ätzschutzschicht als auch gleichzeitig den in den Schriftzügen bzw. Schriftzwischenräumen befindlichen Reaktivierungskleber auswäscht.
- Dieses bekanntgewordene Verfahren ist mithin recht umständlich und langwierig.
- Es ist ferner bereits bekanntgeworden, einen zu ätzenden Metallbelag, der als Folie ausgebildet sein kann, auf eine Unterlagefolie aufzubringen, die Ätzreservage in der gewünschten Flächenaufteilung aufzutragen und dann mustergemäß zu ätzen. Wollte man die so erzeugten Ornamente als selbstklebende ausführen, so daß man dieselben nach dem Ablösen von ihrer Trägerfolie auf die zu dekorierenden Flächen kleben könnte, so müßte man dieselben nachträglich mit einem geeigneten Kleber überziehen und auf der Kleberseite bedarfsweise durch eine weitere kleberabweisende Folie abdecken, falls man einen Lösungsmittelhaftkleber verwendet. Auch dieses bekanntgewordene Verfahren 1'äßt sich nicht für die angestrebte Vereinfachung der Herstellung selbstklebender Ornamente u. dgl. ausnutzen.
- Man ist ferner schon dazu übergegangen, die Ätzreservage in Form eines Abdecklackes ohne die sonst übliche nachträgliche Verstärkung durch Asphaltpuder aufzudrucken. Dadurch wird zwar eine Vereinfachung in der Vorbereitung des Atzgutes auf den Ätzvorgang erzielt, die Herstellung selbstklebender Schriftzeichen oder sonstiger Darstellungen erfordert jedoch auch in diesem Falle ein zusätzliches Aufbringen des geeigneten Klebers.
- Schließlich wurde bereits vorgeschlagen, eine Ätzreservage in Form der üblichen Metallklebemittel aufzubringen, die im ausgehärteten Zustand resistent gegen die Ätzflüssigkeit sein müssen und dennoch eine ausreichende Zähigkeit haben sollen, um später ohne Splittern und Einreißen von den Ätzstellen entfernt werden zu können. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Kleber, deren Klebfähigkeit auch unter dem Einfluß des Ätzmittels erhalten bleibt, um dadurch selbstklebende Schriftzüge u. dgl. zu gewinnen, sondern die dort erwähnten Kleber dienen ausschließlich als mechanisch besonders widerstandsfähige Ätzreservage, die später entfernt wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung selbstklebender Symbole der verschiedensten Art zu schaffen, das es gestattet, die Enderzeugnisse, nämlich die auf einem Bogen vereinigten selbstklebenden Symbole, auf einem wesentlich abgekürzten Wege zu erhalten.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren der eingangs geschilderten Art. Erfindungsgemäß ist dasselbe durch die Kombination folgender Verfahrensschritte gekennzeichnet: a) Eine zu ätzende Metallfolie wird in an sich bekannter Weise auf einer Seite mit einer leicht haftenden Haltefolie kaschiert; b) die frei gebliebene Seite dieser Metallfolie wird an denjenigen Stellen, die stehenbleiben sollen, mit einem gegen das Ätzmittel resistenten Kleber, dessen Klebfähigkeit auch unter der Einwirkung der Ätzflüssigkeit erhalten bleibt, bedeckt; c) die so präparierte Metallfolie wird in an sich bekannter Weise einer Ätzflüssigkeit ausgesetzt. Das geschilderte erfindungsgemäße Verfahren besitzt also gegenüber dem erwähnten, bereits bekanntgewordenen Verfahren den wesentlichen Vorteil, daß die mit einer durchgehenden Haltefolie versehene Metallfolie in einem einzigen Arbeitsgang, nämlich durch einfaches Bedecken derjenigen Stellen, die stehenbleiben sollen-,'mit einem gegen das Ätzmittel resistenten Kleber bzw. das einfache Bedrucken dieser Metallfolie mit dem erwähnten Kleber ätzfertig gemacht wird. Es entfallen also die bisher nach dem Bedrucken der Metallfolie notwendigen Verfahrensschritte, wie Auftragen einer besonderen Ätzschutzschicht auf die bedruckten Stellen, Überziehen der gesamten Rückseite der Folie mit einer Kleberschicht, Aufziehen einer leicht haftenden Rückenfolie auf den Reaktivierungskleber und Abwaschen der Ätzschutzschicht sowie der in den Zwischenräumen stehengebliebenen Kleberreste mittels eines besonderen Lösungsmittels.
- Anstatt die zu ätzende Metallfolie auf ihrer Rückseite an den Stellen, an denen Schriftzüge od. dgl. stehenbleiben sollen, mit einem gegen das Ätzmittel resistenten Kleber seitenverkehrt zu bedrucken, kann man auch so vorgehen, daß die zu ätzende Metallfolie auf ihrer Vorderseite an den Stellen, an denen Schriftzüge od. dgl. stehenbleiben sollen, mit einem glasklaren, gegen das Ätzmittel resistenten Kleber seitenrichtig bedruckt wird. Während man im erstgenannten Fall Schriftzüge, Buchstaben od. dgl. erhielt, die mit ihrer Rückseite auf beliebige Unterlagen geklebt werden können, erhält man im letztgenannten Fall Schriftzüge, Figuren od. dgl., die mit ihrer Vorderseite hinter Glas oder aus sonstigem durchsichtigem Material bestehenden Platten geklebt werden können.
- Bei Anwendung bestimmter Kleber, z. B. Lösungsmittelhaftkleber auf Kunstkautschukbasis, die von sich aus resistent gegen Ätzflüssigkeiten, z. B. Ätznatron, sind, ohne ihre Klebekraft zu verlieren, ist es zweckmäßig, die gefertigten Schriftzüge, Figuren od. dgl. auf ihrer klebenden Seite mit einem kleberabweisenden Silikonpapier abzudecken.
- Man könnte im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens auch so vorgehen, daß man die Buchstaben oder sonstigen Symbole nicht unmittelbar auf die Metallfolie mittels des gegen das Ätzmittel resistenten Klebers druckt, sondern daß man die Buchstaben beispielsweise dann, wenn auf der Metallfolie seitenverkehrte Buchstaben aus Kleber erzeugt werden, zunächst als Klebermasse auf einen kleberabweisenden Zwischenträger (Folie) seitenrichtig druckt und durch Andrücken des Zwischenträgers an die zu ätzende Metallfolie auf dieselbe überträgt.
- In der Zeichnung sind die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte so, wie sie sich in den ihnen zugeordneten jeweiligen Zuständen des Erzeugnisses niederschlagen, zwecks Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die im folgenden noch näher zu erläutern ist, zeigt dabei im einzelnen in F i g. 1 einen Schnitt durch eine zu ätzende Metallfolie, die mit einer Haltefolie einseitig beklebt ist, F i g. 2 eine Draufsicht der seitenverkehrt bedruckten Rückseite der Metallfolie gemäß F i g.1, F i g. 3 einen Schnitt entlang der strichpunktierten Linie 111-III gemäß F i g. 2, F i g. 4 einen der F i g. 3 entsprechenden Schnitt nach dem Ätzen der Metallfolie und in F i g. 5 das fertige Erzeugnis, bestehend aus einzelnen Buchstaben, die auf der einen Seite durch die Haltefolie und auf der klebenden Seite durch ein abdeckbares Silikonpapier zusammengehalten werden.
- Gemäß F i g. 1 ist die zu ätzende Metallfolie 1 auf einer Seite durch die aufgeklebte Haltefolie 2 kaschiert. Dieses Kaschieren der Metallfolie 1, die vorzugsweise aus Aluminium bestehen kann, bietet den Vorteil einer gewissen Erhöhung der Steifigkeit derselben, die für das nachfolgende Druckverfahren günstig ist. Im übrigen dient diese Haltefolie 2 nach Abschluß des Verfahrens als Träger der fertigen Buchstaben, Schriftzeichen od. dgl.
- Wie die F i g. 2 und 3 erkennen lassen, wird die Metallfolie 1 anschließend auf ihrer Rückseite, die der Haltefolie 2 abgewandt ist, mit seitenverkehrt liegenden Buchstaben bedruckt. Das Druckmittel ist in diesem Falle jedoch nicht eine Farbe, sondern ein gegen das Ätzmittel resistenter Kleber 3. Durch den Kleber 3 ist also einmal die Form des jeweiligen Buchstabens festgelegt, und er dient darüber hinaus als Ätzschutzschicht. Das Zwischenprodukt kann jetzt in das Ätzbad gegeben werden, und nach erfolgter Ätzung bietet ein Schnitt entlang der Linie III-III (s. F i g. 2) das Bild gemäß F i g. 4. Auf der Haltefolie 2 befinden sich jetzt nur noch die herausgeätzten Metallbuchstaben 4, deren Rückseite jeweils mit dem Kleber 3 bedeckt ist. Diese Metallbuchstaben 4 können jetzt bereits einzeln abgelöst und verklebt werden.
- Zur Aufbewahrung und zur Versendung der aus jeweils einer Haltefolie 2 mit anhaftenden Buchstaben 4 bestehenden Bogen ist es jedoch dann, wenn ein Haftkleber verwendet wird, zweckmäßig, die Rückseite der Buchstaben 4 bzw. Schriftzüge od. dgl. mit einem kleberabweisenden Papier, beispielsweise Silikonpapier 5, gemäß F i g. 5, abzudecken, um so ein unbeabsichtigtes Kleben der einzelnen Buchstaben an benachbarten Bogen zu verhindern.
- Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich ferner die sogenannten gedruckten Schaltungen besonders wirtschaftlich herstellen.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzüge, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch Ätzen einer Metallfolie, g e k e n n z e i c h -n e t d u r c h folgende Verfahrensschritte: a) eine zu ätzende Metallfolie (1) wird auf einer Seite in an sich bekannter Weise mit einer leicht haftenden Haltefolie (2) kaschiert; b) die frei gebliebene Seite der Metallfolie (1) wird an denjenigen Stellen, die stehenbleiben sollen, mit einem gegen das Ätzmittel resistenten Kleber (3), dessen Klebfähigkeit auch unter der Einwirkung der Ätzflüssigkeit erhalten bleibt, bedeckt; c) die so präparierte Metallfolie (1) wird in an sich bekannter Weise einer Ätzflüssigkeit ausgesetzt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP43385A DE1298022B (de) | 1967-11-13 | 1967-11-13 | Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzuege, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch AEtzen einer Metallfolie |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP43385A DE1298022B (de) | 1967-11-13 | 1967-11-13 | Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzuege, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch AEtzen einer Metallfolie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1298022B true DE1298022B (de) | 1969-06-19 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP43385A Pending DE1298022B (de) | 1967-11-13 | 1967-11-13 | Verfahren zur Herstellung selbstklebender Schriftzuege, Schilder, Figuren, Einzelbuchstaben durch AEtzen einer Metallfolie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1298022B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3026236A1 (de) * | 1980-07-10 | 1982-01-28 | Interletter AG, Zürich | Verbundfolie, von der metallisch glaenzende schichtbereiche auf eine unterlage zu uebertragen sind |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2731333A (en) * | 1954-05-13 | 1956-01-17 | Komak Inc | Method of forming ornamented surfaces |
| GB868179A (en) * | 1958-10-23 | 1961-05-17 | Thomson Houston Comp Francaise | Etching process for metallized plastic surfaces |
| DE1236983B (de) * | 1962-05-10 | 1967-03-16 | Renger & Co Kom Ges Dr | Verfahren zur Anbringung von Zeichen auf Metallschildern nach dem AEtzverfahren oder durch anodisches Oxidieren von Aluminium |
-
1967
- 1967-11-13 DE DEP43385A patent/DE1298022B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2731333A (en) * | 1954-05-13 | 1956-01-17 | Komak Inc | Method of forming ornamented surfaces |
| GB868179A (en) * | 1958-10-23 | 1961-05-17 | Thomson Houston Comp Francaise | Etching process for metallized plastic surfaces |
| DE1236983B (de) * | 1962-05-10 | 1967-03-16 | Renger & Co Kom Ges Dr | Verfahren zur Anbringung von Zeichen auf Metallschildern nach dem AEtzverfahren oder durch anodisches Oxidieren von Aluminium |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3026236A1 (de) * | 1980-07-10 | 1982-01-28 | Interletter AG, Zürich | Verbundfolie, von der metallisch glaenzende schichtbereiche auf eine unterlage zu uebertragen sind |
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