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Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung für einen
Hubbalkenförderer mit einer durch einen ersten Antrieb im wesentlichen harmonisch
senkrecht auf und ab bewegbaren Plattform sowie einem durch einen zweiten Antrieb
auf dieser Plattform ebenfalls im wesentlichen harmonisch und unabhängig von der
Plattformbewegung waagerecht verschiebbaren Schlitten.
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Bei einer bekannten Antriebseinrichtung dieser Art sind zwei voneinander
unabhängig betätigbare Kolben-Zylinder-Antriebe vorgesehen. Hiermit könnte aber
nur mit komplizierten Steuereinrichtungen eine harmonische Auf- und Abbewegung der
Plattform sowie eine harmonische waagerechte Bewegung des Schlittens, d. h. eine
stetige Bewegung mit kontinuierlichen Geschwindigkeitsänderungen, erzielt werden,
wie dies für Hubbalkenförderer dieser Art wünschenswert ist.
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Es wurde deshalb auch schon für die Auf- und Abbewegung der Plattform
ein Exzenterantrieb und für die Hand und Herbewegung des Schlittens Kurbelantriebe
vorgesehen, wobei diese Exzenter-und Kurbelantriebe aber wiederum alle gemeinsam
über Zahnräder von einem einzigen Motorantrieb angetrieben sind, so daß eine Änderung
des Bewegungsdiagramms nur schwer durchführbar ist.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine im Aufbau einfache und trotzdem
robuste Antriebseinrichtung für einen Hubbalkenförderer der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, die einerseits die Einstellung einer harmonischen Bewegung mit stetiger
und kontinuierlicher Geschwindigkeitsänderung der Auf- und Abbewegung bzw. Hand
und Herbewegung ermöglicht und andererseits auch das einfache Aufeinanderabstimmen
dieser beiden Bewegungen erlaubt.
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Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Antriebseinrichtung der eingangs
erwähnten Art, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Antriebe jeweils eine
volle Umdrehung ausführende, motorgetriebene Kurbel- oder Exzenterantriebe sind,
deren Antriebsachsen jeweils horizontal und senkrecht zur Bewegungsrichtung des
Schlittens liegen, und der Antrieb für die Auf und Abbewegung der Plattform mit
parallel zur Bewegungsrichtung des Schlittens verschiebbar gelagerten Zahnstangen
verbunden ist, die mit Zahnritzel kämmen und über diese an der Plattform befestigte
senkrecht auf und ab verschiebbare Zahnstangen antreiben.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Eine erfindungsgemäße Antriebseinrichtung ermöglicht auf einfache
Weise die Abstimmung der einzelnen harmonischen Bewegungen aufeinander, und trotzdem
bleibt die Gesamtanordnung im Aufbau sehr einfach und stabil und ist daher besonders
geeignet für den rauhen Betrieb bei Hubbalkenförderern.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht einen vereinfachten Mechanismus
und veranschaulicht die Bewegungen, die durch die Transportvorrichtung ausgeführt
bzw. veranlaßt werden; Fig.2 zeigt eine praktisch brauchbare Aus-
bildungsform einer
Transportvorrichtung im Grundriß; F i g. 3 ist ein Teilschnitt längs der Linie 3-3
in Fig. 2; F i g. 4 zeigt in einer Seitenansicht der Transportvorrichtung insbesondere
den Mechanismus zum Erzeugen der waagerechten Bewegung; F i g. 5 ist eine Seitenansicht,
aus der insbesondere der Mechanismus zum Erzeugen der senkrechten Bewegung ersichtlich
ist; F i g. 6 zeigt die Transportvorrichtung in einer Stirnansicht; Fig. 7 ist ein
Teilschnitt längs der Linien 7-7 in Fig. 4 und 5; Fig.8 zeigt im Grundriß das Getriebe
des Mechanismus zum Erzeugen der senkrechten Bewegung; Fig.9 ist ein Schnitt längs
der Linie 9-9 in Fig. 8; F i g. 10 ist ein Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig.
9; Fig. 11 und 12 zeigen jeweils in einer Seitenansicht Endschalter zum Steuern
der Betätigung der Kupplungs- und Bremsenaggregate.
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In Fig. 1 ist eine vereinfachte Konstruktion einer erfindungsgemäßen
Transportvorrichtung dargestellt.
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Diese vereinfachte Konstruktion wird hier nur gezeigt, um die Bewegungen
zu veranschaulichen, die mit Hilfe der in F i g. 2 bis 10 gezeigten, zur praktischen
Verwendung geeigneten Vorrichtung erzeugt werden können.
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In F i g. 1 erkennt man ein insgesamt mit 10 bezeichnetes Gestell
mit senkrecht bewegbaren Säulenteilen 12, die synchron in senkrechter Richtung bewegt
werden können, und zwar mit Hilfe eines Mechanismus, der eine Kurbel 14 umfaßt,
die von einem Motor 16 aus durch ein kombiniertes Bremsen- und Kupplungsaggregat
18 und ein Untersetzungsgetriebe 20 angetrieben wird; die Kurbel 14 ist durch eine
Stange 22 mit einem Hebel 24 verbunden, der auf dem Gestell 10 bei 26 gelagert und
durch eine Lasche 30 mit einer sich in der Längsrichtung erstreckenden Stange 28
verbunden ist. Die Stange 28 ist an ihren Enden mit Zahnstangenzähnen versehen,
die in Fig. 1 nicht dargestellt sind; diese Zahnstangenabschnitte arbeiten mit Ritzeln
zusammen, die auf querliegenden Wellen an beiden Enden des Gestells 10 sitzen. Jede
dieser Querwellen trägt ein Ritzel, das mit Zahnstangenzähnen an den Säulenteilen
12 kämmt.
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Am oberen Ende der Säulenteile 12 ist eine Plattform 32 vorgesehen,
die zusammen mit den Säulenteilen 12 senkrecht bewegbar ist. Da die Bewegung der
Säulenteile 12 von der Drehung der Kurbel 14 über das beschriebene Gestänge abgeleitet
wird, ist ersichtlich, daß die Säulenteile 12 und damit auch die Plattform 32 eine
senkrechte Bewegung ausführen, bei der es sich um eine harmonische Bewegung handelt.
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Auf der Plattform 32 ist ein waagerecht verschiebbarer Schlitten
oder Tisch 34 angeordnet, der mehrere Werkstückunterstützungen 36 trägt. Der Schlitten
34 umfaßt einen nach unten ragenden Bock 38 mit einem senkrechten Schlitz 40 zum
Aufnehmen eines Bolzens oder einer Rolle42, die am oberen Ende eines Hebels 44 vorgesehen
ist, welcher an seinem unteren Ende bei 46 auf dem Gestell 10 gelagert ist. Der
Hebel 44 wird durch eine Kurbel 48
betätigt, die durch einen Motor
50 über ein kombiniertes Kupplungs- und Bremsenaggregat 52 und ein Untersetzungsgetriebe
54 angetrieben wird.
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Die Kurbel 48 ist mit dem Hebel 44 durch eine Stange 56 verbunden.
Man erkennt, daß die Drehbewegung der Kurbel 48 eine harmonische bzw. schwingende
Hand und Herbewegung des Hebels 44 hervorruft, die über die Bolzen- und Schlitzverbindung
42-40 auf den Schlitten 34 übertragen wird.
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Die kombinierten Kupplungs- und Bremsenaggregate sind so ausgebildet,
daß elektrische Verbindungen hergestellt oder unterbrochen werden können, um die
betreffende Kupplung einander auszurücken und gleichzeitig damit die zugehörige
Bremse zu lösen oder zu betätigen. Hierbei ist die Anordnung derart, daß die Bewegung
der Kurbeln 14 und 48 plötzlich eingeleitet bzw. unterbrochen wird, und es sind
geeignete Schaltmittel vorgesehen, um eine geeignete zeitabhängige Betätigung zu
bewirken und so die gewünschte Bewegung des Schlittens 34 herbeizuführen.
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Bei einer typischen Betriebsweise bewirkt die Beendigung der senkrechten
Aufwärtsbewegung der Plattform 32, daß die Kupplung des Senkrechtantriebs ausgerückt
und eine waagerechte Bewegung des Schlittens in einer Richtung eingeleitet wird.
Die Beendigung dieser waagerechten Bewegung des Schlittens bewirkt, daß der die
waagerechte Bewegung hervorrufende Mechanismus wirkungslos gemacht und die Abwärtsbewegung
der Plattform 34 eingeleitet wird. Bei der Beendigung der Abwärtsbewegung der Plattform
wird der Mechanismus zum Erzeugen der senkrechten Bewegung ausgerückt, und es wird
eine waagerechte Bewegung des Schlittens in der entgegengesetzten Richtung eingeleitet.
Die Beendigung dieser waagerechten Bewegung des Schlittens in der entgegengesetzten
Richtung führt dazu, daß der Waagerechtantriebsmechanismus ausgerückt wird, um das
beschriebene Arbeitsspiel zu beenden. Im Verlauf des beschriebenen Arbeitsspiels
bewegt sich der Schlitten 34 senkrecht nach oben, dann waagerecht längs einer vorbestimmten
Strecke, hierauf senkrecht nach unten und schließlich wieder in waagerechter Richtung
bis in seine Ausgangsstellung.
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Es liegt auf der Hand, daß die waagerechte Bewegung des Schlittens
gegenüber der Plattform vor der Beendigung der Aufwärtsbewegung der Plattform eingeleitet
werden kann und daß man entsprechend die senkrechte Bewegung der Plattform einleiten
kann, bevor die waagerechte Bewegung des Schlittens beendet ist. Bei dieser Anordnung
kann sich die Plattform 34 längs einer allgemein rechteckigen Bahn bewegen, die
jedoch abgerundete Ecken umfaßt, und da die Mechanismen zum Erzeugen der waagerechten
bzw. der senkrechten Bewegung voneinander völlig unabhängig sind, kann man die tatsächliche
Bewegungsbahn des Schlittens erheblich abändern, z. B. derart, daß sie abgerundete
Ecken von erheblichem Radius im oberen oder unteren Teil der geschlossenen Bahn
aufweist und daß die übrigen Ecken einen anderen Abrundungsradius erhalten.
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Da es sich um eine harmonische Bewegung handelt, werden Stöße und
Schwingungen vollständig vermieden, und es zeigt sich, daß der gesamte Mechanismus,
der ziemlich groß und robust ausge-
bildet sein kann, in einem erstaunlichen Ausmaß
geräuscharm und schwingungsfrei arbeitet.
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Fig. 2 bis 10 zeigen eine für praktische Zwecke geeignete verstellbare
Transportvorrichtung, die gemäß dem an Hand von Fig. 1 erläuterten Grundgedanken
arbeitet.
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In Fig. 2, 4, 6 und 7 erkennt man insbesondere den Mechanismus zum
Erzeugen der waagerechten Bewegung. Der hier mit 100 bezeichnete Rahmen bzw. das
Gestell umfaßt an den Ecken angeordnete Säulen 102, von denen jede mit einer Horizontierspindel
104 ausgerüstet ist, die ein Fußstück 106 trägt, das sich am Boden abstützen kann,
so daß man die gesamte Transportvorrichtung nach Bedarf einstellen und horizontieren
kann.
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Ferner ist eine Plattform 108 vorgesehen, die mit Hilfe eines noch
zu beschreibenden Mechanismus gegenüber dem Gestell 100 senkrecht bewegt werden
kann. Auf der Plattform 108 ist ein in der Längsrichtung bewegbarer Schlitten 110
angeordnet, der ein Sattelteil 111 umfaßt. Gemäß F i g. 6 ist die Plattform 108
mit Führungsteilen oder Schienen 112 versehen, auf denen Rollenll4 laufen können,
die auf dem Sattelteil 111 gelagert sind. Auf den Führungsteilen 112 sind aufrecht
stehende Schienen 116 angeordnet; gemäß Fig. 6 sind zwei solche Schienen vorgesehen,
die sich parallel zueinander erstrecken. Das Sattelteil 111 trägt Führungsrollen
118, die mit den einander zugewandten Innenflächen der Schienen 116 zusammenarbeiten.
Vorzugsweise sind an den Schienen 116 Leisten 120 befestigt, die über die Rollen
114 hinweg nach außen ragen.
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Gemäß F i g. 4 und 7 ist der Schlitten 110 mit zwei nach unten ragenden
Böcken 122 versehen, die senkrechte, einander zugewandte Nuten oder Kanäle 124 aufweisen,
von denen ein Bewegungsabnahmeorgan 126 aufgenommen wird, das mit dem oberen Ende
eines Hebels 128 verbunden ist, dessen unteres Ende auf dem Gestell 100 bei 130
drehbar gelagert ist.
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Das Gestell trägt in seinem unteren Teil einen Motor 132, dessen
Welle durch eine Kupplung 134 mit einem kombinierten, elektrisch zu betätigenden
Brems- und Kupplungsaggregat 136 verbunden ist.
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Dieses Aggregat umfaßt eine Kupplung und eine Bremse; wenn das Aggregat
elektrisch betätigt wird, ist es möglich, wahlweise und im wesentlichen gleichzeitig
die Kupplung auszurücken und die Bremse zu betätigen und so den angetriebenen Mechanismus
plötzlich zum Stillstand zu bringen. Eine umgekehrte Betätigung des Aggregats 136
bewirkt, daß die Bremse gelöst und die Kupplung im wesentlichen gleichzeitig eingerückt
wird, so daß die Abtriebswelle des Aggregats weiter angetrieben wird. Das kombinierte
Kupplungs- und Bremsaggregat 136 ist durch eine Wellenkupplung 138 mit einem geeigneten
Untersetzungsgetriebe 140 verbunden, dessen Abtriebswelle 142 mit einer Kurbel 144
verbunden ist, die einen Kurbelzapfen 146 umfaßt. Eine zweite Kurbel 148 mit einem
Kurbelzapfen 150 ist in einem Lager 152 gelagert. Die Kurbelarme 146 und 150 sind
durch einen Zapfen 154 verbunden, der durch langgestreckte Öffnungen 156 der Kurbelarme
ragt.
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Ferner sind Mittel vorgesehen, um den Hub der Kurbelarme 146 und 150
zu verstellen; diese Mittel umfassen geriffelte Flächen 160 an den Kurbelarmen,
geriffelte Scheiben 162 und bei 164 angedeutete Gewindemittel zum Verspannen der
genannten
Teile. Die beschriebene Anordnung ermöglicht es, den
radialen Abstand des Kurbelzapfens 154 von der Achse der Antriebswelle 142 einzustellen.
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Der Kurbelzapfen 154 wird von einer Öffnung am benachbarten Ende
der Verbindungsstange 166 aufgenommen, deren anderes Ende mit einem Klotz 168 verbunden
ist, welcher in einer langgestreckten Öffnung 170 des Hebels 128 verstellbar ist.
Bei dieser Anordnung ist es möglich, die Bewegung des Schlittens 110 in der gewünschten
Weise einzustellen; zu diesem Zweck stellt man zuerst den wirksamen Radius des Kurbelarms
ein, woraufhin der Verbindungspunkt zwischen der Stange 166 und dem Hebel 128 eingestellt
wird.
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Der Mechanismus zum Erzeugen senkrechter Bewegungen der Plattform
108 ist in Fig. 2, 3 und 5 bis 10 dargestellt. Die Plattform 108 ist an jedem Ende
mit zwei aufrecht stehenden Säulenteilen 170 versehen, die gemäß Fig. 10 auf einer
Seite Zahnstangenzähne 172 aufweisen. An jedem Ende der Vorrichtung ist ein Gehäuse
174 angeordnet, das eine querliegende Welle 176 enthält, mit der zwei Antriebsritzel
178 fest verbunden sind; die Ritzel 178 kämmen jeweils mit den Zahnstangenzähnen
172 eines der Säulenteile 170. Damit alle vier Säulenteile 170 gleichzeitig über
gleich große Strecken senkrecht bewegt werden, sind in der Längsrichtung hin und
her bewegbare Antriebsmittel vorgesehen, die an jedem Ende eine Zahnstange 180 umfassen,
welche mit einem an der Querwelle 176 befestigten Ritzel 182 kämmt.
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Die in der Längsrichtung hin- und herbewegbaren Antriebsmittel umfassen
ein Bügelteil 184 mit seitlich versetzten Buchsenabschnitten 186 zum Aufnehmen der
mit Gewinde versehenen Enden 188 der Zahnstangenabschnitte 180. Damit die Zahnstangenabschnitte
einzeln gegenüber dem Bügelteil 184 verstellt werden können, sind Muttern 190 und
192 vorgesehen, die auf die Gewindeabschnitte 188 der Zahnstangen 180 aufgeschraubt
sind.
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Gemäß Fig. 2, 3 und 5 umfassen die Antriebsmittel zum Erzeugen der
senkrechten Bewegung der Plattform einen Motor 194, der durch Riemenscheiben und
Treibriemen 196 mit einem kombinierten Kupplungs- und Bremsaggregat 198 verbunden
ist, das dem schon beschriebenen Aggregat 136 ähneln kann. Das Aggregat 198 ist
durch eine Kupplung 200 mit einem Untersetzungsgetriebe 202 verbunden, dessen Abtriebswelle
in Fig. 2 und 3 mit 204 bezeichnet ist. Gemäß Fig. 3 ist mit der Abtriebswelle 204
eine exzentrische Scheibe 206 verkeilt oder auf andere Weise verbunden; diese exzentrische
Scheibe ist über einen Teil ihres Umfangs mit einem Satz von halbrunden Aussparungen
208 versehen. Die Scheibe 206 wird drehbar von einer runden Öffnung 209 aufgenommen,
die in einer größeren Scheibe 210 ausgebildet und exzentrisch angeordnet ist. Die
runde Öffnung 209 weist eine halbrunde Aussparung auf. Gemäß F i g. 3 kann man die
Exzentrizität der Scheibe 110 gegenüber der Antriebswelle 204 dadurch variieren,
daß man die Scheibe 206 in der Öffnung 209 dreht, um sie in die gewünschte Stellung
zu bringen, woraufhin man die beiden Scheiben dadurch miteinander verriegelt, daß
man einen Stift 212 in die Aussparung der Öffnung 209 und eine der Aussparungen
208 der Scheibe 206 einführt.
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Die exzentrische Scheibe 210 wird von einem Buchsenabschnitt 214
eines Antriebsorgans 216 aufgenommen, das einen Arm 218 mit einer Öffnung 220 aufweist.
Gemäß F i g. 5 ist der Arm 218 bei 222 gelenkig mit einem nach unten ragenden Bock
224 verbunden, der an einem der Buchsenabschnitte 186 vorgesehen ist.
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Befindet sich der Motor 194 in Betrieb, bewirkt der exzentrische
Antriebsmechanismus, daß die Zahnstangen 180 in Richtung der Längsachse der Vorrichtung
hin und her bewegt werden, wobei der beschriebene Mechanismus eine senkrechte Bewegung
der Plattform 108 hervorruft. Da der Antrieb durch einen Exzentermechanismus erfolgt,
der bei jedem Arbeitsspiel um 3600 gedreht wird, handelt es sich bei der senkrechten
Bewegung der Plattform 108 um eine einfache harmonische Bewegung.
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Ferner sind Mittel vorgesehen, um zu bewirken, daß sich die Antriebswellen
142 und 204 etwa um 1800 drehen und daß die Drehbewegung dann unterbrochen wird.
Hierbei erfolgt die Beendigung bzw. die Einleitung der Drehbewegung dieser beiden
Antriebswellen jeweils dann, wenn sich die Plattform in ihrer höchsten oder tiefsten
Stellung befindet und wenn der Schlitten 110 in der Längsrichtung der Vorrichtung
das eine oder andere Ende seiner Bewegungsstrecke erreicht hat.
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In Fig. 11 erkennt man einen Endschalter 230 mit einem Betätigungsarm
232 sowie einen Endschalter234 mit einem Betätigungsarm236. Ferner ist eine Welle
238 vorgesehen, bei der es sich um die Welle 204 oder um eine Welle handeln kann,
die in zeitlicher Abstimmung auf die Drehung der Welle 204 angetrieben wird. An
der Welle 238 ist eine Platte 240 befestigt, die verstellbare Anschläge242 und 244
trägt. Diese Anschläge sind auf entgegengesetzten Seiten der Platte 240 angeordnet,
und die Anschläge können mit Rollen zusammenarbeiten, die auf den freien Enden der
Betätigungsarme 232 und 236 gelagert sind. Gemäß Fig. 11 ist der Anschlag 244 dem
Endschalter 230 zugeordnet. Die Anschläge 244 und 242 sind durch einen solchen Winkelabstand
getrennt, daß eine Drehung der Welle 238 um 1800 zur Betätigung eines der Endschalter
führt.
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In F i g. 12 erkennt man eine ähnliche Anordnung, bei der ein Endschalter
250 mit einem Betätigungsarm 252 versehen ist, während ein weiterer Endschalter
254 einen Betätigungsarm 256 aufweist. An der in Fig. 12 mit 258 bezeichneten Welle,
bei der es sich um die Welle 142 oder eine andere synchron damit umlaufende Welle
handeln kann, ist eine Platte 260 befestigt, die verstellbare Anschläge262 und 264
trägt. Damit die Anschläge verstellt werden können, sind bei 266 langgestreckte
Befestigungsöffnungen vorgesehen. Die Anschläge sind so angeordnet, daß eine Drehung
um 1800 gegenüber der Stellung, bei der einer der Anschläge den zugehörigen Schalter
betätigt, bewirkt, daß der andere Schalter betätigt wird.
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Die beschriebene Vorrichtung dient dazu, einen Satz von Gegenständen,
z. B. Stoßstange für Kraftwagen, zu einer Presse od. dgl. zu transportieren; am
Beginn eines Arbeitsspiels befindet sich die Plattform in ihrer unteren Stellung,
und der Schlitten ist zurückgezogen. Wenn die Presse ein Arbeitsspiel beendet hat,
wird ein Signal erzeugt, mittels dessen die Kupplung des Aggregats 198 eingerückt
und die zugehörige
Bremse gelöst wird, um eine senkrechte Aufwärtsbewegung
der Plattform einzuleiten. Nach einer Drehung um 1800 der Platte 240 wird der Endschalter
230 betätigt, so daß die Kupplung ausgerückt und die Bremse des Aggregats 198 betätigt
wird, wobei auch das Aggregat 136 betätigt wird, um dessen Kupplung einzurücken
und die zugehörige Bremse zu lösen. Hierdurch wird eine waagerechte Bewegung des
Schlittens aus seiner zurückgezogenen Stellung in Richtung auf die vorgeschobene
Stellung eingeleitet, und nach einer Drehung der Scheibe 260 um 1800 betätigt der
Anschlag 264 den Hebel 256 des Endschalters 254, so daß die Kupplung des Aggregats
136 ausgerückt und die zugehörige Bremse betätigt wird, um die waagerechte Bewegung
des Schlittens nach vorn zu beenden, woraufhin die Betätigung des Endschalters 254
bewirkt, daß die Kupplung des Aggregats 198 wieder eingerückt und die zugehörige
Bremse gelöst wird, um eine senkrechte Abwärtsbewegung der Plattform herbeizuführen,
die von einer Drehung der Platte 240 um 1800 begleitet ist. Am unteren Ende der
Abwärtsbewegung der Plattform erfaßt der Anschlag 242 den Arm 236 des Endschalters
234, wodurch die Kupplung des Aggregats 198 ausgerückt und die zugehörige Bremse
betätigt wird; gleichzeitig wird die Kupplung des Aggregats 136 eingerückt und die
zugehörige Bremse gelöst, um den Rückwärtshub des Schlittens einzuleiten. Dieser
Vorgang wird von einer Drehung der Platte 260 um 1800 begleitet, und sobald der
Schlitten vollständig zurückgezogen worden ist, erfaßt der Anschlag 262 den Arm
252 des Endschalters 250, so daß die Kupplung des Aggregats 136 ausgerückt und die
zugehörige Bremse betätigt wird, um das beschriebene Arbeitsspiel zu beenden.
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Das nächste Arbeitsspiel wird durch ein Signal eingeleitet, das durch
die Presse oder eine andere Arbeitsstation erzeugt wird, der Werkstücke durch die
erfindungsgemäße Transportvorrichtung zugeführt werden.
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Patentansprüche: 1. Antriebseinrichtung für einen Hubbalkenförderer
mit einer durch einen ersten Antrieb im wesentlichen harmonisch senkrecht auf- und
abbewegbaren Plattform sowie einem durch einen zweiten Antrieb auf dieser Plattform
ebenfalls im wesentlichen harmonisch und unabhängig von der Plattformbewegung waagerecht
verschiebbaren Schlitten, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebe jeweils
eine volle Umdrehung ausführende, motorgetriebene Kurbel- oder Exzenterantriebe
(142, 144, 146 bzw. 204, 210, 218) sind, deren Antriebsachsen (142 bzw. 204) jeweils
horizontal und senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens liegen, und der Antrieb
für die Auf- und Abbewegung der Plattform mit parallel zur Bewegungsrichtung des
Schlittens verschiebbar gelagerten Zahnstangen (180) verbunden ist, die mit Zahnritzel
(182, 178) kämmen und über diese an der Plattform befestigte senkrecht auf und ab
verschiebbare Zahnstangen (170) antreiben.