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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen einer Kante
an Geweben auf schützenlosen Webmaschinen mit wenigstens einer Zuführnadel für einen
unabhängigen Faden zum Bilden von Schleifen in dem Fach, deren Arme zwischen den
Enden von aufeinanderfolgenden, durchgeschnittenen Schußfäden angeordnet sind, wobei
der Zuführnadel eine Hin- und Herbewegung in Richtung der Schußfäden erteilbar ist,
und mit einer Haltenadel, die die Bahnen der Kettenfäden durchdringt, um den unabhängigen
Faden während des Herausziehens der Zuführnadel in dem Fach festzuhalten.
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Bei einer bekannten Anordnung dieser Art (deutsche Patentschrift
1083 757) ist die Zuführnadel für den unabhängigen Faden kreisbogenförmig
ausgebildet und schwingt um eine zum Gewebe senkrechte Achse. Die Haltenadel besteht
aus dem abgewinkelten Ende eines Hebels, der seinerseits um eine zum Gewebe parallele
Achse schwingt. Beide Achsen sind am Breithalter der Webmaschine angeordnet, so
daß die Zuführnadel und die Haltenadel aus dem Bewegungsbereich des Ladendeckels
der Webmaschine herausgezogen werden müssen, bevor dieser den zuletzt gewobenen
Schußfaden gegen die vorgewobene Kante schlägt. Nachteilig hierbei ist es, daß zur
Erzielung eines hinreichend tiefen Einziehens des unabhängigen Fadens in das Fach
die Zuführnadel eine relativ schwache Krümmung aufweisen muß, was wiederum eine
größere Entfernung ihrer Achse vom Fach bedingt. Hieraus resultiert ein relativ
großer Raumbedarf der Vorrichtung und außerdem besteht die Gefahr der Beschädigung
der Kettenfäden durch die Spitzen der Zuführ- und der Haltenadel und schließlich
entsteht durch den relativ großen Weg, den die Zuführnadel zurücklegen muß, und
durch ihr völliges Herausführen aus dem Fach vor dem Bewegen der Lade ein verhältnismäßig
großer Zeitbedarf.
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Zwar ist bei einer anderen bekannten Anordnung (deutsche Patentschrift
127348) ein in einem kleinen Winkel zur Gewebeebene geradlinig verschiebbarer
Greifer für einen zusätzlichen schleifenbildenden Kettenfaden und eine quer zur
Gewebeebene bewegbare Nadel mit einem Haltefaden vorgesehen, jedoch befinden sich
sowohl der Greifer als auch die Haltefadennadel in einem festen Abstand zum Fach.
Beide Teile sind unterhalb der Bahn der Schußfadeneintragnadel angeordnet und diese
tritt zwischen diesen beiden Teilen einerseits und im Fach andererseits hindurch.
Infolge des Abstands der Haltefadennadel und des Greifers zum Fach kann die Schleife
des zusätzlichen Kettenfadens nur durch den Haltefaden selbst festgehalten werden,
was die Arbeitsgeschwindigkeit und die Genauigkeit der Festlegung des zusätzlichen
Fadens beeinträchtigt.
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Es sind weiter Anordnungen bekannt (USA.-Patentschrift 1783
994 und französische Patentschrift 544 960), bei welchen der unabhängige
Faden von einer Spule abgezogen wird, die als eine Art Webschützen längs der Lade,
auf welcher sie angebracht ist, verschoben wird. Nachteilig bei dieser Anordnung
ist es, daß zwischen den äußeren Schußfäden ein relativ großes Fach gebildet werden
muß, damit die Spule durch dieses hindurchtreten kann. Ein weiterer Nachteil dieser
Anordnungen besteht darin, daß jeweils nur ein einziger unabhängiger Faden zuführbar
ist.
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Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die Vorrichtung unter Erhöhung
der Arbeitsgeschwindigkeit einen möglichst geringen Platzbedarf hat und eine Beschädigung
der Kettenläden mit Sicherheit verhindert ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zufühmadel
und die Haltenadel eine an sich bekannte geradlinige Hin- und Herbewegung, die in
an sich bekannter Weise bei der Zuführnadel parallel zum letztgewobenen Schußfaden
und bei der Haltenadel quer zur Ebene des Gewebes erfolgt, aufweisen und auf dem
Ladendeckel vor der dem Fach zugekehrten Seite des Webeblattes angebracht sind.
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Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß die Zufühmadel und die Haltenadel
sowohl außerhalb als auch innerhalb des Faches mit einem sehr geringen Raumbedarf
auskommen, da sie keine Ebenen bestreichen, sondern nur eine Linienbewegung ausführen.
Durch die Anbringung der Zuführnadel und der Haltenadel auf dem Ladendeckel werden
sie mit diesem mitbewegt, so daß ihr Herausziehen aus dem Fach bzw. ihr Eintreten
in das Fach nicht durch die Ladenbewegung zeitlich verzögert erfolgen muß.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin,
daß sie es in einfacher Weise gestattet, mehrere Zuführnadeln vorzusehen, wobei
jede Nadel einen nach Qualität und Farbe verschiedenen Faden einführen kann, um
diese Fäden unter Umständen an unterschiedliche Schußfäden anzugleichen. Infolge
der geringen Abmessungen der Zuführnadeln wird hierdurch der Raumbedarf der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nicht größer. Außerdem gestattet es die erfindungsgemäße Anordnung,
den unabhängigen Faden ohne Schwierigkeit relativ weit in das Fach einzuführen.
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In vorteilhafter Weise ist die als spitze Stange ausgebildete Haltenadel
gleitend in einem Führungszylinder angeordnet, der in einem den Ladendeckel durchdringenden
Kanal geführt ist, wobei der Kanal ein trapezförinig rechteckiges Profil aufweist,
dessen geneigte cr Fläche auf den zuletzt eingewobenen Schuß faden zu geneigt ist
und dessen kleine Basis der oberen Fläche des Ladendeckels zugekehrt ist, wobei
der Führungszylinder fest mit einer Achse verbunden ist, die drehbar in Lagern angeordnet
ist, welche auf dem Ladendeckel befestigt sind und wobei der Führungszylinder elastisch
gegen die geneigte Fläche des Kanals drückbar ist. Hierdurch wird erreicht, daß
der Führungszylinder in seinem ihn aufnehmenden Kanal schwingen kann, so daß sichergestellt
ist, daß die Haltenadel durch das Webeblatt nicht beschädigt wird. Das Zurückdrücken
des Führungszylinders kann durch einen entsprechenden Anschlag herbeigeführt werden.
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In besonders vorteilhafter und sicher arbeitender Weise wird die Bewegung
der Zuführnadel und der Haltenadel durch Antriebsvorrichtungen ausgeführt, welche
je einen Elektromagneten aufweisen, wobei die Antriebsvorrichtungen an dem
Ladendeckel befestigt und durch bewegliche Kontaktgeber unter Spannung setzbar sind,
welche Kontaktgeber durch an einer herumlaufenden Nockenwelle angeordnete Nockenscheiben
betätigbar sind, wobei die Nockenwelle mit Hilfe eines übertragungssystems durch
Verschieben des Ladendeckels antreibbar ist. In vorteilhafter Weise wird eine Führung
für die Zuführnadel dadurch hergestellt, daß sie mit ihrer Antriebsvorrichtung
über
einen Stab verbunden ist, der gleitend ein auf dem Ladendeckel angeordnetes Stützorgan
durchdringt.
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Zu der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein Gewebe, auf dessen rechte Webkante die Erfindung
Anwendung findet, F i g. 2 bis 4 verschiedene Stadien des Einführvorganges
für den unabhängigen Faden, F i g. 5 eine perspektivische Ansicht einer Webmaschine,
die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstet ist, F i g. 6 eine
Ansicht nach der Linie VI-VI in F i g. 5,
F i g. 7 in Vorderansicht
eine Antriebsvorrichtung für die Haltenadel sowie deren Führung, F i g. 8
eine Ansicht nach der Linie VIII-VIII in F i g. 7,
F i g. 9 eine Antriebsvorrichtung
für die Zuführnadeln sowie einen Teil des Antriebs für die Kontaktgeber, F i
g. 10 eine Ansicht nach der Linie X-X in F ig. 9,
F i g. 11
eine Ansicht nach der Linie XI-XI in Fig. 9,
F i g. 12 eine Ansicht
nach der Linie XII-XII in F i g. 9 und F i g. 13 ein elektrisches
Schaltbild der Kontaktgeber.
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F i g. 1 zeigt einen Abschnitt eines Gewebes 2 mit Kettenfäden
6 und auf der rechten Seite einen solchen mit durchgeschnittenen Schußfäden
5, auf welches die Erfindung Anwendung finden soll. Die rechts liegende Webkante
1 wird mittels eines unabhängigen Fadens 4 gebildet, dessen Schleifen mit
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bezeichnet sind.
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Die F i g. 2 bis 4 verdeutlichen die Herstellung der Webkante
1 mittels einer Zuführnadel 59 und einer Haltenadel 23. Die
Zuführnadel 59 für den Faden 4 führt eine geradlinige Hin- und Herbewegung
in Richtung der Schußfäden 5 aus, wobei sie in das Fach 8 eintritt.
Die die Bahnen der Kettenfäden 6 durchdringende Haltenadel 23 führt
,gleichfalls eine geradlinige Hin- und Herbewegung aus, um den unabhängigen Faden
4 während des Herausziehens der Zuführnadel 59 in dem Fach 8
festzuhalten.
Die Bewegung der Haltenadel 23 erfolgt hierbei quer zur Ebene des Gewebes
2, während die Zuführnadel 59 parallel zum letztgewobenen Schußfaden bewegt
wird. Die Haltenadel 23 tritt hierbei in das Gewebe 2 ein, nachdem die Lade
der Webmaschine den zuletzt eingezogenen Schußfaden gegen den Schußfadenrand
10 geschlagen hat.
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Bei mehreren Schußfäden werden mehrere Schleifengruppen gebildet und
jeder Gruppe eine Zuführnadel 59 zugeordnet. Außerdem ist es möglich, die
Schleife nur nach jeweils zwei Schußfäden zu bilden, wodurch eine in ihrer Stärke
der gegenüberliegenden Webkante entsprechende Webkante gebildet wird.
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Bei der nachstehend beschriebenen Vorrichtung werden zwei Zufühmadeln
59 verwendet mit folgendem Arbeitszyklus: Es werden zunächst zwei Schußfäden
gezogen, ohne daß eine Schleife des unabhängigen Fadens 4 gebildet wird, anschließend
erfolgt eine Schleifenbildung gleichzeitig mit dem Ziehen des dritten Schußfadens
mit Hilfe einer ersten Zufühmadel und schließlich wird mit dem Ziehen des vierten
Schußfadens eine Schleife mit Hilfe einer zweiten Zuführnadel gebildet.
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F i g. 5 zeigt einen Ausschnitt aus einer schützenlosen Webmaschine,
auf welche die erfindungsgemäße Vorrichtung angewendet ist, mit einem oberen Träger
79, an welchem ein Spulenhalter 78
für Spulen zweier Fäden 4 angeordnet
ist, die zwei Zuführnadeln zugeführt werden. Die Lade der Webmaschine ist mit 12
und ihr Ladendeckel mit 14 bezeichnet. Der Breithalter zeigt das Bezugszeichen
19 und das Webeblatt das Bezugszeichen 15. F i g. 6
ist die
Schnittansicht nach der Linie VI-VI in F i g. 5
und läßt die Führung
der Fäden 4 zu den Zuführnadeln 59 über eine Spannvorrichtung 87 erkennen,
welche beim Reißen des oder der Fäden 4 einen Schalter 93 betätigt, um die
Webmaschine stillzusetzen. Die Spannvorrichtung hält außerdem die Fäden 4 gestrafft,
um zusätzliche Schlaufenbildung zu vermeiden.
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Wie aus F i g. 6 erkennbar ist, sind die Haltenadel
23 und die Zuführnadel 59 auf dem Ladendeckel 14 vor der dem Fach
zugekehrten Seite des Webeblattes 15 angebracht. In F i g. 6 ist ferner
ein Führungszylinder 24 angedeutet, der die als spitze Stange ausgebildete Haltenadel
23 gleitend aufnimmt. Die beiden Zuführnadeln 59 sind gleitend auf
einer mit dem Ladendeckel 14 verbundenen Grundplatte 61 befestigt.
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In F i g. 6 ist noch ein auf dem Breithalter 19
befestigter
Dämpfungsanschlag 52 dargestellt, dessen gelenkig an einer Schubstange
53 befestigter Kopf 57 gegen die Kraft einer Feder verschieblich ist
und bei Bewegung der Lade 12 gegen den Breithalter 19
zur Anlage am Führungszylinder
24 kommt. Die Haltenadel 23 kann somit auch vor dem letzten gewobenen Faden
eingreifen, ohne beschädigt zu werden, da ihr Führungszylinder 24 bei der entsprechenden
Bewegung der Lade 12 durch den Dämpfungsanschlag 52 elastisch aufgenommen
wird.
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F i g. 7 und 8 zeigen die Anordnung und Führung der
Haltenadel 23 mit ihrem Führungszylinder 24 im einzelnen. Der Führungszylinder
24 ist in einem den Ladendeckel 14 durchdringenden Kanal 50 geführt, wobei
gemäß F i g. 8 der Kanal 50 ein trapezförnüg rechteckiges Profil hat,
dessen geneigte Fläche auf den zuletzt eingewobenen Schußfaden zu geneigt ist, und
dessen kleine Basis der oberen Fläche des Ladendeckels 14 zugekehrt ist. Dabei ist
der Führungszylinder 24 fest mit einer Achse 26 verbunden, die drehbar in
Lagern 27 angeordnet ist, welche auf dem Ladendeckel 14 befestigt sind. Durch
eine auf der Achse 26 angebrachte Rückstellfeder 51 wird der Führungszylinder
24 elastisch gegen die geneigte Fläche des Kanals 50 gedrückt.
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Die Verbindung des Führungszylinders 24 mit der Achse 26 erfolgt
über eine Muffe 25, die ihrerseits mit einer Platte 35 verbunden ist,
die somit bei einem Schwenken des Führungszylinders 24 mit verschwenkt wird.
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Die Platte 35 trägt eine Antriebsvorrichtung 41, 42, 43 für
die geradlinige Hin- und Herbewegung der Haltenadel 23, der aus einem Elektromagneten
43 mit geradlinig verschiebbarem Anker 42 besteht, dessen Ende 41 über ein Gelenk
40 mit einem um eine Achse 38 schwenkbaren Hebel 37 verbunden ist.
Das andere mit einem Langloch 36 versehene Ende des Schwenkhebels
37 verschiebt einen Kulissenstein 29 in einer Kulissenführung
31 einer Kulisse 32
gegen die Kraft einer Rückstellfeder
46. Der Kulis senstein 29 ist mit dem oberen Ende der Haltenadel
23 verbunden. Der Träger der Kulisse 32 ist mit 33
bezeichnet
und über eine Winkelhalterung mit der Platte 35 verbunden.
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Auf diese Weise kann die Haltenadel 23 bei einem Auftreffen
gegen den Dämpfungsanschlag 57 (F i g. 6)
zur Verhinderung ihrer Beschädigung
durch das Webeblatt innerhalb des Kanals 50 ausschwenken.
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F i g. 9 zeigt eine Antriebsvorrichtung 74, 75, 76
für
die Zuführnadeln 59, die aus Elektromagneten 76 mit Ankern
75 bestehen, dessen Enden 74 über Rollen 73 gegen die freien Enden
72 von um Achsen 70 schwenkbare Hebel 69 wirken, die ihrerseits
über Zwischenhebel 68 gegen die Kraft von Drückfedern 66 Stäbe
60 betätigen, die gleitend ein an dem Ladendeckel 14 angeordnetes Stützorgan
61 durchdringen und an deren Enden die Zufühmadeln 59
befestigt sind.
Eine mit dem Ladendeckel 14 verbundene Platte 71 bildet den Träger für die
Achse 70
der Schwenkhebel 69.
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F i g. 10 ist ein Schnitt. nach der Linie X-X in F i
g. 9 und läßt insbesondere die gekröpfte Form der Schwenkhebel
69 erkennen, welche gestattet, die beiden Zuführnadeln 59 dicht nebeneinander
zu rücken.
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F i g. 9 zeigt ferner den Antrieb für bewegliche Kontaktgeber
zum Einschalten der Elektromagnete 76 und 43. Dieser ist in einem Gehäuse
95 untergebracht, das seinerseits mit dem Ladendeckel 14 verbunden ist und
somit dessen Bewegung mitmacht (vgl. F i g. 5). Ein Zahnsegment
100, das in das Gehäuse 95 eingreift und mit seinem freien Ende gelenkig
mit dem Webraaschinenrahmen 101 (vgl. F i g. 5) verbunden ist, treibt
über ein Zahnrad 102, ein Klinkenrad 103 sowie ein Zahnrad 105 auf
einer Welle 104 ein Zahnrad 106 auf einer Welle 107 (vgl. F i
g. 9, 12). Die Teile 100, 102 bis 107 stellen ein Übertragungssystem
dar. Die Welle 107 ist durch eine Trinnwand. 98, welche im Gehäuse
95 den Kontaktgeberteil vom Zahnradteil abtrennt, an eine Nockenwelle
108 gekuppelt, die zwei Nockenscheiben 109 und 110 trägt.
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Wie insbesondere aus F i g. 11 hervorgeht, hat die Nockenscheibe
109 zwei Nocken 111 und 112 zur Betätigung eines elektrischen Kontaktgebers
114 (F i g. 13) im Stromkreis des Elektromagneten 43 der Haltenadel
23. Die Betätigung erfolgt über eine Rolle 113.
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Die Nockenscheibe 110 hat einen Nocken 115
zur Betätigung
von Kontaktgebem 118 und 119
(F i g. 13) über Rollen
117 und 116. Die Kontaktgeber 118 und 119 liegen jeweils
in den Stromkreisen der Elektromagnete 76 für die Zuführnadeln
59.
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F i g. 12 läßt den Antrieb mittels des Zahnsegments
100 über das Zahnrad 102 erkennen, wobei das Zahnsegment 100 eine
Krümmung hat, deren Mittelpunkt mit der Achse der Lade 12 der Webmaschine zusammenfällt.
Das Klinkenrad 103 bewirkt, daß das Zahnrad 102 nur während der Bewegung
des Ladendeckels 14 nach hinten durch das Zahnsegment 100 gedreht wird.
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Die Untersetzung zwischen den Zahnrädern 102 und 106 beträgt
4: 1, und das Zahnrad 102 macht bei jeder Bewegung der Lade 12 eine vollständige
Umdrehung, so daß die Nockenscheiben 109 und 110
bei vier Bewegungen
der Lade 12 eine Umdrehung machen. Wie aus F i g. 11 hervorgeht, lösen also
jeweils zwei aufeinanderfolgende Bewegungen der Lade 12 die Bewegungen der
Zufühmadeln 59 und der Haltenadeln 23 aus, während bei den übrigen
beiden Ladenbewegungen die Kontaktgeber in Ruhe bleiben. Bei der eingangs beschriebenen
Schlaufenänderung ist eine andere Nockenanordnung möglich.
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F i g. 13 zeigt das Schaltschema der Kontaktgeber 114,
118 und 119 für die Elektromagnete 43 und 76. In den Stromkreis
der Kontaktgeber kann ein Schalter eingebracht werden, welcher die Zuführnadeln
59 und die Haltenadeln 23 außerhalb des Faches 8 stillsetzt,
um die Webkante auftrennen zu können.