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DE2329302A1 - Vorrichtung zur gewebekantenbildung an webmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur gewebekantenbildung an webmaschinen

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Publication number
DE2329302A1
DE2329302A1 DE19732329302 DE2329302A DE2329302A1 DE 2329302 A1 DE2329302 A1 DE 2329302A1 DE 19732329302 DE19732329302 DE 19732329302 DE 2329302 A DE2329302 A DE 2329302A DE 2329302 A1 DE2329302 A1 DE 2329302A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arm
pin
spring
lever
pull rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732329302
Other languages
English (en)
Inventor
Jaroslav Langr
Josef Lschitschar
Vladimir Mateju
Jaroslav Dipl Ing Tschischek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Original Assignee
Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS filed Critical Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Publication of DE2329302A1 publication Critical patent/DE2329302A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C7/00Leno or similar shedding mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Titel: Vorrichtung zur Gewebekantenbildung an Webmaschinen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Gewebekantenbildung an Webmaschinen mit Dreifadendreherbindung, die zwei abwechselnd gegenläufige Zugstangen aufweist, deren eine wenigstens eine Nadel mit einem Führungsschlitz für Bindefaden trägt, während die andere mit zumindest zwei seitlich abwechselnd gegenläufigen, über wenigstens einen sich kreuzenden Faden geführten Führern versehen ist.
  • Die Gewebekanten, insbesondere an Wanderfach-Webmaschinen, werden durch die sogenannte Dreherbindung verfestigt. Der ins Wanderfach eingetragene Schußfaden wird durch Kettfäden und im Gewebekantenbereich entweder auch durch Kettfäden oder durch spezielle Zusatz fäden eingebunden.
  • Verschiedene Vorrichtungen zur Gewebekantenbildung an Webmaschinen sind bekannt. Sie arbeiten in der Regel mit drei Dreherfäden, deren einer, d. i. der Bindefaden, einen Teil des Webfaches der Dreherkette und die übrigen, sich kreuzenden Fäden den zweiten Teil dieses Webfaches bilden. Der Webmechanismus kann mit mehreren solchen nebeneinander angeordneten Dreiergruppen von Dreherfäden arbeiten.
  • Eine der bekannten Vorrichtungen dieser Art weist ein Paar von gegenläufigen Webschäften auf. Einer der Webschäfte trägt eine Nadel mit einem Führungsschlitz, in dem ein Bindefaden eingefädelt ist. Dieser Webschaft ist mit einer an Federn aufgehängten und mit einer Anschlagsnase versehenen Zugstange verbunden. Die zwei übrigen sich kreuzenden Fäden sind in den in Nuten eines am gegenläufigen Webschaft befestigten Halter seitlich gegenläufig verschiebbar gelagerten Führern geführt. Die gegenseitige Kreuzung dieser Fäden wird durch Umstellen der Führer vorgenommen, die mit einer Ausnehmung für Vorsprünge eines um Zapfen des Halters frei drehbar gelagerten und von der Anschlagsnase der erwähnten Zugstange betätigten Umkippers versehen sind.
  • Eine andere bekannte Vorrichtung besteht aus einem Paar von scherenartig angeordneten, um einen gemeinsamen Zapfen drehbaren Doppelarmhebeln. Durch einen Teil dieser Hebel sind Kettfäden geführt, während ihre anderen Teile von einer Feder zueinander angezogen und der Aufspannwirkung eines Stiftes ausgesetzt werden, welcher in Abhängigkeit von der Webmaschinendrehzahl seine Lage im Hinblick auf den Zapfen und somit auch die gegenseitige Kreuzung der durch die gegenüberliegende Teile der Doppelarmhebel geführten Kettfäden ändert. Diese auf einem der gegenläufigen Webschäfte angeordneten Vorrichtung ermöglicht es, einen Teil des Webfaches zu bilden, wogegen der andere Teil dieses Webfaches von dem Faden gebildet wird, der durch die am gegenläufigen Webschaft befestigte Nadel geführt wird.
  • Eine andere bekannte Vorrichtung besteht aus einem Paar von scherenartig angeordneten, um Zapfen drehbar gelagerten Hebeln, wobei der Zapfen an einem der gegenläufigen Webschäfte befestigt ist. Die Enden dieser Hebel schnappen mit ihren Vorsprungen in eine durch einen abwechselnd sehenkbaren, am Maschinenrahmen befestigten Doppelein armanschlag betätigte Kulisse, wogegen in den gegenüberliegenden Enden der erwähnten Hebel die den einen Webfachteil bildenden Kettfäden eingezogen sind. Die gegenseitige Fadenkreuzung wird dann durch die Tätigkeit der Kulisse erreicht. Der zweite Webfachteil wird durch den durch die am gegenläufigen Webschaft befestigte Nadel eingezogenen Binde faden gebildet0 Die oben erwähnten Vorrichtungen sind für die mit einer großen Anzahl von gleichzeitig einzuwebenden Schußfäden arbeitenden, insbesondere für Wanderfach-Webmaschinen unzureichend. Dies wird besonders durch die verhältnismäßig großen Dimensionen solcher Vorrichtungen verursacht, da es in manchen Fällen nötig ist, diese zwischen einzelne, auf ein und dereelben Webmaschine nebeneinander herzustellenden Gewebebahnen zu installieren. Ferner sind sie bei höheren Webgeschwindigkeiten, wenn es z. B. zu unerwünschten Schwingungen ihrer Funktionsteile kommt, ziemlich unzuverlässig.
  • Die Erfindung soll die oben angeführten Nachteile des bisherigen Standes der Technik beseitigen und ihr liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Gewebekantenbildung an Webmaschinen mit Dreifadendreherbindung, die zwei abwechselnd gegenläufige Zugstangen aufweist, deren eine wenigstens eine Nadel mit einem Führungsschlitz für Bindefäden trägt, während die zweite mit zumindest zwei seitlich abwechselnd gegenläufigen, über wenigstens einen sich kreuzenden Faden geführten Führern versehen ist, zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der zwei Sektionen sich kreuzender Dreherfäden tragenden Zustange ein gemeinsamer Zapfen drehbar gelagert ist, der einerseits einen Umkipper, auf dessen einen Arm eine an Seiten in Einkerbungen übergehende Spitze gebildet ist und dessen zweiter Arm mit einem an der Zugstange drehbar gelagerten Doppelarmhebel eingreift. Auf diesem ist zumindest ein Führungsschlitz für eine der Sektionen sich kreuzender Dreherfäden gebildet, andererseits trägt der Doppelammhebel einen doppelarmigen Sicherungshebel, dessen einer Arm ein Ende einer Zugfeder hält, deren zweites Ende in der Zugstange gehalten ist.
  • Der andere Arm des Sicherungshebels steht mit einem Arm eines weiteren, an der Zugstange schwenkbar gelagerten md mit seinem Längsschlitz auf dem gemeinsamen Zapfen frei aufgesetzten Doppelarmhbel in beiderseitigem Eingriff, dessen zweiter Arm mit mindestens einem Fdhrungsschlitz für die zweite Sektion von sich kreuzenden Dreherfäden versehen ist. Dabei ist gegen eine der Seiten der scharfen Spitze des Umkippers ein am Halter eines Körpers schwenkbar gelagerter und in seiner Mittellage von wenigstens einer Feder gehaltener Umkippkeil gerichtet.
  • Der Umkippkeil ist an einem im Halter verschiebbar gelagerten und von einer Feder gegen den Umkipper gedrückten Schieber gelagert, wobei der Hub dieses Umkippkeiles durch einen in eine Längsöffnung im Halter hineinragenden Abgrensstift begrenzt ist.
  • An jeder Seite des Umkippkeiles ist ein Vorsprung ausgebildet, unter welchen federbelastete Anschläge im Schieber angeordnet sind.
  • Zwischen dem federbelasteten Anschlag und dem Vorsprung ist ein Spielraum ausgebildet. Zum Antrieb der Zugstangen ist an der Welle ein Paar von gegenseitig um 1800 versetzten Kurvenscheiben befestigt, von denen jede über Rollen und ihr zugeordnete, an ihren Innenwänden von einem Ring auf der Welle geführter Bügel eingreift, Dabei ist auf dem Bügel ein Doppelarmhebel schwenkbar gelagert, dessen einer Arm in einem Körper schwenkbar gelagert ist und dessen zweiter Arm in den Zapfen der einen Zugstange eingreift, wogegen auf dem zweiten Bügel ein zweiter Doppelarmhebel schwenkbar gelagert ist. Dessen einer Arm ist im Körper schwenkbar gelagert und dessen anderer Arm greift in den Zapfen der zweiten Zugstange ein.
  • Für die schwenkbare Lagerung der Doppelarmhebel im Körper sind längeliche Schlitze in deren Armen zur Hubregulierung dieser Hebel vorgesehen.
  • Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß sie als ein selbständiges Ganzes konstruiert und für alle Webmaschinentypen, sowohl als Kantendreherwie auch als Mitteldreherbildner beim Herstellen mehrerer Gewebebahnen nebeneinander verwendet werden kann.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform und in vereinfachter Darstellung wiedergegeben. Dabei zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig. 2 eine Seitenansicht des Antriebsmechanismus der Vorrichtung; Fig. 3 eine Vorderansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung; Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 1, in Pfeilrichtung P gesehen und Fig. 5 eine Rückansioht'der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung.
  • In einem Körper 10, der mit dem nicht dargestellten Webmaschinenrahmen verbunden ist, sind zwei Zugstangen 6 und 8 vertikal verschiebbar gelagert. Die Unterteile der Zugstangen 6 und 8 tragen Zapfen 21' bzw. 21, die zum Koppeln an einen später beschriebenen Antriebsmechanismus bestimmt sind. Auf dem Oberteil der Zugstange 8 sind zwei Träger 11 und 11' befestigt, die mit Hilfe eines Querstückes 35 überbrückt sind. In diesem Querstück 35 sind vier Nadeln 12 mit Führungsösen 121 an den freien Enden eingesetzt. Die Nadeln 12 sind senkrecht nach unten gerichtet. Vor dem Querstück 35 ist ein Führungskamm 13 angeordnet, durch den die von den Führungsösen 121 der Nadeln 12 kommenden Dreherbindefäden 29 hindurchgehen.
  • Die Länge der Nadel 12 ist durch den notwendigen maximalen Webfachhub bestimmt. An der Zustange 6 ist ein gemeinsamer durch diese hindurchgehender Zapfen 5 drehbar gelagert. Auf der von der Zugstange 8 abgekehrten Seite ist an diesem gemeinsamen Zapfen 5 ein Umkipper 4 in Form eines Doppelarmhebels befestigt. Am unteren Arm des Umkippers 4 sind beiderseitig zwei Einkerbungen 36, 36' vorgesehen, die in der Mitte in. eine scharfe Spitze 37 übergehen. Am oberen Arm des Umkippers 4 ist ein Stift 401 befestigt, der in einen Ausschnitt 102 im unteren Arm eines um den Zapfen 2 in der Zugstange 6 schwenkbar gelagerten Doppelarmhebels 1 eingreift. Am Ende des oberen Armes des Doppelarmhebels 1 sind vier Führungsschlitze 101 vorgesehen. Das Ende dieses oberen Armes ist so ausgebogen, damit dieser etwa in der die Nadeln 12 enthaltenden Ebene zwischen zwei Tot lagen schwenken zu können. Durch die Führungsschlitze 101 gehen die oberen Zweige von sich kreuzenden Dreherfäden 30 hindurch. Von der andern Seite der Zugstange 6 ist am gemeinsamen Zapfen 5 ein doppelarmiger Sicherungshebel 7 befestigt. Am unteren Arm des Sicherungshebels 7 ist ein Mitnehmerbolzen 701, am oberen Arm desselben ein Anhängestift 38 befestigt.
  • Zwischen dem Anhängestift 38 und einem andern an der Zugstange 6 unterhalb des gemeinsamen Zapfens 5 befestigten Anhängestift 39 ist eine Zugfeder 9 angebracht, die den Sicherungshebel 7 sowie den Umkipper 4 immer in einer der Totlagen hält. Zwischen dem Sicherungshebel 7 und der Zugstange 6 ist ein anderer um Zapfen 2 schwenkbar gelagerter Doppelarmhebel 3 angeordent. Im unteren Arm des Doppelarmhebels 3 ist ein Ausschnitt 302 vorgesehen, in welchen der Mitnehmerbolzen 701 eingreift. Der Doppelarmhebel 3 ist ferner mit einem Längsschlitz 303 versehen, mit dem er am gemeinsamen Zapfen 5 lose aufgesetzt ist, so daß er frei ausschwenken kann. Am Ende des oberen Armes des Doppelarmhebels 3 sind vier Führungsschlitze 301 vorgesehen, durch welche die unteren Zweige von sich kreuzenden Dreherfäden 31 hindurchgehen. Am Körper 10 ist ein Halter 19 mit einer Führungsnut 41 befestigt, in der ein Schieber 18 vertikal verschiebbar gelagert ist. In der Wand des Halters 19 ist eine vertikal gerichtete Längsöffnung 191 vorgesehen, in welche ein Abgrenzstift 181 des Schiebers 18 ragt. Ferner ist im Schieber 18 eine Ausnehmung 42 gebildet, gegen deren Boden sowie gegen den Boden der Führungsnut 41 sich eine Druckfeder 20 abstützt, die den Schieber 18 nach oben drückt. Auf der oberen Seite des Schiebers 18 ist ein Umkippkeil 14 um Zapfen 15 schwenkbar gelagert und in seiner Mittellage gehalten, wobei der Umkippkeil gegen eine der Kanten der Spitze 37 des Umkippers 4 gerichtet ist. Auf beiden Seiten des Umkippkeiles 14 sind Vorsprünge 142 resp. 142' gebildet; unterhalb von diesen ragen federbelastete Anschläge 16 resp. 16' heraus. Der federbelastete Anschlag 16 ist über eine vertikale Öffnung 43 des Schiebers 18 verschiebbar gelagert. Gegen eine vom andern Ende der Öffnung 43 eingeschraubte Schraube 44 und gegen den Anschlag 16 stützt sich eine Feder 17. Die Schraube 44 ist unter anderem zur Feinregelung der Druckkraft der Feder 17 bestift. Analog ist auch der Anschlag 16' gelagert.
  • Ein Träger 27 (Fig. 2), der am Körper 10 befestigt ist, trägt einen Körper 32, in dem eine Welle 28 gleichlaufend mit dem Träger 27 gelagert ist. Auf der Welle 28 ist ein Paar von gegenseitig um 1800 versetzten Kurvenscheiben 22 und 221 befestigt. Die Kurvenscheibe 22 steht mit um Zapfen 47, 48 an einem Bügel 23 drehbar gelagerten Rollen 45 bzw. 46 in beiderseitigem Eingriff. Ebenfalls an die Kurvenscheibe 221 liegen um Zapfen 50 und 55 an einem Bügel 231 drehbar gelagerte Rollen 49 und 54 an. Der Seitenausschlag der Bügel 23, 231 wird durch einen Ring 51 auf der Welle 28 verhindert, welcher an den Innenwandungen der Arme des Bügels 23 anliegt. Analog ist auch der andere Bügel 231 mit einem Ring versehen. Am Bügel 23 ist ein um Zapfen 33 schwenkbar gelagerter Doppelarmhebel 24 angeordnet, dessen einer Arm an einem am Körper 32 in einem Schlitz 56 vorgesehenen Zapfen 26 aufgesetzt ist. Dieser Arm weist ebenfalls einen Schlitz 52 auf, der zur Hubregal lung des Doppelarmhebels 24 dient. Der zweite Arm des Doppelarmhebels 24 ist auch mit einem Schlitz 34 versehen, in dem der Zapfen 21 der Zugstange 8 gelagert ist. Analog ist am Bügel 231 ein anderer Doppelarmhebel 25 um Zapfen 33' drehbar gelagert, wobei der eine seiner Arme an dem im Schlitz 56' des Körpers 32 befindlichen Zapfen 26 aufgesetzt ist. Auch dieser Arm weist einen Schlitz 53 auf, der wiederum zur Hubregelung des Doppelarmhebels 25 bestimmt ist. Am Ende des zweiten Armes des Doppelarmhebels 25 ist ein Schlftz 34' ausgebildet, in welchem sich der Zapfen 21' der Zugstange 6 befindet. Die Welle 28 ist an einen nicht dargestellten Antriebsmechanismus angekoppelt.
  • Der Antrieb der Zugstangen kann auch auf eine konventionelle Art und Weise vorgenommen werden. Nichtsdestoweniger muß diese die Synchronisierung des Dreherfach- und Webfachwechsels ermöglichen.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Beim Ingangsetzen der Webmaschine und des Antriebsmechanismus der Zugstangen 6, 8 fängt die Welle 28 zusammen mit den Kurvenscheiben 22, 221 an sich zu drehen. Somit werden die Bügel 23, 231 in abwechselnd gegenläufige Vertikalbewegung gesetst. Diese wird auf die Doppelarmhebel 24, 25 übertragen, die die Zugstangen 6, 8 in abwechselnd gegenläufigen Bewegungen setzen. Bei der Bewegung der Zugstange 6 nach unten stößt der Umkippkeil 14 den Umkipper 4 an, gleitet über die Seite seiner scharfen Spitze 37 herunter, stützt sich gegen die seitliche Einkerbung 36 und schwenkt aus, bis sein Vorsprung 142 den federbelasteten Anschlag 16 anstößt und den Umkipper 4 aus der bestehenden Totlage in die zweite Totlage umkippt. Gleichzeitig mit dem Umkipper 4 werden auch der Doppelarmhebel 1 mit den für die oberen Zweige der sich kreuzenden Dreherfäden 30 bestimmten Führungsschlitzen 101, ferner der Doppelarmhebel 3 mit den für die unteren Zweige der sich kreuzenden Dreherfäden 30 bestimmten Führungsschlitzen 301 und schließlich auch der Sicherungshebel 7 umgekippt, der infolge des Zuges der Zugfeder 9 diese neuerworbene Totlage der Hebel 1, 3 und 7 sicherstellt. Auf diese Weise erfolgt die Verkreuzung der Dreherfäden 30, 31.
  • Noch vorher erfolgte jedoch bei der Aufwärtsbewegung der Zugstange 8 das Herausschieben der Nadeln 12 samt Dreherbindefäden 29 und der Webfachwechsel. Nachdem der Schußfaden ins Webfach eingetragen und an die Webwarenkante angeschlagen worden ist, bewegt sich die Zugstange 6 nach oben und die Zugstange 8 nach unten. Während dieser Bewegung kehrt der Umkippkeil 14 durch die Wirkung der Feder 17 des federbelasteten Anschlags 16, der auf den Vorsprung 142 drückt, in seine ursprüngliche Mittellage zurück. Die Spielräume X zwischen den Vorsprüngen 142, 142' und den federbelasteten Anschlägen 16 bzw. 16' verhindern Schwingungen des Umkippkeiles 14, insbesondere bei hohen Webgeschwindigkeiten. Die unerwünschten Stöße in der Vorrichtung beim Umkippen werden durch verschiebbare Lagerungen des Schiebers 18 im Halter 19 und durch dessen Abfedern mittels Druckfeder 20 vermieden. Der Abgrensstift 181 wirkt hier als Anschlag und verhindert das Ausspringen des Schiebers 18 aus dem Halter 19.
  • Bei der weiteren Bewegung der Zugstange 6 nach oben bewegt sich gleichzeitig die Zugstange 8 nach unten. Die Nadeln 12 dringen usammen mit den Dreherbindefäden 29 zwischen die sich kreuzenden Dreherfäden 30, 31 ein und der Webfachwechsel geht wieder vor sich.
  • Nach der Eintragung des Schußfadens ins Webfach und dessen Anschlag wechselt die Bewegungsrichtung der Zugstangen 6, 8 ab, so daß die Zugstangen 6 wieder nach unten sinkt. Der Umkippkeit 14 stößt an den Umkipper 4, gleitet über die andere Seite der scharfen Spitze 37 herunter, stützt sich gegen seine andere Einkerbung 36' ab und schwenkt aus, bis eein anderer Vorsprung 142' den andern federbelasteten Anschlag 16' anstößt und den Umkipper 4 aus der bestehenden Totlage wieder in die ursprüngliche Totlage umkippt. Gleichzeitig werden auch der Doppelarmhebel 1 mit den für die oberen Zweige der sich kreuzenden Dreherfäden 30 bestimmten Führungsschlitzen 101, ferner der Doppelarmhebel 1 mit den für die unteren Zweige der sich kreuzenden Dreherfßden 31 bestimmten Führungsschlitzen 301 und schließlich der Sicherungshebel 7 umgekippt, der durch Zug der Zugfeder 9 diese neue Totlage der Hebel 1, 3 und 7 sicherstellt. Auf diese Weise ging die Verkreuzung der Dreherfäden 30, 31 vor sich. Noch vor dieser Verkreuzung erfolgte jedoch bei der Aufwärtsbewegung der Zugstange 8 das Herausschieben der Nadeln mit den Dreherbindefäden 29 aus den Lücken zwischen den sich kreuzenden Dreherfäden 30, 31 sowie auch der Webfachwechsel.
  • Der oben beschriebene Vorgang wiederholt sich dann fortlaufend.
  • Die Erfindungsgemäße Vorrichtung ist als ein kompaktes Ganzes konstruiert und kann bei allen Webmaschinentypen, und zwar entweder als Kantendreher- oder Mitteldreherbildner beim Weben mehrerer Gewebebahnen nebeneinander verwendet werden, So kann man beispielsweise den Träger 27 über die gesamte Breite der Webmaschine anordnen und an diesem alle leicht verstellbaren Dreherbildner installieren.

Claims (6)

PATENTANSPRt!CHE:
1.)Vorrichtung zur Gewebekantenbildung an Webmaschinen mit Dreifadendreherbindung, die zwei abwechselnd gegenläufige Zugstangen aufweist, von denen eine wenigstens eine Nadel mit einem Führungsschlitz für Bindefäden trägt, während die zweite mit zumindest zwei seitlich abwechselnd gegenläufigen, über wenigstens einen sich kreuzenden Faden geführten Führern versehen ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß auf der zwei Sektionen von sich kreuzenden Dreherfäden (30, 31) tragenden Zugstange (6) ein gemeinsamer Zapfen (5) drehbar gelagert ist, der einerseits einen Umkipper (4) auf desen einem Arm eine an Seiten in Einkerbungen (36; 36') übergehende Spitze (37) gebildet ist und dessen zweiter Arm mit einem an der Zugstange (6) drehbar gelagerten Doppelarmhebel (1) eingreift, auf welchem zumindest ein Führungsschlitz (101) für eine der Sektionen von sich kreuzenden Dreherfäden (30) gebildet ist, andererseits einen doppelarmigen Sicherungshebel (7) trägt, dessen einer Arm ein Ende einer Zugfeder (9) hält, deren zweites Ende in der Zugstange (6) gehalten ist, und dessen zweiter Arm mit einem Arm eines weiteren, an der Zugstange (6) schwenkbar gelagerten und mit seinem Längsschlitz (303) auf dem gemeinsamen Zapfen (5) frei aufgesetzten Doppelarmhebel (3) in beiderseitigem Eingriff steht, dessen zweiter Arm mit mindestens einem Führungsschlitz (301) für die zweite Sektion von sich kreuzenden Dreherfäden (31) versehen ist, wobei gegen eine der Seiten der scharfen Spitze (37) des Umkippers (4) ein am Halter (19) eines Körpers (10) schwenkbar gelagerter und in seiner Mittellage von wenigstens einer Feder gehaltener Umkippkeil (14) gerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Umkippkeil (14) an einem im Halter (19) verschiebbar gelagerter und von einer Feder (20) gegen den Umkipper (4) gedrückter Schieber (18) gelagert ist, wobei der Hub dieses Umkippkeiles (14) durch einen in eine Längsöffnung (191) im Halter (19) hineinragenden Abgrenzstift (181) abgegrenzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß an jeder Seite des Umkippkeiles (14) ein Vorsprung (142, 142') ausgebildet ist, unter welchen federbelastete Anschläge (16 bzw. 16') im Schieber (18) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß zwischen dem federbelasteten Anschlag (16, 16') und dem Vorsprung (142, 142') ein Spielraum (X) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß zum Antrieb der Zugstangen (6, 8) ein Paar von gegenseitig um 1800 versetzter Kurvenscheiben (22, 221) an der Welle (28) befestigt ist, wobei jede Kurvenscheibe (22, 221) mittels Rollen und ihnen zugeordneten, an seinen Innenwänden von einem Ring (51) auf der Welle (28) geführten Bügel (23, 231) eingreift, wobei auf dem Bügel (23) ein Doppelarmhebel t24) schwenkbar gelagert ist, dessen einer Arm in einem Körper (32) schwenkbar gelagert ist und dessen zweiter Arm mit dem Zapfen (21) der Zugstange (8) eingreift, wogegen auf dem zweiten Bügel (231) ein zweiter Doppelarmhebel (25) schwenkbar gelagert ist, dessen einer Arm im Körper (32) schwenkbar gelagert ist und dessen zweiter Arm mit dem Zapfen (21') der Zugstange (6) eingreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß für die schwenkbare Lagerung der Doppelarmhebel (24; 25) im Körper (32) längliche Schlitze (52, 53) in deren Armen zur Hubregulierung dieser Hebel vorgesehen sind.
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