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DE1296594B - Anordnung zum Wenden von Keimgut - Google Patents

Anordnung zum Wenden von Keimgut

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Publication number
DE1296594B
DE1296594B DEL52805A DEL0052805A DE1296594B DE 1296594 B DE1296594 B DE 1296594B DE L52805 A DEL52805 A DE L52805A DE L0052805 A DEL0052805 A DE L0052805A DE 1296594 B DE1296594 B DE 1296594B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stripping
tray
boxes
arrangement according
box
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL52805A
Other languages
English (en)
Inventor
Baum Heinz
Lausmann Horst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LAUSMANN KG MUEHLENBAU U MASCH
Original Assignee
LAUSMANN KG MUEHLENBAU U MASCH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LAUSMANN KG MUEHLENBAU U MASCH filed Critical LAUSMANN KG MUEHLENBAU U MASCH
Priority to DEL52805A priority Critical patent/DE1296594B/de
Publication of DE1296594B publication Critical patent/DE1296594B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/15Grain or malt turning, charging or discharging apparatus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Wenden von Keimgut, insbesondere Grünmalz, bei einerKeimanlage, bestehend aus mindestens zwei nebeneinanderliegenden Keimkästen.
  • Vorrichtungen zum Umwenden bzw. Umsetzen von Grünmalz sind bereits bekannt. So wird das Grünmalz bei einer bekannten Anordnun- in einem Kasten mit Hilfe von stehenden Schnecken, die auf einem sich langsam vorwärts bewegenden Wagen montiert sind, gewendet. Bei bekannten Keimkästen bleibt das Gut jedoch die ganze Keimdauer in ein und demselben Kasten und wird mit Hilfe der Wendevorrichtung gewendet. Die Kastenböden sind gelocht, so daß durch diese Löcher die zur Kühlung benötigte Luft geführt werden kann. Die genannten Vorrichtungen haben vor allem den Nachteil, daß nur eine geringe Schütthöhe erreichbar ist, daß durch die stehenden Schnecken die Keime nicht schonend genug gewendet werden, daß die Auflockerung des Grünmalzes bei der Unischichtung wegen der Bil-,dung von Klumpen nicht einwandfrei erfolgt, und daß eine relativ hohe Verschmutzung des Keimkastens auftritt.
  • Des weiteren ist eineWanderhaufenkeimanlagebekannt, bei der das Keimgut von der Weiche zur Darre eine sogenannte Keimstraße durchläuft. Es ist dabei davon ausgegangen, daß es für eine gute Malzqualität wünschenswert ist, das Keimgut in den anfänglichen Keimstadien wenigstens zweimal pro Tag zu wenden. Das Wenden geschieht mit einem an sich bekannten, aus dem Keimbett ausschwenkbaren Aufnahmewerk und einem diesem nachgeschalteten Horizontaltransportwerk. Der Nachteil derartiger Anlagen besteht unter anderem darin, daß keine exakte Trennung der einzelnen Keimtagechargen möglich ist, weil überschneid,ungen beim Wenden des Keimgutes, bedingt ,durch das System, mit dem der Wendevorgang vorgenommen wird, notwendigerweise auftreten müssen. Ferner ist eine Reinigung der Keimanlage sehr schwierig durchzuführen, weil die einzelnen Tageschargen nicht scharf voneinander getrennt werden können und weil ein Begehen der Anlage sehr kompliziert ist. Zudem ist die Schütthöhe bei derartigen Anlagen relativ gering, und beim Wendevorgang werden die Keime durch die Wendevorrichtung nicht so schonend behandelt, wie dies wünschenswert ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist eine Anordnung zum Wenden von Keinigut, insbesondere Grünmalz, bei einer Keimanlage bestehend aus mindestens zwei nebeneinanderliegenden Kästen, durch die das Keimgut gegenüber dem Stand der Technik auch bei großen Schütthöhen gleichmäßig unter möglichster Schonung der Keime gewendet werden kann und bei der im Vergleich zu den bekannten Wendevorrichtungen nur eine geringe Verschmutzung des Hordenplateaus auftritt.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß für jeden Keimkasten eine auf das Hordenplateau wirkende Hubvorrichtung vorgesehen ist, die im Gegentakt zur Hubvorrichtung des benachbarten, zu beladenden Kastens arbeitet, und daß über der Oberkante eine über die nebeneinanderliegenden Kästen arbeitende Keimgutabstreifvorrichtung angeordnet ist.
  • Die Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung der Hubvorrichtung im gefüllten Kasten ist dabei zeitlich auf die Umlaufgeschwindigkeit der Abstreifvorrichtung abgestimmt, so daß die Abstreifvorrichtung gerade a soviel Keinigut in den zu füllenden Kasten überführt, wie im gefüllten- Kasten nach oben gefördert wird. Beim Gegentaktbetrieb der Hubvorrichtung der nebeneinanderliegenden Kästen ist ein geringer Vorlauf des Hordenplateaus in dem zu füllenden Kasten zweckmäßig, damit das Gut dann, wenn der Arbeitsvorgang beginnt, von dem Hordenplateau im zu füllenden Kasten aufgenommen werden kann.
  • Es hat sich als besonders zweckmäßig herausgestellt, die Bewegungsgeschwindigkeit der Hubvorrichtungen und die darauf abgestimmte Geschwindigkeit der Abstreifvorrichtung gleichförmig zu wählen, die Bewegung der Hubvorrichtungen und der Abstreifvorrichtung kann jedoch auch absatzweise bzw. schrittweise erfolgen und regelbar ausgeführt sein.
  • Die Hubvorrichtung selbst kann in Form einer Gewindespindel über Schneckengetriebe von einem Antriebsmotor angetrieben werden, sie kann jedoch auch in Form von Scheren, Zügen, Zahnstangen od. dgl. ausgebildet sein; ferner läßt sich ohne weiteres auch eine hydraulische Betätigung der Hubvorrichtungen erreichen. Ganz allgemein ist die Art und Weise, in der die Hordenplateaus verschoben werden, für die erfindungsgemäße Anordnung unerheblich. Wesentlich ist nur, daß bei einer solchen Auslegung der Hubvorrichtungen, daß die eine Hubvorrichtung mit der gleichen Geschwindigkeit nach oben wie die andere Hubvorrichtung nach unten geht, or ein völliger Gleichlauf gewährleistet ist, und daß eine Übereinstimmung der Bewegungsgeschwindigkeit der Hubvorrichtungen mit der Umlaufgeschwindigkeit der Abstreifvorrichtung sichergestellt ist. Der Leerhub der Hubvorrichtungen kann dabei mit erhöhter Geschwindigkeit durchgeführt werden, falls dies zweckmäßig erscheint.
  • Zur Begrenzung der Bewegung der Hubvorrichtung sind am unteren und oberen Ende des Kastens End- bzw. Begrenzungssehalter vorgesehen, die ein Abschalten des Antriebes bei Erreichen der untersten bzw. obersten Stellung des Hordenplateaus gewährleisten.
  • Um ein Verkanten der Hordenplateaus bei der Auf- und Abbewegung in den einzelnen Kästen zu verhindern und gleichzeitig eine Führung für diese Hordenplateaus zu erreichen, werden an den senkrechten Kastenwänden laufende und mit den Hordenplateaus verbundene Führungsglieder, wie Rollensysteme, vorgesehen; insbesondere ist dies zweckmäßig, wenn jedes Hordenplateau von einer einzigen Hubvorrichtung mit einem Angriffspunkt verschoben wird. Sind mehrere Hubvorrichtungen bzw. mehrere Stützpunkte bei einer Hubvorrichtung vorhanden, dienen die Führungsglieder - Rollensysteme - dazu, ein seitliches Ausweichen zu verhindern.
  • Damit ein sicherer Abschluß zwischen der Kante des Hordenplateaus und der Innenwandung eines jeden Kastens gewährleistet ist, weisen die Hordenplateaus an ihren den Innenwänden der Kästen zugewandten Rändern Abdichtungselemente auf, die beispielsweise als Gummi- oder Kunststoffprofile bzw. Bürsten oder sonstige Abdichtprofile ausgebildet sind.
  • Die Keinigutabstreifvorrichtung, die mit den Hubvorrichtungen bzw. Hordenplateaus zweier benachbarter Kästen zusammenwirkt und vorzugsweise in Übereinstimmung mit diesen angetrieben wird, besteht vorzugsweise aus einer umlaufenden endlosen Kette mit in gleichem Abstand angeordneten Ab- streifelementen. Die Abstreifelemente können Abstreiflappen bzw. -schaufeln sein. Die Kanten der Abstreifelemente kommen mit der obersten Schicht des Gutes, das gewendet werden soll, in Eingriff und streifen die oberste Schicht des Gutes von dem gefüllten Kasten in den zu füllenden Kasten ab.
  • Anstatt einer derartigen kontinuierlich umlaufenden endlosen Kette kann auch ein entsprechend ausgebildetes endloses Band vorgesehen werden.
  • Die Keinigutabstreifvorrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß ein auf Schienen, die die beiden Außenwandungen von zwei nebeneinanderliegenden Kästen überdecken, verfahrbarer Abstreifwagen mit nach unten weisenden Abstreifelementen vorgesehen ist. An den beiden Außenwänden der Kästen sind Begrenzungselemente angeordnet, die mit auf dem Wagen befindlichen Elementen zusammenwirken. Am Abstreifwagen können in Abstreifrichtung gesehen fortlaufend kürzere Abstreifelemente angebracht sein, so daß der Abstreifwagen bei seinem Durchgang gleichzeitig mehrere Schichten des Gutes abstreift.
  • Eine weitereMöglichkeit einer brauchbarenKeimgutabstreifvorrichtung besteht darin, daß ein über einen Exzenter mit Schubstange bewegbarer Abstreifrechen mit nach unten weisenden Schaufeln vorgesehen ist, der bei einem Vorwärtshub das Gut von einem Kasten in den anderen befördert, während beim Rückwärtshub auf Grund der Exzenteranordnung eine Leerbewegung stattfindet.
  • Des weiteren ist es auch möglich, eine normale endlose umlaufende Kette oder ein endloses umlaufendes Band mit Abstreifeleinenten vorzusehen, die sämtliche vorhandenen Kästen überstreicht, so daß in diesem Falle eineVersetzung der Keimgutabstreifvorrichtung dann, wenn das Gut in einem anderen Kastenpaar gewendet werden soll, nicht erforderlich ist, während im Falle der vorausgehenden Ausführungsbeispiele die Abstreifvorrichtung maximal die doppelte Kastenbreite aufweist und im Falle des Abstreifwagens sogar nur einen Bruchteil einer Kastenbreite besitzen kann.
  • Die erfindungsgemäßeAnordnung weist gegenüber bekanntenAnordnungen eineReihe vonwesentlichen Vorteilen auf. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist darin zu sehen, daß das Keimgut exakt umgeschichtet wird, weil der Arbeitsvorgang in sehr dünnen horizontalen Schichten durchgeführt wird und die obere Schicht stets nach unten kommt und umgekehrt, was einen Druckausgleich des Gutes während des Keimprozesses gewährleistet. Dadurch ergibt sich auch in verwachsenem Zustand des Keimgutes eine gute Auflockerung.
  • Das Keimgut liegt stets vollkommen eben, so daß beim Wenden keine Anhäufungen auftreten, wie dies bei den bekannten Saladinkästen der Fall ist, und dadurch ein gleichmäßiger Luftdurchsatz gewährleistet ist.
  • Bei der vorliegenden Anordnung zum Wenden von Keimgut tritt auch gegenüber bekannten Wendevorrichtungen eine geringere Verschmutzung des Hordenplateaus auf, da das Keimgut lediglich von dem Hordenplateau abgestreift wird.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnun g ist darin zu sehen, daß die Schütthöhe des Keimgutes auf dem Hordenplateau weit größer gewählt werden kann als bei bekannten Anordnungen; so läßt sich ein gleichmäßiges und schonendes Wenden des Keimgutes noch bei Schütthöhen bis 1,60 in erreichen.
  • Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Wenden von Keimgut mit einer Ausführungsforin für die Abstreifvorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1, Fig. 3 eine andere Ausführungsform einer Abstreifvorrichtung, F i g. 4 eine schematische Darstellung einer abgeänderten Abstreifvorrichtung nach F i g. 3, F i g. 5 eine schematische Darstellung einer weiteren Abstreifvorrichtung, Fig. 6 eine Ausführungsforrn einer Abstreifvorrichtung nach F i g. 1 und 2, die sich über eine Vielzahl von Kästen erstreckt, und F i g. 7 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Führungsglieder an den Hordenplateaus.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anordnung befindet sich das Grünmalz in rechteckförmigen Kästen, deren Innenwände aus Kunststoff, Beton, rostfreiem Stahl od. dgl. bestehen und beispielsweise mit aufgespritzten oder glatt gestrichenen Lacken bzw. mit Kunststoffschichten belegt sind. Die Stimwände 1, 2, 3 sind gegenüber den Seitenwänden 4, 5 etwas niedriger ausgebildet, damit das zu wendende Gut geführt wird. Auf den erhöhten Seitenwänden 4, 5 sind die Laufschienen 6 angeordnet, auf denen die Keimgutabstreifvorrichtung 7 läuft.
  • Die Kästen 8, 9 haben Schlitzblechböden 10, 11, die sogenannten Hordenplateaus, die mit Hilfe von Hubvorrichtungen 12 in senkrechter Richtung nach oben oder unten bewegbar sind. Unter den Hordenplateaus 10, 11 sind Druckräume 13 für die Luft vorgesehen, die von der öffnung 20 aus eingeführt wird. Die Böden 10, 11 der Kästen 8, 9 sind in F i g. 1 auch einmal mit 14 strichpunktiert in ihrer untersten Stellung und einmal mit 15 strichpunktiert in der maximalen oberen Stellung dargestellt.
  • Die Keimgutabstreifvorrichtung 7 ist in F i g. 1 als endlose Kette 16 dargestellt, die Abstreifelemente 17 z. B. Abstreiflappen, Abstreifschaufeln od. dgl. aufweist; die endlose Kette läuft um Stationen 18, von denen eine oder beide angetrieben werden. Die äußersten Kanten der Abstreifelemente besitzen einen geringen Abstand zur Oberkante des in der maximalen oberen Stellung befindlichen Hordenplateaus. Die Laufrichtung der Kette 16 ist dabei so, daß das untere Kettentrum 19 von dem zu leerenden Kasten zu dem zu füllenden Kasten bewegt wird; sie kann jedoch auch nach beiden Richtungen gewählt werden.
  • Die Keinigutabstreifvorrichtung kann jedoch auch in beliebiger anderer Weise ausgebildet sein, sie muß nur das von dem einen Kasten in den anderen zu wendende Material an der oberen Begrenzung schichtweise abnehmen und in den anderen Kasten überführen. So zeigt beispielsweise F i g. 3 einen Abstreifwagen 21, der zwischen zwei Kästen 8 und 9 hin- und herverfahren wird. Die äußersten Begrenzungen der Bewegung des Wagens sind durch Anschläge 22 angedeutet, der Wagen selbst läuft auf Schienen 23, die auf den beiden Seitenwänden der Kammern 8 und 9 verlegt und in denen die Räder 24 des Abstreifwagens 21 geführt sind. Der Abstreifwagen besitzt auf den beiden senkrecht zur Fahrtrichtuno, angeordneten Stirnwänden Umschalter 25, die bei"Erreichen des äußersten vorderen bzw. hinteren Anschläge 22 die Bewegungsumkehr des Wagens bewirken. Die Länge des Wagens in bezug auf die Länge der zurückgelegten Strecke kann dabei beliebig gewählt werden und wird den entsprechenden Bedürfnissen des Betriebes angepaßt. Während die Vorwärtsbewegung des Wagens 21 den Arbeitsvorgang, nämlich das Abstreifen und damit das Umwenden des Grünmalzes, durchführt, wird die Rückwärtsbewegung als Leerbewegung durchgeführt, wobei diese Rückwärtsbewegung mit höherer Geschwindigkeit durchgeführt werden kann. Um den Arbeitsvorgang zu bewerkstelligen, weist der Wagen 21 auf seiner Unterseite Schaufeln, Streifen od. dgl. auf, die das Abstreifen des zu wendenden Gutes bewirken, und die bei der Leerbewegung des Wagens 21 zurück in die Ausgangsstellung z. B. umklappbar oder in gehobener Stellung zurückführbar sind.
  • Am Abstreifwagen 21 können auch, wie F i g. 4 zeigt, in Abstreifrichtung gesehen fortlaufend kürzere Abstreifelemente 26, 27, 28 angebracht sein, welche ein Abstreifen in kleineren und angepaßten Stufen ermöglichen. Da der Klumpenbildung im Malz einem Abstreifen dickerer Schichten entgegensteht, ist das Abstreifen dünnerer Schichten mit einer derartigen Ausführungsform des Abstreifwagens besonders zweckmäßig.
  • Eine weitere Variante der Ausbildung der Abstreifverrichtung ist in F i g. 5 gezeigt. über den beiden Kästen, in welchen das Umschichten vor sich gehen soll, ist die Abstreifvorrichtung als Abstreifrechen 29 angeordnet. Er wird mit Hilfe der Gleitrollen 30 in einer Führung gehalten. Der Antrieb erfolgt mit einer Schubstange, die am Exzenter 31. befestigt ist. Das Keimgut wird vor den Schaufeln 32 hergeschoben. Beim Rückziehen des Abstreifrechens hebt sich dieser in den Führungen und geht somit leer zurück. Die Größe der Hubbewegung der Abstreifvorrichtung entspricht dem Schaufelabstand. Die gesamte Abstreifvorrichtuna, ist auf den Laufrollen 33 gelagert und läßt sich über den jeweils zu wendenden Kasten fahren. Die beschriebene Konstruktion ist nur eine der vielen Möglichkeiten, die zu diesem Zwecke verwendet werden können.
  • Eine Ausführungsform einer Abstreifvorrichtung nach F i g. 1 und 2 ist in F i g. 6 schematisch dargestellt. Während bei den vorerwähnten Ausführungsbeispielen die Abstreifvorrichtung höchstens zwei Kammern überspannt, ist im Falle der F i g. 6 eine endlose umlaufende Kette 34 vorgesehen, die eine beliebige Anzahl von Kammern 8, 9, 9' ' 9" überspannt. Bei dieser Anordnung ist die Abstreifvorrichtung ortsfest ausgeführt, während bei den vorhergehenden Ausführungsformen nach den Fig. 1, 3 und 4 die Abstreifvorrichtung zu weiteren Kammerpaaren verfahrbar ist.
  • Wenn das Grünmalz aus dem Kasten 9 in den danebenliegenden Kasten 8 umgewendet werden soll, nimmt das Hordenplateau des Kastens 9 die unterste Stellung 14 (F i g. 1) ein. Das Grünmalz ist dann bis zur Oberkante der Stimwände aufgefüllt und soll in den leeren Kasten 8 umgewendet werden. In diesem leeren Kasten 8 wird das Hordenplateau 10 in die Stellung 15 gebracht, in der es die oberste Lage einnimmt. Anschließend wird die Keimgutabstreifvorrichtung betätigt und die Abstreifelemente 17 nehmen von dem Grünmalz in der Kammer 9, das allmählich durch Aufwärtsbewegung des Hordenplateaus aus der Stellung 14 angehoben wird, fortlaufend dünne Schichten ab und führen sie auf das Hordenplateau in der Stellung 15 über. In dem Maße, wie sich das Hordenplateau 11 in der Kammer 9 aus der untersten Stellung nach oben bewegt, bewegt sich das Hordenplateau 10 aus der Stellung 15 nach abwärts, so daß die Kammer 9 kontinuierlich entleert und die Kammer 8 kontinuierlich gefüllt wird. Das Grünmalz wird dabei in fortlaufenden dünnen Schichten von den Abstreifelementen 17 in der ganzen Breite des Kastens 9 mitgeführt. Dadurch, daß das Hordenplateau 10 entsprechend der Aufwärtsbewegung des Hordenplateaus 11 nach abwärts bewegt wird, wird im Kasten 8 gleichmäßig gut aufgelockertes Grünmalz geschichtet, wobei zwangweise das oberste Gut aus der Kammer 9 in der Kammer 8 zu unterst zu liegen kommt, so daß eine exakte Umschichtung gewährleistet ist. Die feuchte, kühle Luft wird dann wieder durch die Öffnung 21 in den Druckraum 13 eingeblasen und dringt durch die Löcher des Hordenplateaus 10 in der Kammer 8 und durch das Grünmalz in dieser Kammer 8 hindurch nach oben.
  • Die Hordenplateaus sind für eine einwandfreie Arbeitsweise horizontal angeordnet und an den Rändern, die der Innenwandung der Kästen zugeordnet sind, sind Abdichtungselemente 38, z. B. in Form von Profilleisten aus Gummi oder Kunststoff, Bürsten od. dgl. vorgesehen. Damit ein Verkanten des Hordenplateaus ausgeschlossen wird, insbesondere, wenn jedes Hordenplateau nur von einer Hubvorrichtung 12 angehoben wird, sind mit dem Hordenplateau verbundene Führungsglieder vorgesehen, wie sie beispielsweise in F i g. 7 als Rollensysteme 35, 36, 37 gezeigt sind. Ein derartiges Rollensystern dient gleichzeitig zur Führung gegen seitliches Ausweichen und Schrägstellen des Hordenplateaus. Das Rollensystem gemäß F i g. 7 ist im einzelnen so ausgebildet, daß an dem Hordenplateau 10, 11 an den der Innenwandung der Kammern 8, 9 zugewandten Kanten Rollen 35, 36 vorgesehen sind, die mit dem Hordenplateau über Befestigungsstreben 37 beliebiger Art verbunden sind. Die beiden Rollen 35, 36 laufen direkt an der Innenwandung oder in Führungen der Innenwandung und lassen ein Verkanten des Hordenplateaus nicht zu. Wird ein jedes Hordenplateau mit Hilfe mehrerer Hubvorrichtungen 12 angehoben, ist es lediglich erforderlich, ein seitliches Ausweichen mit Hilfe von Abstützrollen zu verhindern.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zum Wenden von Keimaut, insbesondere Grünmalz, bei einer Keimanlage bestehend aus mindestens zwei nebeneinanderliegenden Keimkästen, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Kasten(8,9) eine auf das Hordenplateau (10, 11) wirkende Hubvorrichtung (12) vorgesehen ist, die im Gegentakt zur Hubvorrichtung (12) des benachbarten, zu beladenden Kastens arbeitet und daß über der Oberkante eine über die nebeneinanderliegenden Kästen arbeitende Keimgutabstreifvorrichtung, angeordnet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hordenplateaus (12) an ihren den Innenwänden der Kästen (8, 9) zu- gewandten Rändern Abdichtungselemente (38) aufweisen. 3. Anordnung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Hordenplateaus (10, 11) Führungsglieder (35, 36, 37) vorgesehen sind. 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keimgutabstreifvorrichtung eine endlose umlaufende Kette (16) mit in gleichem Abstand angeordneten Abstreifelementen (17) ist. 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß als Keimgutabstreifvorrichtung (7) ein auf Schienen, die die beiden Außenwandungen von zwei nebeneinanderliegenden Kästen überdecken, verfahrbarer Abstreifwagen (21) mit nach unten weisenden Abstreifelementen vorgesehen ist. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Abstreifwagen (21), in Abstreifrichtung gesehen, fortlaufend kürzere Abstreifelemente (26, 27, 28) angebracht sind. 7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keimgutabstreifvorrichtung (7) ein über einen Exzenter (31) mit Schubstange bewegbarer Abstreifrechen (29) mit nach unten weisenden Schaufeln (32) ist.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1178030B (de) * 1959-04-07 1964-09-17 Konrad Ostertag Jun Dipl Ing Fahrbare Wende- und Transportvorrichtung fuer Wanderhaufenkeimanlagen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1178030B (de) * 1959-04-07 1964-09-17 Konrad Ostertag Jun Dipl Ing Fahrbare Wende- und Transportvorrichtung fuer Wanderhaufenkeimanlagen

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