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Die Aufgabe eines Relais, den sekundären Energiekreis zu schalten,
übernimmt der Kontakt. Dieser Schaltvorgang ist in der einfachsten Form eine Schließung
oder Unterbrechung eines Stromkreises. Häufig jedoch sind einem Relais eine Reihe
von Kontakten, die man als Ruhe-, Arbeits-, Umschalt-, Zwillingsarbeits-, Folgekontakte
usw. bezeichnet, zugeordnet.
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Die Kontaktgabe erfordert eine Kraft, die jedoch auf den Primärkreis,
d. h. auf die Erregung, zurückwirkt.
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Die sichere Kontaktbetätigung ist Hauptaufgabe des Relais und die
Ausführung der Kontakte die Grundaufgabe der gesamten Konstruktion. Der anfangs
erwähnte Sekundärkreis wirkt zurück auf den Primärkreis, dieser wiederum ist abhängig
von der notwendigen Kontaktbelastung, den Kontaktwegen fürAnzug und Abfall. Neben
den bereits aufgeführten Forderungen fällt die größte Aufgabe den Kontakten zu.
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Eine Störung des Kontaktes liegt dann vor, wenn durch die bekannten
Einflüsse von Fremdschichten oder sogenannten Hautschichten, hervorgerufen durch
organische Dämpfe, chemische Einflüsse, Verschmutzung des Engewiderstandes sowie
einer Kontaktverformung oder Metallwanderung usw., der Übergangswiderstand in eine
nicht mehr gewünschte Größenordnung kommt, etwa 0,1 bis 0,5 Ohm. Zur Bestimmung
der Übergangswiderstände unter den bekannten Voraussetzungen dürfen Meßspannung
und Meßstrom eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
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Die Kontaktbetätigung kann als gut bezeichnet werden, wenn der Kontakt
im Schließungskreis mit einem entsprechenden Übergangswiderstand kurzzeitig ohne
Nebenerscheinungen, wie Prellung usw., wirkt.
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Die Güte eines Kontaktes wird also in der Hauptsache durch den Übergangswiderstand
an der Schließungsstell e der Kontaktmaterialien bestimmt. Zur Messung dieser Übergangswiderstände,
die bekanntlich in der Größenordnung bei üblichen Kontakten zwischen 0,005 und 0,1
Ohm liegen, sind eine Reihe von Geräten bekannt. Jedoch sind diese dabei durchzuführenden
Messungen, beispielsweise an den Kontakten eines Prüfobjektes mit mehreren Schließungskreisen,
umständlich, zeitraubend und fehlerhaft, da das Meßwerk jeweils an die Kontakte
angelegt werden muß oder eine galvanische Verbindung erforderlich ist, um die Übergangswiderstände
der Klemmen zu beseitigen. Erschwert sind auch Messungen bei Prüfobjekten mit mehreren
Umschaltkontakten, da nach Prüfung der ruheseitigen Schließungskreise eine einwandfreie
Funktion noch nicht erwiesen ist. Erst die Umschaltung in die Arbeitsstellung (Anlegen
der Erregerspannung), was jedoch die Verwendung weiterer Hilfsmittel voraussetzt,
und anschließende Messung der Übergangswiderstände der arbeitsseitigen Schließungskreise,
ergibt die mögliche Bestimmung der Gebrauchsfähigkeit des Prüfobjektes. Diese mit
großem Zeitaufwand durchzuführenden Messungen zur Bestimmung der Übergangswiderstände
an solchen Prüfobjekten sind infolge der erforderlichen Zuleitungen im Meßkreis
sowie der dabei oft angelegten zu hohen Meßspannungen und Meßströme, schließlich
auch durch die Zuleitungen bis zum Kontaktmaterial im Prüfobjekt selbst, mit nicht
unbedeutsamen Fehlern behaftet. Es ist bekannt, daß bei Verwendung hoher Meßströme
die exakte Bestimmung eines tXbergangswiderstandes an den Kontaktmaterialien eines
Prüfobjektes überhaupt nicht möglich ist. Bei kleineren Prüfobjekten beispielsweise
ist die Prüfung mit den bekannten Meßeinrichtungen nur teilweise oder nur
bei großem
Aufwand an Zeit und zusätzlichen Hilfsmitteln möglich.
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Die vorliegende Erfindung schließt diese genannten Mängel aus. Ausgehend
von einer Einrichtung zur Funktionsprüfung von Relais mit mindestens einem Arbeits-
und/oder Ruhe-Schaltkontaktpaar sowie mindestens einer Erregerwicklung oder anderen
steuerbaren elektromechanischen Schaltvorrichtungen, enthaltend ein Schrittschaltmittel
zum Schalten der Prüfvorgänge, ein Signallampenfeld zum Kenntlichmachen des jeweiligen
Prüfvorganges sowie optische Fehleranzeigemittel, ist die Erfindung gekennzeichnet
durch einen an sich für automatische Pnifeinrichtungen bekannten Programmgeber,
der je nach Typ des Prüflings mit Hilfe eines ersten Schrittschaltwerkes die Prüfreihenfolge
bestimmt und darüber hinaus mit Hilfe eines weiteren, synchron mit dem ersten Schritschaltwerk
betriebenen Schrittschaltwerkes die Prüfstellungen gemäß einer vorgegebenen Polbezeichnung
des Prüflings während des Prüfablaufes auf das mit derselben Polbezeichnung versehene
Signallampenfeld überträgt.
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Diese programmgesteuerte, automatisch oder manuell betriebene Prüfeinrichtung
(F i g. 1) mit spezieller Schaltung und Vorrichtung mit Aufnahmefassung 2 (Fig.
1) läßt unter Verwendung von Adaptern 23 (Fig. 2) die Prüfung fast aller steckbaren
gepolten und ungepolten sowie auch nicht steckbaren Relais, diese bei Anfertigung
einer entsprechenden Steckfassung, zu, wobei eine folgemäßige Messung statischer
und dynamischer Übergangswiderstände durch Direktanzeige 9 (Fig. 1) oder Grenzwertmeldung
10 (F ig. 1) mit automatischer Unterbrechung des Prüfablaufes oder, bei Beschleunigung
des später beschriebenen Impulsgebers 25-26 (Fig. 4) der Prüfeinrichtung, eine Aufzeichnung
über einen Schreiber an beliebig angeordneten Kontakten eines Prüfobjektes möglich
ist. Die durch die Aufzeichnung ermittelten Meßergebnisse sind vergleichs-und registrierfähig
und lassen sich damit besser auswerten. Die automatische Prüfeinrichtung hat zudem
eine direkt arbeitende Kontaktnummernanzeige 8 (F i g. 1) durch jeweils aufleuchtende
Ziffern, entsprechend der Kontaktnummernanordnung des Prüfobjektes, eine Starteinrichtungl2
(Fig. 4) für automatischenMeßablauf, eine Impulseinrichtung 14 und 25 (F i g. 1
und 4) mit Vorlaufschaltung, wobei der folgemäßige Prüfablauf manuell betätigt werden
kann und zudem bei automatischem Betrieb nicht gewünschte Messungen innerhalb des
Prüfablaufes übergangen werden können, eine Stoppeinrichtung 13 (F i g. 1 und 4),
durch die bei automatischem Meßablauf die zuletzt erfolgte Widerstandsmessung und
Kontaktnummernanzeige stehenbleibt, sowie eine Umschaltsteuerung 27 (F i g. 4),
durch die jede gewünschte Erregerspannung entsprechend dem Prüfobjekt durch den
Drucktastenschalter 11 (F i g. 1 und 3) manuell eingestellt oder durch die Programmierung
im Programmstecker 5 (F i g. 1) im automatischen Meßablauf innerhalb einer Prüffolge
angelegt werden kann. Die Erregerspannung kann zudem zwischen den einzelnen Grobstufen
regelbar mit Stromanzeige ausgeführt werden, wobei beispielsweise erkennbar ist,
bei welchem Mindeststrom der Relaisanker eines Prüfobjektes anzieht (statische Ansprech-
und Abfallwerte).
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Die Prüfeinrichtung gemäß der Erfindung besitzt ferner eine Rückstellungseinrichtung
15 (F i g. 1 und 4) und eine Wiederholungseinrichtung 14 und 25
(F
i g. 1 und 4), durch welche der Prüfablauf zunächst in die Anfangsstellung gebracht
und wiederholt werden kann. Die vorliegende Erfindung hat den großen Vorteil, daß
sowohl statische als auch dynamische Übergangswiderstände gemessen werden können.
Im Ausführungsbeispiel wird der dynamische Betrieb der Prüfeinrichtung manuell eingeleitet,
und es wird über eine Steuerung 16-17 (F i g. 1 und 4), in Verbindung mit einem
3stufigen, astabilen Multivibrator (F i g. 6), der eine exakte Rechteckspannung
liefert, die Erregergleichspannung zu einer Rechteckspannung mit kontinuierlich
einstellbarer Frequenz umgeformt. Mit dieser Einrichtung kann zunächst die einwandfreie
Funktion eines Relaisankers geprüft werden. Darüber hinaus besteht jedoch der große
Vorteil, daß bei genannter Aufzeichnung über einen bekannten Mehrfachschreiber sich
alle in der Praxis wichtigen Relaisschaltzeiten ermitteln lassen.
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Die gesamte Prüfeinrichtung mitAufnahmevorrichtung 2 (F i g. 1 und
2) und Adapter 23 (F i g. 2) wird nunmehr im einzelnen bei einem Programmablauf
unter Betrachtung der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es stellt
dar F i g. 1 eine Gesamtansicht der Prüfeinrichtung, F i g. 2 eine Aufnahmevorrichtung
mit Adapter und Nullpunktnormal bzw. Prüfling, F i g. 3 die Stromversorgung der
Prüfeinrichtung, F i g. 4 eine Start-Stopp-Einrichtung, Impulsgeber, Einrichtung
für statischen oder dynamischen Betrieb, Umschaltsteuerung zur Einleitung der Erregerspannung,
Rückstellungseinrichtung (manuell oder automatisch), Ausführung des Erregerstromkreises
für statischen und dynamischen Betrieb, F i g. 5 zwei synchron arbeitende Schrittschaltmittel
mit ihren Schließungskreisen sowie einem Signallampenfeld mit Anschluß an die Programmbuchse,
F i g. 6 den Stromlauf des astabilen, transistorisierten Multivibrators zur Einleitung
des dynamischen Betriebes, F i g. 7 Programmsteckerverbindungen mit vier Umschaltkontakten,
Fig. 8 eine Darstellung einer oszillographischen Aufzeichnung des Erreger- sowie
Kontaktkreises im dynamischen Betrieb, Fig. 9 eine schematische Darstellung einer
Prüfeinrichtung in erweiterter Ausführung unter Verwendung einer primärseitigen,
kontinuierlichen Regelung der Erregerspannung mit Strom- und Spannungsanzeige einer
elektronischen Grenzwertmeldung sowie einer bekannten Lochkarten- oder Lochstreifenabtastung
für den Programmablauf, F i g. 10 ein Prüfobjekt mit vier Umschaltkontakten gemäß
dem Ausführungsbeispiel.
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Die gesamte Prüfeinrichtung befindet sich in einem Pultformgehäuse,
um eine gute Beobachtung des Meßablaufes zu ermöglichen. Seitlich wird der jeweilige
Programmstecker 5 (Fig. 1), der im Ausführungsbeispiel 60 Kontakte besitzt, aufgesteckt.
Die Anordnung der Aufnahmevorrichtung 2 (F i g. 1), des Meßwerkes 9 (Fig. 1), der
Kontaktnummernanzeige 8 (Fig. 1) usw. ist zweckmäßig der Fig. 1 zu entnehmen.
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Unter Betrachtung der Fig.3 soll zunächst die gesamte Stromversorgung
der Prüfeinrichtung kurz erläutert werden. Über die Primärseite 28 eines Transformators
mit Netzkontrollampe 20 liefert die Sekundärseite 29 über den Gleichrichter 30,
über den Eichregler 18, über den Widerstand 31 und das Meß-
werk 9 die Meßspannung
32-33 zur Bestimmung der Übergangswiderstände an einem Prüfobjekt 24. Die Sekundärwicklung34
liefert über den Gleichrichter 35 die Betriebsspannung 41-42 für die Funktion der
Prüfeinrichtung. Die Sekundärwicklung 36 liefert über den Gleichrichter 37 niedrige
Spannungen (1 bis 20 V), über den Gleichrichter 38 höhere Spannungen (40 bis 80
V) sowie die Erregerspannung 39-40 für das zu prüfende Objekt; ferner noch über
den Gleichrichter 43 die Betriebsspannung 44-45 für den 3stufigen Multivibrator
(F i g. 6). Die Erregerspannung 39-40 über die Gleichrichter 37 oder 38 wird durch
eine entsprechende Verbindung im Programmstekker 5 innerhalb eines logischen Meßablaufes
angelegt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die gewünschte Erregerspannung39-40
für die Spulenausführung des Prüfobjektes 24 durch die entsprechende Drucktaste
des 10flachen Drucktastenschalters 11 vor Beginn des Meßablaufes eingestellt. Durch
eine bekannte Wechselschaltung ist nur eine Spannung schaltbar, um einen sekundärseitigen
Kurzschluß des Transformators zu vermeiden. Durch gegenseitige Kugelverriegelung
des 10fachen Drucktastenscbalters ist eine weitere Sicherheit hierfür gegeben. Diese
manuell vorgestellte Erregerspannung 39-40 gelangt mit ihrem Minuspotential 39 über
die Aufnahmevorrichtung 2, den Adapter 23 einseitig an die Erregerspule des Prüfobjektes.
Das Pluspotential 40 gelangt über einen Ruhekontakt der Einrichtung 16 und 17 zu
einem Arbeitskontakt der Umschaltsteuerung 27 und bewirkt nach Erregung derselben
durch den Programmablauf des Schrittschalters 47 und dessen Schließungskreise 48-57,
der später beschrieben wird, die Erregung des Prüfobjektes 24. Durch Anordnung eines
zweipoligen Kippumschalters oder eines Relais mit zwei Umschaltkontakten, welches
ebenfalls durch die Programmsteuerung betätigt werden kann, läßt sich ein Wechsel
der Polarität für die Erregung des Prüfobjektes vornehmen, so daß gepolte Relais
geprüft werden können. Mit der Prüfeinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel können
bereits Prüfobjekte bis maximal acht Umschalter geprüft werden. Eine Erweiterung
wäre möglich, für die Praxis jedoch nicht erforderlich, da im allgemeinen Kontaktfedersätze
mit mehr als 8 X U und 24 Kontaktnummern nicht vorkommen.
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Beim Ausführungsbeispiel soll nunmehr ein Relais mit vier Umschaltkontakten
geprüft werden, wobei folgende Kontakte mit entsprechenden Nummern geprüft werden
sollen. Umschalter 72, 75, 78 und 81, Ruheseite 71, 74, 77 und 80, Arbeitsseite
73, 76, 79 und 82. Die zu prüfende Ruheseite wäre demnach 71-72, 74-75, 77-78 und
80-81, die Arbeitsseite 72-73, 75-76, 78-79 und 81-82.
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Das Prüfobjekt 24 wird zunächst auf die entsprechende Aufnahmefassung
188 eines Adapters 23 gesteckt. Diese Fassung 188 hat über Silberdrähte eine galvanische
Verbindung zum Adaptersockel 60.
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Adapter 23 mit Prüfobjekt 24 wird dann auf die Aufnahmevorrichtung
2 der Prüfeinrichtung aufgesteckt. Sollten andere Prüfobjekte zur Prüfung kommen,
so wird an der Aufnahmevorrichtung 2 der Prüfeinrichtung sowie an dieser selbst
nichts geändert, welches ein weiterer, großer Vorteil im Sinne der vorliegenden
Erfindung ist. Zum Austausch kommen lediglich Adapter und Programmstecker. Durch
einen über Lochkarten oder Lochstreifen gesteuerten Programmgeber kann der Programmstecker
5 entfallen.
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Die üblichen Mängel zur Messung von Kleinstwiderständen, wie bereits
erwähnt, schließt die vorliegende Erfindung aus.
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Die Meßspannung 32-33 liegt parallel zum Meßwerk 9. Ebenfalls parallel
hierzu liegt ein konstanter Widerstand 31 mit etwa 0,1 Ohm. Das spezielle Meßwerk
9 zeigt unter Bedienung des Eichreglers 18 Vollausschlag. Die Meßspannung 32-33
beträgt an den offenen Klemmen 1 bis 5 mV. Durch diese Schaltungsanordnung ist eine
Zerstörung des Meßwerkes so gut wie ausgeschlossen, welches ein Vorteil der vorliegenden
Erfindung ist. Die Bedingung zur Messung von Übergangswiderständen bei Verwendung
kleinster Meßströme und Meßspannungen ist somit weitgehend erfüllt. Die Messung
(Direktanzeige in Ohm auf der Skala des Meßwerkes) der Übergangswiderstände der
Kontakte eines Prüfobjektes erfolgt in einer Reihenschaltung über denjeweils zu
messenden Kontakt des Prüfobjektes und einen jeweiligen aus dem Programm sich ergebenden
Kontakt des magnetischen Schrittschalters 46 und dessen Schließungskreise 61-69
parallel zu 32-33, welche einen Spannungsabfall bewirkt und demnach zur Anzeige
kommt. Die Zwillingskontakte des magnetischen Schrittschalters 46, dessen Funktion
als bekannt vorausgesetzt wird, sind aus speziellem Kontaktmaterial und besitzen
einen optimalen, gleichen tJbergangswiderstandswert.
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Zur Festlegung des Nullpunktes der Ohmeichung auf der direkt geeichten
Skala des Meßwerkes 9, der infolge des Übergangswiderstandes des Schrittschalters
46, der Zuleitungen innerhalb der Prüfeinrichtung und des Adapters 23 etwa ein Zehntel
der Skalenlänge vor dem elektrischen Nullpunkt liegt, wird zunächst ein Nullohmnormal
24, dessen Kontaktmaterialien galvanisch verbunden sind, in Verbindung mit dem Adapter
23 auf die Aufnahmevorrichtung 2 der Prüfeinrichtung aufgesteckt. Durch Aufstecken
entsprechender Widerstandsnormalien auf die Prüffassung des Adapters kann die weitere
Ohmeichung der Skala von 0,005 bis 1 Ohm festgelegt werden. Daraus ergibt sich,
daß bei der Messung eines Prüfobjektes nur die tatsächlichen Übergangswiderstände
an den Kontaktmaterialien zur Anzeige kommen. Im genannten Beispiel des zu prüfenden
Objektes mit vier Umschaltkontakten sind im Adapter durch Silberdrähte Verbindungen
von der Prüffassung zum Sockel des Adapters hergestellt. Die Nummern der Umschaltkontakte
72, 75, 78 und 81 der Fassung zur Aufnahme des Prüfobjektes sind im Adaptersockel
60 angeschlossen und haben nach Aufstecken des Adapters auf die Aufnahmevorrichtung
2 über 70 eine Verbindung nach 33 der Meßspannung. Die Nummern der Ruheseite71,
74, 77 und 80 haben entsprechende Verbindungen zum Adaptersockel 60. Nach Aufstecken
entstehen von den Kontaktruheseiten des Prüflings folgende Verbindungen: 71 nach
61, 74 nach 62, 77 nach 63 und 80 nach 64. Die Nummern der Arbeitsseite der Prüffassungen
haben ebenfalls entsprechende Verbindungen zum Adaptersockel, und es entstehen nach
Aufstecken des Adapters folgende Verbindungen, wie bereits beschrieben, von: 73
nach 66, 76 nach 67, 79 nach 68 und 82 nach 69. Es besteht ferner eine Verbindung
im Sockel des Adapters von 83 nach 84 (F i g. 4), der nach Abziehen des Adapters
23 von der Aufnahmevorrichtung 2, durch Unterbrechung des Minusstromkreises 41 der
Betriebsspannung für die
Prüfeinrichtung, den später beschriebenen automatischen
oder manuellen Meßablauf anhält. Vor Beschreibung des gesamten Prüf- und Meßablaufes
sollen jedoch gemäß dem Ausführungsbeispiel der Erfindung und dem zu prüfenden Objekt
(vier Umschalter) die erforderlichen Verbindungen im Programmstekker 5, der seitlich
auf die Programmbuchse 4 der Prüfeinrichtung aufgesteckt wird, erläutert werden.
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Zur direkt arbeitenden Kontaktnummernanzeige 8 sind in der vorliegenden
Prüfeinrichtung 24 Kontaktnummern eingebaut, wobei für jede Kontaktnummernbelegung
des Prüfobjektes entsprechende Verbindungen im Programmstecker vorgenommen werden,
die im automatischen oder manuellen Meßablauf durch aufleuchtende Ziffern gekennzeichnet
werden.
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Für das im Beispiel genannte Prüfobjekt werden im Programmstecker
5, der später auf die Programmbuchse 4 der Prüfeinrichtung aufgesteckt wird, die
Verbindungen 98-101-104-107-130 hergestellt. Die Enden der Kontaktnummernlampen
der Umschalter 72, 75, 78 und 81, entsprechend dem Prüfobjekt, liegen also am Punkt
130 des Programmsteckers. Dieser wiederum hat über die Aufnahmevorrichtung 2 und
den Adaptersockel 60 eine Verbindung 83-84 (F i g. 4) nach Punkt 132 der Programmbuchse
4. Die Herstellung einer Verbindung im Programmstecker 5 von 132 nach 131 (F i g.
7) leitet das Minuspotential der Betriebsspannung 41 für die Prüfeinrichtung ein.
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Ein Abziehen des Programmsteckers 5 unterbricht ebenfalls wie der
Adapter 23 den automatischen oder manuellen Meßablauf, wobei ein Wiederaufstecken
die zuletzt gemachte Messung wieder zur Anzeige bringt.
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Weitere Verbindungen im Programmstecker: 48-53-85-86-87, entsprechend
den Kontaktnummern 71-72-73; 49-54-88-89-90, entsprechend den Kontaktnummern 74-75-76;
50-55-91-92-93, entsprechend den Kontaktnummern 77-78-79; 51-56-94-95-96, entsprechend
den Kontaktnummern 80-81-82. Verbindungen von 97-100-103-106 nach 125 werden jeweils
über eine Diode zur Vermeidung von Stromverzweigungen nach 125 hergestellt (Kontaktnummernruheseite
71-72, 74-75, 77-78 und 80-81) und von 99-102-105-108 ebenfalls über eine Diode
nach 126 (Kontaktnummernarbeitsseite 72-73, 75-76, 78-79 und 81-82). Eine weitere
Verbindung von 52 nach 127 und eine letzte Verbindung von 57 nach 128 wird nachstehend
in der gesamten Funktion der automatischen Prüfeinrichtung beschrieben.
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Nach Anschluß der automatischen Prüfeinrichtung an das Wechselspannungsnetz
und nach Einschalten mittels Drehschalters 21, wobei die darüberliegende Kontrollampe
20 aufleuchtet, ist die Anordnung nach einigen Minuten betriebsbereit. Die Stromversorgung
wurde bereits auf Seite 6 beschrieben. Der automatische Meßablauf kann jedoch nur
eingeleitet werden, wenn Adapter 23 mit Prüfling 24 und Programmstekker 5 aufgesteckt
sind, wobei zunächst über einen Ruhekontakt der Umschaltsteuerung 27 die Kontrolllampe
»Ruhe« 6 aufleuchtet, die anzeigt, daß das Prüfobjekt 24 nicht erregt ist. Die für
das Prüfobjekt 24 angegebene Erregerspannung muß ebenfalls in der vorliegenden Ausführung
durch Betätigen der entsprechenden Drucktaste eingestellt werden. Durch Betätigen
der Taste »Start« 12 mit Arbeitskontakt wird zunächst das Relais 133 über den Ruhekontakt
158 des Relais 148 erregt, welches sich dann über seinen eigenen Kontakt 135 hält.
Gleichzeitig wird über den
Arbeitskontakt 134 der Impulsgeber 25
und 26, dessen Impulsfrequenz durch die Regelung vom Potentiometer 167 kontinuierlich
verändert werden kann, in Betrieb gesetzt, wodurch der gesamte automatische Meßablauf
eingeleitet wird. Über die beiden Arbeitskontakte 136 und 139 werden angesteuert:
über 136 der 10polige Schrittschalter 46 und über 139 der ebenfalls 10polige Schrittschalter
47. Über die Schließungskreise48-57 des magnetischen Schrittschalters 46 werden
die Kontaktnummernanzeige 8, die Umschaltsteuerung 27 betätigt und über die Relais
146, 147 und 148 die später beschriebene Rückstellung eingeleitet und somit der
automatische Meßablauf beendet.
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Impuls eins schließt über den Kontakt 168 den Stromkreis von 32 der
Meßspannung nach 61 der Aufnahmevorrichtung, über den Zwischenadapter und über den
ersten Ruhekontakt des Prüflings 71 und 72 zurück über den Adapter über 70 nach
33 der Meßspannung. Gleichzeitig schließt der Impuls eins über den Kontakt 178 den
Stromkreis vom Pluspol der Betriebsspannungsquelle 42 über 178, die Verbindungen
im Programmstecker 48-85-86 und über die beiden Kontrollampen 71 und 72, wobei die
Kontrollampe 71 über Punkt 97 der Diode im Programmstecker nach 125 und über den
Ruhekontakt von 143 das Minuspotential der Betriebsspannung 41 erhält, während die
Kontrollampe 72 zwischen 86 und 98 ihr Minuspotential durch die Verbindung im Programmstecker
98 nach 130 erhält. Die Impulsfolge eins bis vier zeigt also die jeweiligen Ruheübergangswiderstände
71-72, 74-75, 77-78 und 80-81 an, wobei gleichzeitig die zugehörigen Kontaktnummern
aufleuchten. Der Impuls fünf erregt über den Kontakt 182 und über die Verbindung
im Programmstecker 52 nach 127 das über den Ruhekontakt 157 sich haltende Relais
27, welches dann über einen Arbeitskontakt 144 erregt bleibt. Da der Prüfling 24
bereits über 39 (F i g. 4) minusseitig an der Erregerspannung liegt, wird nunmehr
durch die Arbeitsstellung des Relais 27 über den Ruhekontakt 161 und den Arbeitskontakt
142 das Prüfobjekt an den Pluspol 40 gelegt und erregt. Zu gleicher Zeit wird durch
die aufleuchtende Kontrollampe »Arbeit« 7, über den Arbeitskontakt 145 die Arbeitsstellung
des Prüflings angezeigt. Ein weiterer Arbeitskontakt 143 des Relais 27 legt das
Minuspotential der Betriebsspannung im Programmstecker von 125 nach 126, wodurch,
wie bereits beschrieben und leicht erkennbar ist, bei der weiteren Impulsfolge sechs
bis neun die Kontrolllampen entsprechend den Arbeitskontakten des Prüfobjektes 72-73,
75-76, 78-79 und 81-82 aufleuchten und dadurch gleichzeitig die jeweiligen tlbergangswiderstände
zur Anzeige kommen.
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Der Impuls zehn schließlich beendet über 187 der Verbindung im Programmstecker
57-128, wodurch das Relais 148 erregt wird und verzögert abfällt, den automatischen
Meßablauf. Gleichzeitig werden über die Arbeitskontakte 157 und 159 die beiden magnetischen
Schrittschalter 46 und 47 durch ihre Abwurfwicklung in die Ausgangsstellung gebracht,
und die Ruhekontakte von 158, 156 und 157 öffnen durch ihre Arbeitsstellung den
Stromkreis des sich zunächst noch über 135 haltenden Relais 133, welches nunmehr
in die Ruhestellung geht. Durch die Ruhestellung des Relais 133 wird auch der Stromkreis
des Impulsgebers 25-26 durch Öffnen des Kontaktes 134 unterbrochen, wobei der gesamte,
automatische Meß-
ablauf beendet wird. Schließlich bewirkt die Arbeitsstellung von
Relais 148 das Offnen des Kontaktes 157 und bringt damit das im Programmablauf über
127 erregte und über 144 sich haltende Relais 27 zum Abfall. Dadurch wird die Erregerspannung
abgeschaltet, und die Kontrollampe zeigt über den Umschaltkontakt 145 wieder die
Ruhestellung des Prüfobjektes an. In gleicher Weise vollzieht sich eine gewünschte
Rückstellung durch Betätigen der Taste »Rückstellung« 15. Der automatische Prüfablauf
kann zu jeder Zeit durch die manuelle Bedienung der Taste »Stopp« 13 (Fig. 1 und
4) mit ihrem Ruhekontakt, wodurch das über 135 sich haltende Relais 133 stromlos
und der Stromkreis des Impulsgebers 25-26 unterbrochen wird, angehalten werden,
wobei die zuletzt gemachte Widerstandsmessung und Kontaktnummernanzeige stehenbleibt.
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Sollte eine Kontaktstörung bei einem Prüfobjekt vorliegen, so wird
die Stopp-Taste 13 betätigt. Das Prüfobjekt kann dann vom Adapter 23 abgenommen
und nach Beseitigung des Kontaktfehlers, der durch die Kontaktnummernanzeige 8 bekannt
ist, wieder aufgesteckt werden. Das Ergebnis der Fehlerbeseitigung kommt dann sofort
zur Anzeige. Eine Fortsetzung des Prüfablaufes erfolgt dann wieder durch die manuelle
Bedienung der Taste »Start« 12. Der gesamte Prüfablauf kann auch manuell betätigt
werden, indem die Taste »Impuls« 14 ein- oder mehrmals kurz gedrückt wird, die mit
ihrem Arbeitskontakt das Relais 25 des Impulsgebers erregt und die beiden Schrittschalter
46 und 47 jeweils um eine Stellung weiterrücken läßt. Diese Anordnung bringt den
Vorteil, daß nicht gewünschte Messungen übergangen werden können.
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Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, daß durch eine Anordnung,
die noch erweitert werden kann, im Ausführungsbeispiel durch Relais 146 und 147,
die bereits beschriebene Rückstellung der magnetischen Schrittschalter 46 und 47
in ihre Ausgangsstellung ohne Unterbrechung des Meß- und Prüfablaufes durch den
Impulsgeber 25 möglich ist. Hierdurch können Prüfobjekte mit mehr als zehn Schließungskreisen,
wie sie der magnetische Schrittschalter nur aufweist, geprüft werden, und es kann
dadurch das Ende des automatischen Meßablaufes beim ersten Durchlauf des magnetischen
Schrittschalters 47 vorgespeichert und im zweiten Durchlauf bei jeder beliebigen
Stellung von 47 eingeleitet werden. Zum besseren Verständnis sei nochmal ein Beispiel
angeführt, wobei jedoch nur noch die Verbindungen im Adapter 23 und Programmstecker
5 erläutert werden, die für diese Funktion Bedeutung haben.
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Es sollen die Übergangswiderstände an den Schließungskreisen eines
Prüfobjektes 2 X Umschalter +oXRuhe ermittelt werden. Die Umschalter der sechs Ruhekontakte
sowie Ruhe- und Arbeitskontaktumschalter der beiden Umschaltkontakte werden in der
Prüffassung verbunden und an 70 gelegt. Ruhe-und Arbeitsseite der beiden Umschaltkontakte
werden ebenfalls verbunden, wobei Kontakt eins, Ruhe-und Arbeitsseite, an 61 und
Kontakt zwei, Ruhe- und Arbeitsseite, an 62 liegen. Dann folgen die Ruheseiten der
sechs Ruhekontakte von 1 bis 6, die jeweils an 63 bis 68 angeschlossen sind. Es
kommen demnach bei automatischem Meßablauf bei Impuls eins bis zwei die Übergangswiderstände
der ersten beiden Umschaltkontakte Ruheseite, bei Impuls drei bis acht
die
Übergangswiderstände der sechs Ruhekontakte Ruheseite zur Anzeige. Im Programmablauf
des Schrittschalters 47 würde dieses bedeuten, daß über 48 bis 55 die jeweiligen
Kontaktnummern zur Anzeige kommen. Für die noch ausstehenden Kontaktprüfungen der
beiden arbeitsseitigen Umschaltkontakte wird in bereits beschriebener Weise und
im vorliegenden Falle bei Impuls neun über 56 nach 127 und das Relais 27 das Prüfobjekt
erregt. Gleichzeitig wird durch die Verbindung von 56 nach 58 im Programmstecker
das Relais 146 über den Ruhekontakt 154 erregt, welches dann verzögert abfällt und
durch die Arbeitskontakte 149 und 152 die beiden Schrittschalter in ihre Ausgangsstellung
zurückversetzt. Zu gleicher Zeit wird über den Arbeitskontakt von 151 das Relais
147 über den Ruhekontakt 159 erregt, welches dann über den Kontakt 155 in erregtem
Zustand bleibt. Durch die Arbeitsstellung des Relais 147 und dessen Arbeitskontakt
153 entsteht eine Verbindung von 128 nach 59. Da die beiden Schrittschalter in ihre
Ausgangsstellung zurückversetzt und der automatische Meßablauf nicht beendet wurde,
kommen demnach bei Impuls zehn und elf die beiden arbeitsseitigen Übergangswiderstände
infolge der Erregung des Prüfobjektes durch 168, 169, 61 und 62 zur Anzeige, wobei
auch wiederum die entsprechenden Kontaktnummern über 48, 49 und über den Arbeitskontakt
143 des Relais 27 und die Verbindungen im Programmstecker aufleuchten. Durch die
Verbindungen von 50 nach 59 im Programmstecker wird der Meßablauf nunmehr beim dritten
Impuls des zweiten Durchlaufes beendet. Aus dieser Schaltungsanordnung ergibt sich
die Tatsache, daß beim ersten Durchlauf des Schrittschalters keine Funktion der
Rückstellung ausgelöst wird, jedoch beim zweiten Durchlauf durch das im ersten Durchlauf
in Bereitschaft gestellte Relais 147 der automatische Meßablauf beendet wird. Der
Umschaltkontakt 159 im Stromkreis des Relais 147 bewirkt durch die Arbeitsstellung
auch die Rückstellung der soeben beschriebenen Schaltungsanordnung.
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Ferner ist die bereits erwähnte Erweiterung dieser Anordnung dahin
möglich, daß durch die Impulsfolge des Gebers 25-26, der im Ausführungsbeispiel
die beiden Schrittschalter 46 und 47 synchron von 1 bis 10 steuert, die Weiterschaltung
des Meßschrittschalters 168 durch den Programmschrittschalter 47 ein oder mehrere
Male ausgesetzt werden kann. Dies geschieht dadurch, daß ein weiteres Relais, welches
über 48 bis 57 angesteuert werden kann, mit einem Ruhekontakt im Stromkreis der
Anzugswicklung von 46 und einem eigenen Arbeitskontakt, durch den die Erregung erhalten
bleibt, die ankommenden Gleichstromimpulse des Gebers über 136 zur Anzugswicklung
unterbricht. Die Ansteuerung eines weiteren Relais mit einem Ruhekontakt im Stromkreis
der Erregung 48-57 hebt diesen Zustand wieder auf.
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Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, sämtliche Ausführungen von Kontaktfedersätzen,
wie beispielsweise Folge-, Ruhe-, Arbeitskontakte usw., zu prüfen.
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Ein weiterer großer Vorteil der Prüfeinrichtung besteht darin, daß
die Direktanzeige der jeweiligen Übergangswiderstände eines Prüfobjektes, die im
vorliegenden Ausführungsbeispiel über ein spezielles Drehspulmeßwerk erfolgt, durch
den Einbau eines Grenzwertmelders 10 (F i g. 1) vermittelt werden kann. Der Anschluß
kann ebenfalls in Verbindung mit der Direktanzeige erfolgen. Ein Ruhekontakt des
durch
den Schalttransistor des Grenzwertmelders gesteuerten Relais wird in den Stromkreis
des Relais 133 gelegt und bewirkt bei Überschreiten eines eingestellten Grezwertes
die Unterbrechung des Meßablaufes, wie unter Funktion »Stopp« beschrieben.
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In gleicher Weise kann ein optisches oder akustisches Zeichen gegeben
werden. Durch die Unterbrechung des Meßablaufes bleibt die Kontaktnummernanzeige
stehen, und es kann der Kontaktfehler sofort erkannt werden. Ein menschliches Versagen
der Prüfperson läßt sich ebenfalls durch diese Anordnung der Grenzwertmeldung ausschließen.
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Die Prüfzeit für ein Prüfobjekt kann durch die bereits beschriebene
Beschleunigung des Impulsgebers durch Einstellung des Spannungsteilers 167 verkürzt
werden; diese ist jedoch im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch die Trägheit
des Anzeigenmeßwerkes und die große Dämpfung begrenzt. Die Zeit von Prüfimpuls zu
Prüfimpuls beträgt etwa 3 Sekunden; somit beträgt die Prüfzeit bei einem Prüfobjekt
mit vier Umschaltern etwa 30 Sekunden.
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Sollen Serien geprüft werden, so empfiehlt sich der Anschluß eines
Schreibers an die Klemmen 1 (Fig. 1), wobei der Impulsgeber entsprechend in bekannter
Weise beschleunigt wird. Diese so ermittelten Meßergebnisse lassen sich besser auswerten
und sind zudem vergleichs- und registrierfähig.
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Es wurde bereits angedeutet, daß mit der vorliegenden Erfindung mehrere
Prüfungen an beliebig angeordneten Schließungs- und Öffnungskreisen eines Relais
durchgeführt werden können. So kann durch die bereits erwähnte Steuertastel7 in
Verbindung mit dem 3stufigen Multivibrator (Fig. 6), der eine exakte Rechteckspannung
liefert und eine kontinuierlich einstellbare Frequenz von 1 bis 100 dz durch Potentiometer
19 hat, zunächst die einwandfreie Funktion des Relais ankers festgestellt werden.
Die Prüfung kann über die ruheseitigen oder arbeitsseitigen Schließungskreise eines
Prüfobjektes erfolgen, wobei das Relais 160 durch Drücken der Taste 17 erregt wird
und sich dann über seinen eigenen Kontakt 162 hält. Die Arbeitsstellung von 160
setzt über 163 den Multivibrator (Fig.6) in Betrieb, dessen letzte Transistorstufe
ein spezielles Relais 164 betreibt, dessen Kontakte 165 und 166 das Pluspotential
40 der Erregerspannung an das Prüfobjekt anlegt und wieder unterbricht. Durch den
Regler 19 (F i g. 1 und 6) mit Eichskala des Multivibrators läßt sich jede gewünschte
Erregerfrequenz einstellen, so daß die Schaltfrequenz eines Relais ermittelt werden
kann. Es ist bekannt, daß bei der Erregung eines Prüfobjektes mit einer rechteckförmigen
Spannung, wie dies im vorliegenden Ausführungsbeispiel über den gesamten Meßablauf
der Ruhe- und Arbeitskontakte eines Relais geschehen kann, bestimmte Werte für die
Ansprech-, Abfall- und Umschlagzeiten eingehalten werden müssen. Dazu verwendet
man in der Praxis eine Erregerfrequenz von normal 25 Hz, die ebenfalls mit der vorliegenden
Prüfeinrichtung eingestellt werden kann. Die Prüfung eines Relais im dynamischen
Betrieb sei nochmals bei dem bereits vorbekannten Beispiel mit vier Umschaltern
erläutert.
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Bei der Direktanzeige der Übergangswiderstände kommt infolge der Trägheit
des Meßwerkes bei den vier Ruhekontakten sowie den vier Arbeitskontakten ein bestimmter
Widerstandsmittelwert zur Anzeige.
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Weichen diese Mittelwerte innerhalb der ruheseitigen oder arbeitsseitigen
Prüfung voneinander ab, so ist
die Justierung des Federsatzes unbedingt
gestört; vorausgesetzt, daß bei der statischen Prüfung keine größeren unerwünschten
Übergangswiderstände der Kontakte gezeigt wurden. Die Umschaltung des dynamischen
Betriebes auf statischen Betrieb erfolgt durch Drücken der Taste 16, wodurch das
über den Ruhekontakt der Taste und 162 sich haltende Relais 160 stromlos wird. Ein
im Prüfablauf eingeleiteter dynamischer Betrieb wird ebenfalls über die bekannte
Rückstellung und die Beendigung des automatischen Meßablaufes oder bei der Ansteuerung
von 148 im automatischen Meßablauf durch Öffnen des Kontaktes 158, wie bereits beschrieben,
beendet. Ein im Zuführungskreis für die Erregerspannung 40 des Prüfobjektes gelegener
Ruhekontakt 161 geht bei dynamischem Betrieb in Arbeitsstellung, wodurch nunmehr
die Schließungs- und Öffnungskreise der Kontakte 165-166 die Zuführung der symmetrischen,
rechteckförmigen Erregerspannung bewirken.
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Der wohl größte Vorteil der vorliegenden Erfinnung besteht darin,
daß neben der Prüfung durch Direktanzeige oder Aufzeichnung über einen Schreiber
von statischen Übergangswiderständen an beliebig angeordneten Kontakten eines Prüfobjektes,
also der sekundären Schließungskreise, gleichzeitig eine Prüfung des primären Erregerkreises
und der sich aus der Erregung ergebenden Funktionen erfolgen kann. Unter Verwendung
eines Oszillographen oder eines Schreibers können die sekundären Vorgänge eines
Prüfobjektes beobachtet oder aufgezeichnet werden. Unter Verwendung eines bekannten
Zweistrahloszillographen oder eines Mehrfachschreibers, die an die Prüfeinrichtung
an 3 für die X-Richtung und an 1 für die Y-Richtung angeschlossen werden können,
lassen sich die Anlauf-, Ansprech-, Hub-, Prell- und Umschlagzeiten durch Beobachtung
bzw. Aufzeichnung bestimmen.