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DE918319C - Relaiszeitmesseinrichtung - Google Patents

Relaiszeitmesseinrichtung

Info

Publication number
DE918319C
DE918319C DEL4699D DEL0004699D DE918319C DE 918319 C DE918319 C DE 918319C DE L4699 D DEL4699 D DE L4699D DE L0004699 D DEL0004699 D DE L0004699D DE 918319 C DE918319 C DE 918319C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
contact
rectifier
measuring device
relays
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL4699D
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
C Lorenz AG
Original Assignee
C Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by C Lorenz AG filed Critical C Lorenz AG
Priority to DEL4699D priority Critical patent/DE918319C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE918319C publication Critical patent/DE918319C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/327Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers
    • G01R31/3277Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers of low voltage devices, e.g. domestic or industrial devices, such as motor protections, relays, rotation switches
    • G01R31/3278Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers of low voltage devices, e.g. domestic or industrial devices, such as motor protections, relays, rotation switches of relays, solenoids or reed switches

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Description

  • Relaiszeitmeß einrichtung Die technischen Zweige des Fernmeldewesens, die magnetische Fernmelderelais verwenden, so z. B. die Vermittlungstechnik, Warn- und Überwachungsanlagen, Kennzeichen- und Fernsteuerungsanlagen usw., sind im Zuge der fortschreitenden Technik immer häufiger gezwungen, Relais serienweise einer Zeitmessung zu unterziehen. Waren früher Relaiszeitmessungen fast ausschließlich den Laboratorien zwecks grundsätzlicher Dimensionierung der Relaiswicklungen vorbehalten, so müssen heute bei Revisionen und in den Prüffeldern umfangreiche Reihenzeitmessungen durchgeführt werden.
  • Die bekannten, von den Laboratorien benutzten Zeitmeßeinrichtungen sind wegen der ihnen eigenen Mängel nicht sonderlich geeignet, bei Werkstattrevisionen Verwendung zu finden.
  • So ist bei der Verwendung der ballistischen Meßmethoden der Bedarf sehr stoßempfindlicher, spannungsabhängiger Galvanometer von Nachteil.
  • Bei oszillographischen Meßprinzipien besteht neben dem großen Arbeitsaufwand der Nachteil des Bedarfs an Präzisionsgeräten ebenso wie bei den ballistischen Meßmethoden.
  • Bei magnetischen Schreibern, z. B. Impùlsschreibern, ist der große Verschleiß ungünstig und die Meßgenauigkeit ungenügend. Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Einrichtungen und bezieht sich auf eine Relaiszeitmeßeinrichtung für stufenweise Messungen, beispielsweise von IO zu 10 ms, von Relaiszeiten (IO bis IOOO ms) mit sofortiger, direkt ablesbarer gespeicherter optischer Anzeige des Meßergebnisses ohne Verwendung eines Meß- instrumentes. Erfindungsgemäß wird die Netzspannung (50 Hz) nicht nur als Energiequelle für den Betrieb der Einrichtung, sondern vor allem als Zeitmesser dadurch verwendet, daß die Halbwellen der Wechselspannung Relaisketten steuern. Durch die erfindungsgemäße Einrichtung werden bei Vermeidung von umlaufenden Maschinen nur die in fernmeldetechnischen Fabriken zum normalen Fertigungsprogramm gehörenden Teile, wie Relais, Widerstände, Glühlampen, Gleichrichter und Tasten, verwendet, wobei die Frequenz der Netzspannung als Zeitmesser dient. Die Selbsterstellungsmöglichkeit in Verbindung mit der mechanischen Unempfindlichkeit eines solchen Gerätes ist für eine Werkstattrevision nahezu eine Voraussetzung für eine reibungslos fließende Lieferung.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zeitmeßeinrichtung dargestellt, die aus vierundzwanzig Relais, drei Widerständen, drei Gleichrichtern, einem Übertrager, drei Sicherungen, vier Tasten besteht und für die Ablesung zwei Reihen von je zehn Glühlampen nebeneinander aufweist, von denen die erste Reihe die Millisekunden in der Zehnereinheit, also von IO bis IOO ms, und die zweite Reihe in der Hundertereinheit, d. h. von IOO bis IOOO ms anzeigt. Betrieben wird das Gerät durch die Netzspannung, und betätigt wird es mittels der vier erwähnten Tasten.
  • Die prinzipielle Arbeitsweise des Gerätes ist folgende: Über einen Netzstecker und die Sicherung Si I wird der Übertrager Tr gespeist, der zwei Sekundärwicklungen II und III aufweist. Die SekundärwicklungII führt über den Gleichrichter Gl 1 die Spannung den Relais 2, 4, 6, 8 und 10 und über den Gleichrichter Gl 2 den Relais I, 3, 5, 7, 9 zu. Da die Gleichrichter Gt 1 und Gut 2 gegensinnig geschaltet sind, werden die ungeradzahligen Relais von der einen Halbwelle des Wechselstromes und die geradzahligen Relais von der anderen Halbwelle des Wechselstromes gespeist. Durch die in der Schaltung vorgesehene Kontaktanordnung werden die zehn Relais I bis IO der Reihe nach erregt: Stromweg I: Sekundärseite II des Übertragers Tr, Sicherung Si 2, Relaiskontakt , Gleichrichter Gl I, Relais M, Wicklung 1, Taste MT, Kontakt ?}blb I, Kontaktes, Widerstand WI, Sekundärwicklung II.
  • Dieser Stromweg 1 besteht im Augenblick des Drückens der Taste MT. Hierdurch wird beim Eintreten der mit der richtigen Polarität versehenen Halbwelle das Relais M erregt, dessen Kontakt In I damit einen Stromweg für das Relais I vorbereitet, das nun seinerseits von der nächsten Halbwelle über den Gleichrichter Gl 2 zum Ansprechen gebracht wird. Das Relais I bereitet mit seinem Kontakt II einen Stromweg für das Relais 2 vor, das nun seinerseits wieder im geeigneten Augenblick über den Gleichrichter Gl I gespeist wird. Dieses Spiel wiederholt sich bis zum Relais 10. Beim Ansprechen des Relais I wurde ferner das Relais MH erregt über den Stromweg 2: Minuspol des Gleichrichters Gl 3, Sicherung Si 3, Relais MH Wicklung 1, Kontakt 13 des Relais 1, Erde, Löschtaste LT, Pluspol des GleichrichtersGI 3. Dieses Relais MH stellt durch Öffnen seines Kontaktes Inh 2 einen Haltestromkreis für seine Wicklung II her; d. h. Stromweg3: Minuspol des Gleichrichters 3, Sicherung Si 3, Relais MH Wicklung II, Relais M Wicklung II, Kontakt m 3, Erde, Löschtaste LT, Pluspol des Gleichrichters Gl 3. Der Stromweg 3 stellt gleichzeitig den Haltestromkreis für das Relais M dar. Der Kontakt Inh I öffnet und trennt damit den Stromweg 1 auf, um zu gewährleisten, daß das Relais I nur über den Kontakt 101 des Relais 10 zukünftig zum Ansprechen gebracht wird. Hierdurch läuft die Relaiskette 1 bis IO SO lange immer wieder von neuem durch, bis der Relaiskontakt durch Öffnen die Stromkreise für die Relaiskette unterbricht bzw. über Stromweg 4 kurzschließt: Sekundärwicklung II des Übertragers Tr, Sicherung Si 2, Relaiskontakt r, Relaiskontakt e I, Widerstand W I, Sekundänvicklung II.
  • Bei jedesmaligem Durchlaufen der Relaiskette 1 bis IO wird jeweils ein Relais der Relaiskette oo bis goo erregt. Beim erstmaligen Schließen des Kontaktes 13 des Relais 1 wird das Relais oo zum Ansprechen gebracht über den Stromweg 5: Minuspol des Gleichrichters Gl 3, Sicherung Si 3, Relais A Wicklung 1, Kontakt a I, Relais oo Wicklung I, Relaiskontakt I3, Erde, Löschtaste LT, Pluspol des Gleichrichters G13.
  • Dieser Stromweg 5 ist bei Kontakt a I geschlossen, weil das Relais A im Betriebsruhezustand des Gerätes dauernd erregt ist über den Stromweg 6: Minuspol des Gleichrichters Gt 3, Sicherung Si 3, Relais A Wicklung II, Kontakt 002, Kontakt 1002, Kontakt 2002, Kontakt 3002, Kontakt 4002, Kontakt 5002, Kontakt 6002, Kontakt7002, Kontakt 8002, Kontakt 9002, Kontakt e 2, Erde, Löschtaste LT, Pluspol des Gleichrichters Gl 3.
  • Beim ersten Schließen des Kontaktes I3 des Relais I wurde so das Relais oo zum Ansprechen gebracht. Beim nächstmaligen Durchlaufen der Kette I bis IO erregt der Kontakt I3 das Relais IOO. Beim dritten Umlauf schließt sich das Relais 200 usw.
  • Während der Öffnungszeit des Kontaktes 13 halten sich die Relais oo bis goo jeweils über ihre eigenen Kontakte selbst und werden immer von dem nächstfolgenden Kontakt abgeschaltet. Parallel zu den Haltewicklungen II der Relais oo bis goo liegen entsprechend zugeordnet die Glühlampen oo bis goo.
  • Wird nun der Meßbereich dieser Einrichtung überschritten, so spricht das Relais E als letztes der Hunderterkette an, hält sich ebenfalls mittels seines e2-Kontaktes selbst, bringt damit gleichzeitig die Glühlampe Rot zum Aufleuchten, trennt alle übrigen Glühlampen ab und setzt mit seinem e Kontakt auch die Zehnerkette still. Somit ist die Überschreitung des Meßbereiches des Gerätes durch die rote Lampe gekennzeichnet. Das Drücken der Löschtaste stellt in jedem Falle den Betriebszustand wieder her, da die Löschtaste sämtliche Gleichstromkreise der Einrichtungen unterbricht. Nach dem Loslassen der Löschtaste spricht das Relais A wieder an, und die Lampe Grün kommt zum Leuchten, womit das Gerät für die nächste Messung als betriebsklar gekennzeichnet ist.
  • Wird beispielsweise die Abfallzeit eines Relais mit einem Arbeitskontakt gemessen, so wird der Relais- kontakt r so angeschlossen, daß die Arbeitsseite des Kontaktes an den Punkt a und die bewegliche Feder an den Punkt c gelegt wird. Die Wicklung des zu messenden Relais wird an die Punkte d und f gelegt, wobei die Taste UT gedrückt wird und so die Dauererregung des zu messenden Relais R hergestellt wird.
  • Soll nun die Messung vorgenommen werden, so wird die Taste MT gedrückt. Das Relais spricht an und setzt damit in schon beschriebener Weise die Relaiskette 1 bis IO in Betrieb. Diese Relaiskette wird nun so lange und so oft umlaufen, bis das Relais R, dessen Wicklung beim Einschalten der Meßtaste MT durch das Relais M bzw. dessen Kontakt abgeschaltet wurde, abfällt und damit seinen Kontakt r öffnet, d. h. den Stromkreis für die Relaiskette 1 bis IO unterbricht. Die Kette läuft nicht weiter, und das zuletzt angezogene Relais, z. B. das Relais 7, wird sich über nachfolgenden Stromweg halten. Stromweg 7: Minuspol des Gleichrichters Gl3, Sicherung Si 3, Widerstand W 2, Kontakt 82 des Relais 8, Wicklung II des Relais 7, Kontakt 72 des Relais 7, Erde, Löschtaste LT, Pluspol des Gleichrichters Gl 3.
  • Die Zahl der Umläufe ist fixiert worden durch die Hunderterrelais; z. B. beim dritten Umlauf ist das Relais 300 zum Ansprechen gebracht und gehalten worden, so daß jetzt die Lampen 300 und 70 leuchten.
  • Eine entsprechende Beschriftung der Lampen gestattet jetzt das Ablesen des Meßergebnisses: 370 ms.
  • Dieser Meßvorgang könnte wiederholt werden, indem kurzzeitig die Löschtaste gedrückt wird und anschließend nochmals die Meßtaste M T betätigt wird.
  • Da das Meßergebnis, wie aus der Beschreibung hervorgeht, lediglich durch die Frequenz und nur in geringem Maße durch die Amplitude bestimmt wird, ist die Meßgenauigkeit in höchstem Grade spannungsunabhängig. Sollte auf dem zu messenden Relais nur ein Ruhekoritakt zur Verfügung stehen, so würde der Relaiskontakt r an die Punkte b und c angeschlossen werden. Hierdurch würde beim Abfallen des Relais nicht der Stromkreis für die Relaiskette I bis IO unterbrochen, sondern kurzgeschlossen werden, was zu gleichen Ergebnissen führt. Entsprechend lassen sich die Anzugszeiten der Relais messen.
  • PATENTANSPROCHE I. Relaiszeitmeßeinrichtung für stufenweise Messungen (beispielsweise von IO zu IO ms) von Relaiszeiten (IO bis IOOO ms) mit sofortiger, direkt ablesbarer gespeicherter optischer Anzeige des Meßergebnisses, ohne Verwendung eines Meßinstrumentes, dadurch gekennzeichnet, daß die Netzspannung (50 Hz) nicht nur als Energiequelle für den Betrieb der Einrichtung, sondern vor allem als Zeitmesser dadurch verwendet wird, daß die Halbwellen der Wechselspannung Relaisketten steuern.

Claims (1)

  1. 2. Relaiszeitmeßeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltmittel nur Relais, Widerstände, Gleichrichter, Glühlampen, Tasten und gegebenenfalls auch Übertrager verwendet werden.
    3. Relaiszeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßvorgang durch Betätigung einer einzigen Taste auslösbar ist.
    4. Relaiszeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wechselnde Polarität des Wechselstromes über zwei gegensinnig geschaltete Gleichrichter eine Relaiskette in der Weise steuert, daß jede halbe Welle jeweils ein Relais zum Ansprechen bringt.
    5. Relaiszeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das dekadische System durch Verwendung von zwei aus je zehn Relais bestehenden Relaisketten und zwei Reihen zu je zehn Glühlampen verwendet wird.
DEL4699D 1944-04-25 1944-04-25 Relaiszeitmesseinrichtung Expired DE918319C (de)

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