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Die Erfindung betrifft eine Hosenbügelmaschine zur Glättungsbehandlung
von Hosen od. dgl. unter Klemmung und Spannung der Bügelkanten der Hosenbeine, mit
Spannmitteln für die Hosenbeine, Dampfzufuhreinrichtungen und Steuermitteln für
Zeit und Menge der Dampf- und Luftzufuhr sowie mit einer Bund- und Bundfaltenspanneinrichtung.
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Bei neuzeitlichen Bügelmaschinen erfolgt der Bügelvorgang im wesentlichen
durch Dämpfen unter Druck. Dabei wird durch das zu bügelnde Bekleidungsstück, vorzugsweise
aus dem Inneren heraus, während einer vorbestimmten Zeitdauer Frischdampf gedrückt.
Die Bekleidungsstücke sind dabei auf einer Auflagefläche aufgelegt und werden durch
eine Gegenfläche unter Druck gehalten. Dabei entsteht bei diesen bekannten Vorrichtungen
der Nachteil, daß sich Nähfalten und gegebenenfalls die Hosentaschen, Knopfleisten
u. dgl. sichtbar und stark abdrücken und unter Umständen zu Glanzstellen führen.
Es gehört ferner auch zum Stand der Technik, bei Bügelvorrichtungen aufblasbare
Säcke innerhalb des Bügelgutes anzuordnen (britische Patentschrift 912 853), ferner
Haltevorrichtung, Hosenbund-, Spreiz- und Spannvorrichtungen sowie Bandhaltevorrichtungen
überhaupt wie auch im Schrittbereich der Hose Blassäcke vorzusehen.
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Bei einer bekannten Hosenbügelpresse (belgische Patentschrift 627
695) sind ferner Dämpf- und Blaseinrichtungen zur Durchführung eines Dämpf- und
Blasvorganges vorgesehen.
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Für das Einblasen in den Hosenbundbereich kann ein ringförmiger Führungsflansch
verwendet werden (USA.-Patentschrift 2 645 389). Bei einer schon vorgeschlagenen
Bügelpresse für Hosen (deutsches Gebrauchsmuster 1882 521), bei welcher auf
eine ortsfeste, beheizte Unterplatte eine beheizte Oberplatte aufpreßbar ist und
die Platten im Schrittbereich Ausnehmungen aufweisen, sind im Bereich der Schrittausnehmung
spreizbare Bundspannstäbe angeordnet.
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Es ist ferner eine Bügelmaschine bekannt (USA.-Patentschrift 1789
638), bei der in den Hosenbeinen längs der Bügelfalten Schienen gespreizt werden
können.
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Bei einer anderen bekannten Bügeleinrichtung (USA.-Patentschrift
1352 158) sind elektrisch beheizte Klammern vorgesehen, zwischen denen die
Hose eingespannt und mit Hilfe einer Hebelvorrichtung gespreizt wird. Dabei erfolgt
jedoch kein Glätten der Hose im ganzen, sondern lediglich ein Pressen der Bügelfalten.
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Bei einer anderen bekannten Hosenbügelpresse, bei der die Hose vertikal
eingespannt wird, sind maschinenfeste Spreizvorrichtungen für den Hosenbund und
die Stulpen vorgesehen (französische Patentschrift 1301301).
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Es ist ferner eine Hosenbügelmaschine bekannt (USA.-Patentschrift
2 944 710), bei der die Bügelfalten festgeklemmt werden und vom Inneren der Hose
zum Einführen der Bügelfalten in die Klemmmittel zusätzliche Faltenlegestangen eingeführt
werden müssen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hosenbügelmaschine
zur Glättungsbehandlung von Hosen zu schaffen, bei der in einfacher Weise die zu
behandelnde Hose auf ihrer gesamten Fläche, einschließlich Bund und Schrittbereich
gebügelt werden kann, und die auch von ungelernten Arbeitskräften zu bedienen ist.
Die Vorrichtung soll ferner eine rasche Aufeinanderfolge der Bügelvorgänge ermöglichen.
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Diese Aufgabe wird bei der Hosenbügelmaschine der eingangs erläuterten
Art erfindungsgemäß durch eine Kombination dahingehend gelöst, daß die Bundspann-
und Bundfaltenspanneinrichtung einhäng-bzw. einlegbar ausgebildet ist, daß eine
einhängbare und längsspannbare Hosenbeinspreizvorrichtung vorgesehen ist, daß Bügelfaltenklemmeinrichtungen
jeweils aus unteren und oberen Klemmleisten für jede Bügelkante eines Hosenbeines
bestehen und daß diese Klemmleisten übereinander angeordnet sind, wobei jeweils
die obere von der unteren Klemmleiste abheb- bzw. abschwenkbar ist. Durch die erfindungsgemäße
Bügelmaschine ist es möglich, zur Vermeidung der Druckstellen an den Nähten, durch
die Hosentaschen oder die Knopfleisten, den Bügel- bzw. Dämpfvorgang ohne Druck,
d. h. ohne äußere Druckanwendung durchzuführen, wobei lediglich der durch den Stoff
von innen durchtretende Dampf die Glättung des Stoffes herbeiführt. Mittels der
einleg- bzw. einhängbaren Spreiz- und Spannmittel für die Hosenbeinenden wird die
Beschickung der Maschine erleichtert und beschleunigt. Die ebenfalls einhäng-bzw.
einlegbare Bund- und Bundfaltenspanneinrichtung erlaubt ein Spannen der Hose längs
der Bügelfalten und ein Straffen durch entsprechendes Festklemmen des Knopfleistenteiles.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bügelfaltenklemmeinrichtungen
der beiden Hosenlängskanten jeweils in sich waagerecht übereinander in horizontaler
Ebene angeordnet sind. Dadurch wird die Beschickung der Hosenbügelmaschine erleichtert.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die unteren und oberen
Klemmleisten durch druckmittelbetätigbare Spreizvorrichtungen seitlich verschwenkbar.
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Ferner können die oberen Klemmleisten durch druckmittelbetätigbare
Vorrichtungen bezüglich der unteren Klemmleisten parallel abheb- bzw. absenkbar
ausgebildet sein.
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Eine zweckmäßige Ausführungsform der Absenkvorrichtung besteht in
Leitrollen und Führungskurven an den Fußteilen der Klemmleisten zum selbsttätigen
Abheben bzw. Absenken in Abhängigkeit von der Verschwenkbewegung.
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Zur Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Hosengrößen ist es vorteilhaft,
wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die den beiden Hosenlängskanten zugeordneten
Klemmeinrichtungen in der Spannebene frei zueinander einstellbar sind.
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Zur Anpassung an verschiedene Stoffstärken ist es vorteilhaft, die
Klemmleisten zur elastischen Halterung federnd vorzuspannen.
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Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung können die Klemmleisten
in Längsrichtung aus einzelnen Teilstücken bestehen, die voneinander unabhängig
spreizbar und je für sich durch vorzugsweise zwei Federn, Schrauben od. dgl. gehaltert
sind.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Bügelfaltenklemmeinrichtung
ergibt sich dann, wenn nach Einlegen der Hosenbeine in die vordere Klemmvorrichtung
und die hintere Klemmvorrichtung die jeweils oberen Klemmleisten durch eine druckmittelbetätigte
Vorrichtung im Sinne einer Spreizbewegung von der unteren Klemmleiste einseitig
abhebbar sind.
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Zum Spannen der Hose in Längsrichtung ist es vorteilhaft, eine getrennte
Befestigungsvorrichtung am
bundseitigen Ende der Klemmleisten für
den Hosenbund in Form eines einseitig eingespannten elastischen Halteelements, z.
B. einer Klemmfeder, vorzusehen.
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Der Bügelvorgang an den Hosenbeinfalten wird wesentlich erleichtert
und beschleunigt, wenn zwischen oder an den Auflageflächen und Klemmleisten Dampfrohre
für den Frischdampf zum Dämpfen mit Austrittsöffnungen in Richtung der Zwischenräume
zwischen den Klemmleisten vorgesehen sind.
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Um einen leichten Durchtritt des Dampfes durch die Klemmvorrichtung
zu ermöglichen, sind die oberen und unteren Klemmleisten an ihren zugeordneten Seiten
mit einem Kratzenbelag versehen.
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Zum Abheben bzw. Absenken der Klemmleisten dienen in maschinenfesten
Führungskurven verschiebbar, mit den Abdeckleisten verbundene Leitrollen. Die Verschiebung
der Leitrollen erfolgt in vorteilhafter Weise durch Zylinderanordnungen, die über
kugelgeführte Bowdenzüge mit den Leitrollenträgern verbunden sind. In vorteilhafter
Weise sind an den Fußteilen der Klemmleisten Führungsmittel vorgesehen zum selbsttätigen
Abheben bzw. Absenken in Abhängigkeit von der Verschwenkbewegung.
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Zur Anpassung der Klemmvorrichtungen an verschiedene Hosengrößen ist
die erfindungsgemäße Hosenbügelmaschine vorzugsweise derart ausgebildet, daß die
Klemmvorrichtungen in Hosenquerrichtung verstellbar sind. Dadurch läßt sich einerseits
eine Anpassung an die Breite der jeweils zu bügelnden Hose und andererseits auch
an den Schnitt dieser Hose erzielen. Dies kann vorteilhafterweise dadurch erfolgen,
daß die einer Hosenlängsseite zugeordnete Klemmvorrichtung maschinenfest angeordnet
und die der zweiten Hosenlängsseite zugeordnete Klemmvorrichtung drehbar auf einem
mit dem Maschinengestell schwenkbar verbundenen Zwischenträger schwimmend angeordnet
sind.
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Da der Abstand zwischen Auflageflächen und Abdeckleisten im geschlossenen
Zustand zur Erzielung einer ausreichenden Klemmwirkung klein gehalten werden muß,
andererseits aber beim Einlegen von Hosen mit verschiedener Stoffdicke ein elastisches
Nachgeben sichergestellt werden muß, sind vorzugsweise Tellerfedern zur elastischen
Halterung der Abdeckleisten angeordnet.
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Bei einer anderen Ausführungsform ist je eine Abdeckleiste für ein
Hosenbein direkt mit dem zugeordneten Träger und die andere Leiste über eine elastische
Zwischenschicht, z. B. Gummiauflage, Tombakmetall od. dgl., mit ihrem Träger verbunden.
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Zur Erleichterung des Einlegens einer Hose in die Maschine kann nach
einer Weiterbildung der Erfindung eine vorzugsweise mittels einer Zylinderanordnung
wahlweise abklappbare Auflagefläche für die Hose zwischen den Klemmvorrichtungen
vorgesehen werden. Ferner kann nach einem weiteren Erfindungsmerkmal eine getrennte
Befestigungsvorrichtung am bundseitigen Ende der Klemmvorrichtungen für den Hosenbund
in Form eines einseitig eingespannten, elastischen Halteelements, z. B. Klemmfederblatt,
Drahtbügel, Klappe od. dgl., angebracht sein.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand der
Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt F i g. 1 eine schematische Gesamtansicht
der erfindungsgemäßen Bügelmaschine von der Seite, F i g. 2 eine Draufsicht auf
eine Maschine nach (F i g. 1). F i g. 3 ein Hosenbein-Spreizmittel, F i g. 4 a und
4 b eine Haltevorrichtung für den Hosenbund in Drauf- bzw. Seitenansicht, F i g.
5 die Bügelfaltenklemmvorrichtung nach einer Ausführungsform im geschlossenen Zustand
in einem Querschnitt, F i g. 6 eine Vorrichtung nach F i g. 5 in geöffnetem Zustand,
F i g. 7 ein Detail der Lagerung der Klemmvorrichtungen, F i g. 8 eine Vorderansicht
einer zweiten Ausführungsform einer Klemmvorrichtung und F i g. 9 eine bundseitige
Befestigungsvorrichtung. Die Hosenbügelmaschine besteht aus einem Maschinengestell
1, den verstellbaren, aus Klemm- und Spannleisten gebildeten Klemmvorrichtungen
2 und 3 für die Hosenbeinkanten und einem Schaltkasten 4.
Im Schaltkasten
4 sind die nicht näher dargestellten Steuermittel für die Betätigung der
Maschine untergebracht, beispielsweise Magnetventile für die Zuführung von Frischdampf,
von Heizdampf, von Trocknungsluft, sowie die Zeitschalter für die Einstellung der
einzelnen Bügelvorgänge und die Betätigungsknöpfe zur Auslösung einzelner Vorgänge
sowie zum Ein- und Ausschalten der gesamten Maschine.
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In F i g. 2 sind die Klemmvorrichtungen 2, 3 für die Hosenbeine im
geschlossenen Zustand dargestellt. Dabei ist durch strichpunktierte Linien eine
eingelegte Hose 5 angedeutet. In die Beinenden (Stulpen) der Hose 5 sind Endspreizer
6 eingesetzt, die an Ausziehhaltern 7 befestigt werden. Die Ausziehhalter 7 sind
in Längsrichtung verschiebbar, aber selbsthemmend angebracht, um eine Anpassung
an verschiedene Hosenlängen zu ermöglichen. Dabei können die Ausziehhalter 7 aus
einem Gummiseil, einem Federzug, einem Ausgleichsgewicht od. dgl. bestehen.
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Die Endspreizer 6 bestehen, wie insbesondere aus dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 3 hervorgeht, aus Haltestücken 8 und 9, beispielsweise
in Form von Blechplättchen, deren den Bügelfalten zugeordneten Kanten wellen- oder
zackenförmig ausgestaltet sind. An diesen Haltestücken 8 und 9 ist ein als Haken
11 ausgebildeter Spannbügel 10 befestigt. Es besteht auch die Möglichkeit,
den Endspreizer 6 bzw. die Teile 8, 9 und 10 einstückig auszubilden, beispielsweise
indem an Stelle der Haltestücke 8, 9 durch entsprechendes Biegen des Spannbügels
10 federnde einstückige Halteelemente geschaffen werden, wie dies in F i
g. 3 strichliert angedeutet ist. Der Spannbügel 10 ist dabei derart geformt,
daß er in seinem Mittelteil einen Haken 11 bildet. Dabei kann die Aus bildung
auch so getroffen werden, daß an Stelle eines Hakens 11 eine geschlossene
Öse entsteht. Es ist für jedes Hosenbein ein gesonderter Endspreizer vorgesehen.
Die Endspreizer 6 können auch als einfach herzustellende V-förmig gebogene
einstückige Drahtbügel mit widerhakenartig verbreiteten Endteilen ausgebildet sein.
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Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, können die Klemmvorrichtungen
2 und 3 an ihren Starrenden entlang von Führungsstangen
12 und 13 verschoben werden. Dabei ist die Ausbildung so getroffen,
daß nicht nur eine Verschiebung parallel zur Längsrichtung der Maschine, sondern
auch eine Schrägstellung ermöglicht wird. Hierzu sind die Klemmvorrichtungen 2 und
3 im Hosenbundbereich mit Klemmstücken 14 und 15 an der Führungsstange 13 geführt.
In F i g. 2
sind nur die jeweils hosenbundseitigen Klemmstücke dargestellt.
Die Ausbildung kann auch so getroffen werden, daß die vorderseitige Klemmvorrichtung
3 an ihrem oberen Ende unverschiebbar, aber verschwenkbar angebracht ist. Die übrigen
drei Endpunkte der Klemmvorrichtungen 2, 3 sind hingegen in Richtung der eingezeichneten
Bewegungspfeile verschiebbar geführt. Durch die verschwenkbare Lagerung der Klemmvorrichtungen
2 und 3 an den ihnen zugeordneten Klemmstücken 14, 15 usw. läßt sich eine genaue
Anpassung der Klemmvorrichtungen 2, 3 an die Form der jeweils zu bügelnden Hose
erzielen, so daß bei jeder Hosenlänge, Hosenbreite und Hosenform die Bügelkanten
stets in gleichem Maße von den Klemmvorrichtungen erfaßt werden können. An der Führungsstange
13 kann eine Aufnahme 16 für einen Hosenbundspanner 16 a vorgesehen sein.
Aus F .i g. 2 ist ersichtlich, daß dieser Hosenbundspanner aus einer Spannstange
17 besteht, die in Schlitze 18 der Aufnahme 16 eingehängt werden kann. Auf dieser
Spannstange 17 sind, wie aus F i g. 4 b ersichtlich ist, selbsthemmende Bundhaltestücke
19 und 19 a verschiebbar angeordnet. Dabei dient das Bundhaltestück 19 a zum Einhängen
der rückwärtigen Bundfalte, während das Haltestück 19 zum Einhängen der Knopfleite
des Hosenbundes dient. Ferner ist noch ein Querträger 20 vorgesehen, der
beiderseitig federnde Haltestücke 21 aufweist, die in die oberen Enden der vorderen
Bügelkanten eingehängt werden. Im Mittelteil der Spannstange 17 kann noch ein Abstandhalter
22 angebracht sein, der den Hosenbund auseinanderspannt. Zur Handhabung des Hosenbundspanners
16 a zusammen mit der daran befestigten Hose dient ein vorzugsweise wärmeisolierter
Handgriff 23.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 besteht die hintere Klemmvorrichtung
2 aus jeweils in der Längserstreckung einstückig ausgebildeten Auflageflächen und
Abdeckleisten, während bei der vorderen Klemmvorrichtung 3 eine andere Ausführungsform
der Abdeckleisten dargestellt ist, die in Form von einzelnen, je für sich bewegbaren
Teilstücken 24 ausgebildet ist, zu deren Befestigung je zwei Schrauben 25 dienen.
Eine eingehende Beschreibung dieser Ausführungsform erfolgt weiter unten im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Klemmvorrichtungen. Die F i g. 2 läßt auch die Handgriffe
26', 26" und 27', 27" zur Verschiebung der Klemmstücke 14 und 15 bzw. zum Einrichten
der Klemmvorrichtungen 2 und 3 längs der Führungsstangen 12 und 13 erkennen.
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In F i g. 1 sind noch schematisch zwei Betätigungszylinder 28 und
29 dargestellt, deren Funktion weiter unten erläutert wird.
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Die F i g. 5 und 6 zeigen Querschnitte durch eine Ausführungsform
der Klemmvorrichtungen 2 bzw. 3. Dabei ist jeweils an einem maschinenfesten Träger
30 auf dessen Oberseite eine untere Hosenfalten-Auflagefläche 31 vorgesehen, die
zur Auflage des Bügelfaltenbereiches des unteren Hosenbeines dient. Das Festhalten
dieser Bügelfalte 32 wird durch eine untere Klemmleiste 33 bewirkt, die im geschlossenen
Zustand jeder unteren Klemmvorrichtung über der Hosenfalten-Auflagefläche 31 zu
liegen kommt. Dabei ist der Belag dieser beiden Teile so ausgebildet, daß die Öffnung
zwischen diesen Teilen in Richtung zur Hose hin divergiert. Die Breite des der Hose
zu gerichteten Teiles der Hosenfalten-Auflagefläche 31 ist dabei so gewählt, daß
auch bei Hosenbeinen, die in Längsrichtung eine Krümmung aufweisen, sämtliche Teile
der Bügelkante stets ausreichend aufliegen und festgeklemmt werden. Zur Auflage
des zweiten, oberen Hosenbeines dient eine obere Hosenfalten-Auflagefläche 34, gegen
die sich im geschlossenen Zustand eine obere Klemmleiste 35 legt.
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An der Maschine (F ig. 5) ist schwenkbar ein Schwenkzylinder 36 angeordnet,
dessen Kolben 37 über einen Bolzen 38 an einem Halter 39 für die untere Klemmleiste
33 befestigt ist. Dieser Halter 39 trägt seinerseits wieder einen Klemmzylinder
40, wobei die Teile 38,39 und 40 schwenkbar an einer Schwenkvorrichtung 41'
an der Bügelmaschine angeordnet sind. Der Klemmzylinder 40 weist einen Kolben
41 auf, der mit dem Träger 42 der unteren Klemmleiste 33 verbunden ist. An einer
zweiten maschinenfesten Achse 43 ist ein Träger 44 für die obere Klemmleiste
35 angelenkt. Mit dem Träger 44
ist ein Träger 45 für die obere Hosenfalten-Auflagefläche
34 verbunden. Ein Schwenkzylinder 46 der schwenkbar im Gelenk 47 gelagert ist und
dessen Kolben 48 an einem Halter 49 angelenkt ist, dient zur Verschwenkung der Einrichtung
44 bis 49 zusammen mit dem Klemmzylinder 50, wobei an dem Halter 49 der Träger 45
für die obere Hosenfalten-Auflagefläche 34 angeschlossen ist und über den Kolben
51 ein Träger 53 für die obere Klemmleiste 35 betätigt wird.
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Diese Vorrichtung arbeitet nun derart, daß durch Betätigung der Zylinder
36, 40, 46 und 50 die einzelnen Auflageflächen und Klemmleisten zunächst voneinander
abgehoben und abgeschwenkt werden, wie dies in F i g. 6 dargestellt ist. Nunmehr
wird auf die untere feste Hosenfalten-Auflagefläche 31 eine Hosenkante aufgelegt.
Durch Betätigung des Schwenkzylinders 36, 37 wird die untere Klemmleiste 33 nach
rechts verschwenkt und sodann durch Betätigung des Klemmzylinders 40, 41 parallel
nach abwärts gesenkt, bis die eine Bügelfalte 32 festgeklemmt ist. Nunmehr wird
durch Betätigung des Schwenkzylinders 46, 48 sowohl die obere Hosenfalten-Auflagefläche
34 als auch die obere Klemmleiste 35 nach rechts verschwenkt. Dabei kommt die obere
Hosenfalten-Auflagefläche 34 knapp oberhalb der unteren Klemmleiste 33 zu liegen.
Nunmehr wird die zweite Hosenfalte auf die obere Hosenfalten-Auflagefläche 34 aufgelegt,
und durch anschließende Betätigung des oberen Klemmzylinders 50, 51 wird die obere
Klemmleiste 35 über Träger 53 parallel abgesenkt, bis auch die zweite Hosenbeinfalte
festgeklemmt ist. Dieser Endzustand ist in F i g. 5 dargestellt.
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In F ig. 7 ist schematisch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel dargestellt,
bei dem die jeweils der einen Hosenlängsseite zugeordneten Klemmvorrichtungen 3
maschinenfest angeordnet sind. Die der zweiten Hosenlängsseite zugeordneten Klemmvorrichtungen
2 sind mit ihrem Träger 60 um eine Achse 61 eines Zwischenträgers 62 drehbar verbunden,
wobei dieser Zwischenträger 62 wiederum um eine Achse 63 schwenkbar am Maschinengestell
1 angeordnet ist. Zwischen der Klemmvorrichtung 3 und dem Zwischenträger 62 ist
ein Spreizzylinder 66 mit einem Kolben 67 vorgesehen. Dabei greift z. B. der Kolben
67 an einem Auge 68 der Klemmvorrichtungen 3 und der Spreizzylinder 66 an
einem Auge 70 am Zwischenträger 62 an. Durch diese Anordnung ist der Träger
60 der z. B. hinteren Klemmvorrichtungen 2
schwimmend
gelagert und kann beim Einlegen einer zu dämpfenden Hose in die jeweils deren Schnitt
angepaßte Lage verschwenkt werden. Nach dem Festklemmen der Bügelfalten erfolgt
durch Betätigung des Spreizzylinders 66 eine Spreizung zwischen den Klemmvorrichtungen
2 und 3, so daß die Hose im eingeklemmten Zustand quer zu ihrer Längsrichtung gespannt
wird.
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Das in F i g. 8 dargestellte Ausführungsbeispiel der Hosenbügelmaschine
unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen nach den Fi g. 5 und 6 hinsichtlich
des Hebe- und Schwenkmechanismus für die obere Hosenfalten-Auflagefläche 34 und
die obere Klemmleiste 35. In einer maschinenfesten Einrichtung 71 mit Führungskurve
72 ist eine Leitrolle 73
verschiebbar gelagert. Der Leitrollenträger
74 ist seinerseits mit einem Haltestück 75 verbunden, an dem schwenkbar ein z. B.
kugelgelagerter Bowdenzug 76 angreift. Dieser Bowdenzug 76 ist in dem maschinenfesten
Rahmenteil 30 mittels einer Schwenkkugellagerung 77 verschwenkbar geführt und mit
seinem anderen Ende an eine Zugplatte 78 eines in F i g. 7 dargestellten Kolbens
79 befestigt. Der Kolben 79 wirkt mit einem Zylinder 80 zusammen.
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Der Leitrollenträger 74 ist andererseits mit einer Gleitbuchse
81 verbunden, die an ihrem oberen Ende einen Träger 82 für die untere Klemmleiste
33 aufweist. Wenn der Kolben 79 :in F i g. 7 nach rechts verschoben wird, wird der
Bowdenzug 76 gehoben, so daß die Gleitrolle 73 in der Führung 72 zunächst
den senkrecht verlaufenden Ast durchläuft. Dadurch wird der Träger 82 mit
den Auflagen 33 und 34 von der unteren Auflagefläche 31 senkrecht
nach oben abgehoben. Anschließend durchläuft die Gleitrolle 73 den geneigten schrägen
Teil der Führungskurve 72. Dadurch wird nunmehr die mittlere Abdeckleiste
und Auflagefläche zusammen mit der oberen Auflagefläche nach links verschwenkt.
Aus F i g. 7 ist ersichtlich, daß der Anordnung 78, 79, 80 ein gleichartiger
Bowdenzug 83 für die Klemmvorrichtung 2
zugeordnet ist. Am Maschinengestell
l ist ein weiterer Zylinder 84 mit Kolben 85 und Halteplatte
86
vorgesehen. Mit dieser Halteplatte 86 sind ebenfalls zwei Bowdenzüge
87 und 88 verbunden, von denen der Bowdenzug 87 der Klemmvorrichtung
3 und der Bowdenzug 88 der Klemmvorrichtung 2 zugeordnet ist. Diese
Bowdenzüge 87 und 88 wirken auf eine weitere Gleitbüchse, die mit dem Träger 53
für die obere Klemmleiste 35 verbunden sind. Die Zylinder-Kolben-Anordnung
84,85 wirkt dann derart, daß die oberen Klemmleisten 35 zusätzlich von der
oberen Hosenfalten-Auflagefläche 34 abgehoben werden. Der dann erreichte Zustand
entspricht der in F i g. 6 dargestellten relativen Lage der Auflageflächen und Klemmleisten.
Das Einlegen einer Hose erfolgt in ähnlicher Weise wie bei dem vorher beschriebenen
Ausführungsbeispiel. Nachdem auf die untere Auflagefläche 31 eine Bügelfalte
aufgelegt ist, wird durch Betätigung der Zylinder-Kolben-Anordnung 79, 80
die
untere Klemmleiste 33 mit der oberen Klemmleiste 34 wieder herangeschwenkt
und anschließend abgesenkt. Auf die obere Auflageleiste 34 wird die zweite
Bügelfalte aufgelegt, und mittels der Zylinder-Kolben-Anordnung 84, 85 erfolgt
das Einschwenken und nachfolgende Absenken der oberen Klemmleiste 35. Nunmehr kann
der Dämpfvorgang beginnen. Die einzelnen Leisten befinden sich in einer Endlage,
entsprechend der F i g. 5. Die Betätigung der einzelnen Zylinder-Kolben-Anordnungen
erfolgt dabei z. B. selbsttätig und wird durch einen fuß- oder handbetätigbaren
Schalter ausgelöst. Es kann auch eine Zweihandauslösung verwendet werden, um die
Bedienungsperson zu zwingen, die Auslösung der Hub- und Schwenkbewegungen mit beiden
Händen vorzunehmen, so daß Verletzungen und Unfälle ausgeschlossen werden. Die zeitliche
Reihenfolge kann dabei entweder durch eine Zeitschalteinrichtung gesteuert oder
durch mehrmaliges Betätigen der zugehörigen Schaltmittel bestimmt werden. Durch
diese an sich bekannten Maßnahmen läßt sich der Bügelvorgang erleichtern und beschleunigen.
In F i g. 5 sind ferner Tellerfedern 64
und 65 dargestellt, mit denen jeweils
die Klemmleisten 33 und 35 an den zugeordneten Trägern 45 und 53 befestigt sind.
Diese Tellerfedern ermöglichen ein elastisches Nachgeben der Klemmleisten im Sinne
einer Vergrößerung des Zwischenraumes zwischen den Klemmleisten und den zugeordneten
Auflageflächen in Abhängigkeit von der Stoffdicke der eingelegten Hosenbeine.
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An Stelle der Ausbildung nach dem Ausführungsbeispiel der F i g. 5
und 6 mit den elastischen Tellerfedern kann auch, wie in F i g. 8 schematisch dargestellt,
die Ausbildung so getroffen werden, daß zwischen der unteren Auflagefläche
31 und deren Träger 30 einesteils und zwischen der oberen Klemmleiste
35 und deren Träger 53 eine elastische Schicht 89 bzw.
90 z. B. aus Gummi oder Tombakmetall vorgesehen werden.
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Die Ausbildung der Klemmvorrichtung kann so getroffen werden, daß
nach dem Einlegen der Hosenbeine in die vordere Klemmvorrichtung 3 und die hintere
Klemmvorrichtung 2 die jeweils oberen Auflageflächen und Klemmleisten gemeinsam
mit Hilfe des Zylinders 29 im Sinne einer Spreizbewegung von den unteren
Auflageflächen und Abdeckleisten einseitig abgehoben werden. Dabei erfolgt die Spreizung
an dem stulpenseitigen Ende der Hosenbeine, während in Höhe des Schrittes die Schwenkachse
vorgesehen ist.
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Bei allen Ausführungsformen wird erreicht, daß sich die Hosenbeine,
die nur jeweils auf kurzen Stükken entlang der Bügelfalten festgehalten sind, unter
Wirkung des eingeblasenen Frischdampfes aufblähen, so daß durch den Druck des Frischdampfes
allein ein Glätten der Hosenbeine von innen heraus erfolgt. Nach beendigtem Dämpf-
und Trockenvorgang wird die Klemmvorrichtung für das obere Hosenbein wieder geöffnet,
wobei die Klemmleisten z. B. durch Betätigen eines Fußschalters abgehoben werden,
und die gebügelte Hose kann dann gemeinsam mit dem Spreizmittel für die Hosenbeinenden
und der Haltevorrichtung für den Bund aus der Maschine entnommen werden.
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Die Haltevorrichtung für den Bund und die Spreizmittel für die Stulpen
werden jeweils einer Hose zugeordnet, so daß die Bedienungsperson während des laufenden
Bügelvorganges bereits die nächste Hose vorbereiten bzw. die schon gebügelte Hose
stapeln kann. Durch dieses zeitliche Überlappen der einzelnen Bedienungsvorgänge
wird eine besonders hohe Arbeitsgeschwindigkeit erzielt.
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Zweckmäßig wird in der Maschine unter dem unteren Hosenbein noch eine
durch einen Zylinder 28 anheb- oder absenkbare Hilfsauflagefläche
69 vorgesehen (F i g. 2).
In F i g. 9 ist eine getrennte
Befestigungsvorrichtung schematisch und ausschnittsweise dargestellt, die an den
bundseitigen Enden der Klemmvorrichtungen für den Hosenbund vorgesehen sind. Zu
diesem Zweck sind die Auflageflächen 31 gegenüber den Klemmleisten 33 verlängert.
An dem vorstehenden Teil ist eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen, die nach dem
Ausführungsbeispiel der F i g. 9 in Form einer gebogenen Klemmfeder 91 ausgebildet
sein kann. Dabei ist das eine Ende der Klemmfeder von der Auflagefläche 31 weggebogen,
um ein leichteres Einführen des Hosenbundes zu ermöglichen, während das andere Ende
beispielsweise mittels einer Schraube 92 an der Auflagefläche 31 oder deren Träger
30 befestigt ist.
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Es ist zweckmäßig, die Auflageflächen und die Klemmleisten mit einem
an sich bekannten Kratzenbelag zu versehen. Dadurch wird ein unerwünschtes Abgleiten
der Hosenbeine beim Einlegevorgang bzw. während des Dämpfvorganges verhindert, und
es wird erreicht, daß beim Spreizen der Hosenbeine und beim Aufblähen durch den
Frischdampf die Bügelfalten nicht aus den Klemmvorrichtungen herausgleiten können,
sondern unverrückbar festgehalten werden, ohne daß sich Druckstellen abzeichnen
können.
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Die Betätigungsmittel für die Bewegung der einzelnen Abdeckleisten
und Auflageflächen können fachmännisch abgewandelt werden, wesentlich ist, daß sich
die Bewegungen aus Schwenk- und Hub-und Senkbewegungen zusammensetzen, wodurch sichergestellt
wird, daß beim Schließen oder Öffnen kein Verschieben der Stoffseiten einer Bügelkante
erfolgen kann, was bei reiner Schwenkbewegung nicht ohne weiteres auszuschließen
ist.