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Die Erfindung betrifft eine Randperforierung für dachziegelartig überlappt
am Rand zusammengeheftete Papierbogen, wie Lohnstreifen od. dgl.
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Bei übereinanderliegend zusammengehefteten Einzelbogen, beispielsweise
bei Quittungsblocks u. dgl., besteht der Nachteil, daß beim Umklappen der Einzelbogen
um die parallel zum Heftrand verlaufende Abreißperforierung im Bereich des Heftrandes
die Bogen sich mehr oder weniger aufbauschen und eine je nach Anzahl der umgelegten
Bogen mehr oder weniger dicke Randwülste bilden. Damit wird das Schreiben auf dem
Block sehr erschwert. Der gleiche Nachteil würde auftreten, wenn die Bogen nicht
unmittelbar übereinanderliegend, sondern dachziegelartig gegeneinander versetzt
und überlappt zusammengeheftet sind. Eine solche versetzte Heftart ist beispielsweise
zur doppelten Buchführung im Zusammenhang mit abreißbaren Lohnstreifen von Vorteil.
Würden hier die mehr oder weniger überlappt gehefteten Lohnstreifen nur mit einer
einzigen durchgehenden und parallel zum Heftrand verlaufenden Abreißperforierung
versehen werden, so würden sich die ausgefüllten Lohnstreifen beim Umlegen um diese
Parallelperforierung ebenfalls im Bereich des Heftrandes aufbauschen und das Ausfüllen
der übrigen Lohnstreifen erschweren.
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Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird der Erfindung gemäß vorgeschlagen,
daß jeder der dachziegelartig überlappt gehefteten Papierbogen an der gleichen Stelle
jeweils eine unter einem spitzen Winkel, insbesondere von 5°, gegenüber dem Heftrand
verlaufende Umleg-Perforierung aufweist. Hierdurch wird erreicht, daß diese Umleg-Perforierungen
sämtlicher Bogen gegeneinander parallel versetzt jeweils im gleichen Abstand vom
Heftrand liegen. Durch die parallele Versetzung der Schrägperforierungen etwa um
die Stärke der Papierbogen lassen sich die Bogen auch im Randbereich stets flach
auf die andere Randseite umlegen, wodurch ein Aufbauschen im Randbereich vermieden
wird.
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Da sämtliche Papierbogen jeweils mit der gleichen Schrägperforierung
versehen sind, ist die Herstellung von Heften mit beliebig vielen Einzelbogen auf
rationelle Weise sehr einfach und billig durchführbar.
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Längs dieser schräg verlaufenden Umleg-Perforierung können die Einzelbogen
bei Bedarf auch auf einfache Weise abgerissen werden. Sollte in manchen Fällen der
sich damit ergebende schräge Rand stören, so können auch noch zusätzlich parallel
zum Heftrand verlaufende Abreißperforierungen vorgesehen sein, so daß die Bogen
nur längs dieser parallelen Abreißperforierungen aus der Heftung herausgerissen
werden und die eigentlichen Umleg-Perforierungen an schmalen Papierstreifen am Heftrand
verbleiben.
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Die Umleg-Perforierung gemäß der Erfindung hat sich vor allem im Zusammenhang
mit einer neuartigen Buchungstechnik als vorteilhaft erwiesen, bei welcher mehrere,
beispielsweise 10, 15, 20 oder mehr schmale Lohnstreifen dachziegelartig
gegeneinander versetzt und überlappt jeweils mit ihrer Schmalseite am Rand eines
Grundblattes angeheftet sind und jeder dieser Lohnstreifen mit einer erfindungsgemäßen
Umleg-Perforierung versehen ist. Jeder Lohnstreifen besitzt im oberen Randbereich
auf der Rückseite einen schmalen Durchschreibbelag. Außerdem ist zwischen den gehefteten
Lohnstreifen und dem Grundblatt ein Durchschreibpapier zwischengelegt. Wird nun
zwischen dieses Durchschreibpapier und die einzelnen Lohnstreifen eine entsprechende
Karteikarte zwischengelegt - wobei die genaue Lage der Karteikarte durch die Heftklammern
bestimmt ist, an welchen der Karteikartenrand einen Anschlag findet - so kann mit
einem einzigen Ausfüllvorgang auf einem Lohnstreifen und gleichzeitig auch auf der
Karteikarte eine Eintragung durchgeführt werden. Die bereits ausgefüllten Lohnstreifen
sind einfach um die Schrägperforierung vom Grundblatt weg zur Seite geklappt und
liegen dort ohne Störung des weiteren Ausfüllvorganges flach auf der Schreibunterlage
etwas schräg nach oben parallel ausgerichtet auf. Durch Abreißen der Lohnstreifen
längs dieser Schrägperforierung oder einer zusätzlichen geraden Abreißperforierung
können die so vorbereiteten Lohnstreifen bei Bedarf jederzeit auf einfache Weise
aus der Heftung herausgerissen werden.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer schematischen Zeichnung
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel findet die Umleg-Perforierung
gemäß der Erfindung bei einem Buchungsheft Anwendung, bei welchem auf einem Grundbogen
1 mehrere dachziegelartig überlappt und in Richtung des Heftrandes gegeneinander
versetzte Lohnstreifen 2 am rechten Rand 3 beispielsweise über Heftklammern 4 angeheftet
sind. Erfindungsgemäß besitzt jeder einzelne Lohnstreifen 2
nahe dem Heftrand
3 eine unter einem spitzen Winkel x von beispielsweise 2 bis 10°, vorzugsweise 5°,
gegenüber dem Heftrand 3 schräg nach oben vom Heftrand weg in Richtung der freien
Streifenseite verlaufende Umleg-Perforierung 5. Diese schräge Umleg-Perforierung
ist auf sämtlichen Lohnstreifen in gleicher Weise ausgebildet, d. h., die Umleg-Perforierungen
5 sämtlicher Lohnstreifen sind gegeneinander parallel um einen geringen Abstand
d versetzt und besitzen jeweils den gleich großen Abstand vom Heftrand 3. Der Winkel
cr und damit auch der Abstand d richtet sich nach der Dicke der in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel aus üblichem Schreibpapier bestehenden Lohnstreifen und deren
Breite.
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Längs dieser Umleg-Perforierung 5 können die Lohnstreifen 2 nach rechts
um den Heftrand 3 umgelegt werden, wie dies für die obersten Lohnstreifen gezeigt
ist. Durch die Schrägperforierung liegen die so umgelegten Lohnstreifen völlig eben
etwas schräg nach oben gerichtet auf, und ein Aufbauschen im Umlegbereich wird vermieden.
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Um ein Abreißen der Lohnstreifen mit geradem Rand zu ermöglichen,
kann zusätzlich zu dieser Umleg-Perforierung 5 an jedem Lohnstreifen noch eine weitere
Abreißperforierung 6 vorgesehen sein, die auf sämtlichen Lohnstreifen parallel zum
Heftrand 3 verläuft. Selbstverständlich können auch noch weitere Abreißperforierungen
in an sich bekannter Weise auf jedem Lohnstreifen vorgesehen sein.
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Auf der Rückseite jedes einzelnen Lohnstreifens 2 ist im Bereich des
oberen Randes ein Durchschreibbelagstreifen 7 in an sich bekannter Weise aufgebracht.
Wird außerdem zwischen Grundblatt 1 und den Lohnstreifen 2 ein nicht gezeigtes Kohlepapier
zwischengelegt, so kann auf diese Weise eine doppelte Buchführung beim gleichzeitigen
Ausfüllen der Lohnstreifen durchgeführt werden, wenn nämlich zwischen Kohlepapier
und Lohnstreifen eine Karteikarte eingesteckt wird. Wird dann ein Lohnstreifen
im
oberen Bereich 7 ausgefüllt, so überträgt sich diese Ausfüllung auf die Karteikarte
und auf das Grundblatt 1. Am Heftrand 3 kann außerdem noch ein nicht
gezeigtes Deckblatt angeheftet sein, so daß ein aus mehreren Lohnstreifen bestehendes
Buchungsheft als Ganzes in entsprechenden Ordnern abgelegt werden kann.