DE1295719B - Beschickungseinrichtung fuer einen Kernreaktor - Google Patents
Beschickungseinrichtung fuer einen KernreaktorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine BescMckungsvorrich- liches Endteil bekannt; diese Ausbildung ist jedoch
rung für einen Kernreaktor zur Bedienung einer sehr kompliziert und daher kostspielig in der Her-Gruppe
von Brennstoffkanälen über ein durch die stellung sowie störanfällig im Betrieb,
biologische Abschirmung des Reaktors führendes Die Erfindung betrifft somit eine Beschickungs-
Standrohr. 5 vorrichtung für einen Kernreaktor zur Bedienung
Beschickungseinrichtungen dieser Art, bei welchen einer Gruppe von Brennstoffkanälen über ein durch
ein drehbares Beschickungsrohr in das Standrohr die biologische Abschirmung des Reaktors führendes
einsetzbar bzw. aus ihm entfernbar ist, sind in den Standrohr, mit einem drehbaren, in das Standrohr
verschiedensten Ausführungen bekannt, vgl. die einsetzbaren und daraus entfernbaren Beschickungsdeutschen Auslegeschriften 1 084 391, 1 083 443 io rohr, dessen untere Öffnung gegenüber der Drehsowie
die französischen Patentschriften 1228 195 achse des Beschickungsrohres seitlich versetzt ist
und 1 229 800. und das mit einem im Bereich der Beschickungs-
Bei allen diesen bekannten BescMckungseinrich- enden der Brennstoffkanäle angeordneten Aggregat
tungen sind Vorrichtungen vorgesehen, um das Be- von ortsfesten Brennstoffelement-Führungsrohren zuscMckungsrohr
während des Beschickungsvorganges 15 sammenwirkt, wobei jedes dieser Führungsrohre mit
mit einer Vielzahl von Brennstoffkanälen in Verbin- seinem unteren Ende auf einen der Brennstoffkanäle
dung bringen zu können. Dies wird gewöhnlich in der Gruppe ausgerichtet ist und die oberen Enden
der Weise erreicht, daß man im Bereich der Be- der Führungsrohre auf mehreren konzentrischen
schickungsenden der Brennstoffkanäle ein Aggregat Kreisen in Abstand um einen durch die Drehachse
von ortsfesten Brennstoffelement-Führungsrohren 20 des Beschickungsrohres definierten Mittelpunkt ananordnet,
von denen jeweils jedes mit seinem unteren geordnet sind und wobei die untere Öffnung des
Ende auf einen der Brennstoffkanäle ausgerichtet ist Beschickungsrohres jeweils auf eines der oberen
und mit seinem oberen Ende so angeordnet ist, daß Führungsrohrenden ausrichtbar ist.
dieses obere Ende von dem Beschickungsrohr er- Durch die Erfindung soll eine Beschickungsvor-
reicht werden kann. Das Beschickungsrohr kann zu 25 richtung der vorstehend erwähnten Art geschaffen
diesem Zweck mit einem schwenkbaren Endstück werden, bei welcher die oberen Enden der Führungsversehen sein (vgl. die deutsche Auslegeschrift rohre auf zwei konzentrischen Kreisen verschiedenen
1 084 391 und die beiden französischen Patentschrif- Durchmessers um die Drehachse des Beschickungsten
1228 195 und 1229 800), das auf Führungs- rohres angeordnet sind; das Beschickungsrohr soll
rohre ausgerichtet werden kann, deren obere Enden 30 dabei eine einzige starre Einheit bilden, die auf
längs mehrerer verschiedener radialer Abstände von Grund ihres einfachen Aufbaues leichter und billiger
der Drehachse des Beschickungsrohres angeordnet herzustellen und besonders betriebssicher ist. Die
sind. Das schwenkbare Teil des Beschickungsrohres Beschickungsvorrichtung gemäß der Erfindung soll
kann an seinem unteren Ende mittels eines Aus- dabei die Bedienung möglichst vieler Führungsrohre
Spreizhebels gehaltert sein, der gelenkig mit dem 35 mittels ein und desselben Beschickungsrohres ermögschwenkbaren
Teil und mit einem starren axialen liehen.
Teil des Beschickungsrohres verbunden ist (vgl. die Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung vorfranzösische
Patentschrift 1229 800); alternativ kann gesehen, daß die oberen Enden der ortsfesten Fühdas
schwenkbare Teil des Beschickungsrohres am rungsrohre auf zwei konzentrischen Kreisen verscMe-Oberteil
des ortsfest angeordneten Führungsrohr- 40 denen Durchmessers um die Drehachse des
Aggregats gehaltert sein. In diesem Fall kann eine Beschickungsrohres angeordnet sind, daß das Be-Nockenführung
(vgl. etwa die französische Patent- schickungsrohr, dessen Drehachse radial gegenüber
schrift 1228 195) zur Ausschwenkung des schwenk- der Mittelachse des Standrohres versetzt ist, noch
baren Teils der BescMckungsröhre aus seiner axialen eine zweite, in Richtung der Drehachse des Be-Mittellage
vorgesehen sein. 45 schickungsrohres liegende, dazu aber seitlich ver-
Eine andere Möglichkeit zur Herstellung einer setzte Öffnung aufweist, wobei jede der beiden
Verbindung zwischen dem Beschickungsrohr und öffnungen zur Bedienung jeweils eines der durch die
verschiedenen Brennstoffkanälen besteht in der Ver- oberen Enden der Führungsrohre gebildeten beiden
Wendung einer scherenartigen Ausspreizvorrichtung Kreise bestimmt ist, und daß innerhalb des Be-(vgl.
beispielsweise die deutsche Auslegeschrift 50 schickungsrohres eine zwischen zwei Endstellungen
1 084 391), mittels welcher ein in einem getrennten verstellbare Klappe vorgesehen ist, die in der einen
unteren Teil des Beschickungsrohres befindliches Endstellung die Verbindung mit den Führungsrohren
Brennstoffelement aus einer eingezogenen Zufuhr- des einen Kreises über die seitliche Öffnung und in
stellung in der Achse des Standrohres in eine Stel- der anderen Stellung die Verbindung mit den Fühlung
über den jeweils ausgewählten Brennstoffkanal 55 rungsrohren des anderen Kreises über die radiale
ausspreizbar ist. Eine derartige Ausbildung gestattet öffnung herstellt.
nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit; zudem Durch die Ausbildung gemäß der Erfindung wird
besteht die Gefahr, daß es durch Verschleiß in den eine Beschickungsvorrichtung geschaffen, welche die
beweglichen Teilen schließlich zu einer Fehlaus- Bedienung einer großen Anzahl von Brennstoffrichtung
zwischen den beiden Teilen der BescMk- 60 kanälen mittels eines einzigen Beschickungsrohres
kungsröhre kommen kann. gestattet, ohne daß das Beschickungsrohr mit einem
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 084 391 ist es ausschwenkbaren oder seitlich ausspreizbaren unteauch
bereits bekannt, die Drehachse der Be- ren Endteil versehen zu sein braucht. Die BescMckungsröhre
radial gegenüber der Achse des scMckungsvorrichtung gemäß der Erfindung weist
Standrohres zu versetzen, um den Antrieb für den 6g daher einen einfachen und kompakten Aufbau auf,
Ausspreizscherenmechanismus aufzunehmen. was nicht nur den Vorteil einfacher und billiger Her-
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 083 443 ist stellung sondern vor allem auch einer erhöhten Beeine
BescMckungsröhre ohne ein gesondertes, beweg- triebssicherheit begründet.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß zur Betätigung der Klappe
eine Nockenführungsbahn an dem ortsfesten Aggregat von Führungsrohren und an dem Beschickungsrohr eine in dieser Bahn gleitende mit der Klappe
zusammenwirkende Nocke vorgesehen sind, wobei die Nockenführungsbahn so geformt ist, daß sie bei
Drehung des Beschickungsrohres zur Wahl aufeinanderfolgender Führungsrohre der beiden Kreise die
entsprechende Verschwenkung der Klappe bewirkt.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen
Fig. la und 1 b in zwei aneinanderschließend zu
denkenden Längsschnittansichten den oberen Teil eines Beschickungsaggregats mit der Durchführung
durch die biologische Abschirmung und den Druckbehälter des Reaktors,
F i g. 2 einen Horizontalschnitt durch den oberen Teil des Beschickungsaggregats entlang der SchnittlinieΠ-Π
in Fig. Ib,
Fig. 3 bis 7 den unteren, gemäß der Erfindung ausgebildeten Teil des Beschickungsaggregats, und
zwar im einzelnen
F i g. 3 im Horizontalschnitt längs der Linie III-III
in F i g. 4 eine Draufsicht auf ein Aggregat von längs zwei konzentrischen Kreisen angeordneten Brennstoffelement-Führungsrohren
zur Bedienung durch ein gemeinsames Beschickungsrohr,
Fig. 4 eine Schnittansicht durch das Führungsrohraggregat
mit Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
F i g. 5 eine Detailseitenansicht mit Blickrichtung gemäß dem Pfeil A in F i g. 4,
F i g. 6 eine der F i g. 4 entsprechende vertikale Schnittansicht, wobei jedoch eine am unteren Ende
des Beschickungsrohres vorgesehene Klappe in der gegenüber F i g. 4 anderen von zwei möglichen Stellungen
gezeigt ist,
Fig. 7 einen vergrößerten Detailausschnitt aus Fig. 3.
In F i g. la und 1 b ist bei 10 die biologische Abschirmung
des Reaktors und bei 11 der Druckbehälter angedeutet; das als Ganzes mit 13 bezeichnete
Beschickungsaggregat führt von der Oberseite des Reaktors durch die biologische Abschirmung 10 und
die Druckgefäßwandung 11 nach unten zu dem mit näheren Einzelheiten in den F i g. 3 bis 7 dargestellten
Führungsrohraggregat, dessen Rohre mit den Brennstoffkanälen in dem in der Zeichnung nicht
dargestellten Reaktorcore verbunden sind.
Das Beschickungsaggregat 13 umfaßt ein Standrohr 14 und ein Beschickungsrohr 223, das sich nach
oben durch ein herausnehmbares, der biologischen Abschirmung 10 zugeordnetes Verschlußstopfenaggregat
16 erstreckt und bei 223α (Fig. 4) an seinem
unteren Ende radial nach außen gebogen ist.
Das Beschickungsrohr ist am oberen Ende in einem Axiallager 18 (Fig. 1 a) gelagert, das in den
Verschlußstopfen 16 eingebaut ist; das obere Ende des Beschickungsrohres ist geschlitzt, so daß an
diesem Ende ein Antriebsrohr einer Brennstoffbeschickungsmaschine angreifen kann, um das
Beschickungsrohr gegenüber einem hier nicht gezeigten Begrenzungsanschlag in der einen oder anderen
Richtung zu drehen. Das Beschickungsrohr ist normalerweise durch einen oberen Stopfen 19 und einen
unteren Stopfen 20 abgeschirmt.
An das Standrohr 14 schließt sich ein Verlängerungsrohr 211 (Fig. Ib und 3) an, das sich an
seinem unteren Ende erweitert (vgl. die strichpunktierte Schnittlinie211 in Fig. 3) und ein Aggregat
von Brennstoffelement-Führungsrohren 212, 216 Fig. 3) mittels nicht dargestellter Tragstücke und
einer Platte210 (Fig. 3) abstützt; das Führungsrohraggregat
gewährleistet, daß die in den Reaktorkern durch die Beschickungsvorrichtung hinein
herabgelassenen Teile in den gewünschten Brennstoffkanal des nicht dargestellten Reaktorcores eingeführt
werden.
Die Anordnung ist so getroffen, daß sämtliche unter dem Führungsrohraggregat 212j 216 liegenden
Brennstoffkanäle des Reaktorcores durch einfaches Drehen des Beschickungsrohres 223 in die richtige
Winkelstellung bedient werden können. Zur Neubeschickung des Reaktors braucht daher nur die relativ
kleine Deckplatte 37 aus der abnehmbaren Platte 38 der Reaktorabdeckung 39 entfernt zu werden,
woraufhin man eine Brennstoffbeschickungsmaschine mit geeigneten Mitteln zum Herausziehen und Ablegen
der Verschlußstopfen 19 und 20 oberhalb der Beschickungsöffnung in Stellung bringen kann.
Mit 44 ist noch eine Rohrleitung bezeichnet, die z. B. für die Zufuhr eines Druckgases zur Betätigung
eines nicht dargestellten Wählventils dienen kann, das innerhalb der Standrohrverlängerung 211 angeordnet
sein kann und die Entnahme von Proben ermöglicht. Die Rohrleitung 44 verläuft durch ein
Tragrohr 45, das auch zur Durchführung anderer Messungen verwendet werden kann.
Aus der Horizontalschnittansicht von Fig. 2 ist
die exzentrische Anordnung des Beschickungsrohres 223 innerhalb des Standrohres 14, 211 ersichtlich.
Im folgenden wird an Hand der F i g. 3 bis 7 das mit dem unteren Ende des Beschickungsrohres 223
zusammenwirkende Aggregat von Führungsrohren 212, 216 beschrieben. Bei der gezeigten Ausbildungsform
besitzt das Druckgefäß des Reaktors eine Anzahl von Standrohren 14, 211, von denen jedes an
seinem unteren Ende Tragstücke aufweist, an denen gemäß F i g. 4 eine Platte 210 aufgehängt ist, die das
in F i g. 3 und 4 gezeigte Führungsrohraggregat trägt. Das Standrohr 211 und die Tragstücke sind in
Fig. 3 bis 7 nicht gezeigt, doch ist die Lage des Standrohres 211 oberhalb des Führungsrohraggregats
in Fig. 3 bei 211 durch einen strichpunktierten Kreis angedeutet.
An der Platte 210 sind die oberen Teile von zwölf äußeren Führungsrohren 212 befestigt, die zusammen
mit dem oberen Teil einer für Proben vorgesehenen Rohrleitung 213 längs eines gemeinsamen Kreises '
214 angeordnet sind. Mit den Rohren 212 ist eine zweite Platte 215 verschweißt, die vier innere Führungsrohre
216 trägt, welche auf einem mit dem Kreis 214 konzentrischen inneren Kreis 217 liegen.
Jedes der 16 Führungsrohre führt nach unten zu einem Brennstoffkanal in dem hier nicht gezeigten
Reaktorkern. Die Brennstoffkanäle sind ebenso wie die unteren Enden der zugehörigen Führungsrohre
an den Schnittpunkten eines quadratischen Gitters angeordnet, und die Führungsrohre sind so geformt,
daß ein allmählicher Übergang von der Anordnung der oberen Rohrenden zur Anordnung der unteren
Rohrenden erreicht wird. In die Platte 215 ist außerdem ein Führungsrohr 218 (F i g. 3) für einen Regelstab
eingebaut.
5 6
Mittels Schrauben 221 sind an der Platte 215 zwi- laß für Brennstoffelemente vorhanden, die einem
sehen den inneren und den äußeren Führungsrohren der äußeren Führungsrohre 212 zugeführt oder aus
Nockensegmente 219 und 220 befestigt; jedes Nok- ihnen entnommen werden sollen,
kensegment besitzt eine mit den Kreisen 214 und Wird das Beschickungsrohr 223 nun in seine Stel-
217 konzentrische Nockenbahn 222. Auf denjenigen 5 lung zum Bedienen eines inneren Führungsrohres
Radien, auf welchen die Mittelpunkte der äußeren 216 gebracht, wie es in Fi g. 6 gezeigt ist, so bewegt
Führungsrohre 212 und des für Proben bestimmten die Nockenbahn die Rolle 236 nach außen, so daß
Rohres 213 liegen, z. B. auf der Linie IV-IV, ist die die Klappe 231 quer zur Achse des Beschickungs-Nockenbahn
in einem bestimmten radialen Abstand rohres verstellt wird, um einen freien Durchlaß zu
vom Mittelpunkt der Platte 215 angeordnet; auf den ίο schaffen, der das Beschickungsrohr über dessen
anderen Radien, z. B. der Linie VI-VI, auf denen die inneren Austrittsabschnitt 223 b mit einem der inne-Mittelpunkte
der inneren Führungsrohre 216 liegen, ren Führungsrohre 216 verbindet,
verläuft die Nockenbahn in einem anderen radialen Da die Nockenbahn in Ausrichtung auf die äuße-
Abstand vom Mittelpunkt. ren Führungsrohre 212 auf einem bestimmten ersten
Das Führungsrohraggregat wird mittels des als 15 Radius und in Ausrichtung auf die inneren Füh-Ganzes
mit 223 bezeichneten Beschickungsrohres rungsrohre 216 auf einem anderen Radius verläuft,
bedient, das in F ig. 4 im Längsschnitt und in F ig. 6 wird die Klappe 231 gemäß Fig. 4 automatisch
teilweise in einer Außenansicht dargestellt ist. Das nach rechts bewegt, wenn die äußeren Führungsrohre
Beschickungsrohr kann durch hier nicht gezeigte bedient werden sollen, und nach links gemäß F i g. 6,
Mittel um die Mittelachse 224 des Führungsrohr- ao wenn eine Bedienung der inneren Führungsrohre eraggregats
gedreht werden und weist einen unteren folgen soll.
Lagerzapfen 225 auf, der in ein in der Mitte der In der Wandung des Beschickungsrohres sind zwei
Platte 215 befestigtes Lagergehäuse 226 hineinragt. Aussparungen 238 vorgesehen, damit das obere Ende
Der obere Teil 223 α des Beschickungsrohres er- der Klappe 231 eine gewisse überschüssige Bewegung
streckt sich durch das Standrohr 211 nach oben. 25 ausführen kann. Diese Anordnung dient zum Aus-
Das Beschickungsrohr 223 ist an seinem unteren gleich für Fehlpassungen am oberen Ende der
Ende mit einem inneren Austrittsabschnitt 223 b von Klappe, wenn die Bewegungsstrecke der Klappe inkreisrundem
Querschnitt versehen, an dem ein Trag- folge von Herstellungstoleranzen, Abnutzungserstiiek
223 c befestigt ist, welches sich aus zwei durch scheinungen und anderen Ursachen vom Sollwert
Schrauben 227 miteinander verbundenen Platten zu- 30 abweicht.
sammensetzt. Im eingebauten Zustand des Beschik- An der Platte 215 ist ein Anschlag 239 ange-
kungsrohres liegt der Mittelpunkt des inneren Aus- bracht, der am äußeren Austrittsabschnitt 223 b des
trittsabschnitts 223 b auf dem Kreis 217, längs Beschickungsrohres angreift, um zu verhindern, daß
welchen die Mittelpunkte der oberen Mündungsöff- das Beschickungsrohr über das Führungsrohr 218 für
nungen der inneren Führungsrohre 216 angeordnet 35 den Regelstab schwenkt.
sind. An dem Tragstück 223 c ist mit Hilfe der Das beschriebene Beschickungsrohr kann in einschrauben
227 ein äußerer Austrittsabschnitt 223 d fächer Weise zum Zwecke der Wartung oder Inbefestigt,
an welchem ferner zwei obere Gelenke 228 standsetzung aus seiner normalen Stellung auf dem
und zwei untere Gelenke 229 vorgesehen sind. Der Führungsrohraggregat ausgebaut werden; alternativ
Aufbau dieses Aggregats geht mit größerer Deutlich- 40 kann vorgesehen sein, daß das Beschickungsrohr nur
keit aus Fig. 5 hervor, wo der äußere Austritts- im Bedarfsfalle in seine Betriebsstellung abgesenkt
abschnitt 223 d teilweise weggebrochen ist. An einer wird. Wenn das Beschickungsrohr ausgebaut oder
in den Lagern 228 frei drehbaren Achse 230 ist eine abgesenkt werden soll, befindet es sich in der Stellung
Klappe 231 befestigt, die gemäß F i g. 4 innerhalb zum Bedienen des in F i g. 3 mit 212 α bezeichneten
des Bedienungsrohres nach oben ragt; außerdem ist 45 Führungsrohres; um zu gewährleisten, daß die Rolle
an jedem Ende der Achse 230 ein Arm 232 befestigt. 236 in die Nockenführung eintritt, wenn sie sich nach
Das untere Ende jedes der Arme 232 ist zykloiden- unten bewegt, ist an dem Querstück 234 ein Fortsatz
förmig und kann in einen Schlitz233α (Fig. 6) 240 vorgesehen, der an einem an der Platte215 beeines
weiteren Arms 233 eingreifen. Die Arme 233 festigten Führungsstück 241 angreifen kann,
sind an ihren unteren Enden durch ein Querstück 50 Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind
234 und eine in den Lagern 229 frei drehbare Achse 16 Führungsrohre vorgesehen; selbstverständlich
235 miteinander verbunden. Eine Rolle 236 ist frei kann jedoch eine beliebige andere Zahl von Fühdrehbar
auf einem Bolzen 237 gelagert, der sich von rungsrohren vorgesehen sein. Ferner können auf dem
dem Querstück 234 aus nach unten erstreckt; wenn inneren Kreis 217 ein oder mehrere Führungsrohre
das Beschickungsrohr seine aus den Zeichnungen 55 angeordnet sein.
ersichtliche Stellung auf dem Führungsrohraggre- Vorzugsweise ist für jedes Standrohr ein Beschik-
gat einnimmt, greift die Rolle 236 an der Nocken- kungsrohr mit einem Führungsrohraggregat vorgese-
bahn 222 an und wirkt als Bewegungsabnahme- hen, denn hierbei kann man auf eine besondere Ma-
organ. schiae zur Vorbereitung der Löcher verzichten;
Wenn die Arme 233 während des Betriebs in einer 60 jedoch kann gegebenenfalls auch nur ein einziges
Richtung gedreht werden, drehen die Arme 232 die Beschickungsrohr bedarfsweise von einem Standrohr
Achse 230 in der entgegengesetzten Richtung, so daß zu einem anderen Standrohr verbracht werden. In
die Klappe 231 quer zur Achse des Beschickungs- diesem Falle wird eine Maschine zum Vorbereiten
rohres 223 geschwenkt wird. Bei der in F i g. 3 und 4 der Löcher benötigt.
gezeigten Stellung des Beschickungsrohres 223 gegen- 65 Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich
über einem der äußeren Führungsrohre 212, bei wel- nicht nur zur Brennstoffbeschickung von mit Graphit
eher Stellung sich die Klappe231 gemäß Fig. 4 moderierten gasgekühlten Reaktoren, sondern sie
auf der rechten Seite befindet, ist ein freier Durch- läßt sich bei jedem Reaktor verwenden, bei dem
mehrere Brennstoffelementkanäle über eine einzige Öffnung zugänglich gemacht werden müssen.
Claims (2)
1. Beschickungseinrichtung für einen Kernreaktor zur Bedienung einer Gruppe von Brennstoffkanälen
über ein durch die biologische Abschirmung des Reaktors führendes Standrohr, mit
einem drehbaren, in das Standrohr einsetzbaren und daraus entfernbaren Beschickungsrohr, dessen
untere Öffnung gegenüber der Drehachse des Beschickungsrohres seitlich versetzt ist und das
mit einem im Bereich der Beschickungsenden der Brennstoffkanäle angeordneten Aggregat von
ortsfesten Brennstoffelement-Führungsrohren zusammenwirkt, wobei jedes dieser Führungsrohre
mit seinem unteren Ende auf einen der Brennstoffkanäle der Gruppe ausgerichtet ist und die
oberen Enden der Führungsrohre auf mehreren konzentrischen Kreisen in Abstand um einen
durch die Drehachse des Beschickungsrohres definierten Mittelpunkt angeordnet sind und wobei
die untere Öffnung des Beschickungsrohres jeweils auf eines der oberen Führungsrohrenden ausrichtbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Enden der ortsfesten Führungsrohre (212, 216) auf zwei konzentrischen Kreisen
(214, 217) verschiedenen Durchmessers um die Drehachse (224) des Beschickungsrohres (223)
angeordnet sind, daß das Beschickungsrohr (223), dessen Drehachse (224) radial gegenüber der Mittelachse
des Standrohres versetzt ist, noch eine zweite, in Richtung der Drehachse des Beschikkungsrohres
liegende, dazu aber seitlich versetzte Öffnung aufweist, wobei jede der beiden Öffnungen
zur Bedienung jeweils eines der durch die oberen Enden der Führungsrohre gebildeten beiden
Kreise bestimmt ist, und daß innerhalb des Beschickungsrohres eine zwischen zwei Endstellungen
verstellbare Klappe (231) vorgesehen ist, die in der einen Endstellung die Verbindung mit
den-Führungsrohren des einen Kreises über die seitliche Öffnung und in der anderen Stellung die
Verbindung mit den Führungsrohren des anderen Kreises über die radiale Öffnung herstellt.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der
Klappe (231) eine Nockenführungsbahn (222) an dem ortsfesten Aggregat von Führungsrohren und
an dem Beschickungsrohr eine in dieser Bahn (222) gleitende mit der Klappe zusammenwirkende
Nocke (236) vorgesehen sind, wobei die Nockenführungsbahn so geformt ist, daß sie bei
Drehung des Beschickungsrohres zur Wahl aufeinanderfolgender Führungsrohre der beiden
Kreise die entsprechende Verschwenkung der Klappe bewirkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 909 521/389
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