DE1294327B - Mit expansiblem Druckmittel betriebener Schmiedehammer - Google Patents
Mit expansiblem Druckmittel betriebener SchmiedehammerInfo
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- DE1294327B DE1294327B DE1964B0078318 DEB0078318A DE1294327B DE 1294327 B DE1294327 B DE 1294327B DE 1964B0078318 DE1964B0078318 DE 1964B0078318 DE B0078318 A DEB0078318 A DE B0078318A DE 1294327 B DE1294327 B DE 1294327B
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J7/00—Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
- B21J7/20—Drives for hammers; Transmission means therefor
- B21J7/22—Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers
- B21J7/24—Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers operated by steam, air, or other gaseous pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf einen mit expan- Bei der angegebenen Konstruktion, der erfindungssiblem
Druckmittel betriebenem, ständig im Rück- gemäßen Steuerung für den Schmiedehammer wird
zugsinne beaufschlagten Schmiedehammer mit einem als selbstverständlich unterstellt, daß entsprechende
gesteuerten Einlaß- und einem gesteuerten, von ihm Rücklaufleitungen und eine Hydraulikpumpe vor-
durch ein Rückschlagventil getrennten Auslaßventil 5 handen sind.
und mit einem Dreh-Längs-Schieber, dessen Längs- Das Erfindungsprinzip kann auch dadurch verbewegung
über ein Steuerschwert und dessen Dreh- wirklicht werden, daß an Stelle des Zusatzkolbens
bewegung über einen Fußhebel erzeugt wird, wobei zum Hauptbetätigungskolben des Einlaßventils ein
ein ständiger Druckmittelfluß durch das Einlaßventil zweites Einlaßventil vorgesehen ist, dessen Durchbis
zum Aufsetzen des Bären auf das Werkstück io flußquerschnitt kleiner ist als der Normaldurchflußerhalten
bleibt, querschnitt desEinlaßquerschnittes.
Um die Expansion des Druckmittels auszunutzen, Zur Verstellung des Durchflußquerschnittes kann
hält man beim Auslösen von leichten und schweren der Hub des Zusatzkolbens bzw. der Durchflußquer-
Einzel- und Reihenschlägen das Einlaßventil nur über schnitt des zweiten Einlaßventils einstellbar sein. Die
einen Teil des Bärweges geöffnet, während das Aus- 15 Zeichnungen zeigen in
laßventil bis kurz vor Erreichen des unteren Umkehr- F i g. 1 eine schematische Darstellung eines
punktes geschlossen bleibt. Dadurch kann das Druck- Schmiedehammers mit der zu ihm gehörenden, erfin-
mittel auf nahezu Atmosphärendruck expandieren. dungsgemäßen Gesamtsteuerung,
Der Bär wird nach erfolgtem Schlag in seine obere F i g. 1 α den zusätzlichen Steuerschieber in einer
Äusgangslage bewegt, indem man das Auslaßventil ao anderen Stellung und in
öffnet und damit das Druckmittel aus dem oberen F i g. 2 eine Einzeldarstellung der Ventilanordnung
Zylinderraum entweichen läßt. zur Wiedergabe eines bevorzugten Ausführungsbei-
Zum Auslösen eines Setzschlages muß der Betriebs- spiels der erfindungsgemäßen Steuerung,
druck im oberen Zylinderraum so groß sein, daß nach In F i g. 1 ist mit 1 der Amboß eines Schmiedeerfolgtem
Schlag der Bär gegen die untere Anhüb- 25 hammers bezeichnet, auf dem das zu schmiedende
kraft auf das Schmiedestück .niedergepreßt wird. Bei Werkstück aufgelegt wird. Von oben her wirkt auf
einer bekannten Einrichtung (deutsche Patentschrift dieses nicht gezeichnete Werkstück der Hammerbär 2,
1 187 108) bleibt das Auslaßventil über den gesamten der an seinem oberen Ende im Zylinder 3 mittels
Bärhub geschlossen, während das Einlaßventil nur eines Bärkolbens 4 bewegt wird. Über den Kanal 5
über einen Teil des Bärhubes geöffnet wird. Durch 30 wird auf die Unterseite des Bärkolbens 4 Druckluft
Verlängerung der Steuerkante am Drehlängsschieber oder ein anderes geeignetes Druckmittel aufgegeben,
zum Schließen des Einlaßventils läßt sich erreichen, welches den Hämmerbaren 2 ständig in seiner oberen
daß auch das Einlaßventil über den gesamten Bärhub Lage hält. Wird das Fußpedal 6 betätigt, dann wird
geöffnet bleibt. Damit ist es möglich, schwere Setz- der Steuerschieber 7 radial verdreht und verschließt
schlage zu geben. 35 die Bohrungen 8 und 9. Der Ölumlauf wird unter-Die
Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die brachen, und es baut sich rückwärts von der Boh-Steuerung
von ventilgesteuerten Schmiedehämmern rung 8 bis zur Pumpe 22 α ein Druck auf. Das gleiche
dieser Art derart zu verbessern, daß mit ihnen auch · geschieht in den Leitungen 10,14,15 und 23 b. Durch
vergleichsweise sehr leichte Setzschläge genau dosiert den erzeugten Öldruck werden das Auslaßventil 11
durchgeführt werden können. Damit ist mit einer 40 geschlossen und das Einlaßventil 12 geöffnet. Außersolchen
Steuerung die Ausführung leichter Setzschläge dem bewegt sich der zweite auf das Einlaßventil 11
zum Richten, Biegen, Prägen, Stauchen und Kalibrie- wirkende Kolben, der einen verringerten Hub aufren
möglich. weist und dessen Einzelheiten später noch näher be-
Das Ausführen von leichten Richtschlägen ist ins- schrieben werden sollen.
besondere dann beispielsweise erforderlich, wenn 45 Die Druckluft kann nun in den oberen Zylindernochwarme,
aber bereits fertig entgratete Werkstücke raum strömen und den Bär 2 nach abwärts schleulediglich
gerichtet werden müssen, weil das Werk- dem. Bei dieser Abwärtsbewegung bewegt sich der
stück beim Entgraten etwas verformt worden ist. Steuerschieber 7 in Achsrichtung nach links, da er
Führt man dabei einen zu starken Schlag aus, dann durch die Feder 23 e der schrägen Steuerkante des
kann sich ein neuer Grat bilden, der zu einem er- 5o Bären 2 über den Säbelhebel 16 folgend nach links
neuten Entgratungsvorgang zwingt, wobei wiederum gedrückt wird.
Verformungen auftreten können, die durch einen Sobald die schräge Steuerkante des Schiebers 7
Richtschlag ausgeglichen werden müssen. die Bohrung 9 überläuft, bricht der Öldruck am Ein-
Erfindungsgemäß wird die aufgezeigte Aufgabe ge- laßventil 12 zusammen. Das Einlaßventil 12 schließt
löst durch einen Steuerschieber in funktionsmäßig 55 wieder, und die Füllung des oberen Zylinderraums ist
solcher Anordnung, daß er die Wirkung des Dreh- beendet.
Längs-Schiebers ausschaltet, und durch einen bei Be- Das Druckmittel expandiert nun in dem allseitig
tätigung dieses Steuerschiebers beaufschlagten Zusatz- geschlossenen oberen Zylinderraum. Unter der Exkolben
zum Hauptbetätigungskolben des Einlaß- pansion des Druckmittels bewegt sich der Hammerventils.
60 bär 2 weiter nach unten und trifft schließlich auf das Mit dieser Maßnahme wird erreicht, daß man bei auf dem Amboß 1 liegende Werkstück auf. Das
ventilgesteuerten Schmiedehämmern die leichten Rückschlagventil 17 hält in den Leitungen zwischen
Schläge oder die leichte Pressung mit Sicherheit er- dem Rückschlagventil und der Bohrung 8 weiterhin
reichen kann, erne Aufgabe, die mit den bekannten so lange den Druck, bis die gerade Steuerkante des
Einrichtungen, auch wenn ein ständiger Druckmittel- 65 Schiebers 7 die Bohrung 8 freigibt. Dann bricht auch
fluß durch das Einlaßventil bis zum Aufsetzen des hier der Druck zusammen, und das Auslaßventil 11
Bären auf das Werkstück aufrechterhalten wurde, öffnet sich,
nicht zu lösen war. Der Bär wird nunmehr durch das im unteren
Zylinderraum befindliche, nicht gesteuerte Druckmittel in seine obere Ausgangsstellung zurückgeführt.
Die Schlagstärke ist abhängig von der Stellung des Fußpedals 6. Wird das Fußpedal 6 nach dem Schlag
wieder freigegeben, dann bleibt der Bär in seiner oberen Ausgangsstellung. Bleibt das Fußpedal 6 dagegen
niedergetreten, so führt der Hammer Reihenschläge im Selbstgang so lange aus, bis das Fußpedal
6 wieder losgelassen wird.
Wird das zweite Fußpedal 18 niedergetreten, so wird der Schieber 19 axial nach oben bewegt. Dadurch
werden die Bohrungen 20 und 21 abgeschlossen und die Bohrungen 22 und 23 (vgl. F i g. 1 a)
geöffnet. Das im Betätigungskreis umlaufende Druckmittel, vorzugsweise ein Hydrauliköl, wird von der
Pumpe 22 α zum Schieber 19 und von dort aus zum Steuerschieber 7 über die Leitungen 23 α und 10 b
und weiter zum Auslaßventil 11 über die Leitung zwischen der Bohrung 8 und dem Auslaßventil 11
gefördert. Vom Auslaßventil 11 gelangt dieses Druck- ao
mittel zum Rückschlagventil 17, über welches der Ölumlauf unterbrochen wird.
Da die Bohrung 23 geöffnet wurde, gelangt Öl von der Pumpe 22 α über Leitung 15 nur zu dem Zusatzkolben
24 (Fig. 2), welches sich im Einlaßventildeckel befindet und in seinem Hub begrenzt ist. Dadurch
wird das Einlaßventil 12 nur gering geöffnet. Sobald sich der Öldruck aufbaut, schließt sich als
erstes das Auslaßventil 11, dann öffnet der Zusatzkolben 24 das Einlaßventil 12.
Das Druckmittel strömt jetzt gedrosselt in den oberen Zylinderraum und bewirkt einen langsamen
Abwärtsgang des Hammerbären 2 und damit einen leichten Schlag auf das auf dem Amboß liegende
Schmiedegut.
Die dabei auftretende Bewegung des Steuerschiebers 7 ist wirkungslos, da er nicht gedreht wird.
Bleibt das Fußpedal 18 durchgetreten, so bleibt der Bär 2 auf dem auf dem Amboß liegenden
Schmiedestück liegen. Er übt einen gewissen Druck auf das Schmiedestück aus, der beispielsweise zum
Niederpressen desselben Verwendung findet. Wird das Fußpedal 18 freigegeben, dann kehrt der Bär 2
in seine obere Ausgangsstellung zurück.
Die Schlagstärke ist dabei nicht von der Stellung des Fußpedals 18 abhängig, sondern von der Hubgröße
des Zusatzkolbens 24, die einstellbar ist. Mit dem Fußpedal 18 können nur Einzelschläge ausgeführt
werden.
In F i g. 2 ist die bevorzugte Ausführungsform dargestellt.
Das Einlaßventil weist einen Ventilteller 25 auf, der auf dem Ventilsitz 26 in dem am Hammer
befestigten Ventilgehäuse aufsitzt. Dieser Ventilteller 25 wird gegen die Wirkung der Feder 27 dadurch in
die Öffnungsstellung verbracht, daß man das Druckmittel, beispielsweise Hydrauliköl, durch die Anschlußleitung
28 in den Raum 29 eintreten läßt, wo dieses Druckmittel auf die Oberseite des Kolbens 30
wirkt, und damit den Ventilteller 25 vom Ventilsitz löst.
Gemäß der in dieser Figur wiedergegebenen Ausführungsform sitzt in dem Raum 29 der zweite Kolben
24, der mit einer Kolbenstange 31 frei auf dem oberen Ende des Kolbens 30 aufruht. Auf die Oberseite
dieses Kolbens 24 kann das Druckmittel des zweiten Betätigungskreises über den Anschluß 32 aufgegeben
werden, wodurch der Ventilteller 25 ebenfalls von seinem Ventilsitz 26 abgehoben wird. Allerdings
ist der Hubweg dieses Kolbens 24 beispielsweise durch eine Schraube 34 begrenzt, die auf eine
Kolbenstange 33 aufgeschraubt ist. Diese Schraube setzt sich bei Bewegung des Kolbens 24 auf die
Außenseite des Gehäuses oder einen festen Anschlag und verhindert dadurch eine weitere Bewegung des
Kolbens 24 in dem Zylinder 29 nach unten. Die Rückstellung des Kolbens 24 erfolgt durch durch die
Leitung 28 eingeführtes Druckmittel.
Die Schraube 34 auf der Kolbenstange 33 ist verstellbar. Damit ist auch der Hub des Kolbens 24
verstellbar. Ist dem Einlaßventil 12 an der Kolbenoberseite ein Auslaßventil an der Kolbenunterseite
zugeordnet, so wird man selbstverständlich auch an diesem Ventil einen Hilfskolben vorsehen.
Claims (3)
1. Mit expansiblem Druckmittel betriebener, ständig rückzugbeaufschlagter Schmiedehammer
mit einem gesteuerten Einlaß- und einem gesteuerten, von ihm durch ein Rückschlagventil getrennten
Auslaßventil und mit einem Dreh-Längs-Schieber, dessen Längsbewegung über ein Steuerschwert
und dessen Drehbewegung über einen Fußhebel erzeugt wird, wobei ein ständiger Druckmittelfluß durch das Einlaßventil bis zum
Aufsetzen des Bären auf das Werkstück erhalten bleibt, gekennzeichnetdurch einen weiteren
Steuerschieber (19) in funktionsmäßig solcher Anordnung, daß er die Wirkung des Dreh-Längs-Schiebers
(9) ausschaltet, und durch einen bei Betätigung des Steuerschiebers (19) beaufschlagten
Zusatzkolben (24) zum Hauptbetätigungskolben (30) des Einlaßventils (12).
2. Schmiedehammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Zusatzkolbens
(24) zum Hauptbetätigungskolben (30) des Einlaßventils (12) ein zweites Einlaßventil vorgesehen
ist, dessen Durchflußquerschnitt kleiner ist als der Normaldurchflußquerschnitt des Einlaßventils
(12).
3. Schmiedehammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des
Durchflußquerschnittes der Hub des Zusatzkolbens (24) bzw. der Durchflußquerschnitt des
zweiten Einlaßventils einstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964B0078318 DE1294327B (de) | 1964-08-29 | 1964-08-29 | Mit expansiblem Druckmittel betriebener Schmiedehammer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964B0078318 DE1294327B (de) | 1964-08-29 | 1964-08-29 | Mit expansiblem Druckmittel betriebener Schmiedehammer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1294327B true DE1294327B (de) | 1969-05-08 |
Family
ID=6979823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964B0078318 Withdrawn DE1294327B (de) | 1964-08-29 | 1964-08-29 | Mit expansiblem Druckmittel betriebener Schmiedehammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1294327B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE470208C (de) * | 1927-07-26 | 1929-01-09 | Hans Beche Dipl Ing | Sicherheitsvorrichtung fuer Dampf- bzw. Lufthaemmer |
| DE954931C (de) * | 1953-08-02 | 1956-12-27 | Schloemann Ag | Steuervorrichtung fuer hydraulische Pressen, insbesondere Schmiedepressen |
| DE1059744B (de) * | 1953-06-13 | 1959-06-18 | Beche & Grohs G M B H | Krafthammersteuerung |
| AT223458B (de) * | 1959-07-10 | 1962-09-25 | Boehler & Co Ag Geb | Schaltventil für Schmiedehämmer |
| DE1147831B (de) * | 1959-12-17 | 1963-04-25 | Beche & Grohs G M B H | Krafthammer-Steuerung |
-
1964
- 1964-08-29 DE DE1964B0078318 patent/DE1294327B/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1147831B (de) * | 1959-12-17 | 1963-04-25 | Beche & Grohs G M B H | Krafthammer-Steuerung |
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