DE1293335B - Schaltungsanordnung fuer kontaktlose Steuerbausteine - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer kontaktlose SteuerbausteineInfo
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Description
In der kontaktlosen Steuer- und Regeltechnik ist Reihenschaltung — vorzugsweise in den Schaltkreis
es neuerdings üblich, die zum Aufbau der Steuerung integriert — in an sich bekannter Weise eine bezügbenötigten
Steuerbausteine in der sogenannten inte- lieh der Betriebsstromversorgung in Sperrichtung gegrierten
Schaltkreistechnik auszuführen, besonders polte Diode geschaltet ist, deren Anschluß an den
um das Bauvolumen solcher Steuerbausteine, z. B. 5 den Kollektor des einen mit dem Emitter des anderen
von Gattern, möglichst klein zu halten und um die Transistors verbindenden Stromleiter in an sich beAusfallraten
zu vermindern. Bei dieser integrierten kannter Weise den Ausgang der Schaltungsanordnung
Schaltkreistechnik bzw. Festkörperschaltkreistechnik bildet.
ist es weiter üblich, den Ausgang als sogenannten Es wäre zwar möglich, diese Diode auch durch
»totem-pole«-Ausgang aufzubauen, d. h. im Aus- io einen Widerstand zu ersetzen; dieser aber würde
gangskreis der Schaltkreise zwei mit ihren Schalt- lediglich bei auftretenden Störspannungen die einstrecken
in Reihe geschaltete, an der Speisestrom- tretende Signalverzögerung verringern, nicht aber die
quelle liegende Transistoren, vorzugsweise Silizium- gleichzeitig auftretende Überspannung beseitigen.
Planar-Transistoren, vorzusehen. Derartige integrierte Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nach-Festkörperschaltkreise
mit »totem-pole«-Ausgang 15 stehend an Hand von drei Figuren näher erläutert,
sind empfindlich gegen Störspannungen. Treten bei- Die F i g. 1 veranschaulicht vier Gatterbausteine G1
spielsweise positive Störspannungen auf einer Ver- bis G4, die je gleichartig, aber auch verschiedenbindungsleitung
zwischen dem Ausgang des einen artig aufgebaut sein können; es kann sich um und dem Eingang des folgenden Schaltkreises auf, so Odergatter, Umkehrstufen, Zeitkippstufen oder um
ergeben sich am Ausgang der »totem-poleÄ-Schaltun- 20 Undgatter handeln. Das veranschaulichte Gatter G2
gen Überspannungen vom doppelten Wert der Speise- beispielsweise ist ein Undgatter und in allen
spannung, was einmal zur Zerstörung der Halbleiter- seinen Schaltungseinzelheiten wiedergegeben Bei
bauelemente und zum anderen zu Signalverzögerun- den Gattern G1 und G3 ist lediglich der bei allen
gen führen kann, die um ein Vielfaches größer sind Gattern gleichartig aufgebaute Ausgangskreis veranals
die kreiseigenen Verzögerungszeiten. 25 schaulicht, und zwar der sogenannte »totem-pole«-
Zum Schütze von Transistoren gegen anliegende Ausgang, bei dem jeweils zwei mit ihren Schaltunzulässig
hohe Spannungen ist es aus der deutschen strecken in Reihe geschaltete und über einen Wider-Auslegeschrift
1 080 215 bekannt, der Schaltstrecke stand an der Speisestromquelle liegende Siliziumdes
Transistors, d.h. der Kollektor-Emitter-Strecke Planar-Transistoren vorgesehen sind. Der AusgangA
dieses Transistors, eine Zenerdiode parallel zu schal- 30 des Gatter G1 bzw. der Ausgang B des Gatters G3 ist
ten. Weiterhin ist es bei Schaltungen, die im Aus- jeweils in der Reihenschaltung der beiden Transistogangskreis
die Reihenschaltung zweier Transistor- ren T2 und T3 an die Verbindungsstelle zwischen
Schaltstrecken und eines gemeinsamen Arbeitswider- Emitter des einen und Kollektor des anderen Transtandes
aufweisen (totem-pole-Ausgangsschaltung), sistors angeschlossen. In die Reihenschaltung ist häubereits
bekannt, zur Vermeidung von Überspan- 35 ng noch die Diode D eingefügt,
nungen über die eine Schaltstrecke eine bezüglich Der Ausgang A des Gatters G1 sei im Rahmen der
der Betriebsstromversorgung in Sperrichtung gepolte Steueraufgabe mit dem Eingang E2 des Gatter G2 verDiode
zu schalten, deren Anschluß an den den KoI- bunden; ebenso sei der Ausgang B des Gatters G3 mit
lektor des einen mit dem Emitter des anderen Tran- dem Eingang E des Gatters G4 verbunden. Beim Aufsistors
verbindenden Stromleiter den Ausgang der 40 bau solcher Steuerungen ist es nicht immer möglich,
Schaltungsanordnung bildet (deutsche Auslegeschrift die nacheinander anzusteuernden Steuerbausteine
1 098 996). auch räumlich, unmittelbar benachbart, nebeneinan-Im Gegensatz zu den vorgenannten bekannten An- der anzuordnen. Vielmehr tritt häufig der Fall auf,
Ordnungen befaßt sich die vorliegende Erfindung mit daß der Ausgang eines Steuerbausteins, z. B, des Gatder
Aufgabe, Überspannungen und überdies das Auf- 45 ters G1, mit einem Eingang eines räumlich weit enttreten
von Signalflußverzögerungen bei hinterein- fernten anderen Steuerbausteins, z. B. des Gatters G2,
andergeschalteten Steuerbausteinen mit totem-pole- verbunden werden muß. Nimmt man weiter an, daß
Ausgang infolge kapazitiver Kopplungen zwischen die Gatter G1 und G3 in räumlicher Nachbarschaft
den Verbindungsleitungen von bzw. zu solchen Bau- innerhalb eines Steuerschrankes untergebracht sind
steinen zu verhindern bzw. unwirksam zu machen. 50 und daß deren Ausgänge A bzw. B Eingänge von wei-Demgemäß
bezieht sich die Erfindung auf eine ter entfernt liegenden Steuerbausteinen, nämlich die
Schaltungsanordnung für kontaktlose, in integrierter Eingänge der Gatter G2 bzw. G4, belegen sollen, so
Schaltkreistechnik ausgebaute Steuerbausteine, deren muß eine Verbindungsleitung vom Ausgang A des
Ausgangskreis zwei mit ihren Schaltstrecken in Reihe Gatters G1 zum Eingang des Gatters G2 und anderergeschaltete,
an der Speisestromquelle liegende Tran- 55 seits eine Verbindungsleitung vom Ausgang B des
sistoren in totem-pole-Ausgangsschaltung enthält und Gatters G3 zum Eingang des Gatters G4 verlegt werbei
denen der Ausgang des einen Bausteins einer den. In solchen Fällen ist es üblich, die Verbindungs-Bausteingruppe
jeweils mit dem Eingang eines fol- leitungen parallel zueinander in einem Kabelbaum
genden Bausteins einer weiteren Bausteingruppe über zusammenzufassen. Dann besteht aber eine kapazieine
Vieldrahtverbindungsleitung (Kabel) galvanisch 60 tive Kopplung zwischen den beiden Verbindungsverbunden
ist. Bei einer solchen Schaltungsanord- leitungen bzw. zwischen den beiden Punkten A, B.
nung besteht die Erfindung darin, daß zur Beseiti- Diese kapazitive Kopplung soll in der F i g. 1 durch
gung der durch kapazitive Kopplungseinflüsse zwi- den Kondensator C1 angedeutet sein,
sehen den einzelnen parallel verlaufenden Verbin- Bei der weiteren Betrachtung mögen zunächst die
dungsleitern auftretenden Signalverzögerungen und 65 Dioden D2 in den Gattern G1 und G3 als nicht vorerzeugten
Überspannungen jeweils parallel zu der aus handen gelten. Befinden sich die Ausgänge A bzw. B
der Schaltstrecke des einen Transistors und dem der Gatter G1 und G3 infolge einer Steuermaßnahme
Arbeitswiderstand beider Transistoren bestehenden auf ihren nicht weiter dargestellten Eingangskreis auf
hohem (positiven) Potential, sind also die Transistoren
T3 der Gatter G1 und G3 gesperrt, dann würde
beim Schalten des Gatters G1 durch eine entsprechende Eingangssteuermaßnahme zum Zeitpunkt ix (F i g. 2)
das Potential am Ausgang A des Gatters G1 von -τ Vcc auf 0 Volt absinken und beim Zurückschalten
zum Zeitpunkt t2 wieder auf das Betriebspotential
+ Vcc ansteigen. Wird danach zum Zeitpunkt i3 der
Transistor T3 des Gatters G3 durchlässig gesteuert, so
sollte das Potential + Vcc am Ausgang B dieses Gatters
eigentlich sofort auf 0 Volt absinken und damit das Gatter G4 sperren. Die Spannung am Ausgang B
des Gatters G3 folgt aber im Zeitpunkt tt wegen der
vorhandenen kapazitiven Kopplung (Kondensator C1)
dem Spannungssprung am Ausgang^, geht also kurzzeitig gegen 0 Volt, steigt dann aber wieder rasch auf
das Potential + Vcc, wobei sich der Kondensator C1
in der angegebenen Pfeilrichtung über den Widerstand R des Gatters G3 auflädt. Wenn im Zeitpunkt t2
die Spannung am Ausgang A des Gatters G1 — wie
zuvor erläutert — auf das Potential Vcc springt, dann
erscheint am Ausgang B des Gatters G3 derselbe Spannungssprung. Dieser addiert sieh aber zu der
bereits dort vorhandenen Spannung, so daß am Punkt B die doppelte Versorgungsspannung bzw. Betriebsspannung
2 · Vcc erscheint. Diese erhebliche
Überspannung kann hoch genug sein, um die Planarstrukturen der Transistoren zu zerstören, was zu Ausfällen
führt. Die Ladung am Kondensator C1 kann nämlich nicht abfließen, da vom Punkt B aus betrachtet
sämtliche Transistoren und Dioden sperren. Erst zum Zeitpunkt t3, zu welchem der Transistor T3
des Gatters G3 durchgesteuert werden möge, ist eine Entlademöglichkeit für den Kondensator C1 gegeben.
An den Ausgängen A und B treten dann die aus Fig. 2 zum Zeitpunkt t2 ersichtlichen Spannungssprünge auf; aber erst dann, wenn die Spannung am
Ausgang B nach Entladung des Kondensators C1 zu Null geworden ist, kann das Signal am Ausgang^
den Eingang des Gatters G2 ansteuern, also erst zum Zeitpunkt f4.
Wird dagegen erfindungsgemäß, wie in der F i g. 1 veranschaulicht und in F i g. 3 diagrammatisch dargestellt,
jeweils der Gatterausgang A bzw. B über die in Sperrichtung gepolte Diode D2 mit dem Betriebspotential
-\-Vcc der Speisespannungsquelle verbunden,
so wird, da damit über die Diode D2 Entlademöglichkeiten
für den Kondensator C1 geschaffen sind, die Überspannung zum Zeitpunkt t2 auf die
Durchlaßspannung der Diode D2 begrenzt und die Signalverzögerung wesentlich vermindert. Um die
Entladezeitkonstante für den Kondensator C1 möglichst klein zu halten, ist als Diode D2 eine Diode mit
in Durchlaßrichtung möglichst kleinem innerem Widerstand zu wählen.
Da die Diode D2 einerseits an den Bausteinausgang
und andererseits an das Betriebspotential +Vcc angeschlossen
werden soll, beide Bausteinanschlüsse aber auch außerhalb des Bausteins zugänglich sind,
kann der »totem-pole«-Ausgang eines solchen integrierten Schaltkreises jederzeit mit der Diode D2
nachgerüstet werden. Vorteilhaft ist es jedoch, auch die Diode D2 — wie alle anderen Halbleiterelemente—
in die Schaltung zu integrieren.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung für kontaktlose, in integrierter Schaltkreistechnik aufgebaute Steuerbausteine, deren Ausgangskreis zwei mit ihren Schaltstrecken in Reihe geschaltete, an der Speisestromquelle liegende Transistoren in totem-pole-Ausgangsschaltung enthält und bei denen der Ausgang des einen Bausteins einer Bausteingruppe jeweils mit dem Eingang eines folgenden Bausteins einer weiteren Bausteingruppe über eine Vieldrahtverbindungsleitung (Kabel) galvanisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beseitigung der durch kapazitive Kopplungseinflüsse zwischen den einzelnen parallel verlaufenden Verbindungsleitern auftretenden Signalverzögerungen und erzeugten Überspannungen jeweils parallel zu der aus der Schaltstrecke des einen Transistors und dem Arbeitswiderstand beider Transistoren bestehenden Reihenschaltung — vorzugsweise in den Schaltkreis integriert —, in an sich bekannter Weise eine bezüglich der Betriebsstromversorgung in Sperrichtung gepolte Diode geschaltet ist, deren Anschluß an den den Kollektor des einen mit dem Emitter des anderen Transistors verbindenden Stromleiter in an sich bekannter Weise den Ausgang der Schaltungsanordnung bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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