DE1292566B - Paraffiniervorrichtung - Google Patents
ParaffiniervorrichtungInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Paraffinier- zu paraffinierenden Faden auf. Mit zunehmender
Vorrichtung, bei welcher der zu paraffinierende Fa- . Abnutzung des Paraffinkörpers verringert sich das
den über die Stirnfläche eines drehbaren Paraffin- Eigengewicht und somit auch die Umschlingung des
körpers geführt und mittels außerhalb des Paraffin- Fadens, so daß hier ebenfalls eine gleichmäßige
körpers angeordneter Führungen an den Paraffin- 5 Paraffinierung nicht gewährleistet ist.
körper anpreßbar ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
körper anpreßbar ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Für gewisse Arbeitsvorgänge in der Textilindustrie, Paraffiniervorrichtung der eingangs beschriebenen
beispielsweise zum Wirken und Stricken, ist es zur Art dahingehend zu verbessern, daß unabhängig von
Erzielung besserer Lauf- und Gleiteigenschaften er- der Abnutzung des Paraffinkörpers ein gleichmäßiger
forderlich, die Reibung des Fadens herabzusetzen, io Paraffinierungseffekt erreicht wird. Die Lösung dieser
wobei hier und im folgenden der Begriff »Faden« Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß der
nicht eng aufgefaßt sein soll, sondern außer einem Paraffinkörper mit seiner vom Faden bestrichenen
Einzelfaden z.B. auch einen Doppelfaden oder zwei Seite ständig an einen mit den Fadenführungen ver-
oder mehrere verzwirnte oder verflochtene Fäden bundenen Gegenhalter außerhalb des vom Faden
umfassen soll. Die Verminderung der Fadenreibung 15 bestrichenen Bereiches anpreßbar gelagert ist. Durch
wird größtenteils dadurch erreicht, daß der Faden eine derartige Lagerung des Paraffinkörpers-ist der
während des Umspulgiis von Spinnkopsen, auf Kreuz- Paraffinierungseff ekt unabhängig von dem' kleiner
spulen oder Flaschenspuleh pafaffiniert wird. Hierzu werdenden Paraffinkörper, da der Vorschub des
sind Paraffiniervorrichtungen bekanntgeworden, bei Paraffinkörpers entsprechend dem Verbrauch erfolgt,
denen der Faden zwischen einer Auflagefläche und ao Dennoch ist eine klemmstellenfreie Anpressung des
einem darauf liegenden Paraffinkörper hindurch- Fadens an den Paraffinkörper gewährleistet. Es ist
gezogen wird. Um ein einseitiges Abarbeiten des somit tatsächlich eine Paraffiniervorrichtung geschaf-Paraffinkörpers
und das Bilden von Riefen zu ver- fen, die bei Memmsiellenfreier Anlage des Fadens
hindern, kann entweder der Paraffinkörper durch an den Paraffinkörper eine konstante Paraffinierung
geeignete Mittel zwangläufig oder aber durch den «5 des Fadens erreicht, welche unabhängig ist von der
Faden zufolge seines sehnenartigen Verlaufes in be- Größe des Paraffinkörpers oder der Kraft zum Vorzug
auf den Paraffinkörper selbsttätig in Drehung schub bzw. zum Anpressen des Paraffins an den
versetzt werden. Derartige Paraffiniervorrichtungen Faden oder an den Gegenhalter. Die Anpressung
haben jedoch den Nachteil, daß der Faden min- des Paraffinkörpers an den. Gegenhalter, oder
destens eine Klemmstelle durchlaufen muß, wodurch 30 umgekehrt, kann durch einen an sich bekannten
selbst bei geringfügigen Querschnittsänderungen des Kraftspeicher erf olgin,-ζ." B. meeltanisch mittels Feder
Fadens ein Bruch-.eiatr.eten Jcann. -Darüber hinaus oder Gewicht eder aber-hydraulisch, pneumatisch,
hat sich aber auch gezeigt, daß an den Klemmstellen magnetisch usw. ..-..-
das Haftenbleiben von Fäserchen und Staub begün-r:-'; Um den ParaffinierüngseÖekt zu vergrößern-, kann
stigt wird, die dann regelrechte Klumpen bilden. 35 der Paraffinkörper eine Ausnehmung aufweisen, in
Diese Faseransammlungen können entweder vom Fa- die mindestens eine zusätzliche Führung für den
den mitgenommen und aufgespult werden oder den Faserstrang hineinragt. Zur Regelung bzw. Einstel-Faden
festhalten und abreißen. lung des Paraffinierungseffektes können die Führun-
Um diese Nachteile zu vermeiden, sind bereits gen gegenüber den Auflageflächen des Paraffinkör-Paraffiniervorrichtungen
bekanntgeworden, bei wel- 40 pers -am Gegenhalter in der Höhe einstellbar sein,
chen der Faden ohne Klemmstellen über die Stirn- Besonders vorteilhaft ist es, wenn die einzelnen Fühfläche
eines drehbafjiri:;:Par.affinkörpers geführt und: , -rungen. für den Faden.einzeln: einstellbar sind. Damittels
außerhalb des Paraffinkörpers angeordneter durch wird eine größere Anzahl von Variations-Führungen,
die gegenüber seiner Stirnfläche zurück- möglichkeiten des Paraffinierungseffektes geschaffen,
liegen, an den Paraffinkörper anpreßbar ist. Es hat 45 Die Erfindung ist grundsätzlich für die verschiesich
jedoch gezeigt, daß der Paraffinierungseffekt bei densten Formen des Paraffinkörpers anwendbar,
derartigen Vorrichtungen äußerst unzureichend und Wird jedoch für die Paraffiniervorrichtung ein zylinvor
allem ungleichmäßig ausfällt. Die Paraffin- drischer Paraffinkörper mit axialer Ausnehmung veraufnahme
des Fadens hängt dabei von dem Auflauf- wendet, so ist es vorteilhaft, wenn die Führungen
winkel des Fadens auf den Paraffinkörper ab, also 50-derart versetzt sind, daß" der Faden in an sich bevon
dem Betrag, um welchen die Führungen für den kannter Weise exzentrisch über den Paraffinkörper
Faden gegenüber der Stirnfläche des Paraffinkörpers geführt wird. Dadurch wird im Paraffinkörper die
zurückliegen. Durch.jäie Abtragung von Paraffin . Bildung radialer Riefen oder Nuten, die beispielsdurch
den Faden wird dieser Betrag immer geringer weise durch eine plötzliche Spannungszunahme im
und demgemäß audh;der.. Paraffinierungseff ekt. Zwar 55 .Faden entstehen, können, vermieden,
ist in einer bekannten Vorrichtung die axiale Lage Um einen nahezu verbrauchten oder abgearbei-
ist in einer bekannten Vorrichtung die axiale Lage Um einen nahezu verbrauchten oder abgearbei-
des Paraffinkörpers mit Hilfe einer Stellschraube ver- teten Paraffinkörper auswechseln zu können, ist es
stellbar, jedoch müßte, um eine möglichst durch- zweckmäßig, wenn^ entweder der Gegenhalter, vorgehend
gleichmäßige Paraffinierung des Fadens zu zugsweise gemeinsam mit den Führungen, und/oder
erzielen, die axiale Lage des Paraffinkörpers bereits 60 der Paraffinkörper ausschwenkbar gelagert sind. Um
nach äußerst geringer Abarbeitung wieder von Hand dem Bedienungspersonal das Überwachen auf abnachgestellt werden, gearbeitete Paraffinkörper zu erleichtern, kann eine
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung, bei wel- an sich bekannte, in Abhängigkeit von einem eincher
der Faden ohne Klemmstellen über die Stirn- stellbaren Paraffinvorrat steuerbare Signalvorrichfläche
eines drehbaren Paraffinkörpers geführt und 65 tung, beispielsweise eine Signallampe, vorgesehen
mittels außerhalb des Paraffinkörpers angeordneter sein.
Führungen an den Paraffinkörper anpreßbar ist, liegt An Hand einiger Ausführungsbeispiele sei die Erder
Paraffinkörper durch sein Eigengewicht auf dem findung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt einen teilweisen Schnitt durch eine Ausführungsform der Paraffiniervorrichtung gemäß
der Linie I-I der F i g. 3;
F i g. 2 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie II-II
in F i g. 1 und S
Fig.3 einen Schnitt gemäß der LinieIII-III der
il
Es ist zu erkennen, daß der Faden F über die Stirnfläche eines zylinderförmigen Paraffinkörpers 1
mit einer koaxialen Ausnehmung 2 quadratischen Querschnitts geführt wird. Der Paraffinkörper sitzt
mit seiner Ausnehmung axial verschiebbar auf einem VierkantbolzenS, der von einem Motor 4 gedreht
wird. Eine Feder 5 drückt den Paraffinkörper über eine Zwischenscheibe 5 α in Richtung des Fadens.
Die Lage der vom Faden bestrichenen Stirnfläche des Paraffinkörpers zum Fadenlauf ist durch die vorzugsweise
ballig ausgebildeten Auflageflächen 6 a eines Gegenhalters 6 fixiert.
Der Gegenhalter 6 endet in drei Fortsätzen 7, 8 und 9, an denen die Fadenführungen 10,11 und 12
angeordnet und die gegenüber der Stirnfläche des Paraffinkörpers zurückversetzt sind. Die Führungen
10,11 und 12 besitzen schräge Anlaufflächen, die das selbsttätige Einführen des Fadens in die Fadenführungen
gestatten. Der Gegenhalter 6 ist um einen Bolzen 13 schwenkbar gelagert und wird von einer
Blattfeder 14, die auf sein rechtes Hebelende 15 drückt, an einen Anschlagbolzen 16 angepreßt, wodurch
seine Lage fixiert ist. Es ist zu erkennen, daß durch die Erfindung eine Paraffiniervorrichtung geschaffen
ist, die bei klemmstellenfreier Anlage des Fadens F an die Stirnfläche des Paraffinkörpers 1
eine konstante Paraffinierung des Fadenstranges ermöglicht, welche unabhängig ist von der Größe des
Paraffinkörpers oder der Kraft zum Vorschub bzw. zum Anpressen des Paraffins an den Faden oder an
den Gegenhalter.
Das Auswechseln abgelaufener bzw. abgearbeiteter Paraffinrollen kann in besonders einfacher Weise
dadurch geschehen, daß der Gegenhalter 6 um den Bolzen 13 geschwenkt, der abgearbeitete Paraffinring
gegen einen neuen ausgetauscht und der Gegenhalter freigegeben wird, so daß er durch die Kraft der Feder
14 wieder in seine Arbeitslage zurückkehrt.
F i g. 4 zeigt im wesentlichen die gleiche Ausführung der Paraffiniervorrichtung gemäß den F i g. 1
bis 3, jedoch sind die Fadenführungen 10,11 und 12 derart gegenüber der Mittellinie M versetzt, daß der
Faden in an sich bekannter Weise exzentrisch über den Paraffinkörper geführt wird. Durch die exzentrische
Lage der Fadenführungen wird die Bildung von radialen Riefen oder Nuten im Paraffinkörper,
die beispielsweise durch plötzliche Spannungszunahme im Faden entstehen können, vermieden.
Darüber hinaus ist in dieser F i g. 4 eine andere Möglichkeit der Anpressung des Paraffinkörpers an den
Gegenhalter 6 gezeigt sowie eine mit dieser Einrichtung verbundene Signaleinrichtung, die, wie ebenfalls
bereits bekannt, in Abhängigkeit von einem einstellbaren Paraffinvorrat steuerbar ist. Der Arm 17 a
eines dreiarmigen Hebels 17 steht unter der Wirkung einer Zugfeder 18, wodurch der Hebelarm 17 b den
Paraffinkörper 1 in Richtung des Gegenhalters 6 drückt und an diesen anpreßt. Dem Arm 17 c des
dreiarmigen Hebels 17 ist ein vorzugsweise einstellbarer Kontakt 19, der an einer Stromquelle 20 angeschlossen
ist, gegenübergestellt. Über eine Signalvorrichtung, beispielsweise eine Signallampe 21, ist
der Arm 17 c des dreiarmigen Hebels 17 mit dem zweiten Pol der Stromquelle verbunden. Entsprechend
der Abtragung des Paraffins durch den Faden dreht sich der dreiarmige Hebel 17 im Sinne
des Uhrzeigers, wodurch sich die beiden Kontakte 19 und 22 nähern und schließlich geschlossen werden.
Die Signallampe 21 leuchtet auf, und dem Bedienungspersonal wird angezeigt, daß der Paraffinring
auszuwechseln ist.
Fig.5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der
Erfindung, bei welchem ebenfalls ein Paraffinkörper 1 von einem Motor 4 gedreht und von einer
Feder 5 gegen die balligen Auflageflächen eines Gegenhalters 23 gedrückt wird. Mittelbar mit dem
Gegenhalter 23, und zwar über ein Gelenk 28, ist eine Halterung 29 verbunden, welche je eine Fadenführung
24 vor und hinter dem Paraffinring aufweist. Der Übersichtlichkeit halber ist in diesem Fall ein
mittig angeordneter Fadenführungsteil, der in die Ausnehmung des Paraffinkörpers 1 hineinragt, nicht
dargestellt. Seine Anordnung bereitet jedoch nach Kenntnis der Ausführungen zu F i g. 1 bis 4 keine
Schwierigkeiten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur der eine äußere Fadenführungsteil 24
erkennbar. Eine Zugfeder 30 zieht die Halterung 29 und damit der Fadenführungsteil 24 in Richtung der
Stirnfläche des Paraffinkörpers 1. Über eine Schraube 25 mit Feingewinde kann die axiale Lage der Führung
24 gegenüber dem Gegenhalter 23 und damit gegenüber der Stirnfläche des Paraffinkörpers 1 eingestellt
werden, um den Paraffinierungseffekt zu verändern. Durch leichtes Anheben bzw. Verschwenken
der Halterung 29 um das Gelenk 28 kann das Einführen des Fadens in die Führung 24 erleichtert werden.
Es ist möglich, die beiden Führungen 24 an getrennten Halterungen 29 anzuordnen und jede um
das Gelenk 28 schwenkbare Halterung 29 mit einer Schraube 25 zu versehen, um die Höhe der Fadenführungen
24 gegenüber dem Paraffinring 1 einzeln einstellen zu können. Der Motor mit dem Paraffinkörper
ist auf einem doppelarmigen Hebel 26 angeordnet, der um einen Bolzen 27 schwenkbar ist,
um das Austauschen des Paraffinkörpers vornehmen zu können. Der Motor wird durch eine Blattfeder 31,
durch welche die Stellung des Doppelhebels 26 fixiert werden kann, in seiner Arbeitslage gehalten.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung von Paraffinkörpern beschränkt, vielmehr können statt
Paraffin auch andere Glättungsmittel mit entsprechenden Eigenschaften verwendet werden.
Claims (5)
1. Paraffiniervorrichtung, bei welcher der zu paraffinierende Faden über die Stirnfläche eines
drehbaren Paraffinkörpers geführt und mittels außerhalb des Paraffinkörpers angeordneter Führungen
an den Paraffinkörper anpreßbar ist, d a durch gekennzeichnet, daß der Paraffinkörper
(1) mit seiner vom Faden (F) bestrichenen Seite ständig an einen mit den Fadenführungen
(10,11,12, 24) verbundenen Gegenhalter (6, 23) außerhalb des vom Faden bestrichenen Bereiches
anpreßbar gelagert ist.
2. Paraffiniervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Paraffinkörper (1)
eine Ausnehmung (2) aufweist, in die min-
destens eine zusätzliche Führung (11) für den Faden (F) hineinragt.
3. Paraffiniervorrichtung nach Ansprach 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (10,11,12,24) gegenüber den Auflageflächen
(6 ώ) des Paraffinkörpers am Gegenhalter (6,23) in der Höhe einstellbar sind.
4. Paraffiniervorrichtung nach Anspruch 3, da*
durch gekennzeichnet, daß die außerhalb und innerhalb des Paraffinkörpers vorgesehenen Führungen
(10,11,12,24) einzeln einstellbar sind.
5. Paraffiniervorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß entweder der
Gegenhalter, vorzugsweise gemeinsam mit den Führungen (10,11,12,24), und/oder der Paraffinkörper ausschwenkbar gelagert sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (6)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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