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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kanne zum Zubereiten und Warmhalten
von Getränken, wie Kaffee od. dgl., mit Griff und daran befestigtem herausnehmbarem
Tauchsieder, dessen Stromzuleitung durch ein aus der Kanne vorstehendes Rohr in
ein mit dem Kannengriff verbundenes Gehäuse geführt und mit dem auf der Innenseite
des Gehäuses angeordneten Klemmen des Steckersockels verbunden ist.
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Es sind bereits Kannen zum Zubereiten von Kaffeegetränk mit einem
in die Kanne einsetzbaren Tauchsieder bekannt, der ein aus der Kanne vorstehendes
Rohr für die Stromzuleitung aufweist (deutsche Patentschrift 831897, deutsche Gebrauchsmuster
1682 897 und 1794 905).
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Weiterhin ist eine Kanne zum Zubereiten und Warmhalten von Kaffeegetränk
mit einem in die Kanne hineinragenden Tauchsieder bekannt, dessen aus der Kanne
vorstehendes Rohr in ein im Kannenhandgriff ausgebildetes Gehäuse hineinragt, dessen
eine Wand die Steckerstifte trägt, die mit dem Rohrende des Tauchsieders durch elektrische
Leiter verbunden sind, während der Anschlußstecker auf der anderen Seite der die
Steckerstifte tragenden Wand in einer zweiten Ausnehmung des Handgriffes Platz findet
(USA.-Patentschrift 2 664 811). Das Steckergehäuse ist hierbei aber mit dem Kannengriff
einstückig ausgebildet, so daß der Tauchsieder vom Kannengriff nicht getrennt werden
kann.
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Demgegenüber erhält man erfindungsgemäß eine wesentlich günstigere
Anordnung, die eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt, indem das mit dem die Stromzuführung
aufnehmenden Rohr starr verbundene Gehäuse mit seinem den Steckersockel bildenden
unteren Teil in einen vertikalen Durchbruch im horizontalen Teilstück des Kannengriffes
von oben her einsetzbar ist und in seiner Arbeitsstellung durch den von der Unterseite
des Durchbruches her in den Steckersockel einsteckbaren Stecker gehalten wird.
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Bevorzugt ist dabei eine an der Unterseite des Gehäuses angeordnete,
schwenkbare, unter Federdruck in den Steckersockel hineinragende Sperre vorgesehen,
die das Einstecken des Steckers in den Sockel verhindert, sowie ein an der Innenseite
des Durchbruches des Kannengriffes angeordneter Vorsprung, der beim Einsetzen des
Steckersockels in den Durchbruch die Sperre in die Freigabestellung bewegt.
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Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird bei einer nach dem Filterprinzip
mit Sprudelrohr arbeitenden Kaffeemaschine nicht nur der automatische Betrieb wesentlich
erleichtert, sondern deren arbeitende Teile können auch zur vollständigen Reinigung
von der Kanne abgenommen und voll untergetaucht werden.
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Beim Auseinandernehmen der Kaffeemaschine wird der Stecker aus dem
Sockel nach unten herausgezogen und der Kannendeckel abgenommen. Nunmehr kann man
die gesamte Tauchheizeinrichhuig aus der Kanne herausheben, wobei der Steckersockel
aus dem Durchbruch des Kannengriffes nach oben herausnehmbar ist.
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Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird die Tauchheizeinrichtung
in der Kanne immer in die gleiche genau eingestellte Lage gebracht, wenn der obere
Teil des Rohres mit dem Gehäuse auf den Kannengriff aufgesetzt wird.
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Durch die bevorzugte Ausbildung der in den Stekkersockel hineinragenden
Sperre wird jeder Heizvorgang verhindert, wenn das Tauchheizelement nicht genau
in seiner vorbestimmten Lage sich befindet.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Diese zeigen in F i g. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Anordnung, wobei
einige Teile abgebrochen gezeichnet sind, F i g. 2 eine teilweise im Schnitt und
aufgebrochen gezeichnete Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung, F i g.
3 eine vergrößerte Teilansicht längs der Linie 3-3 der F i g.1, Fig. 4, 5 und 7
vergrößerte Teilansichten zur Wiedergabe besonderer Einzelheiten der Anordnung,
F i g. 6 eine vergrößerte Teilansicht längs der Linie 6-6 der F i g. 2, F i g. 8
eine Ansicht längs der Linie 8-8 der F i g. 2, F i g. 9 ein Schaltbild.
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In den Zeichnungen ist mit 11 eine Kanne, vorzugsweise aus Keramik,
wiedergegeben, die einen Kannengriff 12 mit einem senkrechten Durchbruch 13 aufweist,
wie man am deutlichsten aus F i g. 6 erkennt.
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Innerhalb der Kanne 11 befindet sich ein geschlossener Behälter 21
zur Aufnahme eines Hochleistungsheizkörpers 16, welcher eine in der Oberseite des
Behälters untergebrachte Heizkammer 23 zur Durchführung des Filtervorganges umgibt.
Ein Heizkörper 17 mit vergleichsweise niedriger Leistung, welcher eng von der Behälterseitenwand
umgeben ist, dient zur Zuführung von Wärme, um den gebrühten Kaffee od. dgl. auf
der gewünschten Verbrauchtemperatur zu halten. Innerhalb des Behälters 21 befindet
sich ein Thermostat TI (F i g. 2, 8 und 9), welcher den Stromkreis des Heizkörpers
16 öffnet und eine Lampe P bei Beendigung des Brühvorganges aufleuchten läßt (vgl.
F i g. 2 und 9). Ein Thermostat T (F i g. 8 und 9) schaltet gemeinsam die Heizkörper
16 und 17 von der Stromquelle bei einer höheren Temperatur ab, die beim Fehlen von
Flüssigkeiten in der Kanne oder beim Ausfall des Thermostaten TI auftreten
könnte. Der Behälter 21 ist nach Art eines Tauchsieders am unteren Ende eines Rohres
22 für die Durchführung der Stromzuleitung befestigt, die in einer Ausnehmung
42 eines Gehäuses 40 endet, welches auf dem Kannengriff 12 angebracht
werden kann. Die Ausnehmung 42 nimmt ferner die Leuchte P und die Klemmen 45 (F
i g. 6) eines Steckersockels 41 äuf, der den unteren Teil des Gehäuses 40 bildet.
Nach Verlegung der elektrischen Anschlüsse zwischen der Leuchte P und dem Leiter
24 (F i g. 9) und zwischen den Leitern 24 und 25 und den Klemmen 45 wird die Ausnehmung
42 durch Einzementieren eines Deckels 51 abgeschlossen. Eine Linse 52 im Deckel
sitzt unmittelbar über der Leuchte P.
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Der den Steckersockel 41 bildende untere Teil des Gehäuses 40 ist
so ausgebildet, daß er in den Durchbruch 13 des Kannengriffes paßt, wenn der Behälter
21 richtig in die Kanne 11 eingesetzt ist, wie man beispielsweise aus F i g. 2 ersieht.
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Nach F i g. 4 ist an der Unterseite des Gehäuses 40 in der Nähe des
Steckersockels 41 eine schwenkbare Sperre 43 angeordnet, welche durch eine
Feder 44
derart vorgespannt wird, daß sie normalerweise in den Steckersockel41
hineinragt und das Einsetzen eines Steckers verhindert. Ein Vorsprung 50 (F i g.
2 und 8) im Durchbruch 13 des Kannengriffes (F i g. 2 und 8) erfaßt die Sperre 43
und verschwenkt sie aus dieser Lage, wenn der Steckersockel 41 des Gehäuses
40
in den Durchbruch eingesetzt wird. Ein Zuleitungskabel 60 für den Tauchsieder 21,
22 enthält einen Stecker 61, dessen Eintrittsende in den Durchbruch 13 des Kannengriffes
und in den Steckersockel 41 von unten her eingeführt werden kann. Jedoch ist der
Stecker 61 so dick, daß er nicht durch den Durchbruch 13 hindurchgehen kann, wie
man aus F i g. 6 erkennt. Der Kannengriff dient somit zum Lösen des Steckers 61
vom Sockel 41, wenn das Gehäuse 40 aus dem Kannengriff entfernt wird, falls der
die Kanne Handhabende dies vor dem Herausnehmen des Tauchsieders 21, 22 aus der
Kanne 11 versäumt haben sollte.
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Die verwendete Sprudelvorrichtung besteht aus einem Steigrohr 70 mit
einem Einlaßende 71, das in die Heizkammer 23 eingeführt werden kann. Wie man aus
F i g. 5 erkennt, ist um das Einsatzende 71 eine Schale 72 angeordnet, die die obere
Öffnung der Heizkammer 23 praktisch verschließt und eine Ringreihe von Öffnungen
73 aufweist, durch die die in der Kanne befindliche Flüssigkeit in die Heizkammer
eintreten kann.
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Eine unterhalb der Scheibe 72 locker angeordnete Scheibe 74 wird durch
den innerhalb der Heizkammer erzeugten Dampfdruck angehoben und verschließt die
Öffnungen 73 und leitet somit den Sprudelvorgang ein, selbst wenn die Flüssigkeit
in der Kanne sich noch auf vergleichsweise niedriger Temperatur befindet. Das Steigrohr
70 trägt an seinem oberen oder Abgabeende ein Kaffeefilter 75 mit einer üblichen
Verteilersiebplatte 76.
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Der Kannendeckel besteht aus einem Ring 82 aus nachgiebigem oder elastischem
Kunststoff mit einem mittig eingebetteten Glasknopf 83. Ein vergleichsweise dicker
herabhängender Randteil 84 des Ringes ruht auf dem konischen Ausgußrand der Kanne
11.
Ein vergleichsweise dünner, weiter nach unten herunterhängender Randteil
85 des Ringes liefert die nötige Elastizität, damit der Wulst 86 am unteren Ende
des Randteiles 85 über eine Verengung 87 (F i g. 3) unterhalb des Abschlußtrichters
der Kanne gedrückt werden kann und damit der Deckel sicher an seinem Platz gehalten
wird. Der Deckel ist mit Kanälen 88 (F i g. 7) in den beiden gegenüberliegenden
Seiten der herunterhängenden Randteile 84 und 85 versehen, um Platz für den freien
Durchgang der Flüssigkeit aus dem Gefäß bzw. für das Tauchsiederrohr 22 zu schaffen,
sobald der Deckel aufgesetzt ist.
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Wie man aus F i g. 9 erkennt, führt eine Leitung 24 von einer Klemme
des Steckersockels 41 über den Thermostaten TI zu einer Klemme des Heizkörpers
17. Die andere Leitung 25 führt von der anderen Klemme des Steckersockels über den
Thermostaten T zu der gemeinsamen Klemme der Heizkörper 16 und 17. Die Leuchte P
liegt parallel zu den Klemmen des Thermostaten TI und daher normalerweise
im Nebenschluß.
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Wenn der Steckersockel 41 an eine Stromquelle angelegt ist, werden
die Kreise für die Heizkörper 16 und 17 geschlossen. Diese Kreise verlaufen vom
Leiter 25 durch den Thermostaten T zu der gemeinsamen Klemme der Heizkörper 16 und
17, durch den Heizkörper 16 und den Thermostaten TI in Reihe zum Leiter 24
und durch den Heizkörper 17 unmittelbar zum Leiter 24. Man erkennt somit, daß beide
Heizkörper 16 und 17 erregt werden.
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Sobald der Filtervorgang beendet ist, öffnet der Thermostat
TI den Heizkreis für den Heizkörper 16 und beseitigt den Nebenschluß zur
Leuchte P.
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Werden die Heizkörper erregt, ohne daß Flüssigkeit in der Kanne 11
vorhanden ist, oder sollte die Flüssigkeit vollständig verbraucht sein, dann öffnet
der Thermostat T den gemeinsamen Teil der Kreise durch die Heizkörper 16 und 17
und verhindert so eine mögliche Beschädigung.
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Zur Inbetriebnahme der Kanne wird der Deckel 82 von der Kanne
11 zusammen mit der gesamten Innenanordnung entfernt. Dann wird eine der
gewünschten Anzahl von Tassen entsprechende Menge Wasser in die Kanne eingefüllt
und die Inneneinrichtung wieder eingesetzt. Nunmehr wird die Verteilersiebplatte
76 von dem Kaffeefilter 75 entfernt, gemahlener Kaffee eingefüllt, die Verteilersiebplatte
wieder aufgesetzt, der Deckel auf die Kanne aufgesetzt und der Stecker 61 in den
Sockel 41 eingedrückt.
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Sobald der Filtervorgang beendet ist, beseitigt der Thermostat
TI den Nebenschluß zur Leuchte P, die nunmehr aufleuchtet und damit anzeigt,
daß der Kaffee servierfertig ist. Der Kaffee kann aus der Kanne ohne Herausnahme
des Kaffeefilters und der Sprudelvorrichtung ausgeschenkt werden, oder man kann
diese Teile gegebenenfalls auch vorher herausnehmen.
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Zum Auseinanderbauen der Kanne wird der Stekker 61 aus dem Sockel
41 herausgezogen und der Kannendeckel 82 abgenommen. Nunmehr kann man das Gehäuse
40 erfassen und die ganze innere Einrichtung herausheben. Gegebenenfalls kann man
zuerst das Filter 75 mit dem Steigrohr 70 entfernen, bevor man den Rest der Inneneinrichtung
herausnimmt. Wie bereits vorher angedeutet, können alle Teile mit Ausnahme der Zuleitungsschnur
zur vollständigen Reinigung voll untergetaucht werden.