DE1292140B - Verfahren zur Herstellung von Diallylestern der Ortho-, Iso- oder Terephthalsaeure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Diallylestern der Ortho-, Iso- oder TerephthalsaeureInfo
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- C07C67/02—Preparation of carboxylic acid esters by interreacting ester groups, i.e. transesterification
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Description
Die Herstellung von Diallylphthalaten durch säurekatalysierte Veresterung von Phthalsäuren bzw.
Phthalsäurehalogeniden mit Allylalkohol ist bekannt. Das erstere Verfahren ergibt keine hohe Ausbeute an
Diallylestern, während das letztere Verfahren darunter leidet, daß die Phthalsäure zuerst mit einem Halogenierungsmittel,
wie Phosphorpentachlorid, dessen Handhabung wegen seiner Aggressivität Schwierigkeiten
macht, umgesetzt werden muß.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Diallylester der Ortho-, Iso- und
Terephthalsäure durch Umesterung der Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylester dieser Säuren in Gegenwart
von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur3 dadurch gekennzeichnet, daß man die Umesterung mit
Allylacetat in Gegenwart von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent eines Titan- bzw. ZirkonaIkoholats beim
Siedepunkt des entstehenden Methyl-, Äthyl- oder Isopropylacetats durchfuhrt.
Als Titan- oder Zirkonalkoholat kann ein leicht verfügbares Alkoholat, wie Titanisopropylat, Titann-propylat
oder Titanisobutylat, verwendet werden. Es ist jedoch vorteilhaft, das Titan oder Zirkon in
Form des Alkoholats von Allylalkohol zu verwenden, um die Bildung eines Alkohols, wie Isopropanol
oder Isobutanol, welcher das Endprodukt verunreinigen könnte, zu vermeiden.
Es ist bevorzugt, daß einer der Reaktionsteilnehmer im Überschuß vorliegt, und dieser kann
zweckmäßigerweise das Allylacetat, welches in einem 2fachen molaren Überschuß vorhegen kann,
sein.
Das Verfahren kann durch Erhitzen der Reaktionsteilnehmer und kontinuierliches Entfernen des
gebildeten Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylacetats, welche bei Temperaturen von 57, 77 bzw. 89° C
sieden, durchgeführt werden. Wenn das Entstehen des Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylacetats aufhört,
steigt die Temperatur, und die Umsetzung ist als im wesentlichen vollständig anzusehen. Die Produkte
können dann getrennt werden, beispielsweise durch fraktionierte Destillation.
Das Produkt des Verfahrens kann durch Hydrolyse des Katalysators, beispielsweise mit Natriumhydroxydlösung,
Filtrieren und Destillieren des Produkts gewonnen werden. Es ist jedoch bevorzugt, den
Katalysator durch toberührungbringen des Reaktionsprodukts mit Aktivkohle bzw. Absorptionskohle,
zweckmäßigerweise in einer dem 10- bis IOOfachen des Gewichts von Titan bzw. Zirkon gleichen Gewichtsmenge
und bei einer Temperatur von vorzugsweise etwa 50 bis 150° C zu entfernen. Der Katalysator
kann mit der Aktivkohle bzw. Absorptionskohle^ durch geeignete Mittel, wie Filtrieren, entfernt werden.
Jeglicher Überschuß von Allylacetat kann vor oder nach der Kohlebehandlung entfernt werden, er
wird jedoch vorzugsweise nach der Behandlung entfernt.
Es ist bevorzugt, Wasser und Säuren von der Reaktion auszuschließen, und gegebenenfalls können
die Reaktionsteilnehmer vor der Verwendung getrocknet werden.
Da die Reaktionsteilnehmer im Verfahren Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
aufweisen, sind sie der Oxydation durch atmosphärischen Sauerstoff zugänglich. Zur Vermeidung derartiger Oxydationen
werden die Umesterungsumsetzung und die anschließende Trennung vorzugsweise in Gegenwart eines
inerten Gases, wie von Argon bzw.. Stickstoff, durchgeführt.
Die Umsetzung kann absatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.
Eine brauchbare Verfahrensweise zur Durchführung des Umesterungsverfahrens und der anschließenden Trennung ist das Einbringen des Katalysators und der Reaktionsteilnehmer unter Verwendung eines Allylacetatüberschusses in ein mit Heizvorrichtungen
Eine brauchbare Verfahrensweise zur Durchführung des Umesterungsverfahrens und der anschließenden Trennung ist das Einbringen des Katalysators und der Reaktionsteilnehmer unter Verwendung eines Allylacetatüberschusses in ein mit Heizvorrichtungen
ίο und einer Fraktionierkolonne mit einer geeigneten Bodenzahl zur Trennung der Produkte des Verfahrens
versehenes Gefäß. Während der Umesterungsumsetzung ist die Temperatur am Kolonnenkopf 57,
77 bzw. 89° C, je nachdem, ob Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylacetat erzeugt wird, und sie steigt, wenn die
Umsetzung vollständig ist. Nach der Katalysatorentfernung können unveränderte Reaktionsteilnehmer
und das Allylesterprodukt durch dieselbe Kolonne fraktioniert werden.
ao Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erzeugten Allylester von Ortho-, Iso- bzw. Terephthalsäure
sind als polymerisierbare Monomere von Wert.
Es wurden 3,75 kg Allylacetat (37,5 Mol), 2,425 kg Dimethylterephthalat (12,5 Mol) und 0,6% Titann-propylat
bzw. Titan-n-propoxyd (bezogen auf das Gewicht der Reaktionsteilnehmer) in einen mit einer
Fraktionierkolonne mit 20 Böden versehenen Kolben eingebracht. Beide Reaktionsteilnehmer waren wasser-
und säurefrei. Der Kolben wurde erhitzt, und das gebildete Methylacetat wurde kontinuierlich entfernt,
wobei die Temperatur am Kolonnenkopf 57 bis 58% betrug. Als die Kolonnenkopftemperatur auf
75° C stieg, wurde der Katalysator durch Zugabe von Hydrochinon gefällt, und es wurde mit der Fraktionierung
der Reaktionsprodukte begonnen, wobei zwei Fraktionen erhalten wurden, nämlich:
(1) Siedepunkt: 44° C bei 80 mm bis 37°;C bei 2 mm = 1,1 kg im wesentlichen Allylacetat;
(2) Siedepunkt: 166 bis 184° C bei 1 mm
= 2,4 kg Diallylterephthalat.
= 2,4 kg Diallylterephthalat.
Es wurden 3,6 kg Allylacetat (36 Mol), 2,33 kg Dimethylorthophthalat (12 Mol) und 0,6% Tetraallyltitanat
(bezogen auf das Gewicht der Reaktions-,= teilnehmer) in einen mit einer Fraktionierkolonne mit
20 Böden versehenen Kolben eingebracht. Beide Reaktionsteilnehmer waren wasser- und säurefrei.
Der Kolben wurde erhitzt, und das gebildete Methylacetat wurde kontinuierlich entfernt, wobei die Temperatur
am Kolonnenkopf 57 bis 58° C betrug. Als die Kolonnenkopftemperatur auf 83° C stieg, wurden
200 g einer unter Vakuum getrockneten Entfärbungskohle zugegeben, und das Reaktionsprodukt wurde
IStunde lang bei IOO0C gerührt. Das Produkt wurde dann durch 50 g Kieselgur filtriert, welche
anschließend mit 11 Allylacetat gewaschen wurde. DasAllylacetat wurde dann vom Diallylorfhophthalat
durch Erhitzen auf eine Siedegefäßtemperatur von 80° C bei einem Druck von 60 mm entfernt, und es
verblieben 2,9 kg wasserhelles Diallylorthophthalat,
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung der Diallylester der Ortho-, Iso- und Terephthalsäure durch Umesterung der Methyl-, Äthyl- bzw. Isopropylester
dieser Säuren in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umesterung mit Allylacetat in Gegenwart von 0,01 bis 5 Gewichtspro-
zent eines Titan- bzw. Zirkonalkoholats beim Siedepunkt des entstehenden Methyl-, Äthyloder Isopropylacetats durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator aus dem
Reaktionsprodukt mittels Aktivkohle, vorzugsweise bei einer Temperatur von 50 bis 150° C
entfernt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Aktivkohle in der 10-bis lOOfachen Gewichtsmenge, bezogen auf Titan
oder Zirkon, verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1917465A GB1143943A (en) | 1965-05-06 | 1965-05-06 | Production of unsaturated esters of phthalic acid by transesterification |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1292140B true DE1292140B (de) | 1969-04-10 |
| DE1292140C2 DE1292140C2 (de) | 1975-02-06 |
Family
ID=10124978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966I0030775 Expired DE1292140C2 (de) | 1965-05-06 | 1966-05-06 | Verfahren zur herstellung von diallylestern der ortho-, iso- oder terephthalsaeure |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE680697A (de) |
| DE (1) | DE1292140C2 (de) |
| GB (1) | GB1143943A (de) |
| NL (1) | NL6606024A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3520750A1 (de) * | 1984-06-11 | 1986-02-06 | Morflex Chemical Co., Inc., Greensboro, N.C. | Verfahren zur herstellung von citratestern und deren verwendung fuer medizinische artikel |
| US4824893A (en) * | 1984-06-11 | 1989-04-25 | Morflex Chemical Company, Inc. | Citrate esters and methods |
| US4870204A (en) * | 1984-06-11 | 1989-09-26 | Morflex Chemical Company, Inc. | Method for preparing citrate esters |
| US4954649A (en) * | 1984-06-11 | 1990-09-04 | Morflex Chemical Company, Inc. | Method for producing citrates |
| US5055609A (en) * | 1984-06-11 | 1991-10-08 | Morflex, Inc. | Method for producing citrates by esterification in the presence of organic titanates |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005023976A1 (de) * | 2005-05-20 | 2006-11-23 | Röhm Gmbh | Verfahren zur Umesterung |
-
1965
- 1965-05-06 GB GB1917465A patent/GB1143943A/en not_active Expired
-
1966
- 1966-05-04 NL NL6606024A patent/NL6606024A/xx unknown
- 1966-05-06 DE DE1966I0030775 patent/DE1292140C2/de not_active Expired
- 1966-05-06 BE BE680697D patent/BE680697A/xx unknown
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1292140C2 (de) | 1975-02-06 |
| GB1143943A (en) | 1969-02-26 |
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| NL6606024A (de) | 1966-11-07 |
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