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DE1291758B - Verfahren und Konverter zum Frischen von Roheisen - Google Patents

Verfahren und Konverter zum Frischen von Roheisen

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Publication number
DE1291758B
DE1291758B DE1961D0036966 DED0036966A DE1291758B DE 1291758 B DE1291758 B DE 1291758B DE 1961D0036966 DE1961D0036966 DE 1961D0036966 DE D0036966 A DED0036966 A DE D0036966A DE 1291758 B DE1291758 B DE 1291758B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
converter
vessel
bath
movement
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961D0036966
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Curt
Hofmeister Hans
Herrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Demag AG filed Critical Demag AG
Priority to DE1961D0036966 priority Critical patent/DE1291758B/de
Publication of DE1291758B publication Critical patent/DE1291758B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/42Constructional features of converters
    • C21C5/46Details or accessories

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Frischen von Roheisen in Konvertern und den zur Durchführung des Verfahrens erforderlichen Konverter selbst. Um die Reaktion zwischen Schlacke und Bad bei der Frischbehandlung zu beschleunigen, hat man vorgeschlagen, einen konverterartigen Ofen während des Aufblasens von Sauerstoff mit einer Lanze um seine Längsachse rotieren zu lassen. Es gelingt auf diese Weise, für Massenstähle erheblich niedrige Schwefelgehalte bzw. Phosphorgehalte zu erzielen, so daß die Güte des erschmolzenen Materials im Bereich der Tiefziehqualität liegt. Die Entwicklung, in Stahlwerkskonvertern immer mehr hochwertigere Stähle zu erschmelzen, um deren Gestehungskosten zu senken, löst aber auch eine Reihe von Problemen aus, die bis jetzt nicht überwunden werden konnten.
  • Bei rotierenden Gefäßen rollt die Schmelzbadwelle auf der Ausmauerung ab und schiebt dabei die Schlackenschicht derart vor sich her, daß die in der Schlacke enthaltenen, relativ aggressiven Stoffe intensiv mit dem Mauerwerk in Berührung gebracht werden. Im höheren Temperaturbereich, wie dies beim Frischen von Roheisen gegeben ist, besteht eine große Neigung des glühenden Mauerwerkes und der Reaktionsstoffe bzw. der Schmelze, aufeinander einzuwirken.
  • Im Fall des Rotationsverfahrens kommt es deshalb zu einem beträchtlichen Verschleiß des Mauerwerkes, da dieses zusätzlich mechanisch beansprucht wird. Die Bewegung der flüssigen Schmelze bewirkt insbesondere ein sehr schnelles Auswaschen des Futters, was die Herstellungskosten des Stahls erheblich verteuert. An und für sich ist überhaupt keine Reaktion mit dem Mauerwerk beabsichtigt, so daß sowohl Ablagerungen von Schlacken am Mauerwerk oder Auskolken der Oberfläche nach einer gewissen Chargenzahl dazu zwingen, das Konvertergefäß stillzulegen, erkalten zu lassen, neu zuzustellen und wieder aufheizen zu müssen.
  • Neben diesen am Rand des Verfahrens auftretenden Mängeln, ist die beim Rotationsverfahren auftretende Relativbewegung zwischen Bad und Schlacke erforderlich, die Schlacke nicht allzusehr innerhalb des Bades zu verteilen, weil sie später nicht ganz einfach wieder aus der Schmelze entfernt werden kann, sondern gewissermaßen im oberen Bereich des Schmelzbades eine wenn auch unterbrochene Schlakkenschicht zu erhalten, die möglichst von vielen Seiten vom Schmelzbad umspült wird. Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß ein derartiges Verhalten die günstigste Grundlage für eine brauchbare Reaktion darstellt.
  • Zum Stand der Technik gehört eine Lösung gemäß der Patentschrift 1303 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in Ost-Berlin, nach der so vorgegangen wird, daß das Roheisen beim Frischen in einem konverterähnlichen Gefäß durch eine langsame Schaukelbewegung über eine Erhöhung geleitet wird, wobei auf dem höchsten Punkt der Frischgasstrom intensiv auf die Schmelzbadschicht verhältnismäßig geringer Tiefe geblasen wird. Ein solches Verfahren konnte sich schon allein deshalb nicht bewähren, weil im Augenblick des überschreitens des höchsten Punktes eine auf dem Schmelzbad schwimmende Schlackenschicht zerrissen werden mußte. Das Verfahren hat sich deshalb auch in der Praxis nicht durchgesetzt und ist völlig außer Anwendung geraten. Ein anderer Grund für das Mißlingen eines derartigen Vorgehens besteht darin, daß bereits über die Erhöhung gelangte Schmelze außerhalb des Reaktionsbereiches gebracht ist, so daß eine bereits begonnene Einleitung des Prozesses unterbrochen wird, was Wirtschaftlichkeitsüberlegungen entgegensteht.
  • Die vorliegende Erfindung geht davon aus, eine Intensivierung der Relativbewegungen zwischen Schlackenschicht und Bad, also ein besseres Umspülen der Schlackenteilchen von Schmelze möglichst von mehreren Seiten zugleich und damit eine hochprozentige Ausnutzung der Schlacke zu erreichen. Wenn metallurgisch betrachtet bessere Ergebnisse als bei den bekannten Verfahren erzielt werden sollen, so ist es gleichermaßen Aufgabe der Erfindung, die Mängel der bekannten Verfahren zu vermeiden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der aufgerichtete Konverter in senkrechter Ebene in Schwingungen mit einer Frequenz zwischen zehn und sechzig pro Minute und mit im Verhältnis zum Schwingradius kleiner Amplitude um eine waagerechte Achse versetzt wird, die in der Höhe der durch die Kippzapfen gehenden Achse liegt. Eine solche kurze schwingende Bewegung hat folgende Vorteile: Bei dieser Badbewegung findet eine tiefgreifende Umwälzung statt, ohne daß die Schlackenschicht in ungewollter Weise gespalten wird. Dabei steigt die Badwelle in erheblicher Höhe an der Innenwand des Konverters hoch, praktisch etwa gemäß dem Verlauf der Wandung, so daß der Verschleiß das Futter gleichmäßig abträgt. Prinzipiell kann ein Verschleiß bei derartigen metallurgischen Verfahren ohnehin nicht verhindert werden, so daß dies die günstigste Form darstellt, um das Ausmauerungsfutter des Gefäßes solange wie möglich zu erhalten bzw. einen hohen Ausnutzungsgrad zu erzielen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt jedoch noch weitere Vorzüge, -beispielsweise beim Schrotteinsatz. Man kann schon nach dem Schrotteinsatz eine gewisse gleichmäßige Verteilung des Schrotts erzielen, wenn man die Bewegung entsprechend einleitet. Die Erfindung gestattet jedoch auch nach dem Zugießen des fertigen Roheisens zu schaukeln, was besonders vorteilhaft ist. Dadurch wird das Niederschmelzen des Schrotts aus der Wärme des Roheisens bereits eingeleitet und beschleunigt. Anbackungen des Schrotts an der Konverterwandung können übrigens mit Sicherheit vermieden werden.
  • Was an dieser Stelle über das Eindringen des Schrotts gesagt ist, gilt in ähnlichem Maß auch für Erze, Legierungszuschläge oder sonstige Bestandteile der Charge. Immer wird es zweckmäßig sein, eine schnellere und gleichmäßigere Auflösung der eingebrachten Materialien herbeizuführen. Unter größtmöglichem Schonen der Gefäßausmauerung werden diese Vorteile in liegender Arbeitsweise des Gefäßes beispielsweise gemäß der französischen Patentschrift 1209 379 nicht erzielt.
  • Diese Art der Badbewegung läßt sich nach der weiteren Erfindung auch noch derart beeinflussen, daß Frequenz und Amplitude der Badschwingung so aufeinander abgestimmt werden, daß ein überkippen der Wellen an der Gefäßinnenwand hervorgerufen wird.
  • Eine weitere Verbesserung des erfindungsgemäßen Vorgehens besteht darin, daß das Bad durch Schwingbewegungen des Konvertergefäßes mit kleiner Amplitude und größerer Schwingungszahl in der Badmitte in stärkere Schwingungen versetzt wird als am Rand. Es ergeben sich infolge der hintereinanderlaufenden Stöße und der »Echowellen« Interferenzerscheinungen, welche dazu führen, daß in den Randzonen des Bades - wie wegen der Ausmauerung erwünscht - nur geringe Bewegungen entstehen, während in der Mitte erhebliche Wellen und damit starke Durchmischungen von Schlacke und Bad auftreten. Diese bisher nicht bekannte Art der Badbewegung in metallurgischen Gefäßen, nämlich im wesentlichen in der Mitte des Bades, nicht aber in dessen Außenbereichen, bringt ebenfalls neben der Schonung der Ausmauerung eine wesentliche Wirkung in bezug auf eine intensivierte Reaktion. Die Schmelzenteilchen durchlaufen dabei mehrfach ein und denselben Bereich, woran zu erkennen sein mag, daß der einmal eingeleitete Prozeß hier nicht unterbrochen wird, sondern im Gegenteil eine wesentliche Unterstützung erfährt.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, um die erwünschte Bewegung zu erreichen, daß die Amplitude der Schwingungen im Bereich des Badspiegels etwa 30 bis 150 cm beträgt.
  • Die Erfindung ist ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Sauerstofflanze des Konverters während der Schwingbewegung des Bades absolut stillsteht. Daraus ergibt sich durch die Relativbewegung der Effekt, daß der stationär aus dem Sauerstoffrohr austretende Gasstrom auf verschiedene Flächen des Schmelzbades ohne sonstige Maßnahmen verteilt wird.
  • In Zeiten überhöhter Reaktion kann aber auch danach verfahren werden, daß die Sauerstofflanze durch einen Schwingantrieb in eine mit der Konvertergefäßbewegung synchrone gleichsinnige Bewegung versetzt wird.
  • Schwingbar aufgehängte Konvertergefäße sind bekannt (z. B. Patentschrift 1303 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin). Für das erfindungsgemäße Stahlherstellungsverfahren scheinen die bekannten Einrichtungen wegen der Trägheit der Masse des Schmelzbades und wegen der Notwendigkeit ihrer sicheren Beherrschung nicht geeignet.
  • Im Hinblick darauf, daß die Beherrschung der Schmelzbadbewegung und das gleichzeitige Aufzwingen einer geänderten Bewegung besonderer Maßnahmen bedarf, sieht die Erfindung eine in Schwingungsrichtung am Konvertergefäß angreifende Schwingungserzeugungsanlage vor, die aus einem druckmittelbeaufschlagten im Takt und Gegentakt arbeitenden Kolbentriebwerk besteht.
  • Der Vorzug eines derartig ausgerüsteten Konvertergefäßes liegt demnach in der Kraft- und Gegenkrafterzeugung, um die auftretenden Massenbeschleunigungen bzw. Verzögerungen zu führen.
  • Die Erfindung ist ferner so ausgestaltet, daß die Schwingungserzeugungsanlage aus zwei gegenläufig arbeitenden Kraftzylindern besteht.
  • Stahlwerkskonverter sind im allgemeinen schon alleine deswegen kippbar, um die verschiedenen Betriebsstellungen, nämlich Beschicken, Blasen, Abstechen und Ausbrechen des Mauerwerkes, vornehmen zu können. Nach einem anderen Merkmal der Erfindung ist deshalb der Konverterantrieb drehbar gelagert und gegenüber dem Konverter blockierbar, so daß der Konverter samt dem blockierten Getriebe in Schwingbewegungen versetzbar ist.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform eines für die Zwecke des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Konverterkippgetriebes besteht darin, daß dieses als Planetengetriebe mit blockiertem Gehäuse ausgebildet ist.
  • Für alle Arten von Antrieben ist nach zusätzlichen Merkmalen vorgesehen, daß der Schwingungsantrieb in Frequenz und Amplitude regelbar ausgebildet ist. Die verwendeten Antriebe eignen sich insbesondere zur Bewegungsumkehr und zur Erzeugung von größeren Beschleunigungen, d. h. zum Aufbringen der entsprechenden Beschleunigungs- bzw. Verzögerungskräfte.
  • Im allgemeinen wird man die Schwingbewegung zur Baddurchmischung so ausführen, daß die vorhandenen Konverterkippzapfen auch als Drehzapfen für die Schwingbewegungen benutzt werden können. Es kann sich aber auch als zweckmäßig erweisen, eine senkrecht dazu stehende Schwingbewegung ausführen zu lassen und die Kippzapfen nur für die üblichen Kippbewegungen der bereits erwähnten Betriebsmaßnahmen zu verwenden. Die Erfindung schlägt deshalb vor, daß der Konverter mittels Zapfen in einem kardanischen Ring gelagert ist, der seinerseits waagerechte Kippzapfen trägt, die senkrecht zu den Zapfen des Konvertergefäßes liegen, und daß das Gefäß gegenüber dem kardanischen Ring für das Kippen mit einer Blockiervorrichtung versehen ist. Bei einer solchen Ausführung braucht man den Konverterkippantrieb nicht abzukuppeln, wenn man die Schwingbewegungen ausführen lassen will, so daß die üblichen einfachen, starren Kupplungen zwischen Kippantrieb und Kippzapfen weiter benutzt werden können.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, daß der Schwingungserzeugungsantrieb in der Schwingungsebene des Gefäßes um die Lagerzapfen des kardanischen Ringes arbeitet. Es wird als vorteilhaft angesehen, insbesondere mit einem Kurbelgetriebe arbeitenden Antrieb die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte durchzuführen, wobei der Antrieb direkt am Konvertergefäß angreift und bei abgeschaltetem Kippantrieb arbeitet.
  • Durch den Direktantrieb am Konvertergefäß werden die ohnehin mechanisch und thermisch hochbeanspruchten Konverterzapfen von den stoßartigen Beanspruchungen bei der Bewegungsumkehr entlastet, und man ist in der Wahl der Frequenzen und Amplituden freier.
  • Zur Erfindung gehört ferner, daß die unteren Badbereiche für die erfindungsgemäßen Badbewegungsvorgänge günstiger derart zugänglich gemacht werden können, daß der Konverterboden stark nach außen gewölbt ausgeführt ist.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäß ausgerüsteten Konvertergefäßes schematisch dargestellt und vor allen Dingen Abbildungen gezeigt, an denen der Bewegungsablauf der Schmelze erklärt werden kann.
  • F i g. 1 stellt einen vertikalen Achsenschnitt durch Gefäß und Schmelzbad mit eingeführter Sauerstofflanze dar, F i g. 2 eine weitere Phase der Wellenbewegung bei entsprechendem Rhythmus der Gefäßbewegung; F i g. 3 und A. zeigen einen Konverter mit Lagerung der Zapfen in feststehenden Lagern in zwei Ansichten von verschiedenen Seiten; F i g. 5 gibt einen Konverter in kardanischer Aufhängung wieder. Wählt man die Amplitude verhältnismäßig groß und die Frequenz klein, so 1'äßt sich eine Badbewegung etwa nach F i g.1 erzielen. Bei dieser Badbewegung findet eine tiefgreifende Umwälzung statt. Die Badwelle kann in erhebliche Höhe an der Innenwand des Konverters hochsteigen.
  • Gemäß F i g. 2 kann sich durch kurze Schwingbewegungen, also bei kleinerer Amplitude und größerer Frequenz eine andere Art der Badbewegung einstellen. Hier treten die bereits erwähnten Interferenzerscheinungen auf, welche dazu führen, insbesondere in der Badmitte besonders starke Mischbewegungen erzeugen zu können.
  • Gemäß den F i g. 3 und 4 ist das Konvertergefäß 1 in den feststehenden Lagern 2 mit den Zapfen 3 gelagert.
  • Der Motor treibt über ein Getriebe 5 und die lösbare Kupplung 6 den Konverter an. Das Konvertergefäß ist ferner mit einem seitlichen Zapfen 10 versehen, an welchem der Schwingantrieb angreift, der beispielsweise aus den hydraulischen oder pneumatischen Zylindern 11 und den Kolbenstangen 12 besteht, die mit ihren Kuppelflächen den Zapfen 10 beiderseits einschließen.
  • Nach Lösen der-Kupplung 6 kann das Konvertergefäß mit Hilfe der gegenläufig gesteuerten Zylinder 11 in Schwingungen um die Achsen der Zapfen 3 versetzt werden. Diese Schwingungen können je nach der Art der Behandlung des Bades mit einer Frequenz von 10 bis 60 Schwingungen pro Minute durchgeführt werden. Die Amplitude bewegt sich in der Größenordnung von 30 bis 100 cm für ein Gefäß von etwa 10 bis 70 t Inhalt.
  • In diesen Fällen braucht die den Sauerstoff zuführende Lanze nicht mitbewegt zu werden, weil der Konvertermund eine entsprechende Bewegung zuläßt. Es steht aber auch nichts im Wege, die Sauerstofflanze in gleicher Weise synchron durch ein oder mehrere Zylinder zu bewegen, wie das bei der Schwingbewegung des Konvertergefäßes nach F i g. 4 durchgeführt wird.
  • In vielen Fällen wird es genügen, wenn das Schwingen des Konvertergefäßes und die damit verbundene Durchmischung von aktiver Schlacke und Bad nach dem Sauerstoffblasen vorgenommen werden.
  • Bei der Ausführung nach F i g. 5 sind die Konverterzapfen 3 in einem Ring 20 gelagert, der seinerseits mit Zapfen 21 in ortsfesten Lagern 22 kippbar aufgehängt ist. An einem der Zapfen 21 greift der Kippantrieb an.
  • Beim Kippen des Konverters ist durch eine nicht dargestellte Vorrichtung elektromagnetisch das Konvertergefäß mit dem kardanischen Ring 20 fest verbunden, beispielsweise kann das durch Bremsbacken geschehen, welche eine Fortsetzung der Zapfen 3 umschließen, am Ring 20 gelagert sind und in bekannter Weise durch Hubmagnete gesteuert werden.
  • Zum Zweck, dem Bad eine Schaukelbewegung zu erteilen, ist wiederum am Konvertergefäß ein Zapfen 10 angebracht, an dem im vorliegenden Fall ein Kurbelantrieb 25, 26 angreift. Die Verbindung zwischen Zapfen 10 und Pleuelstange 26 ist lösbar. An die Stelle der lösbaren Verbindung kann auch eine Gabel treten, die von unten oder oben über den Zapfen 10 gesteckt wird und dadurch den Antrieb mit dem Gefäß doppelseitig kuppelt, so daß hin- und hergehende Bewegungen übertragen werden können.
  • Statt den Schwingantrieb völlig getrennt vom Kippantrieb des Konverters anzuordnen, kann man auch das Kippgetriebe gegebenenfalls samt dem Motor blockieren und durch einen zweiten Motor als Ganzes zusammen mit dem Konverter in Schwingungen versetzen. Das Getriebe darf dann nicht fest mit dem Fundament verankert werden, sondern muß schwingungsfähig in Lagern gehalten werden. Dies wird insbesondere dann bequem durchzuführen sein, wenn ein Planetengetriebe benutzt wird.
  • Beim Kippbetrieb liegt das Gehäuse fest. Bei der Schwingungsbewegung wird die Verbindung gelöst oder gelockert, so daß der in diesem Fall beispielsweise am Getriebegehäuse angreifende Schwingungsantrieb das Gehäuse als Ganzes und damit auch den Konverter in Pendelbewegungen versetzt.
  • An die Stelle einer Verankerung kann auch ein selbsthemmendes Schneckengetriebe treten, welches das Getriebe beim Kippen des Konverters festhält, es dagegen bei der Schwingbewegung in entgegengesetzter Richtung antreibt.

Claims (13)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Frischen von Roheisen in Konvertern, dadurch gekennzeichnet, daß der aufgerichtete Konverter in nur einer senkrechten Ebene in Schwingungen mit einer Frequenz zwischen zehn und sechzig pro Minute und mit im Verhältnis zum Schwingradius kleiner Amplitude um eine waagerechte Achse versetzt wird, die in der Höhe der durch die Kippzapfen gehenden Achse liegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Frequenz und Amplitude der Badschwingung so aufeinander abgestimmt werden, daß ein Überkippen der Wellen an der Gefäßinnenwand hervorgerufen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad durch Schwingbewegungen des Konvertergefäßes mit kleiner Amplitude und größerer Frequenz in der Badmitte in stärkere Bewegung versetzt wird als am Rand.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Schwingungen im Bereich des Badspiegels 30 bis 150 cm beträgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 unter Verwendung einer Lanze zum Aufblasen des Sauerstoffs auf das Bad, dadurch gekennzeichnet, daß die Sauerstofflanze des Konverters während der Schwingbewegung des Bades absolut stillsteht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sauerstofflanze durch einen Schwingantrieb in eine mit der Konvertergefäßbewegung synchrone gleichsinnige Bewegung versetzt wird.
  7. 7. Konverter zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine in Schwingungsrichtung am Konvertergefäß angreifende Schwingungserzeugungsanlage, die aus einem druckmittelbeaufschlagten im Takt und Gegentakt arbeitenden Kolbentriebwerk besteht. B.
  8. Konverter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungserzeugungsanlage aus zwei gegenläufig arbeitenden Kraftzylindern (11,12) besteht.
  9. 9. Konverter nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Konverterkippantrieb drehbar gelagert und gegenüber dem Konverter blockierbar ist.
  10. 10. Konverter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Konverterkippgetriebe als Planetengetriebe mit blockiertem Gehäuse ausgebildet ist.
  11. 11. Konverter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Konverter (1) mittels Zapfen (3) in einem kardanischen Ring (20) gelagert ist, der seinerseits waagerechte Kippzapfen (21) trägt, die senkrecht zu den Zapfen (20) des Konvertergefäßes (1) liegen, und daß das Gefäß (1) gegenüber dem kardanischen Ring (20) für die üblichen Kippbewegungen mit einer Blockiervorrichtung versehen ist.
  12. 12. Konverter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserzeugungsantrieb (25, 26) in der Schwingungsebene des Gefäßes (1) um die Zapfen (3) des Konverters arbeitet.
  13. 13. Konverter nach Anspruch 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Konverterboden stark nach außen gewölbt ausgeführt ist.
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