DE1254168B - Verfahren und Vorrichtung zum Versetzen des Konvertergefaesses in eine umlaufende Bewegung beim Frischen von Roheisen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Versetzen des Konvertergefaesses in eine umlaufende Bewegung beim Frischen von RoheisenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
C21c
Deutsche Kl.: 18 b-5/42
Nummer: 1 254 168
Aktenzeichen: D 36405 VI a/l 8 b
Anmeldetag: 24. Juni 1961
Auslegetag: 16. November 1967
Es ist bekannt, nach dem sogenannten Kaldoverfahren die Roheisenschmelze im Konvertergefäß
in Rotation zu versetzen und in schräger Gefäßlängsachslage gegen die somit vergrößerte Badoberfläche
mit Sauerstoff zu blasen. Der Vorteil dieser Methode liegt in der guten Durchmischung des Bades. Auch
können durch die gute Wärmeausnutzung sowohl hohe Schrottsätze als auch Erz oder Erz und Schrott
gefahren werden. Von ausschlaggebender Bedeutung ist jedoch die schnelle Reaktion zwischen Bad und
Schlacke, so daß hochphosphorhaltige Roheisensorten beispielsweise mit 1,75 "k Phosphor in kurzen Zeiten
gefrischt werden können. Bei der Rotation des Gefäßes ergibt sich allerdings eine starke Beanspruchung
des Dolomit- bzw. Magnesitfutters. Bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen
ist in Betracht zu ziehen, daß je nach Gefäßgröße das Futter nach etwa 70 Schmelzen
erneuert werden muß. Zwar erreichte man einen Dolomitverbrauch von 25 kg pro Tonne Rohstahl, jedoch
ist dieser Faktor trotzdem gebührend zu beachten.
Von beträchtlichem Aufwand ist die hierfür erforderliche Vorrichtung. Die gesamte Rotationslagerung
mit Rotationsantrieben muß in einem Käfig untergebracht werden, der selbst mittels Kippzapfen
in einem Kippgestell kippbar gelagert ist und hierfür eines besonderen Kippantriebs bedarf.
Nach einer anderen bekannten Lösung (französische Patentschriften 1 230 055, 1 128 854) rotiert das
Gefäß ebenfalls. Zusätzlich zur Rotationsbewegung ist eine Schaukelbewegung möglich, durch die die
Gefäßlängsachse in einer vertikalen Ebene hin- und herschwingt. Es ist verständlich, daß dadurch wohl
eine gute Durchmischung des Bades erzielbar ist, aber die erodierende Wirkung des Schmelzbades auf die
Ausmauerung doch eine beträchtliche Steigerung erfährt. Schwerwiegend sind derartige Bewegungen jedoch
auch im Hinblick auf das Verhalten der in Bewegung gesetzten Masse des Roheisenbades. Deren
Impulse übertragen sich auf das Gefäß, welches schließlich festigkeitsmäßig die Belastung ertragen
muß, dieselbe aber auch über das Kippgestell in das Fundament und sogar in das Gebäude weiterleitet.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb gleichermaßen die Aufgabe zugrunde, zum einen eine ebenso
günstige Durchmischung des Bades mit der Schlacke zu erzielen, wie zum anderen eine Bewegung aufzuzeigen,
die in kinetischer Hinsicht die auftretenden Massenkräfte zu kompensieren vermag.
Nach der Lehre der Erfindung besteht die Lösung dieser Aufgabe darin, daß während des Sauerstoffblasens
dem Konvertergefäß eine das Schmelzbad in Verfahren und Vorrichtung zum Versetzen
des Konvertergefäßes in eine umlaufende
Bewegung beim Frischen von Roheisen
des Konvertergefäßes in eine umlaufende
Bewegung beim Frischen von Roheisen
Anmelder:
ίο DEMAG Aktiengesellschaft,
ίο DEMAG Aktiengesellschaft,
Duisburg, Wolfgang-Reuter-Platz
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Curt Herrmann, Duisburg
Wallung versetzende Bewegung übertragen wird, bei der die Gefäßlängsachse einen Doppelkegelmantel beschreibt,
wobei die Kegelspitzen etwa in den Gefäßschwerpunkt gelegt werden. Dadurch wird zum einen
eine Relativverschiebung der einzelnen Badteile erleichtert, so daß das Überkippen des erzeugten Wellenkammes
und die Durchmischung des Bades weit intensiver erfolgen, als bei den bekannten Bewegungen.
Das erleichtert die beim Frischen erstrebten Reaktionen, insbesondere die Bindung des Phosphors in
der Schlacke. Zum anderen werden Schwingungen in der gesamten Anlage vermieden, die bei unausgeglichenen
Massenkräften besonders unangenehm sind, beispielsweise wenn es sich um Konverter von
etwa 5501 Gesamtgewicht handelt. Der Massenkräfteausgleich läßt sich nahezu völlig erreichen, wenn die
Spitzen der beiden einander zugekehrten Kegel genau mit dem Schwerpunkt des Konverters zusammenfallen.
Der in einem Augenblick der Bewegung nach rechts bzw. nach vorn gehenden oberen Masse entspricht
dann eine nach links bzw. nach hinten gehende untere Masse. Dies gilt für jeden Augenblick und für
jede Richtung der Bewegung. Entsprechend diesem bereits in der Eigenart der Bewegung liegenden Ausgleich
sind deshalb die auf Kippgestellager, Fundament und Gebäude wirkenden Reaktionskräfte gering
und daher besser beherrschbar als bei den bekannten Bewegungsarten derartiger großer Gefäße.
Infolgedessen lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgezeichnete Stahlqualitäten mit hohem Entphosphorungsgrad in relativ kurzen Blaszeiten erzielen, außerdem sind Erschütterungen
Infolgedessen lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgezeichnete Stahlqualitäten mit hohem Entphosphorungsgrad in relativ kurzen Blaszeiten erzielen, außerdem sind Erschütterungen
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Claims (4)
1. Verfahren zum Versetzen des Konvertergefäßes in eine umlaufende Bewegung beim Frischen
von Roheisen mit Hilfe von Sauerstofflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß einer Bewegung unterworfen wird, bei
der seine Längsachse einen Doppelkegelmantel mit etwa im Gefäßschwerpunkt liegenden Kegelspitzen umschreibt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Konverter (1) in zwei sich diametral gegenüberliegenden Zapfen (2) drehbar in einem
Ring (4) aufgehängt und dieser Ring (4) senkrecht dazu wieder an zwei diametral gegenüberliegenden
Zapfen (5,6) im Konverterkippgestell aufgehängt ist, wobei ein Kurbel- oder Exzenterantrieb
(11,12) im Bereich des Kippgestells vorgesehen ist, dessen Koppelstange (13) am Gefäß
angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbel- oder Exzenterantrieb
(11,12) auf einem im Bereich des Konverterbodens verfahrbaren Wagen (10) angeordnet
und die Koppelstange (13) mit dem Gefäß (1) lösbar verbunden ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (11,12)
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| FR1128854A (fr) * | 1954-08-17 | 1957-01-11 | Metallgesellschaft Ag | Four à flamme tournant |
| FR1230055A (fr) * | 1958-04-25 | 1960-09-13 | Perfectionnements aux convertisseurs à soufflage de vent |
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Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| FR1128854A (fr) * | 1954-08-17 | 1957-01-11 | Metallgesellschaft Ag | Four à flamme tournant |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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