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DE1291745B - Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid

Info

Publication number
DE1291745B
DE1291745B DEB83686A DEB0083686A DE1291745B DE 1291745 B DE1291745 B DE 1291745B DE B83686 A DEB83686 A DE B83686A DE B0083686 A DEB0083686 A DE B0083686A DE 1291745 B DE1291745 B DE 1291745B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyanuric chloride
chloride
stage
cyanogen
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB83686A
Other languages
English (en)
Inventor
Kirchhof
Dr Rer Nat Werner
Schauerte
Dr Rer Nat Karlheinz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp AG
Original Assignee
Fried Krupp AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fried Krupp AG filed Critical Fried Krupp AG
Priority to DEB83686A priority Critical patent/DE1291745B/de
Publication of DE1291745B publication Critical patent/DE1291745B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur lassen sich durch einfache Destillation oder Subli-Herstellung von Cyanurchlorid durch Polymerisation mation vom Cyanurchlorid trennen, von Chlorcyan in flüssigem Cyanurchlorid bei 200 Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl
bis 38O0C, vorzugsweise 270 bis 340° C, unter Druck kontinuierlich wie auch diskontinuierlich durchgein einer ersten Verfahrensstufe und durch thermische 5 führt werden. Als besonders günstig erwies es sich, Nachbehandlung in einer zweiten Verfahrensstufe. in zwei hintereinandergeschalteten Reaktoren zu ar-
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art beiten, derart, daß im ersten Reaktor die Trimerisie-(deutsche Patentschrift 890 645) erfolgt die ther- rung des Halogencyans und im zweiten Reaktor die mische Nachbehandlung in der zweiten Verfahrens- thermische Nachbehandlung erfolgt, ohne daß zwistufe bei Temperaturen, in der Größenordnung von « schendurch der Druck verringert wird. Bei geeigneter nur 150 bis 200° C, weshalb durch die zweite Verfah- Anordnung der-Temperaturzonen können die beiden rensstufe nur eine geringe Verbesserung der Ausbeute Stufen auch in einem einzigen Reaktor durchgeführt und Reinheit des Gyanurchlorids erzielt wird. werden. Es ist möglich, die Temperaturen der beiden
Die Erfindung besteht demgegenüber bei einem Stufen unabhängig voneinander einzustellen, wobei Verfahren der eingangs genannten Art darin, die 15 eine definierte Verweilzeit in der zweiten Stufe von zweite Verfahrensstufe,, bei 300 bis 450° C, Vorzugs- ausschlaggebender Bedeutung ist. weise 350 bis 38O0C, durchzuführen. Die Anwen- Bei Einhaltung der optimalen Bedingungen wurden
dung derartiger Temperaturen bewirkt, daß Produkte bei der Herstellung von Cyanurchlorid Ausbeuten aus in der ersten Verfahrensstufe neben der Haupt- an reinem Cyanurchlorid von etwa 97%, berechnet reaktion, der Umsetzung von Clorcyan zu Cyanur- 20 auf Clorcyan, erhalten.
chlorid, stattfindenden Nebenreaktionen teils unmit- Die folgenden Beispiele sollen das erfindungs-
telbar zu Cyanurchlorid, teils zu Chlorcyan und des- gemäße Verfahren naher erläutern. Es wurden bei sen Polymeren, die wieder der Bildung von Cyanur- den Versuchen gemäß Beispiel 1 und 3 Ausbeutebechlorid dienen, und teils zu Bestandteilen eines leicht Stimmungen nach der ersten Verfahrensstufe, also abtrennbaren Rückstandes umgesetzt werden. Da- as ohne anschließende thermische Nachbehandlung, durch entsteht bei dem zweistufigen Verfahren nach gemacht, die bei einem Vergleich deutlich die Überder Erfindung eine wesentlich höhere Ausbeute an legenheit des Zweistufenverfahrens zeigen. In allen Cyanurchlorid bei größerer Reinheit des Produktes. Fällen wurde Cyanurchlorid hergestellt.
Die Anwendung von Temperaturen über 3000C,
insbesondere von 350 bis 420° C, ist zwar bei einem 30 Beispiel 1
bekannten einstufigen Verfahren zur Herstellung von
Cyanurchlorid aus tetramerem Chlocyan bereits a) In einem Druckbehälter aus rostfreiem Stahl von
vorgesehen (deutsche'AMegeschrift 1 098 518), doch ; 50 mm Durchmesser und 1000 mm Länge wurden dienen diese Temperaturen dabei nicht der Umset- 600 g Cyanurchlorid vorgelegt. Dann wurden 1,4 kg zung von Nebenprodukten aus einer ersten Verfah- 35 Chlorcyan mit einem Zusatz von 0,4% konzentrierrensstufe zur Erhöhung von Ausbeute und Reinheit, ter Salzsäure bei einer Temperatur von 250° C und sondern ausschließlich der Umsetzung tetrameren einem Druck von 15 bis 25 atü mit Hilfe einer Mem- und polymeren Chlorcyans zu Cyanurchlorid, und brandosierpumpe eingespeist. Die Polymerisation des zwar in Gegenwart von Katalysatoren. im flüssigen Cyanurchlorid gelösten Chlorcyans er-
Da auch bei dem zweistufigen Verfahren nach der 40 folgte augenblicklich. Die Einspeisungsgeschwindig-Erfindung die Nebenprodukte in der zweiten Verfah- . keit wurde ausschließlich durch die Wärmeabführung rensstufe nicht restlos in Cyanurchlorid übergeführt bestimmt. Das Reaktionsprodukt ließ sich durch frakwerden können, ist es wesentlich, die Bildung solcher tionierte Destillation aufteilen in 2% Vorlauf, 63% Nebenprodukte schon in der ersten Verfahrensstufe Cyanurchlorid, 22% tetrameres Chlorcyan und 13% möglichst weitgehend zu unterdrücken. Allerdings 45 Destillationsrückstand (davon 31% in Aceton unlössollen die Reaktionsgeschwindigkeit und der Reak- lieh).
tionsdruck in technisch tragbaren Größen gehalten b) Dem in a) beschriebenen Versuch wurde nach
werden; hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, die der Trimesierung eine thermische Nachbehandlung erste Verfahrensstufe bei den eingangs genannten von 1 Stunde bei 350° C angeschlossen. Das hierbei Temperaturen undr bei' Drücken durchzuführen, die so erhaltene Reaktionsprodukt enthielt keinen Vorlauf für die jeweilige Temperatur ausreichend sind, und und kein tetrameres Chlorcyan mehr, sondern 92% zwar beispielsweise über 20 atü bis 340° C und über Cyanurchlorid und 8<>/o Destillationsrückstand (da-10 atü bei 270° C. von 16% in Aceton unlöslich).
Die Dauer der thermischen Nachbehandlung hängt
von der Temperatur und dem Katalysator ab. In gün-55 Beispiel2
stigen Fällen genügen wenige Minuten, in anderen
Fällen benötigt man mehrere Stunden. a) Die im Beispiel 1 a) beschriebene Polymerisation
In der Regel enthält das Reaktionsprodukt aus der wurde bei 33O0C mit 0,05% konzentrierter Salzsäure ersten Stufe so viel Katalysator, daß ein erneuter als Katalysator durchgeführt. Das Reaktionsprodukt Zusatz in der zweiten Stufe nicht erforderlich ist. 60 ließ sich aufteilen in 84% Cyanurchlorid, 8% tetra-Ganz allgemein können die Katalysatoren, die in der meres Chlorcyan und 8% Destillationsrückstand (daersten Stufe wirksam sind, auch in der zweiten Stufe von 20% in Aceton unlöslich). Verwendung finden. Die thermische Nachbehandlung b) der in a) beschriebenen Polymerisation wurde
läßt sich sogar ganz ohne Katalysator durchführen. unmittelbar nach Beendigung der Reaktion eine Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, wenn eine 65 lstündige Erhitzung des Rohproduktes auf 360° C ausreichende Menge eines Katalysators zugegen ist. angeschlossen. Es wurden neben 96% Cyanurchlorid Die nach dem Erhitzen im Reaktionsprodukt ver- nur noch 4% Destillationsrückstand gefunden (davon bleibenden Nebenprodukte sind nicht flüchtig und 10% in Aceton unlöslich).
Beispiel 3
Der im Beispiel 2 a) beschriebenen Polymerisation wurde unmittelbar nach Beendigung der Reaktion eine 2stündige Erhitzung des Rohproduktes auf 38O0C angeschlossen. Es wurden neben 97% Cyanurchlorid nur noch 3% Destillationsrückstand gefunden (davon 13 % in Aceton unlöslich).
Beispiel 4
In einer kontinuierlich arbeitenden Apparatur mit zwei nacheinandergeschalteten Reaktoren wurden stündlich 6 kg Chlorcyan mit einem Wassergehalt von 0,1 bis 0,2% eingespeist. Die Temperatur im ersten Reaktor betrug 300° C und der Druck 23 atü. Im zweiten Reaktor wurde das Produkt auf 350° C aufgeheizt und blieb mit einer mittleren Verweilzeit von 0,5 Stunden auf dieser Temperatur, bevor es in einem Kratzkühler auf 17O0C abgekühlt und entspannt wurde. Das Rohprodukt ergab bei der frak- ao tionierten Destillation 5,5% Destillationsrückstand und 94,5% Cyanurchlorid. Die Umsetzung des Chlorcyans war vollständig.
Bei den Versuchen wurde als Ausgangsprodukt stets Chlorcyan verwendet. Es kann aber auch an. Stelle von Halogencyan ein ungefähr äquimolekulares Gemisch von Halogen und Cyanwasserstoff eingesetzt werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid durch Polymerisation von Chlorcyan in flüssigem Cyanurchlorid bei 200 bis 380° C, vorzugsweise 270 bis 340° C, unter Druck in einer ersten Verfahrensstufe und durch thermische Nachbehandlung in einer zweiten Verfahrensstufe, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verfahrensstufe bei 300 bis 450° C, vorzugsweise 350 bis 380° C, durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Chlorcyan ein ungefähr äquimolekulares Gemisch von Chlor und Cyanwasserstoff eingesetzt wird.
DEB83686A 1965-09-11 1965-09-11 Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid Pending DE1291745B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE890645C (de) * 1953-08-13 Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roesskr, Frankfurt/M Verfahren zur Herstellung von Cyanurhalogenide^
DE912220C (de) * 1952-01-11 1954-05-28 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid
DE945239C (de) * 1954-12-25 1956-07-05 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid
DE1098518B (de) * 1959-10-28 1961-02-02 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid aus tetramerem Chlorcyan
US3070601A (en) * 1959-09-15 1962-12-25 Monsanto Chemicals Process for the production of cyanuric chloride

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