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Die Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Speicherelement
mit zwei Eingangs-Undstufen, einer nachgeschalteten Oderstufe und zwei dieser nachgeschalteten
Nichtstufen, wobei der Ausgang der letzten Nichtstufe und eine Undstufe rückgeführt
ist und das Setzen des Speicherelementes durch ein Taktsignal und das Halten des
Speicherelementes durch ein negiertes Taktsignal erfolgt.
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Derartige Speicherelemente sind beispielsweise durch die deutsche
Auslegeschrift 1119 911 bekanntgeworden. Es ist ferner bekannt, derartige Speicherelemente
in modifizierter Form in elektronischen Schrittschaltwerken zu verwenden (deutsche
Auslegeschrift 1155 484).
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In der deutschen Auslegeschrift 1155 484 ist bereits darauf hingewiesen,
daß an das übergangsverhalten der die Speicherelemente ansteuernden antivalenten
Taktsignale bestimmte Forderungen gestellt werden müssen, um ein zuverlässiges Arbeiten
der Speicherelemente zu erreichen. Bei diesen Speicherelementen muß die hintere
Flankensteilheit der antivalenten Taktsignale in definierten, einander fest zugeordneten
Grenzen liegen. Ist dies nicht der Fall, so kann das vom Speicherelement zu speichernde
Signal verlorengehen. Um diesen Mangel zu beheben, ist in der letztgenannten Literaturstelle
vorgeschlagen, dem Speicherelement eine weitere Haltestufe zuzuordnen, die vom zu
speichernden Signal und vom Ausgangssignal des Speicherelementes angesteuert wird,
wodurch die Zeit des Valenzwechsels der antivalenten Taktsignale überbrückt wird.
Die Haltestufe kann beispielsweise als Undstufe ausgebildet sein. Das bisher aus
beispielsweise zwei Eingangs-Undatufen bestehende Speicherelement benötigt nunmehr
drei Eingangs-Undstufen. Bei der Erstellung von digitalen Anlagen großen Umfanges
mit einer Vielzahl von Speicherelementen stellt die zusätzliche Haltestufe des Speicherelementes
eine beträchtliche Aufwandserhöhung dar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den sich durch die zusätzliche
Haltestufe ergebenden Aufwand zu vermeiden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das das Speicherelement
ansteuernde negierte Taktsignal vor dem Verschwinden des bejahten, das Speicherelement
ansteuernden Taktsignals auftritt.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 das an sich bekannte elektronische
Speicherelement, F i g. 2 ein Signaldiagramm zum Speicherelement nach der F i g.
1.
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Das Speicherelement nach der F i g. 1 besteht aus zwei Eingangs-Undstufen
1, 2, die eine Oder-Nichtstufe ansteuern, der eine Nichtstufe 4 nachgeschaltet ist.
Der Ausgang A ist auf die Eingangs-Undstufe 2 zurückgeführt. Die Undstufe 1 stellt
die Setzstufe und die Undstufe 2 die Haltestufe des Speicherelementes dar. An der
Setzstufe 1 wirkt ein zu speicherndes Signal e, das bei Auftreten eines Taktsignals
t in das Speicherelement übernommen wird und am Ausgang A desselben auftritt. An
der Haltestufe 2 wirkt außer der Rückführung A ein negiertes Taktsignal i.
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Das beschriebene Speicherelement ist grundsätzlich bekannt (vorstehend
genannte Literaturstellen), jedoch in dieser Ausführung als nicht brauchbar angesehen
worden. Das Speicherelement arbeitet jedoch stoßstellenfrei, wenn es durch Taktsignale
t, i* der Form nach F i g. 2 a angesteuert wird. Wie dem Signaldiagramm nach der
F i g. 2 a zu entnehmen ist, wird das negierte Taktsignal i* bereits entsprechend
L, wenn das Taktsignal t noch entsprechend L ist.
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In der F i g. 2 a sind nicht die beim Välenzwechsel der Taktsignale
auftretenden Schaltzeiten (bedingt durch Transistoren) berücksichtigt. In der F
i g. 2 b ist dies der Fall, wobei jedoch nur ein vergrößerter Ausschnitt des Signaldiagramms
nach der F i g. 2 a dargestellt ist. Durch die Schrägstrichelung sind die »0«- und
»L«-Bereiche angedeutet.
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Im Zeitpunkt a hat das Taktsignal t den Wert entsprechend
L erreicht, und da zu diesem Zeitpunkt das zu speichernde Signal e entsprechend
L vorhanden ist, wird dieses Eingangssignal e vom Speicherelement übernommen, und
am Ausgang des Speicherelementes tritt ein Signal A entsprechend
L bis zum Zeitpunkt c auf. Bevor das Taktsignal t entsprechend L zum Zeitpunkt
c verschwindet, tritt bereits vorher zum Zeitpunkt b das negierte Taktsignal 7*
entsprechend L auf. Das Ausgangssignal A entsprechend L ist bereits
vorhanden und wird ab Zeitpunkt b zusätzlich zur Undstufe 1 nunmehr auch von der
Undstufe 2 gehalten. Das Halten des Ausgangssignals A entsprechend L durch die Haltestufe
2 erfolgt bis zum Zeitpunkt d, zu welchem das negierte Taktsignal i* wieder
entsprechend 0 wird und das Taktsignal t entsprechend L. Da das zu
speichernde Eingangssignal e zu diesem Zeitpunkt und auch nachfolgend entsprechend
0 ist, ist damit auch das Ausgangssignal A des Speicherelementes entsprechend 0.
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Wie dem Signaldiagramm nach .der F i g. 2b zu entnehmen ist, wird
durch das Auftreten des Taktsignals i* entsprechend L während des Vorhandenseins
des Taktsignals t entsprechend L ein stoßstellenfreies Ausgangssignal
A entsprechend L erreicht. Das Ausgangssignal A setzt sich aus den sich zeitlich
überlappenden Ausgangssignalen 1', 2' der Setzstufe 1 und Haltestufe 2 nach der
F i g. 1 zusammen.
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Als Taktsignalgenerator kann beispielsweise ein solcher nach Patent
1222 972 verwendet werden, der aus mindestens zwei statischen Speichern mit Zeitgliedern
besteht, wobei an den Ausgängen der Speicher beispielsweise um 90° gegeneinander
versetzte Signale auftreten, die eine solche logische Signal-Ausblendschaltung ansteuern,
daß an deren Ausgängen Signale t, i* der Form nach der F i g. 2 auftreten.