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DE1290895B - Kartenschlagmaschine zur Herstellung von Jacquardkarten - Google Patents

Kartenschlagmaschine zur Herstellung von Jacquardkarten

Info

Publication number
DE1290895B
DE1290895B DE1962SC031770 DESC031770A DE1290895B DE 1290895 B DE1290895 B DE 1290895B DE 1962SC031770 DE1962SC031770 DE 1962SC031770 DE SC031770 A DESC031770 A DE SC031770A DE 1290895 B DE1290895 B DE 1290895B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
punching machine
card punching
color
punch
switching
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1962SC031770
Other languages
English (en)
Inventor
Vogel Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schnitzler & Vogel GmbH
Original Assignee
Schnitzler & Vogel GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schnitzler & Vogel GmbH filed Critical Schnitzler & Vogel GmbH
Priority to DE1962SC031770 priority Critical patent/DE1290895B/de
Publication of DE1290895B publication Critical patent/DE1290895B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Input From Keyboards Or The Like (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Klaviatur-Jacquardkartenschlagmaschine zum querreihenweisen Schlagen von Jacquardkarten für mehrfarbige Gewebe, insbesondere Teppiche, mit einer Einrichtung zur Erleichterung des gleichzeitigen Lesens und Schlagens aller Farben der Patrone, bei welcher beim Lesen der Patronenpunkte eine der Farbe derselben zugeordnete Klaviaturtaste gedrückt wird, die einer Tastengruppe angehört, welche eine der Zahl der zu lesenden Farben entsprechende Zahl von unmittelbar nebeneinanderliegenden Tasten umfaßt.
  • Die bekannten Kartenschlagmaschinen zur Herstellung von Jacquardkarfen ohne Einrichtung zur Erleichterung des gleichzeitigen Lesens und Schlagens aller Farben dei# Patrone sind üblicherweise mit einer sechzehntastigen Klaviatur ausgerüstet, wobei jeder Taste ein Lochstempel. zugeordnet ist, der bei Betätigung der Taste in Arbeitsstellung zu bringen ist. Nachdem sämtliche für einen Schlag erforderlichen Lochstempel in Arbeitsstellung gebracht sind, wird ein Schlagwerk betätigt, durch das die in Arbeitsstellung befindlichen Lochstempel in die Jacquardkarten entsprechende Löcher einschlagen. Nach erfolgtem Schlag wird die Jacquardkarte für den nächsten Schlag ein kleines Stück weitergerückt, und der vorbeschriebene Vorgang erfolgt dann von neuem. Beim Schlagen von Jacquardkarten zur Herstellung mehrfarbiger Waren, insbesondere Teppichen, wird bei diesen Maschinen so vorgegangen, daß sämtliche Farben direkt ohne Vorkarten auf eine Karte geschlagen werden. Dabei werden jeder Farbe so viele Lochstempel zugeordnet, wie der Beziehung »Gesamtzahl der Stempel zu Anzahl der Farben« entspricht. Das heißt also', daß beim Schlagen einer fünffarbigen Ware auf einer sechzehntastigen Kartenschlagmaschine für jede Farbe, gemäß der Beziehung 16: 5 = 3, Rest 1, drei Lochstempel und damit drei Tasten zur Verfügung stehen. Der sechzehnte Lochstempel wird dabei ungenutzt gelassen. Bei einer vierfarbigen Ware wären es vier Lochstempel, bei einer dreifarbigen fünf Stempel usw. Bei einer vierfarbigen Ware würde natürlich auch der sechzehnte Stempel benutzt, da 16 durch 4 teilbar ist.
  • Das Folgende bezieht sich auf eine fünffarbige Ware. Es gilt aber analog auch für zwei-, drei-, vierfarbige Waren usw. Für das Schlagen einer fünffarbigen Ware stehen also, wie erwähnt, für jede Farbe drei Lochstempel zur Verfügung. Für einen Schlag können daher auch immer nur drei Lochstempel in Arbeitsstellung gebracht werden. Nach erfolgter Lochung mit diesen drei Lochstempeln muß die Karte für den nächsten Schlag um ein entsprechendes Stück weitergerückt werden. Sind nun beispielsweise der Farbe I die Tasten 1, 2, 3, der Farbe II die Tasten 4, 5, 6, der Farbe III die Tasten 7, 8, 9, der Farbe IV die Tasten 10, 11, 12 und der Farbe V die Tasten 13, 14, 15 zugeordnet und erscheinen auf der das fünffarbige Teppichmuster enthaltenden Patrone für einen Schlag hintereinander jeweils die gleichen Farben, so sind sämtliche zu dieser Farbe gehörigen Tasten zu drücken. Erscheint jedoch beispielsweise zunächst die Farbe III, dann die Farbe II und dann vielleicht die Farbe IV, so ist für die Farbe III die zugehörige erste Taste 7, für die Farbe II die zugehörige zweite Taste 5 und für die Farbe IV die dritte Taste 12 zu drücken. Es ist beim Schlagen also nicht nur darauf zu achten, daß die richtige Farbe angeschlagen, sondern auch noch darauf, daß innerhalb der zu einer Farbe gehörigen Tastengruppe entsprechend der Reihenfolge der Farben auf der Patrone die richtige Taste gedrückt wird. Das erfordert eine sehr große Konzentration, da man sich bei den vorhandenen sechzehn Tasten sehr leicht verschlagen kann. Der Einsatz von geübten Hilfskräften ist praktisch unmöglich.
  • Zur Erleichterung des vorstehend beschriebenen komplizierten Lese- und Schlagvorganges bei Benutzung einer sechzehn Tasten aufweisenden Maschine ohne Sondereinrichtung ist bereits eine Maschine der eingangs genannten Art geschaffen worden (deutsches Gebrauchsmuster 1786 400). Dieselbe weist an Stelle der bekannten Klaviatur, bei der die Tasten in einer Reihe nebeneinander liegen, gruppenweise untereinander angeordnete Tasten auf, wobei jede Gruppe eine Farbe umfaßt. Dabei bleibt jedoch der Nachteil bestehen, daß alle sechzehn Tasten, also für jede Farbe mehrere Tasten, bedient werden müssen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kartenschlagmaschine ohne diesen Nachteil dieser bekannten Maschine zu schaffen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß eine einzige, eine der Zahl der zu lesenden Farben entsprechende Zahl von Tasten umfassende Tastengruppe zur Steuerung sämtlicher Lochstempel vorgesehen ist, daß diese Tastengruppe beim aufeinanderfolgenden Lesen der Patronenpunkte nacheinander an entsprechend große Lochstempelgruppen mittels Schalteinrichtung zur Steuerung des der gedrückten Taste innerhalb der Lochstempelgruppe entsprechenden Lochstempels anschließbar ist und daß die Schaltungen der Schalteinrichtung jeweils durch das Drükken der Tasten beim Lesen der aufeinanderfolgenden Patronenpunkte auslösbar sind. Da insgesamt nur so viele Tasten zu betätigen sind, wie Farben vorkommen, braucht sich die Bedienungsperson jeweils nur auf das Lesen eines Patronenpunktes zu konzentrieren. Dadurch wird das fehlerfreie Schlagen der Jacquardkarte sehr erleichtert. Ungeübte Bedienungspersonen können sich leicht einarbeiten und zudem von Anfang an schneller arbeiten als bisher.
  • Bevorzugte weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen F i g. 1 bis 3 eine Vorderansicht, eine Draufsicht und eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Maschine, F i g. 4 bis 11 Einzelheiten des mechanischen Teiles der Maschine, in vergrößertem Maßstab verschiedener Ansichten und Schnitte, F i g. 12 ein elektrisches Schaltschema der Maschine und F i g. 13 eine Schemaskizze zur Verdeutlichung dei Arbeitsweise des Erfindungsgegenstandes.
  • Die erfindungsgemäße Maschine 1 weist einen elektrischen Steuerungsteil, dessen wesentliche Teile irr Schaltschrank 2 untergebracht sind (F i g. 1), sowie einen mechanischen Teil, dessen Einzelheiten in der F i g. 4 bis 11 näher dargestellt sind und auf die nachfolgend zuerst eingegangen werden soll, auf.
  • An einem üblichen Maschinengestell 3 ist eir Wagen 4 mit dem zu lochenden Jacquardkarten. band 5 (beispielsweise System Verdol) in Längsrich. tung des Gestelles 3 verfahrbar angeordnet (F i g. 4,5) Das Jacquardkartenband ist auf einer Abwickelrolle 6 und einer Aufwickelrolle 7 montiert und führt sich beiderseits eines starr mit dem Gestell 3 verbundenen Lochtisches 8 in steuerbaren Walzen 9 und 10, die mit den Walzen in entsprechende in dem Jacquardkartenband 5 vorgesehene Löcher 11 eingreifen.
  • Oberhalb des Lochtisches 8 ist ein Schlagwerk 12 angeordnet, das über ein Gestänge 13 auf und ab bewegbar ist und von vier Zapfen 14 geführt ist. In die Bodenplatte 15 des Schlagwerkes 12 sind Lochstempel 16 lose in entsprechende Führungslöcher eingehängt. Mit ihrer Spitze sind die Lochstempel 16 in einer starr mit dem Gestell 3 verbundenen und oberhalb des Lochtisches 8 gelegenen Platte 17 geführt. Weder bei abgesenktem Zustand der Platte 12, wenn das Jacquardkartenband gelocht wird, noch bei angehobenem Zustand (F i g. 4., 6) können die Lochstempel 16 aus dieser Platte 17 herausrutschen, so daß sie immer sicher geführt sind.
  • Jeder der beiden parallel verlaufenden Reihen aus acht Lochstempeln 16 sind zwischen der Bodenplatte 15 und der Kopfplatte 18 des Schlagwerkes 12 Druckleisten 19 zugeordnet, wobei zu jedem Lochstempel 16 eine Druckleiste 19 gehört. Die Druckleisten 19 sind derart verschiebbar angeordnet, daß sie entweder über die zugehörigen Lochstempel 16 (Arbeitsstellung) oder aber außerhalb von diesen zu bringen sind. Die Verschiebung der Leisten 19 erfolgt über Stangen 20, 21, wobei die Stangen 21 durch Magneten 22 zu betätigen sind. In der Arbeitsstellung befindet sich beispielsweise in F i g. 6 die Druckleiste 191y, während die Druckleiste 191 sich außerhalb der Arbeitsstellung befindet. In F i g. 7 läßt sich derselbe Sachverhalt erkennen; hier sind für sämtliche Druckleisten 19 der rechten Hälfte die Arbeitsstellung und für die linke Hälfte die Außerarbeitsstellung veranschaulicht.
  • Beim Niedergehen des Schlagwerkes 12 senken sich zunächst alle Lochstempel 16 ab; während jedoch diejenigen Lochstempel, über denen sich keine Druckleiste 19 in Arbeitsstellung befindet, beim Auftreffen auf das Sacquardkartenband 5 stehenbleiben und sich bei weiterer Absenkung des Schlagwerkes 12 durch die Bodenplatte 15 in die Kopfplatte 18 hineinbewegen, werden die übrigen Lochstempel 16 von den in Arbeitsstellung befindlichen Druckleisten 19 erfaßt und schlagen ein Loch in das Jacquardkartenband 5. Auf die Steuerung der Druckleisten 19 bzw. der Magneten 22 wird später bei Erörterung des Schaltschemas noch näher eingegangen.
  • Der jeweilige Arbeitstakt, das Absenken des Schlagwerkes 12, erfolgt, nachdem sämtliche bei dem betreffenden Schlag zu betätigenden Druckleisten 19 in Arbeitsstellung gebracht worden sind; bei einer fünfchorigen Ware sind dies also, entsprechend der Beziehung 16: 5=3, Rest 1, drei Druckleisten 19, bei einer vierchorigen Ware vier Druckleisten 19, bei einer dreichorigen Ware fünf Druckleisten 19 usw. Nach dem Arbeitstakt wird beim Wiederanheben des Schlagwerkes 12 der Wagen 4 um ein kleines Stück verschoben, so daß das Jacquardkartenband 5 für einen neuen Schlag freigegeben ist. Nachdem auf diese Weise ein Feld des Bandes - auch als Einzelkarte bezeichnet - vollgeschlagen ist, wird der Wagen 4 wieder zurückgefahren und werden von Hand die Walzen 9 und 10 betätigt, so daß die nächste Einzelkarte gelocht werden kann. Die Betätigung der Walzen 9 und 10 könnte selbstverständlich auch automatisch erfolgen. Wie schon angedeutet, erfolgt die Betätigung des Schlagwerkes 12 über das Gestänge 13. Dieses Gestänge 13 wird von einem Exzenter 23 bewegt, der über einen Riementrieb 24 von einem Motor 25 anzutreiben ist (F i g. S bis 11). Zwischen dem Riementrieb 24 und dem Exzenter 23 ist eine Kupplung 26 vorgesehen, die von einem steuerbaren Magneten 27 über eine Sperrklinke 28 betätigt wird. Bei angehobener Sperrklinke 28 wird die Kupplung 26 angeschaltet. Nach genau einer Umdrehung - dabei hat sich das Schlagwerk 12 einmal ab- und wieder aufwärts bewegt - rastet die Sperrklinke 28 wieder ein und schaltet dabei die Kupplung 26 aus.
  • Von dem Exzenter 23 wird neben dem Gestänge 13 auch gleichzeitig noch ein weiteres Gestänge 29 betätigt. Das Gestänge 29 hat die Aufgabe, den Wagen 4 nach einer erfolgten Lochung des Jacquardkartenbandes 5 um einen Schritt weiter zu befördern, damit die nächste Lochung erfolgen kann. Das Gestänge 29 besitzt zunächst einen Hebel 29a, der starr auf der Welle 30 sitzt, die er mit dem Gestänge 13 gemeinsam hat und die bei einer Bewegung des Exzenters 23 ausgelenkt wird. Dadurch wird eine Stoßstange 29 h in Bewegung gesetzt, die mit ihrem einen Ende einen Schalter 31 zu betätigen vermag, der die Magneten 22 abschaltet, wodurch sämtliche sich in Arbeitsstellung befindlichen Druckleisten 19 wieder in die Außerarbeitsstellung gebracht werden. Ferner wird von der Stoßstange 29b noch ein weiteres Teilgestänge 29 c betätigt, das mit einer an dem Wagen 4 starr befestigten Zahnstange 32 in Verbindung steht und somit den Wagen 4 entsprechend dem Exzenterhub jeweils um einen Schritt vorzuziehen vermag. Es ist erforderlich, daß die Betätigung des Teilgestänges 29c so einreguliert ist, daß die Zahnstange 32 erst in Bewegung gesetzt wird, wenn sich das Schlagwerk 12 wieder nach oben bewegt. Dies läßt sich leicht durch eine entsprechende Einstellung von Anschlagstücken 29d, in die das Teilgestänge 29c eingreift, erreichen. Ferner ist darauf zu achten, daß auch der Schalter 31 erst betätigt wird, wenn die Lochung vollzogen ist.
  • Insgesamt kann der Arbeitsablauf in der Maschine 1 wie folgt zusammengefaßt werden: 1. Einrücken in Arbeitsstellung sämtlicher füj einen Schlag erforderlichen Druckleisten 19.
  • 2. Lösen der Sperrklinke 28 und damit Ausführung des Schlages durch das Schlagwerk 12 über das Gestänge 13.
  • 3. Nach erfolgtem Schlag beim Hochgehen des Schlagwerkes 12 Betätigung der Zahnstange 32 über das Gestänge 29 sowie gleichzeitig Außerarbeitsstellungbringen der Druckleiste 19 über einen von der Stoßstange 29b zu betätigenden Schalter 31.
  • Von diesen genannten drei Arbeitsgängen erfolgt lediglich der erste teilweise manuell durch Betätigung von entsprechenden Kontakttasten, während alle anderen automatisch gesteuert werden. Und zwar erfolgt die manuelle Betätigung derart, daß für eine mehrchorige Ware jedem Chor nur eine mechanisch von Hand zu betätigende Taste 33 einer an dem Maschinengestell 3 angebrachten Tastatur zugeordnet ist.
  • Gemäß dem Schaltschema (F i g. 12) ist der elektrische Teil der Maschine für eine fünfchorige Ware eingerichtet. Von den sechzehn Magneten 221 bis 22".j sind jeweils drei Magneten einer der Tasten 31 zugeordnet, und zwar Magnet 221 bis 22,11 Taste 33" Magnet 221v bis 22,1 Taste 33,I, Magnet 22v" bis 221x Taste 3311, usw.
  • Zu den Magneten 22 gehören auch noch Relais 34, die genau wie die Magneten 22 in Dreiergruppen je einer der Tasten 33 -zugeordnet sind.
  • Als Stromquelle dient ein an ein Stromnetz anschließbarer Transformator 35 mit (nicht gezeichnet) vorgeschaltetem Gleichrichter. Die Minusphase der Stromquelle führt zunächst zu den Kontakten 36 der Tasten 33. Je nachdem, welcher der Kontakte 36 geschlossen ist, fließt die Minusphase über einen der Stecker 37 zu der entsprechenden Relaisgruppe 34. In dem Ausführungsbeispiel ist der Einfachheit halber nur die Verdrahtung für die Taste 33, eingezeichnet; bei einem Druck auf die Taste 331 schließt sich der Kontakt 361, so daß die Minusphase über die Stecker 371 an den Relais 341 und 34111 anliegt.
  • -7- Die Plusphase der Stromquelle liegt direkt an allen Relais 34 an, so daß bei einem Druck auf eine entsprechende Taste 33 ein die zugehörige Relaisgruppe 34 enthaltender Stromkreis geschlossen ist und dadurch die Kontakte 34" der Relais angezogen werden. Gemäß dem Schaltschema werden also bei einem Druck auf die Taste 331 sämtliche Kontakte 34" 1 bis 34,13 der Relaisgruppe 341 bis 34111 angezogen. über die geschlossenen Kontakte 34" soll die Plusphase der Stromquelle an die Magneten 22 angeschlossen werden. Obwohl jedoch bei einem Druck, beispielsweise auf die Taste 331, sämtliche Kontakte 34", bis 34, 3 geschlossen werden, findet nur über einen einzigen dieser Kontakte ein Stromfluß zu dem entsprechenden Magneten der zugehörigen Gruppe von Magneten 221 bis 22111, die mit. ihrer Minusphase direkt an der Stromquelle liegt, statt, so daß auch nur dieser eine Magnet 22 angezogen wird und damit nur eine einzige Druckleiste 19 in Arbeitsstellung gebracht wird. Die Steuerung der über die Kontakte 34" zu den Magneten 22 fließenden Plusphase geschieht auf die folgende Weise: Von der Stromquelle führt die Plusphase zunächst zu einem Schaltband 38 und fließt von hier je nach der Stellung des zugehörigen Schaltbandkontaktes 38" über die Leitungen a, b oder c zu einer der Steckerreihen 39, bis 39, (in der gezeigten Stellung führt die Plusphase über die Leitung a zu der Steckerreihe 39a). An der Steckerreihe 39, wird die Plusphase so verzweigt, daß sie mit den Kontakten 34"l, 34"4> 34"7y 34.1. usw. verbunden ist (in der Zeichnung ist der Einfachheit halber nur die Verbindung mit dem -Kontakt 34" 1 und 34,14 gezeichnet). Von der Steckerleiste 39b wird die über die Leitung b fließende Plusphase so verteilt, daß sie an den Kontakten 34"" 34"" usw. liegt, und in analoger Weise findet von der Steckerleiste 39, eine solche Aufteilung statt, daß die über die Leitung c fließende Plusphase mit den Kontakten 34"", 34" , usw. verbunden ist.
  • Bei einem Druck auf die Taste 33, kann also entsprechend der Stellung des Schaltkontaktes 38" lediglich ein Plusstrom über den Kontakt 34a 1 zu dem Magnet 221 fließen und diesen dadurch anziehen. Bei einem Druck auf die Taste 3311 würde entsprechend über den Kontakt 34a4 ein Strom zu dem Magneten 221v, also ebenfalls den ersten Magneten der zweiten Relais-Gruppe 221v bis 22v, fließen und diesen anziehen. Das gilt .in analoger Weise für sämtliche andere Tasten. Jedesmal würde beim Druck auf eine der Tasten 33 in der gezeigten Stellung des Schaltkontaktes 38" jeweils der erste Magnet der zugehörigen Relaisgrüppe angezogen werden.
  • Gleichzeitig mit dem Anziehen eines Magneten 22 wird noch ein von dem bewegten Weicheisenkern 22" dieses Magneten betätigter sogenannter Selbsthaltekontakt 40 eingeschaltet, der bewirkt, daß jetzt die Plusphase von der Stromquelle direkt zu diesen Magneten 22 und nicht über die Kontakte 34" fließt. Das ist aus folgendem Grund erforderlich. Beim Loslassen der gedrückten Taste 33 löst sich auch sofort wieder der zugehörige Kontakt 34" des entsprechenden Relais 34, 'so daß der Stromfluß über den Kontakt 34" zu dem gerade betätigten Magneten 22 wieder unterbrochen wird. Der Magnet 22 muß aber so lange angezogen bleiben, bis alle drei für einen Schlag erforderlichen Magneten 22 bzw. Druckleisten 19 in Arbeitsstellung gebracht und der Schlag ausgeführt ist; erst dann dürfen sich die Magneten wieder lösen und damit in Außerarbeitsstellung gebracht werden. Dies geschieht, wie schon bei Erläuterung des mechanischen Teiles ausgeführt, durch Betätigung des Schalters 31, wodurch die zu den Magneten führende Minusphase wieder unterbrochen wird.
  • Beim Herunterdrücken einer der Tasten 33 wird mit geringer Verzögerung gegenüber der Schließung der Kontakte 36 über einen Hebel 41 noch ein weiterer Kontakt 42 geschlossen. Dadurch bekommt eine Kupplung 38b eines während des Betriebes der Anlage ständig laufenden (nicht gezeichneten) Motors Strom, wodurch der Schaltkontakt 38" um ein kleines Stück weitergerückt wird (in der Zeichnung von der Leitung a zu der Leitung b). Dadurch wird erreicht, daß beim zweiten Herunterdrücken einer der Tasten 33 jeweils der zweite Magnet einer Relaisgruppe angezogen wird, also Magnet 2211 oder 22v usw. Beim dritten Tastendruck, bei dem der über das Schaltband 38 fließende Plusstrom über die Leitung c geführt wird, betätigt der Kontakt 42 neben der Kupplung 381, noch gleichzeitig die Kupplung 26, die das Schlagwerk 12, wie anfangs erwähnt, in Tätigkeit setzt.
  • Mit der Maschine wird wie folgt gearbeitet: Gegeben sei die in der F i g. 13 rechts dargestellte Patrone einer fünffarbigen bzw. fünfchorigen Ware. Die fünf vorgesehenen Farben Weiß, Grün, Gelb, Blau und Rot sind auf der Patrone mit den Buchstaben a, b, c, d, e, auf der Tastatur 33 sowie den entsprechend zugeordneten je drei Lochstempeln (in der Zeichnung mit Platine bezeichnet) mit I, 1I, 11I, IV und V bezeichnet.
  • Für den ersten Schlag erscheinen auf der Patrone die Farben Grün, Grün, Rot. Diese werden wie folgt geschlagen: Zunächst wird die der Farbe Grün entsprechende Taste II der Tastatur 33 gedrückt, wodurch, wie aus dem Schaltplan in F i g. 12 ersichtlich, der Schaltkontakt 38" des Schaltbandes 38, der an der Leitung a anliegt, den zugehörigen Magneten 221v in die Arbeitsstellung bringt. Anschließend wird die Taste II nochmals gedrückt, nachdem das Schaltband 38 mit seinem Schaltkontakt 38, von der Leitung a zu der Leitung b gerückt ist. Dadurch wird der Magnet 22v, also der zweite Magnet, der zu der Taste II gehörenden Magnetgruppe 221v bis 22v, in Arbeitsstellung gebracht. Nunmehr wird die Taste V gedrückt, nachdem wiederum das Schaltband 38 um ein kleines Stückchen vorgerückt ist und der Schaltkontakt 38" an der Leitung c anliegt. Bei dieser Stellung des Schaltbandes 38 wird der Magnet 22xv in Arbeitsstel- Jung gebracht, also der dritte Magnet der zu dieser Taste gehörenden Magnetgruppe 22g111 bis 22X1..
  • Jetzt erfolgt das Stanzen der drei Löcher für die ersten drei Patronenpunkte, wie auf der Karte in F i g. 13 eingezeichnet, und anschließend wird die Karte unter dem Schlagwerk 12 um ein Stückchen verschoben und kann nun für den zweiten Schlag vorbereitet werden. Gleichzeitig hat der nächstfolgende Schaltbandkontakt 38a des Schaltbandes 38 die Leitung a erreicht. Auf der Patrone erscheinen jetzt nacheinander die Farben Rot, Weiß, Weiß. Demzufolge ist zunächst die Taste V (Rot) zu drücken, so daß der zugehörige Magnet 22g111 betätigt wird, also der erste der zu der Taste V gehörenden Magnetgruppe 22g111 bis 22g1-. Auf der Patrone folgt jetzt die Farbe Weiß, so daß die Taste 1 zu drücken ist, nachdem der Schaltbandkontakt 38" zu der Leitung b gelangt ist. Dadurch wird der Magnet 2211, also der zweite der zu der Taste I gehörenden Magnetgruppe 221 bis 221,1, in Arbeitsstellung gebracht. Da jetzt auf der Patrone nochmals die Farbe Weiß erscheint, wird die Taste I nochmals gedrückt, nachdem das Schaltband 38 mit seinem Kontakt 38, an der Leitung c anliegt, so daß der Magnet 22111 betätigt wird. Durch Austausch des Schaltbandes 38 und entsprechende andere Verdrahtung bzw. Umstöpselung der Steckerreinen 39 und 37 läßt sich der Erfindungsgegenstand auf das Schlagen von Mustern verschiedener Farbenzahl umstellen. Handelt es sich z. B. um ein dreifarbiges Muster, stünden also für jede Farbe entsprechend der Beziehung 16: 3 = 5, Rest 1, fünf Lochstempel zur Verfügung, so wären zunächst an Stelle der Steckerreihen 39" bis 39, zwei weitere Steckerreihen zu belegen. Dabei würden jedoch von jeder dieser Reihen zur Verzweigung des Stromes nur drei Stecker benötigt. Von der ersten Reihe müßte nämlich die betreffende Phase jeweils an die Kontakte 34a 1, 34.. und 34.1. angelegt werden, von der zweiten Steckerreihe an die Kontakte 34, =, 34a 7 und 34",l. USW.
  • Ferner müßten dadurch, daß fünf Steckerreihen 39 zu benutzen sind, entsprechend auch fünf Leitungen a, b, c usw. mit diesen in Verbindung stehen. Demzufolge müßte auch der Abstand der einzelnen Kontakte 38,l zueinander gegenüber der Darstellung in der F i g. 12 vergrößert werden, so daß erst nach einem fünfmaligen Rücken des Schaltbandes 38 ein nächster Kontakt 38" wieder an eine mit der Steckerreihe 39, verbundene Leitung zu liegen kommt.
  • Bei einer dreichorigen Ware wären entsprechend auch die Stecker 37 sinngemäß umzustöpseln, da lediglich drei Tasten 33 benötigt werden. Die Umstöpselung müßte so erfolgen, daß an dem zu der Taste 331 gehörigen Schalter 361 einmal die Relais-Gruppen 341 bis 34v, von dem Schalter 3611 die Relais-Gruppe 34v, bis 34g und von dem Schalter 3611, die Relais-Gruppe 34g1 bis 34gv angeschlossen sind. Sofern an Stelle einer dreifarbigen Ware nur eine zweifarbige Ware vorliegt, müssen wieder entsprechende Umstöpselungen erfolgen, da für eine zweifarbige Ware nur zwei Tasten 33 benötigt werden, andererseits jedoch acht Leitungen a, b, c usw. und acht Steckerreihen 39.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Klaviatur-Jacquardkartenschlagmaschine zum querreihenweisen Schlagen von Jacquardkarten für mehrfarbige Gewebe, insbesondere Teppiche, mit einer Einrichtung zur Erleichterung des gleichzeitigen Lesens und Schlagens aller Farben der Patrone, bei welcher beim Lesen der Patronenpunkte eine der Farbe derselben zugeordnete Klaviaturtaste gedrückt wird, die einer Tastengruppe angehört, welche eine der Zahl der zu lesenden Farben entsprechende Zahl von unmittelbar nebeneinanderliegenden Tasten umfaßt, d adurch gekennzeichnet, daß eine einzige, eine der Zahl der zu lesenden Farben entsprechende Zahl von Tasten (33) umfassende Tastengruppe zur Steuerung sämtlicher Lochstempel (16) vorgesehen ist, daß diese Tastengruppe beim aufeinanderfolgenden Lesen der Patronenpunkte nacheinander an entsprechend große Lochstempelgruppen mittels einer Schalteinrichtung zur Steuerung des der gedrückten Taste (33) innerhalb der Lochstempelgruppe entsprechenden Lochstempels anschließbar ist und daß die Schaltungen der Schalteinrichtung jeweils durch das Drücken der Tasten (33) beim Lesen der aufeinanderfolgenden Patronenpunkte auslösbar sind.
  2. 2. Kartenschlagmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochstempel (16) über von den Tasten (33) zu betätigende Elektromagneten (22) steuerbar sind.
  3. 3. Kartenschlagmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Elektromagneten (22) eine Phase einer Stromquelle(35) unmittelbar an sämtlichen Magneten (22) liegt, während die zweite Phase über je einen jedem der Magneten (22) zugeordneten ein- und ausschaltbaren Kontakt (34a) eines Relais (34) zu den Magneten (22) führt und diese Phase derart über ein Schaltband (38) und eine Steckerreihe (39a bis 39") geleitet ist, daß entsprechend der Stellung von Schaltkontakten (38a) des Bandes (38) jeweils nur der erste oder der zweite oder der dritte usw. Kontakt (34a) der zu jeder Farbe gehörigen Relais-Gruppe (34) mit der zweiten Phase verbunden ist und zur Betätigung der Kontakte (34a) durch die Relais (34) mittels der Tasten (33) zu schließende Stromkreise vorgesehen sind, wobei über jede Taste (33) Stromkreise für sämtliche Relais (34) der der betreffenden Farbe zugeordneten Relais-Gruppe (34) zu schließen sind.
  4. 4. Kartenschlagmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltband (38) über eine Elektrokupplung (38b) mit einem während des Betriebes der Schlagmaschine stetig laufenden Motor in Verbindung steht und die Kupplung (38b) durch jede Taste (33) beim Niederdrücken über einen Schalter (42) zu betätigen ist, derart, daß das Schaltband (38) jeweils mit seinen Kontakten (38a) um einen Schritt weitergerückt wird.
  5. 5. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagneten (22) mit Selbsthaltekontakten (40) ausgerüstet sind, die über einen mechanisch zu betätigenden Schalter (31) zu lösen sind.
  6. 6. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagwerk (12) mit einem beim Betrieb der Kartenschlagmaschine ständig laufenden Motor (25) über ein Gestänge (13) sowie eine Elektrokupplung (26) kuppelbar ist und daß der zu der Kupplung (26) fließende Stromkreis durch Schließung des Kontaktes (42) beim Niederdrücken der Tasten (33) sowie über das- Schaltband (38) zu schließen ist, nachdem der letzte Lochstempel (16) eines Schlages in Arbeitsstellung gebracht ist.
  7. 7. Kartenschlagmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (13) mit einem Gestänge (29) zum schrittweisen Vorschub des Wagens (4) in Verbindung steht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2127151A1 (de) * 1971-06-01 1972-12-14 Grosse Webereimaschinen Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Datenträgern zur Steuerung der Einlesevorrichtung von Textilmaschinen

Citations (2)

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DE1786400U (de) * 1957-03-22 1959-04-02 Herbert Reichel Textilwerk Anbaugeraet fuer kartenschlagmaschinen, vorzugsweise fuer klaviatur - jacquard - kartenschlagmaschinen, zur herstellung zwei- und mehrchoriger teppichjacquardkarten.
DE1844297U (de) * 1961-10-28 1961-12-28 Schnitzler & Vogel G M B H Vorrichtung zur gleichzeitigen bataetigung mehrerer tasten bei kartenschlagmaschinen fuer jacquardkarten.

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