-
Die Erfindung betrifft einen Langvorschub-Rußbläser mit einem Blasrohr,
das mittels eines auf einer außerhalb des Rauchgaszuges angeordneten Schiene laufenden
Wagens axial in den Rauchgaszug hineingeschoben und wieder zurückgezogen wird.
-
Langvorschub-Rußbläser können außerhalb der Außenwand des Rauchgaszuges
eines Wärmeaustauschers, wie z. B. eines Dampfkessels, etwa in einer solchen Weise
angeordnet werden, daß das vordere Ende des Rußbläsers mit einer die Außenwand des
Rauchgaszuges durchsetzenden öffnung fluchtet. Hierbei wird das ausfahrbare lanzenförmige
Blasrohr in axialer Richtung aus einer zurückgezogenen Stellung außerhalb in eine
eingefahrene Stellung innerhalb des Wärmeaustauschers verschoben, um zum Entfernen
von Schlackenansammlungen oder anderen Ablagerungen auf der Heizfläche ein unter
Druck stehendes Reinigungsmedium, wie z. B. Luft oder Dampf, gegen die aktive Oberfläche
des Wärmeaustauschers zu blasen. Diese Bewegung des Blasrohres wird durch eine Verschiebung
längs eines das Blasrohr tragenden Gerüstes bewirkt. Rußbläser dieser Art sind-insbesondere
zur Reinigung der aktiven Oberfläche eines hängenden überhitzers oder ausgedehnter
Zwischenüberhitzerbündel geeignet, wodurch für Dampfkessel hoher Kapazität ein gleichbleibender,
hoher thermischer Wirkungsgrad aufrechterhalten werden kann. Im allgemeinen werden
eine Vielzahl von Rußbläsern in versetzten Reihen angeordnet, um die zu reinigende
Oberfläche des Wärmeaustauschers möglichst vollständig zu erfassen.
-
Bei Dampferzeugungsanlagen größerer Kapazität ist es erforderlich,
Bußbläser zu verwenden, deren Blasrohr eine Strecke von etwa 7,5 m, manchmal bis
12 m und mehr durchfährt, um die aktiven Oberflächen der Wärmeaustauscher in den
Gaskanälen zur Reinigung zu erreichen. Dies erfordert eine entsprechend große äußere,
über die Kesselwand hinausragende Freilänge des Bußbläsers; um dem Bedienungspersonal
der Anlage die periodische überwachung und Wartung der einzelnen Teile des Bußbläsers
zu ermöglichen, sind außerhalb der Außenwand des Raüchgaszuges Laufstege und Plattformen
erforderlich, die der äußeren Freilänge des Bußbläsers entsprechen. Die Errichtung
solcher Plattformen bereitet häufig außerordentliche Schwierigkeiten, da vorhandene
Rohrsysteme und andere bauliche Einrichtungen und Überwachungsanlagen in der Nähe
der Außenwand angeordnet sind und sich mit den Plattformen überschneiden. Auf jeden
Fall aber stellt die Errichtung eines außerhalb der Außenwand des Rauchgaszüges
gelegenen Stahlgerüstes, das sich entsprechend der Freilänge des Bußbläsers erstreckt
und bis zu der obersten Bläserreihe reicht, eine teure Kapitalanlage dar.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Bußbläser anzugeben,
dessen Wartung nicht mit einem störenden und kostspieligen Gerüstaufbau verbunden
ist.
-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Bußbläser
in der zurückgezogenen Stellung des Blasrohres mittels einer Schwenkanordnung um
eine zu seiner Längsachse senkrechte Schwenkachse in eine Ruhestellung verschwenkbar
ist, in der die Längsachse des Blasrohres parallel zur Außenwand des Rauchgaszuges
verläuft.
-
Um den Bußbläser nach der Verschwenkung seines Blasrohres zur Wartung
noch besser zugänglich zu machen, empfiehlt es sich in Weiterbildung der Erfindung,
den Rußbläser in der verschwenkten Lage, in der das Blasrohr parallel zur Außenwand
des Rauchgaszuges verläuft, mittels einer Laufkatze längs einer Schiene senkrecht
zur Außenwand des Rauch-(Y verfahrbar zu machen. Eine andere Weiterbildung der Erfindung,
die eine besonders platzsparende Lagerung des Rußbläsers in verschwenktem Zustand
ermöglicht, besteht darin, daß an der Schwenkanordnung eine Hebevorrichtung angebracht
ist, mit der der Rußbläser angehoben und abgesenkt werden kann, und daß eine Führung
vorgesehen ist, die einerseits das Blasrohr in Flucht mit einer Reinigungsöffnung
in der Außenwand des Rauchgaszuges hält, sobald sich der Rußbläser in seiner oberen
Stellung befindet, und andererseits den Rußbläser zur Schwenkung um die Schwenkanordnung
und zur Längsverschiebung der Laufkatze entlang der Schiene freigibt, wenn sich
der Rußbläser in seiner unteren Stellung befindet.
-
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rußbläsers ist in
der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1 einen Rußbläser gemäß der Erfindung
in Seitenansicht, der an einer Tragkonstruktion hängt und in Betriebsstellung mit
einem durch die Außenwand des Rauchgaszuges eines Wärmeaustauschers ragenden Wandgehäuse
fluchtet, F i g. 2 einen lotrechten Querschnitt durch den Laufwagen und die Hebevorrichtung
für den Bußbläser längs der Linie 2-2 in F i g. 1, F i g. 3 einen lotrechten Querschnitt
durch die Mittel zum Ausrichten des Rahmens und des Bußbläsers, um den Bußbläser
in der Betriebsstellung in Flucht mit der Wandöffnung zu halten, F i g. 3 A eine
Teilansicht einer anders ausgebildeten Halterung zum Anheben und Absenken des Bußbläsers
gegenüber dem Gesamtaufbau, F i g. 3 B eine teilweise geschnittene, vergrößerte
Seitenansicht des Mechanismus gemäß F i g. 3 A, F i g. 3 C einen Querschnitt durch
die Getriebeanlage des Anheb- und Absenkmechanismus gemäß F i g. 3 A längs der Linie
3 C-3 C gemäß F i g. 3 A, F i g. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines
weiteren Bußbläsers gemäß der Erfindung, F i g. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
einer abgewandelten Ausführung des Bußbläsers gemäß F i g. 4, die eine Schwenkbewegung
des Bußbläsers in der Vertikalebene zuläßt.
-
In F i g. 1 ist ein Langvorschub-Rußbläser in einer üblichen Ausführungsform,
wie sie im Rahmen der Erfindung Anwendung finden kann, dargestellt. Der Bußbläser
10 besteht aus einem langen Träger 12, an dessen unterem Steg ein
Laufwagen 14 befestigt ist, der entlang dem Steg von der in F i g.1 dargestellten
rückwärtigen Stellung in eine eingefahrene Stellung verschoben werden kann. Der
Laufwagen 14 enthält Antriebsmittel, wie z. B. einen Flüssigkeits- oder Elektromotor,
die gleichzeitig ein teleskopartig ausgebildetes lanzenförmiges Blasrohr 16 in Längsrichtung
nach vorn verschieben, axial verdrehen und dabei außerdem eine unter Druck stehende
Reinigungsflüssigkeit durch am vorderen Ende des Blasrohres 16 angebrachte
Düsen ausstoßen.
-
Das unter Druck stehende Reinigungsmedium wird über das rückwärtige
Ende eines Zuführungsrohres 18 eingespeist, das in dem teleskopartig darauf
verschiebbar angeordneten Blasrohr 16 liegt und über
eine
Zuleitung 20 mit einem fernbedienbaren Ventil 22 verbunden ist, das an der Reinigungsöffnung
24 in der Wand 26 des Wärmeaustauschers angebracht ist. Das vordere Ende des Blasrohres
16 wird sowohl in der zurückgezogenen als auch in der eingeschobenen Stellung und
während der Bewegung zwischen diesen beiden Stellungen in einem Befestigungsarm
28 mit einer Rollenführung gehaltert.
-
Die Inbetriebnahme des Bußbläsers 10 kann sowohl von Hand als auch
automatisch in einer vorher ausgewählten Phasenfolge vorgenommen werden, um den
gewünschten Reinigungszyklus in übereinstimmung mit den speziellen Betriebsbedingungen
des Wärmeaustauschers zu bringen.
-
Die Halterung des erfindungsgemäßen Bußbläsers nach den F i g. 1 bis
3 kann außerhalb der Kesselwand 26 auf einem Stahlgerüst aufgebaut sein, das in
einem solchen Abstand entlang der Wand 26 verläuft, daß es sich nur über einen Teil
der nach außen ragenden Länge des Bußbläsers 10 erstreckt. Das Stahlgerüst besteht
aus einer Vielzahl von Balken 30 und senkrechten Stützen 32, die ein festes Traggerüst
bilden. Am Traggerüst ist ein Laufsteg oder eine Plattform 34 vorgesehen, die in
F i g.1 strichpunktiert eingezeichnet und in der Nähe der Kesselwand 26 angeordnet
ist. Der Laufsteg 34 gestattet dem Bedienungs- und Wartungspersonal Zugang zur Anlage
und zu den Einzelteilen des Bußbläsers 10.
-
Die Halterung für den Bußbläser besteht aus einem Träger 35, der aus
zwei U-Schienen 36 gebildet ist, die mit Abstand parallel nebeneinander angeordnet
sind und sich in Längsrichtung über die Plattform 34 hinaus erstrecken. Die U-Schienen
36 sind in ihrem seitlichen Abstand parallel zueinander mit Querverbindern 37 fixiert,
die am oberen Steg der U-Schienen 36 gemäß F i g. 1 und 2 befestigt sind.
-
Auf den unteren inneren Stegen der U-Schienen 36 ist eine Laufkatze
40 verschiebbar angeordnet, deren Rollen 42 auf den unteren Stegen der U-Schienen
36 laufen. Eine Winkelschiene 44 bildet eine Sicherung gegen das Abheben
der Rollen 42 von den unteren Stegen der U-Schienen 36.
-
Die Laufkatze 40 besteht aus einer Grundplatte 46, an welcher die
Rollen 42 mittels Wellen 48 drehbar befestigt sind. Eine Gewindemutter 50 ist auf
der oberen Seite der Grundplatte 46 anebracht, in welcher eine Gewindewelle 52 geführt"
und relativ zur Laufkatze 40 nach oben und unten geschraubt werden kann. Ein Universalgelenkstück
54 ist drehbar am unteren hervorstehenden Teil der mit einem Schraubgewinde versehenen
Welle 52 befestigt und steht außerdem mit einer sich nach unten erstreckenden abgesetzten
Welle 56 in drehbarer Verbindung. Die abgesetzte Welle 56 ist außerdem mit einem
Flansch 58 versehen, auf dessen Schulter der Laufring eines Axiallagers 60 aufliegt,
das in einem auf der Oberseite des Trägers 12 des Bußbläsers 10 gemäß F i g. 2 angebrachten
Steg 64 befestigt ist. Die abgesetzte Welle 56 ist drehbar innerhalb des Lagerbockes
62 in Lagerschalen 66 gehaltert.
-
Derjenige Teil der abgesetzten Welle 56, der aus dem Lagerbock 62
nach oben hinausragt, ist mit einem Zahnrad 68 versehen, welches auf der Welle 56
verkeilt oder sonstwie befestigt ist und mit einer Kette 70 im Eingriff steht,
die mit ihrem anderen Ende um das Antriebszahnrad 72 verläuft, das auf einem einstellbaren,
über eine Platte 76 auf der Oberseite des Trägers 12 des Bußbläsers 10 befestigten
Lagerbock 74 läuft. Der Lagerbock 74 ist auf der Platte 76 in Längsrichtung verschiebbar
und ermöglicht dadurch das Spannen der Kette 70. In der richtigen Einstellposition
wird der Lagerbock 74 von einer Einstellschraube 78 gehalten, welche an der Platte
76 mit ihrem Schaft in einem auf der Seite des Lagerbockes 74 angebrachten
Lager geführt ist (s. F i g. 1). Eine Kettenabdeckung 77 erstreckt sich über und
um die Kette 70, das angetriebene Zahnrad 68 und das treibende Zahnrad 72, um das
Eindringen oder die Ablagerung von irgendwelchen Fremdteilen auf den bewegten Flächen
zu vermeiden.
-
Das vorstehende Ende der Welle, auf der das Antriebszahnrad 72 befestigt
ist, trägt einen Zapfen 80, an dem ein Schraubenschlüssel oder ein einsetzbarer
Antrieb abnehmbar befestigt werden kann, um damit das Antriebsrad und entsprechend
das angetriebene Zahnrad 68 in Drehung zu versetzen. Die Drehung des angetriebenen
Zahnrades 68 bewirkt eine Verdrehung der Gewindewelle 52 und damit ein Anheben oder
Absenken des Bußbläsers relativ zur Tragkonstruktion.
-
Die wahlweise Verdrehung des Antriebszahnrades 72 kann in einfacher
Weise von einer auf der Plattform 34 befindlichen Bedienungsperson vorgenommen werden,
um damit den Bußbläser 10 von der angehobenen oder Betriebsstellung, wie sie in
F i g. 1 mit ausgezogenen Linien gezeigt ist, in eine abgesenkte, in F i g. 1 mit
strichpunktierten Linien angedeutete Stellung zu bringen, in der der Bußbläser
10 dann um das Universalgelenk 54 in eine seitliche Stellung nahe
der Wand 26 des Wärmeaustauschers gebracht werden kann, so daß alle Einzelteile'
zur Überwachung und Wartung leicht zugänglich sind. Da das gesamte Gewicht des Bußbläsers
10 von der am Lagerbock 62 befestigten Laufkatze 40 getragen wird,
ist es vorteilhaft, den Lagerbock 62 auf dem Träger 12 des Bußbläsers in der Schwerpunktebene
des Bußbläsers 10 anzubringen, um ein größeres Kippmoment zu vermeiden und
eine beliebige Verschwenkung des Bußbläsers 10 zur leichteren Ausführung der Arbeiten
zur Instandhaltung der einzelnen Teile zu ermöglichen.
-
Um den Bußbläser 10 während des Betriebes in Flucht mit der Reinigungsöffnung
24 in der Kesselwand 26 zu halten, sind Führungsmittel am Traggerüst des Bußbläsers
vorgesehen, die im Bereich des vorderen und hinteren Endes desselben angreifen und
den Bußbläser in der Betriebsstellung festhalten. Die Ausbildung des rückwärtigen
Endes des Bußbläsers 10 ist in F i g. 1 und 3 besonders klar zu erkennen.
Danach ist als Führung eine U-Schiene 82 auf dem Träger 12 des Bußbläsers
10 befestigt, die mit einer am äußeren Ende der Führungsschiene 35 befestigten
und von dieser herabhängenden Führungsstütze 84 zusammenwirkt. Die auf der
Oberseite des Trägers 12 befestigte U-Schiene 82 erstreckt sich im wesentlichen
in der Längsrichtung des Bußbläsers 10, und zwar vom äußeren Ende des Trägers 12
bis zu einem Punkt in der Nähe des Lagerbockes 62.
-
Die seitlichen Oberflächen der nach oben stehenden Seitenstege der
U-Schiene 82 dienen als Führung. und liegen gegen die Kanten zweier an der Führungsstütze
84 befestigter, nach innen ragender Führungsteile 86 an. Die obere Kante der U-Schiene
82 wird von einer Querverbindung 88 geführt, die zugleich beim Anheben des Bußbläsers,
um diesen in Betriebsstellung
zu bringen, als Anschlag für die
richtige Einstellung dient. Beim Absenken des Rußbläsers 10 gleiten die seitlichen
Stege der U-Schiene 82 am Führungsteil 86 nach unten und werden zur Ermöglichung
einer freien Schwenkbewegung des Rußbläsers 10 um das Universalgelenk 54 freigegeben.
-
Das vordere Ende des Rußbläsers 10 wird mittels einer an dem
vorderen Ende der Führungsschiene 35 befestigten und herabhängenden rohrförmigen
Stütze 90 (s. F i g. 1) in der richtigen Ausrichtung zur Kesselwand 26 gehalten.
Das untere Ende der rohrförmigen Stütze 90 ist derart ausgebildet, daß es einen
auf dem Träger 12 des Rußbläsers befestigten und nach oben stehenden Spurzapfen
92 aufnehmen kann. Außerdem sind das untere Ende der rohrförmigen Stütze 90 und
der Spurzapfen 92 mit je einer Bohrung versehen, durch welche ein Befestigungsstift
94 gesteckt werden kann, um den Rußbläser 10 in seiner Betriebsstellung am
Traggerüst zu befestigen. Um den Rußbläser 10, sobald der Befestigungsstift
94 entfernt ist, nach rückwärts verschieben zu können, ist am unteren rückwärtigen
Ende der Stütze 90 ein Schlitz 96 von genügender Größe vorgesehen.
-
Die Ausführung des Traggerüstes gemäß den F i g. 1 bis 3 ermöglicht
es, den Rußbläser 10 aus der angehobenen oder Betriebsstellung, welche ausgezogen
dargestellt ist, in eine zur Überwachung und Wartung geeignete Stellung seitlich
der Kesselwand 26 und neben bzw. entlang der Plattform 34 zu bringen, Dies wird
in einfacher Weise dadurch erreicht, daß der Spurzapfen 92 durch Herausziehen des
Befestigungsstiftes 94 gelöst wird. Mit Hilfe eines am Zapfen 80 der Welle 52 des
Antriebszahnrades 68 angreifenden Ratschenhebels kann dann der Bußbläser
10 so weit abgesenkt werden, daß ein Spiel zwischen den oberen Kanten der
U-Schiene 82 und der Querverbindung 88 der Führungsstütze 84 entsteht. Der ganze
Bußbläser 10 wird dann nach rückwärts verschoben, wobei die Laufkatze 40 von einer
in F i g. 1 ausgezogen dargestellten Stellung in eine Stellung nach links verschoben
wird, die in F i g. 1 strichpunktiert dargestellt ist. Während dieser Verschiebung
wird das vordere Ende des Blasrohres 16 aus der Öffnung 24 herausgezogen.
Dabei gleitet der Spurzapfen 92 durch den Schlitz 96 am hinteren unteren Ende aus
der rohrförmigen Stütze 90 heraus. Die axiale Ausrichtung des Bußbläsers
10 auf die öffnung 24 in der Wand 26 wird während der Verschiebung durch
die Wirkung der Führungsteile 86 beibehalten, an der die seitlichen Flächen der
Stege der U-Schiene 82 entlanggleiten.
-
Nachdem der Bußbläser 10 so weit zurückgezogen ist, daß das vordere
Ende des Blasrohres 16 von der Öffnung 24 in der Wand 26 freikommt,
kann durch weiteres Drehen des Antriebszahnrades 72 der Bußbläser 10 aus
der in F i g. 1 ausgezogen dargestellten Lage in die strichpunktiert dargestellte
Lage abgesenkt werden. Sobald in dieser unteren Lage die U-Schiene 82 und der Spurzapfen
92 auf dem Träger 12 von der Führungsstütze 84 und der rohrförmigen Stütze
90 freikommen, kann der gesamte Bußbläser um das Universalgelenk 54 von Hand
verschwenkt und gegen die Kesselwand 26 in eine Stellung über der Plattform 34 verschoben
werden. Während der Verschwenkung und der Verschiebung des Bußbläsers in die Überwachungsstellung
rollt die Laufkatze 40 auf der Führungsschiene 35 .in die Stellung, die auf
der rechten Seite der Laufschiene 35 in F i g. 1 in strichpunktierter Ausführung
dargestellt ist. In dieser Position sind alle Einzelteile des Rußbläsers 10 leicht
zugänglich und können bequem überwacht und gewartet werden. Nach der überwachung
und Wartung kann der Rußbläser 10 in einfacher Weise wieder in die Betriebsstellung
zurückgebracht und an die Versorgungsquelle für das unter Druck stehende Reinigungsmedium
angeschlossen werden, indem die oben beschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge
vorgenommen werden.
-
Durch die Möglichkeit, den Rußbläser 10 von Hand an dem in F i g.
1 bis 3 dargestellten Traggerüst aus seiner Betriebsstellung in eine überwachungsstellung
abzusenken und zu verschwenken, kann eine Behinderung durch Rohrleitungen und andere
bauliche Anlagen umgangen werden. In Anlagen, bei denen eine Vielzahl von Langvorschub-Rußbläsern
,in einer horizontalen Reihe nebeneinander angeordnet sind, wird es durch das Absenken
des Rußbläsers in die in strichpunktierten Linien in F i g. 1 dargestellte Lage
möglich, den Rußbläser in - eine seitliche- Lage neben den nächstliegenden in Betriebsstellung
befindlichen Rußbläsern so anzuordnen, daß dadurch eine gegenseitige Behinderung
vermieden wird.
-
Eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zum Anheben und Absenken
des Rußbläsers ist in F i g. 3 A bis 3 C dargestellt; sie kann an Stelle des Zahnradkettenantriebes
gemäß F i g. 1 und 2 Verwendung finden. Der in F i g. 3 A bis 3 C dargestellte Mechanismus
kann auf dem Träger 12 des Bußbläsers 10 in derselben Weise wie der Kettenzahnradantrieb
befestigt werden und wird über ein Schneckengetriebe zur wahlweisen Verdrehung der
Spindel 52 der Laufkatze 40 (F i g. 1) von Hand angetrieben, um ein Anheben
oder Absenken des Bußbläsers bei seiner Verschiebung in oder aus seiner Betriebsstellung
in die Überwachungsstellung vornehmen zu können.
-
Der in den F i g. 3 A bis 3 C dargestellte Heb- und Senkmechanismus
besteht aus einem Getriebekasten 160, der auf einer am oberen Quersteg des Trägers
12 im wesentlichen in der Schwerpunktsebene des Bußbläsers befestigten Platte 162
angebracht ist. Der Getriebekasten 160 besteht aus einem Gehäuse 164, in der eine
vertikale Welle in einem Wälzlager 168 drehbar gelagert ist. Eine axiale Verschiebung
der Welle 166 relativ zum Gehäuse 164 wird durch eine Mutter 170, die auf das untere
Ende der Welle aufgeschraubt ist, und einen Sprengring 172 verhindert, der auf dem
oberen Ende der Welle axial unverschiebbar gegen das Gehäuse 164 gedrückt wird.
Das oberste Ende der Welle 166 ist am Universalgelenk 54 gemäß F i g. 3 A befestigt,
um die Spindelwelle 52 in der oben beschriebenen Weise anzutreiben.
-
Eine Welle 176, die longitudinal im Gehäuse 164 gelagert und mit einem
Keil 178 auf der Welle befestigt ist, trägt eine Schnecke 174, die im Eingriff
mit dem Schneckenrad 180 steht. Das Schneckenrad 180 ist auf der vertikalen Welle
166 mit einem Keil 182 aufgekeilt und überträgt die Drehbewegung der Schnecke 154
auf die Spindelwelle 52.
-
Die Welle 176 und die Schnecke 174 werden durch eine Übertragungswelle
182 in Drehbewegung versetzt. Die Übertragungswelle 182 erstreckt sich entlang dem
Träger 12 des Bußbläsers 10 gemäß F i g. 3 A und ist auf diesem drehbar gelagert.
Das vordere oder das hintere Ende der übertragungswelle
182 verläuft
bis zu einer Stelle in der Nähe des Laufsteges entlang der Wand des Dampfkessels
und ist für einen Handantrieb mittels Kurbel leicht zugänglich. Die Übertragungswelle
182 kann aus einzelnen Teilen zusammengesetzt sein, welche von Einem oder mehreren
dazwischenliegenden Stützlagern 184 gehaltert sind. Eine solche Unterteilung empfiehlt
sich vor allem dann, wenn der Rußbläser 10 sehr lang ist.
-
Das Stützlager 184 besteht aus einem aufrecht stehenden Ständer
186, dessen Basisfläche auf dem oberen Flansch des Trägers 12 befestigt
ist und dessen oberer Teil einen Lagerbock 188 trägt. Im Lagerbock
188 ist eine Stummelwelle 190 gelagert, welche beiderseits übersteht
und deren Enden über Stifte 192 lösbar mit der Übertragungswelle
182 verbunden sind. Die Übertragungswelle 182 ist mit der Welle 176
des Getriebekastens 160 durch einen an der Übertragungswelle 182 vorgesehenen
Vierkantzapfen 194 und einen an der Welle 176 angebrachten Steckstutzen
196 verbunden.
-
Das andere Ende der Übertragungswelle 182 ist mit einer Welle
198 des auf einem Ständer 202 gemäß F i g. 3 B befestigten Lagerbockes
200 verbunden. Das äußerste Ende des Schaftes 198 ist mit einem Vierkantzapfen
204 versehen, auf den eine Kurbel aufgesteckt werden kann, um die Übertragungswelle
zum Anheben und Absenken des Rußbläsers relativ zum Traggerüst von Hand antreiben
zu können.
-
Der Rußbläser 10 wird in seiner Betriebsstellung durch einen
Steckstift 206 blockiert, der durch eine Bohrung 208 in der Übertragungswelle 182
gesteckt ist und in eine Bohrung 210 in einem am Ständer 202 des äußeren Stützlagers
angebrachten Blockierstück 212 eingreift. Wenn die Übertragungswelle
182 zum Absenken des Rußbläsers 10 gedreht werden soll, damit dieser
in die Stellung gebracht werden kann, in der er neben der Kesselwand leicht zu warten
ist, wird der Stift 206 herausgezogen und die Übertragungswelle 182 zum Antrieb
durch eine am Viereckzapfen 204 angreifende Kurbel freigegeben. Das Absenken
und Verschwenken des Rußbläsers 10 aus seiner Betriebsstellung in die Überwachungsstellung
erfolgt in derselben Weise wie oben bei dem an Hand der F i g. 1 bis 3 beschriebenen
Ausführungsbeispiel, bei dem der Antrieb über eine Kettenzahnradübertragung erfolgt.
-
Eine dritte Halterung, die es gestattet, den Bußbläser 10 aus
seiner Betriebsstellung in eine neben der Kesselwand 26 a verlaufende Stellung zur
Überwachung zu bewegen, ist in den F i g. 4 und 5 dargestellt. Der Bußbläser 10
a ist auf einem entlang der Kesselwand 26 a verlaufenden Träger
12 a befestigt. Die Laufkatze 14 a mit den darin enthaltenen Antriebsmitteln
ist längs des Trägers 12a verschiebbar, um das Blasrohr 16 a, das das Einspeisungsrohr
18 a teleskopartig umschließt, in den Kessel einzuführen und herauszuziehen.
Auf der Unterseite des Trägers 12 a ist eine Zahnstange 100 befestigt,
die mit einem nicht dargestellten Antriebsgetriebe im Eingriff steht, das zum Antrieb
des Laufwagens 14 a an diesem befestigt ist.
-
Das rückwärtige Ende der Speiseleitung 18 a ist mit einem Rohrventil
102 verbunden, das in Abhängigkeit von der Bewegung des Laufwagens 14 a aus einer
zurückgezogenen Stellung in eine eingefahrene Stellung oder umgekehrt betätigbar
,ist. Eine in strichpunktierten Linien dargestellte Versorgungsleitung 20 a ist
mit dem Rohrventil 102 verbunden und führt diesem das unter Druck stehende Reinigungsmedium
zu, das über die Speiseleitung 18 a und das Blasrohr 16 a den Busdüsen
zugeführt wird. Die in F i g. 4 dargestellte Versorgungsleitung 20 a hat ein Drehgelenk
104, dessen Drehachse derart angeordnet ist, daß sie mit der Drehachse des
Traggerüstes für den Rußbläser 10 zusammenfällt. Dadurch kann, wie später
gezeigt wird, der Rußbläser 10 und die Versorgungsleitung 20 für den
auszublasenden Dampf in einer horizontalen Ebene in eine für die Überwachung und
Wartung passende Stellung verschwenkt werden.
-
Ein Tragarm 106 ist am vorderen Ende des Trägers
12 a angebracht und enthält Rollen 108, die das vordere Ende des Blasrohres
16 a während der Dreh-und Gleitbewegung führen. Der Tragarm 106 ist außerdem mit
einem Paar nebeneinander angeordneter, nach vorn weisender Vorsprünge
110 versehen, die lösbar mit der Wandgehäusebefestigung verbunden werden
können und das Gewicht des vorderen Teils des Rußbläsers 10 aufnehmen. Der
rückwärtige Teil des Trägers 12 a ist mit einer daran fest angeordneten Lasche
112 versehen, in welcher ein Schlitz zur lösbaren Befestigung eines Tragbügels
113 vorgesehen ist, auf dem das Gewicht des rückwärtigen Teils des Rußbläsers
10 a ruht und der mit der Reinigungsöffnung 24 a in axialer Flucht
gehalten wird.
-
Die Konsole 114 ist, wie in F i g. 4 dargestellt, auf der Außenseite
der Wand 26 a des Wärmeaustauschers fest angebracht und axial auf die Reinigungsöffnung
24 a ausgerichtet. Ein mit einem Flansch versehener zylindrischer Ansatz
116 ist ebenfalls auf der Außenseite der Wand 26 a des Wärmeaustauschers
in Flucht mit einer die Reinigungsöffnung 24 a begrenzenden Hülse
118 befestigt. Das äußere Ende der Hülse 118 ist von einem Verteilerring
120 umgeben, der in seinem Inneren mit einer kreisförmigen Ausnehmung 122 versehen
ist, in die eine Vielzahl von in einem Winkel gegen den Umfang der Hülse 118 angebrachte
Düsen 124 münden, durch die unter hohem Druck stehende Luft in die Hülse
118 ausgestoßen wird, um ein Austreten heißer Verbrennungsgase durch die
Öffnung 24 a zu der Zeit zu verhindern, in der der Rußbläser 10 sich
in einer für die Überwachung und Wartung geeigneten Stellung befindet. Die unter
Druck stehende Luft wird der kreisförmigen Ausnehmung 122 des Verteilerringes
120 über eine Leitung 126 zugeführt.
-
Das vordere Ende des Bußbläsers 10 a ist in einer Drehanordnung 128
gehaltert, die aus einem Ring 130 besteht und an gegenüberliegenden Seiten in der
vertikalen Ebene an dem äußeren Teil des zylindrischen Ansatzes 116 mittels Lagerzapfen
132 schwenkbar befestigt ist. Ein Verteilerring 134 ist auf dem rückwärtigen Ende
des Ringes 130 befestigt und mit einer Käfigdichtung 136 versehen, durch die das
Blasrohr 16 a axial verschiebbar hindurchragt. Das vorderste Ende des Blasrohres
16 a reicht durch den Verteilerring 134 etwa bis in die Ebene des Ringes
130 der Drehanordnung 128. Die Vorsprünge 110 am Tragarm
106 sind am Umfang der Käfigdichtung 136
drehbar angebracht (s. F i
g. 4) und bilden dadurch ein die Ausrichtung des Blasrohres 16 a auf die Öffnung
24 a erleichterndes Drehgelenk.
-
Der Verteilerring 134 ist mit einer kreisringförmigen Ausnehmung 138
versehen, die mit einer Versorgungsleitung 140 in Verbindung steht und über
die
Druckluft zur Reinigung in die -Ausnehmung 138 durch eine Vielzahl von. Öffnungen
141 in der Käfigdichtung 136 in eine kreisringförmige Nut 139 im Inneren
der Käfigdichtung zugeführt werden kann, um damit das Austreten von heißen Verbrennungsgasen
aus dem Inneren des Wärmeaustausehers-zwischen dem Blasrohr 16 a und der Käfigdichtung
136 zu verhindern. Das zur Wand 26 a des- Wärmeaustauschers hinweisende Ende der
Käfigdichtung 136 ist, wie in F i g. 4 gezeigt, mit einer Bohrung 142 versehen,
die einen größeren Durchmesser aufweist als das Blasrohr 16 a. Dadurch kann ein
verhältnismäßig großer Anteil der zur Abdichtung zugeführten Preßluft aus der ringförmigen
Nut 139 durch die Bohrung 142 und das Wandgehäuse 24 a in das Innere des Wärmeaustauschers
einströmen. Die Versorgungsleitung 140 kann wahlweise mit einer schnell anzuschließenden
Kupplung, einem geeigneten Drehgelenk oder über ein flexibles Rohr angeschlossen
sein, um ein störungsfreies Verschwenken des Bußbläsers 10 a aus der Betriebsstellung
in die winkelig dazu verlaufende Stellung zur Wartung und Überwachung zu ermöglichen.
-
Der stetige Übergang zwischen dem Verteilerring 120 und der Drehanordnung
128 wird durch eine mit Flanschen versehene Hülse 144 hergestellt, die am Verteilerring
120 angebracht ist und gegenüber in einem hülsenartigen, vom Verteilerring
der Drehanordnung 128 axial gegen den Kessel weisenden Ansatz 146 endet. Das vordere
Ende des hülsenartigen Ansatzes 146 ist derart geformt, daß es ein zwischen dem
Ansatz 146 und der Hülse 144- auftretendes Drehmoment während des
Verschwenkens des Bußbläsers 10 a aufnehmen kann. Die einander gegenüberliegenden
Kanten der Hülse 144 und des Ansatzes 146 sind mit einem beide überlappenden Bund
148 verbunden und nach außen abgedichtet. Der Zugang zum Bund 148 ist durch Ausnehmungen
150 in dem zylindrischen Ansatz 160 an gegenüberliegenden Stellen
gegeben, in deren Bereich sich die Klemmflansche 152 des Bundes 148 befinden.
-
Gemäß der in F i g. 4 dargestellten Konstruktion .des ausschwenkbaren
Rußbläser-Traggerüstes kann der Bußbläser 10 aus seiner Betriebsstellung, die der
Darstellung in F i g. 4 entspricht, in eine für seine Wartung geeignete Stellung
durch die Verdrehung der Drehanordnung 128 um die Drehzapfen 132 gebracht
werden. Bei dieser Schwenkung des Ruß-. bläsers 10 wird zunächst dem Verteilerring
120
Druckluft zugeführt, die die Anlage abdichtet. Darauf kann die durch die
Versorgungsleitung 140 zu dem Verteilerring 134 zur Abdichtung zugeführte Luft unterbrochen
und können die Klemmflansche 152 des Bundes 148 und der Bund von dem hülsenartigen
Ansatz 146 gelöst werden. Nachdem der Tragbügel 113 aus der Lasche 112 herausgenommen
ist, wird das hintere Ende des Bußbläsers 10 a auf einen dafür vorgesehenen Wagen
abgelegt und mit dessen Hilfe verschwenkt, so daß der Bußbläser 10 a seitlich neben
der Wand 126 des Wärmeaustauschers zu liegen kommt und in dieser Stellung die einzelnen
Teile zur Wartung -und Inspektion leicht zugänglich sind. Während der Verschwenkung
des Bußbläsers 10 a wird die Versorgungsleitung 20 a, die mit der Quelle des unter
Druck stehenden Mediums verbunden ist, um das Drehgelenk 104 verschwenkt. Infolge
der an der Käfigdichtung 136 angebrachten Vorsprünge 110 kann der Bußbläser 10 a
auch eine geringfügige Kippbewegung ausführen. Um den Bußbläser 10 a in seine Betriebsstellung
zurückzubringen, werden die beschriebenen Arbeitsvorgänge in umgekehrter Reihenfolge
durchgeführt. -Eine der zuletzt beschriebenen Schwenkanordnung entsprechende Schwenkanordnung
ist in F i g. 5 dargestellt, bei der die Drehachse der Drehzapfen 132
der
Drehanordnung 128 in einer horizontalen Ebene angebracht sind, so daß der Bußbläser
10 a aus seiner Betriebsstellung in die Stellung zur Wartung und Überwachung in
-einer vertikalen Ebene bis an die Wand 26 a des Wärmeaustauschers verschwenkt werden
kann. Ein nicht dargestelltes Drehgelenk ist dazu in: der Versorgungsleitung
20 a angeordnet, dessen Achse horizontal verläuft und im wesentlichen mit
der Achse der Drehzapfen 132 fluchtet. Es kann auch eine geeignete, schnell zu lösende
Verbindung vorgesehen sein, die während der Verschwenkung und der Wartung des Bußbläsers
gelöst wird..