DE1290465B - Verfahren und Vorrichtung zum Anformen einer rohrstutzenfoermigen Abzweigung an einen Hohlkoerper - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anformen einer rohrstutzenfoermigen Abzweigung an einen HohlkoerperInfo
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Description
in Handarbeit die Verbindung hergestellt wird. Diese 10 seiner Außenseite festhaltbar ist, ein das Rohr von
Herstellungsart verursacht erhebliche Kosten. Nach- der Innenseite her wenigstens im von der Form umteilig
ist ferner, daß das fertige Erzeugnis nahezu schlossenen Bereich abstützendes Widerlager und
regelmäßig nicht die gewünschte Qualität aufweist. einen in die Form axial verschiebbaren, bei gleich-Diese
Art der Herstellung ist außerdem zeitraubend. zeitiger Drehung um die eigene Achse auf einer
Die Verbindung der Rohrteile ist in seltenen Fällen 15 Kreisbahn um die Achse der Form bewegbaren Dorn.
einwandfrei, weil an der Verbindungsstelle Risse ent- Vorteilhaft ist es dabei, eine im Bereich der Form
stehen. Um diese Nachteile zu vermeiden, hat man angeordnete Anlageplatte für das Rohr und eine im
versucht, die Verbindungsstellen nach dem Brennen Bereich der Form das Rohr von der Innenseite her
der Rohrteile mit Hilfe von Epoxyharz oder anderen gegen die Anlageplatte anpressende lösbare Spann-Dichtungsmitteln
abzudichten. Diese Versuche haben ao einrichtung vorzusehen, um ein Verrücken und Versich
jedoch nicht als zufriedenstellend erwiesen. formen des Rohres beim Anformen der Abzweigung
Außerdem erhöht die besondere Abdichtung die mit Sicherheit auszuschließen. Es hat sich ferner als
Herstellungskosten. zweckmäßig erwiesen, einen gegen die Achse des
Bei der Herstellung von Lochrohren oder Haken- Doms leicht geneigten und in seiner Ebene verrohren
für Drainagezwecke ist es bekannt, einen sich 25 schieblichen Tisch für das Heranbringen des Rohrs
drehenden Kern innerhalb einer den plastischen an die Anf ormstation der Vorrichtung vorzusehen.
Werkstoff aufnehmenden Form vorzuschieben, so daß das Material an die Innenfläche der Form angedrückt
wird. Dabei wird das Loch des Lochrohrs
Das Eindringen des Doms in den plastischen Werkstoff ist durch seine kegelstumpfförmige Ausbildung
begünstigt. Weist der Dorn am rückwärtigen
bzw. der Haken des Hakenrohrs durch einen wei- 30 Ende seiner Walzfläche einen Bund auf, so kann
teren feststehenden Kern erzeugt. Eine Übertragung dieser als Anschlag dienen oder die Stirnfläche der
dieser Herstellungsart auf das Anformen einer Abzweigung an die Wand eines geraden Rohrs führt zu
keinen befriedigenden Ergebnissen.
keinen befriedigenden Ergebnissen.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung
zum Anformen einer rohrstutzenförmigen Abzweigung an die Wand eines noch im plastischen
Zustand befindlichen Rohrs oder ähnlichen Hohlkörpers, welche unter Ausschluß von Handarbeit auf
einfache Weise einwandfreie und homogene Rohre ergeben.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem
wird dadurch gelöst, daß innerhalb einer auf die
Wand des Rohrs aufgesetzten, die Außenseite der 45 der das Rohr festgespannt ist und der Dorn zum Teil Abzweigung bestimmenden Form in den von ihr in den Wandwerkstoff eingedrungen ist, umschlossenen und von der Innenseite her abgestützen Rohrwandteil ein sich drehender Dorn eingedrückt und der dabei verdrängte Werkstoff unter
gleichzeitiger kreisender Bewegung des Dorns um 50
die Achse der Form an die Innenwand der Form
gewalzt wird.
wird dadurch gelöst, daß innerhalb einer auf die
Wand des Rohrs aufgesetzten, die Außenseite der 45 der das Rohr festgespannt ist und der Dorn zum Teil Abzweigung bestimmenden Form in den von ihr in den Wandwerkstoff eingedrungen ist, umschlossenen und von der Innenseite her abgestützen Rohrwandteil ein sich drehender Dorn eingedrückt und der dabei verdrängte Werkstoff unter
gleichzeitiger kreisender Bewegung des Dorns um 50
die Achse der Form an die Innenwand der Form
gewalzt wird.
Das Anformen der Abzweigung erfolgt also im
Gegensatz zu dem von der Herstellung von Hakenrohren bekannten Verfahren mit einem sich drehen- 55 der eine Stellung des Doms gegenüber der auszuden Dom, der außerdem gleichzeitig um die Achse formenden Abzweigung ersichtlich ist. der Form für die auszuformende Abzweigung eine Das in F i g. 1 gezeigte Rohr 24 besteht aus
Gegensatz zu dem von der Herstellung von Hakenrohren bekannten Verfahren mit einem sich drehen- 55 der eine Stellung des Doms gegenüber der auszuden Dom, der außerdem gleichzeitig um die Achse formenden Abzweigung ersichtlich ist. der Form für die auszuformende Abzweigung eine Das in F i g. 1 gezeigte Rohr 24 besteht aus
Kreisbewegung ausführt und so den Werkstoff homo- einem geraden Rohrteil und der Abzweigung 26.
gen an die Wand der Form anwalzt und ihn dabei Die Vorrichtung besteht aus einer Basis 26, die
ausreichend verdichtet. Nach dem Anformen der 60 vorn einen Tisch 28 trägt, auf dem der obere Tisch 30
Abzweigung wird das Rohr in bekannter Weise sich abstützt, auf den eine Palette 32 aufgesetzt
weiter verarbeitet, z. B. gebrannt und glasiert, wenn werden kann, die ihrerseits das Rohr 24 aufnimmt,
es sich um Tonrohre handelt. Hinter den Tischen 28 und 30 befindet sich ein
Wählt man die Drehzahl des Dorns größer als die- stehendes Gehäuse 38, das an seiner Oberseite eine
jenige Drehzahl, bei der sich der Dorn auf dem Rohr- 65 Spanneinrichtung 40 aufnimmt, mit der das Rohr 24
werkstoff ohne Schlupf abwälzen würde, verhindert während des Anformvorgangs, bei dem der eine
man einerseits, daß der Dorn am plastischen Werk- drehende und eine kreisende Bewegung ausführende
stoff anbackt und bewirkt andererseits, daß der Dorn 42 gegenüber dem Rohr 24 vorgeschoben
Abzweigung formen.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es stellt dar
F i g. 1 perspektivisch ein Rohr mit einer erfindungsgemäß hergestellten Abzweigung,
F i g. 2 eine Vorrichtung nach der Erfindung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens,
F i g. 3 eine vergrößerte Seitenansicht der Vorrichtung nach F i g. 2 mit zurückgeschwenkter Spanneinrichtung
für das Rohr, an das die Abzweigung anzuformen ist,
F i g. 4 eine F i g. 3 entsprechende Darstellung, bei
F i g. 5 eine F i g. 3 und 4 entsprechende Darstellung, bei der das Rohr von der Form und dem Dorn
abgehoben ist,
F i g. 6 einen vergrößerten senkrechten Schnitt längs der Linie 8-8 in F i g. 4,
F i g. 7 einen waagerechten Schnitt längs der Linie 9-9 in F i g. 6 und
F i g. 8 eine perspektivische Teildarstellung, aus
3 4
wird, gegen Verrutschen zu sichern. Der Dorn 42 einem bogenförmigen Schlitz 169 der Scheibe 144
weist einen kegelstumpfförmigen Hauptkörper 42 a und in einem zweiten Schlitz 170 des Tragarms 164
auf, der sich nach vorn zu verjüngt und hinten einen geschwenkt werden. Am linken Ende des Tragarms
Bund 42 b hat. 164 ist ein Druckluftmotor 174 für den Antrieb der
Der untere Tisch 28 läßt sich gegenüber dem 5 Gewindespindel 161 vorgesehen. Die Druckluft für
Gehäuse 38 mittels der mit dem Motor 46 antreib- den Betrieb des Motors wird ihm über Leitungen 176
baren Gewindespindel 44, die in eine Laufmutter 48 und 178 zugeführt, und zwar über einen Drehkopf
des Tisches eingreift, bewegen. Der obere Tisch 30 180. An den Drehkopf 180 führt eine Druckluftkann
gegenüber dem Tisch 28 quer mittels der durch leitung 182, die in der Spindel 132 verlegt ist. Der
den Motor 52 antreibbaren Gewindespindel 50 ver- io Leitung 182 wird die Druckluft über die Anschoben
werden, die in die Laufmutter 54 des Tischs Schlüsse 184 und 186 zugeführt.
30 eingreift (s. F i g. 3), welcher man auch entnimmt, Eine Drehung der Spindel 132 bewirkt eine daß der in seiner Ebene verschiebliche Tisch 30 Drehung der Scheiben 140 und 144. Da das Ritzel leicht gegen die Achse des Dorns 42 bzw. das Ge- 152 mit dem ortsfesten Zahnrad 142 kämmt, bewirkt häuse 38 geneigt ist. 15 eine solche Drehung der Scheiben 140 und 144
30 eingreift (s. F i g. 3), welcher man auch entnimmt, Eine Drehung der Spindel 132 bewirkt eine daß der in seiner Ebene verschiebliche Tisch 30 Drehung der Scheiben 140 und 144. Da das Ritzel leicht gegen die Achse des Dorns 42 bzw. das Ge- 152 mit dem ortsfesten Zahnrad 142 kämmt, bewirkt häuse 38 geneigt ist. 15 eine solche Drehung der Scheiben 140 und 144
Die Spanneinrichtung 40 (s. F i g. 3) umfaßt eine gleichzeitig eine Drehung des Ritzels 152, der Welle
waagerechte Tragplatte 60, welche mit Hilfe einer 150 und des vorderen Ritzels 154. Das vordere
oben im Gehäuse 38 gelagerten Gewindespindel 62 Ritzel 154 treibt das Zahnrad 156 an, so daß sich
gegenüber dem Rohr 24 bewegbar ist. Die Bewegung auch der Dorn 42 dreht. Dreht der Druckluftmotor
wird durch die von einem Motor 64 angetriebene 20 174 die Gewindespindel 161, so wird der umlaufende
Gewindespindel 62 bewirkt, welche in eine Lauf- Dorn 42 veranlaßt, sich gegenüber der vorderen
mutter 66 der Tragplatte 60 eingreift. An der Trag- Scheibe 144 in den Schlitzen 169 und 170 radial
platte 60 ist ferner ein Ausleger 68 angelenkt, an nach außen zu bewegen. Während der Gewindedessen
vorderem Ende ein Spannarm 70 angelenkt spindeldrehung kann der Tragarm 164 eine Schwenkist,
der eine das Widerlager 72 bildende zylinder- 25 bewegung gegenüber der vorderen Scheibe 144 ausabschnittförmige
Halteplatte trägt, deren konvexe führen, da der Arm auf dieser Scheibe drehbar geFläche
an die Innenwandung des Rohrs 24 in der lagert ist. Der Dorn 42 vollführt also eine kreisende
Stellung des Auslegers 68 gemäß F i g. 4 angedrückt Bewegung gegenüber der Achse der Spindel 132 und
ist. Die Schwenkbewegung zwischen dem Spannarm den Scheiben 140 und 144 gleichzeitig um seine
70 und dem Ausleger 68 wird durch einen mit dem 30 eigene Achse.
oberen Teil des Spannarms 70 starr verbundenen Vorn am Gehäuse 38 ist eine gekrümmte Anlage-Anschlag
74 begrenzt. Hinter der Spanneinrichtung platte 190 für das Rohr 24 vorgesehen. Der mittlere
40 ist an einem aus Trägern 76 und 78 gebildeten Teil der Anlageplatte 190 ist mit einem kegelstumpf-Galgen
ein druckmittelbetätigter Hydraulikzylinder förmigen, als Form 192 dienenden Bund versehen,
80 angelenkt, der sich am Ausleger 68 mit seiner 35 der koaxial zur Spindel 132 liegt. Unterhalb der AnKolbenstange
82 abstützt. Der Ausleger kann in lageplatte 190 ist ein gekrümmter konkaver Druckseiner
Arbeitsstellung mittels einer Verriegelungsein- bügel 194 vorgesehen, der gemeinsam mit dem Tisch
richtung 90 arretiert werden. 30 von der Form 192 weg dadurch verschiebbar ist,
Der Dorn 42 ist auf einem Schlitten 120 gelagert, daß er an der Kolbenstange 196 eines Arbeitsweicher
mit einer von einem Motor 124 angetrie- 40 Zylinders 198 befestigt ist.
benen und in eine Laufmutter 126 des Schlittens ein- Zur Durchführung des Verfahrens wird ein Rohr
greifenden Gewindespindel 122 gegenüber dem Rohr 24, das auf der Palette 32 steht, z. B. mit Hilfe eines
24 bewegbar ist. Der Schlitten läuft auf Rollen 128. Gabelstaplers in der aus F i g. 2 ersichtlichen Weise
Am rückwärtigen Ende des Schlittens ist der An- auf dem oberen Tisch 30 abgesetzt. Hierbei befindet
triebsmotor 130 für eine nach vorn vorstehende hohle 45 sich der untere Tisch 28 am vorderen Ende der Basis
Spindel 132 vorgesehen. Das vordere Ende der 26, der Ausleger 68 ist nach oben geschwenkt, der
Spindel ist mit einer koaxialen Scheibe 140 drehfest Dorn befindet sich in seiner eingefahrenen Stellung,
verbunden. Ferner ist ein ortsfestes Zahnrad 142 vor- und der Druckbügel 194 ist ebenfalls zurückgezogen,
gesehen, das vorn am Schlitten 120 unmittelbar hinter wie dies in den F i g. 2 und 3 dargestellt ist. Das
der Scheibe 140 koaxial zur Spindel 132 befestigt ist. 50 obere Ende des Rohrs 24 ist nach hinten auf den
Eine koaxial zur Scheibe 140 vorgesehene vordere Dorn 42 hin geneigt. Der obere Tisch 30 wird als
Scheibe 144 ist auf der hinteren Scheibe 140 durch nächstes in der Querrichtung so verstellt, daß das
mehrere Abstandstücke 146 und ein Rohr 148 starr Rohr 24 gegenüber der Spindel 132 und dem Bund
unterstützt. Im Rohr 148 ist eine Welle 150 gelagert, der Anlageplatte 190 zentriert ist. Hierauf wird der
die am hinteren Ende ein Ritzel 152 trägt, welches 55 untere Tisch 30 nach hinten auf das Gehäuse 38 zu
mit dem Zahnrad 142 kämmt. Ein zweites, vorn mit bewegt, bis das Rohr 24 zur Anlage an der Anlage-
der Welle 150 drehfest verbundenes Ritzel 154 platte 190 und dem Druckbügel 194 kommt. Das
kämmt mit einem Zahnrad 156, das mit dem Dorn Anlegen des Rohrs 24 an die Anlageplatte 190 und
42 drehfest verbunden ist. Der Dorn ist auf einem den Druckbügel 194 bewirkt ein Nach-vorn-Kippen
Achsstummel 157 am einen Ende eines Tragarms 158 60 des Rohrs in eine senkrechte Stellung, wobei der der
gelagert, dessen anderes Ende auf der Welle 150 Anlageplatte und dem Druckbügel benachbarte Teil
gelagert ist. Im zum Achsstummel 157 koaxialen des Rohrs von der Platte 32 abgehoben wird, wie
Auge 159 des Tragarms ist eine Laufmutter 160 ge- dies F i g. 4 zeigt.
lagert, die auf einer Gewindespindel 161 läuft, Als nächstes wird der Hydraulikzylinder 80 be-
welche in Lagern 162 und 163 an der Rückseite eines 65 tätigt, um den Ausleger 68 mit dem Widerlager 72
Tragarms 164 für einen Antriebsmotor gelagert ist. in die in F i g. 4 gezeigte Stellung zu bringen und das
Der Tragarm 164 ist um den Lagerbolzen 172 auf Rohr 24 an der Anlageplatte 190 festzuhalten,
der Scheibe 144 schwenkbar. Das Auge 159 kann in Während der Drehung der Spindel 132 läuft der
Motor 124, um den Schlitten 120 vorzuschieben. Hierbei wird das vordere Ende des Doms 42
(s. F i g. 4) in den Werkstoff der benachbarten Wand des Rohrs 24 hineingedrückt, ohne jedoch die Wand
vollständig zu durchdringen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Bund 42 b des Dorns der radial am weitesten
außen liegenden Kante der Form 192 benachbart. Nunmehr wird der umlaufende Dorn 42 gegenüber
der Form 192 radial nach außen bewegt. Hierbei folgt der Dorn einer Kreisbahn um den inneren Rand ίο
der Form 192, so daß der Rohrwerkstoff gegen die Innenfläche der Form angewalzt wird.
Die Drehzahl des sich drehenden Dorns soll so hoch liegen, daß der Dorn, der sich in gleicher Richtung
dreht, in welcher er seine kreisende Bewegung ausführt, einen Schlupf aufweist. Wenn der Dorn in
dieser Weise die kreisende Bewegung ausführt, drückt er das Material der Rohrwand fortschreitend
gegen die Innenfläche der Form 192, bis die gewünschte Dichte und Oberflächengüte der Abzweigung
26 erreicht ist. Wie F i g. 5 entnommen werden kann, entspricht das Innenprofil der Abzweigung 26
dem Längsprofil des Dorns 42. Gewöhnlich bleibt ein dünner Steg 251 aus dem Rohrwerkstoff am inneren
Ende der Abzweigung 26 zurück. Dieser Steg 251 kann zu einem späteren Zeitpunkt leicht mit Hilfe
eines geeigneten Schneidwerkzeuges entfernt werden. Ist der Werkstoff der Abzweigung 26 auf das gewünschte
Maß verdichtet worden, wird der Dorn 42 in eine mit der Form 192 koaxiale Stellung zurückgeführt
und die Spindel 132 zurückgezogen, so daß der Dorn wieder in die in F i g. 3 dargestellte Stellung
kommt. Durch Betätigung des Arbeitszylinders 198 wird der Druckbügel 194 nachgiebig gegen das Rohr
24 gedrückt. Danach wird die Spannvorrichtung abgeschwenkt und der untere Tisch 28 vom Dorn 42
wegbewegt. Dabei wird darauf geachtet, daß dann, wenn das Rohr 24 sich vom Dorn 42 zu entfernen
beginnt, der Druckbügel 194 zusammen mit dem Rohr wegbewegt wird, um das Rohr in seiner senkrechten
Stellung zu halten, bis sich das äußere Ende der Abzweigung 26 von der Form 192 abgehoben
hat, wie es in F i g. 5 dargestellt ist. Auf diese Weise wird jegliche Beschädigung der Abzweigung 26 durch
die Form 192 vermieden. Es ist zweckmäßig, die beschriebene Anordnung zum Kippen des Rohrs
vorzusehen, denn das untere Ende des Rohrs und/oder die ihn tragende Palette 32 ist nicht immer genau
waagerecht. Sollte das Rohr anfänglich von der Form 192 weggeneigt sein, könnte beim Zurückziehen des
Rohrs ein Teil der Abzweigung 26 durch die Form 192 weggebrochen werden. Die vorstehend beschriebene
Anordnung gewährleistet dagegen, daß die Abzweigung 26 stets parallel zur Achse der Form
wegbewegt wird. Das fertige Rohr kann jetzt vom Tisch 30 mit Hilfe eines Gabelstaplers abgehoben
und in der üblichen Weise gebrannt und glasiert werden.
Die Anlageplatte 190 kann eine Öffnung zur Aufnahme des Dorns 42 aufweisen, wenn der Dorn im
Gegensatz zu der vorstehenden Beschreibung weiter in die Wand des Rohrs 24 eindringen soll.
Auf die erfindungsgemäße Weise lassen sich nicht nur Ton, sondern auch andere formbare Werkstoffe,
z. B. Asbestzement, Beton u. dgl., verarbeiten. Ferner ist es möglich, nicht nur Rohre, sondern auch andere
Hohlkörper auszuformen.
Claims (8)
1. Verfahren zum Anformen einer rohrstutzenförmigen Abzweigung an die Wand eines sich
noch in plastischem Zustand befindlichen Rohres oder ähnlichen Hohlkörpers, insbesondere aus
keramischem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb einer auf die Wand des Rohres aufgesetzten, die Außenseite der Abzweigung
bestimmenden Form in den von ihr umschlossenen und von der Innenseite her abgestützten
Rohrwandteil ein sich drehender Dorn eingedrückt und der dabei verdrängte Werkstoff
unter gleichzeitiger kreisender Bewegung des Dorns um die Achse der Form an die Innenwand
der Form angewalzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Dorns größer
als diejenige Drehzahl ist, bei der er sich auf dem Rohrwerkstoff ohne Schlupf abwälzen würde.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine die Außenseite der Abzweigung (26) bestimmende Form (192), gegen die das Rohr
(24) mit seiner Außenseite festhaltbar ist, ein das Rohr von der Innenseite her wenigstens im von
der Form umschlossenen Bereich abstützendes Widerlager (72) und einen in die Form axial vorschiebbaren,
bei gleichzeitiger Drehung um die eigene Achse auf einer Kreisbahn um die Achse der Form bewegbaren Dorn (42).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine im Bereich der Form (192)
angeordnete Anlageplatte (190) für das Rohr (24) und eine im Bereich der Form das Rohr von der
Innenseite her gegen die Anlageplatte anpressende lösbare Spanneinrichtung (40).
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch einen gegen die Achse des
Dorns (42) leicht geneigten und in seiner Ebene verschieblichen Tisch (30) für das Rohr (24).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen parallel zur Anlageplatte
(190) angeordneten, gemeinsam mit dem Tisch (30) von der Form (192) weg verschiebbaren, am
Rohr (24) angreifenden Druckbügel (194).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (42)
kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (42)
am rückwärtigen Ende seiner Walzfläche einen Bund (42 ft) aufweist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US346750A US3340337A (en) | 1964-02-24 | 1964-02-24 | Method and apparatus for forming a pipe fitting |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290465B true DE1290465B (de) | 1969-03-06 |
Family
ID=23360897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH36596A Pending DE1290465B (de) | 1964-02-24 | 1965-02-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Anformen einer rohrstutzenfoermigen Abzweigung an einen Hohlkoerper |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3340337A (de) |
| BE (1) | BE660109A (de) |
| DE (1) | DE1290465B (de) |
| GB (1) | GB1070556A (de) |
| NL (1) | NL6502318A (de) |
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| GB1070556A (en) | 1967-06-01 |
| BE660109A (de) | 1965-06-16 |
| US3340337A (en) | 1967-09-05 |
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