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DE1290217B - Verfahren zur Herstellung von Kabelbaeumen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kabelbaeumen

Info

Publication number
DE1290217B
DE1290217B DE1959ST015408 DEST015408A DE1290217B DE 1290217 B DE1290217 B DE 1290217B DE 1959ST015408 DE1959ST015408 DE 1959ST015408 DE ST015408 A DEST015408 A DE ST015408A DE 1290217 B DE1290217 B DE 1290217B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
brush
cable
solvent
mold plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1959ST015408
Other languages
English (en)
Inventor
Giebner Hermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DE1959ST015408 priority Critical patent/DE1290217B/de
Publication of DE1290217B publication Critical patent/DE1290217B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/012Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables for manufacturing wire harnesses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Installation Of Indoor Wiring (AREA)

Description

  • L)ie Erfindung beschäftigt sich mit der Herstellung von Kabelbäumen, wie sie zur elektrischen Verbindung von Bauelementen, Apparateteilen u. dgl., die in Gehäusen od. dgl. untergebracht sind, verwendet werden.
  • Die Ausformung solcher Kabelbäume erfolgt in formgebenden Vorrichtungen, von denen die bekannteste durch ein Holzbrett gebildet ist, auf dem die einzelnen den Kabelbaum bildenden Adern zwischen an bestimmten Stellen eingeschlagenen Nägeln. eingelegt und herumgebogen werden, wodurch sich der Kabelbaum in der jeweils beabsichtigten Form aufbauen läßt.
  • Die dadurch entstehenden Aderbündel des Kabelbaumes können zusammengebunden oder verklebt werden. Das Zusammenbinden erfordert viel Zeit, so daß das Verkleben der Adern untereinander durch Klebe- und/oder Lösungsmittel bevorzugt vorgenommen wird. Auch Kabelformplatten aus Metall mit entsprechenden einsetzbaren Stiften zur Ausformung der Ecken im Verlauf der Aderführung sowie mit Löchern, durch die die einzelnen Adern aus der Ebene der Formungsplatte herausgebogen werden können, oder mit einer Aderführung zwischen zwei seitlichen, flächenhaften Schablonen, durch deren Fenster das Aderbündel mit dem Klebemittel eingestrichen werden kann, sind bekanntgeworden (vgl. hierzu die Veröffentlichungen: Zeitschrift »Deutsche Elektrotechnik«, 1958, H. 8, S. 62, 63, deutsche Gebrauchsmuster 1674 703, 1792 075 und deutsche Patentschrift 617 349 sowie USA.-Patentschrift 2 219 887).
  • Die Erfindung beschäftigt sich nun mit einem besonderen Verfahren zur Durchführung des Verklebens des Kabelbaumes. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß das Klebe- oder Lösungsmittel die meist vieladrigen Aderbündel des Kabelbaumes nur sehr unvollkommen durchdringt, obwohl dies für die Formfestigkeit eines Aderbündels notwendig ist. Um auch die unteren in Nähe der Ausformplatte liegenden Aderschichten mit der Klebemittellösung zu erreichen, muß verhältnismäßig viel davon in das Aderbündel eingebracht werden. Dadurch entsteht aber die Gefahr, daß die an sich schnell trocknende Lösung in zwischen den Adern befindliche Hohlräume gelangt und sich dort nur langsam austrocknende Lösungsmittelnester bilden. In diesen Nestern wird dann aber auch die Aderisolierung aufgelöst, und es entsteht dabei die Gefahr, daß sich die in den Leitern meist bestehenden mechanischen Span- ; nungen durch Verlagerung der nur noch von einer durch das Lösungsmittel erweichten oder gequollenen Isolierung umgebenden Adern ausgleichen. Die Leiter drücken sich dabei durch die erweichte Isolierung hindurch, und es entstehen Kurzschlüsse ; im Bündel.
  • Auf diesen Vorgängen beruht daher die Aufgabestellung. Die Klebelösung soll auf den Kabelbaum bzw. dessen Aderbündel möglichst von allen Seiten und möglichst schnell in gleichmäßiger Menge auf- t getragen werden können, damit keine Lösungsmittelnester mehr entstehen und die Austrocknung überall gleich gut vor sich gehen kann.
  • Zur Lösung dieser bestehenden Aufgabe hat sich ein Verfahren als geeignet erwiesen, nach dem der E Kabelbaum nicht nur allseitig, also auch von unten, von der Formungsplatte her mit der Klebelösung eingestrichen wird, sondern die Klebelösung dem Kabelbaum durch ein geeignetes Werkzeug auch fortlaufend gleichmäßig zugeführt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung dreidimensional lötfertig geformter Kabelbäume mittels Verklebung derAderisolierungen untereinander durch Klebe- und/oder Lösemittel auf Kabelformplatten aus Metall od. dgl. mit Stiften zur Führung der Adern und der Aderbündel und mit Löchern zum Abbiegen der Aderenden, das erfindungsgemäß dadurch besonders ausgezeichnet sein soll, daß die Aderbündel auch an der der Formplatte zugewandten Seite durch unter und entlang den Kabelbündeln angeordnete Ausnehmungen der Formplatte hindurch mit dem Klebe- und/oder Lösungsmittel versehen werden und daß zum Aufbringen des Klebe- und/oder Lösungsmittels auf die Aderisolierungen ein Pinsel, eine Düse od. dgl. verwendet wird, dem das Klebe- und/oder Lösungsmittel fortlaufend gleichmäßig zugeführt wird.
  • Dieses Verfahren erhöht die Qualität der danach hergestellten Kabelbäume erheblich, da die Aderisolation an keiner Stelle mehr von Lösungsmittelnestern bedroht ist und die Verklebung des Kabelbaumes über seinen ganzen Umfang möglich ist.
  • Das Problem wurde bisher in der Fachwelt dadurch angegangen, daß man sich bemühte, Klebelösungen zu verwenden, die die Isolierung nicht anlösen. Für eine gute Haftung an den Klebestellen ist es aber gerade von Wichtigkeit, daß die Isolierung von der Klebelösung ganz an der Oberfläche geringfügig angegriffen wird, da im wesentlichen nur dann eine stoffschlüssige und feste Verbindung von Ader zu Ader entsteht; dies ist auch bei Verwendung einer Klebelösung wichtig, deren Bindemittel mit der Isolierung stoffgleich beschaffen ist.
  • Als Klebelösung hat sich zur Ausübung des Verfahrens eine flüchtige 1- bis 10o/oige, vorzugsweise 2o/oige Lösung von Polyvinylchlorid in einem Lösungsmittel, vorteilhafterweise Tetrahydrofuran, als zweckmäßig erwiesen.
  • Durch die Möglichkeit, Ansammlungen des Lösungsmittels innerhalb des Kabelbaumes vermeiden zu können, bietet sich das Verfahren besonders für mehrfarbige, insbesondere wendelförmig gekennzeichnete Adern an, die durch Umspritzen des Leiters mit mehreren verschiedenfarbigen Kunststoffflüssen nahtlos miteinander verschweißt sind.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine Klebeformplatte, bei der entlang und unterhalb des auf der Formplatte angeordneten Kabelbaumes Ausnehmungen bzw. Löcher angeordnet sind. Diese Löcher sollen die in der Platte angebrachten Führungsstifte nicht beeinträchtigen. Die Ausnehmungen können aus Reihen von runden Löchern oder auch in Langlöchern bestehen. Der Durchmesser der Löcher bzw. die Breite der Langlöcher wird zweckmäßigerweise größer gewählt als die in der Formplattenebene gemessene örtliche Breite des Kabelbaumes. Es ist auf diese Weise möglich, den Kabelbaum in seiner Form zu fixieren, was nach bisher bekannten Verfahren, bei denen die Kabelbäume auf nicht durchbrochenen Platten erzeugt werden, nicht möglich war.
  • Die Kabelformplatte aus Metall od. dgl. kann vorteilhafterweise aus mehreren Einzelplatten bestehen, die z. B. in einem Metallrahmen aus Winkeleisen auswechselbar zusammengesetzt sind. Wenn die Einzelplatten bestimmten Schaltungsgruppen zugeordnet werden, bei denen eine Auswechslung gegen andere Schaltungsgruppen erforderlich ist, so kann man bei einer Änderung der einzelnen Schaltungsgruppe die betreffende Einzelplatte ohne weiteres herausnehmen und gegen eine veränderte Einzelplatte austauschen. Die übrigen Einzelplatten der gesamten Klebeformplatte bleiben dabei unberührt.
  • Der Metallrahmen, in dem die Klebeformplatte angeordnet ist, kann für den zeitsparenden Aufbau des Kabelbaums horizontal oder vertikal oder auch in beiden Richtungen zugleich schwenkbar angeordnet werden. Hierdurch wird der Aufbau des Kabelbaumes, dessen Drähte ja auf der einen Seite aufgelegt, aber zur anderen Seite hindurchgezogen werden müssen, erleichtert und zeitlich verkürzt.
  • Das Auftragen des Klebers auf den Kabelbaum geschieht noch auf der mit Löchern versehenen metallenen Formplatte. Diese Löcher dienen der Auftragung des Klebers auch von der Formplattenrückseite her, damit der Kabelbaum auch von unten durch Klebstoff einwandfrei verfestigt werden kann und er nicht von unten her bei der Montage aufspaltet.
  • Die Schwenkung der Klebeformplatte oder des Metallrahmens, in dem sie befestigt ist, um eine horizontale oder vertikale Achse dient auch dem Zweck, das Klebemittel ohne besondere Umstände und unter Berücksichtigung der durch das Eigengewicht bedingten Flußrichtung, von oben nach unten, auch durch die Ausnehmungen in der Formplatte einwandfrei auftragen zu können.
  • Wenn es erforderlich ist, die Querschnittsform des Kabelbaumes an bestimmten Stellen genau aufrechtzuerhalten, an denen Begrenzungsstifte in der Formplatte nicht angebracht sind, so können entsprechende Klammern vor dem Auftragen des Klebstoffes am Kabelbaum angebracht werden, die nach Erhärten des Klebers wieder entfernt werden.
  • Beim Kleben solcher Kabelbäume bestehen Mängel. Diese Mängel sind unter anderem in der ungenügenden Dosierung des aufzutragenden Lösungsmittels begründet. Wenn auch nicht ein reines Lösungsmittel, sondern ein gelöster Kunststoff als Kleber verwendet werden soll, so hängt doch der gute Erfolg des Verfahrens auch von der sorgfältigen Dosierung des Klebers ab.
  • Bekannt ist der Auftrag eines Klebers mit Hilfe eines Pinsels, der aber eine Dosierung nicht gestattet, da der frisch eingetauchte Pinsel an einer Stelle viel mehr Kleber aufbringt als an einer anderen. Um die verhältnismäßig langgestreckten Kabelbäume, die z. B. Längen von 1 m und mehr haben können, in einem Zuge gleichmäßig mit Kleber zu bestreichen, ist auch eine ebenso gleichmäßige Zufuhr des Klebers zum Pinsel erforderlich. Das verfahrensgemäße Aufstreichen des Klebers auf den Kabelbaum und seine Verzweigungen geschieht daher mit Hilfe eines Pinsels, der in der unteren Öffnung eines Klebstoffbehälters angebracht ist, aus dem der Kleber durch sein Eigengewicht fortlaufend gleichmäßig nach unten zum Pinsel fließen kann. Zwischen Behälter und Pinsel ist ein einstellbares Ventil angeordnet, das den Durchlauf des Klebers dosieren und auch verschließen kann.
  • Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Klebeformplatte und des Verfahrens gelingt es, Schaltdrähte mit Kunststoffisolation auch mit besonders verlegungsungünstigen Querschnitten, wie z. B. sehr breit, aber sehr flach, ohne die Isolation zu beschädigen, besonders formstarr und insbesondere bei den Einzeldrahtendungen formgetreu aufzubauen und Änderungen an Teilen der Verdrahtung durch Austauschung auch nur von Teilen der zusammengesetzten Formtafel zu genügen. Zur Herstellung des vollständig fertigen Kabelbaums wird gegenüber dem bekannten Verschnürungsverfahren eine Arbeitszeitersparnis von etwa 50 O/u erzielt.
  • An Hand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden. Die F i g. 1 zeigt einen Rahmen 1, z. B. aus Winkeleisen, hinter dessen in der Zeichenebene liegenden Schenkel eine Leiste 2, z. B. ein Flacheisen, angebracht ist, auf dem die Einzelplatten 3, die zusammen die Klebeformplatte bilden, angeordnet sind. Diese Einzelplatten werden mit Hilfe der Verschraubungen 4 an den Gewindelöchern 5 befestigt. Dem Aufbau des Kabelbaumes steht die Gesamtzahl der Einzelplatten zur Verfügung, d. h., der Kabelbaum kann sich über die gesamte Fläche der nebeneinanderliegenden Einzelplatten erstrecken. Die Größe der Einzelplatten richtet sich im allgemeinen nach der Größe der einzelnen Bauteile oder der Bauteilgruppen.
  • Wie in F i g. 2 gezeigt ist, lassen sich die Einzelplatten durch Lösen der Verschraubung aus der Gesamtformplatte herausnehmen und durch andere gleich große Einzelplatten ersetzen. Dies ist von großer Bedeutung, wenn z. B. für einen Sonderzweck vorübergehend an der Schaltung Änderungen vorgenommen werden müssen.
  • Auf dieser Klebeformplatte werden nun in an sich bekannter Weise die erforderlichen Führungsstifte angeordnet, um die die Einzeladern geführt werden, um so eine Vielzahl von sehr verzweigten Adern zu einem Kabelbaum aufzubauen.
  • Die besonders wichtige Bildung eines sehr schmalen Kabelbaumquerschnitts wird entsprechend den F i g. 3, 4 und 5 durch besondere Anordnung der Formungsstifte vorgenommen. Diese Stifte 7 können entsprechend F i g. 3 und 4 einander gegenüberstehen und den Kabelbaum 9 seitlich sehr eng begrenzen. Die Formungsstifte 10 auf der einen Seite des Kabelbaumes 9 können aber gemäß F i g. 5 auch um einen halben Formstiftabstand gegenüber den Formungsstiften 10 auf der anderen Seite des Kabelbaumes 9 versetzt sein. Die Formungsstifte 10 sind gegenüber den Formungsstiften 7 um einen halben Abstand der letzteren voneinander versetzt angeordnet. Die Formungsstifte wie auch die Aderführungsstifte müssen zur Erzielung einer auf der Formplatte 3 rechtwinklig stehenden Flanke des Kabelbaumes genau rechtwinklig in der Platte befestigt werden, was mit Hilfe einer genauen Einpassung in eine Bohrung oder mit Hilfe eines Gewindes ermöglicht ist.
  • Die F i g. 6 zeigt die unterhalb des Kabelbaumes angeordneten Löcher 11 mit den Formungsstiften 7 auf der Formplatte 3 perspektivisch von oben unter Fortlassung des Kabelbaumes. Die F i g. 7 dagegen zeigt diese Lochreihe in der Formplatte 3 von unten. Der Kabelbaum 9 verläuft über der Lochreihe und wird durch die Formungsstifte 7, die durch die zugehörigen Bohrungen in der Platte erkennbar sind, gehalten und geformt.
  • Die Schwierigkeiten, die sich bei der an sich bekannten Verklebung der Einzeladern in Kabelbäumen ergeben haben, würden es verhindern, daß die Klebeformplatte schon allein ein mit großem Vorteil zu verwendendes Arbeitsgerät darstellt, da die Zuführung des Klebemittels nicht befriedigend gelöst worden war. Abgesehen von den bereits erwähnten Durchbrechungen der Formplatte, die die Heranführung des Klebemittels an den Kabelbaum auch auf der unteren Seite gestatten, ist die zügige und kontinuierliche Zufuhr des Klebemittels von besonders großer Wichtigkeit. Das an sich bekannte Verfahren, das Klebemittel mit einem Pinsel aufzutragen und den Pinsel wiederholt durch Eintauchen in das Klebemittel aufzufüllen, führt sehr leicht zu der bekannten Bildung von Lösemittelnestern innerhalb der Adern. Es war daher notwendig, den Klebemittelaufstrich so zu gestalten, daß verhältnismäßig schnell und zügig die oberen Schichten der Adern in einer gleichmäßigen und dosierten Weise mit dem Klebemittel benetzt werden. Es gelingt dies mit Hilfe einer KlebstofEauftragseinrichtung, wie z. B. einem Pinsel oder einer Düse, die durch einen mit regelbarem Ventil versehenen Klebstoffzuführungskanal mit einem Klebstoffbehälter verbunden und fest vereinigt ist, der in Arbeitsstellung vorteilhafterweise über ihr liegt.
  • Die F i g. 8 zeigt einen derartigen Pinsel 13, der zur Verhütung der Austrocknung der Borsten in einem Ständer 17 ruht. Der Pinsel 13 ist an dem Pinselschaft 18 angebracht, der innerhalb eines Klebemittelbehälters 16 angeordnet ist. Der Pinselschaft 18 wird am unteren Teil des Behälters in dem Kanal 14 geführt und besitzt einen Ventilkegel 15, der zusammen mit dem entsprechenden zum Behälter 16 gehörenden Ventilsitz den Zufluß des Klebemittels aus dem Behälter 16 über den Kanal 14 zum Pinsel 13 hin abzusperren oder freizugeben und die Zuflußmenge auch zu dosieren gestattet. Der Behälter 16 ist an seinem oberen Ende durch eine kleine runde Scheibe verschlossen, in der sich der Pinselschaft über ein Gewinde 19 abstützt. Der Pinselschaft 18 trägt an seinem aus dem Behälter 16 herausragenden Ende eine Rändelung 20, an der durch Hand der Pinselschaft gedreht und koaxial so verschoben werden kann, daß sich das Ventil 15 in der gewünschten Weise öffnet oder schließt. Da sich das Klebemittel im Behälter 16 in Arbeitsstellung oberhalb des Pin- q sels befindet, so kann es während des Klebevorganges gleichmäßig und fortlaufend zu dem Pinsel 13 herabfließen, durch den die Verteilung auf dem Kabelbaum ohne Unterbrechung erfolgen kann. Durch Schwenken der Formplatte z. B. um eine horizontale Achse wird das Klebemittel durch die Ausnehmungen auch auf die Kabelbaumunterseite aufgetragen.
  • Die Verschraubung der Einzelplatten der Klebeformplatte erfolgt zweckmäßig derart, daß die Schmalseitenlänge der Einzelplatten wie auch der Abstand, der die Einzelplatten mit der Schmalseite auf dem Rahmen festhaltenden Schrauben gleich dem ganzzahligen Vielfachen einer festzulegenden kleinsten Länge sind. Bei Berücksichtigung dieser Regel ergibt sich eine gute Austauschbarkeit und einfache Befestigung von Einzelplatten verschiedener Breite. So ist es z. B. möglich, bei einer festgelegten kleinsten Teilungslänge von 3 cm, Plattenbreiten von 6, 9, 12, 15 cm usw. zu verwenden und diese Platten ohne Schwierigkeit ebenfalls im Abstand von 3 cm in jedoch um eine halbe Teilungslänge versetzten Gewindelöchern zu verschrauben. Durch diese Maßnahme wird die Vorfertigung derartiger Platten und deren Lagerhaltung sehr vereinfacht, so daß lediglich die notwendigen Stifte und Löcher in der Platte am Ort ihrer Verwendung angebracht werden müssen.
  • Für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, solche Kabelbäume herzustellen, ist es sehr wichtig, daß der Kabelbaum auf der Formplatte nicht nur, wie bisher bekannt, teilweise fertiggestellt wird, sondern daß er erst dann von der Formplatte abgenommen wird, wenn er in jeder Weise zum Einlöten in das betreffende Gerät vorbereitet ist. Der Kabelbaum muß also nicht nur in an sich bekannter Weise gebogen und entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung im Querschnitt geformt sein, sondern er muß über die Biegung auf der Plattenfläche hinaus auch dreidimensional verformt sein, was insbesondere hinsichtlich der für Lötverbindung durch Abisolieren vorzubereitenden Anschlußenden der Einzeladern gilt. Diese Anschlußenden der Einzeladern werden daher rechtwinklig zur Plattenfläche nach unten gebogen und in sogenannte Drahtlöcher gesteckt, mit denen die Formplatte überall dort versehen ist, wo derartige Anschlußenden senkrecht zur Plattenebene nach unten geführt werden müssen. Das Verfahren, derartige Drahtlöcher anzuwenden, hat zunächst den großen Vorteil, daß die erste Abbiegung der Ader scharfkantig ausfällt, so daß auch bei einer Reihe von Drahtlöchern, die mit sehr geringem Abstand von z. B. nur 3 oder 4 mm voneinander angeordnet sind, die scharfkantige Abbiegung des Drahtanschlußendes ein genaues Kennzeichen dafür abgibt, weichen Lötfahnen diese Anschlußenden zugeordnet sind.
  • In F i g. 9 wird ein Ausführungsbeispiel einer solchen Klebeformplatte gezeigt. Es sind hier in einem nicht gezeichneten Rahmen die Einzelplatten 3 mit der Numerierung I bis VIII nebeneinander angeordnet und mit Schrauben 4 im Rahmen befestigt. Durch die kleinen Kreise 6 sind die Drahtlöcher angedeutet, durch die das Ende einer zu verlegenden Ader zunächst hindurchgesteckt wird und die auch in F i g. 3 dargestellt sind. Um einen Führungsstift 8 wird dann die Ader herumgebogen, um ihr eine andere Richtung zu geben. Ferner sind die Formungsstifte 7 eingesetzt, die die Aufgabe haben, den Kabelbaum für Geräte mit eng angeordneten Bauteilen besonders schmal zu gestalten. Es gelingt z. B. hierdurch, einen Kabelbaum mit rund 100 Einzeladern ohne weiteres mit einem formstarren Querschnitt von 5 mm Breite herzustellen. Um die Übersicht bei der Herstellung solcher Kabelbäume zu vergrößern, hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, die Verlegerichtung der äußeren Verästelungen des Kabelbaumes auf der Formplatte durch farbige Linien 21 zu markieren.
  • F i g. 9 läßt erkennen, daß die Einzelplatten I bis VIII jeweils bestimmten elektrischen Bauteilgruppen zugeordnet sind. F i g. 10 zeigt nun im wesentlichen einen Abschnitt derselben Formplatte, jedoch ist durch eine Änderung der Schaltung der untere Teil der Einzelplatte IV bei 12 verändert worden. Es kann also die geänderte Platte IV ohne weiteres an die Stelle der alten Einzelplatte IV in den Rahmen eingesetzt werden. F i g. 11 schließlich zeigt ausschnittsweise einen Ersatz der Einzelplatten VI bis VIII durch eine entsprechend größere, die Fläche der früheren Einzelplatten VI bis VIII überdeckende neue Platte 20. Bei Bedarf lassen sich die alten Einzelplatten VI bis VIII ohne weiteres wieder verwenden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung dreidimensional lötfertig geformter Kabelbäume mittels Verklebung der Aderisolierungen untereinander durch Klebe- und/oder Lösemittel auf Kabelformplatten aus Metall od. dgl. mit Stiften zur Führung der Adern und der Aderbündel und mit Löchern zum Abbiegen der Aderenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Aderbündel auch an der der Formplatte zugewandten Seite durch unter und entlang den Kabelbündeln angeordnete Ausnehmungen der Formplatte hindurch mit dem Klebe- und/oder Lösungsmittel versehen werden und daß zum Aufbringen des Klebe- und/oder Lösungsmittels auf die Aderisolierungen ein Pinsel, eine Düse od. dgl. verwendet wird, dem das Klebe- und/oder Lösungsmittel fortlaufend gleichmäßig zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Klebemittel eine flüchtige 1- bis 10o/oige, vorzugsweise 2o/oige Lösung von Polyvinylchlorid in einem organischen Lösungsmittel, vorteilhafterweise Tetrahydrofuran, verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbau des Kabelbaumes kunststoffisolierte Adern verwendet werden, die mehrfarbig, insbesondere wendelförmig gekennzeichnet sind, vorteilhafterweise solche Adern, deren mehrfarbige Isolation durch Umspritzen des Leiters mit mehreren verschiedenfarbigen, sich nahtlos miteinander verschweißenden Kunststoffflüssen entstanden ist.
  4. 4. Klebeformplatte zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie entlang und unterhalb des auf der Formplatte angeordneten Kabelbaumes ohne Beeinträchtigung der Führungsstifte Durchbrechungen aufweist, z. B. in Form von runden oder langen Löchern, vorzugsweise in Form von Reihen von runden Löchern mit einem Durchmesser, der größer ist als die in Formplattenebene gemessene örtliche Breite des Kabelbaumes.
  5. 5. Klebeformplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mehreren Einzelplatten besteht, die, z. B. für Änderung von Schaltungsgruppen, auswechselbar zusammengesetzt und von einem um eine horizontale und/ oder vertikale Achse schwenkbaren Metallrahmen getragen werden.
  6. 6. Pinsel od. dgl. zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er über einen mit regelbarem Ventil versehenen Klebstoffzuführungskanal mit einem in Arbeitsstellung über ihm liegenden Klebstoffbehälter verbunden ist.
  7. 7. Pinsel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Pinselschaft kurz hinter der Pinselfassung einen Ansatz in Form eines Ventilkegels trägt, der bei koaxialer Verschiebung des Pinselschaftes innerhalb eines rohrartigen Klebstoffbehälters diesen pinselseitig über einen am Behälter angeordneten Ventilsitz abschließt, und daß der Pinselschaft an seinem dem Pinsel abgewandten Ende mittels einer Stellschraube am Behälter zur Betätigung des Ventils verschiebbar ist.
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