DE1289035C2 - Verfahren zum Eindiffundieren eines die Leitfaehigkeit beeinflussenden Stoerstoffs in einen Verbindungshalbleiterkoerper - Google Patents
Verfahren zum Eindiffundieren eines die Leitfaehigkeit beeinflussenden Stoerstoffs in einen VerbindungshalbleiterkoerperInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Eindiffundieren eines die Leitfähigkeit beeinflussenden
Störstoffes in einen Verbindungshalbleiterkörper, bei welchem eine StörstofQegierung verwendet wird, in
der der Störstoff mit einem Material legiert ist, das
die elektrischen Eigenschaften des Verbindungshalbleiters nicht nachteilig beeinflußt, und bei welchem
die Störstofflegierung und der Halbleiterkörper im Abstand voneinander angeordnet und im wesent-
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das Trägermaterial für den Störstoff in der StörstofOegie-
lichen auf die gleiche Diffusionstemperatur erhitzt to rung im allgemeinen nicht das Halbleitermaterial des
werden. Halbleiterkörpers selbst sein, da dieser sonst bei der
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art ist die Diffusionstemperatur selbst schmelzen würde. Dies
Legierung so beschaffen, daß sie sich im Zustand gilt insbesondere für Verbindungshalbleiter, die aus
einer festen Lösung befindet, deren Schmelzpunkt bei einem Element der Gruppe III und einem Element
der Erhitzung nicht überschritten wird, und als Trä- 15 der Gruppe V des Periodensystems bestehen. Infolge
germaterial für den Störstoff in der Legierung wird der Anwendung der Maßnahme nach der Erfindung
das Halbleitermaterial des Halbleiterkörpers selbst befindet sich die Störstoff legierung während der
verwendet, beispielsweise Germanium. Die zweite Diffusion im flüssigen Zustand, so daß die zuvor geMaßnahme
setzt im wesentlichen die erste Maß- schilderten Schwierigkeiten von Fesfstoffquelkn entnahme
voraus, da sonst die Gefahr bestünde, daß der »o fallen. Insbesondere kann die zur Durchführung der
Halbleiterkörper selbst bei der Diffusionstemperatur Diffusion erforderliche Zeit wesentlich verringert
zum Schmelzen gebracht würde. werden. Außerdem ist auch eine einfachere und
Durch dieses bekannte Verfahren ist die Gefahr genauere Steuerung des Störstoffniveaus und der
beseitigt, daß durch das Trägermaterial die Eigen- Oberflächenkonzentration möglich. Schließlich werschaften
des Halbleiterkörpers nachteilig beeinflußt »5 den auch bessere Ergebnisse hinsichtlich der Reinwerden.
Da es sich dabei aber um eine Diffusion mit heit und der Reproduzierbarkeit des Ergebnisses ereiner
Feststoffquelle handelt, bestehen verschiedene zielt.
Schwierigkeiten hinsichtlich der optimalen Steuerung Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders
des Störstoffniveaus und der damit verbundenen vorteilhaft, wenn eines der beiden Elemente des Ver-Oberflächenkonzentrationen.
Bei Verwendung einer 30 bindungshalbleiters als Bestandteil der Störstoff-Feststoffquelle
zur Erzielung eines Störstoffdampfes legierung verwendet werden kann. Bei geeigneter
ist es erforderlich, daß die Störstoffe aus dem festen Wahl dieses Elements läßt sich die Bedingung er-
oder pulverförmigen Verbindungshalbleiter zuerst füllen, daß der Schmelzpunkt der Störstofflegierung
ausdiffundieren, wodurch die Störstoffatmosphäre unter der Diffusionstemperatur liegt. Gleichzeitig ist
gebildet wird. Bei niedrigen Temperaturen ist eine 35 sichergestellt, daß das Trägermaterial des Störstoffs
beträchtliche Zeit erforderlich, damit die Störstoffe aus dem pulverförmigen Verbindungshalbleiter genügend
ausdiffundiert werden, weil die Diffusionskoeffizienten niedrig sind. Je größer die Teilchengröße
des pulverförmigen Verbindungshalbleiters ist, um so länger ist die Zeitdauer, die zum Ausdiffundieren
der Störstoffe erforderlich ist. Zur Erzielung von verhältnismäßig gleichförmigen Ergebnissen ist es daher
erforderlich, die Feinheit der pulverförmigen
die Eigenschaften des Halbleiterkörpers nicht beeinträchtigt.
Wenn beispielsweise das Verfahren bei einem III-V-Verbindungshalbleiterkörper angewendet wird,
''° wird vorzugsweise der Störstoff mit dem in dem IIII-V-Verbindungshalbleiterkörper enthaltenen Element
der Gruppe III des Periodensystems legiert.
Ein weiterer, sehr erwünschter Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, daß die betreffenden Elemente
Störstoffqueile zu steuern. Falls der Halbleiterkörper 45 der Gruppe III des Periodensystems, insbesondere
und demzufolge auch das Trägermaterial aus einem Gallium und Indium, ausgezeichnete Getter sind, die
Verbindungshalbleiter besteht, ist es zur Erzielung sich mit verschiedenen unerwünschten Verunreinieiner
schnelleren Ausdiffundierung der Störstoffe in gungen kombinieren, beispielsweise mit Sauerstoff;
dem pulverförmigen Verbindungshalbleiter notwen- sie bewirken also eine Reinigung der Oberfläche der
dig, die Temperatur über die minimale Diffusions- 50 Verbindungshalbleiter.
temperatur zu erhöhen, wodurch wiederum die Zer- Das erfindungsgemäße Verfahren ist weitgehend
unabhängig von der Art des verwendeten Störstoffs, vorausgesetzt, daß damit die Schmelzpunktbedingung
für die Störstofflegierung erfüllt werden kann. So können als Störstoffe beispielsweise Zink, Cadmium,
Quecksilber, Schwefel, Selen oder Tellur verwendet
Setzung des Verbindungshalbleiters zunimmt, insbesondere bei Annäherung an den Schmelzpunkt, weil
das stärker flüchtige Element des Verbindungshalbleiters in stärkerem Maße verdampft.
Es ist andererseits bekannt, eine Störstofflegierung, deren Schmelzpunkt unterhalb der Diffusionstemperatur
liegt, unmittelbar in Berührung mit dem Halbleiterkörper zu bringen, so daß der Störstoff direkt
in den Halbleiterkörper eindiffundiert. Dieses Eindiffundieren erfolgt jedoch nur an den durch die
Oberflächenspannung der geschmolzenen Legierung bestimmten Stellen. Ferner ist dieses Verfahren nur
für Halbleiterstoffe geeignet, die sich in der geschmol-
werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
Zum besseren Verständnis ist vorab zu bemerken, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das bekannte
Prinzip des Raoultschen Gesetzes ausgenutzt wird, das besagt: »Der Dampfdruck eines gelösten
Stoffs über einer Lösung ist direkt proportional dem
zenen Störstofflegierung nicht lösen. Daher ist dieses 65 Molanteil (oder Atomprozentsatzj des gelösten Stoffs
Verfahren vor allem bei den meisten Verbindungs- in dem Lösungsmittel.«
halbleitern nicht anwendbar. Das erfindungsgemäße Verfahren soll nun in sei-
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines ner Anwendung erläutert werden, wobei als Tracer-
289 035
material für den Störstoff in der Störstofflegierung Indium, Gallium oder Aluminium, also ein Element
der Gruppe ΠΙ des Periodensystems verwendet wird. Infolge der Anwendbarkeit des Raoultschen Gesetzes
kann eine Gleichung für den Zusammenhang zwischen der Oberflächenkonzentration eines Störstoffs
in einem Verbindungshalbleiter und seinem Partialdruck über dem Verbindungshalbleiter angegeben
werden:
KP
Darin sind C0 die Oberflächenkonzentration in
Atomen pro Kubikzentimeter, P der Partialdruck des gelösten Stoffs über dem Lösungsmittel (welcher der
gleiche wie über dem Verbindungshalbleiter ist) in Millimeter Hg, T die Temperatur der Mischung in
Grad Kelvin und K eine empirische Konstante, die für jeden verwendeten Verbindungshalbleiter und für
jedes verwendete Diffusionsmaterial ermittelt werden muß.
Der empirische Wert von K wird dadurch ermittelt,
daß eine Legierung oder Mischung aus Gallium, Indium oder Aluminium mit dem gewünschten Diffusionsmaterial
nach der Lehre des Raoultschen Gesetzes so hergestellt wird, daß der Partialdruck des
Diffusionsmaterials bei einer gewählten Diffusionstemperatur unter einem Wert liegt, bei dem die Oberflächenkonzentration
des Störstoffs in dem Verbindungshalbleiter gleich der Löslichkeitsgrenze des Störstoffs ist. (Bei dieser anfänglichen Bestimmung
von K ist es erforderlich, den Dampfdruck zu schätzen; gewöhnlich ergeben aber 10 bis 20 Atomprozent
des Störstoffs einen Dampfdruck, der zur Ermittlung des Werts von K innerhalb der für die Gleichung (1)
erforderlichen Genauigkeitsgrenzen ausreicht.) Diese Legierung wird dann in einen Abschnitt eines geschlossenen
Reaktionsgefäßes eingebracht, während der durch Diffusion zu behandelnde Verbindungshalbleiter
in einem anderen Abschnitt des Gefäßes angeordnet wird. Das Gefäß wird dann evakuiert
und dicht verschlossen und anschließend auf die gewählte Diffusionstemperatur weitererhitzt. Man läßt
dann den Diffusionsvorgang für eine Zeit andauern, die zur Herstellung eines Gleichgewichts zwischen
der Oberflächenkonzentration des Störstoffs in dem Verbindungshalbleiter und dem die Atmosphäre bei
dem Dampfdruck in dem Reaktionsgefäß bildenden Störstoff ausreicht. Dies erfordert etwa 20 Minuten
bis 1 Stunde. Nach Beendigung der Reaktion wird der Verbindungshalbleiter entnommen, und die Oberflächenkonzentration
C0 wird mittels eines geeigneten Verfahrens bestimmt. Ein für die Bestimmung der
Oberflächenkonzentration C0 geeignetes Verfahren ist das radioaktive Spürverfahren. Bei diesem Verfahren
wird der Störstoff radioaktiv gemacht, und der Verbindungshalbleiter wird nach der Diffusion mit einem
Zähler untersucht, wodurch die Zahl der Störstoffatome ermittelt wird, die in verschiedenen Tiefen in
dem Verbindungshalbleiter vorhanden sind. Nachdem die Zahl der Störstoffatome in jeder bestimmten Tiefe
ermittelt worden ist, liegt auch C0 fest, und die Werte
für T, P und C0 werden dann in die zuvor angegebene
Gleichung eingesetzt, die dann nach K aufgelöst wird. Es ist zu bemerken, daß auch andere Verfahren
zur Bestimmung von K in der Gleichung (1) möglich sind; sobald jedoch einmal der Wert von K
ermittelt worden ist, kann die Oberflächenkonzentration
in engen Grenzen dadurch gesteuert werden, daß die richtige Legierung aus dem Störstoff und Indium,
Gallium oder Aluminium so gebildet wird, daß sie den gewünschten Partialdruck im Diffusionsvorgang
aufweist. In einigen extremen Fällen kann es vorkommen, daß das Raoultsche Gesetz für Legierungen
aus Indium oder Gallium mit einem Störstoff
ίο nicht gilt. Unter diesen Bedingungen ist es dann erforderlich,
empirisch den Dampfdruck der Legierung dadurch zu bestimmen, daß eine Reihe von Legierungen
hergestellt wird und daß ihre Zusammensetzung als Funktion des Dampfdrucks bei der gewünschten
Diffusionstemperatur aufgetragen wird.
Nachdem der Faktor K für einen bestimmten Verbindungshalbleiter
und ein bestimmtes Diffusionsmaterial ermittelt worden ist, kann die gewünschte Oberflächenkonzentration in engen Grenzen gewählt
ao werden. Wenn beispielsweise die gewünschte Oberflächenkonzentration
(die üblicherweise bei 10ie, 10", 1018 oder 1019 Atomen pro Kubikzentimeter
liegt, aber allgemein irgendwo unterhalb der Löslichkeitsgrenze in dem Verbindungshalbleiter liegen
as kann) und die gewünschte Temperatur des Verfahrens
gewählt worden sind, wird P für die Gleichung (1) bestimmt. Nachdem der zur Erzielung der
richtigen Oberflächenkonzentration C0 erforderliche Druck P bekannt ist, kann die Menge des Störstoffs
bestimmt werden, die zur Erzielung dieses Dampfdrucks erforderlich ist. Dies wird dadurch erreicht,
daß zuerst festgestellt wird, welchen Dampfdruck das Störstoffelement bei der gewählten Betriebstemperatur
zeigt; dies läßt sich aus einem Temperatur-Dampfdruck-Diagramm des Störstoffelements entnehmen.
Derartige Diagramme sind in der Technik allgemein bekannt. Nachdem der Dampfdruck ermittelt
ist, den das Störstoffelement bei der gewünschten Betriebstemperatur zeigt, kann das Raoultsche Gesetz
zur Ermittlung des Atomprozentsatzes des Störstoffs angewendet werden, der mit dem Indium, Gallium
oder Aluminium legiert werden muß, damit der errechnete Dampfdruck der obigen Gleichung (1)
erhalten wird. Mit dem zuvor erläuterten Verfahren ist es somit möglich, verschiedene erwünschte Oberflächenkonzentrationen
der Störstoffe auszuwählen und die gewählte Oberflächenkonzentration in einem Verbindungshalbleiter zu erzeugen.
Da die Zeit kein kritischer Faktor zur Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustands zwischen der
Oberflächenkonzentration des Störstoffs und dem Dampfdruck des Störstoffs in der umgebenden Atmosphäre
ist, ist es ferner möglich, die Tiefe des Übergangs und die Diffusionsgeschwindigkeit durch eine
Veränderung der Zeitdauer des Diffusionsvorgangs in engen Grenzen zu steuern. Dies läßt sich durchführen,
ohne daß dadurch die vorbestimmte Oberflächenkonzentration des Störstoffs beeinflußt wird.
Mit diesem Verfahren können verschiedene Arten von pn-Ubergängen erhalten werden, die so beschaffen
sind, daß sie die für Photodioden, Sonnenzellen, Transistoren oder jegliche sonstige Art von Halbleiterbauelementen
besonders erwünschten Eigenschaften haben. Ferner läßt sich das Verfahren auch zur Bildung von doppeldiffundierten Transistoren
anwenden.
Die Verwendung von Indium, Gallium oder Aluminium als Trägermaterial ist deshalb vorteilhaft,
weil sich diese Stoffe bei niedrigen Temperaturen verflüssigen.
Es ist daher möglich, die Mengt des Störstoffs in dem Trägermaterial in engen Grenzen zu
steuern. Da das Trägermaterial bei der Diffusionstemperatur flüssig ist, ist es ferner sehr viel schneller
und einfacher möglich, aHe Störstoffe in die Umgebungsatmosphäre auszudiffundieren, die für die Erzielung
des richtigen Partialdrucks erforderlich sind, als dies bisher mit einem pulverförmigen Trägermaterial,
beispielsweise einem Verbindungshalbleiter, möglich war.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Diffusion über eine lange
Zeitdauer aufrechterhalten werden kann, ohne daß die Oberflächenkonzentration der Störstoffe die gewünschten
Grenzen überschreitet. Dadurch wird es möglich, gesteuerte Tiefen der Übergänge und Störstoffniveaus
zu erzielen.
Wenn beispielsweise Galliumarsenid mit Zink dotiert werden soll und Galium als Trägermaterial für
das Zink in der Störstofflegierung verwendet wird, kann folgendermaßen vorgegangen werden:
Es ist zunächst erforderlich, den Wert des Faktors K in der Gleichung (1) für den Fall von Galliumarsenid
mit Zink als Diffusionsmaterial zu ermitteln. Der erste Schritt bei der Bestimmung des Faktors K
besteht in der Wahl einer Temperatur, bei der dei Diffusionsvorgang durchgeführt werden soll, worauf
der Dampfdruck von Zink aus einem Dampfdruck-Temperatur-Diagramm entnommen wird. Dann wird
durch Anwendung des Raoultschen Gesetzes das Verhältnis von Zink zu Gallium so gewählt, daß der
Partialdruck des Zinks unter dem Druck liegt, bei dem die Oberflächenkonzentration des Zinks in Galliumarsenid
ins Gleichgewicht mit dem Zinkdampf bei der Löslichkeitsgrenze von Zink in Galliumarsenid
kommt. Nach der Wahl der Werte für P und T wird eine Legierung von Gallium und Zink
entsprechend den Erfordernissen des Raoultschen Gesetzes so hergestellt, daß sie den gewünschten
Partialdruck zeigt, und diese Mischung wird dann in ein Rohr eingebracht, das reines und richtig vorbehandeltes
Galliumarsenid enthält. Das Rohr wird dann evakuiert und dicht verschlossen, worauf es in
einen Ofen eingesetzt wird, der die zuvor gewählte richtige Temperatur liefert. Nach einer Zeitdauer, in
der die Oberflächenkonzentration des Zinks einen Gleichgewichtszustand erreicht, wird das Galliumarsenid
entnommen, und die Oberflächenkonzentration Cn wird in der zuvor erläuterten Weise gemessen.
Der Wert des Faktors K wird dann aus der Gleichung (1) ermittelt. Für die nachstehenden Beispiele
wurde der Faktor K zu 1020 festgestellt.
Ein Galliumarsenidplätlchcn wurde der üblichen
Oberflächenbehandlung unterworfen, wie Reinigung oder Ätzung zur Entfernung verschiedener Oberflächenverunreinigungen.
Das Plättchen wurde dann in das eine Ende der Ouarzampullc eingesetzt, und
1,5 mg Zink wurden an einer entfernten Stelle der Ampulle .'mgcbraclit. Die Ampulle wurde dann
evakuier! und dicht verschlossen. Der Diffusionsvorpann
wurde in einer Apparatur durchgeführt, die dcrjeniμen
nach den USA.-Patentschriften 2 900 286, 2 921905 iilinlicii war: eine dicht verschlossene
Ouur/.iimpiillc mit einer geeigneten Heizvorrichtung,
mit der Ausnahme, daß die Temperatur in der AmpuUe möglichst frei von Tempsraturgradienten war
und für 7V* Stunden auf 800° C gehalten wurde. Es wurden zwei weitere Diffusionsvorgänge in genau der
gleichen Weise wie der erste Diffusionsvorgang durchgeführt, mit der Ausnahme, daß 1,5 mg einei
Legierung von Gallium mit verschiedenen Atomprozenten Zink als Diffusionsquelle verwendet wurden.
Die Ergebnisse der drei Diffusionsvorgänge sind ίο in der folgenden Tabelle angegeben.
| Diffu- sions- Vorgang 1S Nr. |
Diffusionsquelle | Dampfdruck des Störstoffs in der Ampulle (mm Hg) |
Oberflächen konzen tration Cu (cm-3) |
| 1 2 XO 3 |
metallisches Zink 99°/oGa-f 1 <>/o Zn- Legierung 99,9% Ga +0,1 e/o Zn-Legierung |
280 3 0,3 |
1020 8,7 · ΙΟ« 8,7 · 1017 |
as Bei jedem Diffusionsvorgang betrug die Menge des
vorhandenen Diffusionsmaterials 1,5 mg. An Stelle von Zink können andere Elemente der Gruppe II des
Periodensystems, wie Cadmium oder Quecksilber mit Gallium legiert werden, und in der gleichen
Weise können auch beliebige Elemente der Gruppe VI , des Periodensystems, wie Schwefel, Selen oder Tellur,
mit Gallium legiert werden. Ferner können sowohl Gallium als auch Indium oder Aluminium zur Herstellung
einer Störstoffquelle für jeden beliebigen
Verbindungshalbleiter verwendet werden.
Bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurden zwar Gallium, Indium und Aluminium als die
Stoffe angegeben, mit denen der zu diffundierende Störstoff legiert wird, doch können auch andere Stoffe
mit brauchbaren Ergebnissen verwendet werden. Zinn, Blei und andere Stoffe, deren Schmelzpunkte
unter der anzuwendenden Diffusionstemperatur liegen und die die elektrischen Eigenschaften des Halbleitermaterials
nicht merkbar beeinflussen, können in gleicher Weise als Bestandteil der Störstofflegierung
verwendet werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Eindiffundieren eines die Leitfähigkeit beeinflussenden Störstoffs in einen
Verbindungshalbleiterkörper, bei welchem eine Störstofflegierung verwendet wird, in der der Störstoff
mit einem Material legiert ist, das die elektrischen Eigenschaften des Verbindungshalbleiter
nicht nachteilig beeinflußt, und bei welchem die
Störstoillegierung und der Halbleiterkörper im Abstand voneinander angeordnet und im wesentlichen
auf die gleiche DifTusioiislcmperatur erhitzt
werden, dadurch gekennzeichnet,
daß in an sicli bekannter Weise eine Siörstoillegierung
verwendet wird, deren Schmelzpunkt unter der Diffiisionstemperatur liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der StörslolF mil einem IiIe-
7
ment der Gruppe III des Periodensystems legiert wendet wird, das in dem Ill-V-Verbindungshalb-
r wird. leiter enthalten ist.
s
3. Verfahren nach Anspruch 2 zur Anwendung
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden
r bei einem III-V-Verbindungshalbleiterkörper, da- Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Stör-
g durch gekennzeichnet, daß als Element der 5 stoff Zink, Cadmium, Quecksilber, Schwefel,
ι Gruppe III des Periodensystems das Element ver- Selen oder Tellur verwendet wird.
Γιε Ie ^e ι.
ie
ie ;n ie •rk-
rs lie
icic-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US27854660A | 1960-05-02 | 1960-05-02 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1289035B DE1289035B (de) | 1969-02-13 |
| DE1289035C2 true DE1289035C2 (de) | 1973-04-26 |
Family
ID=23065408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961T0020102 Expired DE1289035C2 (de) | 1960-05-02 | 1961-05-02 | Verfahren zum Eindiffundieren eines die Leitfaehigkeit beeinflussenden Stoerstoffs in einen Verbindungshalbleiterkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1289035C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2835613A (en) * | 1955-09-13 | 1958-05-20 | Philips Corp | Method of surface-treating semi-conductors |
-
1961
- 1961-05-02 DE DE1961T0020102 patent/DE1289035C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2835613A (en) * | 1955-09-13 | 1958-05-20 | Philips Corp | Method of surface-treating semi-conductors |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1289035B (de) | 1969-02-13 |
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