DE1289013B - Kettenkratzfoerderrinne mit an den Seitenwandungen gefuehrtem Hobelkoerper - Google Patents
Kettenkratzfoerderrinne mit an den Seitenwandungen gefuehrtem HobelkoerperInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Kettenkratzförderrinne mit an den als vertikal gestellte W-Profile ausgebildeten Seitenwandungen der Förderrinnen geführtem Hobelkörper, wobei der Hobelkörper diese schwertlos umfaßt.
- Es sind Kettenkratzförderrinnen mit an die Seitenwandungen der Förderrinne anschließbarem Hobelkörper bekannt, wobei zumindest eine Seitenwandung der Förderrinne als Führungsschiene ausgeführt und unmittelbar daran der Hobelkörper schwertlos geführt ist (britische Patentschrift 677302, G. Rauher, »Der Kohlenhobel<r 1946, S. 100/101). - Man kennt ferner Strebförderer, bei welchen über die Streblänge sich erstreckende Rahmenteile zur Führung und Abstützung von in Streblängsrichtung bewegten Gewinnungsmaschinen zugeordnet sind. Bei diesen Strebförderern sind die Rahmenteile aus schußartig hintereinander angeordneten und gelenkig miteinander gekuppelten, zur Führung der Gewinnungsmaschine dienenden Führungsschienen gebildet, von denen jede von mindestens zwei etwa im Bereich der Schußenden des Förderers angeordneten U-förmigen, auf der dem Abbaustoß zugekehrten Seite an ihrem aufwärts gerichteten Schenkel mit der Schiene verbundenen Tragbügeln getragen ist, in welche der Förderer von oben eingelegt ist. Bei dieser bekannten Ausführungsform sind also für die Gewinnungsmaschine, z. B. einen Kohlenhobel, zusätzliche Förderschienen vorgesehen, ist also die Gewinnungsmaschine nicht unmittelbar an der Kettenkratzförderrinne selbst geführt (vgl. deutsche Auslegeschrift 1 021 310). - Abgesehen davon sind jedoch auch Kettenkratzförderer als Fördermittel für Untertagebetriebe bekannt, insbesondere als Strebförderer, die dem Transport der durch eine Gewinnungsmaschine gewonnenen Kohle dienen und an denen diese Gewinnungsmaschine geführt ist, wobei zwei Seitenprofile über einen Förderboden verbunden sind und die Seitenprofile aus mehreren Profilschienen zusammengesetzt sind, die im Nut- und Federeingriff stehen. Bei diesen Führungsprofilen für die Gewinnungsmaschine bzw. den Hobel weisen die den Ober-und Untertlansch bildenden Profileisen in ihren waagerechten Schenkeln eine vertikale Nut mit darüber befindlicher leistenartiger Erhebung auf, in die die senkrecht zum Förderboden stehenden freien Stirnkanten der V-förmig konvergierenden Stege des mittleren, den Förderboden tragenden Profileisens einfassen und die von hakenartigen Teilen des KohIenhobels zu dessen Führung hinterfaßt werden (vgl. deutsche Auslegeschrift 1 229971). Nachteilig bei dieser bekannten Ausführungsform ist die Tatsache, daß einerseits die Führungsprofileisen bzw. Führungsschienen für die Gewinnungsmaschine bzw. den Kohlenhobel aus mehreren Einzelprofilen zusammengesetzt sind, was in montagetechnischer -und fertigungstechnischer Hinsicht aufwendig ist, andererseits die Gewinnungsmaschine bzw. der Kohlenhobel nicht schwertlos geführt werden kann, vielmehr ein die gesamte Führungsschiene bzw. das gesamte Führungsprofileisen untergreifende Schwert vorgesehen ist. Ein solches Schwert bringt nämlich die Gefahr mit sich, daß die Förderrinne angehoben und dadurch Feinkohle in den Untertrum geschoben wird. Das kann zu Funktionsstörungen bei dem Förderer führen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kettenkratzförderrinne zu schaffen, deren Seitenwandungen in einfachster Weise so gestaltet sind, daß einerseits der Hobelkörper fflnktionssicher geführt ist, andererseits die Förderrinne gegen Schlageinwirkung oder andere Beanspruchungen unempfindlich ist, statisch also optimal gestaltet ist.
- Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer Kettenkratzförderrinne mit an den als vertikal gestellte W-Profile ausgebildeten Seitenwandungen derFörderrinnen geführtem Hobelkörper der eingangs beschriebenenArt dadurch, daß der dem Liegenden zugewandte W-Schenkel der stoßseitigen Seitenwandung außenseitig eine Einbuchtung für den zugeordneten, darin eingreifenden Führungsflansch des Hobelkörpers und daran anschließend innenseitig eine Anformung als Abstützung gegen das Liegende aufweist. - Auf diese Weise wird überraschend eine Förderrinne mit hoher Elastizität verwirklicht, deren Seitenwandungen auf Grund der erfindungsgemäßen Gestaltung bei Schlag- oder Stoßbeanspruchung gleichsam als Federn wirken und in der Lage sind, selbst den Aufprall sich aus dem Hangenden lösender Kohle- oder Gesteinsbänke bzN. -hrocken zu.'dämpfen sowie ohne Beschädigungen aufzunehmen. Weiter sieht die Erfindung vor, daß in an sich bekannter Weise der dem Hangenden zugewandte W-Schenkel der jeweiligen Seitenwandung einë Führungsleiste sowie der zugeordnete Hobelführungsflansch eine die Leiste umgreifende Führungsausnehmung besitzt. Dadurch wird in einfacher Weise eine Trennung zwischen Förderrinne und Hobelkörper mit Sicherheit verhindert.
- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Kettenkratzförderrinne auf einfache Weise eine funktionssichere Führung des Hobelkörpers ohne Abhebung der Förderrinne vom Boden bzw. Liegenden verwirklicht ist, während gleichzeitig die Rinne besondere Festigkeit und Stabilität erhält. Auf besondere Führungsvorrichtungen für den Hobelkörper selbst, z. B. in Form einer zwischengeschalteten Führungsschiene als auch auf ein .Hobelschwert, kann verzichtet werden. Da ferner die Förderrinne gleichsam aIs-einstückige elastische Rinne ausgebildet ist, wird im Ergebnis eine äußerst unkomplizierte und kompakte Bauweise verwirklicht.
- Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigt F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Kettenkratzförderrinne, F i g. 2 einen Vertikalschnitt durch eine andere Ausführungsform des Gegenstandes nach F i g. 1.
- In den Figuren ist ein Kohlenhobel 1 dargestellt, dessen Hobelkörper 2 an eine- Kettenkratzförderrinne 3, und zway'- an die Seitenwandungen 4 der Förderrinne3 anschließbar ist. Zumindest eine Seitenwandung 4 der Förderrinne 3 ist als Führungsschiene ausgeführt und unmittelbar daran der Hobelkörper 2 schwertlos geführt. Die Seitenwandungen 4 sind als vertikal orientierte W-Profile ausgebildet, während der Hobelkörper 2 Führungsfiansche 5 besitzt, welche die W-Schenkel 6, 7 zumindest teilweise umfassen.
- Der dem Liegenden zugewandte W-Schenkel 6 der jeweiligen Seitenwandung 4 weist fußseitig eine Ausbuchtung 8 für den zugeordneten darin eingreifenden Führungsfiansch 5 des Hobelkörpers 2 und endseitig eine Anformung 9 als Abstützung gegen das Liegende auf. Nach der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform besitzt der dem Hangenden zugewandte W-Schenkel 7 der jeweiligen Seitenwandung4 eine Führungsleiste 10 und der zugeordnete Führungsflansch 5 eine die Leiste 10 umgreifende Führungsausnehmung 11. Durch die wulstartige Gestaltung der Anformung 9 einerseits und durch die Ausbuchtung 8 andererseits liegt die Förderrinne 3 im Bereich ihrer Seitenwandungen 4 verwindungssteif auf dem Liegenden auf. Zugleich wird bei Schlag- oder Stoßeinwirkung, z. B. in Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile, ein äußerst elastisches Verhalten der gesamten Förderrinne 3 erreicht, so daß Beschädigungen nicht zu befürchten sind. Die Elastizität, gleichsam Federwirkung, ist bei der erfindungsgemäßen Kettenkratzförderrinne 3 vor allem auf die erfindungsgemäße Ausbildung der Seitenwandungen 4 im Bereich der Querschnitte A und B zurückzuführen, die die Wahl geeigneter Widerstandsmomente für hohe Momentaufnahme in diesen Querschnitten ermöglicht.
- Patentansprüche: 1. Kettenkratzförderrinne mit an den als vertikal gestellte W-Profile ausgebildeten Seitenwandungen der Förderrinnen geführtem Hobelkörper, wobei der Hobelkörper diese schwertlos umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Liegenden zugewandte W-Schenkel (6) der stoßseitigen Seitenwandung (4) außenseitig eine Einbuchtung (8) für den zugeordneten, darin eingreifenden Führungsflansch (5) des Hobelkörpers (2) und daran anschließend innenseitig eine Anformung (9) als Abstützung gegen das Liegende aufweist.
Claims (1)
- 2. Kettenkratzförderrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise der dem Hangenden zugewandte W-Schenkel (7) der jeweiligen Seitenwandung (4) eine Führungsleiste (10) sowie der zugeordnete Hobelführungsflansch (5) eine die Leiste (10) umgreifende Führungsausnehmung (11) besitzt.
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=7161415
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Citations (3)
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1967
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1968
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Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1229971B (de) * | 1963-07-12 | 1966-12-08 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Kettenkratzerfoerderer als Foerdermittel fuer Untertagebetriebe |
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| GB1138130A (en) | 1968-12-27 |
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| US3499683A (en) | 1970-03-10 |
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