DE1288910B - Abstelleinrichtung an einem Filmaufnahme- oder -wiedergabegeraet - Google Patents
Abstelleinrichtung an einem Filmaufnahme- oder -wiedergabegeraetInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Filmaufnahme- oder -wiedergabegerät für Filmkassetten, in welchen zum Herausschieben des Filmanfanges aus dem Kassettenmaul eine Rolle an den Außenumfang des Filmwickels angedrückt ist, welche mittelbar über den vom Spulenkern angetriebenen Filmwickel oder unmittelbar angetrieben ist.
- Bei den oben beschriebenen Geräten kann es beim Herausführen des Filmes aus der Kassette zu Störungen kommen, wenn der Filmanfang beschädigt ist, beispielsweise geknickt oder eingerissen ist. In- diesem Fall bilden sich im Inneren der Kassette Filmschleifen, in weiterer Folge kommt es zu einer Stauung des Filmmaterials, die schließlich zu einer Beschädigung desselben führt. Dieser Fehler könnte durch rechtzeitiges Stillsetzen des Filmantriebes und Rückwickeln des Filmes behoben werden. Da jedoch eine solche Störung weder am Filmgerät noch an der Kassette unmittelbar zu erkennen ist, wird in den meisten Fällen eine rechtzeitige Stillsetzung des Antriebes unterbleiben.
- Dieses Problem wirrt erfindungsgemäß durch eine Abstelleinrichtung für den Antrieb bzw. den Spulenkern gelöst, welche in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl der Rolle bzw. des Spulenkernes wirksam wird, welche Umdrehungszahl dem maximalen Weg entspricht, den der Filmanfang vom Beginn des Einfädelvorganges an im Kassetteninneren und außerhalb der Kassette zurückzulegen hat, bis er von der Transporteinrichtung des Gerätes erfaßt wird.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
- F i g. 1 zeigt die Kassette im Schnitt und veranschaulicht die mit ihr unmittelbar zusammenwirkenden Teile eines Schmalfilmprojektors; in F i g. 2 sind die verschiebbare Platine und die zugehörigen Steuereinrichtungen dargestellt.
- In der Zeichnung ist mit 1 das Kassettengehäuse bezeichnet, in dessen Inneren eine Vorratsspule 2 mit einem auf einem Spulenkern 3 angeordneten Filmwickel 4 drehbar gelagert ist: Bei Verwendung der Kassette an einem Filmwiedergabegerät ist es notwendig, den Filmanfang 5, der am Filmwickel eine beliebige Stellung einnehmen kann,- durch- ein Kassettenmaul 6 aus der Kassette zu schieben: Zu diesem. Zweck wird durch eine Öffnung 7 in der Kassettenwand eine Platine 8 eingeführt, die an ihrem vorderen Ende eine Reibrolle 9 trägt. Durch diese im Uhrzeigergegensinn umlaufende Rolle wird der Filmanfang in einer mehr oder weniger stark gekrümmten Form im Uhrzeigersinn in Richtung auf das Kassettenmaul bewegt, wobei sich der Filmanfang im allgemeinen an die Kassetteninnenwand 10 anlegt. In der Kassette 1 ist ein Reibrad 12 drehbar gelagert, welches einen zentralen Dorn 13 aufweist, auf welchen die Filmspule 2 aufgesteckt ist. Durch die öffnung 7 in der Kassettenwand kann die Platine 8 in die Kassette 1 eingeführt werden, wobei die Reibrolle 9 zwischen die Flansche der Spule 2 gelangt und sich mit einem Riemen 15 am Filmwickel abstützt. Der vorzugsweise aus Gummi bestehende Riemen stellt gleichzeitig die Antriebsverbindung her. Die Platine 8 ist längsverschiebbar und wird durch gehäusefeste Stifte 18, die in Langlöcher 19 der Platine eingreifen, geführt. Das freie Ende des Platine 8 ist L-förmig gestaltet und trägt eine schräge Führungsfläche 20. Bei der Einführung der Platine in die Kassette trifft die Führungsfläche 20 an eine an der Kassetteninnenwand mit Nieten 21 befestigte Blattfeder 22, die sich in ihrer Ruhelage an die Kassetteninnenwand anlegt. Beim Einführen der Platine wird diese Feder zwischen die Flansche der Spule 2 verschwenkt, so daß sich eine Anlaufbahn für den Filmanfang ergibt, die keinen Wendepunkt aufweist, welcher ein Ausknicken des Filmes begünstigen würde. In der Kassette ist um eine Achse 23 ein Arm 24 schwenkbar gelagert, der durch eine Feder 25 an den Umfang des Filmwickels angedrückt wird. Durch eine .entsprechende Gestaltung des freien Endes dieses Armes 24 wird gewährleistet, daß dieser nur im Bereich der Perforation am Film anliegt, so daß eine Beschädigung der Filmbilder vermieden wird.
- Zum Rückwickeln des Filmes in die Kassette ist im Projektor eine Rolle 26 vorgesehen, die über einen Riemen 27 durch einen nicht dargestellten Motor angetrieben wird.
- Dem Kassettenmaul 6 liegen zwei Transportrollen 30 und 31 gegenüber. Die Rolle 30 läuft im Uhrzeigersinn, die: Rolle 31 im Uhrzeigergegensinn um. Die beiden Transportrollen haben die Aufgabe, den aus der Kassette austretenden Filmanfang zu erfassen und den nicht dargestellten Filmtransporteinrichtungen des Gerätes zuzuleiten.
- Der Antrieb des Riemens 15 und damit der Rolle 9 erfolgt durch einen Motor 17, der in nicht 'dargestellter Weise schwenkbar angeordnet ist und den Riemen 15 mit einer auf der Motorwelle angeordneten Rolle 32 gegen eine ortsfest gelagerte, crrehbare Scheibe 33 drückt. Koaxial zur Scheibe 33 ist ein Ritzet 34 angeordnet, das. mit einem Zahnrad 35 kämmt, welches einen achsparallelen Stift 36 trägt.
- Zur Steuerung der Platine 8 ist ein parallel zu dieser verstellbarer Schieber 37 vorgesehen, der ebenfalls durch in Langlöcher laufende Bolzen geführt ist. Die Platine 8 ist mit dem 'Schieber 37 durch eine Zugfeder 38 verbunden und steht andererseits unter der Wirkung einer Feder 39, welche bestrebt ist, die Platine in ihre linke Endstellung zurückzuziehen. In gleicher Weise ist eine an dem -Schieber 37 angreifende Feder 40 vorgesehen, welche diesen in die Ruhestellung zurückzieht. Dem Schieber ist eine durch eine Feder 41 belastete Klinke 42 zugeordnet, die in eine entsprechende Ausnehmung im Schieber 37 einrastet und diesen in seiner Arbeitsstellung sichert.
- Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Nach Einsetzen der Kassette 1 in den Filmprojektor wird mit Hilfe eines Stempels 43 der Schieber 37 aus seiner linken Endstellung in seine Arbeitsstellung verschoben, in welcher er durch die Klinke 42 gehalten wird. Die Feder 38 zieht auch die Platine nach rechts und ' drückt die Rolle 9 an den Filmwickel an: Durch Einschalten des Antriebsmotors wird die Rolle im Uhrzeigergegensinn angetrieben, wobei der Filmanfang 5 in der Kassette im Uhrzeigersinn zum Kassettenmaul 6 bewegt wird.
- Der Filmanfang 5 hat den größten Weg zurückzulegen, wenn er sich bei Beginn des Einfädelvorganges unter dem Ende der Kufe 24 befindet. Der Film wird zunächst durch den sich drehenden Wickel zur Reibrolle 9 bewegt, wird von dieser bzw. vom Riemen 15 erfaßt und zwischen Reibrolle 9 und dem Filmwickel ? hindurchgeführt. Der Filmanfang bewegt sich weiter gegen das Kassettenmaul6, wobei er sich an die Kassetteninnenwand 10 und die Blattfeder 22 anlegt. Der aus dem Kasssettenmaul austretende Film wird durch die Rollen 30 und 31 erfaßt und der Filmtransporteinrichtung des Projektors zugeführt. Gleichzeitig mit dem Filmanfang wurde über das Untersetzungsgetriebe auch das Zahnrad 35 angetrieben. Nach einer Umlaufzahl des Riemens 15 bzw. der Rolle 9, die dem längsten vom Filmanfang bis zu den Rollen 30 und 31 zurückzulegenden Weg entspricht, trifft der Stift 36 auf die Klinke 42 und hebt diese aus der entsprechenden Ausnehmung des Schiebers aus, so daß der Schieber 37 und die Platine unter der Wirkung ihrer Rückstellfedern 39 und 40 in ihre linke Endstellung zurückkehren.
- Ist es zufolge eines geknickten oder gerissenen Filmanfanges in der Kassette zur Bildung einer Filmschleife gekommen, so wird durch die Begrenzung des Antriebes eine Beschädigung des Filmes mit Sicherheit vermieden.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird gleichzeitig mit der Rückstellung der Platine 8 der Antrieb für die Reibrolle unterbrochen.
- Es ist auch möglich, die Reibrolle 9 ohne besonderen Antrieb auszuführen. In diesem Fall wird beim Einfädelvorgang die Spule 2 durch die Reibräder 26 und 12 im Uhrzeigersinn verdreht, wobei die Reibrolle 9 vom Filmwickel angetrieben wird. In diesem Fall wird in analoger Weise zu dem oben beschriebenen Beispiel die Reibrolle 26 nach einer bestimmten Umdrehungszahl stillgesetzt.
- Die Erfindung ist nicht auf Filmprojektoren beschränkt, sondern kann mit gleichen Vorteilen beispielsweise auch auf Filmkameras und Tonbandgeräte angewendet werden.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Filmaufnahme- oder -wiedergabegerät für Filmkassetten, in welchen zum Herausschieben des Filmanfanges aus dem Kassettenmaul eine Rolle an den Außenumfang des Filmwickels angedrückt ist, welche mittelbar über den vom Spulenkern aus angetriebenen Filmwickel oder unmittelbar angetrieben ist, gekennzeichnet d u r c h eine Abstelleinrichtung für den Antrieb der Rolle (9) bzw. des Spulenkernes (3), welche in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl der Rolle (9) bzw. des Spulenkernes (3) wirksam wird, welche Umdrehungszahl dem maximalen Weg entspricht, den der Filmanfang (5) vom Beginn des Einfädelvorganges an im Kassetteninneren und außerhalb der Kassette zurückzulegen hat, bis er von der Filmtransporteinrichtung des Gerätes erfaßt wird.
- 2. Filmaufnahme- oder -wiedergabegerät nach Anspruch 1 mit einer längsverschiebbaren oder schwenkbaren Platine, die an ihrem freien Ende die Antriebsrolle für den Filmwickel trägt, welche in der Arbeitsstellung durch eine Öffnung in die Kassette eingeführt ist und unter Federkraft am Außenumfang des Filmwickels anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (38), welche die Platine in ihrer Arbeitsstellung hält, durch einen Schieber (37) gespannt wird, der in der Arbeitsposition durch eine Klinke (42) gesichert ist, wobei von der Antriebsrolle (9) bzw. deren Antrieb über ein Getriebe ein Nocken (36) verstellbar ist, der nach einer Umdrehungszahl der Antriebsrolle, welche dem maximalen Weg des Filmanfanges entspricht, die Klinke (42) auslöst, so daß die Platine 8 und der Schieber (37) in ihre Ruhelage zurückkehren.
- 3. Filmaufnahme- oder -wiedergabegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Rückstellung der Platine (8) der Antrieb der Filmantriebsrolle (9) unterbrochen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT458567A AT268884B (de) | 1967-05-16 | 1967-05-16 | Filmaufnahme- oder Wiedergabegerät |
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
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